Stockholm

Überblick

Willkommen in Stockholm!

Goldgelbe Bürgerhäuser, die im klaren nordischen Licht warm leuchten, prachtvolle Renaissancegebäude, die von Wohlstand zeugen, schreiende Möwen, die über weißen Schärendampfern kreisen: Stockholm, strahlende Hauptstadt des Nordens, fasziniert – besonders durch das viele Wasser, das in der Sonne herrlich glitzert und im Winter zu Eis erstarrt. Ein Drittel der Fläche Stockholms ist Wasser, und das ist rein und von hervorragender Qualität. Hier können Sie mitten im Zentrum unbesorgt baden oder dicke Lachse angeln!

Wer Stockholm zum ersten Mal besucht, stellt fest: Für eine Großstadt ist sie relativ klein. Auf 14 Inseln und über 50 Brücken schlängelt sich die Stadt um die vielen Buchten und Wasserflächen herum, kriecht von einem Tunnel in den nächsten, um am anderen Ende die Hügel und Anhöhen zu erklimmen – eine große Fläche zwar, doch mit kompaktem Zentrum, das Sie dank eines klaren Schachbrettmusters gut erkunden können. Auch auffällig: Für eine Großstadt ist Stockholm sehr entspannt, ruhig und sauber. Das können Sie förmlich riechen, denn Stockholms Busse fahren mit Äthanol oder Biogas und sorgen damit für gute Luft. Deshalb wurde Stockholm im Jahr 2010 auch als erste grüne Umwelthauptstadt Europas ausgezeichnet.

Video

Bilder

Bildergalerie starten

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Ansicht:
Alle Sehenswürdigkeiten Alle Hotels & Übernachtungsmöglichkeiten Alle Restaurants Alle Aktivitäten

Weitere Städte in Schweden

Sortierung:

Reisezeit Stockholm

Januar
mäßig
-1°C
Februar
mäßig
-1°C
März
mittel
3°C
April
gut
8°C
Mai
gut
14°C
Midsommar: Feierlichkeiten am Freitag und Samstag zwischen dem 20. und 26. Juni
Juni
sehr gut
19°C
Juli
sehr gut
22°C
August
sehr gut
20°C
September
gut
15°C
Oktober
gut
9°C
November
mittel
5°C
Stimmungsvoll: Die Stockholmer Weihnachtsmärkte
Dezember
gut
2°C
MARCO POLO Reiseführer
MARCO POLO Reiseführer Stockholm
MARCO POLO Reiseführer Stockholm
12,99 €
≫ Jetzt kaufen
Auch als E-Book erhältlich
MARCO POLO Cityplan Stockholm 1:12 000
MARCO POLO Cityplan Stockholm 1:12 000
7,50 €
≫ Jetzt kaufen

Wetter & Klima

kachelmannwetter.com
Sonntag / 07.06.2020
Vormittags
15 °C
Nachmittags
18 °C
Abends
15 °C
Montag / 08.06.2020
Vormittags
17 °C
Nachmittags
21 °C
Abends
17 °C
Dienstag / 09.06.2020
Vormittags
17 °C
Nachmittags
21 °C
Abends
16 °C
Mehr Wetterinfos

Anreise

16h 27min
15h 5min
2h 5min
Frankfurt am Main
Stockholm
Route planen
In Kooperation mit unserem Partner Rome2Rio

Auftakt

Entdecken Sie Stockholm!

Goldgelbe Bürgerhäuser, die im klaren nordischen Licht warm leuchten, prachtvolle Renaissancegebäude, die von Wohlstand zeugen, schreiende Möwen, die über weißen Schärendampfern kreisen: Stockholm, strahlende Hauptstadt des Nordens, fasziniert – besonders durch das viele Wasser, das in der Sonne herrlich glitzert und im Winter zu Eis erstarrt. Ein Drittel der Fläche Stockholms ist Wasser, und das ist rein und von hervorragender Qualität. Hier können Sie mitten im Zentrum unbesorgt baden oder dicke Lachse angeln!

Das zweite Drittel der Stadtfläche ist grün. Abgesehen von vielen kleinen lauschigen Ecken mit Bäumen, Büschen und Rasen zieht sich ein riesiger, geschützter Nationalpark von 27 km2 mitten durch die Innenstadt, der Ekoparken. In welcher anderen Millionenmetropole gibt es das schon? Und die Grünanlagen sind stets gut besucht, im Sommer wie im Winter, denn die Stockholmer sind – wie die Schweden generell – sehr naturverbunden. Kommen die ersten Strahlen der Frühjahrssonne durch, hält die sonnenhungrigen Hauptstädter nach den langen Monaten der Dunkelheit nichts mehr in geschlossenen Räumen. Dann geht es raus ins Freie. Mit Mobiltelefon bewaffnet, sitzen sie verträumt mit geschlossenen Augen auf den Treppenstufen des Kungliga Dramatiska Teatern (Dramaten) und genießen bei einem Caffè Latte die Wärme und das Licht, auf die sie so lange verzichten mussten. Eilig werden Tische und Stühle selbst noch vor das winzigste Café gestellt und mit Wolldecken bestückt. Eine Vorsichtsmaßnahme, über die man sich wundern mag, scheinen doch die Stockholmer im Gegensatz zu Mitteleuropäern Temperaturen anders zu empfinden. Denn selbst bei objektiv niedrigen Frühjahrstemperaturen sind sie schon leicht bekleidet, während es Besucher aus südlicheren Gegenden noch ordentlich fröstelt.

Im Mai und Juni, wenn alles grünt und blüht, wird die Stadt richtig lebendig. Dann starten die Schärendampfer tutend in die neue Saison, Festivals und Marathonläufe locken Besucher an, mit Kind und Kegel zieht es die Stockholmer zum Picknicken hinaus. Sie tanken ordentlich Licht und Energie für die kalten, dunklen Wintertage, wenn die Straßen der Hauptstadt sich leeren, die Schiffe vertäut am Ufer liegen und es drinnen umso gemütlicher wird. Unzählige Lampen in den Fenstern leuchten warm ins Winterdunkel, Flammenschalen vor den Eingangstüren verbreiten heimelige Stimmung. So überstehen die Stockholmer die dunkle Jahreszeit.

Auch der Sport hilft ihnen über den Winterblues. Die Stockholmer passen ihre Sportart einfach der Jahreszeit an. Die prima Badeseen und Kajakgewässer des Sommers werden im Winter zu herrlichen Schlittschuhbahnen; Golfplätze, auf denen sie im Sommer noch eingelocht haben, eignen sich in der dunklen Jahreszeit ideal zum Skilanglauf. Und im Übrigen bleibt die Gewissheit: Der nächste Sommer kommt bestimmt!

Wer Stockholm zum ersten Mal besucht, stellt fest: Für eine Großstadt ist sie relativ klein. Auf 14 Inseln und über 50 Brücken schlängelt sich die Stadt um die vielen Buchten und Wasserflächen herum, kriecht von einem Tunnel in den nächsten, um am anderen Ende die Hügel und Anhöhen zu erklimmen – eine große Fläche zwar, doch mit kompaktem Zentrum, das Sie dank eines klaren Schachbrettmusters gut erkunden können. Auch auffällig: Für eine Großstadt ist Stockholm sehr entspannt, ruhig und sauber. Das können Sie förmlich riechen, denn Stockholms Busse fahren mit Äthanol oder Biogas und sorgen damit für gute Luft. Deshalb wurde Stockholm im Jahr 2010 auch als erste grüne Umwelthauptstadt Europas ausgezeichnet. Es ist Vorreiter im urbanen Kampf gegen Luftverschmutzung, Verkehrschaos und den Ausstoß von Treibhausgasen. Ziel der Stadt ist es, 2050 vollständig unabhängig von fossilen Brennstoffen zu sein – und das, obwohl Stockholm rasant wächst, um ca. 20 000 Menschen pro Jahr.

Mit mehr als 2 Mio. Einwohnern (864 000 davon in der Innenstadt) ist Stockholm größte Stadt und politisches Zentrum Schwedens, das nach langer sozialdemokratischer Führung seit 2006 von einer bürgerlichen Allianz unter Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt regiert wird. Sie wurde bei den Wahlen 2010 bestätigt. Damit ist die Allianz die erste konservative Regierung, die zwei Legislaturperioden hintereinander die Macht übernimmt. Ein Grund für den Wahlsieg: Der Regierung Reinfeldt war es gelungen, dank staatlicher Konjunkturprogramme und Geldspritzen der Notenbank die internationale Finanzkrise ab 2007 einigermaßen glimpflich abzufedern. Steuererleichterungen für Verdiener geringer und mittlerer Einkommen sowie eine aktive Arbeitsmarktpolitik trugen ebenso zum Wahlerfolg der bürgerlichen Allianz bei. Doch einen Wermutstropfen mussten die Schweden bei der Wahl 2010 schlucken: Mit den Schwedendemokraten zog erstmals eine rechtspopulistische Partei in den schwedischen Reichstag ein.

In Stockholm wird alles für den Rest des Landes entschieden, hier fließt das große Geld, hier gibt's die meisten Arbeitsplätze und die höchsten Löhne – kein Wunder, dass man im übrigen Schweden ein bisschen neidisch ist auf die Nollåttor („Nullachter“, von 08, der Telefonvorwahl für Stockholm). Ihr Image ist bei den Landsleuten angekratzt; sie gelten als arrogant, hochnäsig und versnobt.

Stockholm mit dem größten Ostseehafen ist eine der am schnellsten wachsenden Wirtschaftsregionen des Ostseeraums. Gleichzeitig ist die schwedische Hauptstadt der wichtigste Wirtschaftsstandort des Landes. Fast ein Viertel aller Unternehmen hat seinen Sitz in der Region um den Mälarsee, darunter Ericsson, Vattenfall, Scania und SEB. Auch das wichtigste Finanzzentrum Nordeuropas ist hier angesiedelt – die Stockholmer Börse. Zahlreiche Medien, Buch- und Zeitungsverlage, das schwedische Fernsehen und das schwedische Radio sitzen in Stockholm.

Im Bereich Forschung und Entwicklung liegt die schwedische Hauptstadt ebenfalls ganz vorn, Universitäten wie das Karolinska Institutet, die Königlich Technische Hochschule, die Königliche Musikhochschule oder die Handelshochschule zählen zu den besten des Landes und sind führend auf den Gebieten Biotechnologie, Pharmazeutik, Informationstechnologie und Maschinenbau. Da liegt es nahe, dass auch die Nobelpreise für Medizin, Physik, Chemie, Literatur und Wirtschaft hier verliehen werden, und zwar jedes Jahr am 10. Dezember vom König persönlich.

Stockholm ist ein attraktiver Standort und auch für viele Menschen aus fernen Ländern zur neuen Heimat geworden. Die Zahl der Einwanderer steigt stetig: Waren es in den 1960er-Jahren vorwiegend Finnen, kommen die Zuzügler heute außerdem vor allem aus dem Irak, dem Iran und aus Polen. Dass Stockholm aber wie viele andere Städte Schwierigkeiten bei der Integration hat, ist nicht von der Hand zu weisen. Vororte wie Rinkeby oder Skärholmen mit einem hohen Ausländeranteil sind deutliche Beispiele für misslungene Integration. Arbeitslosigkeit, Drogenprobleme, Kriminalität gehören dort zum traurigen Alltag. Auch in Stockholm fahren Ausländer mit ausgezeichneter beruflicher Qualifikation Taxi, gehen putzen oder arbeiten schwarz; auch hier gibt es Spannungen, kommt es zur Ausgrenzung der „Neuschweden“, wenn auch nicht so offen wie in anderen Ländern. Denn selbst vorsichtige Kritik am Multikulti gilt als gesellschaftliches Tabu und wird schnell als Rassismus ausgelegt. Die Immigranten bereichern das städtische Leben in vielerlei Hinsicht: Ghanaer und Costa Ricaner schießen Tore für Stockholmer Fußballclubs, Italiener und Ukrainer singen an Stockholms Oper, vietnamesische und libanesische Köche kochen um die Wette in Stockholmer Restaurants.

Stockholm ist eine moderne europäische Großstadt; und doch gibt es einen entscheidenden Unterschied zu anderen Metropolen: Schwedens Hauptstadt vermittelt erholsame Entspannung anstatt aufreibender Hektik – durch Menschen mit gelassenem Temperament, durch die beruhigende Wirkung von viel Wasser und üppigem Grün. Eine Stadt mit hoher Lebensqualität. Lassen Sie sich ein auf diese faszinierende Mischung!

Wohin zuerst?

Sehenswertes

Stortorget: Der Platz in Gamla Stan ist der ideale Ausgangspunkt; er bildet das Zentrum der historischen Altstadt, in der das Königliche Schloss und die Domkirche Storkyrkan liegen. Sie erreichen ihn mit der grünen oder roten U-Bahnlinie (Station Gamla Stan) oder mit den Bussen 2, 43, 55, 76 (Slottsbacken) bzw. Bus 3 (Mälartorget). Von dort sind es nur wenige Minuten zum Stortorget. Parken ist in Stockholm schwierig und teuer. Gebührenpflichtige Parkplätze gibt es am Skeppsbrokajen und im Parkhaus Gallerian (Regeringsgatan).

Einkaufen

Die Haupteinkaufsstraßen liegen um den Hötorget und die Hamngatan, schick und teuer ist es rund um den Stureplan. Eher hochpreisig geht es auf Bibliotheksgatan, der Birger Jarls gatan, in der Sturegallerian und in der Mood-Galleria sowie in den Kaufhäusern Nordiska Kompaniet und Illums Bolighus auf der Hamngatan zu. Ausgefallene kleine Läden liegen abseits der großen Gassen in Gamla Stan; das Angebot auf der Västerlånggatan ist eher touristisch. Ein Muss für alle Secondhandfans ist Sofo, das hippe Stadtviertel auf Södermalm.

Am Abend

Alternativ, lässig, Livemusik: Die Clubs auf Södermalm sind v. a. bei Individualisten angesagt, z. B. Debaser Strand, Debaser Slussen und Etablissemanget. Hier kommen Sie auch in Jeans und T-Shirt rein. Die exklusiven, hippen Clubs rund um den Stureplan wie Spy Bar oder Sturecompagniet mit jungem Publikum legen dagegen großen Wert auf gepflegte Kleidung, die vor den kantigen Türstehern bestehen muss. Wer einfach nur ein Bier trinken oder schwedischen Schnaps probieren möchte, ist im Kvarnen auf Södermalm genau richtig.

Praktische Hinweise

Anreise

Mit Auto und Schiff: Fähre Kiel–Göteborg, Autobahnen R 40/E 4 bis Stockholm (ca. 5,5 Std.); Fähren Rostock/Sassnitz/Travemünde–Trelleborg, E 22/E 6/E 4 bis Stockholm (ca. 7 Std.); Fähren Puttgarden–Rødby–Helsingborg, E 4 bis Stockholm (ca. 6 Std.); Öresundbrücke nach Malmö (Maut), E 20/E 4 bis Stockholm (ca. 6,5 Std.).

Der Berlin-Night-Express verbindet Berlin und Malmö (ca. 10 Std. ab ca. 83 Eurowww.berlin-night-express.com), von dort geht's mit dem Hochgeschwindigkeitszug X 2000 in 4,5 Std. nach Stockholm; oder Hamburg–Kopenhagen–Malmö–Stockholm (ab 10 Std. www.db.de).

Die Buslinie Eurolines verkehrt zwischen deutschen Städten und Stockholm (z. B. ab Köln 24 Std. Rückfahrkarte 162 Eurowww.eurolines.de).

Die Flughäfen Arlandawww.arlanda.se und Skavstawww.skavsta.se bei Nyköping sind 40 bzw. 100 km vom Zentrum entfernt. Skavsta wird von Ryanair (www.ryanair.com) angeflogen, Arlanda von Air Berlin (www.airberlin.com), Austrian Air (www.austrian.com), Easyjet (www.easyjet.de), Germanwings (www.germanwings.com), Lufthansa (www.lufthansa.com), Norwegian (www.norwegian.com), SAS (www.flysas.com/de) und Swiss (www.swiss.com).Von beiden Flughäfen fahren Busse (www.flygbussarna.se) ins Zentrum, die Fahrt dauert ab Skavsta ca. 80 Min., ab Arlanda ca. 45 Min. Ein Rückfahrticket kostet ab Arlanda ca. 24, ab Skavsta ca. 30 Euro. Achtung: Bustickets bekommen Sie in den Ankunftshallen der Terminals 2 und 5 in bar, sonst nur mit Kreditkarte (!) am Automaten, im Bus oder übers Internet. Auch die Tagestickets für den öffentlichen Nahverkehr in Stockholm können Sie in Arlanda kaufen. Von dort aus fährt auch der Arlanda Expresswww.arlandaexpress.se in 20 Min. in die City . Ein Taxi in die City kostet ab Arlanda ca. 62, ab Skavsta etwa 165 Euro.

Auskunft vor der Reise
Visit Sweden

www.visitsweden.com aus Deutschland: 069 22223496germany@visitsweden.com; aus Österreich: 01 9286702austria@visitsweden.com; aus der Schweiz: 0 445806294switzerland@visitsweden.com;jeweils 8–17 Uhr

Auskunft
Stockholm Tourist Center

Vasagatan1408 50828508www.visitstockholm.comTalle LinienCentralen

Arlanda Visitor Center

Flughafen Arlanda24 Std. geöffnet, besetzt 6–23.45 UhrAnkunftshalle Terminal 5010 1091000

Auch Tickets für Arlanda Express und Flugbusse

Auto

In Schweden wird tagsüber mit Abblendlicht gefahren. Winterreifen sind zwischen 1. Dezember und 31. März Pflicht. Die Promillegrenze liegt bei 0,2. Parkplätze sind in Stockholm rar und teuer, deshalb besser öffentliche Verkehrsmittel benutzen! Parksündern drohen hohe Bußgelder. Bei Ein- und Ausfahrt in die Stadt muss eine Maut (10–20 SEK) entrichtet werden. Sie gilt nicht für ausländische Fahrzeuge. Beim Mietwagen werden die Gebühren von der Kreditkarte abgebucht.

Baden

Es gibt Schwimmbäder wie auf Södermalm das ErikdalsbadetHammarby Slussväg20Tgrüne LinieSkanstull und schöne Badeplätze im Zentrum wie außerhalb: z. B. SmedsuddsbadetBus4VästerbroplanTblaue, grüne LinieFridhemsplan; Långholmens StrandbadBus4HögalidsgatanTrote LinieHornstull; bei Älta das FlatenbadetTgrüne LinieGullmarsplandann Bus811 Richtung Älta oder 816 nach Tyresö Strand ca. 20 Min. und auf Lindingö das FågelöuddebadetTrote Liniebis Ropstendann 20 Min. Bus204 Richtung ElfvikFågelöuddevägen.

Diplomatische Vertretungen
Deutsche Botschaft

Skarpögatan908 6701500www.stockholm.diplo.de

Österreichische Botschaft

Kommendörsgatan35/V08 6651770www.bmeia.gv.at/stockholm

Schweizer Botschaft

Valhallavägen6408 6767900www.eda.admin.ch/stockholm

Einreise

EU-Bürger und Bürger der Schweiz benötigen beim Aufenthalt bis zu drei Monaten einen gültigen Reisepass oder Personalausweis.

Fahrräder

Radfahren ist in Stockholm weit verbreitet, das Radwegenetz ist gut ausgebaut und wird ständig erweitert. Stunden- oder tageweise können Sie Räder mieten bei Stockholm City Bikes90 Mietstationen07 74442424www.citybikes.se, bei Rent a Bike08 6607959www.rentabike.se oder im Djurgårdsbrons Sjöcafé ( an der Brücke nach Djurgården08 6605757).

Geld & Preise

Landeswährung ist die Schwedische Krone (SEK). Banken sind in der Regel montags bis freitags 10 bis 15 Uhr geöffnet, donnerstags bis 17 Uhr, oft auch länger. Günstiger als auf den Banken tauschen Sie in Wechselstuben von Forex oder X-Change, die es auch an den Flughäfen, am Bahnhof und in der City gibt. Alle gängigen Kreditkarten werden akzeptiert und sind sehr verbreitet. Mit EC-Karte und PIN-Nummer können Sie an Bankautomaten Geld abheben. Hohe Gebühren! Als Zahlungsmittel wird die EC-Karte nicht anerkannt. Wegen des schlechten Eurokurses sind die Preise für Touristen aus Euroländern deutlich gestiegen. Teuer sind vor allem Alkohol und das Essen im Restaurant. Wer aber Ferien- und Wochenendrabatte der Hotels nutzt, sein Zimmer über das Internet bucht und mittags statt abends essen geht, kann in Stockholm günstiger Urlaub machen.

Gesundheit

Deutschland, Österreich und die Schweiz haben mit Schweden ein Sozialversicherungsabkommen. Im Fall einer akuten Erkrankung oder eines Unfalls wendet man sich an die Notaufnahme (akutmottagning) der Krankenhäuser, z. B. Karolinska sjukhuset08 51770000www.karolinska.se oder St. Görans Sjukhus08 58701000www.stgoran.se. In Solna bietet das Astrid-Lindgren-Kinderkrankenhauswww.karolinska.se/AstridLindgrensBarnsjukhus eine Notaufnahme für Kinder. Zahnärztlicher Notdienst: City Akuten TandOlof Palmes Gata13 A010 6010201www.cityakuten.seErstbesuch zwischen 750 und 2000 SEKtgl. 8–20 Uhr. Bei einem Arzt- oder Krankenhausbesuch müssen Sie eine Gebühr bezahlen (24–48 Euro). Bei Vorlage der Auslandskrankenkarte (EHIC) bekommen Sie die Kosten anschließend von Ihrer Krankenkasse erstattet. Empfehlung: Schließen Sie zusätzlich eine private Auslandskrankenversicherung ab, die z. B. auch die Kosten für einen Rücktransport bei Unfall oder Krankheit deckt. Die C.-W.-Scheele-ApothekeKlarabergsgatan64 ist rund um die Uhr geöffnet.

Internetcafés & Wlan

In Stockholm können Sie in vielen öffentlichen Gebäuden gegen Gebühr stundenweise surfen, z. B. im Restaurant SpetsenTorsgatan19Bonniers KonsthallMo–Di 11–14, Mi–Fr 11–19, Sa–So 11–17 UhrBus3, 4St. EriksplanTgrüne LinieSt. Eriksplan, Matrixin der U-Bahnstation HötorgetMo–Do 8–1, Fr–So 10–1Tgrüne LinieHötorget und in vielen 7-Eleven-Läden. WLAN-Hotspots des schwedischen Betreibers Telia (z. B. im Hauptbahnhof, im Kungsträdgården, in Wayne's Coffee-Shops) können Sie mit einer Telia-Homerun-Karte (www.homerun.telia.com) nutzen. Auch in vielen Hotels und im Stockholm Tourist Center surfen Sie kostenlos.

Notruf

Der Notruf0112 gilt für Polizei, Notarzt und Feuerwehr. Die Pannenhilfe0 20912912www.assistancekaren.se erreichen Sie rund um die Uhr.

Öffentliche Verkehrsmittel

Das Netz der Stockholmer Busse, U-Bahnen (tunnelbana) und S-Bahnen (pendeltåg) ist sehr gut ausgebaut. Das Stadtgebiet ist in drei Zonen aufgeteilt, der Innenstadtbereich umfasst eine Zone (A). Dort kostet die einfache Fahrt ab 25 SEK. Achtung: In den Bussen können Sie keine Fahrkarten kaufen! Tipp: Kaufen Sie eine blaue SL-Accesskarte (20 SEK). Die können Sie mit einer größeren Summe aufladen und, wenn sie leer ist, neu bestücken. Im Bus und an den Sperren zur U-Bahn halten Sie die Karte an ein blaues Lesegerät, dann wird der Preis für die Fahrstrecke von Ihrem Guthaben abgezogen. Die SL-Accesskarte gibt es neben Tageskarten (115 SEK), 3-Tageskarten (230 SEK) oder Wochenkarten (300 SEK) im pressbyrån oder den SL-Centern (z. B. unten im Hauptbahnhof), aufladen können Sie sie auch an den Automaten in den U-Bahnstationen. In Begleitung eines Erwachsenen mit gültigem Fahrschein fahren Kinder unter 7 Jahren immer, Kinder zwischen 7 und 11 Jahren von freitags 12 Uhr bis sonntags 24 Uhr umsonst. Mit der Stockholmskort fahren Sie gratis. Infos: www.sl.se

Öffnungszeiten

Museen und Sehenswürdigkeiten haben je nach Saison stark variierende Öffnungszeiten. In den schwedischen Sommerferien zwischen Mitte Juni und Mitte August haben alle deutlich länger geöffnet, manche Restaurants jedoch machen in dieser Zeit Betriebsferien und schließen ganz. Die Geschäfte haben in der Regel montags bis freitags von 10 bis 18, samstags bis 14 oder 16 Uhr geöffnet. Längere Öffnungszeiten haben Supermärkte, die Kaufhäuser Illums, NK, P.U.B. und Åhléns sowie die Einkaufspassagen Gallerian und Mood Stockholm. Sie sind auch sonntags geöffnet (11 bzw. 12–17 bzw. 18 Uhr). Einige Shops der 7-Eleven-Kette sind rund um die Uhr geöffnet, z. B. Götgatan57 (Södermalm) und Stureplan2 (Östermalm).

Post

Viele Postämter wurden geschlossen, in Supermärkte ist jetzt oft eine Poststelle integriert. Briefe und Postkarten innerhalb Europas kosten 12 SEK Porto. Briefmarken gibt es auch im pressbyrån.

Sightseeing

Die Stockholmkarte (Stockholmskortet) berechtigt zum freien Eintritt in 80 Museen und Attraktionen, zu kostenloser Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel und zu freien bzw. vergünstigten Bootstouren. Sie gilt ein (495 SEK) bis fünf (1050 SEK) Tage und ist im Stockholm Tourist Center (Vasagatan14www.visitstockholm.comTalle LinienCentralen) oder im Internet erhältlich. Wenn Sie viel fahren, aber keine Museen besuchen möchten, ist eine Tageskarte der Stockholmer Verkehrsbetriebe SL günstiger.

Schiffsausflüge in die Schären und auf den Mälarsee veranstaltet Strömma Kanalbolagetwww.stromma.se. Tickets gibt's im Touristenbüro. Unvergesslich: ein Flug mit dem Heißluftballon (Mai–Sept. ab 1300 SEK pro Pers.www.uppner.se). Ebenso bleibendes Erlebnis ist eine Wanderung über die Dächer Stockholms. Mit Gurt und Helm gesichert, erklimmen Sie bei der von erfahrenen Guides geleiteten Tour das Dach des alten Reichtagsgebäudes auf Riddarholmen und genießen einen einzigartigen Blick auf Gamla Stan (April–Sept.595 SEK pro Pers.auch Abendtourenwww.upplevmer.se). Rechtzeitig buchen! Tipp für alle Stieg-Larsson-Fans: die Millenniumstadtwanderung2 Std. 120 SEK. Sie führt an Locations aus den Büchern sowie an Drehorten der Filme vorbei. Tickets gibt's im Stockholms Stadsmuseum. Für 40 SEK bekommen Sie dort und im Touristenbüro auch eine Karte, nach der Sie selbst auf Larssons Spuren wandeln können. Einen besonderen Service bietet Smart City Shoppingwww.smartcityshopping.se: Ihr persönlicher Einkaufsassistent(1 Std. für bis zu 5 Pers. ca. 74 Euro, auch auf Deutsch) weiß, was in Stockholm gerade angesagt ist, und klappert mit Ihnen die besten und geheimsten Läden der Stadt ab. Oder Sie mieten sich einen Wagen mit eigenem Guide bei Taxi Stockholm015 0000 oder Taxi 020020 202020, der Ihnen die schönsten Sehenswürdigkeiten Stockholms zeigt! Touren: 90 Min. (ab 855 SEK) oder 2 Std. (ab 1145 SEK) für bis zu 4 Pers., auch auf Deutsch. Weitere Infos unter www.taxistockholm.se und www.taxi020.se

Mit der Båtluffarkortetim Tourist Center420 SEK können Sie die Boote der Waxholmsbolagetwww.waxholmsbolaget.se fünf Tage lang unbegrenzt zum Schärenhopping nutzen. Fahrzeiten und Routen finden Sie am Nybrokajen und Strömkajen. Fahrrad-Stadtführungen, Kajak-, Kanu- oder Segeltouren sowie Wildsafaris am Mälarsee bietet Stockholm Adventures. Infos und Preise unter www.stockholmadventures.se. Pferdeschlitten- und Pferdekutschentouren auf Djurgården sowie Ausritte im Morgengrauen durch Stockholm veranstaltet Häståkerietwww.hastakeriet.se. Weitere Infos unter www.stromma.se

Taxi

Ihre Fahrt mit Taxi Stockholm015 0000, Taxi 020020 202020 oder Taxikurir030 0000 können Sie bar oder mit Kreditkarte bezahlen. Es gibt Festpreise für die Fahrt zwischen Zentrum und Flughafen Arlanda (ca. 62 Euro), die an den Taxis außen angeschlagen sind.

Telefon & Handy

Mit dem eigenen Handy einigermaßen günstig telefonieren und surfen Sie mit einer Prepaidkarte (kontant- oder refillkort). Es gibt sie etwa von Comviq, Telia, Telenor oder Halebop mit verschiedenen Guthaben. Sie sind z. B. erhältlich in den Telia-Läden (z. B. Kungsgatan 36) oder im pressbyrån (z. B. Centralen). Für Vieltelefonierer und -surfer lohnt sich evt. die Schweden-Prepaid-Daten-Sim. Es gibt sie bei www.prepaid-global.de ab ca. 43 Euro. Sie funktioniert nur bei simlockfreien Handys und erlaubt auch VOIP, das Telefonieren übers Internet (Skype) mit einem UMTS-Smartphone. Die Vorwahl für Stockholm ist (0)8, für Schweden 0046, für Deutschland 0049, für Österreich 0043, die Schweiz 0041.

Trinkgeld

Trinkgeld in der Höhe wie in Deutschland ist nicht üblich. Aber man rundet auf und gibt ein kleines Trinkgeld, wenn man mit dem Service zufrieden war.

Zoll

Für Schwedenreisende aus EU-Ländern, die für den privaten Gebrauch Waren ein- bzw. ausführen, gelten inzwischen die EU-Richtlinien. Zollfrei sind z.B. 800 Zigaretten und 1 kg Rauchtabak, 10 l Schnaps, 90 l Wein und 110 l Bier.

Was kostet wie viel?

Kaffee

Ab 3,80 Euro für einen Caffè Latte

Bier

Ab 6,50 Euro für 0,5 Liter

Kino

Ab 11,20 Euro für ein Ticket

Brühwurst

Ab 2,40 Euro auf die Hand

Fahrschein

Ab 2,95 Euro für die einfache Fahrt

Taxi

1–1,60 Euro pro Kilometer

Low Budg€t

Sehenswertes

In Vasastan erinnert ein kleiner Park an die bekannte schwedische Jazzsängerin, Monica Zetterlund. Wer ihrer Stimme lauschen will, setzt sich einfach auf die große Holzbank, die Musik beginnt automatisch. RoslagsgatanEcke SurbrunnsgatanBus2, 4, 42, 43, 53, 72RoslagsgatanTrote LinieTekniska Högskolan

Für nur 40 SEK erklimmen Sie die 365 Stufen im Turm des Stadshuset und belohnen sich mit einer grandiosen Aussicht auf die Stadt. Juni–Aug. tgl. 9–17, Mai, Sept. tgl. 9–16 UhrHantverkargatan1www.stockholm.se/stadshusetBus3, 62StadshusetTblaue LinieRådhuset

Sie wollen im Urlaub nicht auf eine deutsche Zeitung verzichten? In der Stadsbiblioteket können Sie ganz umsonst in über 40 internationalen Tageszeitungen schmökern.Mo–Fr 9–19, Sa–So 12–16 UhrOdengatan59www.interbib.seBus2, 4, 42, 53, 59StadsbiblioteketTgrüne LinieOdenplan

Essen & Trinken

In vielen Restaurants gibt es mittags ein dagens rätt (Tagesgericht), das aus warmem Hauptgericht, Salat, Brot, einem alkoholfreien Getränk und Kaffee besteht – ein günstiges Angebot ab ca. 10 Euro bei den sonst recht hohen Restaurantpreisen.

Multikulti-Fastfood für wenig Geld finden Sie in dem Schnellimbisstempel KungshallenKungsgatan44www.kungshallen.nuTgrüne LinieHötorget

Fastfood-Klassiker mit gebratenem Hering in verschiedenen Variationen, als Burger, auf Knäckebrot oder mit Kartoffelpüree, bietet Strömmingsvagnen SlussenSödermalmstorgTgl. 10–21 UhrBus2, 3, 43, 53, 55, 76SlussenTrote, grüne LinieSlussen

Einkaufen

In der Gustavsbergs Porslinsfabrikwww.gustavsbergsporslinsfabrik.se wird seit 1827 Geschirr hergestellt. Im angeschlossenen Fabrikverkauf gibt's Porzellan zweiter Wahl 30–50 Prozent billiger. Die FabriksbutikenChamottevägen2GustavsbergBus 474 ab Slussen Richtung Hemmesta: Farstaviken (ca. 20 Min.) oder Schiff der Strömmakanalbolaget ab Nybrokajenwww.gustavsbergsporslinsfabrik.seRückfahrticket 400 SEKMo–Fr 10–18, Sa–So 11–16 UhrAnf. Juni–Mitte Aug. tgl. 10.30 (ca. 2 Std.), zurück 14 Uhr nebenan bietet zudem Reduziertes der Marken Rörstrand, Iittala, Arabia, Hackman, Höganäs Keramik und Boda Nova.

50 Geschäfte bieten im Stockholm Quality Outlet BarkarbyMajorsvägen2Barkaby, Järfällawww.qualityoutlet.comtgl.S-Bahn ab Hauptbahnhof Richtung Kungsängen oder Bålsta: Jakobsberg, dann Bus567bis Outlet Fabrikverkauf mit Rabatten von 30–70 Prozent.

Am Abend

Studenten der Königlichen Musikhochschule geben regelmäßig Klassik-, Jazz- oder Folkkonzerte, die entweder gratis oder sehr günstig sind. Kungliga MusikhögskolanValhallavägen10508 161800www.kmh.seBus4MusikhögskolanTrote Linie Richtung MörbyStadion

Für wen das Musikerlebnis entscheidend ist und nicht der Blick auf die Bühne, der kann für 100 SEK ein Opernticket für einen lyssnarplats (Zuhörerplatz) für die Kungliga Operan kaufen. Infos und Tickets unter 08 7914400 oder www.operan.se

Im Programmkino Zita ist montags Kinotag; dann kosten alle Tickets nur 80 SEK. Birger Jarlsgatan37www.zita.seBus1, 2, 55, 56StureplanTrote LinieÖstermalmstorg

Übernachten

Viele Hotels bieten an Wochenenden und in den schwedischen Sommerferien Zimmer zu deutlich reduzierten Preisen an. Informieren Sie sich deshalb auf der jeweiligen Homepage unbedingt über die aktuellen Preise! Weitere Rabatte erhalten Sie oft bei Buchungen direkt über das Internet.

Günstig wird Ihr Stockholmaufenthalt mit dem Stockholmpaket. Es kann für ein bis drei Tage gebucht werden und umfasst Hotelübernachtung und Stockholmkarte (www.destination-stockholm.com). Das Stockholm Tourist Center (Vasagatan1408 50828508www.visitstockholm.com) hilft Ihnen bei der Zimmersuche.

Events, Feste & mehr

Feiertage
1. Januar

Nyårsdagen (Neujahr)

6. Januar

Trettondedag jul (Hl. Drei Könige)

März/April

Långfredagen (Karfreitag)

1. Mai

(Tag der Arbeit)

Mai/Juni

Kristi himmelfärds dag (Christi Himmelfahrt), Pingstdagen (Pfingstsonntag)

6. Juni

(Nationalfeiertag)

Juni

Midsommardagen (Mittsommer)

1. November

Alla helgons dag (Allerheiligen)

25. Dezember

Juldagen (1. Weihnachtstag)

26. Dezember

Annandag jul (2. Weihnachtstag)

Veranstaltungen
April

Valborgsmässoafton (Walpurgisnacht)08 4428000www.skansen.se: Mit Feuern und traditionellen Studentenliedern wird am 30. April wie überall in Schweden der Frühling begrüßt. Große Feiern im Freilichtmuseum Skansen und abends auf Riddarholmen

Juni

Smaka på Stockholmwww.smakapastockholm.se: Annäherung häppchenweise: Das Festival bietet kulinarische Kostproben Stockholmer Restaurants im Kungsträdgården

Stockholm Marathon08 54566440www.stockholmmarathon.se: Mehr als 20 000 Sportbegeisterte gehen bei dem 42,195-km-Lauf über Stockholms Inseln an den Start.

Ta Studenten (Abiturfeiern): In lauter reich geschmückten Autos und Anhängern fahren Stockholms Gymnasiasten quer durch die Stadt und zelebrieren ihren Schulabschluss ausgiebig mit weißen Studentenmützen, viel Sekt und lauter Musik.

Nationaldagen – 6. Juni: blau-gelb, so weit das Auge reicht. In Stockholm wird der schwedische Nationalfeiertag mit vielen Flaggen und Fähnchen gefeiert, die Königliche Familie besucht Skansen, im Königlichen Schloss ist Tag der offenen Tür.

Midsommar: Schwedens wichtigstes Fest steigt immer am Freitag (midsommarafton) und Samstag (midsommardagen) zwischen dem 19. und 26. Juni. Auch in Stockholm stellt man die mit Birkengrün geschmückte Mittsommerstange (majstång) auf und tanzt drum herum. Mit Volksmusik und viel Alkohol freut sich das ganze Land über den hellsten Tag des Jahres.

Juli/August

Stockholm Pride08 335955www.stockholmpride.org: Eine Woche lang schillert Stockholm bei diesem Schwulen- und Lesbenfest in allen Regenbogenfarben. Höhepunkt: die Pride-Parade durch die City

August

Kulturfestivalenwww.kulturfestivalen.stockholm.se: Stockholms größtes Kulturevent bietet an sechs Tagen Musik, Theater und Tanz mit lauter Künstlern aus der ganzen Welt.

Oktober

Stockholm Jazz Festwww.stockholmjazz.se: Großereignis mit internationalen Stars der Jazz-, Blues- und Soulszene in Skansen

November

Stockholm Filmfestival08 6775000www.stockholmfilmfestival.se: internationales Festival mit Filmen etablierter und junger Regisseure

Dezember

Nobeldagenwww.nobelprize.org: Nobelpreisverleihung am 10. Dezember durch König Carl XVI. Gustaf im Konserthuset

Lucia: das Fest der Lichterkönigin am 13. Dezember. Junge Mädchen in langen, weißen Gewändern und mit einer Lichterkrone auf dem Kopf ziehen singend durch Krankenhäuser und Altenheime. Im Freilichtmuseum Skansen (08 4428000www.skansen.se) wird jedes Jahr die Lucia Schwedens gekrönt.

Im Trend

Stilsicheres Stockholm
Streetstyle

Bei MonkiGötgatan78www.monki.com ist nicht nur die Mode cool, der ganze Laden in Stockholms coolem Viertel Sofo löst Begierde bei den Shoppern aus. Gleich um die Ecke lockt Fifth Avenue Shoe RepairBondegatan46bwww.vave-shoerepair.com Trendsetter an. Denn hier gibt's Fashion und keine Reparaturen. Zur gewissenhaften Vorbereitung auf den Kaufrausch dient Elin Klings Modeblog www.stylebykling.nowmanifest.com Modell und Bloggerin Elin weiß genau, was gerade angesagt ist.

Schlaflose Nächte
Neu genutzt

Zu schön zum Schlafen ist das Jumbo Stayam Flughafen Arlandawww.jumbostay.com . Hier übernachten Sie in einer ausrangierten Boeing 747. Wie zu Hause sollen Sie sich im Ett hemSköldungagatan2 fühlen, einem edel eingerichteten, teuren Townhouse-Hotel von 1910 in Östermalm. Während die Prince van Orangiënwww.oaxen.com an der Insel Beckholmen als exklusives Hotel ankert.

Eis und Wind
Segel setzen

Im Winter werden Stockholms Kanäle zur Spielwiese der Kitewinger und Schlittschuhsegler. Mit Kufen unter den Füßen und einem Segel im Wind geht es über die zugefrorenen Wasserwege der Stadt. Logenplätze für Zuschauer gibt's auf dem Baggensfjärden und am Ältasjön-See. Mit etwas Glück gleitet Ihnen sogar , der erste schwedische Kitewing-Weltmeister, vor die Kamera. Wer Helm und Schlittschuhe mitbringt, kann das Eissegeln zusammen mit den erfahrenen Sportlern eines Eissegelclubs SISFwww.issegling.se, www.skridskoseglarna.se testen.

Lange Tage und Nächte
Bar mit Ausblick

Wenn sich die Menschen weiter südlich noch in Pullis kuscheln, zieht es die Schweden schon ins Freie. Bei spektakulärer Aussicht feiern sie auf den Terrassen der Hauptstadt die länger werdenden Tage – bis in die kleinen Stunden hinein. In den Sommernächten wird es eng auf der Terrasse des JosefinaGalärvarvsvägen10www.josefina.nu. Auf komfortablen Rattanmöbeln und mit einem Glas Rosé lassen die Stockholmer hier den Tag ausklingen. Auf der Terrasse des F12Fredsgatan12www.f12.se verlängern die Feierfreudigen den Tag mit DJ-Beschallung und gutgemixten Drinks und mit Blick auf den Mälarsee. Chill-out ist auf dem schicken Ponton StrandbrygganStrandvägskajen27an der Brücke nach Djurgårdenwww.strandbryggan.se angesagt. In gemütlichen Loungesofas genießen Sie hier beim Sonnenuntergang Ihren Cocktail.

Vorbildlich
Green City

Seit 2010 trägt Stockholm den Namen Green Capital. Denn das Herz der Hauptstädter schlägt im Ökotakt. Beispielsweise bei MaxKungsträdgårdsgatan20www.max.se. In dem Imbiss gibt es grünes Fast Food in Vollkorn- und Vegetariervarianten und obendrein Informationen zur CO2-Bilanz der jeweiligen Speisen. Ein gutes Gewissen haben Nutzer der pedalbetriebenen Ecolab-Taxiswww.ecocab.se ebenso wie die Kunden von FriekosorBastugatan57www.friekosor.com, einem Friseur, der ausschließlich Bioprodukte benutzt. Eine Übersicht über grüne Angebote in der gesamten Stadt bietet die Stockholm Green Mapwww.stockholmgreenmap.se.

Bloss nicht

Das „Jantelag“ missachten

Du bist nicht besser als alle anderen! So lautet das oberste, ungeschriebene Gesetz der schwedischen Gesellschaft, auch Jantelag genannt. Es prägt die schwedische Mentalität wie kein anderes. Das gilt auch für den Alltag in Stockholm. Die soziale Gleichheit aller Menschen, eigentlich ein bewundernswertes Prinzip, nimmt mitunter für Nicht-Schweden befremdliche Formen an. Etwa dann, wenn der eigene Wunsch, nicht aus der Menge herauszuragen, plötzlich zur Norm wird, gegen die man nicht verstoßen darf. Vermeiden Sie bei einer Diskussion unbedingt, das Gespräch lautstark an sich zu reißen und auf Ihrer Meinung zu bestehen. Das gilt als äußerst unhöflich.

Auf der Rolltreppe links stehen

Rechts stehen, links gehen! Dieses Motto sollten Sie in Stockholm beherzigen, sobald Sie eine Rolltreppe betreten. Ob im Kaufhaus oder in der U-Bahn: Machen Sie den Stockholmern Platz! Viele haben es so eilig, dass sie selbst die Rolltreppen hoch- oder hinunterlaufen müssen. Dafür werden sie von ihren Landsleuten gerne belächelt, die sich nie so stressen würden.

Vordrängeln

Was in anderen Ländern üblich ist, sehen Schweden als unsozial und unfair an: sich vordrängeln, nur weil man es eilig hat. Hier gelten dieselben Bedingungen für alle, jeder Schwede steht ruhig und gesittet in der Schlange. In Geschäften, Banken und auf der Post gibt es Nummernzettel, die Ihnen zeigen, wann Sie dran sind. Dieses System haben die Schweden verinnerlicht, und es klappt mit dem geordneten Anstehen auch dort, wo es keine Nummernzettel gibt, z. B. an Bushaltestellen oder vor Stockholms Nachtclubs.

Sich über das Ignorieren roter Ampeln wundern

Rote Ampeln werden von Stockholms Fußgängern und Radfahrern gerne missachtet. Dies verstößt zwar gegen das Gesetz, ist aber nicht strafbar, so lange man dadurch keine Gefahr für den Straßenverkehr darstellt. Hier ist es wie bei den Rolltreppen: Der Stockholmer hat es eben tendenziell eilig.

Parkverbot an bestimmten Tagen missachten

In Stockholm gilt ein besonderes Parkverbot an geraden bzw. ungeraden Tagen (datumparkering). An Tagen mit geradem Datum darf nur auf der Straßenseite mit den geraden Hausnummern geparkt werden, an Tagen mit ungeradem Datum nur auf der Straßenseite mit ungeraden Nummern. So kann die Straßenreinigung Schmutz, Laub und Schnee ohne Behinderung durch parkende Fahrzeuge beseitigen. Ein Missachten des Verbots, auf das Schilder aufmerksam machen, kann mehrere Hundert Kronen kosten.

Stichworte

Alkohol

Die Stockholmer trinken gern Alkohol, meistens nur am Wochenende, dann aber richtig – trotz hoher Preise und erschwertem Zugang. Der schwedische Staat hat Maßnahmen ergriffen, um die Gesundheit seiner Bürger zu schützen. Und weil Alkoholkranke jährlich Unsummen verschlingen. Deshalb werden Getränke mit mehr als 3,5 % Alkohol nur in staatlichen Läden, systembolaget genannt, verkauft. Doch der EU-Beitritt Schwedens und die Einfuhrlockerungen weichten die restriktive Alkoholpolitik faktisch auf. Billigpreise in den Nachbarländern ließen den Alkoholkonsum weiter ansteigen. Für Schwedens Gesetzgeber vorerst bester Grund, beim strikten Kurs zu bleiben.

Architektur

Die Bandbreite der architektonischen Formen in Stockholm ist riesig. Die ältesten Gebäude der Altstadt und ihr Straßennetz stammen aus dem Mittelalter. Mit Schwedens Aufstieg zur Großmacht im 17. Jh. entstanden Stadtpaläste und Landschlösser wie Schloss Drottningholm und das Königliche Schloss. Die Industrialisierung Schwedens und die Expansion Stockholms in der zweiten Hälfte des 19. Jhs. machten den Bau von Wohnhäusern, Hotels, Markthallen und Theatern erforderlich. Vorherrschend waren Jugendstil (Kungliga Dramatiska Teatern – Dramaten) und schwedische Nationalromantik (Nordiska Museet, Stadshuset). In den 1920er-Jahren bevorzugten die Architekten den schlicht-eleganten Klassizismus. Gunnar Asplund, Schöpfer der Stadsbiblioteket (1920–28), führte den Funktionalismus (funkis) ein, bevorzugter Baustil für große, nüchterne Wohnblocks wie etwa auf Gärdet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg sahen die Städteplaner neidisch auf den Wiederaufbau mit modernen Hochhäusern im Ausland. Beim stolzen Versuch, die Innenstadt mit einem 30-Jahre-Programm zu erneuern, gingen die Städtebauideologen rigoros vor: Es wurde brutal abgerissen und neu gebaut, wie etwa am Hötorget. Nach dem Bau des Kulturhuset (1974) war Schluss, weitere Modernisierungspläne wurden begraben. Inzwischen ist die Modernisierungslust wieder entflammt. Heftig diskutiert wird aktuell der Umbau des Verkehrsknotenpunkts Slussen (ab 2014).

Indie-Musik

In Schweden ist Indie-Musik nach wie vor stark angesagt. In Stockholm gibt es nicht nur jede Menge Clubs, in denen sie gespielt wird, die Stadt hat auch Indie-Bands wie The Knife, The Concretes oder Suburban Kids With Biblical Names hervorgebracht. Ob First Aid Kits, Lykke-Li oder Mando Diao: Die schwedische Indie-Szene ist unglaublich vielseitig, die Musik geprägt von eingängigen, oft melancholischen Melodien. Größte Indie-Dichte herrscht auf Södermalm, wo Clubs wie Ace, Debaser oder Indigo regelmäßig Konzerte mit Indie-Bands veranstalten.

Königliche Familie

Eine halbe Million Menschen war 2010 auf Stockholms Straßen, als Kronprinzessin Victoria nach neun Jahren endlich ihren Fitnesstrainer Daniel Westling heiraten durfte. Inzwischen erfreut er sich wie seine Frau großer Beliebtheit im schwedischen Volk. Durch die Märchenhochzeit und die Geburt der gemeinsamen Tochter Estelle im Februar 2012 hat die Monarchie im Land einen wahren Aufschwung erfahren. Der war auch dringend nötig, denn neben royalen Skandalen wurden auch die Stimmen der Kritiker immer lauter, die meinten, das Königshaus mit König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia an der Spitze koste zu viel, sei unmodern und gehöre abgeschafft. Über 200 Jahre sind die Bernadottes, so der Familienname der französischstämmigen Dynastie, jetzt im Amt. 2013 feierte König Carl XVI. Gustaf sein 40-jähriges Thronjubiläum. Ein Ende ist vorerst nicht in Sicht, erst recht nicht mit einer Königin Victoria.

Larsson, Stieg

Er kämpfte gegen gesellschaftliche Missstände und galt als einer der führenden Experten für antidemokratische und rechtsextreme Bewegungen: International bekannt jedoch wurde der Journalist Stieg Larsson posthum durch seine drei Kriminalromane Verblendung, Verdammnis und Vergebung. Die Bände der Millenniumtrilogie um den Journalisten Mikael Blomkvist und die coole Hackerin Lisbeth Salander mit Schauplatz Stockholm haben sich über 63 Mio. Mal verkauft und wurden ebenso erfolgreich verfilmt. Kein Wunder, dass sich die Stadt auf die Larsson-Erfolgswelle geschwungen hat und den Touristen eine spezielle Millenniumwanderung anbietet. Das Stockholmer Stadtmuseum präsentiert außerdem eine kleine Stieg-Larsson-Ausstellung. Der Erfolgsautor starb 2004, kurz vor Erscheinen des ersten Bands seiner Trilogie, im Alter von 50 Jahren an einem Herzversagen.

Mode

Dass schwedische Mode viel mehr ist als H & M, zeigen die Designer zwei Mal im Jahr in Stockholm: Auf der Stockholm Fashion Week präsentieren Etablierte wie Filippa K. oder Carin Rodebjer und Newcomer wie Dagmar oder Ida Sjöstedt ihre neuesten Kollektionen. Viele der erfolgreichen Modedesigner wurden bei Beckmans ausgebildet, Stockholms harter Eliteschule für Modedesign mit hervorragendem Ruf. Wer einen der 14 Ausbildungsplätze ergattert hat, ist nicht nur talentiert, sondern auch später garantiert erfolgreich. Praktisch, avantgardistisch, nordisch: Mode made in Sweden gilt international längst nicht mehr als Geheimtipp. Der Umsatz boomt, besonders Jeans schwedischer Marken wie Acne, Cheap Monday oder Nudie sind angesagt. Immer neue Nischen zum Erfolg werden von den schwedischen Modekreativen entdeckt. Auch Öko ist plötzlich in. Ein modernes Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Ethik macht sich bei immer mehr Designern breit. Nicht uncool, sondern hip und schick ist Ökomode heute, was Modelabels wie Camilla Norrback, Bergmans oder Julian Red beweisen. Dass der Trend in Richtung Grün geht, zeigt selbst Massenwarenhersteller H & M: Auch hier gibt's mehr Bio(-Baumwolle und -Leinen) fürs Volk.

Nobel, Alfred

Der erfolgreiche Chemiker (1833–96) entdeckte 1866 das Dynamit. Außer Chemie beschäftigten ihn Physik, Medizin, Literatur und der Weltfrieden. Bei seinem Tod 1896 besaß Nobel über 355 Patente und ein Vermögen von heute umgerechnet etwa 160 Mio. Euro. In seinem Testament verfügte er, dass die Zinsen aus seiner Stiftung denjenigen Meistern obiger Disziplinen zugute kommen sollen, die im „vergangenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben“. Seit 1901 werden am 10. Dezember, Nobels Todestag, die nach ihm benannten Preise im Stockholmer Konzerthaus verliehen.

Ökologie

Umweltschutz liegt den Stockholmern schon lange am Herzen, deshalb tut man viel, um Schadstoffemissionen deutlich zu reduzieren oder die Nutzung erneuerbarer Energien zu steigern. Außer der Einführung einer Citymaut für inländische Fahrzeuge 2007, durch die das Verkehrsaufkommen um 20 % zurückging, sorgt ein effizientes U-Bahn- und Bussystem dafür, dass viele Einwohner ihr Auto stehen lassen. Innenstadtbusse laufen mit Biogas, Pendelzüge, U- und Straßenbahnen fahren ausschließlich mit grünem Strom. Umweltfreundliche PKW machen inzwischen 40 % aller verkauften Fahrzeuge in der Stadt aus. Auch für Fahrradfahrer wurde Stockholm attraktiver: Das Radwegenetz wurde auf 760 km ausgebaut und über 90 Verleihstationen für Fahrräder wurden eingerichtet. Dank eines ausgezeichneten Abfallsystems werden 25 % des produzierten Mülls recycelt und ein großer Teil davon zur Fernwärmeerzeugung genutzt. Außerdem baut die Stadt nach dem Vorzeigestadtteil Hammarby Sjöstad zwei neue ökologisch ausgerichtete Wohnviertel, bei denen innovative Umwelttechnologien getestet werden sollen. Viele Hotels und Restaurants setzen auf den Ökotrend, verwenden möglichst lokal produzierte Zutaten und halten hohe Umweltstandards bei Wäsche, Mülltrennung oder Heizung ein. Die besten wurden mit dem schwedischen Umweltzertifikat Svanen ausgezeichnet.

Schären

30 000 kleine und große Inseln, bewohnte und unbewohnte, karge Felsen und grüne Schärenparadiese mit Kiefernwäldern, Blaubeerfeldern und Wildblumenwiesen erstrecken sich 150 km in Nord-Süd-Richtung östlich der Stadt. Jahrhundertelang lebten die Menschen hier vom Fischfang und von der Landwirtschaft. Mit den Dampfschiffen zum Ende des 19. Jhs. eröffneten sich neue Einnahmequellen für die Schärenbewohner, denn nun strömten die Städter hinaus in die Sommerfrische – unter ihnen viele Maler und Schriftsteller wie Anders Zorn, Albert Engström und August Strindberg, die sich von der einzigartigen Natur der Schären und ihren Bewohnern inspirieren ließen. Viele reiche Stockholmer bauten sich prächtige Holzvillen auf den Inseln, die Stadt Stockholm kaufte Grundstücke und ließ einfache Unterkünfte darauf bauen, damit auch ärmere Familien in den Genuss der guten Luft und der sauberen Natur kommen konnten. In den 1950er- bis 1970er-Jahren lockten lukrative Arbeitsplätze in der Stadt, die Menschen verließen die Gegend. Eine aktive Schärenpolitik stoppte schließlich den Abwärtstrend, neue Arbeitsplätze wurden geschaffen. Nach wie vor sind die Schären im Sommer wie im Winter ein sehr beliebtes Ausflugsziel, ein wahres Paradies für Wassersport- und Badefans. Zu den mehr als 10 000 ständigen Bewohnern kommen im Sommer zahlreiche Urlauber, die ihre Ferien auf dem Segelboot, im Ferienhaus, in den Hotels, Pensionen oder Jugendherbergen der Schären verbringen. Weitere Infos: www.visitskargarden.se

Starköche

Deftig, einfach und unkompliziert: Schwedische Hausmannskost war über Jahrhunderte auf die Region begrenzt und von der kurzen, hellen Sommersaison abhängig. Dementsprechend blieb die schwedische Küche lange Zeit ein weißer Fleck auf der kulinarischen Landkarte. Seit einigen Jahren nun schon wird dagegen gelenkt – von einer jungen Generation schwedischer Köche, unter denen sehr viele in Stockholmer Restaurants kochen. Sie haben dem Rest der Welt mit ihren innovativen Kreationen gezeigt, was erstklassige schwedische Küche ist. Etwa beim renommierten Kochwettbewerb Bocuse d'Or, bei dem die Schweden gemeinsam mit ihren skandinavischen Kollegen aus Norwegen und Dänemark schon seit einigen Jahren regelmäßig Preise abräumen, wie zum Beispiel Mathias Dahlgren vom Stockholmer Matsalen oder Melker Andersson vom Restaurant Fredsgatan 12. Auch Michelinsterne haben diese Starköche schon eingeheimst, genauso wie Björn Frantzén von Frantzén & Lindeberg und Niklas Ekstedt vom Restaurant Ekstedt. Neuester Trend ihrer raffinierten Küche: Nehmen was man hat! Stockholms Starköche besinnen sich auf alte Zeiten, als man ganz zwangsläufig nur lokal produzierte Zutaten der Saison aus ökologischem Anbau fürs Essen verwendete. Grün ist in – auch beim Kochen; in vielen Restaurants gibt es daher nur noch Tageskarten – frisch erstellt nach Zugang der Zutaten.

Bücher & Filme

Kommissar Beck

Erfolgreiche TV-Krimireihe (1997–2008) um den Stockholmer Polizisten Martin Beck und sein Team, nach den sozialkritischen Thrillern von Maj Sjöwall und Per Wahlöö

Das Kamel ohne Höcker

Teenager Halim – Mutter Schwedin, Vater Tunesier – philosophiert in seiner eigenen, rebellisch-kreativen Sprache über das Leben. Witzig-melancholischer Roman von Jonas Hassen Khemiri (2003) über die schwierige Suche nach kultureller Identität als halber Schwede und halber Tunesier in einem Stockholmer Vorort

Das ernsthafte Spiel

Hjalmar Söderbergs berühmter Roman von 1912 spielt im Stockholm des frühen 20. Jhs. und schildert das Schicksal von Lydia und Arvid, die trotz ihrer starken Liebe nicht zueinander finden können

Vor uns liegen wunderbare Tage

Fesselnde Biographie (2011) von Henrik Berggren über den Sozialdemokraten Olof Palme, Schwedens umstrittenen Ministerpräsidenten, der 1986 auf dem Stockholmer Sveavägen ermordet wurde

Millennium

Krimitrilogie von Stieg Larsson (2005–2007) um den Stockholmer Journalisten Mikael Blomkvist und die Hackerin Lisbeth Salander. Verblendung, Verdammnis und Vergebung wurden auch sehr spannend, z. T. an Stockholmer Schauplätzen, verfilmt

Fakten

Einwohner
972.647
Fläche
188 km²
Sprache
Schwedisch
Strom
230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum
nicht notwendig
Ortszeit
11:35 Uhr
Zeitverschiebung
keine
MARCO POLO Produkte
MARCO POLO Reiseführer Stockholm
MARCO POLO Reiseführer Stockholm
12,99 €
≫ Jetzt kaufen
Auch als E-Book erhältlich
MARCO POLO Cityplan Stockholm 1:12 000
MARCO POLO Cityplan Stockholm 1:12 000
7,50 €
≫ Jetzt kaufen

Reportagen

Nach oben