Zell am See So soll der Winter sein

Ein Gletscher, Traumpisten, gute Musik und Berge in schönstem Winterweiß, dazu Routen für Genießer und viel Geselligkeit - gute Gründe für eine Reise nach Zell am See und Kaprun im verschneiten Salzburger Land.

Es ist einer dieser Skitage, die man für den Rest seines Lebens im Gedächtnis behält: Der Himmel ist blau, die Sonne scheint, der Schnee ist perfekt.

Oben auf der Schmittenhöhe (2000 Meter) herrscht Hochbetrieb: Noch zweimal die schöne Sisi-Piste runter, zur Pinzgauer Hütte und mit der Kapellenbahn wieder nach oben – dann ist dringend eine Pause fällig.

Easy Living im Restaurant des Berghotels Schmitten: Es läuft La Traviata – laut, sehr laut sogar, und irgendwie passt es gut. Drüben sieht man das Kitzsteinhorn in der Sonne glänzen, der Schnee auf den sanften Hängen des Gletschers ist perfekt, die Skifahrer sehen von hier aus wie kleine Punkte. Sie scheinen im Takt mitzuschwingen.

Oben schwebt ein Paraglider am bunten Schirm, und auf der Speisekarte stehen so wunderbare Dinge wie Kaspressknödel-Suppe, Pinzgauer Kasnocken, Kaiserschmarrn, aber auch Linguine mit Meeresfrüchten oder Apfelstrudel mit Vanillesoße, dazu gibt’s an Getränken alles, vom Almdudler über Bier, Grünen Veltliner bis zur bewährten Flirt-Starthilfe Wodka-Feige.

Weitläufig und Harmonisch

138 Pistenkilometer: Das Skigebiet von Zell am See und Kaprun ist damit eines der weitläufigsten im Salzburger Land und schon seit vielen Jahren sehr beliebt beim internationalen Publikum. Kein Wunder, langweilig wird der Winterurlaub hier nicht: Neben den 21 blauen, 23 roten und 13 schwarzen Pisten gibt es für Snowboarder mehrere Snowparks, einen kostenlosen Skibus, 30 gemütliche Skihütten und Jausenstationen und für Langläufer mehr als 30 Kilometer präparierter Loipen. Eine der schönsten ist der zehn Kilometer lange Rundkurs um den zugefrorenen Zeller See.

Eine harmonische Landschaft: Hier gehen die Pinzgauer Grasberge sanft in die Kitzbüheler Alpen über. Die Berge zeigen sich von ihrer freundlichen Seite – verschneite Almwiesen statt schroffer Felsen, offene Täler statt finsterer Schluchten. In der Schnaps-Hans-Alm auf der Schmittenhöhe blubbert der Discjockey vor sich hin, er begrüßt vielsprachig die Skifahrer aus Dänemark, aus Katar, aus Schweden „und ganz besonders die Freunde aus den Niederlanden und aus good old Russia“. Musikalisch wechselt er lässig zwischen Mozart, Supertramp, Verdi, Wolfgang Ambros und Eminem.

Am Nachbartisch rechts lümmelt ein junger Ski-König aus der Steiermark in der Sonne, er legt den Kopf zurück und sagt, was alle denken: „a Wahnsinn!“ Schnaps-Hans, der Discjockey, ist schon längst Kult. www.schnaps-hans.at steht über seiner Discjockey-Kabine; „and, my friends, I can tell you – more than 200 000 visitors have been on my Website“, sagt er gern. Es ist wahrlich ein großer Spaß, in der Sonne auf der Terrasse zu sitzen und zuzuschauen: dem Spektakel auf der Piste und ebenso dem Spektakel an der Bar.

Mozartstadt bis Gipfelwelt

Das Kitzsteinhorn, über dem Bergsteigerdorf Kaprun gelegen, ist 3029 Meter hoch, ein Gletscherskigebiet, in dem man auch im März und April noch Ski fahren kann, wenn im Tal schon lange der Frühling Einzug gehalten hat. Es gibt aber noch ein paar Gründe mehr, in drei oder vier Seilbahnsteps auf den Gipfel zu fahren: die weiten Gletscherhänge, die wunderbaren blauen und roten Pisten. Und die Gipfelwelt 3000 – mit Kino, Panoramaplattform und einem neuen Restaurant. Im „Cinema 3000“ genießen Zuschauer auf einer acht Meter breiten Leinwand riesige Panoramabilder und Naturstimmungen.

Mit dem Verlassen der Seilbahn und Gipfelstation tauchen die Besucher ein in die Mystik und Stille des Berges. Der 360 Meter lange Stollen ist sowohl der Weg zur Aussichtsplattform als auch ein Erlebnis für sich. Im Verlauf der Strecke sind Infobereiche zu diesen Themen eingerichtet: Technik in der 3000er Region, Tauerngold, Kristallschätze und Entstehung der Hohen Tauern. Der großartigste Ausblick am Kitzsteinhorn bietet sich von der Nationalpark Gallery am Endpunkt des Stollens. Auf der Aussichtsplattform steht man inmitten der Gipfelwelt des Nationalparks Hohe Tauern und blickt auf 30 Dreitausender, unter anderem auf Österreichs höchsten Berg, den Großglockner.

Was die Anreise angeht, hat dieses Skigebiet einen ganz speziellen Vorteil: Es ist ohne Maut zu erreichen, man biegt nur bei Bad Reichenhall von der Autobahn ab und fährt etwas mehr als eine Stunde über Lofer und Saalfelden nach Zell am See. Und wenn man doch einmal genug hat vom Skifahren und vom Wintersport, dann ist Salzburg nicht weit. Einen Ausflug ist die Mozartstadt allemal wert – bummeln, shoppen, ein Konzert genießen oder ein Besuch in einem der vielen Museen. Wer im Spätwinter reist, erwischt in Salzburg vielleicht schon den Frühling: Die Sonne wärmt fleißig, und der Tag beginnt genüsslich mit einem zweiten Frühstück zum Beispiel auf der Terrasse des traditionsreichen Cafés Tomasselli am Alten Markt.

An Schneetagen aber, wenn der Himmel blau ist und der Schnee „gführig“, dann ist es Zeit, wieder mit diesen schönen neuen Gondeln, die übrigens von Porsche-Design gestaltet worden sind, schon früh hinaufzufahren auf die Schmittenhöhe und am besten alle 29 Pisten mindestens einmal abzufahren. Zum Mittagessen muss es dann in jedem Fall wieder die Schnaps-Hans-Alm sein. Schon allein wegen des Spektakels und wegen der Musik. Man weiß nie, ob gerade Mozart läuft oder Eminem oder Metallica – aber irgendwie passt es immer.

>> Offizielle Tourismusseite des Salzburger Landes

>> Zell am See/Kaprun 


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