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Grüß Gott und Servus! Heute schon gehört? Na, dann bist du ja schon mal gut angekommen in der bayerischen Metropole und sprachlich südlich gepolt. Jetzt heißt es Augen aufmachen und Münchens junge, innovative, subkulturelle Seiten genauso entdecken wie klassische, traditionsreiche Orte. Lass dich nach Lust und Laune treiben und mach dir ein persönliches Bild von „Minga“ und seinen lebensfrohen Einwohnern.
Der Gründergeist läßt grüßen
Es hat sich nämlich eine ganze Menge getan in den letzten zehn Jahren. Die großen Weltkonzerne und den berühmten FC Bayern gibt es natürlich immer noch, aber hinzugesellt hat sich ein ganz neuer Münchner Gründergeist, der zahlreiche kleine Geschäfte, Kultur- und Gastrobetriebe hervorgebracht hat. Immer mehr neue Manufakturen, Minibrauereien, Designerläden, Delikatessen und Getränke tragen heute das inoffizielle Gütesiegel „Made in Munich“. München setzt auf lokale, nachhaltige Marken und Produkte – und die Münchner nehmen den Trend begeistert an. Lass dich inspirieren vom neuen Münchner Esprit, der die alten Vorurteile über die bayerische Hauptstadt („Laptop und Lederhosen“) zusehends in den Schatten stellt. Vorausgesetzt, du steuerst nicht nur die touristischen Hotspots an, sondern lässt dich auf eine Entdeckungsreise ein. Denn jeder Stadtteil besitzt seinen ganz eigenen Charme, selbst benachbarte Viertel haben oft einen ganz unterschiedlichen Reiz.
Viertel mit Charakter
Angefangen mit der Altstadt, wo rund um den Marienplatz und den Alten Peter das Herz der Bayernmetropole schlägt. Von dort ist es ein Katzensprung in Münchens umtriebigstes Viertel rund um den Gärtnerplatz, das sich vom Kleinbürgerviertel zum modernen Quartier für solvente Künstler, Familien und die schwule Community entwickelt hat. In der Maxvorstadt und in Schwabing mischen sich dagegen Studenten, Kunstinteressierte und Bohemiens mit Shoppingtouristen. Den größten Wandel erfuhren in den vergangenen Jahren jedoch das Westend rund um die Schwanthalerhöhe oberhalb der Theresienwiese und Giesing: Im Westend siedelten sich viele Künstler und Kleingastronomen an, in Giesing lacht uns der Gegenentwurf zum sonst so schicken München ins Gesicht. Hier scheinen die althergebrachten Klischees über die bayerische Hauptstadt nicht zu gelten. Wobei, eines lässt sich nicht leugnen: München war und ist schon immer vieles gleichzeitig, nur hat das Tempo der Veränderungen zugelegt: München ist traditionell und modern, schwarz und rot, FC Bayern und 1860 München, familiär und single, Großstadt und Provinz, Hightechbastion und Trachtenwerkstatt, Villenvorort und Glasscherbenviertel.
Geschichte
1158
Herzog Heinrich der Löwe brennt die Freisinger Salzbrücke nieder und gründet damit die Stadt München
1255
Nach der Landesteilung verlegt Herzog Ludwig II. seine Hofhaltung nach München
1806
Bayern wird Königreich und München königliche Residenz- und Hauptstadt
12.10.1810
Die Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese legt den Grundstein fürs Oktoberfest
1918
Revolution; Kurt Eisner erklärt Bayern zum Freistaat
8./9.11.1923
Der Putschversuch der Nationalsozialisten scheitert
1935
München wird „Hauptstadt der Bewegung“
1957
Die Stadt zählt 1 Mio. Einwohner
1972
Austragung der Olympischen Sommerspiele
26.9.1980
Beim Oktoberfest-Attentat sterben 13 Menschen, über 200 werden verletzt
2024
München bekommt mit dem SAP Garden eine neue Sportarena
Medienmetropole mit Trachtentradition
Zwar darf das Klischee vom bärtigen Stammtischbruder im Wirtshaus und der mit Geld um sich werfenden Schickeria ruhig weiterleben, aber zunehmend gesellt sich zu diesem Bild auch das einer dynamischen, zukunftsorientierten Stadt, deren Jugend alte Traditionen wiederentdeckt – und neu für sich interpretiert. Ein gutes Beispiel ist der Wandel der Tracht: Viele junge Münchner gehen – vor etwa 20 Jahren noch unvorstellbar – heute in Dirndl und Lederhosen zur Wiesn. Darunter auch viele Neubürger aus der Medienbranche, auf die München immer noch eine hohe Anziehungskraft ausübt. Diese versuchen ihr Glück u. a. in einem der über 200 Buch- und Zeitschriftenverlage, die München zu einer der größten Verlagsstädte der Welt machen. Für Münchens Ruf als Medien- und Wissenschaftsstandort sind auch die Ludwig-Maximilians-Universität und die Technische Universität verantwortlich. Beide Unis gehören mit insgesamt rund 100 000 Studenten zu den führenden Hochschulen Europas, was auch für die Münchner Filmhochschule gilt, die bereits mehrere Oscar-Nominierte und -Gewinner wie Caroline Link und Florian Henckel von Donnersmarck hervorbrachte. Und auch Kino-Kassenschlager wie „Fack ju Göhte“ kommen aus München.
Grünes Millionendorf
Trotz aller Internationalität und Weltoffenheit trägt die Stadt ihren Beinamen „Millionendorf“ nicht ganz zu Unrecht – doch es lässt sich ganz gut leben mit diesem Klischee: Wenn du bei deinen Spaziergängen die Hauptstraßen verlässt, wirst du Straßenzüge entdecken, die einen geradezu dörflichen Charakter haben. Falls das Wetter mitspielt, wirst du zudem feststellen, wie viele Münchner es nach draußen zieht – an die Ufer der renaturierten Isar, in die vielen grünen Stadtgärten oder auch nur für eine kurze Rast zur nächsten Parkbank.
In Zahlen betrachtet ist München aber dann doch nicht so klein, wie es manchmal wirkt: Die drittgrößte Stadt der Bundesrepublik hat die 1,5-Mio.-Einwohner- Schallmauer längst geknackt, Tendenz weiter steigend. Die Anziehungskraft der Stadt hängt mit der hohen Lebensqualität, den vielen Freizeitmöglichkeiten in Alpennähe und mit der gleichbleibend guten Wirtschaftsentwicklung zusammen. So ziehen jährlich mehr als 100 000 Menschen nach München. Aber auch der Babyboom spielt eine wichtige Rolle. Die Geburtenrate übersteigt die Zahl der Todesfälle seit einigen Jahren um etwa 5000 pro Jahr. Die Stadt sorgt in Anbetracht dieses Zuwachses schon mal vor und realisiert ein Bauvorhaben nach dem anderen: ein neues Wohnviertel in Freiham ganz im Westen, Wohnraum in ehemaligen Kasernen und das architektonisch beeindruckende Werksviertel hinterm Ostbahnhof, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch der Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke zwischen Leuchtenbergring und Laim ist ein untrügliches Zeichen für das Anwachsen und die Erneuerung Münchens.
Bars und Beats geballt im Zentrum
Erneuert hat sich München auch als Ausgehstadt. War in den Neunzigern das Nachtleben noch eher auf ausgelagerte Partykomplexe am Stadtrand verteilt, sind heute die wichtigsten Bars und Clubs mitten im Zentrum. Auch ausgediente Industriehallen oder Kraftwerke werden gerne mal für subkulturelle Zwecke oder Pop-up-Stores zwischengenutzt. Zwischen Sendlinger Tor und Maximiliansplatz flanieren nun Nachtschwärmer bis in die frühen Morgenstunden vorbei an Bars, Cafés und Clubs, in denen ausgiebig gefeiert wird. Ebenso groß wie das Party- ist das kulturelle Angebot in der Landeshauptstadt: Oper, Theater, Ballett und Literatur genießen nach wie vor einen hohen Stellenwert, besonders die Festivals – wie die Opernfestspiele, das Filmfest München oder das Tollwood-Festival – sind feste Größen im Veranstaltungskalender und locken Tausende Besucher an.
Eine Stadt mit viel Historie
Auch kulturhistorisch hat München mit seinen steinernen Zeugen aus über 860 Jahren Stadtgeschichte viel Interessantes zu bieten. München wird 1158 das erste Mal urkundlich erwähnt, nachdem Herzog Heinrich der Löwe die damalige Zollbrücke bei Freising zerstören und eine neue Brücke isaraufwärts in „Munichen“ errichten ließ. Markt und Münze kommen hinzu, München ist damit gegründet. Ab 1255 hinterlassen die Wittelsbacher Spuren im Stadtbild, zunächst mit dem Alten Hof, später mit der Residenz und den Schlössern Nymphenburg und Schleißheim. Während des Spanischen Erbfolgekriegs haben die Österreicher hier kurzzeitig das Sagen und 100 Jahre später, im Jahr 1800, nimmt Napoleon München ein. Sechs Jahre darauf wird Bayern Königreich und München Sitz der Verwaltung. Nicht nur Luftschlösser baut schließlich König Ludwig II., der Märchenkönig, der heute noch von vielen Bayern verehrt wird: Schloss Neuschwanstein bei Füssen im Allgäu gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands.
Bewegte Zeiten
IM 20.JH. In der ersten Hälfte des 20.Jhs. spielt München keine rühmliche Rolle: Zwar startet Kurt Eisner hier 1918 die Novemberrevolution, doch wenig später wird München zur Hauptstadt der braunen Bewegung; als Ort der Gründungssitzung der NSDAP wählt Hitler das Münchner Hofbräuhaus. Während des Zweiten Weltkriegs wird die halbe Stadt zerbombt, aus den Trümmern entsteht nach und nach wieder Neues: Der Olympiaberg beispielsweise ist das Ergebnis einer jahrelangen Schuttanhäufung. Noch heute ist am Schauplatz der Olympischen Sommerspiele 1972, die auch aufgrund einer blutigen Geiselnahme in Erinnerung bleiben, ein großes Freizeitareal zu finden.
Absage an die Gigantomanie
Die schrecklichen Ereignisse von damals waren sicher nicht der Grund, warum sich die Münchner gegen eine neuerliche Olympiabewerbung aussprachen. Es ist eher eine schwer greifbare Stimmung, die sich gegen weiteres Wachstum und Gigantomanie wendet. So stimmten die Einheimischen nicht nur gegen eine Austragung der Olympischen Winterspiele 2022, sondern auch gegen die dritte Startbahn am Münchner Flughafen. Trotzdem ist die Diskussion darüber noch im Gang. Typisch für München: Über Politik wird gern ausgiebig gestritten.
Bio und Fairtrade hoch im Kurs
Ein klarer Trend ist auch nicht vom Tisch zu wischen: Zunehmend mehr Münchner stehen auf „grün“, wenn es um faires Einkaufen, Bioprodukte und Umweltdenken geht. Ins Zentrum dürfen nur noch Autos mit der richtigen Plakette, und geradelt wird im gut ausgebauten Wegenetz – es ist mehr als 1200 km lang –, wann immer es geht. Natürlich spielt dabei auch das überwiegend gute Wetter eine entscheidende Rolle. Nach Feierabend sich noch schnell aufs Fahrrad schwingen und in den Biergarten radeln – das gehört zur Münchner Lebensart einfach dazu. Wie wär‘s? Schnapp dir doch auch ein Leihrad und fahr mitten rein ins süße Münchner Leben.
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