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千代田区 (Chiyoda) Top Sehenswürdigkeiten

















Architektonische Highlights
Architektonische Highlights
Botanische Gärten & Parks
Museen
Roppongi Hiruzu
Architektonische Highlights © yoshi0511, Shutterstock
"Die Stadt in der Stadt" ist schon jetzt das Wahrzeichen des modernen Tokio. Rund 2 Mrd. Euro hat der im Jahr 2003 eröffnete, 116.000 m2 große City-Komplex gekostet. Im Zentrum des ambitionierten Projekts thront der 54-stöckige Mori Tower mit Museum und Aussichtsdeck. Die "City" beheimatet außerdem über 200 Geschäfte und Restaurants, ein Luxushotel, vier Wohnblocks, einen Freiluft-Eventspace, die Zentrale des TV-Senders Asahi und einen Kinokomplex. Kunstobjekte, wie die 10 m hohe Spinne von Louise Bourgeois oder der japanische Garten sorgen beim "Stadtbummel" durch Roppongi Hills zusätzlich für Abwechslung und Inspiration.
- Roppongi 6-10-1, 106-6108 Tokyo
- http://www.roppongihills.com/
- +81 3-6406-6000
© yoshi0511, Shutterstock
"Die Stadt in der Stadt" ist schon jetzt das Wahrzeichen des modernen Tokio. Rund 2 Mrd. Euro hat der im Jahr 2003 eröffnete, 116.000 m2 große City-Komplex gekostet. Im Zentrum des ambitionierten Projekts thront der 54-stöckige Mori Tower mit Museum und Aussichtsdeck. Die "City" beheimatet außerdem über 200 Geschäfte und Restaurants, ein Luxushotel, vier Wohnblocks, einen Freiluft-Eventspace, die Zentrale des TV-Senders Asahi und einen Kinokomplex. Kunstobjekte, wie die 10 m hohe Spinne von Louise Bourgeois oder der japanische Garten sorgen beim "Stadtbummel" durch Roppongi Hills zusätzlich für Abwechslung und Inspiration.
- Roppongi 6-10-1, 106-6108 Tokyo
- http://www.roppongihills.com/
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Meiji-jingū
Architektonische Highlights © Nattee Chalermtiragool, Shutterstock
Insider-Tipp Im Zeichen des Ginkgos
Kaum ein zweites Bauwerk in Tokio ist so elegant und beeindruckend wie der 1920 eingeweihte, 1945 zerbombte und 1958 wieder aufgebaute Meiji-Schrein: Kurz, aber bewegt ist die Geschichte des Schreins, der dem Meiji-Kaiser (1852–1912) und seiner Gemahlin Shōken (1849–1914) gewidmet ist. Er strahlt eine solche Ruhe und Würde aus, als stünde er schon seit Jahrhunderten. Und er ist gut geschützt: 100 000 Büsche und Bäume schirmen ihn ab von der Hektik der Stadt. Zwei riesige torii – aus Stein das erste, aus tausendjährigem Zypressenholz das zweite dieser Ehrentore – überspannen den breiten Kiesweg. Rechts von der Haupthalle sieht man an Bäumen und Gestellen unzählige Votivtäfelchen hängen. Nicht nur Einheimische haben darauf ihre Wünsche an die Zukunft verewigt. Folg getrost deren Beispiel, denn Japans Shintō-Götter scheren sich überhaupt nicht um Sprachbarrieren! Blühen im Mai oder Juni die Schwertlilien, lohnt sich ein Abstecher zum Irisgarten. Schon Kaiserin Shōken erholte sich hier von den Strapazen des Monarchendaseins. Im Schatzhaus hinter dem Schrein sind Gegenstände aus dem Besitz des Kaiserpaares ausgestellt. Ginkgo ist der Wappenbaum von Tokio – man findet das markante Blatt überall in der Stadt, zum Beispiel auf Bussen und Metros. Am Meiji-Schrein gibt es eine vor allem im Herbst wunderschöne, da knallgelbe, Ginkgo-Allee. Im Meiji-Schrein finden häufig traditionelle Zeremonien und Festivitäten statt, die unbedingt einen Besuch wert sind. Ein Blick auf die Website lohnt, denn dort kann man aktuelle Termine einsehen.
- Yoyogi-Kamizono-cho 1-1-1, 151-8857 Tokyo
- http://www.meijijingu.or.jp/
- +81 3-3379-5511
© Nattee Chalermtiragool, Shutterstock
Insider-Tipp Im Zeichen des Ginkgos
Kaum ein zweites Bauwerk in Tokio ist so elegant und beeindruckend wie der 1920 eingeweihte, 1945 zerbombte und 1958 wieder aufgebaute Meiji-Schrein: Kurz, aber bewegt ist die Geschichte des Schreins, der dem Meiji-Kaiser (1852–1912) und seiner Gemahlin Shōken (1849–1914) gewidmet ist. Er strahlt eine solche Ruhe und Würde aus, als stünde er schon seit Jahrhunderten. Und er ist gut geschützt: 100 000 Büsche und Bäume schirmen ihn ab von der Hektik der Stadt. Zwei riesige torii – aus Stein das erste, aus tausendjährigem Zypressenholz das zweite dieser Ehrentore – überspannen den breiten Kiesweg. Rechts von der Haupthalle sieht man an Bäumen und Gestellen unzählige Votivtäfelchen hängen. Nicht nur Einheimische haben darauf ihre Wünsche an die Zukunft verewigt. Folg getrost deren Beispiel, denn Japans Shintō-Götter scheren sich überhaupt nicht um Sprachbarrieren! Blühen im Mai oder Juni die Schwertlilien, lohnt sich ein Abstecher zum Irisgarten. Schon Kaiserin Shōken erholte sich hier von den Strapazen des Monarchendaseins. Im Schatzhaus hinter dem Schrein sind Gegenstände aus dem Besitz des Kaiserpaares ausgestellt. Ginkgo ist der Wappenbaum von Tokio – man findet das markante Blatt überall in der Stadt, zum Beispiel auf Bussen und Metros. Am Meiji-Schrein gibt es eine vor allem im Herbst wunderschöne, da knallgelbe, Ginkgo-Allee. Im Meiji-Schrein finden häufig traditionelle Zeremonien und Festivitäten statt, die unbedingt einen Besuch wert sind. Ein Blick auf die Website lohnt, denn dort kann man aktuelle Termine einsehen.
- Yoyogi-Kamizono-cho 1-1-1, 151-8857 Tokyo
- http://www.meijijingu.or.jp/
- +81 3-3379-5511
Hamarikyu Onshi Teien
Botanische Gärten & Parks © Scirocco340, Shutterstock
Dieser Garten diente den Herrschern der Tokugawa-Dynastie als Sommersitz und später der kaiserlichen Familie als Erholungsort. Den faszinierendsten Teil des Gartens bildet ein Teich, der den Gezeiten folgend durch Meerwasser gespeist wird. Hier führen drei von Glyzinien beschattete Brücken auf ein Inselchen, wo ein Teehaus zur Rast lädt. Bei einer Tasse Tee kann man herrlich entspannen und die sanft gewundenen Pfade, die vor langer Zeit angelegten Hügel und uralte japanische Kiefern bewundern.
- Hama Rikyu-teien 1-1, 104-0046 Tokyo
- http://teien.tokyo-park.or.jp/
- +81 3-3541-0200
© Scirocco340, Shutterstock
Dieser Garten diente den Herrschern der Tokugawa-Dynastie als Sommersitz und später der kaiserlichen Familie als Erholungsort. Den faszinierendsten Teil des Gartens bildet ein Teich, der den Gezeiten folgend durch Meerwasser gespeist wird. Hier führen drei von Glyzinien beschattete Brücken auf ein Inselchen, wo ein Teehaus zur Rast lädt. Bei einer Tasse Tee kann man herrlich entspannen und die sanft gewundenen Pfade, die vor langer Zeit angelegten Hügel und uralte japanische Kiefern bewundern.
- Hama Rikyu-teien 1-1, 104-0046 Tokyo
- http://teien.tokyo-park.or.jp/
- +81 3-3541-0200
Mori Building Digital Art Museum: teamLab Borderless
MuseenDigitale, interaktive Kunst der Superlative erwartet dich hier in labyrinthisch angeordneten Raum-Licht-Installationen mit knalligen Farben. Das Besondere: Hier wirst du selbst zum Künstler. Über spezielle Scanner kannst du Selbstgemaltes digitalisieren, per App Farben ändern und ins Gesamtkunstwerk der Gruppe team-Lab Borderless einbauen. Das Museum zieht 2023 nach Azabudai um, bis dahin bleibt es geschlossen.
- Azabudai 1-2-4, 106-0041 Tokio
- http://www.teamlab.art/
- +81 3-6230-9666
Digitale, interaktive Kunst der Superlative erwartet dich hier in labyrinthisch angeordneten Raum-Licht-Installationen mit knalligen Farben. Das Besondere: Hier wirst du selbst zum Künstler. Über spezielle Scanner kannst du Selbstgemaltes digitalisieren, per App Farben ändern und ins Gesamtkunstwerk der Gruppe team-Lab Borderless einbauen. Das Museum zieht 2023 nach Azabudai um, bis dahin bleibt es geschlossen.
- Azabudai 1-2-4, 106-0041 Tokio
- http://www.teamlab.art/
- +81 3-6230-9666
Tokyo Kokuritsu Hakubutsukan
MuseenHier folgt ein Superlativ auf den anderen: Japans lange Zeit größtes Museum besitzt die weltgrößte Sammlung asiatischer Kunst. Drei der vier Gebäude gruppieren sich um einen Hof, wo einst die Äbte des Tempels Kaneiji residierten. Das pompöse, 2004 renovierte Hauptgebäude ist den japanischen Kunstschätzen vorbehalten. Unter den fast 90.000 Objekten - Gemälde, Kalligrafien, Skulpturen, Textilien, Keramiken, Schwerter und Rüstungen - wurden 84 als Nationalschätze, weitere 521 als wichtiger Kulturbesitz klassifiziert. Alles Vorhandene auf einmal zu präsentieren ist unmöglich, darum werden die Exponate mehrmals im Jahr gewechselt. Im April/Mai und Oktober/November werden zudem Sonderausstellungen gezeigt. Das rechte Nebengebäude, Toyōkan, ist der Kunst anderer asiatischer Länder gewidmet. Hier sind ebenfalls zweimal jährlich größere Sonderausstellungen zu sehen. Das kleinste und älteste Gebäude zur Linken - Hyōkeikan - wurde in neobarockem Stil 1909 zur Hochzeit des Kronprinzen und späteren Taishō-Kaisers fertig gestellt. In seinen neun Ausstellungsräumen beherbergt es archäologische Funde aus Japan. Neben den Töpferwaren aus der Mittleren Jōmon-Zeit (3500 bis 2000 v.Chr.) faszinieren v.a. die tönernen Haniwa-Figuren - Menschen, Tiere, Häuser und Boote - die vom 3.bis zum 7.Jh. als Grabbeigaben dienten. Hinter dem Hyōkeikan liegt das Schatzhaus des Tempels Hōryūji in Nara, ein wahres Kleinod unter den Kunststätten, das entsprechend behutsam behandelt wird. Mit Rücksicht auf die mehr als 1000-jährigen Objekte - viele aus Holz oder Papier - die der Hōryūji 1887 dem kaiserlichen Haushalt in Tokio überließ, ist es nur einmal wöchentlich zugänglich. Auch bei Regen oder wenn die Luftfeuchtigkeit 70% übersteigt, bleibt das Schatzhaus geschlossen.
- Ueno Koen 13-9, 110-8712 Tokyo
- http://www.tnm.jp/
- +81 50-5541-8600
Hier folgt ein Superlativ auf den anderen: Japans lange Zeit größtes Museum besitzt die weltgrößte Sammlung asiatischer Kunst. Drei der vier Gebäude gruppieren sich um einen Hof, wo einst die Äbte des Tempels Kaneiji residierten. Das pompöse, 2004 renovierte Hauptgebäude ist den japanischen Kunstschätzen vorbehalten. Unter den fast 90.000 Objekten - Gemälde, Kalligrafien, Skulpturen, Textilien, Keramiken, Schwerter und Rüstungen - wurden 84 als Nationalschätze, weitere 521 als wichtiger Kulturbesitz klassifiziert. Alles Vorhandene auf einmal zu präsentieren ist unmöglich, darum werden die Exponate mehrmals im Jahr gewechselt. Im April/Mai und Oktober/November werden zudem Sonderausstellungen gezeigt. Das rechte Nebengebäude, Toyōkan, ist der Kunst anderer asiatischer Länder gewidmet. Hier sind ebenfalls zweimal jährlich größere Sonderausstellungen zu sehen. Das kleinste und älteste Gebäude zur Linken - Hyōkeikan - wurde in neobarockem Stil 1909 zur Hochzeit des Kronprinzen und späteren Taishō-Kaisers fertig gestellt. In seinen neun Ausstellungsräumen beherbergt es archäologische Funde aus Japan. Neben den Töpferwaren aus der Mittleren Jōmon-Zeit (3500 bis 2000 v.Chr.) faszinieren v.a. die tönernen Haniwa-Figuren - Menschen, Tiere, Häuser und Boote - die vom 3.bis zum 7.Jh. als Grabbeigaben dienten. Hinter dem Hyōkeikan liegt das Schatzhaus des Tempels Hōryūji in Nara, ein wahres Kleinod unter den Kunststätten, das entsprechend behutsam behandelt wird. Mit Rücksicht auf die mehr als 1000-jährigen Objekte - viele aus Holz oder Papier - die der Hōryūji 1887 dem kaiserlichen Haushalt in Tokio überließ, ist es nur einmal wöchentlich zugänglich. Auch bei Regen oder wenn die Luftfeuchtigkeit 70% übersteigt, bleibt das Schatzhaus geschlossen.
- Ueno Koen 13-9, 110-8712 Tokyo
- http://www.tnm.jp/
- +81 50-5541-8600
Tokyo-eki
Architektonische Highlights © Phattana Stock, Shutterstock
© Phattana Stock, Shutterstock
Insider-Tipp Maskottchenwahn im Untergrund
Der Zentralbahnhof von Amsterdam diente Kingo Tatsuno als Vorbild für den 1914 erbauten Bahnhof Tokio (Tokyo-eki). Bei den amerikanischen Luftangriffen 1945 wurde das Gebäude stark beschädigt, doch nach einer umfassenden Renovierung auf der Marunouchi-Seite hat es viel von seinem ursprünglichen Charme zurückgewonnen. Hinein geht’s ins Getümmel. Denn alle Großbahnhöfe der Hauptstadt sind ein absolutes Erlebnis, allen voran der Tokyo-eki: Die Menschenmassen zur Hauptverkehrszeit, die kilometerlangen unterirdischen Einkaufsstraßen und Schlemmermeilen – es gibt sogar eine Ramen Street! – hier kann man eine Art Crashkurs in Sachen Hauptstadtleben absolvieren. Im Bauch des Bahnhofs findet der Maskottchen- und Figurenjäger in der Character Street fette Beute. Hier kann der moderne Sammler eine Menge Geld lassen.
- Marunouchi 1-6-5, 100-0005 Tokyo
- http://www.tokyoinfo.com/
© Phattana Stock, Shutterstock
© Phattana Stock, Shutterstock
Insider-Tipp Maskottchenwahn im Untergrund
Der Zentralbahnhof von Amsterdam diente Kingo Tatsuno als Vorbild für den 1914 erbauten Bahnhof Tokio (Tokyo-eki). Bei den amerikanischen Luftangriffen 1945 wurde das Gebäude stark beschädigt, doch nach einer umfassenden Renovierung auf der Marunouchi-Seite hat es viel von seinem ursprünglichen Charme zurückgewonnen. Hinein geht’s ins Getümmel. Denn alle Großbahnhöfe der Hauptstadt sind ein absolutes Erlebnis, allen voran der Tokyo-eki: Die Menschenmassen zur Hauptverkehrszeit, die kilometerlangen unterirdischen Einkaufsstraßen und Schlemmermeilen – es gibt sogar eine Ramen Street! – hier kann man eine Art Crashkurs in Sachen Hauptstadtleben absolvieren. Im Bauch des Bahnhofs findet der Maskottchen- und Figurenjäger in der Character Street fette Beute. Hier kann der moderne Sammler eine Menge Geld lassen.
- Marunouchi 1-6-5, 100-0005 Tokyo
- http://www.tokyoinfo.com/
Kanda-myojin
Architektonische Highlights © zepkatana, Shutterstock
Insider-Tipp Und gesegnet seien die Kühlschränke
Die Schreingebäude, Repliken von 1934, sind ein hervorragendes Beispiel für den Gongen-Architekturstil der frühen Edo-Zeit. Die Farben Rot und Gold und die vielen buddhistischen Motive erinnern an einen chinesischen Tempel. In ungeraden Jahren an einem Wochenende Mitte Mai ist der Schrein Schauplatz des Kanda-Matsuri, des zweitgrößten Schreinfestes in Tokio, mit Trageschrein-Prozessionen und klassischen Tanzvorführungen. Aufgrund der Nähe zum Technikmekka Akihabara verkauft der Kanda-Myôjin-Schrein Talismane für Elektrogeräte, ITSicherheit und mehr.
- Soto-Kanda 2-16-2, 101-0021 Tokyo
- http://www.kandamyoujin.or.jp/
- +81 3-3254-0753
© zepkatana, Shutterstock
Insider-Tipp Und gesegnet seien die Kühlschränke
Die Schreingebäude, Repliken von 1934, sind ein hervorragendes Beispiel für den Gongen-Architekturstil der frühen Edo-Zeit. Die Farben Rot und Gold und die vielen buddhistischen Motive erinnern an einen chinesischen Tempel. In ungeraden Jahren an einem Wochenende Mitte Mai ist der Schrein Schauplatz des Kanda-Matsuri, des zweitgrößten Schreinfestes in Tokio, mit Trageschrein-Prozessionen und klassischen Tanzvorführungen. Aufgrund der Nähe zum Technikmekka Akihabara verkauft der Kanda-Myôjin-Schrein Talismane für Elektrogeräte, ITSicherheit und mehr.
- Soto-Kanda 2-16-2, 101-0021 Tokyo
- http://www.kandamyoujin.or.jp/
- +81 3-3254-0753
Mori Bijutsukan
MuseenInsider-Tipp Lichter bis zum Horizont
Der 53.Stock des Mori Tower ist das Zentrum außergewöhnlicher, mitunter provokanter Installationen, Videos und anderer moderner Kunstformen. Eine Etage unterhalb des Museums liegt Tokyo City View mit Blick auf (fast) die ganze Stadt. Am besten besuchst du die Aussichtsplattform zur Abenddämmerung, wenn in Tokio nach und nach die Lichter angehen!
- Roppongi 6-10-1, 106-6137 Tokyo
- http://www.mori.art.museum/
- +81 50-5541-8600
Insider-Tipp Lichter bis zum Horizont
Der 53.Stock des Mori Tower ist das Zentrum außergewöhnlicher, mitunter provokanter Installationen, Videos und anderer moderner Kunstformen. Eine Etage unterhalb des Museums liegt Tokyo City View mit Blick auf (fast) die ganze Stadt. Am besten besuchst du die Aussichtsplattform zur Abenddämmerung, wenn in Tokio nach und nach die Lichter angehen!
- Roppongi 6-10-1, 106-6137 Tokyo
- http://www.mori.art.museum/
- +81 50-5541-8600
Zojoji
Architektonische Highlights © Richie Chan, Shutterstock
Insider-Tipp Lustige Gestalten mit trauriger Geschichte
Der einstige Familientempel der Tokugawa-Shōgune spiegelt nichts von deren verflossener Macht wider. Nirgendwo sonst lässt sich jedoch der Einfluss der politischen und sozialen Veränderungen seit der Meiji-Zeit aufs Stadtbild so gut nachvollziehen. Mit 48 angegliederten Tempel- und rund 150 Schulgebäuden war der Zōjōji zwischen 1598 und 1868 das administrative und geistige Zentrum der buddhistischen Schulrichtung des Jōdō, des „reinen Landes“, die den Erlöserbuddha Amitabha (japanisch: Amida) verehrt. Rund 3000 Novizen aus den 6000 Jōdō-Tempeln in ganz Japan bereiteten sich hier auf ihre Priesterweihe vor. Der Sturz der Tokugawa zog die Enteignung des Tempels nach sich. Sehenswert sind nach wie vor das Tor der dreifachen Erlösung, Sanmon, und die 15 t schwere Bronzeglocke, die größte in Ostjapan. In der Silvesternacht strahlt der Zōjō-ji für kurze Zeit wieder seine alte Anziehungskraft aus: Tausende von Tokiotern wollen zum Jahreswechsel dabei sein, wenn die große Bronzeglocke beim Joya no kane genau 108-mal geschlagen wird. Sie sind überall, aber hier besonders häufig; die kleinen jizō genannten Steinstatuetten mit dem roten Latz stehen oft für tote Kinder – auch für abgetriebene. Andrang herrscht auch am Setsubun, einem Fest, mit dem am 3.oder 4.Februar das Ende des Winters gefeiert wird: Zum Ruf „Oni wa soto – fuku wa uchi!“ („Geister raus, Glück ins Haus!“) wirft man Bohnen in die Luft, um alles Böse zu vertreiben.
- Shibakoen 4-7-35, 105-0011 Tokyo
- http://www.zojoji.or.jp/
- +81 3-3432-1431
© Richie Chan, Shutterstock
Insider-Tipp Lustige Gestalten mit trauriger Geschichte
Der einstige Familientempel der Tokugawa-Shōgune spiegelt nichts von deren verflossener Macht wider. Nirgendwo sonst lässt sich jedoch der Einfluss der politischen und sozialen Veränderungen seit der Meiji-Zeit aufs Stadtbild so gut nachvollziehen. Mit 48 angegliederten Tempel- und rund 150 Schulgebäuden war der Zōjōji zwischen 1598 und 1868 das administrative und geistige Zentrum der buddhistischen Schulrichtung des Jōdō, des „reinen Landes“, die den Erlöserbuddha Amitabha (japanisch: Amida) verehrt. Rund 3000 Novizen aus den 6000 Jōdō-Tempeln in ganz Japan bereiteten sich hier auf ihre Priesterweihe vor. Der Sturz der Tokugawa zog die Enteignung des Tempels nach sich. Sehenswert sind nach wie vor das Tor der dreifachen Erlösung, Sanmon, und die 15 t schwere Bronzeglocke, die größte in Ostjapan. In der Silvesternacht strahlt der Zōjō-ji für kurze Zeit wieder seine alte Anziehungskraft aus: Tausende von Tokiotern wollen zum Jahreswechsel dabei sein, wenn die große Bronzeglocke beim Joya no kane genau 108-mal geschlagen wird. Sie sind überall, aber hier besonders häufig; die kleinen jizō genannten Steinstatuetten mit dem roten Latz stehen oft für tote Kinder – auch für abgetriebene. Andrang herrscht auch am Setsubun, einem Fest, mit dem am 3.oder 4.Februar das Ende des Winters gefeiert wird: Zum Ruf „Oni wa soto – fuku wa uchi!“ („Geister raus, Glück ins Haus!“) wirft man Bohnen in die Luft, um alles Böse zu vertreiben.
- Shibakoen 4-7-35, 105-0011 Tokyo
- http://www.zojoji.or.jp/
- +81 3-3432-1431
Kokyo
Architektonische Highlights © CO Leong, Shutterstock
Insider-Tipp Kirschen beim Kaiser
Am besten siehst du den Kaiserpalast im Laufschritt, auf einer 5 km langen Route rund um die gut 2 km² große, von Wassergräben umgebene Residenz. Vom Palastgelände ist nur der Ostgarten für Touristen zugänglich, wo einst die mächtige Burg von Edo stand. Lediglich am 2.Januar und am 23.Februar, dem Geburtstag des Kaisers, öffnen sich alljährlich die Tore an der Brücke Nijubashi, und die kaiserliche Familie winkt vom verglasten Balkon. Ende März, Anfang April ist die Gegend um Chidorigafuchi entlang des Burggrabens in rosa Kirschblüten getaucht und wird abends angestrahlt.
- Chiyoda 1-1, 100-8111 Tokyo
- http://sankan.kunaicho.go.jp/
- +81 3-3213-1111
© CO Leong, Shutterstock
Insider-Tipp Kirschen beim Kaiser
Am besten siehst du den Kaiserpalast im Laufschritt, auf einer 5 km langen Route rund um die gut 2 km² große, von Wassergräben umgebene Residenz. Vom Palastgelände ist nur der Ostgarten für Touristen zugänglich, wo einst die mächtige Burg von Edo stand. Lediglich am 2.Januar und am 23.Februar, dem Geburtstag des Kaisers, öffnen sich alljährlich die Tore an der Brücke Nijubashi, und die kaiserliche Familie winkt vom verglasten Balkon. Ende März, Anfang April ist die Gegend um Chidorigafuchi entlang des Burggrabens in rosa Kirschblüten getaucht und wird abends angestrahlt.
- Chiyoda 1-1, 100-8111 Tokyo
- http://sankan.kunaicho.go.jp/
- +81 3-3213-1111
Tokyo International Forum
Architektonische Highlights © MAIRDUMONT
"Atemberaubend schön!" - "kalt und abstoßend" - die Urteile über den Mehrzweckbau mit Konzertsälen, Konferenzräumen, Restaurants, Läden und Touristeninformation divergierten von Anfang an. Die 60 m hohe gläserne Atriumhalle besticht trotz der erdbebensicheren Stahlkonstruktion durch filigrane Leichtigkeit. 1 Mrd. Euro hat der 1997 vollendete Bau insgesamt verschlungen.
- Marunouchi 3-5-1, 100-0005 Tokyo
- http://www.t-i-forum.co.jp/
- +81 3-5221-9000
© MAIRDUMONT
"Atemberaubend schön!" - "kalt und abstoßend" - die Urteile über den Mehrzweckbau mit Konzertsälen, Konferenzräumen, Restaurants, Läden und Touristeninformation divergierten von Anfang an. Die 60 m hohe gläserne Atriumhalle besticht trotz der erdbebensicheren Stahlkonstruktion durch filigrane Leichtigkeit. 1 Mrd. Euro hat der 1997 vollendete Bau insgesamt verschlungen.
- Marunouchi 3-5-1, 100-0005 Tokyo
- http://www.t-i-forum.co.jp/
- +81 3-5221-9000
Hie-jinja
Architektonische Highlights © cross2vision, Shutterstock
Fürst Ōta Dōkan ließ hier im 15.Jh. einen Schrein für Oyamakuni no kami, die Schutzgottheit von Edo, errichten. Unter dem Patronat der Tokugawa-Shōgune wurde er der populärste aller Schreine in Edo, das Schreinfest Sannō Matsuri galt als "Fest ohnegleichen". Noch heute wird es Mitte Juni gefeiert. Höhepunkt ist die Shinto-Parade, eine Prozession von kaiserlichen Sänften, an der rund 400 Personen in Kostümen im Stil der Heian-Zeit (9.-12.Jh.) teilnehmen - allerdings nur in geraden Jahren. Ein Gebet am Hie-Schrein soll vor Frühgeburten und Verkehrsunfällen schützen - eine eigenwillige Kombination. Beim Schutz der eigenen vier Wände war die Gottheit weniger erfolgreich: Sie fielen im Zweiten Weltkrieg in Schutt und Asche. 1959 wurden sie durch einen Neubau ersetzt.
- Nagata-cho 2-10-5, 100-0014 Tokyo
- http://www.hiejinja.net/
- +81 3-3581-2471
© cross2vision, Shutterstock
Fürst Ōta Dōkan ließ hier im 15.Jh. einen Schrein für Oyamakuni no kami, die Schutzgottheit von Edo, errichten. Unter dem Patronat der Tokugawa-Shōgune wurde er der populärste aller Schreine in Edo, das Schreinfest Sannō Matsuri galt als "Fest ohnegleichen". Noch heute wird es Mitte Juni gefeiert. Höhepunkt ist die Shinto-Parade, eine Prozession von kaiserlichen Sänften, an der rund 400 Personen in Kostümen im Stil der Heian-Zeit (9.-12.Jh.) teilnehmen - allerdings nur in geraden Jahren. Ein Gebet am Hie-Schrein soll vor Frühgeburten und Verkehrsunfällen schützen - eine eigenwillige Kombination. Beim Schutz der eigenen vier Wände war die Gottheit weniger erfolgreich: Sie fielen im Zweiten Weltkrieg in Schutt und Asche. 1959 wurden sie durch einen Neubau ersetzt.
- Nagata-cho 2-10-5, 100-0014 Tokyo
- http://www.hiejinja.net/
- +81 3-3581-2471
Tokyo Midtown
Architektonische Highlights © KPG Payless2, Shutterstock
Höhenmäßig hat der 2007 eröffnete Tokyo Midtown den Wolkenkratzerkrieg mit Roppongi Hills für sich entschieden: knapp 250 m. Der hauptsächlich vom US-amerikanischen Architekturbüro Som entworfene Megakomplex besteht aus insgesamt sechs Teilen. Die beherbergen auf 53 Stockwerken Geschäfte und Restaurants, Büros und Luxusapartments sowie eine Filiale der Edel-Hotelkette Ritz-Carlton. Einen Besuch wert ist das von Kengo Kuma entworfene Suntory-Museum. Es zeigt eine der interessantesten privaten Sammlungen japanischer Kunst. Architektonisch eindrucksvoll ist der von Tadao Ando und Issey Miyake konzipierte 21_21 Design Sight, in dem Designausstellungen präsentiert werden.
- Akasaka 9-7-1, 107-0052 Tokyo
- http://www.tokyo-midtown.com/
- +81 3-3475-3100
© KPG Payless2, Shutterstock
Höhenmäßig hat der 2007 eröffnete Tokyo Midtown den Wolkenkratzerkrieg mit Roppongi Hills für sich entschieden: knapp 250 m. Der hauptsächlich vom US-amerikanischen Architekturbüro Som entworfene Megakomplex besteht aus insgesamt sechs Teilen. Die beherbergen auf 53 Stockwerken Geschäfte und Restaurants, Büros und Luxusapartments sowie eine Filiale der Edel-Hotelkette Ritz-Carlton. Einen Besuch wert ist das von Kengo Kuma entworfene Suntory-Museum. Es zeigt eine der interessantesten privaten Sammlungen japanischer Kunst. Architektonisch eindrucksvoll ist der von Tadao Ando und Issey Miyake konzipierte 21_21 Design Sight, in dem Designausstellungen präsentiert werden.
- Akasaka 9-7-1, 107-0052 Tokyo
- http://www.tokyo-midtown.com/
- +81 3-3475-3100
Nezu-jinja
Architektonische HighlightsDer Nezu-Schrein (Nezu-Jinja) ist neben dem Asakusa-Schrein und dem Tōshōgū-Schrein in Ueno der dritte Tokioter Schrein, der als "wichtiger Kulturbesitz" gilt. 1706 im prunkvollen Gongen-Stil erbaut, den die frühen Tokugawa-Shōgune so sehr schätzten, wurde er im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, danach jedoch originalgetreu rekonstruiert. Die heutige, großzügige Anlage erfreut mit Karpfenteichen, Ginkgobäumen und einer fröhlich flatternden Taubenschar. Ab Ende April erfreut die Blütenpracht von mehr als 3000 Azaleenbüschen das Auge, und man feiert sie mit Musik und Tanz. Festlich geht es hier auch am 21.September beim Nezugongen-Matsuri zu.
- Nezu 1-28-9, 113-0031 Tokyo
- http://www.nedujinja.or.jp/
- +81 3-3822-0753
- webmaste@nedujinja.or.jp
Der Nezu-Schrein (Nezu-Jinja) ist neben dem Asakusa-Schrein und dem Tōshōgū-Schrein in Ueno der dritte Tokioter Schrein, der als "wichtiger Kulturbesitz" gilt. 1706 im prunkvollen Gongen-Stil erbaut, den die frühen Tokugawa-Shōgune so sehr schätzten, wurde er im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, danach jedoch originalgetreu rekonstruiert. Die heutige, großzügige Anlage erfreut mit Karpfenteichen, Ginkgobäumen und einer fröhlich flatternden Taubenschar. Ab Ende April erfreut die Blütenpracht von mehr als 3000 Azaleenbüschen das Auge, und man feiert sie mit Musik und Tanz. Festlich geht es hier auch am 21.September beim Nezugongen-Matsuri zu.
- Nezu 1-28-9, 113-0031 Tokyo
- http://www.nedujinja.or.jp/
- +81 3-3822-0753
- webmaste@nedujinja.or.jp
Ueno Koen
Botanische Gärten & Parks © Sanga Park, Shutterstock
Das Standbild von Takamori Saigō am Haupteingang erinnert an die blutige Schlacht, die hier im Mai 1868 tobte. Unter Führung von Saigō wurde das letzte Aufgebot des Tokugawa-Shogunats vernichtend geschlagen, der Weg für Japans Aufstieg zu einer modernen Nation war geebnet. Eines der ersten Resultate ist der Ueno-Park selbst. Die neue Meiji-Regierung ließ auf dem ehemaligen Schlachtfeld eine öffentliche Parkanlage entstehen, die einiges zu bieten hat: neben etlichen Museen, darunter das von Le Corbusier entworfene Museum für westliche Kunst, und Konzerthallen auch das Restaurant Seiydken, in dem man schon seit 1873 westlich speisen kann, sowie den Tōshōgū-Schrein, dessen Zufahrt zahlreiche Bronze- und Steinlaternen säumen. Hübsch anzusehen ist das Puppen-Ensemble zu Füßen der Barmherzigkeitsgottheit Kannon am Kiyomizu-Tempel: Spenden dankbarer Eltern, denen ihr Kinderwunsch erfüllt wurde. Jedes Jahr am 25.September wird die Puppenschar in einer feierlichen Zeremonie verbrannt, um Neuzugängen Platz zu machen. Abstand ist geboten von einer anderen Gottheit, der Benten-sama, die in einem Tempel auf einem Halbinselchen im Shinobazu-See residiert: Getrieben von notorischer Eifersucht, soll sie schon manche zarten Bande jäh zerrissen haben!
- Ueno Koen 5-20, 110-0007 Tokyo
- http://www.kensetsu.metro.tokyo.jp/
- +81 3-3828-5644
© Sanga Park, Shutterstock
Das Standbild von Takamori Saigō am Haupteingang erinnert an die blutige Schlacht, die hier im Mai 1868 tobte. Unter Führung von Saigō wurde das letzte Aufgebot des Tokugawa-Shogunats vernichtend geschlagen, der Weg für Japans Aufstieg zu einer modernen Nation war geebnet. Eines der ersten Resultate ist der Ueno-Park selbst. Die neue Meiji-Regierung ließ auf dem ehemaligen Schlachtfeld eine öffentliche Parkanlage entstehen, die einiges zu bieten hat: neben etlichen Museen, darunter das von Le Corbusier entworfene Museum für westliche Kunst, und Konzerthallen auch das Restaurant Seiydken, in dem man schon seit 1873 westlich speisen kann, sowie den Tōshōgū-Schrein, dessen Zufahrt zahlreiche Bronze- und Steinlaternen säumen. Hübsch anzusehen ist das Puppen-Ensemble zu Füßen der Barmherzigkeitsgottheit Kannon am Kiyomizu-Tempel: Spenden dankbarer Eltern, denen ihr Kinderwunsch erfüllt wurde. Jedes Jahr am 25.September wird die Puppenschar in einer feierlichen Zeremonie verbrannt, um Neuzugängen Platz zu machen. Abstand ist geboten von einer anderen Gottheit, der Benten-sama, die in einem Tempel auf einem Halbinselchen im Shinobazu-See residiert: Getrieben von notorischer Eifersucht, soll sie schon manche zarten Bande jäh zerrissen haben!
- Ueno Koen 5-20, 110-0007 Tokyo
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Kokyo Higashi Gyoen
Botanische Gärten & ParksZugänglich ist auf der Anlage im Prinzip nur der Ostgarten, ehemals Standort der mächtigen Burg von Edo, in der von 1603 bis 1868 die Shōgune residierten. Nur zu Kaisers Geburtstag und an Neujahr werden die Tore zum Palastareal - wiederum nur zu einem bestimmten - Teil geöffnet. Das Palastgelände umfasst 110.000 m2 und war im Preisboom Anfang der 1990er-Jahre schon einmal ebenso viel wert wie der gesamte US-Staat Kalifornien. Im Anschluss bietet sich ein Spaziergang entlang den Palastmauern an: Am Sakuradamon, dem "Kirschblütenfeld-Tor", ereignete sich am 24.März 1860 der Mordanschlag auf den starken Mann der Shogunatsregierung, Ii Naosuke, der den Aufstand gegen die Militärregierung in ganz Japan einleitete und 1868 den Kaiser wieder an die Macht brachte. Den Haupteingang zum Kaiserpalast erkennt man leicht: nicht nur an den beiden Brücken oder am Fushimi-Turm, einem der drei erhaltenen Originalgebäude der alten Edo-Burganlage, sondern an den Horden von uniformierten Schulkindern, die sich brav in Reih und Glied dem Fotografen fürs Klassenfoto stellen. Mit dem Rücken zum Kaiserpalast schauen die Schüler direkt auf die Skyline von Marunouchi, dem Banken- und Geschäftsviertel, dem modernen Machtzentrum der Hauptstadt. Nur wenige von ihnen werden wissen, dass das gesamte Viertel dem Mitsubishi-Konzern gehört. Für rund 7000 Euro, damals eine recht stattliche Summe, hatte einer der Gründer des Konzerns der Meiji-Regierung das ehemalige Exerziergelände abgekauft und sich damit dem Spott der Geschäftswelt ausgesetzt, die das offensichtlich nutzlose Grundstück "Mitsubishi-Brachland" taufte. Heute lacht niemand mehr. Der Spaziergang endet im Ostgarten: Durch das Ōte-Mon, das vollständig erhaltene Haupttor der Edo-Burg, führt der Weg an einem alten Wachhaus vorbei hinauf zum Hon-no-maru, dem Hauptteil der Burg. Hinter dem Bergfried, doch nicht mehr im Ostgarten, liegt der Kitanomaru-Park mit der Budōkan, wo 1964 die olympischen Judowettkämpfe stattfanden.
- Chiyoda 1-1, 100-8111 Tokyo
- http://www.kunaicho.go.jp/
- +81 3-3213-1111
Zugänglich ist auf der Anlage im Prinzip nur der Ostgarten, ehemals Standort der mächtigen Burg von Edo, in der von 1603 bis 1868 die Shōgune residierten. Nur zu Kaisers Geburtstag und an Neujahr werden die Tore zum Palastareal - wiederum nur zu einem bestimmten - Teil geöffnet. Das Palastgelände umfasst 110.000 m2 und war im Preisboom Anfang der 1990er-Jahre schon einmal ebenso viel wert wie der gesamte US-Staat Kalifornien. Im Anschluss bietet sich ein Spaziergang entlang den Palastmauern an: Am Sakuradamon, dem "Kirschblütenfeld-Tor", ereignete sich am 24.März 1860 der Mordanschlag auf den starken Mann der Shogunatsregierung, Ii Naosuke, der den Aufstand gegen die Militärregierung in ganz Japan einleitete und 1868 den Kaiser wieder an die Macht brachte. Den Haupteingang zum Kaiserpalast erkennt man leicht: nicht nur an den beiden Brücken oder am Fushimi-Turm, einem der drei erhaltenen Originalgebäude der alten Edo-Burganlage, sondern an den Horden von uniformierten Schulkindern, die sich brav in Reih und Glied dem Fotografen fürs Klassenfoto stellen. Mit dem Rücken zum Kaiserpalast schauen die Schüler direkt auf die Skyline von Marunouchi, dem Banken- und Geschäftsviertel, dem modernen Machtzentrum der Hauptstadt. Nur wenige von ihnen werden wissen, dass das gesamte Viertel dem Mitsubishi-Konzern gehört. Für rund 7000 Euro, damals eine recht stattliche Summe, hatte einer der Gründer des Konzerns der Meiji-Regierung das ehemalige Exerziergelände abgekauft und sich damit dem Spott der Geschäftswelt ausgesetzt, die das offensichtlich nutzlose Grundstück "Mitsubishi-Brachland" taufte. Heute lacht niemand mehr. Der Spaziergang endet im Ostgarten: Durch das Ōte-Mon, das vollständig erhaltene Haupttor der Edo-Burg, führt der Weg an einem alten Wachhaus vorbei hinauf zum Hon-no-maru, dem Hauptteil der Burg. Hinter dem Bergfried, doch nicht mehr im Ostgarten, liegt der Kitanomaru-Park mit der Budōkan, wo 1964 die olympischen Judowettkämpfe stattfanden.
- Chiyoda 1-1, 100-8111 Tokyo
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Shinjuku Gyoen
Botanische Gärten & Parks © Piti Sirisriro, Shutterstock
Im japanischen Teil des Gartens fand 1989 die offizielle, shintoistische Trauerzeremonie für den verstorbenen Kaiser Hirohito statt. Nach der Meiji-Restauration 1868 war der Garten, eine reizvolle Kombination englischer, französischer und japanischer Gartenarchitektur, aus dem Besitz des mächtigen Feudalherrn Naitō in kaiserliche Hände übergegangen. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs ist die über 50.000 m2 große Grünanlage, die besonders zur Kirschblütenzeit viele Besucher anzieht, der Öffentlichkeit zugänglich. Blumenliebhabern empfiehlt sich auch die Chrysanthemenschau im Herbst.
- Naitocho 11, 160-0014 Tokyo
- http://www.env.go.jp/
- +81 3-3350-0151
© Piti Sirisriro, Shutterstock
Im japanischen Teil des Gartens fand 1989 die offizielle, shintoistische Trauerzeremonie für den verstorbenen Kaiser Hirohito statt. Nach der Meiji-Restauration 1868 war der Garten, eine reizvolle Kombination englischer, französischer und japanischer Gartenarchitektur, aus dem Besitz des mächtigen Feudalherrn Naitō in kaiserliche Hände übergegangen. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs ist die über 50.000 m2 große Grünanlage, die besonders zur Kirschblütenzeit viele Besucher anzieht, der Öffentlichkeit zugänglich. Blumenliebhabern empfiehlt sich auch die Chrysanthemenschau im Herbst.
- Naitocho 11, 160-0014 Tokyo
- http://www.env.go.jp/
- +81 3-3350-0151
Koishikawa Korakuen
Botanische Gärten & Parks © Krishna.Wu, Shutterstock
Chinesische und japanische Gartenkunst und Landschaftsmotive fließen hier ineinander. Kein Wunder: Der Kōrakuen ist ein Gemeinschaftswerk des dritten Tokugawa-Shōguns Mitsukuni und des chinesischen Gelehrten Zhu Shunshui. 1629 hatte Tokugawa Yorifusa, Neffe und Stellvertreter des zweiten Shōguns, das Projekt begonnen, 30 Jahre später wurde es vollendet. Der Weg durch den Garten ist eine Phantasiereise zu den landschaftlichen Schönheiten Chinas und Japans. Den Berg Lushan, den Damm im Westsee bei Hangzhou, die Hügel von Arashiyama und Hōraijima, die legendäre Insel der Unsterblichen - all das und mehr symbolisieren die Brücken, Teiche, Flüsschen, Steine und Laternen. Weitere Attraktionen sind die Kirschblüte im April, die Glyzinenblüte im Mai, die Azaleenblüte im April und Mai, die Irisblüte im Juni und die Laubfärbung im Herbst - der 7000 m2 große Garten ist eine wahre Augenweide. Zusätzlich entstanden auf einer Fläche von 18.000 m2 ein Vergnügungspark, ein Schwimmbad, eine Eisbahn, ein Kino und eine Bowlinghalle, vor allem aber das Big Egg, wie die Großhalle Tokyo Dome liebevoll genannt wird.
- Koraku 1-6-6, 112-0004 Tokyo
- http://www.tokyo-park.or.jp/
- +81 3-3811-3015
© Krishna.Wu, Shutterstock
Chinesische und japanische Gartenkunst und Landschaftsmotive fließen hier ineinander. Kein Wunder: Der Kōrakuen ist ein Gemeinschaftswerk des dritten Tokugawa-Shōguns Mitsukuni und des chinesischen Gelehrten Zhu Shunshui. 1629 hatte Tokugawa Yorifusa, Neffe und Stellvertreter des zweiten Shōguns, das Projekt begonnen, 30 Jahre später wurde es vollendet. Der Weg durch den Garten ist eine Phantasiereise zu den landschaftlichen Schönheiten Chinas und Japans. Den Berg Lushan, den Damm im Westsee bei Hangzhou, die Hügel von Arashiyama und Hōraijima, die legendäre Insel der Unsterblichen - all das und mehr symbolisieren die Brücken, Teiche, Flüsschen, Steine und Laternen. Weitere Attraktionen sind die Kirschblüte im April, die Glyzinenblüte im Mai, die Azaleenblüte im April und Mai, die Irisblüte im Juni und die Laubfärbung im Herbst - der 7000 m2 große Garten ist eine wahre Augenweide. Zusätzlich entstanden auf einer Fläche von 18.000 m2 ein Vergnügungspark, ein Schwimmbad, eine Eisbahn, ein Kino und eine Bowlinghalle, vor allem aber das Big Egg, wie die Großhalle Tokyo Dome liebevoll genannt wird.
- Koraku 1-6-6, 112-0004 Tokyo
- http://www.tokyo-park.or.jp/
- +81 3-3811-3015
Shitamachi Fūzoku Shiryokan
MuseenUm einen Hauch des alten Edo zu verspüren, lohnt sich der Spaziergang zu diesem kleinen schwarzweißen Bau am südlichen Rand des Ueno-Parks. Straßenszenen, Einblicke in Werkstätten, Läden und Wohnräume, Alltagsutensilien und Fotos aus der Zeit vor dem großen Erdbeben von 1923 helfen der Phantasie auf die Sprünge.
- Ueno Koen 2-1, 110-0007 Tokyo
- http://www.taitogeibun.net/
- +81 3-5846-8426
Um einen Hauch des alten Edo zu verspüren, lohnt sich der Spaziergang zu diesem kleinen schwarzweißen Bau am südlichen Rand des Ueno-Parks. Straßenszenen, Einblicke in Werkstätten, Läden und Wohnräume, Alltagsutensilien und Fotos aus der Zeit vor dem großen Erdbeben von 1923 helfen der Phantasie auf die Sprünge.
- Ueno Koen 2-1, 110-0007 Tokyo
- http://www.taitogeibun.net/
- +81 3-5846-8426
Nezu bijutsukan
MuseenMuseumsgründer Nezu Kaichirō begann seine Sammlung zu einer Zeit, als Japans ehemalige Feudalfürsten ihre Kunstschätze gegen Bares eintauschten. Er hat Werke einheimischer Künstler ebenso gesammelt wie Meisterstücke aus China und Korea. Irisblumen auf Goldgrund - wetten, dass du dieses Motiv irgendwann schon gesehen hast? Hier kannst du das Original von Ogata Kōrin bewundern. Auch der Garten lohnt: eine schattige Großstadtoase mit einem Teich, Steinlaternen und Teehäusern, in denen Teezeremonien stattfinden.
- Minami-Aoyama 6-5-1, 107-0062 Tokyo
- http://www.nezu-muse.or.jp/
- +81 3-3400-2536
Museumsgründer Nezu Kaichirō begann seine Sammlung zu einer Zeit, als Japans ehemalige Feudalfürsten ihre Kunstschätze gegen Bares eintauschten. Er hat Werke einheimischer Künstler ebenso gesammelt wie Meisterstücke aus China und Korea. Irisblumen auf Goldgrund - wetten, dass du dieses Motiv irgendwann schon gesehen hast? Hier kannst du das Original von Ogata Kōrin bewundern. Auch der Garten lohnt: eine schattige Großstadtoase mit einem Teich, Steinlaternen und Teehäusern, in denen Teezeremonien stattfinden.
- Minami-Aoyama 6-5-1, 107-0062 Tokyo
- http://www.nezu-muse.or.jp/
- +81 3-3400-2536
Idemitsu Bijutsukan
MuseenEines der größten privaten Museen in Tokio mit der weltweit größten Sammlung von Tuschbildern und Kalligrafien des Zenmönches Sengai (1750-1837). Holzschnitte und Genremalereien von bedeutenden Künstlern geben Einblick in die längst vergangene Welt der Vergnügungsviertel von Edo und Kyoto. In der Haupthalle sind wertvolle chinesische und japanische Keramiken versammelt.
- Marunouchi 3-1-1, 100-0005 Tokyo
- http://idemitsu-museum.or.jp/
- +81 50-5541-8600
Eines der größten privaten Museen in Tokio mit der weltweit größten Sammlung von Tuschbildern und Kalligrafien des Zenmönches Sengai (1750-1837). Holzschnitte und Genremalereien von bedeutenden Künstlern geben Einblick in die längst vergangene Welt der Vergnügungsviertel von Edo und Kyoto. In der Haupthalle sind wertvolle chinesische und japanische Keramiken versammelt.
- Marunouchi 3-1-1, 100-0005 Tokyo
- http://idemitsu-museum.or.jp/
- +81 50-5541-8600
Tokyo Kokuritsu Kindai Bijutsukan
MuseenHigashiyama Kaii, Yokoyama Taikan, Umehara Ryūzaburō, Takamura Kōtarō - Künstlernamen, die Kennern moderner japanischer Kunst das Herz höher schlagen lassen. Der interessierte Laie kann sich einen guten Überblick über die hiesige Kunstszene des 20.Jhs. verschaffen. Separat untergebracht ist die Abteilung für Kunsthandwerk, deren neugotischer Backsteinbau zu den wenigen noch erhaltenen Beispielen seiner Art gehört. Im 1910 errichteten einstigen Hauptquartier der kaiserlichen Wache werden japanische Keramik, Lack- und Metallarbeiten, Textilien und Korbwaren präsentiert.
- Kitanomaru Koen 3-1, 102-8322 Tokyo
- http://www.momat.go.jp/
- +81 50-5541-8600
Higashiyama Kaii, Yokoyama Taikan, Umehara Ryūzaburō, Takamura Kōtarō - Künstlernamen, die Kennern moderner japanischer Kunst das Herz höher schlagen lassen. Der interessierte Laie kann sich einen guten Überblick über die hiesige Kunstszene des 20.Jhs. verschaffen. Separat untergebracht ist die Abteilung für Kunsthandwerk, deren neugotischer Backsteinbau zu den wenigen noch erhaltenen Beispielen seiner Art gehört. Im 1910 errichteten einstigen Hauptquartier der kaiserlichen Wache werden japanische Keramik, Lack- und Metallarbeiten, Textilien und Korbwaren präsentiert.
- Kitanomaru Koen 3-1, 102-8322 Tokyo
- http://www.momat.go.jp/
- +81 50-5541-8600
Ota Kinen Bijutsukan
MuseenJe kleiner das Museum, desto größer der Kunstgenuss! Ein Satz, der auf das besucherfreundlich gelegene Ōta-Museum voll zutrifft. Am Eingang entledigt man sich der Straßenschuhe und wandelt auf Teppichfußboden und Tatami-Matten. Ein kleiner Steingarten mit Bank und Laternen vervollständigt das behagliche Ambiente. Die Sammlung umfasst über 12.000 Holzschnitte von Meistern wie Hiroshige (1797-1858) und Utamaro (1753-1806). Hinzu kommen wechselnde Ausstellungen, die thematisch orientiert sind. Eine Teestube im Untergeschoss lädt zur Rast ein.
- Jingūmae 1-10-10, 150-0001 Tokyo
- http://www.ukiyoe-ota-muse.jp/
- +81 50-5541-8600
Je kleiner das Museum, desto größer der Kunstgenuss! Ein Satz, der auf das besucherfreundlich gelegene Ōta-Museum voll zutrifft. Am Eingang entledigt man sich der Straßenschuhe und wandelt auf Teppichfußboden und Tatami-Matten. Ein kleiner Steingarten mit Bank und Laternen vervollständigt das behagliche Ambiente. Die Sammlung umfasst über 12.000 Holzschnitte von Meistern wie Hiroshige (1797-1858) und Utamaro (1753-1806). Hinzu kommen wechselnde Ausstellungen, die thematisch orientiert sind. Eine Teestube im Untergeschoss lädt zur Rast ein.
- Jingūmae 1-10-10, 150-0001 Tokyo
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Kokuritsu Shin-Bijutsukan
MuseenFür Erholungsbedürftige bietet die 15.000 m2 große Ausstellungsfläche für Wechselausstellungen im Erdgeschoss mit Sesseln und Stühlen ein angenehmes Plätzchen zum Entspannen.
- Roppongi 7-22-2, 106-8558 Tokyo
- http://www.nact.jp/
- +81 50-5541-8600
Für Erholungsbedürftige bietet die 15.000 m2 große Ausstellungsfläche für Wechselausstellungen im Erdgeschoss mit Sesseln und Stühlen ein angenehmes Plätzchen zum Entspannen.
- Roppongi 7-22-2, 106-8558 Tokyo
- http://www.nact.jp/
- +81 50-5541-8600
Edo-Tokyo-Museum
Museen © jumoobo, Shutterstock
Geschichtsmuseum klingt langweilig? Von wegen. 2018 frisch renoviert, kannst du in dem raumschiffartigen Gebäude durch die Nachbauten der Gassen von Edo, wie Tokio zur Zeit der Samurai hieß, schlendern. Mehrsprachige Museumsführer zeigen dir kostenlos die Highlights (ca. 90 Min.), auch auf Deutsch.
- Yokoami 1-4-1, 130-0015 Tokyo
- http://www.edo-tokyo-museum.or.jp/
- +81 3-3626-9974
© jumoobo, Shutterstock
Geschichtsmuseum klingt langweilig? Von wegen. 2018 frisch renoviert, kannst du in dem raumschiffartigen Gebäude durch die Nachbauten der Gassen von Edo, wie Tokio zur Zeit der Samurai hieß, schlendern. Mehrsprachige Museumsführer zeigen dir kostenlos die Highlights (ca. 90 Min.), auch auf Deutsch.
- Yokoami 1-4-1, 130-0015 Tokyo
- http://www.edo-tokyo-museum.or.jp/
- +81 3-3626-9974
Rikugien
Botanische Gärten & Parks © kuremo, Shutterstock
Die Mächtigen der Edo-Zeit suchten in diesem Garten Erholung und Entspannung. Sein Erbauer, Yoshiyasu Yanagisawa, ein einflussreicher Feudalherr und Vertrauter des Shōguns Tsunayoshi Tokugawa, hat 88 Landschaften aus der japanischen und chinesischen Literatur nachempfunden. Auf einem Spaziergang durch die fast 9000 m2 große Anlage kann man die Phantasie schweifen lassen. Dann wird aus dem Teich ein Meer, aus dem Hügelchen ein Berg und aus dem Bächlein ein Fluss. Zu Beginn der Meiji-Zeit erwarb die Gründerfamilie des Mitsubishi-Konzerns angrenzendes Land samt Garten, schenkte ihn aber 1934 der Stadt. Besonderheiten sind die vielen Vögel, vor allem im Winter (Wildenten und Reiher), sowie die Aprikosenblüte Ende Februar oder Anfang März.
- Honkomagome 6-16-3, 113-0021 Tokyo
- http://www.city.bunkyo.lg.jp/
- +81 3-3941-2222
© kuremo, Shutterstock
Die Mächtigen der Edo-Zeit suchten in diesem Garten Erholung und Entspannung. Sein Erbauer, Yoshiyasu Yanagisawa, ein einflussreicher Feudalherr und Vertrauter des Shōguns Tsunayoshi Tokugawa, hat 88 Landschaften aus der japanischen und chinesischen Literatur nachempfunden. Auf einem Spaziergang durch die fast 9000 m2 große Anlage kann man die Phantasie schweifen lassen. Dann wird aus dem Teich ein Meer, aus dem Hügelchen ein Berg und aus dem Bächlein ein Fluss. Zu Beginn der Meiji-Zeit erwarb die Gründerfamilie des Mitsubishi-Konzerns angrenzendes Land samt Garten, schenkte ihn aber 1934 der Stadt. Besonderheiten sind die vielen Vögel, vor allem im Winter (Wildenten und Reiher), sowie die Aprikosenblüte Ende Februar oder Anfang März.
- Honkomagome 6-16-3, 113-0021 Tokyo
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- +81 3-3941-2222
Tōkyō tawā
Museen © Blue Planet Studio, Shutterstock
Der 1958 fertig gestellte Eiffelturm-Nachbau ist wohl das offensichtlichste Beispiel für die Imitierfreude der Japaner. Das Stahlgerüst ist freilich mit 333 m nicht nur höher als sein Pariser Vorbild, sondern auch um einiges leichter. 2002 wurde der Tokyo Tower zum ersten Mal renoviert. Die Aussichtsplattform in 250 m Höhe ist nun vollständig verglast, und als Besucher scheint man dort über der Stadt zu schweben. Komm am besten nach Sonnenuntergang: Besonders beeindruckend ist das Lichtermeer.
- Shibakōen 4-2-8, Tōkyō
- http://www.tokyotower.co.jp/
- +81 3-3433-5111
© Blue Planet Studio, Shutterstock
Der 1958 fertig gestellte Eiffelturm-Nachbau ist wohl das offensichtlichste Beispiel für die Imitierfreude der Japaner. Das Stahlgerüst ist freilich mit 333 m nicht nur höher als sein Pariser Vorbild, sondern auch um einiges leichter. 2002 wurde der Tokyo Tower zum ersten Mal renoviert. Die Aussichtsplattform in 250 m Höhe ist nun vollständig verglast, und als Besucher scheint man dort über der Stadt zu schweben. Komm am besten nach Sonnenuntergang: Besonders beeindruckend ist das Lichtermeer.
- Shibakōen 4-2-8, Tōkyō
- http://www.tokyotower.co.jp/
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Yasukuni-jinja
Architektonische Highlights © nna2221, Shutterstock
Als der Meiji-Kaiser 1879 dem "Schrein des friedlichen Landes" seinen Namen gab, ahnte er sicherlich nicht, welch unrühmliche Rolle das "friedliche Land" später einmal spielen würde. Friede und soziale Sicherheit verdanke das Kaiserreich all jenen, die im Dienste des Kaisers ihr Leben lassen. Ihre Seelen sollten im Yasukuni-jinja verehrt werden. Nur wenige Jahre vorher war der Shintoismus im Zuge einer politischen wie ideologischen Aufwertung des Kaiserhauses zur Staatsreligion erklärt worden. Der Staatskult, der den Tennō als direkten Nachkommen der Sonnengöttin Amaterasu zum Gott erhob, wurde nach dem Ersten Weltkrieg von den Expansionspolitikern und Militärs für ihre Zwecke verwendet: Die Japaner seien von den Göttern auserwählt, die Welt zu beherrschen. Der Staats-Shintoismus konzentrierte sich damals auf den südlich von Nagoya gelegenen Großen Schrein von Ise - Wohnsitz der Sonnengöttin -, auf den Meiji-Schrein und eben auf den Yasukuni-Schrein für die im Krieg Gefallenen. Alljährlich am 15.August, dem Kapitulationstag, bietet sich ein skurriles Schauspiel: Japanische Ultranationalisten, viele in alter Uniform, pilgern zum Schrein, um für die Kriegstoten zu beten. Auch Regierungsmitglieder sind darunter, obwohl die japanische Nachkriegsverfassung eine Trennung von Staat und Religion vorsieht. Der Schreinbesuch der Minister und Parlamentsabgeordneten wird durch eine Entscheidung vom Jahr 1978 immer wieder zur Weltnachricht, denn seither stehen auch die Namen der von den Alliierten als Hauptkriegsverbrecher Hingerichteten im Totenverzeichnis des Schreins, darunter Kriegspremier General Tōjō. Bei den ostasiatischen Nachbarländern Japans, die unter der Besatzungsmacht Nippon schrecklich zu leiden hatten, steigerte diese Entscheidung nicht nur die Angst vor einem Wiedererstarken des japanischen Militarismus. Vielmehr gelten die Schreinbesuche der Politiker weltweit als Indiz für die Unwilligkeit der Japaner, ihre Vergangenheit zu bewältigen.
- Kudanshitakita 3-1-1, 102-8246 Tokyo
- http://www.yasukuni.or.jp/
- +81 3-3261-8326
© nna2221, Shutterstock
Als der Meiji-Kaiser 1879 dem "Schrein des friedlichen Landes" seinen Namen gab, ahnte er sicherlich nicht, welch unrühmliche Rolle das "friedliche Land" später einmal spielen würde. Friede und soziale Sicherheit verdanke das Kaiserreich all jenen, die im Dienste des Kaisers ihr Leben lassen. Ihre Seelen sollten im Yasukuni-jinja verehrt werden. Nur wenige Jahre vorher war der Shintoismus im Zuge einer politischen wie ideologischen Aufwertung des Kaiserhauses zur Staatsreligion erklärt worden. Der Staatskult, der den Tennō als direkten Nachkommen der Sonnengöttin Amaterasu zum Gott erhob, wurde nach dem Ersten Weltkrieg von den Expansionspolitikern und Militärs für ihre Zwecke verwendet: Die Japaner seien von den Göttern auserwählt, die Welt zu beherrschen. Der Staats-Shintoismus konzentrierte sich damals auf den südlich von Nagoya gelegenen Großen Schrein von Ise - Wohnsitz der Sonnengöttin -, auf den Meiji-Schrein und eben auf den Yasukuni-Schrein für die im Krieg Gefallenen. Alljährlich am 15.August, dem Kapitulationstag, bietet sich ein skurriles Schauspiel: Japanische Ultranationalisten, viele in alter Uniform, pilgern zum Schrein, um für die Kriegstoten zu beten. Auch Regierungsmitglieder sind darunter, obwohl die japanische Nachkriegsverfassung eine Trennung von Staat und Religion vorsieht. Der Schreinbesuch der Minister und Parlamentsabgeordneten wird durch eine Entscheidung vom Jahr 1978 immer wieder zur Weltnachricht, denn seither stehen auch die Namen der von den Alliierten als Hauptkriegsverbrecher Hingerichteten im Totenverzeichnis des Schreins, darunter Kriegspremier General Tōjō. Bei den ostasiatischen Nachbarländern Japans, die unter der Besatzungsmacht Nippon schrecklich zu leiden hatten, steigerte diese Entscheidung nicht nur die Angst vor einem Wiedererstarken des japanischen Militarismus. Vielmehr gelten die Schreinbesuche der Politiker weltweit als Indiz für die Unwilligkeit der Japaner, ihre Vergangenheit zu bewältigen.
- Kudanshitakita 3-1-1, 102-8246 Tokyo
- http://www.yasukuni.or.jp/
- +81 3-3261-8326
Yushima-tenjin
Architektonische HighlightsKeinen Schrein kennen Tokios verzweifelte Eltern besser als diesen: In der Edo-Zeit eilte man hierher, um Suchmeldungen nach verloren gegangenen Sprösslingen aufzugeben. Heute betet man hier nach Kräften, der Nachwuchs möge doch die Aufnahmeprüfung an einer der karriereverheißenden Erziehungsinstitutionen bestehen, sei es ein prestigeträchtiger Kindergarten oder die Nobeluniversität Tōdai. Die Gestelle, an denen die Votivtafeln hängen, drohen unter der Last der Wünsche zusammenzubrechen, denn im Yushima-tenjin wird der Gott des Lernens verehrt. Der Schrein liegt auf einer Anhöhe. Früher einmal konnte man von hier aufs Meer blicken, heute umzingeln Betonklötze die heilige Stätte. Sie haben die Wahl zwischen einem steilen Anstieg - eigentlich dem männlichen Geschlecht vorbehalten - und einer sanften Treppenversion. Achtung: Zur Pflaumenblütenzeit im Februar herrscht auf beiden Routen Gedränge.
- Yushima 3-30-1, 113-0034 Tokyo
- http://www.yushimatenjin.or.jp/
- +81 3-3836-0753
Keinen Schrein kennen Tokios verzweifelte Eltern besser als diesen: In der Edo-Zeit eilte man hierher, um Suchmeldungen nach verloren gegangenen Sprösslingen aufzugeben. Heute betet man hier nach Kräften, der Nachwuchs möge doch die Aufnahmeprüfung an einer der karriereverheißenden Erziehungsinstitutionen bestehen, sei es ein prestigeträchtiger Kindergarten oder die Nobeluniversität Tōdai. Die Gestelle, an denen die Votivtafeln hängen, drohen unter der Last der Wünsche zusammenzubrechen, denn im Yushima-tenjin wird der Gott des Lernens verehrt. Der Schrein liegt auf einer Anhöhe. Früher einmal konnte man von hier aufs Meer blicken, heute umzingeln Betonklötze die heilige Stätte. Sie haben die Wahl zwischen einem steilen Anstieg - eigentlich dem männlichen Geschlecht vorbehalten - und einer sanften Treppenversion. Achtung: Zur Pflaumenblütenzeit im Februar herrscht auf beiden Routen Gedränge.
- Yushima 3-30-1, 113-0034 Tokyo
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- +81 3-3836-0753
Asakura Cho-Sokan
Architektonische HighlightsHinter der schroffen Fassade dieses Anwesens verbirgt sich eine höchst eigenwillige Architektur aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg: Von der Skulpturengalerie abgesehen, ist die Atmosphäre keineswegs museal. Vielmehr ist man zu Gast in einem traditionellen Privathaus, vom Künstler selbst entworfen und mit viel Sorgfalt eingerichtet. Den Mittelpunkt des Anwesens bildet ein reizvoller Zen-Wassergarten, die Dachterrasse gewährt einen Rundumblick auf die Umgebung.
- Yanaka 7-18-10, 110-0001 Tokyo
- http://www.taitogeibun.net/
- +81 3-3821-4549
Hinter der schroffen Fassade dieses Anwesens verbirgt sich eine höchst eigenwillige Architektur aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg: Von der Skulpturengalerie abgesehen, ist die Atmosphäre keineswegs museal. Vielmehr ist man zu Gast in einem traditionellen Privathaus, vom Künstler selbst entworfen und mit viel Sorgfalt eingerichtet. Den Mittelpunkt des Anwesens bildet ein reizvoller Zen-Wassergarten, die Dachterrasse gewährt einen Rundumblick auf die Umgebung.
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