Deutscher Reisepass auf Weltkarte
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Entscheidender Check: So kann ein gültiger Reisepass den Urlaub verhindern

Bei den Ferienvorbereitungen sollte möglichst früh ein prüfender Blick in den Reisepass geworfen werden. Viele Länder verlangen, dass das Dokument noch sechs Monate gültig ist – unabhängig von der Dauer des Aufenthalts. Auf diese Punkte solltest du unbedingt achten.

von Jonathan Berg, MARCO POLO Redaktion, 13.03.2024

Entscheidender Check: So kann ein gültiger Reisepass den Urlaub verhindern

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Bei den Ferienvorbereitungen sollte möglichst früh ein prüfender Blick in den Reisepass geworfen werden. Viele Länder verlangen, dass das Dokument noch sechs Monate gültig ist – unabhängig von der Dauer des Aufenthalts. Auf diese Punkte solltest du unbedingt achten.

von Jonathan Berg, MARCO POLO Redaktion, 13.03.2024

Flug und Reise sind bezahlt, der Pass ist gültig und doch ist am Zielflughafen die Traumreise bereits zu Ende. Dieses ärgerliche Szenario lässt sich mit einer gründlichen Urlaubsplanung verhindern. Denn viele Länder begnügen sich nicht einfach mit einem während des Aufenthalts gültigen Reisepass. Oft muss das Dokument noch mindestens sechs Monate gültig sein. Hier ist der genaue Wortlaut aber entscheidend.

Generell gilt: Bei Reisen ins Ausland gehört für den Grenzübertritt ein Reisepass ins Gepäck. Außerhalb der Europäischen Union reicht der deutsche Personalausweis meist nicht aus. Ohne gültigen Reisepass kann nicht nur der Urlaub im Eimer sein. Der Betroffene muss zudem damit rechnen, dass ihm die Rückkehr nach Deutschland verwehrt wird, wie das Auswärtige Amt warnt.

Vorausschauende Planung erleichtert das Reisen

Das wichtigste Dokument ist daher der elektronische Reisepass, auch ePass genannt, mit dem bordeauxroten Einband. Er ist zehn Jahre lang gültig, bei Bürgern unter 24 Jahren nur sechs Jahre. Auch wegen der langen Gültigkeitsdauer haben wohl die wenigsten Menschen deren Ende genau im Blick. Tipp: Schau doch mal schnell nach und vermerke eine rechtzeitige Beantragung des neuen Reisepasses in deinem Kalender.

Für Aufenthalte in den USA muss das Dokument nur bis einschließlich des Tages der Ausreise gültig sein. Viele Länder aber verlangen, dass der Pass bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist. Dazu zählen beispielsweise Thailand, Kuba und Ägypten. Der Wüstenstaat akzeptiert übrigens auch die Einreise mit dem Personalausweis. Dann wird eine spezielle Einreisekarte ausgestellt, für die zwei biometrische Passfotos mitgebracht werden müssen. Das Auswärtige Amt informiert im Internet über die Bestimmungen für jedes Land. Achte dabei unbedingt auf den genauen Wortlaut. Für China etwa müssen die Reisedokumente zum Zeitpunkt der Visumsbeantragung noch ein halbes Jahr gültig sein. Und bei Israel setzt die Sechsmonatsfrist erst am Ende der Reise ein.

» Reiseinformationen des Auswärtigen Amtes

Sicherheitspuffer ist sinnvoll

Die Bestimmungen zur Gültigkeit mögen unnötig streng erscheinen. Sie dienen aber letztlich auch der Sicherheit des Reisenden. Schließlich können eine Erkrankung oder ein Unfall den Auslandsaufenthalt unerwartet verlängern. Außerdem werden Touristenvisa für festgelegte Intervalle vergeben, manchmal bis zu 180 Tage. Da muss der Reisepass diese Dauer eben abdecken, auch wenn die tatsächliche Urlaubsdauer kürzer sein sollte.

Hast du erst spät entdeckt, dass dein Reisepass nicht mehr lang genug gültig ist, ist nicht alles verloren. Du kannst bei deiner zuständigen Passbehörde das Dokument im Expressverfahren beantragen. Reicht die Zeit dafür nicht aus, gibt es noch einen vorläufigen Reisepass mit grünem Einband, der maximal ein Jahr gültig ist. Manche Länder erkennen diese Zwischenlösung aber nicht an und gewähren damit keine visumfreie Einreise, zum Beispiel die USA. In Notfällen kann die Bundespolizei an der Grenze beziehungsweise am Flughafen einen Reiseausweis als Passersatz ausstellen. Dazu solltest du unbedingt vor Reiseantritt bei der Hotline der Bundespolizei nachfragen. Die Hotline unter der Nummer 0800-688-8000 ist rund um die Uhr besetzt.