Die Küche der Kiwis Kulinarisches Neuseeland - Einfach Gut

Leckere Lammgerichte, feiner Fisch, Langusten und Bluff Oysters stehen auf Neuseelands Speiseplan, und vieles mehr. Auch der Wein kann sich sehen lassen. In aller Stille hat sich die Küche der Kiwis gewandelt – von einfach und bodenständig bis hin zu sterneverdächtig raffiniert und gut.

Unter Freunden: In netter Gesellschaft schmeckt es doppelt gut | © MARCO POLO travel magazine

Die neuseeländische Küche zählt heute zur Spitzenklasse, die heimischen Grundnahrungsmittel sind von hervorragender Qualität. Was lässt sich nicht alles aus zartem Lammfleisch kreieren? Rindfleisch wird oft und gerne als Steak verspeist: Filet, Rump- und Sirloin steak unterscheiden sich in Zartheit und Preis. Besonders saftig bleibt das marmorierte Rib Eye Filet. Die tellergroßen T-Bone-Steaks eignen sich für den Bärenhunger.

Venison ist Fleisch vom neuseeländischen Wild, das, ob Reh oder Hirsch, fast zahm hinter den Zäunen von Farmen gehalten wird. Ganz wild sind die Neuseeländer auf chicken, ob als gebratene Hühnerbrust oder panierte Hähnchenschenkel. Um die Mittagszeit füllt chicken, gut sortiert, die Vitrinen der Selbstbedienungstheken in kleinen Imbissen und Coffee Shops. Im Angebot sind auch phantasievoll zubereitete Häppchen wie Sandwiches, rolls (Brötchen) und pies (kleine herzhafte Kuchen).

Morgens gibt’s nur eines: English Breakfast, das Frühstück zum Sattwerden mit Eiern und Schinken, Würstchen und/oder Fisch und hash browns, knusprigen, kleinen Bratkartoffeln.

Einwanderer aus aller Herren Länder haben die gastronomische Vielfalt vergrößert: Kleine, feine chinesische Res­taurants findet man fast überall; die Italiener wagen sich inzwischen mit mehr auf den Tisch als Lasagne und Cannelloni; französisch kochen in der Regel die Gourmettempel; den zahlreichen japanischen Touristen huldigen vor allem Sushibars mit ihren rohen Fischhappen. Auch Austern-Liebhaber kommen auf ihre Kosten. 1 kg Pazifikaustern im Plastikschälchen ist bei einer Oyster Farm in der Bay of Islands schon für rund 9 Euro zu haben. Die Bluff oysters, benannt nach der Stadt auf der Südinsel, gibt’s meist nur von Ende März bis August.

Auch mit kleinem Geldbeutel muss man nicht auf Langusten (crayfish) verzichten. Meist werden die Tiere knallrot, weil schon gekocht und damit verzehrbereit, in unterschiedlichen Größen verkauft. Gute Adressen sind die kleinen Verkaufsstände um Kaikoura sowie in Whitianga (Coromandel-Halbinsel).

Reich gefüllt ist der Obstkorb Neuseelands. Außer verschiedenen Apfel- und Birnensorten locken nashis, saftige Kreuzung von Birne und Apfel, und preiswerte Avocados und Kiwis, außerdem die kumara, die Süßkartoffel. Weil Bienenvölker an der Fülle blühender Vegetation ihre wahre Freude haben, liefern sie delikate Honigsorten.

Auch Weintrinker kommen hier nicht zu kurz. Riesling, Chardonnay, Cabernet-Sauvi­gnon und Müller-Thurgau sind Rebsorten, die auch auf neuseeländischem Boden gedeihen. Besonders wohlschmeckend und sehr beliebt wegen ihres bekömmlichen Aromas sind Sorten Sauvignon Blanc und Pinot Noir. Dry oder medium dry – richtig populär als ordentlicher Tischwein ist der günstige „Cask“-Wine im Minicontainer (3 l). Sparkling wine brut (trockener Sekt) hat Klasse bekommen. Die Hawke Bay und die Auckland-Region sind bekannt für gute Rotweine, Marlborough mehr für ausgezeichnete Weißweine. Biergläser kommen wie in England randvoll und ohne Schaum auf die Theke. Sehr beliebt sind die vielen kleinen Boutique-Brauereien, auch Mikro-Brauereien genannt, die Sie zuverlässig über die Website www.beertourist.co.nz finden. Riesengroß ist die Auswahl bei Fruchtsäften, die aufgrund der Apfelschwemme gern über eine apple base von bis zu 75 Prozent verfügen, d.h. auch Orangen- und Kirschsaft sind zu drei Vierteln mit Apfelsaft versetzt.


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