Danzig - Rechtstadt & Inseln Główne Miasto Top Sehenswürdigkeiten

Bazylika Mariacka
Architektonische Highlights
Gdańsk
Ratusz Głównego Miasta
Architektonische Highlights
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Ratusz Głównego Miasta
Ulica Mariacka
Touristenattraktionen
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Ulica Mariacka
Długi Targ
Touristenattraktionen
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Długi Targ
Ulica Długa
Touristenattraktionen
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Ulica Długa
Długie Pobrzeże
Touristenattraktionen
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Żuraw
Architektonische Highlights
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Żuraw
Kosciół św. Mikołaja
Architektonische Highlights
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Kosciół św. Mikołaja
Hala Targowa
Architektonische Highlights
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Kościoł św. Jana
Architektonische Highlights
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Kościoł św. Jana
Katownia
Architektonische Highlights
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Dwór Artusa
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Zielona Brama
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Zielona Brama
Dom Uphagena
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Lwi Zamek
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Dom Schumannów
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Baszta Łabędź
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Sień Gdańska
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Kaplica Królewska
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Targ Węglowy
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Wieża Więzienna
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Muzeum Archeologiczne
Museen
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Brama Wyżynna
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Wielka Zbrojownia
Architektonische Highlights
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Złota Brama
Architektonische Highlights
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Dwór Św. Jerzego
Architektonische Highlights
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Złota kamienica
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Fontanna Neptuna
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Targ Rybny
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Muzeum Historyczne Miasta Gdańska
Museen
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    Architektonische Highlights

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    Touristenattraktionen

    Museen


  • Bazylika Mariacka

    Architektonische Highlights
    • © kavalenkava, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Was für ein Theater

    Vom Frauentor führt die Frauengasse zur größten Backsteinkathedrale der Welt. Die dreischiffige Hallenkirche mit den Maßen 105 × 68 m bietet Platz für 25 000 Menschen. Unbedingt solltest du dir die Astronomische Uhr von 1470 mit Kalendarium und Himmelsscheibe ansehen. Punkt 11.57 Uhr mittags setzen sich die Figuren des Uhrwerks in Bewegung, fuchteln mit den Armen, drehen Pirouetten und gehen in die Knie. Vom Turm (78 m) liegt dir die Stadt zu Füßen.

    • © kavalenkava, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Was für ein Theater

    Vom Frauentor führt die Frauengasse zur größten Backsteinkathedrale der Welt. Die dreischiffige Hallenkirche mit den Maßen 105 × 68 m bietet Platz für 25 000 Menschen. Unbedingt solltest du dir die Astronomische Uhr von 1470 mit Kalendarium und Himmelsscheibe ansehen. Punkt 11.57 Uhr mittags setzen sich die Figuren des Uhrwerks in Bewegung, fuchteln mit den Armen, drehen Pirouetten und gehen in die Knie. Vom Turm (78 m) liegt dir die Stadt zu Füßen.


  • Ratusz Głównego Miasta

    Architektonische Highlights
    • Ratusz Głównego Miasta© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Grandioses Gebimmel

    Wo die Langgasse in den Langen Markt mündet, zieht ein reich verzierter Renaissancebau die Blicke auf sich: das Rechtstädtische Rathaus mit seinem 82 m hohen, filigran gestaffelten Uhrenturm, dessen Spitze eine vergoldete Statue von König Sigismund August II. krönt. Wegen der architektonischen Pracht der Innenausstattung wird es oft mit dem Dogenpalast von Venedig verglichen. Ursprünglich um 1330 im gotischen Stil erbaut, ließen die Stadtväter das Rathaus nach einem Brand 1556 in der Formensprache der flämischen Renaissance umgestalten und verpflichteten dazu drei der damals berühmtesten Architekten und Künstler Europas: Anthonis van Obbergen, Isaak van den Blocke und Willem van der Meer. Die Schmuckfassade hat im Lauf der Jahrhunderte ihr Aussehen immer wieder gewandelt. Das üppige Hauptportal etwa ist ein Werk des Spätbarocks. In längst verflossene feudale Zeiten entführt dich das Innere des Rathauses. Der große Ratssaal, wegen der damastbespannten Wände auch „Roter Saal“ genannt, schwelgt in manieristischer Pracht. Allein der bis zur Decke reichende Prunkkamin von 1593 mit dem von zwei Löwen gehaltenen Danziger Wappen ist ein Kunstwerk. Die Decke des Saals zieren 25 Gemälde mit biblischen und allegorisch-antiken Motiven. Im Rathausturm hängt seit 1561 ein Glockenspiel, dessen 14 Glocken im Jahr 2000 um 23 weitere ergänzt wurden. Es erklingt zu jeder vollen Stunde, besonders schön und lange um 12 Uhr mittags. Wer ganz hoch hinaus will, besteigt die Aussichtsplattform am 80 m hohen Turm und genießt den gigantischen Blick über die Stadt bis hin zur Ostsee.

    • Ratusz Głównego Miasta© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Grandioses Gebimmel

    Wo die Langgasse in den Langen Markt mündet, zieht ein reich verzierter Renaissancebau die Blicke auf sich: das Rechtstädtische Rathaus mit seinem 82 m hohen, filigran gestaffelten Uhrenturm, dessen Spitze eine vergoldete Statue von König Sigismund August II. krönt. Wegen der architektonischen Pracht der Innenausstattung wird es oft mit dem Dogenpalast von Venedig verglichen. Ursprünglich um 1330 im gotischen Stil erbaut, ließen die Stadtväter das Rathaus nach einem Brand 1556 in der Formensprache der flämischen Renaissance umgestalten und verpflichteten dazu drei der damals berühmtesten Architekten und Künstler Europas: Anthonis van Obbergen, Isaak van den Blocke und Willem van der Meer. Die Schmuckfassade hat im Lauf der Jahrhunderte ihr Aussehen immer wieder gewandelt. Das üppige Hauptportal etwa ist ein Werk des Spätbarocks. In längst verflossene feudale Zeiten entführt dich das Innere des Rathauses. Der große Ratssaal, wegen der damastbespannten Wände auch „Roter Saal“ genannt, schwelgt in manieristischer Pracht. Allein der bis zur Decke reichende Prunkkamin von 1593 mit dem von zwei Löwen gehaltenen Danziger Wappen ist ein Kunstwerk. Die Decke des Saals zieren 25 Gemälde mit biblischen und allegorisch-antiken Motiven. Im Rathausturm hängt seit 1561 ein Glockenspiel, dessen 14 Glocken im Jahr 2000 um 23 weitere ergänzt wurden. Es erklingt zu jeder vollen Stunde, besonders schön und lange um 12 Uhr mittags. Wer ganz hoch hinaus will, besteigt die Aussichtsplattform am 80 m hohen Turm und genießt den gigantischen Blick über die Stadt bis hin zur Ostsee.


  • Ulica Mariacka

    Touristenattraktionen
    • Ulica Mariacka© Glow Images

    Die Frauen- oder Mariengasse führt vom Frauentor (Brama Mariacka) zur Marienkirche und gilt für viele als schönste Straße der Rechtstadt. Und tatsächlich: Über ihrem Kopfsteinpflaster schwebt immer noch ein Hauch des alten Danzig. Nur hier sind die Kaufmannshäuser noch von terrassenartig erhöhten Vorbauten gesäumt - den berühmten Beischlägen. In Mode gekommen ab dem 16.Jh. als Eingänge der zur Straße hin erweiterten Speicherkeller und ursprünglich auch als Hochwasserschutz, wurden die Beischläge nach und nach Statussymbole der reichen Kaufleute. Die Vorbauten wuchsen zu prachtvoll ausgeschmückten Veranden, auf denen man Geschäfte besprach, im Sommer mit der Familie speiste und dabei dem Treiben auf der Straße zusah. Heute bergen ihre Keller Kunsthandwerksläden, kleine Galerien und die exklusivsten und auch teuersten Bernsteinwerkstätten der Stadt. Die malerische Gasse diente schon oft als Filmkulisse. Auch Regisseur Franz Peter Wirth verlegte 1980 die Dreharbeiten für den Film "Buddenbrooks" nach dem Roman von Thomas Mann vom Originalschauplatz Lübeck hierher.

    • Ulica Mariacka, 80-836 Gdańsk
    • Ulica Mariacka© Glow Images

    Die Frauen- oder Mariengasse führt vom Frauentor (Brama Mariacka) zur Marienkirche und gilt für viele als schönste Straße der Rechtstadt. Und tatsächlich: Über ihrem Kopfsteinpflaster schwebt immer noch ein Hauch des alten Danzig. Nur hier sind die Kaufmannshäuser noch von terrassenartig erhöhten Vorbauten gesäumt - den berühmten Beischlägen. In Mode gekommen ab dem 16.Jh. als Eingänge der zur Straße hin erweiterten Speicherkeller und ursprünglich auch als Hochwasserschutz, wurden die Beischläge nach und nach Statussymbole der reichen Kaufleute. Die Vorbauten wuchsen zu prachtvoll ausgeschmückten Veranden, auf denen man Geschäfte besprach, im Sommer mit der Familie speiste und dabei dem Treiben auf der Straße zusah. Heute bergen ihre Keller Kunsthandwerksläden, kleine Galerien und die exklusivsten und auch teuersten Bernsteinwerkstätten der Stadt. Die malerische Gasse diente schon oft als Filmkulisse. Auch Regisseur Franz Peter Wirth verlegte 1980 die Dreharbeiten für den Film "Buddenbrooks" nach dem Roman von Thomas Mann vom Originalschauplatz Lübeck hierher.

    • Ulica Mariacka, 80-836 Gdańsk

  • Długi Targ

    Touristenattraktionen
    • Długi Targ© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Kopf in’n Nacken!

    Das Herz der Rechtstadt. Hier stehen die berühmtesten Gebäude des historischen Danzig so kunstvoll restauriert beieinander, als sei die Stadt nie zerstört worden, überragt vom Rechtstädtischen Rathaus mit seinem 80 m hohen, filigran gestaffelten Uhrenturm, dessen Spitze eine vergoldete Statue von König Sigismund II. August krönt. Das Rathaus, um 1330 im Stil der Gotik erbaut, hat in den Jahrhunderten mehrfach sein Aussehen gewandelt. Das nach alten Vorlagen originalgetreu restaurierte Innere birgt heute das Museum der Stadtgeschichte. Die Ausstellung beginnt im zweiten Stock, das Staunen schon in der barocken Eingangshalle und im Roten Saal (Sala Czerwona), in dem einst die Ratsherren tagten: Der im Stil des holländischen Manierismus gestaltete, mit Samt ausgekleidete Saal wird gekrönt von 25 prunkvollen Deckengemälden. Und vom Turm öffnet sich dir ein großartiges Stadtpanorama! Neben dem Rathaus erhebt sich der Artushof. In dem manieristisch geprägten Palast hielt die Zunft der mächtigen Hansekaufleute ihre Versammlungen und berüchtigte Gelage ab, später diente der Bau als Börse. Prunkstück des großen sterngewölbten Saals ist ein 12 m hoher Kachelofen: Jede der 520 Kacheln ist ein handbemaltes Delfter Original. Vor dem Artushof sprudelt eines der meistfotografierten Wahrzeichen der Rechtstadt: der 1621 vollendete Neptunbrunnen (Fontanna Neptuna), geschaffen von den flämischen Künstlern Peter Husen und Johann Rogge. Hünenhaft reckt der Meeresgott den Dreizack. Unweit des Brunnens ragt aus der Häuserzeile an der Nordseite des Markts das Goldene Haus (Złota Kamienica) auf, das wohl schönste Altdanziger Kaufmannspalais, erbaut 1609 für den damaligen Bürgermeister Jan Speymann. Die aufstrebende Renaissancefassade aus weißen Stuckornamenten und Basreliefs aus grünem Marmor, gekrönt von vier antiken Figuren – Antigone, Kleopatra, Ödipus und Achilles –, ist wie der Artushof ein Werk des flämischen Baumeisters Abraham van den Blocke.

    • Długi Targ© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Kopf in’n Nacken!

    Das Herz der Rechtstadt. Hier stehen die berühmtesten Gebäude des historischen Danzig so kunstvoll restauriert beieinander, als sei die Stadt nie zerstört worden, überragt vom Rechtstädtischen Rathaus mit seinem 80 m hohen, filigran gestaffelten Uhrenturm, dessen Spitze eine vergoldete Statue von König Sigismund II. August krönt. Das Rathaus, um 1330 im Stil der Gotik erbaut, hat in den Jahrhunderten mehrfach sein Aussehen gewandelt. Das nach alten Vorlagen originalgetreu restaurierte Innere birgt heute das Museum der Stadtgeschichte. Die Ausstellung beginnt im zweiten Stock, das Staunen schon in der barocken Eingangshalle und im Roten Saal (Sala Czerwona), in dem einst die Ratsherren tagten: Der im Stil des holländischen Manierismus gestaltete, mit Samt ausgekleidete Saal wird gekrönt von 25 prunkvollen Deckengemälden. Und vom Turm öffnet sich dir ein großartiges Stadtpanorama! Neben dem Rathaus erhebt sich der Artushof. In dem manieristisch geprägten Palast hielt die Zunft der mächtigen Hansekaufleute ihre Versammlungen und berüchtigte Gelage ab, später diente der Bau als Börse. Prunkstück des großen sterngewölbten Saals ist ein 12 m hoher Kachelofen: Jede der 520 Kacheln ist ein handbemaltes Delfter Original. Vor dem Artushof sprudelt eines der meistfotografierten Wahrzeichen der Rechtstadt: der 1621 vollendete Neptunbrunnen (Fontanna Neptuna), geschaffen von den flämischen Künstlern Peter Husen und Johann Rogge. Hünenhaft reckt der Meeresgott den Dreizack. Unweit des Brunnens ragt aus der Häuserzeile an der Nordseite des Markts das Goldene Haus (Złota Kamienica) auf, das wohl schönste Altdanziger Kaufmannspalais, erbaut 1609 für den damaligen Bürgermeister Jan Speymann. Die aufstrebende Renaissancefassade aus weißen Stuckornamenten und Basreliefs aus grünem Marmor, gekrönt von vier antiken Figuren – Antigone, Kleopatra, Ödipus und Achilles –, ist wie der Artushof ein Werk des flämischen Baumeisters Abraham van den Blocke.


  • Ulica Długa

    Touristenattraktionen
    • Ulica Długa© Peter Hirth, DuMont Reisebildportal
    Insider-Tipp
    Kaffeepause bei Ferbers

    Hinter dem Goldenen Tor beginnt die Langgasse. Sie ist die älteste und berühmteste Straße Danzigs, seit jeher Magistrale der Rechtstadt, „Königsweg“ und Boulevard kaufmännischer Macht. Einen halben Kilometer verläuft sie fast schnurgerade in ost-westlicher Richtung, geht schließlich in den Langen Markt über, wo hinter dem Grünen Tor einst die Handelsschiffe anlegten. Giebel an Giebel säumen die Häuser der reichen Patrizierfamilien die Straße, fast jedes Haus ist eine Sehenswürdigkeit für sich, mit eigenem Schicksal. Die Geschichte der Langgasse reicht bis ins Mittelalter zurück, doch die meisten der Schaufassaden entstanden in der Epoche der Renaissance, dem Goldenen Zeitalter der Handelsstadt Danzig. Und sie entstanden noch einmal neu, originalgetreu und meisterhaft rekonstruiert nach dem Zweiten Weltkrieg. Eines der schönsten Patrizierhäuser der Langgasse ist das Ferberhaus (Nr. 28). Die Familie Ferber zählte fast 300 Jahre lang zu den einflussreichsten Dynastien der Rechtstadt, stellte allein sechs Bürgermeister. Heute lädt im Ferberhaus ein gemütliches Café mit Straßenterrasse zum Verweilen ein. Sehenswert ist auch das Zierenberghaus (Nr. 29) mit seiner barocken Fassade. Zwei steinerne Löwen, die das pilastergegliederte Portal bewachen, verhalfen dem Löwenschloss (Lwi Zamek) (Nr. 35) zu seinem Namen. Ein Stück weiter fällt rechts ein mit antiken Statuen verzierter Renaissancebau auf. Hier lebte die Kaufmanns- und Politikerfamilie Schumann. Heute ist im Schumannhaus (Nr. 45) der Tourismusverband PTTK untergebracht. Das wohl berühmteste Patrizierpalais in der Langgasse ist das Uphagenhaus (Nr. 12). Die Fassade des 1776 erbauten Hauses vereint Stilelemente von Rokoko und Frühklassizismus. Es gehörte einst dem flämischen Ratsherrn Johann Uphagen und beherbergt heute das Museum der bürgerlichen Wohnkultur, in dem sich anhand von viel Originalinterieur (es war während des Zweiten Weltkriegs ausgelagert und überstand so die Bombenangriffe) in authentisch eingerichteten Räumen – vom asiatisch inspirierten Teezimmer bis zum Musiksalon – nachempfinden lässt, wie eine reiche Patrizierfamilie zur Zeit des Rokoko lebte.

    • Ulica Długa, Gdańsk
    • Ulica Długa© Peter Hirth, DuMont Reisebildportal
    Insider-Tipp
    Kaffeepause bei Ferbers

    Hinter dem Goldenen Tor beginnt die Langgasse. Sie ist die älteste und berühmteste Straße Danzigs, seit jeher Magistrale der Rechtstadt, „Königsweg“ und Boulevard kaufmännischer Macht. Einen halben Kilometer verläuft sie fast schnurgerade in ost-westlicher Richtung, geht schließlich in den Langen Markt über, wo hinter dem Grünen Tor einst die Handelsschiffe anlegten. Giebel an Giebel säumen die Häuser der reichen Patrizierfamilien die Straße, fast jedes Haus ist eine Sehenswürdigkeit für sich, mit eigenem Schicksal. Die Geschichte der Langgasse reicht bis ins Mittelalter zurück, doch die meisten der Schaufassaden entstanden in der Epoche der Renaissance, dem Goldenen Zeitalter der Handelsstadt Danzig. Und sie entstanden noch einmal neu, originalgetreu und meisterhaft rekonstruiert nach dem Zweiten Weltkrieg. Eines der schönsten Patrizierhäuser der Langgasse ist das Ferberhaus (Nr. 28). Die Familie Ferber zählte fast 300 Jahre lang zu den einflussreichsten Dynastien der Rechtstadt, stellte allein sechs Bürgermeister. Heute lädt im Ferberhaus ein gemütliches Café mit Straßenterrasse zum Verweilen ein. Sehenswert ist auch das Zierenberghaus (Nr. 29) mit seiner barocken Fassade. Zwei steinerne Löwen, die das pilastergegliederte Portal bewachen, verhalfen dem Löwenschloss (Lwi Zamek) (Nr. 35) zu seinem Namen. Ein Stück weiter fällt rechts ein mit antiken Statuen verzierter Renaissancebau auf. Hier lebte die Kaufmanns- und Politikerfamilie Schumann. Heute ist im Schumannhaus (Nr. 45) der Tourismusverband PTTK untergebracht. Das wohl berühmteste Patrizierpalais in der Langgasse ist das Uphagenhaus (Nr. 12). Die Fassade des 1776 erbauten Hauses vereint Stilelemente von Rokoko und Frühklassizismus. Es gehörte einst dem flämischen Ratsherrn Johann Uphagen und beherbergt heute das Museum der bürgerlichen Wohnkultur, in dem sich anhand von viel Originalinterieur (es war während des Zweiten Weltkriegs ausgelagert und überstand so die Bombenangriffe) in authentisch eingerichteten Räumen – vom asiatisch inspirierten Teezimmer bis zum Musiksalon – nachempfinden lässt, wie eine reiche Patrizierfamilie zur Zeit des Rokoko lebte.

    • Ulica Długa, Gdańsk

  • Długie Pobrzeże

    Touristenattraktionen
    • © Aliaksandr Antanovich, Shutterstock

    Der Name führt etwas in die Irre, denn eigentlich ist die "Brücke" ein langer Hafenkai. Sie reicht vom Grünen Tor an der Mottlau bis zum alten Fischmarkt - eine beliebte, an schönen Sommernachmittagen manchmal fast zu bevölkerte Amüsiermeile. Längs des Kais liegen wie an einer Perlenschnur die imposanten Danziger Hafentore: das Heiliggeisttor und das berühmte Krantor, das Brotbänkentor, wo in der gleichnamigen Gasse im Mittelalter die Bäckerzunft ihre Waren feilbot, und das Frauentor aus dem 14.Jh., ältestes Tor der Rechtstadt. In seinem Schatten zeigt etwas versteckt das in zwei Kaufmannshäusern eingerichtete Archäologische Museum interessante Funde aus Danzigs Frühgeschichte. Jahrhundertelang war die Lange Brücke das wirtschaftliche Herz der Stadt. Hier legten im Mittelalter die großen Karavellen und Handelsschiffe der Hansekaufleute an, schlugen Waren aus ganz Europa um. Die Fracht wurde gegenüber auf der Speicherinsel gelagert. Doch das ist alles längst Geschichte. Heute prägen die Ausflugsdampfer der Weißen Flotte das Bild, legen vom Mottlau-Kai aus zu Rundfahrten durch den Hafen zur Westerplatte und hinüber auf die Halbinsel Hel ab.

    • Ulica Długie Pobrzeże, Gdańsk
    • © Aliaksandr Antanovich, Shutterstock

    Der Name führt etwas in die Irre, denn eigentlich ist die "Brücke" ein langer Hafenkai. Sie reicht vom Grünen Tor an der Mottlau bis zum alten Fischmarkt - eine beliebte, an schönen Sommernachmittagen manchmal fast zu bevölkerte Amüsiermeile. Längs des Kais liegen wie an einer Perlenschnur die imposanten Danziger Hafentore: das Heiliggeisttor und das berühmte Krantor, das Brotbänkentor, wo in der gleichnamigen Gasse im Mittelalter die Bäckerzunft ihre Waren feilbot, und das Frauentor aus dem 14.Jh., ältestes Tor der Rechtstadt. In seinem Schatten zeigt etwas versteckt das in zwei Kaufmannshäusern eingerichtete Archäologische Museum interessante Funde aus Danzigs Frühgeschichte. Jahrhundertelang war die Lange Brücke das wirtschaftliche Herz der Stadt. Hier legten im Mittelalter die großen Karavellen und Handelsschiffe der Hansekaufleute an, schlugen Waren aus ganz Europa um. Die Fracht wurde gegenüber auf der Speicherinsel gelagert. Doch das ist alles längst Geschichte. Heute prägen die Ausflugsdampfer der Weißen Flotte das Bild, legen vom Mottlau-Kai aus zu Rundfahrten durch den Hafen zur Westerplatte und hinüber auf die Halbinsel Hel ab.

    • Ulica Długie Pobrzeże, Gdańsk

  • Żuraw

    Architektonische Highlights
    • Żuraw© MAIRDUMONT

    Eine elegante Schönheit ist Danzigs bekanntestes Wahrzeichen nicht gerade und mit der Renaissance- und Patrizierpracht vieler anderer Bauwerke hat es nichts zu tun: Eher an eine grimmige Wehrburg erinnernd als an eine Hebekonstruktion, ragt das Krantor dunkel aus der bunten Häuserzeile längs der Mottlau-Promenade heraus. In seiner bis heute erhaltenen Form mit den zwei wuchtigen backsteinernen Rundtürmen (die gleichzeitig der Verteidigung des Hafens dienten) und dem markanten hölzernen Zwischenbau wurde es 1444 vollendet. Der damals größte Hafenkran der Welt diente nicht nur zum Be- und Entladen der Schiffe, auch die Masten der Großsegler wurden damit gestellt. Im Inneren des Tors sind noch die beiden mehr als 6 m durchmessenden Treträder zu bestaunen, mit denen vorzugsweise Sträflinge Lasten von bis zu 4 t etwa 11 m hochhievten.

    • Żuraw© MAIRDUMONT

    Eine elegante Schönheit ist Danzigs bekanntestes Wahrzeichen nicht gerade und mit der Renaissance- und Patrizierpracht vieler anderer Bauwerke hat es nichts zu tun: Eher an eine grimmige Wehrburg erinnernd als an eine Hebekonstruktion, ragt das Krantor dunkel aus der bunten Häuserzeile längs der Mottlau-Promenade heraus. In seiner bis heute erhaltenen Form mit den zwei wuchtigen backsteinernen Rundtürmen (die gleichzeitig der Verteidigung des Hafens dienten) und dem markanten hölzernen Zwischenbau wurde es 1444 vollendet. Der damals größte Hafenkran der Welt diente nicht nur zum Be- und Entladen der Schiffe, auch die Masten der Großsegler wurden damit gestellt. Im Inneren des Tors sind noch die beiden mehr als 6 m durchmessenden Treträder zu bestaunen, mit denen vorzugsweise Sträflinge Lasten von bis zu 4 t etwa 11 m hochhievten.


  • Kosciół św. Mikołaja

    Architektonische Highlights
    • Kosciół św. Mikołaja© Glow Images
    Insider-Tipp
    Wenn das Gewölbe widerhallt

    Wie durch ein Wunder hat die gotische Nikolaikirche in der ulica Świętojańska den Krieg ohne Zerstörungen überstanden. Der älteste Sakralbau Danzigs aus dem frühen 13.Jh. war ab 1227 Teil eines Dominikanerklosters und hat seine kostbare Ausstattung deshalb bewahrt. Äußerlich eher schlicht, überrascht St. Nikolai innen mit einem wundervollen vergoldeten Hochaltar und barockem Chorgestühl. Wertvollster Schatz ist eine mittelalterliche Marienikone. Sie stammt aus Lemberg und wurde 1945 von Dominikanern nach Danzig gerettet. Bekannt ist die Nikolaikirche für ihre Chor- und Orgelkonzerte während des Dominikanermarkts.

    • Kosciół św. Mikołaja© Glow Images
    Insider-Tipp
    Wenn das Gewölbe widerhallt

    Wie durch ein Wunder hat die gotische Nikolaikirche in der ulica Świętojańska den Krieg ohne Zerstörungen überstanden. Der älteste Sakralbau Danzigs aus dem frühen 13.Jh. war ab 1227 Teil eines Dominikanerklosters und hat seine kostbare Ausstattung deshalb bewahrt. Äußerlich eher schlicht, überrascht St. Nikolai innen mit einem wundervollen vergoldeten Hochaltar und barockem Chorgestühl. Wertvollster Schatz ist eine mittelalterliche Marienikone. Sie stammt aus Lemberg und wurde 1945 von Dominikanern nach Danzig gerettet. Bekannt ist die Nikolaikirche für ihre Chor- und Orgelkonzerte während des Dominikanermarkts.


  • Hala Targowa

    Architektonische Highlights
    • © Sopotnicki, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Friedhof unter Tage

    „Dominikhalle“ nennen die Danziger die 1896 im neugotischen Stil erbaute Markthalle auch. Der Name erinnert an das mittelalterliche Dominikanerkloster, das hier einst stand und von dem Fundamentreste im Keller (unter Plexiglas) der Halle und die Nikolaikirche gegenüber übrig geblieben sind. Unter der breit gewölbten, von Ziertürmchen bekrönten Dachkonstruktion wurde schon immer mit allem gehandelt, was man zum täglichen Leben so braucht. Seit nach Sanierung ein Einkaufszentrum einzog, hat die Markthalle etwas von ihrem ursprünglichen Charakter verloren. Die einst basarhafte Atmosphäre lebt am ehesten noch ringsum auf der Straße, wo Händler und Rentner an ihren Ständen je nach Jahreszeit Erdbeeren, Blumen, Pilze und Honig feilbieten. Viele vor allem alte Leute, machen das nicht aus „Ökoromantik“, sondern aus Armut. Einen Blick lohnt auch der gegenüberstehende, aus Backstein errichtete Jakobsturm (Baszta Jacek), der zu den mittelalterlichen Festungsanlagen gehörte. Acht Stockwerke hoch, die bis zu 36 m hinaufreichen, hieß er auch „Kiek in de Kök”. Das heißt auf Plattdeutsch so viel wie „Guck in die Küche”. Die Wärter des Turms waren offenbar stärker daran interessiert zu sehen, was die Dominikaner so in der Küche brutzelten, als sich mit der Ausschau nach Feinden zu ermüden. Kein Wunder: Stiegen doch feine Gerüche von unten herauf, kitzelten die Nase und weckten ihren Appetit ... Nicht die Küche, aber den Speisesaal der Mönche kannst du sehen, wenn du an der Südseite der Markthalle durch einen Pavillon in den Romanischen Keller (Piwnica Romańska) hinabsteigst. Dass sich die Mönche hier wohlfühlten, kann man sich gut vorstellen: Das backsteinerne, auf Pfeilern ruhende Gewölbe des Refektoriums sorgt für ein tolles Raumgefühl! Der geheimnisvoll beleuchtete Keller, der erst 2005 bei der Restaurierung der Markthalle entdeckt wurde, zeigt aber auch Makabres: So türmen sich hinter einer Glaswand Schädel und Gebeine eines nicht mehr existierenden Friedhofs der benachbarten Nikolaikirche – vom 10.bis zum 19.Jh. wurden hier Menschen beigesetzt.

    • © Sopotnicki, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Friedhof unter Tage

    „Dominikhalle“ nennen die Danziger die 1896 im neugotischen Stil erbaute Markthalle auch. Der Name erinnert an das mittelalterliche Dominikanerkloster, das hier einst stand und von dem Fundamentreste im Keller (unter Plexiglas) der Halle und die Nikolaikirche gegenüber übrig geblieben sind. Unter der breit gewölbten, von Ziertürmchen bekrönten Dachkonstruktion wurde schon immer mit allem gehandelt, was man zum täglichen Leben so braucht. Seit nach Sanierung ein Einkaufszentrum einzog, hat die Markthalle etwas von ihrem ursprünglichen Charakter verloren. Die einst basarhafte Atmosphäre lebt am ehesten noch ringsum auf der Straße, wo Händler und Rentner an ihren Ständen je nach Jahreszeit Erdbeeren, Blumen, Pilze und Honig feilbieten. Viele vor allem alte Leute, machen das nicht aus „Ökoromantik“, sondern aus Armut. Einen Blick lohnt auch der gegenüberstehende, aus Backstein errichtete Jakobsturm (Baszta Jacek), der zu den mittelalterlichen Festungsanlagen gehörte. Acht Stockwerke hoch, die bis zu 36 m hinaufreichen, hieß er auch „Kiek in de Kök”. Das heißt auf Plattdeutsch so viel wie „Guck in die Küche”. Die Wärter des Turms waren offenbar stärker daran interessiert zu sehen, was die Dominikaner so in der Küche brutzelten, als sich mit der Ausschau nach Feinden zu ermüden. Kein Wunder: Stiegen doch feine Gerüche von unten herauf, kitzelten die Nase und weckten ihren Appetit ... Nicht die Küche, aber den Speisesaal der Mönche kannst du sehen, wenn du an der Südseite der Markthalle durch einen Pavillon in den Romanischen Keller (Piwnica Romańska) hinabsteigst. Dass sich die Mönche hier wohlfühlten, kann man sich gut vorstellen: Das backsteinerne, auf Pfeilern ruhende Gewölbe des Refektoriums sorgt für ein tolles Raumgefühl! Der geheimnisvoll beleuchtete Keller, der erst 2005 bei der Restaurierung der Markthalle entdeckt wurde, zeigt aber auch Makabres: So türmen sich hinter einer Glaswand Schädel und Gebeine eines nicht mehr existierenden Friedhofs der benachbarten Nikolaikirche – vom 10.bis zum 19.Jh. wurden hier Menschen beigesetzt.


  • Kościoł św. Jana

    Architektonische Highlights
    • Kościoł św. Jana© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Kirche goes Kunst

    Die spätgotische Johanneskirche, erbaut im 14.Jh. nahe dem gleichnamigen Stadttor (Brama Świętojańska), führte viele Jahre ein Schattendasein. Im Krieg schwer zerstört, blieb von der einst kostbaren Ausstattung nur der 12 m hohe Renaissance-Altar erhalten. Die Kirche wurde in den vergangenen Jahren schrittweise saniert – was wegen des sumpfigen Untergrunds kein leichtes Unterfangen war. Inzwischen macht das fast leere Gotteshaus wieder von sich reden – vor allem mit spannenden Kunstausstellungen und Konzerten, die hier organisiert werden.

    • Kościoł św. Jana© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Kirche goes Kunst

    Die spätgotische Johanneskirche, erbaut im 14.Jh. nahe dem gleichnamigen Stadttor (Brama Świętojańska), führte viele Jahre ein Schattendasein. Im Krieg schwer zerstört, blieb von der einst kostbaren Ausstattung nur der 12 m hohe Renaissance-Altar erhalten. Die Kirche wurde in den vergangenen Jahren schrittweise saniert – was wegen des sumpfigen Untergrunds kein leichtes Unterfangen war. Inzwischen macht das fast leere Gotteshaus wieder von sich reden – vor allem mit spannenden Kunstausstellungen und Konzerten, die hier organisiert werden.


  • Katownia

    Architektonische Highlights
    • © Tupungato, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Das erste Panorama!

    Hinter dem Goldenen und dem Hohen Tor, den Triumphportalen am Eingang zur Rechtstadt, ragt dunkel backsteinrot der gotische Stockturm und die mit ihm verbundene Peinkammer mit ihren finsteren Zellen auf. Sehr viel freundlicher geht es heute im Stockturm zu. Hier zeigt das Danziger Aufbaumuseum, wie es den polnischen Restaurateuren gelang, auf den Ruinen des Zweiten Weltkriegs eine nagelneue alte Stadt zu errichten. Und vom Turm bietet sich ein schöner Blick Richtung Rechtstadt!

    • © Tupungato, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Das erste Panorama!

    Hinter dem Goldenen und dem Hohen Tor, den Triumphportalen am Eingang zur Rechtstadt, ragt dunkel backsteinrot der gotische Stockturm und die mit ihm verbundene Peinkammer mit ihren finsteren Zellen auf. Sehr viel freundlicher geht es heute im Stockturm zu. Hier zeigt das Danziger Aufbaumuseum, wie es den polnischen Restaurateuren gelang, auf den Ruinen des Zweiten Weltkriegs eine nagelneue alte Stadt zu errichten. Und vom Turm bietet sich ein schöner Blick Richtung Rechtstadt!


  • Dwór Artusa

    Architektonische Highlights
    • © Cezary Wojtkowski, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Suchspiel: Wo ist der Po?

    Hier tagte, tafelte und zechte einst die mächtige Gilde der Hansekaufleute, hielt Versammlungen und ihre berüchtigten Biergelage ab. Mit seiner weißen Fassade und den drei markanten hohen Fenstern ragt der Palast der Kaufmannszunft aus den Giebelzeilen des Langen Markts heraus – es ist das größte und schönste Haus des Platzes. Die Geschichte des Artushofs reicht bis in die Zeit um 1350 zurück. Sein heutiges Aussehen bekam er aber erst 1617, als der flämische Architekt Abraham van den Blocke die Fassade im Stil des Manierismus umgestaltete. Die Renaissance zeigt sich jedoch noch: Antike Statuen zieren die Fensterfront, das Dach wird gekrönt von Fortuna, der Göttin des Glücks, und neben dem Haupteingang grüßt Merkur, Schutzpatron der reisenden Kaufleute. Die Medaillons über dem Sandsteinportal erinnern an die polnischen Könige Sigismund III. Wasa und seinen Nachfolger Władyslaw IV. Im Lauf der Jahrhunderte musste der Prachtbau manchen Herren dienen, war Domizil diverser Geheimbünde und Bruderschaften, war auch Börse. Heute finden in seinem riesigen gewölbten Saal, dem schönsten von Danzig, Festivals und Feste statt. Günter Grass erhielt hier die Ehrenbürgerwürde. Prunkstück des Saals ist der 11 m hohe Kachelofen, errichtet 1545.Jede der 520 Kacheln ist ein Original, handbemalt mit Wappen, Porträts und allegorischen Motiven. Auf Augenhöhe entdeckst du einen Mann, der dir selbstgefällig sein Hinterteil präsentiert: Früher wurden Gäste aufgefordert, den Umfang des Ofens umarmend zu schätzen, wobei ihre Lippen unweigerlich den Allerwertesten des Schelms berührten und damit Gelächter provozierten ... An den Artushof grenzt das historische Schöffenhaus, die sogenannte Danziger Diele. Hier tagte einst das Gericht der Freien Stadt. Heute gewährt das meisterlich restaurierte Innere einen Einblick in das Leben reicher Patrizier von einst. Und auf dem Langen Markt vor dem Artushof sprudelt eins der Wahrzeichen Danzigs: der 1633 vollendete Neptunbrunnen (Fontanna Neptuna), geschaffen nach einem Entwurf von Abraham van den Blocke. Hünenhaft reckt der bronzene Meeresgott seinen Dreizack. So sahen sie sich wohl auch ganz gern, die alten Danziger Kaufleute: Der Brunnen sollte das Selbstverständnis der Freien Stadt als Beherrscherin der Ostsee symbolisieren.

    • © Cezary Wojtkowski, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Suchspiel: Wo ist der Po?

    Hier tagte, tafelte und zechte einst die mächtige Gilde der Hansekaufleute, hielt Versammlungen und ihre berüchtigten Biergelage ab. Mit seiner weißen Fassade und den drei markanten hohen Fenstern ragt der Palast der Kaufmannszunft aus den Giebelzeilen des Langen Markts heraus – es ist das größte und schönste Haus des Platzes. Die Geschichte des Artushofs reicht bis in die Zeit um 1350 zurück. Sein heutiges Aussehen bekam er aber erst 1617, als der flämische Architekt Abraham van den Blocke die Fassade im Stil des Manierismus umgestaltete. Die Renaissance zeigt sich jedoch noch: Antike Statuen zieren die Fensterfront, das Dach wird gekrönt von Fortuna, der Göttin des Glücks, und neben dem Haupteingang grüßt Merkur, Schutzpatron der reisenden Kaufleute. Die Medaillons über dem Sandsteinportal erinnern an die polnischen Könige Sigismund III. Wasa und seinen Nachfolger Władyslaw IV. Im Lauf der Jahrhunderte musste der Prachtbau manchen Herren dienen, war Domizil diverser Geheimbünde und Bruderschaften, war auch Börse. Heute finden in seinem riesigen gewölbten Saal, dem schönsten von Danzig, Festivals und Feste statt. Günter Grass erhielt hier die Ehrenbürgerwürde. Prunkstück des Saals ist der 11 m hohe Kachelofen, errichtet 1545.Jede der 520 Kacheln ist ein Original, handbemalt mit Wappen, Porträts und allegorischen Motiven. Auf Augenhöhe entdeckst du einen Mann, der dir selbstgefällig sein Hinterteil präsentiert: Früher wurden Gäste aufgefordert, den Umfang des Ofens umarmend zu schätzen, wobei ihre Lippen unweigerlich den Allerwertesten des Schelms berührten und damit Gelächter provozierten ... An den Artushof grenzt das historische Schöffenhaus, die sogenannte Danziger Diele. Hier tagte einst das Gericht der Freien Stadt. Heute gewährt das meisterlich restaurierte Innere einen Einblick in das Leben reicher Patrizier von einst. Und auf dem Langen Markt vor dem Artushof sprudelt eins der Wahrzeichen Danzigs: der 1633 vollendete Neptunbrunnen (Fontanna Neptuna), geschaffen nach einem Entwurf von Abraham van den Blocke. Hünenhaft reckt der bronzene Meeresgott seinen Dreizack. So sahen sie sich wohl auch ganz gern, die alten Danziger Kaufleute: Der Brunnen sollte das Selbstverständnis der Freien Stadt als Beherrscherin der Ostsee symbolisieren.


  • Zielona Brama

    Architektonische Highlights
    • Zielona Brama© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Ständchen im Schatten

    Hier endet der historische Königsweg. Das Grüne Tor – es hat seinen Namen vom ursprünglich grünen Sandstein seiner Fassade – schließt den Langen Markt nach Osten ab und öffnet zugleich einen Durchgang zur Mottlau. Über die Grüne Brücke (Most Zielony) kann man von hier aus zur Speicherinsel hinüberspazieren oder auf der Mottlau-Promenade bummeln. Als der palastartige Renaissancebau 1564–68 entstand, war er noch als Herberge für den polnischen König gedacht. Doch Majestät zog andere Quartiere am Langen Markt vor. Danach stand im Tordurchgang mehrere Jahrhunderte die offizielle Waage, auf der jeder Kaufmann seine Waren wiegen musste, ehe er sie auf dem Markt verkaufen durfte. Heute ist das Grüne Tor ein begehrter Platz für Straßenmusikanten – der guten Akustik wegen, aber wohl auch, weil sich Spiel und Gesang hier gut in klingende Münze umwandeln lassen. Im zweiten Stock des Tors zeigt das Polnische Nationalmuseum (Muzeum Narodowe) regelmäßig Sonderausstellungen.

    • Zielona Brama© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Ständchen im Schatten

    Hier endet der historische Königsweg. Das Grüne Tor – es hat seinen Namen vom ursprünglich grünen Sandstein seiner Fassade – schließt den Langen Markt nach Osten ab und öffnet zugleich einen Durchgang zur Mottlau. Über die Grüne Brücke (Most Zielony) kann man von hier aus zur Speicherinsel hinüberspazieren oder auf der Mottlau-Promenade bummeln. Als der palastartige Renaissancebau 1564–68 entstand, war er noch als Herberge für den polnischen König gedacht. Doch Majestät zog andere Quartiere am Langen Markt vor. Danach stand im Tordurchgang mehrere Jahrhunderte die offizielle Waage, auf der jeder Kaufmann seine Waren wiegen musste, ehe er sie auf dem Markt verkaufen durfte. Heute ist das Grüne Tor ein begehrter Platz für Straßenmusikanten – der guten Akustik wegen, aber wohl auch, weil sich Spiel und Gesang hier gut in klingende Münze umwandeln lassen. Im zweiten Stock des Tors zeigt das Polnische Nationalmuseum (Muzeum Narodowe) regelmäßig Sonderausstellungen.


  • Dom Uphagena

    Architektonische Highlights

    Das wohl berühmteste Patrizierpalais in der Langgasse ist das Uphagenhaus. Die Fassade des 1776 erbauten Hauses vereint Stilelemente von Rokoko und Frühklassizismus. Es gehörte einst dem flämischen Ratsherrn Johann Uphagen und beherbergt heute das Museum der bürgerlichen Wohnkultur, in dem sich anhand von viel Originalinterieur nachempfinden lässt, wie eine reiche Patrizierfamilie zur Zeit des Rokoko lebte.

    Das wohl berühmteste Patrizierpalais in der Langgasse ist das Uphagenhaus. Die Fassade des 1776 erbauten Hauses vereint Stilelemente von Rokoko und Frühklassizismus. Es gehörte einst dem flämischen Ratsherrn Johann Uphagen und beherbergt heute das Museum der bürgerlichen Wohnkultur, in dem sich anhand von viel Originalinterieur nachempfinden lässt, wie eine reiche Patrizierfamilie zur Zeit des Rokoko lebte.


  • Lwi Zamek

    Architektonische Highlights

    Dem Löwenschloss verhalfen zwei steinerne Löwen, die das pilastergegliederte Portal bewachen, zu seinem Namen.

    Dem Löwenschloss verhalfen zwei steinerne Löwen, die das pilastergegliederte Portal bewachen, zu seinem Namen.


  • Dom Schumannów

    Architektonische Highlights

    In der Langgasse fällt ein mit antiken Statuen verzierter Renaissancebau auf. Hier lebte die Kaufmanns- und Politikerfamilie Schumann.

    In der Langgasse fällt ein mit antiken Statuen verzierter Renaissancebau auf. Hier lebte die Kaufmanns- und Politikerfamilie Schumann.


  • Baszta Łabędź

    Architektonische Highlights

    Am Rand des Fischmarkts thronte ursprünglich die Burg des Dominikaner Ordens. Aufgebrachte Rechtstädter stürmten und schleiften sie 1454, als die Freie Stadt sich mit polnischer Hilfe gegen die verhassten Mönchsritter erhob. Anstelle der Burg wurde zum Schutz des Platzes der backsteinerne Schwanenturm erbaut, der dort zusammen mit Resten der mittelalterlichen Stadtbefestigung heute noch steht.

    • Ulica Targ Rybny, Gdańsk

    Am Rand des Fischmarkts thronte ursprünglich die Burg des Dominikaner Ordens. Aufgebrachte Rechtstädter stürmten und schleiften sie 1454, als die Freie Stadt sich mit polnischer Hilfe gegen die verhassten Mönchsritter erhob. Anstelle der Burg wurde zum Schutz des Platzes der backsteinerne Schwanenturm erbaut, der dort zusammen mit Resten der mittelalterlichen Stadtbefestigung heute noch steht.

    • Ulica Targ Rybny, Gdańsk

  • Sień Gdańska

    Architektonische Highlights

    Das historische Schöffenhaus, die sogenannte Danziger Diele, grenzt an den Artushof. Hier tagte einst das Gericht der Freien Stadt. Heute gewährt das meisterlich restaurierte Innere einen Einblick in das Leben reicher Patrizier von einst.

    • Długi Targ 43/46, Gdańsk

    Das historische Schöffenhaus, die sogenannte Danziger Diele, grenzt an den Artushof. Hier tagte einst das Gericht der Freien Stadt. Heute gewährt das meisterlich restaurierte Innere einen Einblick in das Leben reicher Patrizier von einst.

    • Długi Targ 43/46, Gdańsk

  • Kaplica Królewska

    Architektonische Highlights
    • © HAL-9000, Shutterstock

    Mit ihren spielerischen barocken Formen, Kuppeln und Balustraden und der kräftigen Ockerfarbe fällt die Königliche Kapelle einigermaßen aus dem Rahmen: Der Kontrast zur strengen (deutschen) Backsteingotik war durchaus beabsichtigt. Erbaut 1678-81 zur Erinnerung an einen Besuch des polnischen Königs Jan III. Sobieski, sollte die Kapelle ein katholisches Gegenstück zur protestantischen Dominanz in der Rechtstadt schaffen. Die Königliche Kapelle, ein Entwurf des polnischen Hofarchitekten Tylman van Gameren und des berühmten Bildhauers Andreas Schlüter, prägt heute als einzige Barockkirche Danzigs die Heiliggeiststraße.

    • © HAL-9000, Shutterstock

    Mit ihren spielerischen barocken Formen, Kuppeln und Balustraden und der kräftigen Ockerfarbe fällt die Königliche Kapelle einigermaßen aus dem Rahmen: Der Kontrast zur strengen (deutschen) Backsteingotik war durchaus beabsichtigt. Erbaut 1678-81 zur Erinnerung an einen Besuch des polnischen Königs Jan III. Sobieski, sollte die Kapelle ein katholisches Gegenstück zur protestantischen Dominanz in der Rechtstadt schaffen. Die Königliche Kapelle, ein Entwurf des polnischen Hofarchitekten Tylman van Gameren und des berühmten Bildhauers Andreas Schlüter, prägt heute als einzige Barockkirche Danzigs die Heiliggeiststraße.


  • Targ Węglowy

    Touristenattraktionen

    Der einstige Kohlenmarkt, im Mittelalter einer der bedeutendsten Warenumschlagplätze Danzigs, bietet sich heute v.a. als Ausgangspunkt für einen Stadtbummel an. An seinem Rand steht seit 1912 das Stadttheater Teatr Wybrzeże. Im Sommer gibt es hier oft Konzerte und Märkte. Die restliche Zeit über ist der Kohlenmarkt v.a. eins: einer der größten Parkplätze der Altstadt. Wochentags zwischen 9 und 17 Uhr solltest du für dein Auto unbedingt einen Parkschein lösen. Wirst du ohne Ticket in der Altstadt erwischt, drohen Strafen bis zu 500 Zł. (125 Euro)!

    • Ulica Targ Węglowy, 80-836 Gdańsk

    Der einstige Kohlenmarkt, im Mittelalter einer der bedeutendsten Warenumschlagplätze Danzigs, bietet sich heute v.a. als Ausgangspunkt für einen Stadtbummel an. An seinem Rand steht seit 1912 das Stadttheater Teatr Wybrzeże. Im Sommer gibt es hier oft Konzerte und Märkte. Die restliche Zeit über ist der Kohlenmarkt v.a. eins: einer der größten Parkplätze der Altstadt. Wochentags zwischen 9 und 17 Uhr solltest du für dein Auto unbedingt einen Parkschein lösen. Wirst du ohne Ticket in der Altstadt erwischt, drohen Strafen bis zu 500 Zł. (125 Euro)!

    • Ulica Targ Węglowy, 80-836 Gdańsk

  • Wieża Więzienna

    Architektonische Highlights
    • © HAL-9000, Shutterstock

    Mitten zwischen Goldenem und Hohem Tor, den Triumphportalen in die Rechtstadt, ragt dunkel backsteinrot der gotische Stockturm und die mit ihm verbundene Peinkammer mit ihren finsteren Zellen auf. Der wuchtige Komplex aus dem 14.Jh. war Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung, diente zugleich als Gerichtsgebäude und von 1604 bis 1854 als berüchtigtes Gefängnis.

    • © HAL-9000, Shutterstock

    Mitten zwischen Goldenem und Hohem Tor, den Triumphportalen in die Rechtstadt, ragt dunkel backsteinrot der gotische Stockturm und die mit ihm verbundene Peinkammer mit ihren finsteren Zellen auf. Der wuchtige Komplex aus dem 14.Jh. war Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung, diente zugleich als Gerichtsgebäude und von 1604 bis 1854 als berüchtigtes Gefängnis.


  • Muzeum Archeologiczne

    Museen

    Das in zwei Kaufmannshäusern eingerichtete Archäologische Museum zeigt interessante Funde aus Danzigs Frühgeschichte.

    Das in zwei Kaufmannshäusern eingerichtete Archäologische Museum zeigt interessante Funde aus Danzigs Frühgeschichte.


  • Brama Wyżynna

    Architektonische Highlights
    • © Karol Kozlowski, Shutterstock

    Das Hohe Tor markiert seit dem Mittelalter zusammen mit dem Stockturm und dem Goldenen Tor den westlichen Haupteingang in die Danziger Rechtstadt. Hier musste jeder hindurch, ob König, Kaufmann oder Taschendieb. Ursprünglich nur ein schlichtes, von tiefen Gräben gesäumtes äußeres Wehrtor, wurde es ab 1585 vom flämischen Baumeister Willem van den Blocke zu einer Art Triumphbogen umgestaltet. Damals erhielt das Tor sein heutiges Aussehen und trägt seither in der Sandsteinfassade die Wappen jener drei Mächte, die das Schicksal der Stadt prägten: den polnischen Adler, der auf der Brust einen Ochsen trägt, das Wappen von König Stanislaus II. August, das preußische Königswappen und das Wappen der Freien Stadt Danzig.

    • © Karol Kozlowski, Shutterstock

    Das Hohe Tor markiert seit dem Mittelalter zusammen mit dem Stockturm und dem Goldenen Tor den westlichen Haupteingang in die Danziger Rechtstadt. Hier musste jeder hindurch, ob König, Kaufmann oder Taschendieb. Ursprünglich nur ein schlichtes, von tiefen Gräben gesäumtes äußeres Wehrtor, wurde es ab 1585 vom flämischen Baumeister Willem van den Blocke zu einer Art Triumphbogen umgestaltet. Damals erhielt das Tor sein heutiges Aussehen und trägt seither in der Sandsteinfassade die Wappen jener drei Mächte, die das Schicksal der Stadt prägten: den polnischen Adler, der auf der Brust einen Ochsen trägt, das Wappen von König Stanislaus II. August, das preußische Königswappen und das Wappen der Freien Stadt Danzig.


  • Wielka Zbrojownia

    Architektonische Highlights
    • © HAL-9000, Shutterstock

    Mit seiner üppig dekorierten Fassade, den Schmuckgiebeln und verzierten Beischlägen gilt das Zeughaus, wo die Jopengasse (Ulica Piwna) in die Ulica Tkacka und die Ulica Kołodziejska mündet, als Danzigs schönstes Beispiel des Manierismus, dieser nach Überhöhung strebenden, verspielten niederländischen Stilrichtung der Spätrenaissance. Anthonis van Obbergen, seinerzeit einer der berühmtesten Architekten Europas, entwarf den Prunkbau um 1600, ab 1609 diente er als Waffenarsenal. Inzwischen geht es hier friedlicher zu: Das Zeughaus beherbergt im ersten Stock die Danziger Kunstakademie.

    • © HAL-9000, Shutterstock

    Mit seiner üppig dekorierten Fassade, den Schmuckgiebeln und verzierten Beischlägen gilt das Zeughaus, wo die Jopengasse (Ulica Piwna) in die Ulica Tkacka und die Ulica Kołodziejska mündet, als Danzigs schönstes Beispiel des Manierismus, dieser nach Überhöhung strebenden, verspielten niederländischen Stilrichtung der Spätrenaissance. Anthonis van Obbergen, seinerzeit einer der berühmtesten Architekten Europas, entwarf den Prunkbau um 1600, ab 1609 diente er als Waffenarsenal. Inzwischen geht es hier friedlicher zu: Das Zeughaus beherbergt im ersten Stock die Danziger Kunstakademie.


  • Złota Brama

    Architektonische Highlights
    • © AlexAnton, Shutterstock

    "Concordia res publicae parvae crescunt - discordia magnae concidunt" (Durch Eintracht werden kleine Staaten groß, an Zwietracht gehen die großen zugrunde): Mit solch moralischen Mahnungen wird begrüßt, wer durch das Goldene Tor die Danziger Rechtstadt betritt. Der präsentable westliche (Haupt-)Eingang und Beginn des "Königswegs" erinnert eher an ein römisches Palais als an ein Tor. Die Architekten Abraham van den Blocke und Jan Strakowski legten es 1612-14 im Stil eines Triumphbogens an. Die mit Säulen, Ornamenten und Rundbogenfenstern reich gegliederte zweigeschossige Fassade wirkt nicht nur leicht und elegant, sie steckt auch voller Symbolik, ganz im Geist der Verehrung der Antike. Die Balustrade etwa krönen je vier allegorische Figuren: Wer in die Stadt kommt, den begrüßen Freiheit und Frieden, Reichtum und Ruhm. Wer sie durch das Tor wieder verlässt, nimmt Weisheit und Gerechtigkeit, Frömmigkeit und Eintracht mit auf den Weg. Das Baudenkmal ist heute Sitz des Architektenverbands. An das Goldene Tor grenzt ein auffälliger, schlossähnlicher Backsteinbau - die 1494 erbaute, vom flämischen Manierismus geprägte Georgshalle (Dwór Św. Jerzego), wo sich lange der exklusivste Club Danzigs zu Versammlungen und Festen traf: die Mitte des 14.Jhs. gegründete Sankt-Georgs-Bruderschaft. Nicht einmal jeder reiche Patrizier hatte zu dieser Schützenzunft Zutritt. Auf dem Türmchen über der zinnengesäumten Balustrade thront der heiliggesprochene Drachentöter und Märtyrer. Heute wird die Georgshalle für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt.

    • © AlexAnton, Shutterstock

    "Concordia res publicae parvae crescunt - discordia magnae concidunt" (Durch Eintracht werden kleine Staaten groß, an Zwietracht gehen die großen zugrunde): Mit solch moralischen Mahnungen wird begrüßt, wer durch das Goldene Tor die Danziger Rechtstadt betritt. Der präsentable westliche (Haupt-)Eingang und Beginn des "Königswegs" erinnert eher an ein römisches Palais als an ein Tor. Die Architekten Abraham van den Blocke und Jan Strakowski legten es 1612-14 im Stil eines Triumphbogens an. Die mit Säulen, Ornamenten und Rundbogenfenstern reich gegliederte zweigeschossige Fassade wirkt nicht nur leicht und elegant, sie steckt auch voller Symbolik, ganz im Geist der Verehrung der Antike. Die Balustrade etwa krönen je vier allegorische Figuren: Wer in die Stadt kommt, den begrüßen Freiheit und Frieden, Reichtum und Ruhm. Wer sie durch das Tor wieder verlässt, nimmt Weisheit und Gerechtigkeit, Frömmigkeit und Eintracht mit auf den Weg. Das Baudenkmal ist heute Sitz des Architektenverbands. An das Goldene Tor grenzt ein auffälliger, schlossähnlicher Backsteinbau - die 1494 erbaute, vom flämischen Manierismus geprägte Georgshalle (Dwór Św. Jerzego), wo sich lange der exklusivste Club Danzigs zu Versammlungen und Festen traf: die Mitte des 14.Jhs. gegründete Sankt-Georgs-Bruderschaft. Nicht einmal jeder reiche Patrizier hatte zu dieser Schützenzunft Zutritt. Auf dem Türmchen über der zinnengesäumten Balustrade thront der heiliggesprochene Drachentöter und Märtyrer. Heute wird die Georgshalle für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt.


  • Dwór Św. Jerzego

    Architektonische Highlights

    "Concordia res publicae parvae crescunt - discordia magnae concidunt" (Durch Eintracht werden kleine Staaten groß, an Zwietracht gehen die großen zugrunde): Mit solch moralischen Mahnungen wird begrüßt, wer durch das Goldene Tor die Danziger Rechtstadt betritt. Der präsentable westliche (Haupt-)Eingang und Beginn des "Königswegs" erinnert eher an ein römisches Palais als an ein Tor. Die Architekten Abraham van den Blocke und Jan Strakowski legten es 1612-14 im Stil eines Triumphbogens an. Die mit Säulen, Ornamenten und Rundbogenfenstern reich gegliederte zweigeschossige Fassade wirkt nicht nur leicht und elegant, sie steckt auch voller Symbolik, ganz im Geist der Verehrung der Antike. Die Balustrade etwa krönen je vier allegorische Figuren: Wer in die Stadt kommt, den begrüßen Freiheit und Frieden, Reichtum und Ruhm. Wer sie durch das Tor wieder verlässt, nimmt Weisheit und Gerechtigkeit, Frömmigkeit und Eintracht mit auf den Weg. Das Baudenkmal ist heute Sitz des Architektenverbands. An das Goldene Tor grenzt ein auffälliger, schlossähnlicher Backsteinbau - die 1494 erbaute, vom flämischen Manierismus geprägte Georgshalle (Dwór Św. Jerzego), wo sich lange der exklusivste Club Danzigs zu Versammlungen und Festen traf: die Mitte des 14.Jhs. gegründete Sankt-Georgs-Bruderschaft. Nicht einmal jeder reiche Patrizier hatte zu dieser Schützenzunft Zutritt. Auf dem Türmchen über der zinnengesäumten Balustrade thront der heiliggesprochene Drachentöter und Märtyrer. Heute wird die Georgshalle für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt.

    "Concordia res publicae parvae crescunt - discordia magnae concidunt" (Durch Eintracht werden kleine Staaten groß, an Zwietracht gehen die großen zugrunde): Mit solch moralischen Mahnungen wird begrüßt, wer durch das Goldene Tor die Danziger Rechtstadt betritt. Der präsentable westliche (Haupt-)Eingang und Beginn des "Königswegs" erinnert eher an ein römisches Palais als an ein Tor. Die Architekten Abraham van den Blocke und Jan Strakowski legten es 1612-14 im Stil eines Triumphbogens an. Die mit Säulen, Ornamenten und Rundbogenfenstern reich gegliederte zweigeschossige Fassade wirkt nicht nur leicht und elegant, sie steckt auch voller Symbolik, ganz im Geist der Verehrung der Antike. Die Balustrade etwa krönen je vier allegorische Figuren: Wer in die Stadt kommt, den begrüßen Freiheit und Frieden, Reichtum und Ruhm. Wer sie durch das Tor wieder verlässt, nimmt Weisheit und Gerechtigkeit, Frömmigkeit und Eintracht mit auf den Weg. Das Baudenkmal ist heute Sitz des Architektenverbands. An das Goldene Tor grenzt ein auffälliger, schlossähnlicher Backsteinbau - die 1494 erbaute, vom flämischen Manierismus geprägte Georgshalle (Dwór Św. Jerzego), wo sich lange der exklusivste Club Danzigs zu Versammlungen und Festen traf: die Mitte des 14.Jhs. gegründete Sankt-Georgs-Bruderschaft. Nicht einmal jeder reiche Patrizier hatte zu dieser Schützenzunft Zutritt. Auf dem Türmchen über der zinnengesäumten Balustrade thront der heiliggesprochene Drachentöter und Märtyrer. Heute wird die Georgshalle für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt.


  • Złota kamienica

    Architektonische Highlights
    • © Artur Bogacki, Shutterstock

    An der Nordseite des Langen Markts unweit des Artushofs fällt in der Giebelzeile eine besonders reich verzierte Fassade auf. Es ist das Goldene Haus, das wohl schönste Palais der Danziger Rechtstadt, erbaut 1607-17 für den damaligen Bürgermeister Johann Speymann (und darum mitunter auch Speymannhaus genannt), der sich - wie viele seiner Zeit- und Zunftgenossen - mit dem Bau selbst ein Denkmal setzen wollte. Die filigran gegliederte Fensterfront aus weißen Stuckornamenten, viel Blattgold und Basreliefs aus grünem Marmor ist ein Werk des flämischen Architekten Abraham van den Blocke, des Schöpfers vieler Danziger Prachtbauten. Er überzog die Prunkfassade mit allegorischen Tugendsymbolen, verewigte europäische Herrscher und römische Cäsaren. Die Balustrade krönen vier Figuren aus der Antike: Antigone, Kleopatra, Ödipus und Achilles. So geriet das Gebäude zu einem architektonischen Gemälde ganz im Geist der Renaissance.

    • © Artur Bogacki, Shutterstock

    An der Nordseite des Langen Markts unweit des Artushofs fällt in der Giebelzeile eine besonders reich verzierte Fassade auf. Es ist das Goldene Haus, das wohl schönste Palais der Danziger Rechtstadt, erbaut 1607-17 für den damaligen Bürgermeister Johann Speymann (und darum mitunter auch Speymannhaus genannt), der sich - wie viele seiner Zeit- und Zunftgenossen - mit dem Bau selbst ein Denkmal setzen wollte. Die filigran gegliederte Fensterfront aus weißen Stuckornamenten, viel Blattgold und Basreliefs aus grünem Marmor ist ein Werk des flämischen Architekten Abraham van den Blocke, des Schöpfers vieler Danziger Prachtbauten. Er überzog die Prunkfassade mit allegorischen Tugendsymbolen, verewigte europäische Herrscher und römische Cäsaren. Die Balustrade krönen vier Figuren aus der Antike: Antigone, Kleopatra, Ödipus und Achilles. So geriet das Gebäude zu einem architektonischen Gemälde ganz im Geist der Renaissance.


  • Fontanna Neptuna

    Touristenattraktionen
    • © Mariusz Niedzwiedzki, Shutterstock

    Auf dem Langen Markt vor dem Artushof sprudelt eines der meistfotografierten Wahrzeichen Danzigs: der 1633 vollendete Neptunbrunnen, geschaffen nach einem Entwurf von Abraham van den Blocke. Hünenhaft reckt der bronzene Meeresgott des flämischen Bildhauers Peter Husen seinen Dreizack. So sahen sie sich wohl auch ganz gern, die alten Danziger Kaufleute: Der Brunnen sollte das Selbstverständnis der Freien Stadt als Beherrscherin der Ostsee symbolisieren.

    • © Mariusz Niedzwiedzki, Shutterstock

    Auf dem Langen Markt vor dem Artushof sprudelt eines der meistfotografierten Wahrzeichen Danzigs: der 1633 vollendete Neptunbrunnen, geschaffen nach einem Entwurf von Abraham van den Blocke. Hünenhaft reckt der bronzene Meeresgott des flämischen Bildhauers Peter Husen seinen Dreizack. So sahen sie sich wohl auch ganz gern, die alten Danziger Kaufleute: Der Brunnen sollte das Selbstverständnis der Freien Stadt als Beherrscherin der Ostsee symbolisieren.


  • Targ Rybny

    Touristenattraktionen

    Flundern und Aale werden auf dem alten Fischmarkt am nördlichen Ende der Mottlau-Promenade schon lange nicht mehr feilgeboten. Nur einmal im Jahr darf der Platz nahe der Grenze zur Altstadt noch Markt sein: Immer zwei Wochen im Hochsommer, wenn Danzig das traditionelle Dominiksfest feiert, verwandelt sich der Fisch- in einen großen Antiquitätenmarkt - ein Paradies für Sammler und Trödelfreaks. Ob alte Möbel oder betagter Hausrat, Bücher oder Briefmarken: Im Angebot ist hier beinahe alles, was historisch ist oder so aussieht. Am Rand des Fischmarkts thronte ursprünglich auch die Burg des Deutschen Ordens. Aufgebrachte Rechtstädter stürmten und schleiften sie 1454, als die Freie Stadt sich mit polnischer Hilfe gegen die verhassten Mönchsritter erhob. Anstelle der Burg wurde zum Schutz des Platzes der backsteinerne Schwanenturm erbaut, der dort zusammen mit Resten der mittelalterlichen Stadtbefestigung heute noch steht. Vom Mottlau-Kai am Fischmarkt legen heute Dampfer und Wassertaxis hinüber auf die Halbinsel Hel ab.

    • Ulica Targ Rybny, 80-838 Gdańsk

    Flundern und Aale werden auf dem alten Fischmarkt am nördlichen Ende der Mottlau-Promenade schon lange nicht mehr feilgeboten. Nur einmal im Jahr darf der Platz nahe der Grenze zur Altstadt noch Markt sein: Immer zwei Wochen im Hochsommer, wenn Danzig das traditionelle Dominiksfest feiert, verwandelt sich der Fisch- in einen großen Antiquitätenmarkt - ein Paradies für Sammler und Trödelfreaks. Ob alte Möbel oder betagter Hausrat, Bücher oder Briefmarken: Im Angebot ist hier beinahe alles, was historisch ist oder so aussieht. Am Rand des Fischmarkts thronte ursprünglich auch die Burg des Deutschen Ordens. Aufgebrachte Rechtstädter stürmten und schleiften sie 1454, als die Freie Stadt sich mit polnischer Hilfe gegen die verhassten Mönchsritter erhob. Anstelle der Burg wurde zum Schutz des Platzes der backsteinerne Schwanenturm erbaut, der dort zusammen mit Resten der mittelalterlichen Stadtbefestigung heute noch steht. Vom Mottlau-Kai am Fischmarkt legen heute Dampfer und Wassertaxis hinüber auf die Halbinsel Hel ab.

    • Ulica Targ Rybny, 80-838 Gdańsk

  • Muzeum Historyczne Miasta Gdańska

    Museen

    Das nach alten Vorlagen originalgetreu restaurierte Innere des Rechtstädtischen Rathauses birgt seit 1973 das Museum für Stadtgeschichte. Besonders sehenswert ist die Ausstellung "Danzig - Zerstörung und Wiederaufbau". Der beeindruckende große Ratssaal, wegen der damastbespannten Wände auch "Roter Saal" genannt, schwelgt in manieristischer Pracht. Allein der bis zur Decke reichende Prunkkamin von 1593 mit dem von zwei Löwen gehaltenen Danziger Wappen ist ein Kunstwerk für sich. Die Decke des Saals zieren rund 25 Gemälde mit biblischen und allegorisch-antiken Motiven.

    Das nach alten Vorlagen originalgetreu restaurierte Innere des Rechtstädtischen Rathauses birgt seit 1973 das Museum für Stadtgeschichte. Besonders sehenswert ist die Ausstellung "Danzig - Zerstörung und Wiederaufbau". Der beeindruckende große Ratssaal, wegen der damastbespannten Wände auch "Roter Saal" genannt, schwelgt in manieristischer Pracht. Allein der bis zur Decke reichende Prunkkamin von 1593 mit dem von zwei Löwen gehaltenen Danziger Wappen ist ein Kunstwerk für sich. Die Decke des Saals zieren rund 25 Gemälde mit biblischen und allegorisch-antiken Motiven.