Ruhrgebiet Essen & Trinken

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Essen & Trinken

Not macht erfinderisch

Die traditionelle Ruhrgebietsküche im eigentlichen Sinne gab und gibt es nicht. Die Region liegt zwischen dem Rheinland, dem historischen Durchzugsgebiet der Völkerwanderungen, und dem Westfälischen, das seit jeher mit landwirtschaftlichen Erträgen in Fülle aufwarten konnte. Die Bruchlandschaft entlang der Emscher im nördlichen Ruhrgebiet war hingegen nicht mit allzu vielen oberirdischen Bodenschätzen gesegnet. Und so haben letztlich die Menschen, die von überall her in diese Region strömten, mit ihren Essgewohnheiten und Vorlieben eine Art kulinarischen Flickenteppich geschaffen. Der Pott, der Schmelztiegel der Kulturen, bietet Handfestes, kaum etwas wirkt gekünstelt. Die ersten Einwanderer, die vornehmlich aus dem Osten Europas kamen, brachten deftige Gerichte aus preisgünstigen Zutaten mit. t So gut wie immer gehörten Kartoffeln als Beilage dazu – gekocht oder gebraten, püriert oder als Salat. Viele Gerichte waren Eintöpfe oder Suppen, von der Schnibbelbohnensuppe bis zur Graupensuppe mit mehr oder weniger gehaltvoller Einlage. Eine regionale Küche mit Spezialitätenrestaurants hat sich daraus aber zunächst nicht entwickelt. Der Bergarbeiter aß zu Hause, und in den Kneipen gab es oft nur das, was zum Bier passte, z. B. Frikadellen mit Kartoffelsalat.

Mehr als Pasta, basta

Durch die Zuwanderung aus Italien in den 1960er-Jahren hat sich im Ruhrgebiet die Speisekarte mediterran erweitert. Heute findest du an fast jeder Hauptstraße eine einfache Stehpizzeria, die meistens auch einen lukrativen Bringdienst betreibt. Konjunktur haben in den letzten Jahren die edlen italienischen Restaurants, die hausgemachte Teigspezialitäten, ausgesuchte Weine und andere Köstlichkeiten anbieten.

Große Vielfalt, und bitte langsam

Erst in den letzten Jahrzehnten entstand auch im Ruhrgebiet eine umfassende Restaurantkultur. Das Angebot ist mittlerweile – zumindest in den großen Städten des Reviers – genauso breit gefächert wie in anderen Metropolregionen. Was Städte und Stadtteile trotzdem an Typischem zu bieten haben, entdeckst du z. B. bei kulinarischen Stadtführungen. Infos zu Geschichte, Architektur und Kultur werden kombiniert mit Kostproben aus kleinen Cafés, Restaurants und Imbissen (eat-the-world.de). Vor allem in den letzten Jahren gewannen handwerklich gut erzeugte Lebensmittel wieder an Bedeutung, sei es der Ziegenkäsehof, der seine Tiere ausschließlich mit Futter aus eigener Herstellung füttert, die Senfmühle mit historischen Mahlgängen oder die Direktvermarktung auf Höfen. Eine gute Übersicht hierzu liefert die Organisation Slow Food (slowfood.de). Sie setzt sich für genussvolles, bewusstes und regionales Essen ein und ist auch im Ruhrgebiet mit Convivien in Bochum, Essen oder Dortmund sehr aktiv.

Geglückte Fusion

Wie es sich für einen Melting Pot gehört, treffen hier die verschiedensten Kulturen aufeinander. Arabische, japanische, spanische, indische oder russische Köche bringen frischen Wind und neue Einflüsse in die Restaurantszene. Vor allem das türkische Gastro-Umfeld hat sich stark weiterentwickelt und bietet heute neben Döner-Imbissen (die sich immer noch großer Beliebtheit erfreuen) ebenfalls eine moderne osmanische Küche. Angesagt sind zudem zeitlos-international gestylte Edelrestaurants, die all diese Einflüsse mischen und unter dem Label „One- World-Food“ oder „Fusion-Food“ ihre kulinarischen Kreationen anbieten. Auch Streetfood-Konzepte haben längst einen festen Platz im Ruhrgebiet: Festivals sowie kleine Restaurants mit qualitativ hochwertigem Essen „auf die Faust“ beweisen, dass schnell und lecker sich nicht widerspricht.

Junge Wilde, falsche Hasen

Was in gutbürgerlichen Restaurants angeboten wird, sind entweder westfälische oder rheinische Klassiker – deftige Hausmannskost, die vorzugsweise in ländlich gelegenen Lokalen auf den Tisch kommt. Dazu gehören Gerichte wie Blutwurst mit Stampfkartoffeln, Bratwurst mit dicken Bohnen, Stielmus mit Speck oder die Hackalternative zum Braten, der falsche Hase. Zunehmend findet man aber auch schmackhafte moderne Varianten dieser Klassiker. Ambitionierte Köche wie Nelson Müller oder Pia-Engel Nixon drücken der Heimatküche ihren kreativen Stempel auf.

Bierland Ruhrgebiet

Im Revier gilt Bier als flüssiges Nahrungsmittel und wird fast zu jedem Essen getrunken. Und auch wenn es hier keine Hopfenstöcke gibt – die hiesigen Brauer wissen sehr gut, wo in Bayern der beste Hopfen wächst. Dieser wird dann direkt im Revier verarbeitet. In einigen Städten existieren kleine Privatbrauereien mit eigenen Brauhäusern. Entlang der Route Industriekultur führt dich die Themenroute „Brot, Korn und Bier“ zu den wichtigsten historischen Produktionsstätten. Natürlich darf auch probiert werden. Wein wurde in Kneipen noch in den 1980er-Jahren nicht selten maximal nach weiß und rot unterschieden. Mittlerweile hat sich das geändert, viele Lokale bieten neben ihrer Bistroküche auch einiges an offenen Weinen an, außerdem verfügt das Ruhrgebiet über ein dichtes Netz an Weinfachhandlungen.

Spezialitäten

Vorspeisen

Kartoffelsuppe

mit Frankfurter Würstchen

Schnibbelbohnensuppe

mit frischen grünen Bohnen

Hauptgerichte

Ärpel mit Schlaat

ein Püree aus Kartoffeln (Ärpel) und Salat (Schlaat)

Himmel und Erde

deftiger Klassiker aus Stampfkartoffeln und Apfelmus, mit gebratener Blutwurst und gerösteten Zwiebeln

Hoppelpoppel

gewürfelte gebratene Kartoffeln, Fleisch mit gerösteten Zwiebeln, darüber verquirlte gestockte Eier

Pfefferpotthast

ein würzig-scharfer Fleischtopf, serviert mit Salzkartoffeln und Gewürzgurken

Panhas

Gericht aus gekochtem Rindfleisch, Schweinebauch, Leberwurst, Zwiebeln, Buchweizenmehl, Kräutern und Gewürzen, in der Pfanne gebraten

Kleiner Imbiss

Currywurst und Pommes

mit je einem Klecks Ketchup und Mayonnaise

Frikadellen

beliebtes Zwischendurchgericht, auch „Frikas“ genannt

Eier in Senfsosse

einfach und sehr pikant, mit ordentlich Senf

Desserts

Püfferkes

kleine Hefeküchlein, in Öl ausgebacken

Appelpfannekuchen

Mehlspeise mit Äpfeln

Getränke

Gedeck

ein Glas Pils und ein klarer, eiskalter Schnaps