Athen

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Willkommen in Athen

Schon im Landeanflug auf Athen enthüllt die griechische Metropole einen Aspekt ihrer Schönheit. Aus welcher Richtung die Maschine auch kommt, schwebt sie immer über Inseln und Ägäis ein, fällt der Blick aus den Kabinenfenstern auf hohe Berge, Strände, felsige Küsten und ein überwiegend weißes Häusermeer, in dem fast die Hälfte aller Hellenen zu Hause ist.

Einen besonders schönen Einstieg ins Athener Lebensgefühl bieten dir die Straßencafés in der Odós Adrianoú gleich gegenüber der antiken Agorá. Hier überblickst du das parkähnliche Gelände des antiken Marktplatzes, auf dem einst große Philosophen wie Sokrates und Platon wandelten, und schaust auf das Thiseion, Griechenlands besterhaltenen antiken Tempel. Dahinter erheben sich der nackte Fels des Areopags und der steile Felshang der von Tempeln gekrönten Akrópolis.

Durch Athen zu bummeln macht Spaß und wird nie langweilig. Auf dem Weg vom Thissío, die Nordseite des Akrópolis-Hügels entlang zum Akrópolis-Museum fühlst du dich kaum noch in einer Großstadt. Links säumen berühmte Altertümer die breite, ganz Fußgängern vorbehaltene Promenade, die einmal eine vierspurige Autostraße war. Rechts sind niedrige Hügel von dichtem Grün bedeckt, zwischen denen sich antike Bauten verstecken: die Pnyx als Stätte der antiken Volksversammlung oder das Philopáppos-Denkmal. Im modernen Akrópolis-Museum, das selbst schon eine architektonische Sehenswürdigkeit darstellt, wirst du schließlich auf vielfältige Weise mit Athens bekanntestem Bauwerk bekannt gemacht – und kannst auf der Terrasse dieses Museums von Weltrang im Angesicht der antiken Tempel in einer schicken Cafeteria Spezialitäten aus ganz Griechenland genießen.

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Athen von Anfang an

Nur zwei bis drei Stunden nach der Landung kannst bereits mitten in der lebendigen Athener Geschichte sitzen, denn die Verkehrsverbindungen vom Flughafen in die Innenstadt sind rund um die Uhr ausgezeichnet. Einen besonders schönen Einstieg ins Athener Lebensgefühl bieten dir die Straßencafés in der Odós Adrianoú gleich gegenüber der antiken Agorá. Hier überblickst du das parkähnliche Gelände des antiken Marktplatzes, auf dem einst große Philosophen wie Sokrates und Platon wandelten, und schaust auf das Thiseion, Griechenlands besterhaltenen antiken Tempel. Dahinter erheben sich der nackte Fels des Areopags und der steile Felshang der von Tempeln gekrönten Akrópolis. Zwischen den Cafés und der Agorá rattert alle paar Minuten Athens älteste Metrolinie vorbei, auf der anderen Seite der Fußgängerpromenade sitzen Straßenhändler. Straßenmusikanten ziehen vorbei und spielen meist mehr oder minder gut „Ein Schiff wird kommen“. In deinem Rücken erlebt das Flohmarktviertel einen willkommenen Aufschwung im Zeichen der Wirtschaftskrise.

Die Stadt erlaufen

Wenn du dann zu einem ersten Stadtrundgang aufbrichst, wirst du schnell feststellen, wie kurz die Entfernungen zwischen fast allen wichtigen historischen Sehenswürdigkeiten, ganz unterschiedlichen Stadtteilen mit fotogenen Ansichten, Einkaufs- und Vergnügungsvierteln sind. In Athen brauchst du auf keinen Fall ein Auto und nur selten eine der drei Metrolinien, einen der abgasarmen Busse, einen Trolleybus oder die hier Tram genannte, hochmoderne Straßenbahn. Fast alles erreichst du bequem und ohne langweilige Durststrecken zu Fuß. Anders als noch kurz vor den Olympischen Sommerspielen 2004, die Athen stark verändert haben, brauchst du den einst berüchtigten Athener Smog nicht mehr zu fürchten. Die Luft in Athen ist dank zahlreicher Verkehrsbeschränkungen und neuer Massenverkehrsmittel deutlich sauberer geworden, immer mehr Straßen werden zu reinen Fußgängerzonen. Überhaupt bessert sich das Umweltbewusstsein der Athener zwar langsam, aber stetig. So beteiligen sich immer mehr Stadtbewohner am Müll-Recycling oder installieren auf ihren Hausdächern Sonnenkollektoren für die Warmwasserbereitung.

Zwischen Antike und Neuzeit

Durch Athen zu bummeln macht Spaß und wird nie langweilig. Auf dem Weg vom Thissío, die Nordseite des Akrópolis-Hügels entlang zum Akrópolis-Museum fühlst du dich kaum noch in einer Großstadt. Links säumen berühmte Altertümer die breite, ganz Fußgängern vorbehaltene Promenade, die einmal eine vierspurige Autostraße war. Rechts sind niedrige Hügel von dichtem Grün bedeckt, zwischen denen sich antike Bauten verstecken: die Pnyx als Stätte der antiken Volksversammlung oder das Philopáppos-Denkmal. Im modernen Akrópolis- Museum, das selbst schon eine architektonische Sehenswürdigkeit darstellt, wird man schließlich auf vielfältige Weise mit Athens bekanntestem Bauwerk bekannt gemacht – und kann auf der Terrasse dieses Museums von Weltrang im Angesicht der antiken Tempel in einer schicken Cafeteria Spezialitäten aus ganz Griechenland genießen. Auf den Tellern können Käse von den Ägäischen Inseln oder Wurst aus Mykonos oder Léfkas liegen, in den Gläsern schimmert griechischer Wein oder eine traditionelle Pflaumenlimonade. Gehst du weiter um die Akrópolis herum, kommst du sogleich in Athens Altstadt, die Pláka. Sie ist der Kern des neuen Athens, das nach dem Befreiungskrieg gegen die Türken 1821–29 seine Wiedergeburt erlebte. Als Athen 1834 dann Hauptstadt des befreiten Griechenlands wurde, hatte es nur 5000 Bewohner, von denen viele direkt auf der Akrópolis zwischen den Tempelruinen lebten. Zunehmende Industrialisierung nach dem Ende des 19. Jhs. und die Umsiedlung Hunderttausender Griechen aus Kleinasien ins Gebiet der Metropole nach dem gescheiterten Feldzug der Hellenen gegen Ankara 1922/ 23 brachten ein enormes Bevölkerungswachstum mit sich. Heute zählt die Stadt mit all ihren Vorstädten ca. 3,8 Mio. Menschen, das eigentliche Athen hat ca. 664 000 Bewohner.

Stadtviertel-Vielfalt

Zumeist in zarten Ockertönen gehaltene, ziegelgedeckte Häuser und klassizistische Stadtvillen aus dem 19. und frühen 20. Jh. säumen in der Pláka die meist autofreien Gassen, beherbergen kleine Museen, Galerien und historische Archive. Anders als am verkehrsreichen, durch seine Luxushotels und das Parlamentsgebäude repräsentativen Síntagma-Platz laden in der Pláka kleine, ganz urbane Plätze zur Rast, und in vielen kleinen Hotels kannst du hier mitten in der Geschichte wohnen. An den Hauptachsen der Pláka reiht sich Laden an Laden, Taverne an Taverne. Nur ein paar Meter weiter sitzen Katzen auf Fensterbänken, fühlst du dich – wie im Stadtviertelchen Anafiótika – in ein ägäisches Inseldorf versetzt. Und überall entdeckst du antike Ruinen und kleine mittelalterliche Kir- 17 chen. Diese vielen historischen Bauten stehen nicht isoliert wie deplatzierte Relikte aus längst vergangenen Zeiten im Straßenbild, sondern sind ins Alltagsleben eingebunden. In keiner anderen Großstadt Europas ist die Antike noch so präsent wie hier, Rom ausgenommen. Doch in Rom künden Bauwerke von der Großmannssucht der Kaiser, in Athen sind sie größtenteils eindrucksvolle Zeugnisse des ersten demokratischen Staats der Geschichte. Hier wurde zuerst gebaut und gedacht, was die Römer später nachahmten, technisch verbesserten und schließlich – wie das Theater mit der Tierhatz und den Gladiatorenkämpfen oder die Tempel zur Kaiserverehrung – entwürdigten und entweihten. Zum besonderen Flair der Athener Innenstadt tragen auch andere, an die Pláka angrenzende Stadtviertel bei, die noch bis vor wenigen Jahrzehnten reine Industrieund Gewerbeviertel waren. Im Thissío-Viertel trifft sich die Jugend bei Rockmusik in den ehemaligen königlichen Pferdeställen, zeigt eine Galerie moderne Kunst in den Räumen einer einstigen Hutfabrik. Im Psirrí-Viertel werden heute noch tagsüber in vielen kleinen Werkstätten Schuhe, Taschen und andere Lederwaren genäht, während abends die Tavernen, Bars und Musiklokale überwiegend junge Leute aus der ganzen Stadt anziehen. Sogar der alte Gasometer im Gázi-Viertel hat eine neue Verwendung als Kunstgalerie gefunden, um die herum Bars und Restaurants auch wohlhabende Gäste in Feinschmeckerrestaurants locken.

Der Atem der Geschichte

Gegenwart und Geschichte verschmelzen in Athen überall miteinander. Unvergesslich werden dir die Minuten sein, die du auf einer Parkbank im Nationalgarten, unter einem Olivenbaum auf dem antiken Kerameikós-Friedhof oder auf dem Rasen unterhalb des Hephaistos-Tempels verträumst. Einzigartig ist das Plätzchen auf dem Areopag, wo vor über 2500 Jahren Athens oberster Gerichtshof tagte und von dem aus du abends eine fantastische und obendrein kostenlose Aussicht über das weite Lichtermeer Athens genießt. Und vielleicht lässt sich nirgends besser als auf der Akrópolis über den Fortschritt der Menschheit nachdenken, wenn du siehst, wie viel grandiose Schönheit die Menschen der Antike ganz ohne Computer, Beton und moderne Baumaschinen schufen.

Athener Kontraste

Fast ebenso reizvoll kann es sein, sich einfach auf die griechische Lebensart einzulassen und die Kontraste zu beobachten, die unsere Zeit mit sich bringt. Die gut gekleideten jungen Leute mit iPhone und Sportwagenschlüsseln auf dem Kaffeehaustisch vor sich gehören ebenso dazu wie die Hunderttausende legale und illegale Immigranten aus Afrika und Asien, die dir überall in der Stadt als Straßenverkäufer von schwarz gebrannten DVDs und Billigelektronik begegnen werden, oder wie die traditionellen Losverkäufer, die dir mit ihren Rubellosen das große Glück versprechen. Die Maronengriller am Straßenrand sind ebenso ein Teil Athens wie die vielen Zweigstellen griechischer und internationaler Fast- Food-Ketten, die sich bei Alt und Jung wegen ihrer scheinbar günstigen Preise großer Beliebtheit erfreuen. Athen ist eine Stadt der Gegensätze – und wird es gerade angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise, die das ganze Land seit 2010 beutelt, wohl noch lange bleiben. Gestiegene Steuern, gekürzte Gehälter und Renten haben die Einkaufskraft der Durchschnittsathener stark beschnitten. So mancher Laden in der City und in den sieben selbstständigen Vorstadtgemeinden ist geschlossen und erst mal nicht wieder vermietbar, Restaurants und Tavernen klagen über starke Umsatzeinbußen. Auszugehen lassen die Athener sich aber trotzdem nicht nehmen – man konsumiert eben weniger als früher.

Rund um Athen

Auch in einem anderen Teil Groß-Athens, der Hafenstadt Piräus, ist die Krise zu spüren. Dennoch wirst du hier mehr hypermoderne Schnellschiffe – meist Katamarane – und riesige konventionelle Autofähren sehen als in den meisten anderen europäischen Häfen; mehr Luxusyachten gibt es nicht einmal in Palma, Cannes oder Portofino. In Piräus kannst du bequem einen ganzen Urlaubstag verbringen – es gibt interessante Museen, und zwischen den beiden Häfen Zéa Marína und Mikrolímano sowie an der Limanáki-Bucht findest du offizielle Badestrände. Strände säumen auch die stets am Meer entlangführende Straßenbahnlinie zwischen Piräus und dem Küstenort Vouliagméni mit seinem natürlichen Thermalbadesee. Noch mehr Meer erlebst du bei einer Fährüberfahrt zur Insel Ägina oder bei einer Drei-Insel-Tageskreuzfahrt nach Ägina, Póros und Hydra. Spätestens dann wirst du wahrscheinlich den Drang spüren, bald nach Hellas zurückzukehren und auch die Inselwelt der Ägäis zu entdecken. Athen und Piräus sind das Tor zu ihr.

Wohin zuerst?

Sehenswertes

Fast alle Sehenswürdigkeiten, Tavernen und Hotels liegen in der Innenstadt und sind zu Fuß zu erreichen. Außerdem ist das öffentliche Nahverkehrsnetz mit Metro, Bussen und Tram hervorragend und preisgünstig. Zentrale Metrostationen sind Metrostation Omónia, Síntagma und Monastiráki. Von allen drei aus können Sie die Innenstadt erkunden. Wer mit dem Auto in die City fahren muss, parkt am günstigsten im sechsstöckigen Parkhaus der Metrostation Singroú-Fix und fährt mit der Metro weiter. Parkplätze und -häuser sind knapp und sehr teuer.

Einkaufen

Das Einkaufsviertel des Durchschnittsatheners ist das Emborikó Trígono, das „Handelsdreieck“ zwischen Síntagma, Omónia und Monastiráki. An der Odós Athínas zwischen Omónia und Monastiráki liegen die Markthallen für Fisch und Fleisch sowie der Obst- und Gemüsemarkt. Teure Labels und Schmuck gibt es in Kolonáki zwischen Síntagma und Likavittós. Billige Schuhe, Jeans und Freizeitkleidung bietet die Odós Iféstou zwischen Monastiráki und Thissío. Touristische Bedürfnisse erfüllen die Souvenirgeschäfte der Pláka.

Am Abend

Für nette Tavernen und Lokale mit Folkloreshows ist die Pláka das richtige Viertel. Über die Metrostationen Síntagma und Monastiráki gelangen Sie bequem dorthin. Monastiráki ist auch die Station für das Szeneviertel Psirrí mit vielen trendigen Restaurants, Clubs und einigen Diskos. Das angesagte Gázi-Viertel erreichen Sie ebenso wie das Thissío-Viertel mit seinen vielen jungen Straßencafés am schnellsten von der Metrostation Thissío aus. Zu den großen Musiklokalen an der Küste des Saronischen Golfs kommen Sie gut mit der Tram.

Gut zu wissen

Anreise

Athen ist täglich mit zahlreichen Flughäfen in den deutschsprachigen Ländern verbunden (Flugzeit ab Frankfurt ca. 160 Minuten).

Athens Flughafen zählt zu den modernsten und passagierfreundlichsten Europas. Ein Nachtflugverbot gibt es hier nicht. Zwischen dem Flughafen (aia.gr) und dem Síntagma-Platz im Zentrum verkehrt rund um die Uhr ein Bus, Fahrtzeit 45–70 Min. Fahrkarten (6 Euro) kaufst du am Schalter an der Haltestelle. Taxis stehen in großer Zahl am Flughafen bereit; für die 35–60 Min. dauernde Fahrt ins Zentrum gilt ein offizieller Einheitstarif (38 Euro, 24–5 Uhr 50 Euro). Die Metrolinie 3 verbindet den Flughafen in 40 Min. mit dem Síntagma- und dem Monastiráki-Platz im Zentrum. Vom gleichen Flughafenbahnhof fährt der Vorortzug proastiakó zum Athener Hauptbahnhof Larísis. Tickets (10  Euro/Person, hin und zurück 18 Euro) für beide gibt es im Bahnhof. Studenten und Menschen ab 65 Jahren aus EU-Ländern zahlen für Flughafenbus, Metro und proastiakó die Hälfte.

Direkte Fährverbindungen zwischen Italien und Piräus gibt es nicht. Man muss von Venedig, Ancona oder Triest nach Patras übersetzen.

Mit dem Auto kannst du auch über den Balkan anreisen, Infos dazu bei den Automobilclubs. 

Eine Bahnfahrt nach Athen ist mit mehrmaligem Umsteigen verbunden. Busse fahren von den deutschsprachigen Ländern aus nur bis Thessaloníki.

Zeitverschiebung
+ 1 Stunde Zeitverschiebung

In Griechenland ist es eine Stunde später als in Mitteleuropa. Die Zeitumstellung (Winter-/Sommerzeit) erfolgt zeitgleich.

Einreise

Es genügt der Personalausweis. Kinder bis zum 12. Lebensjahr benötigen einen Kinderpass mit Lichtbild.

Öffentliche Verkehrsmittel

Das Rückgrat des Athener Verkehrsnetzes bildet die U-Bahn (metró) mit drei Linien, die ständig weiter ausgebaut werden. Außerdem verkehren über 2100 Busse und 360 über Oberleitungen angetriebene Trolleybusse. In allen U-Bahn-Stationen hängen Streckenübersichten, die auch die Busanschlüsse aufführen (nur auf Griechisch); an den Bushaltestellen hängen Übersichtstafeln mit den Haltestellen aller von dort verkehrenden Linien (auf Griechisch). Busse und Bahnen verkehren täglich von 5.30 bis 24 Uhr.

Fahrkarten gelten für alle Verkehrsmittel. Man muss sie vor Fahrtantritt lösen. Du kannst sie in allen Metrostationen an Schaltern und Automaten kaufen. Fahrkartenschalter gibt es auch an zentralen Bushaltestellen, Fahrkartenautomaten an den meisten Straßenbahnhaltestellen.

Einzelfahrscheine für alle Verkehrsmittel – außer für die Flughafenbusse und die Metro- und Vorortzuglinie zum Flughafen – kosten 1,40  Euro und sind 90 Minuten lang gültig. Umsteigen ist erlaubt. Kinder bis 6 Jahre reisen kostenlos, junge Leute zwischen 7 und 17 Jahren, Studenten bis 25 Jahre sowie Menschen ab 65 Jahren zahlen den halben Fahrpreis; die se ermäßigten Tickets gibt es nicht an Automaten, sondern nur an Fahrkartenschaltern. Ein Ticket für den Flughafenbus kostet 6  Euro, die Flughafenmetro 10 Euro (Hin- und Rückfahr-- ticket 14 Euro). Ein Tagesticket für alle Verkehrsmittel (außer Flughafen) kostet 4,50  Euro, ein Fünf-Tage-Ticket 9 Euro.

Eine moderne Straßenbahn, tram genannt, verbindet den Síntagma-Platz mit der Küste am Saronischen Golf. Linie T 4 fährt dabei nach Néo Faliró, Linie T 5 nach Glifáda. Linie T 3 verbindet Néo Faliró mit Glifáda und fährt auf einer eigenen Trasse immer direkt am Meer entlang.

Entfernter liegende Ausflugsziele erreicht man mit Linienbussen, die von drei verschiedenen Busbahnhöfen abfahren: Leofóros Kifissoú  100 (zu erreichen ab Omónia-Platz mit Bus 051); Leofóros Liossíon 260 (zu erreichen ab Síntagma-Platz mit Bus 024); Odós Mavromatéon  | Leofóros Alexándras/Pedíon Aréos (Metro bis Viktória) oasa.gr: Fahrplanauskunft, Preise und Kartenansicht der Metro, Bahnen und Busse; dazu Routenplaner und Aktuelles zu Streiks im ÖPNV (griechisch und englisch). ktelattikis.gr: Fahrplanauskünfte für alle Busse in die Umgebung Athens.

Auto

Aufs eigene Auto oder einen Mietwagen verzichtetest du in Athen besser. Parkplätze sind knapp und teuer, das Einbahnstraßensystem in der Innenstadt ist verwirrend. Wenn‘s nicht anders geht, gilt: Höchstgeschwindigkeit in Städten 50 km/h, auf Landstraßen 90 km/h, auf Schnellstraßen 110 km/h, auf Autobahnen 120 oder 130 km/h. Vorfahrtsstraßen sind selten als solche gekennzeichnet, Vorfahrt-achten- oder Stoppschilder stehen nur an den einmündenden Straßen. Im Kreisverkehr hat meist Vorfahrt, wer von rechts kommt. Promillegrenze 0,5; für Motorradfahrer und Fahrer von Wohnmobilen mit über 3,5 t Gesamtgewicht 0,1. Es besteht Anschnallpflicht. Falsches Parken kostet mindestens 50 Euro.

Mietwagen

Es gibt viele Autovermieter. Das Alter des Fahrers muss mindestens 21 Jahre betragen; der eigene nationale Führerschein genügt. Die Preisskala beginnt bei etwa 120  Euro für drei Tage inkl. Versicherung, ohne Kilometerbegrenzung.

Fahrrad

Ein Radwegenetz ist im Aufbau begriffen. Und noch macht das Radeln in Athen ziemlich wenig Spaß: Auto- und Rollerfahrer sind ebenso wie Fußgänger einfach nicht an unmotorisierte Zweiräder gewöhnt. 

Taxi

Taxifahren in Athen ist billig. Es gibt viele Taxistände, Taxis können aber auch vom Straßenrand aus angehalten werden. Alle Taxis sind mit Taxametern ausgerüstet. Bequemer und nur geringfügig teurer ist die Fahrt mit Funktaxis, die du dir in Hotels und Restaurants rufen lassen kannst. 

Auskunft vor Ort

Die Griechische Zentrale für Fremdenverkehr (EOT) | Odós Dionýsiou Areopagítou  18–20  | Makrygiánni (gegenüber vom Akrópolis-Museum)  | Tel. 2103310392) hat auch einen Infopoint auf der Ankunftsebene des Flughafens: Tel. 2103545101. cityofathens.gr ist die englischsprachige Homepage der Stadt Athen.

Sprache

Die Griechen sind stolz auf ihre eigene Schrift, die von keinem anderen Volk der Welt geschrieben wird. Für Aufschriften und Straßenschilder wird häufig zusätzlich Lateinschrift verwendet. Trotzdem ist es sehr hilfreich, das griechische Alphabet zu kennen. Eine einheitlich praktizierte Umschrift gibt es nicht.

In diesem Buch sind die Namen so geschrieben, dass man sie möglichst korrekt aussprechen kann. Vor Ort findest du sie auch in anderen Schreibweisen: Die Griechen haben keinen Duden. Betont wird immer der Vokal, der den Akzent trägt. Die richtige Betonung ist für das Verstandenwerden sehr wichtig.

Straßennamen

Groß-Athen war bis Anfang 2011 ein Konglomerat aus 37 selbstständigen Gemeinden, die alle für die Benennung ihrer Straßen selbst zuständig waren. Deswegen gibt es viele Straßennamen in Athen mehrfach – in Extremfällen bis zu 30-mal. Wenn du also eine bestimmte Straße suchst, solltest du unbedingt auch wissen, in welcher ehemaligen Athener Teilstadt sie liegt.

Die in diesem Buch aufgeführten Adressen liegen fast alle in der Stadtgemeinde Athen selbst und dort wiederum in den zentralen Stadtvierteln wie Pláka, Psirrí, Emborikó Trígono oder Kolonáki. 

Öffnungszeiten

Viele Museen und archäologische Stätten öffnen saisonabhängig. Winterzeiten gelten von November bis März. Mit kurzfristigen Änderungen der Öffnungszeiten muss man stets rechnen. Urlaub machen die Athener bevorzugt zwischen dem 1. und 20. August. Viele Geschäfte und Restaurants außerhalb des Zentrums sind dann geschlossen, und Athen wirkt fast wie eine verschlafene Kleinstadt.

Ladenöffnungszeiten

Souvenirgeschäfte sind täglich von 9 bis 22 Uhr geöffnet, andere Geschäfte in der Regel Mo, Mi, Sa ca. 8–15 Uhr, Di, Do, Fr 8.30–14 u. 17–20 Uhr.

Stadttouren

Geführte halbtägige Stadtrundfahrten mit dem Bus bieten mehrere Veranstalter an; du kannst sie in den meisten Hotels und in vielen Reisebüros buchen. Meistens beinhalten sie einen Besuch der Akrópolis und des Akrópolis-Museums (ca. 70 Euro). Stadtrundfahrten durch Athen und Piräus (je 18 Euro; 10 Prozent Rabatt bei Internetbuchung) mit Audioguide ermöglichen Doppeldecker-Cabrio-Busse verschiedener Firmen. An etwa 20 Haltestellen in der Nähe bedeutender Sehenswürdigkeiten kann man aussteigen und mit einem der nächsten Busse weiterfahren.

Kein Besucher muss ohne Griechen durch Athen bummeln. 120 Männer und Frauen jeden Alters der Initiative My Athens (myathens.thisisathens.org) warten darauf, dich kostenlos begleiten zu dürfen. Nicht in Museen und Ruinen, sondern im Athen von heute. Shopping oder Hausbesetzerszene, Graffiti oder Kaffeehäuser – du wählst das Thema. Termin und Treffpunkt wird auf der Website verabredet. Sprache ist meist Englisch, auf Anfrage geht evtl. auch Deutsch. Trinkgeld ist unerwünscht, Freundlichkeit wird erwartet.

Strände

Die Athener können an ihre Stadtstrände und in deren Beachbars bequem mit der Straßenbahn fahren. Die Tramlinie T5 fährt vom Síntagma-Platz aus hin. Am besten setzt du dich einfach in die Bahn, schaust hinaus und steigst aus, wo dir ein Strand attraktiv genug erscheint.

Eintrittspreise

Eins vorweg: Für 2020 sind viele Änderungen bei Struktur und Höhe der Eintrittspreise sowie bei den Ermäßigungen geplant. Sie werden aber erst 2020 verkündet. Änderungen daher unbedingt auf go.marcopolo.de/ath checken! Wer sich viel anschauen will, fährt aber mit Kombitickets günstig. In Athen gibt es zwei davon: Das Ausgrabungskombi für 30 Euro (ab 65 Jahre 15 Euro) ist gültig fünf Tage für den jeweils einmaligen Besuch von Akrópolis, Antiker Agorá mit Museum, Römischer Agorá, Hadrian-Bibliothek, Tempel des Olympischen Zeus, Lyzeum des Aristoteles und Kerameikós samt Museum. Das Museumskombi für 15  Euro (ab 65 Jahre 8 Euro) ist gültig drei Tage für den jeweils einmaligen Besuch von Archäologischem Nationalmuseum, Epigraphischem Museum, Numismatischem Museum im Schliemann-Haus und Byzantinischem Museum.

Schüler und Studenten aus EU-Ländern haben in staatlichen Museen und zu allen archäologischen Stätten freien Eintritt, Menschen ab 65 Jahren erhalten Ermäßigung. Und an einigen Tagen im Jahr ist der Eintritt zu archäologischen Stätten und Museen für jeden frei: Am 6. März, am 18. April, am 18. Mai, am letzten Wochenende im September und am 28. Oktober. Den Vogel schießt das Benáki-Museum ab: Es gewährt an jedem Donnerstag im Jahr freien Eintritt für alle.

Kartenvorverkauf

Karten für Veranstaltungen im Herodes-Atticus-Theater, im Likavittós-Theater und im antiken Theater von Epidauros erhältst du beim Hellenic Festival Box Office (Mo–Fr 9–17, Sa 9–15  Uhr  | Leofóros Panepistímiou  39  | Stóa Pesmazóglou  | Tel. 2103272000  | greekfestival.gr), im Internet sowie an der Abendkasse. Auch für Nationaloper und -theater, die Konzerthalle Mégaro Mousikís Athinón und viele andere Bühnen sind Ticketkäufe im Internet möglich. Größte Ticketagentur im Netz ist viva.gr. Dort sind auch Tickets für viele Clubs mit Livemusik und andere Konzerte erhältlich. 

Veranstaltungskalender

Ein umfassender wöchentlicher Veranstaltungskalender in griechischer Sprache ist „Athinoráma“. Er ist an allen Kiosken erhältlich. Wöchentlich Veranstaltungstipps gibt auch die „Griechenland-Zeitung“ (griechenland.net). Eher konventionelle Kulturveranstaltungen findest du auf whyathens.com und thisisathens.org. Musikevents sind auch auf der Website der Ticketagentur Viva (viva.gr) zu finden. 

Geld & Preise

Bargeld erhältst du am günstigsten per EC-/Maestro-Karte aus den vielen Bargeldautomaten der Banken. Gebühren werden pauschal und unabhängig von der Höhe der Abhebung berechnet. Banken und Postämter wechseln Devisen. Öffnungszeiten der Banken Mo–Do 8–14, Fr 8–13.30  Uhr, am Flughafen rund um die Uhr

Das Athener Preisniveau entspricht dem deutscher Großstädte. Hotels der unteren Kategorie, Zigaretten und öffentliche Verkehrsmittel sind billiger; Benzin, Parkgebühren und viele Lebensmittel sind teurer als bei uns.

Trinkgeld

Handhabung wie bei uns; Beträge unter 50 Cent sind beleidigend. Man lässt das Trinkgeld beim Gehen dezent und wortlos auf dem Tisch liegen.

Post

Postämter gibt es in allen Stadtteilen sowie am Flughafen. Ein Hauptpostamt liegt am Síntagma-Platz/Odós Mitropóleos, geöffnet ist es meist Mo–Fr 7.30–15 Uhr. Einige Postämter sind länger geöffnet.

Telefon & Handy

Öffentliche Kartentelefone gibt es kaum noch, Griechenland telefoniert mobil. Die Flächendeckung ist exzellent. Roaming-Gebühren fallen innerhalb der EU nicht an.#

Alle griechischen Telefonummern außer Notrufnummern sind zehnstellig; eine Ortsvorwahl gibt es nicht. Vorwahl Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041, anschließend Ortsvorwahl ohne die Null. Nach Griechenland Vorwahl 0030, dann die zehnstellige Rufnummer.

Internetzugang & WLAN

Kostenloser WLAN(WiFi)-Zugang ist in Athen vielerorts möglich: In Cafés, Tavernen, Hotels, an vielen öffentlichen Plätzen, im gesamten Flughafenterminal, im Fährhafen von Piräus – und sogar auf der Akrópolis und im Archäologischen Nationalmuseum.

Zeitungen

Fremdsprachige Zeitungen sind im Zentrum meist am Abend des Erscheinungstags. Mittwochs erscheint die deutschsprachige „Griechenland-Zeitung“. Ihre Website griechenland.net liefert Neuigkeiten und Reiseberichte rund um Griechenland und Athen. 

Diplomatische Vertretungen
Deutsche Botschaft

Odós Karaolí ke Dimitríou  3 | Tel. 2107285111 | athen.diplo.de

Österreichische Botschaft

Leofóros Vasilíssis Sofías  4  | Tel. 2107257270 | aussenministerium.at/athen

Schweizer Botschaft

Odós Iassiou  2 | Tel. 2107230364 | eda.admin.ch/athens

Notruf & Notarzt

Der Sprache wegen am besten über die Hotelrezeption. Krankenwagen, Polizei, Feuerwehr: Tel. 112

Gesundheit

Ärzte, Apotheken und Krankenhäuser gibt es in ausreichender Zahl. Die Ausbildung der Ärzte ist gut, die technische Ausrüstung von Praxen und Kliniken lässt in vielen Fällen allerdings zu wünschen übrig. Bei ernsthaften Verletzungen oder Erkrankungen empfiehlt sich daher eine vorzeitige Heimreise, deren Kosten durch eine Auslandsreisekrankenversicherung gedeckt sein sollten.

Ansonsten: Die Reisekrankenversicherung erstattet dir gegen Quittungen von Ärzten und Apotheken die Kosten. Krankenhäuser akzeptieren die European Health Card gesetzlich Krankenversicherter, niedergelassene Ärzte wollen hingegen Bargeld sehen.

Toiletten

Stark gewöhnungsbedürftig: Benutztes Toilettenpapier gehört in Athen nicht ins Klobecken, sondern in einen danebenstehenden Eimer oder Papierkorb. Das gilt nicht nur für einfache Häuser, sondern ebenso wie für fast alle Luxushotels.

Zoll

Waren zum persönlichen Gebrauch dürfen von EU-Bürgern zollfrei einund ausgeführt werden (u. a. bis zu 800 Zigaretten und 20 l Spirituosen). Für die Einfuhr in die Schweiz gelten andere Obergrenzen: 250 Zigaretten, 1 l Spirituosen und 10 l Wein.

Was kostet wie viel?

Kaffee

2,50 Euro für einen Mokka

Taxi

68 Cent pro km in der Stadt

Souvenir

ab 2 Euro für ein Komboloi-Kettchen

Wein

5 Euro für den Halbliterkrug Retsina

Sommerkino

8 Euro für die Eintrittskarte

Gýros

2,20 Euro für eine Portion mit pitta (Fladenbrot)

Low Budg€t

Sehenswertes

Für eine stimmungsvolle Stunde ohne Verzehrzwang über dem Lichtermeer der Metropole ist der Areopag-Felsen ideal. Hier oben kann man getrost sein mitgebrachtes Picknick verzehren und dazu eine Flasche Wein aus dem Supermarkt genießen.

Preiswerte Stadtrundfahrt: Einen ausgezeichneten Überblick über Piräus und seine Häfen ermöglicht eine Rundfahrt mit dem Linienbus 904. Er fährt unmittelbar vor der Metrostation (Ostseite) zwischen 5 und 23 Uhr alle 7–15 Minuten ab. Wer auf der rechten Seite sitzt, sieht am besten.

Freien Museumseintritt gibt es im Benáki-Museum immer donnerstags; im Museum für kykladische Kunst zahlt man montags nur die Hälfte.

Essen & Trinken

Preiswertes Mittagessen: Kostengünstig, schnell und gut essen Sie im Selbstbedienungsrestaurant im obersten Geschoss des Kaufhauses Hondós Center am Omónia-Platz.

Gýros auf die Hand: Ein Gýros im Pítta-Brot ist auch in Athen die billigste landestypische Art, satt zu werden. In einer der Hauptflaniergassen der Pláka bietet die alteingesessene Gýros-Bude KóstasOdós Adrianoú118 eine gute Gelegenheit dazu. Dort zahlen Sie gerade mal 2 Euro für diesen urgriechischen Snack.

Einkaufen

Wer stets auf der Suche nach besonderen Schnäppchen ist, erlebt bei den vielen Straßenhändlern an der Odós Athínas wahrscheinlich einige Glücksmomente. Billiguhren, Billigwerkzeug, russische Ferngläser, Modeschmuck und Sonnenbrillen: Hier wird ein breites Spektrum an preiswerten Waren feilgeboten.

Entlang der Metro zwischen den Stationen Piräus und Néo Faliró findet an jedem Sonntagmorgen ein großer Flohmarkt statt. Wer wie ein Grieche handeln kann, findet so manches Schnäppchen.

Am Abend

An Opern- und Operettenfreunde unter 27 Jahren werden an der Abendkasse des Theaters Lirikí Skiní Eintrittskarten in jeder Preislage ab 20 Minuten vor Vorstellungsbeginn für nur 15 Euro abgegeben, sofern noch Tickets verfügbar sind.

Von Sonntag bis Donnerstag ist der Eintritt in Diskotheken oft 50 Prozent billiger als freitags und samstags. Da lassen sich leicht 5 Euro sparen. Genaue Informationen im wöchentlichen Veranstaltungsmagazin „Athinórama“.

Übernachten

Klimatisierte Zwei- bis Vierbettzimmer mit und ohne privates Bad hat das Hotel Pélla InnOdós Karaiskáki1Odós Ermoú 1042103250589www.pellainn.gr21Zi.MetroMonastiráki im Marktviertel. Der Blick von der Dachterrasse auf die Akrópolis ist kostenlos, das Gepäck kann gegen eine kleine Gebühr aufbewahrt werden.

Im Herzen der Pláka liegt das Hostel Student's and Travellers InnOdós Kidathinéon162103244808www.studenttravelersinn.com33Zi.MetroSýntagma. Es gibt eine Bar im Garten, wo man gut Kontakte zu anderen Reisenden knüpfen kann; Internetzugang und WLAN sind kostenlos. Gepäckaufbewahrung möglich.

Events, Feste & mehr

Feiertage
1. Januar

Neujahr

6. Januar

Hl. Drei Könige

15.März 2021, 7. März 2022 

Rosenmontag

25. März

Nationalfeiertag 

30.April 2021, 22. April 2022

Karfreitag  

3. Mai 2021, 25. April 2022

Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

21. Juni 2021, 13. Juni 2022

Pfingstmontag

15. August

Mariä Entschlafung

28. Oktober

Nationalfeiertag

25./26. Dezember

Weihnachten

Veranstaltungen
Februar

Vive le Punk Rock: bedeutendstes Punk-Festival des Balkans an einem Wochenende im Tres (Odós Zoodochou Pigís 3 | tresathens.gr) im Studentenviertel Exarchía. 

März/April

Karneval: Am letzten Karnevalswochenende (12.–14. März 2021, 4.–6. März 2022) verwandeln sich die Gassen und Tavernen in der Pláka in eine Hochburg kostümierter Narren. Am Rosenmontag lassen dann Tausende Familien auf dem Philopáppos-Hügel Drachen steigen.

Nationalfeiertag (25. März): vormittags Kranzniederlegung am Síntagma-Platz. Fotogen: die vielen Schüler(innen) in historischen Trachten

Karfreitag: gegen 21 Uhr feierliche Prozessionen in allen Stadtvierteln; am eindrucksvollsten die ab der Mitrópolis

Ostersamstag: Gegen 23 Uhr beginnt in allen orthodoxen Kirchen der Ostergottesdienst, der auch auf die Kirchhöfe übertragen wird. Nach der Verkündigung von Christi Auferstehung gegen Mitternacht gibt es ein Feuerwerk. Besonders stimmungsvoll erlebst du die Ostermesse in und vor der alten Kirche Kapnikaréa. Den Erzbischof und führende griechische Politiker siehst du ein paar Meter weiter vor der Mitrópolis.

Ende Mai/Anfang Juni

Europäisches Jazzfestival: fünf Tage Straight-Jazz, Funk, Jazzrock und Ethnic-Jazz im Technópolis. 20 Bands aus aller Welt, 30000 Besucher. Eintritt frei | Odós Piréos 100 | Gázi | technopolisjazzfestival.com

Juni

Rockwave Festival: Griechenlands größtes Open-Air-Rockfestival dauert 2–3 Tage. 2018 waren z. B. Iron Maiden und Judas Priest dabei. Terra Vibe, 37 km nördlich von Athen | Busse ab Bahnhof Larísis | rockwavefestival.gr

Juli

Likavittós-Festival: Im Freilichttheater auf dem Likavittós widmet man sich an etwa zwölf Abenden ganz der Pop- und Rockmusik in allen Variationen. Auch Bob Dylan und die Scorpions sind hier schon aufgetreten. Abendkasse ab 19 Uhr | viva.gr

Juli/August

Athens Festival: Oper, Ballett, Konzerte, antikes und modernes Theater, Musical und mehr im antiken Odeon des Herodes Atticus – ein Erlebnis für alle Sinne, präsentiert von renommierten Künstlern, Orchestern und Ensembles aus aller Welt. Tickets: Hellenic Festival Box Office (Stóa Pesmazóglou  | Leofóros Panepistímiou 39 | Tel. 2103272000 | greekfestival.gr)

August

August Moon Festival: Alljährlich sind in der ersten Vollmondnacht im August viele archäologische Stätten Athens geöffnet und wie die römische Agorá Schauplatz kultureller Veranstaltungen.

September

Athens International Film Festival: 10 Tage lang über 50 Spielfilme in verschiedenen Kinos, teilweise von Regie-Debütanten, teilweise aktuelle Festivalgewinner anderswo, dazu viele Partys und zahlreiche Kurzfilme. en.aiff.gr

Im Trend

Einzelstücke
Handgemacht

Wer ein Faible für Design hat, kommt an WhiteboxOdós Praxitelous26www.blogbywhitebox.blogspot.com nicht vorbei. Das Künstlerkollektiv bringt spannende Mode- und Accessoire-Designer zusammen. Zu ihnen gehört auch Jessica Josafat www.jewelsbyjessica.com, die aus altem Schmuck neue Werke erschafft. Fani Vogiatzi greift für ihr Label „Maslinda“ www.maslinda.gr auf ungewöhnliche Materialien zurück Odós Pireos 138im Benaki-Museumsshop

24-Stunden-Viertel
Ithissío

Im Thissío-Viertel gibt es immer etwas zu entdecken. Erste Anlaufstelle ist das Privatmuseum HerakleidónOdós Herakleidón16. Hinter der klassischen Fassade wartet Zeitgenössisches. Danach folgt ein Essen in der angesagten Taverne Agorá tis AdrianoúOdós Adrianoú31 und von dort geht es weiter ins Athinaion PoliteiaOdós Apóstolou Pávlou33. In dem Bar-Restaurant sorgen Akrópolis-Blick und gute Drinks für einen entspannten Tagesausklang.

Colourful
Hippe Hotels

Extravagant muss die Unterkunft in der griechischen Hauptstadt sein. Das zumindest ist das Credo der Designer. Das FreshOdós Sofokléous26 setzt dafür auf ein quietschbuntes Interieur. Zur Entspannung dient ein Zen-Garten. Bunt ist es auch im Baby GrandOdós Athínas65 wo Graffiti die Wände zieren. Hier sorgt Vogelgezwitscher für Gelassenheit. Im Hotel SemiramisOdós Chariláou Trikoúpi48 werden Träume wahr. Für das Wohlgefühl sorgen bonbonbunte Möbel ohne Ecken und Kanten, knallige Fliesen und coole Lichtinstallationen.

Gesund und grün
Kulinarisch bewusst

Die Athener springen nun auch auf den Bio-food-Zug auf. Seit Kurzem setzen sie verstärkt auf regionale und ganz naturbelassene Speisen. Und die gibt's nicht nur in der heimischen Küche. Vorbildliches wird im BlissOdós Romvis24awww.purebliss.gr serviert, wo traditionelle griechische Gerichte ebenso auf den ungewöhnlich geformten Tisch kommen wie leckere Smoothies, Pies oder Kaffeekreationen. Während es bei Bliss auch Fleisch gibt, ist das AvocadoNikis30www.avocadoathens.com rein vegetarisch – und besonders beliebt bei den jungen Athenern. Fleischlos und nachhaltig wird auch im PanepistimíouLeofóros Panepistimíou57 gekocht. Das Lokal ist der Beweis, dass schnelles Essen nicht ungesund sein muss. Einfach köstlich!

Comic trifft Graphic Novel
Kindheitshelden

Athen weckt Erinnerungen, und zwar an die Lektüre vergangener Tage. Denn Griechenlands Hauptstadt ist ein Eldorado für ComicFans. Nicht nur die alten Bekannten aus dem letzten Jahrhundert gibt's hier, sondern auch Zeitgenössisches und Comics für Erwachsene. Die fördert Nachwuchstalente, veranstaltet Ausstellungen und Workshops auf dem Comicdom Con Athens Eventwww.comicdom-con.gr. Pflichttermin für Sammler: der Free Comic Book Daywww.mitsobonos.blogspot.com wo die „Bilderbücher“ getauscht werden. Die besten Adressen für Comic-Käufer in der Stadt sind Tilt ComicsOdós Asklipeioú37 und Kapsimi PublicationsOdós Z. Pigís55-57.

Bloss nicht!

Von weißem Marmor schwärmen

Sei klüger als Lehrer, Professoren und Dichterfürsten vergangener Zeiten. Heute weiß man mit absoluter Sicherheit, dass die Tempel der Antike und auch die Akrópolis grellbunt bemalt waren. Wer was anderes glaubt, lebt hinterm Mond.

Den letzten Cent fordern

Ein- und Zwei-Cent-Münzen sind in Griechenland kaum noch in Gebrauch. Auch an der Kasse der meisten Supermärkte wird auf- oder abgerundet. Niemand beschwert sich darüber. 

Wasser ablehnen

In vielen Lokalen wird dir noch vor der Bestellung eisgekühltes, unbedenklich trinkbares Leitungswasser kostenlos auf den Tisch gestellt. Weise es nicht zurück, sonst wird Ausländern demnächst dieser Service nicht mehr angeboten. Blumentöpfe sind meist ganz in der Nähe, falls es dir doch nicht schmeckt …

Den lieben Gott erzürnen

Zumindest offiziell verärgern nackte Schultern, Shorts und Miniröcke Küster(innen) und Priester. Als besonders brav gilt, wer in Kirchen die Hände nicht auf dem Rücken hält, die Beine nicht übereinanderschlägt und nahen Ikonen nicht den Rücken zukehrt.

Über Griechenlands Fehler diskutieren

89 Prozent aller Griechen halten ihre Kultur der aller anderen Länder für überlegen. Beim Chauvinismus stehen sie damit europaweit an erster Stelle. Da macht es überhaupt keinen Sinn, über die eigene Schuld des Landes und seiner Bürger an der gegenwärtigen Krise diskutieren zu wollen.

Athen verstehen

An der Wand

In Athen ist jede Nacht viel los. Aber was wo? Veranstaltungskalender, ob gedruckt oder digital – sind unvollständig. Die wichtigste Infoquelle für die Athener sind Hauswände und Mauern: Da plakatiert jeder Veranstalter seine Events im umliegenden Kiez. Wer als Tourist den Text nicht entziffern kann, fotografiert, was ihn interessieren könnte – und lässt es sich im Hotel vom netten Rezeptionisten übersetzen.

Anders ticken

Das Klima prägt den Tagesrhythmus der Athener. Die meisten stehen früh auf. Büros, Märkte und Museen öffnen schon zwischen 8 und 9 Uhr. Gegen 14 Uhr lässt im Sommer die Hitze dann jeden Tatendrang erlahmen. Banken, Postämter, Geschäfte schließen, nur in den Büros und Werkstätten privater Firmen wird nachmittags gearbeitet. Wer kann, begibt sich nach Hause und macht ein Nickerchen.

Gegen 18 Uhr erwacht die Stadt zu neuem Leben. Dienstags, donnerstags und freitags öffnen die Geschäfte dann wieder. Wer nicht arbeiten muss, begibt sich zur vólta: dem Flanieren im Stadtzentrum oder vor den Cafés und Bars des eigenen Wohnviertels, unterbrochen von einem Päuschen im Stammcafé. Gegen 21 Uhr geht man nach Hause oder trifft sich mit Freunden und Verwandten in einer Taverne. Die Einkommensverluste, die viele Griechen durch die Wirtschafts- und Finanzkrise hinnehmen mussten, haben allerdings zu vielen Geschäftsschließungen geführt, und in Restaurants und Tavernen wird weniger verzehrt als zuvor. Gegen Mitternacht ist man im Bett – Nachtschwärmer sind die Griechen nur an Wochenenden und im Urlaub.

Aufs Dach

Weil ihre Stadt in letzter Zeit so schön geworden ist, lieben es die Athener wieder, von oben auf sie herab zu blicken. Dachgärten liegen voll im Trend. Nicht nur Privatleute haben einen, auch zu vielen Hotels gehört er dazu. Cafés, Restaurants und Bars auf Hausdächern sind vom Frühstück bis zum letzten Absacker oft brechend voll. Hauptattraktion ist fast immer der Blick auf die (angestrahlte) Akrópolis.

Buchstabenrätsel

Die meisten Griechen hassen Regeln. Sie kennen auch nicht so etwas wie den Duden. Das kann uns Ausländer manchmal in die Verzweiflung treiben. Auf Schildern, Wegweisern und Stadtplänen werden viele Viertel- und Straßennamen manchmal schon auf Griechisch unterschiedlich geschrieben. Und mit lateinischen Buchstaben erst recht. Agia zum Beispiel, was „Heilige“ bedeutet. Mal steht da Agia wie im Marco Polo, dann wieder Aghia oder Ayia. Alle drei Versionen sind korrekt. Wo es wenig Regeln gibt, gibt es auch weniger Fehler. Und uns bleibt nichts anderes übrig, als findig zu sein.

Byzantine

Verstehst du gern, was du liest? In Athen begegnet dir auf Hunderten von zumeist braunen Schildern das englische Wort „byzantine“. Auf Deutsch würde man „byzantinisch“ sagen. Gemeint ist damit die byzantinische Epoche, die von etwa 500 bis 1453 dauerte, zeitlich also in etwa unserem Mittelalter entspricht. Athen gehörte diese ganze Zeit über zum Byzantinischen Reich, dessen Hauptstadt Konstantinopel war, das die Türken dann Istanbul nannten. Es umfasste ganz Kleinasien und den gesamten Balkan, zeitweise sogar weite Teile Italiens und Nordafrikas.

Deutschunterricht

Ohne Nachhilfeunterricht besteht kaum ein Grieche sein Abitur. Doch nicht die Schüler sind schlecht, sondern die Schulen. Frondistíria genannte Nachhilfestudios gibt es massenweise. Im Verlauf der krísis haben sie einen ganz neuen Kundenkreis gewonnen. Ärzte, Ingenieure und andere Akademiker lernen hier Deutsch oder andere Fremdsprachen, um sich im Ausland um einen Job bewerben zu können. In Griechenland werden sie später fehlen.

Entáxi & Entéchno

Wenn ein Athener entáxi sagt, will er kein Taxi, sondern er meint „okay“. Entéchno ist eine ähnliche Wortfalle – und als Musikrichtung in aller Munde. Techno ist damit aber ganz und gar nicht gemeint. Entéchno steht vielmehr für rockige Balladen mit griechischem Text, meist von einem Solisten vorgetragen und nur von einer Gitarre begleitet. Das kann sich auch anhören, wer kein Technofreak ist.

Fahnen im Wind

Flaggen gehören in Athen zum Straßenbild. Die blau-weiße griechische Flagge ist allseits bekannt, die europäische Flagge ebenso. Zwei andere aber sind erklärungsbedürftig: Die Flagge Athens zeigt das behelmte Haupt der antiken Göttin Athene auf einem goldenen griechischen Kreuz über blauem Hintergrund. Kreuz und Göttinnenhaupt sind jeweils von einem Kranz aus Olivenblättern umgeben. Eine Flagge mit schwarzem Doppeladler auf gelbem Grund weht hauptsächlich vor Kirchen. Es ist die Flagge des mittelalterlichen Byzanz. 

Geschmackssache

Obwohl es seit über zwei Jahrzehnten viele gute griechische Weine aus den unterschiedlichsten Traubensorten gibt, gilt der geharzte Weißwein retsína im Ausland häufig noch als Inbegriff griechischen Weins. Erhältlich ist er tatsächlich noch immer überall, meist aus kleinen Halbliterflaschen, manchmal auch vom Fass. Dem Wein ist das Baumharz der Aleppo-Kiefer beigemischt – 700 g Harz auf 1000 kg sind ein gutes Maß. Der Ursprung liegt in der Antike: Damals wurde dem Wein das Harz beigemischt, um ihn haltbarer zu machen.

Graffitis

In Athen ist während der krísis eine Epidemie ausgebrochen: Graffititis. Inzwischen gilt die griechische Metropole als europäische Hauptstadt der Sprayer. Die Polizei stellt zwar kein Material zur Verfügung, lässt die Street-Art-Künstler aber nahezu ungehindert gewähren. Die Zahl wahrer Kunstwerke ist fast höher als die sinnloser Schmierereien. Sprachbotschaften kommen auch international rüber: Oft sind die Slogans auf Englisch verfasst. Hochburgen der Sprayer sind die Stadtviertel Exarchía und Psirrí. In der Odós Pitáki in Psirrí kommt es sogar zur Symbiose mit Lichtkünstlern: Über der gesamten Gasse hängen Tausende von Wohn- und Schlafzimmerlampen.

Große Runde

Eine gute paréa spielt für das Wohlbefinden der meisten Athener eine entscheidende Rolle. Sie sitzen nur ungern allein im Café oder in der Taverne, gehen lieber mit Familie und Freunden auf Reisen als allein, suchen stets die richtige Gesellschaft – eben eine paréa. Als Urlauber bemerkst du das besonders in Tavernen und Restaurants. Da bestellt die paréa, also in diesem Fall die Tischgemeinschaft, fast immer viele verschiedene Gerichte gemeinsam. Der Kellner bringt, was die Küche fertig hat, und stellt es in die Mitte des Tisches. Jeder hat einen leeren Teller vor sich und nimmt sich wovon er mag, so viel er mag. Die Rechnung übernimmt traditionell oft einer aus der paréa für alle. Vor allem bei jüngeren Athenern wird es allerdings allmählich üblich, sich die Kosten nach dem Bezahlen zu teilen.

Letzte Rettung

Kioske sind ein typisches Athener Kulturgut. Sie stehen gleich mehrfach auf jedem Platz und an fast allen Kreuzungen, sind meist von frühmorgens bis spätabends durchgehend geöffnet und bieten fast alles, was man unerwartet brauchen könnte: Zigaretten und Feuerzeuge ebenso wie Kondome und Aspirin, Seife und Kamm. Kioskbetreiber kann nicht jeder werden: Die Lizenzen werden bevorzugt an sozial Schwache und Behinderte sowie deren Angehörige vergeben. 

Kraftbrühe

Am Ende eines langen Abends essen viele Athener gern noch eine kräftige Suppe aus Rinderkutteln und -füßen: die patsá. „Gebraut“ wird sie in großen, manchmal sogar fest eingemauerten Bottichen. Die meist rund um die Uhr geöffneten Patsá-Lokale sind an den Essigflaschen auf den Tischen zu erkennen. Das wohl urigste Patsá-Erlebnis bieten die Athener Markthallen. Wenn die Stadt langsam erwacht, treffen dort Nachtschwärmer und Marktbeschicker zusammen.

Krísis

Die Straßencafés sind voll, die Shopping Bags auch. Nachts scheint kaum jemand zu schlafen, die gelben Taxis sind gut ausgelastet. Kaum zu glauben, dass Griechenland in der Krise stecken soll. Und doch ist sie da und noch lange nicht vorüber. Aber die Griechen sind das wirtschaftliche Auf und Ab ja gewohnt und haben sich schnell angepasst. Man kauft halt billiger ein und verzehrt im Lokal weniger, bleibt länger bei einem Getränk sitzen. Geht doch! So steckt man die vielen Lohn- und Rentenkürzungen weg, die ihnen seinerzeit nach Meinung der meisten Athener der damalige deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble eingebrockt hat. Die Wirte und Geschäftsleute spielen mit, geben Steuererhöhungen kaum weiter an ihre Kundschaft.

Wo er trotz internationaler Überwachung darf, verhält sich auch der Staat sozial: Busse und Bahnen sind preiswerter als überall sonst in Europa, Rentner und Studenten dürfen mit vielen Ermäßigungen rechnen. Bettler sind nicht häufiger als in anderen europäischen Metropolen – und wo Not herrscht, wird sie oft gut kaschiert. So fahren manche Armenküchen ihre Lieferungen an Bedürftige sogar als Pizza-Bringdienst aus. 

Müllenergie

Die Müllabfuhr kommt in Athen täglich so früh, dass sie auch als Wecker agiert. Wer will, kann seinen Müll getrennt sammeln, die Abwässer werden zentral auf einem unbewohnten Inselchen vor Piräus geklärt, die verbleibenden Feststoffe werden getrocknet und im Ausland, auch in Deutschland, zur Stromerzeugung genutzt.

Der elektrische Strom, den die Athener verbrauchen, stammt allerdings nach wie vor größtenteils aus Kraftwerken, die im Tagebau geförderte heimische Braunkohle (vorwiegend aus Westmakedonien) verbrennen; Solarenergie wird bislang immerhin häufig zur Warmwasseraufbereitung genutzt.

Wundergläubig

Fast alle Griechen gehören der griechisch-orthodoxen Kirche an. Sie erkennt den Papst nicht als Oberhaupt an. Orthodoxe Priester dürfen heiraten. Gottesdienste dauern oft zwei bis drei Stunden, während derer die Gläubigen kommen und gehen. Besondere Bedeutung haben in der Orthodoxie die vielen Heiligen. Viele Griechen glauben daran, dass sie Wunder bewirken können, und wenden sich bei Problemen an die Ikonen, auf denen der „zuständige“ Heilige dargestellt und durch sie nach orthodoxer Auffassung auch in der Kirche präsent ist.

Zeus & Co.

Zeus galt den alten Griechen als mächtigster Gott. Ihm zu Ehren wurden die Olympischen Spiele veranstaltet. In Athen errichtete man den Tempel des Olympischen Zeus. Zeus’ Bruder Poseidon, dem ein bedeutendes Heiligtum am Kap Soúnion geweiht wurde, war für das Meer und die Erdbeben zuständig. Der Bruder Hades hütete die Totenwelt, zu der man einen Zugang im Heiligtum von Eleusis vermutete. Gemahlin des Zeus war Hera. Ihr einziger gemeinsamer Sohn war Hephaistos, für den man einen Tempel auf der antiken Agorá errichtete. Aus einem der außerehelichen Verhältnisse des Zeus ging Apoll hervor, der Gott der Schönheit und des Lichts. Sein Hauptheiligtum lag in Délfi. Diónysos war der Gott der Fruchtbarkeit, des Weins und des Theaters. Ihm huldigte man einst im Theater des Diónysos unterhalb der Akrópolis und bis heute in allen Tavernen.

Lesestoff & Filmfutter

Bücher
Drei Grazien 

Im neuesten Fall des Krimi-Kultautors Pétros Márkaris ermittelt Inspektor Kóstas Charítos an der Athener Universität. Ein gehöriges Maß Gesellschaftskritik gehört wie immer auch hier dazu. (2018)

Der große Plan 

Wolfgang Schorlau, Spezialist für Politkrimis, lässt seinen Kommissar Dengler in seinem neuesten Fall die Machenschaften der „GriechenlandRetter“ aufdecken – ein hochbrisantes Buch! (2018)

Filme
Sonntags Nie 

In Piräus spielender Filmklassiker aus dem Jahr 1960 mit Melina Mercouri und Jules Dassin, der auch Regie führte. Der Film erzählt die Geschichte eines amerikanischen Touristen, der eine griechische Prostituierte auf den Pfad der Tugend führen will. Als DVD erhältlich

Kleine Wunder in Athen 

Die nachdenklich stimmende Filmkomödie von Filíppos Tsítos spielt im Milieu eines kleinen Athener Ladenbesitzers und seiner griechischen und albanischen Freunde. (2009)

Fakten

Einwohner
664.046
Fläche
39 km²
Sprache
Griechisch
Strom
230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum
nicht notwendig
Ortszeit
00:07 Uhr
Zeitverschiebung
1 h (zu MEZ)
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