Stadt. Land. Fluss. Und Garten. Herzlich Willkommen in Franken

Die schönen fränkischen Städte wie Würzburg, Aschaffenburg und Rothenburg ob der Tauber haben einfach alles zu bieten. Folgen Sie uns zu einem Streifzug durch eine Region, in der Kulturfreunde und Genießer genauso glücklich werden wie Liebhaber großer Parkanlagen und Gärten.

Im Frankenland widmet man sich gerne der Freude und dem Genuss am Leben

Gehören Sie auch zu den Leuten, denen Urlaubsplanung nicht ganz so leicht fällt? Oder packt Sie gar das nackte Grauen bei dem Gedanken, weil unter Garantie jeder Mitreisende etwas anderes erleben möchte? Der eine will Kultur, der andere lieber Biergarten. Einer will eine Städterundreise, der nächste nur was Grünes und Ruhe und Blumen. Und möglichst mediterran soll es obendrein sein. Denn Italien sei zwar wunderschön, aber manchmal ja so voller Touristen. Aber nun ist Schluss mit der Zauderei, Sie können jetzt aufatmen – denn diese drei fränkischen Städte tun ihr bestes, unterschiedlichste Urlaubswünsche zufriedenzustellen.

Die Zierden Frankens

Würzburg, Aschaffenburg und Rothenburg ob der Tauber zählen zu den Zierden Frankens – und an Parks und Gärten können sie wahre Schmuckstücke vorweisen. Auch wenn Franken nicht ganz in der Mitte Deutschlands liegt: Es liegt für viele um einiges näher an Zuhause als etwa Italien, das Klima ist einen Tick milder als anderswo im Land – und Fränkischer Frohsinn und reine Lebensfreude sind hier sowieso ständig Programm.

Ein großartiger Einstieg für die Reise zu Städten und Gärten Frankens ist Würzburg. Na klar, über die Alte Mainbrücke muss man wenigstens einmal gegangen sein – oder auch eine Pause in einem der Weinstübchen am Ende der Brücke eingelegt haben. So ist das nämlich in Franken, hier wird kein Genussmoment ausgelassen, selbst beim Gang über den Fluss.

Die Residenz in Würzburg birgt so viele Schätze, dass man viel Zeit braucht, um alles zu sehen

Munter plaudernd sitzen die Menschen in der frühen Nachmittagssonne beisammen und erfreuen sich offenkundig an Wein, Gespräch und an ihrer schönen Stadt. Weinfreunde haben es in Würzburg ohnehin gut, an den Hängen ringsum gedeihen die Trauben, und in Institutionen wie den Kellereien des Juliusspitals reifen gute Tropfen zur Vollendung.

Wer vielleicht das Gefühl hat, nach so viel Genüssen noch etwas für die Gesundheit tun zu wollen, dem sei der Garten im nahegelegenen Franziskanerinnen-Kloster Oberzell ans Herz gelegt. Auf sorgsam angelegten Wegen erfährt man anhand kleiner Schiefertafeln, welches Kraut gegen welches Leiden gewachsen ist. Es werden sogar mehrtägige Seminare zur Klostermedizin veranstaltet – dort kann man nach ausgewählten Rezepturen seinen eigenen Gesundheitstrunk brauen.

Wenn Sie schon mal in Würzburg waren und die Residenz gesehen haben – gehen Sie ein weiteres mal hin! Das UNESCO-Welterbe wartet innen wie außen mit derart vielen Details auf, dass mehrere Besuche ganz sicher nicht übertrieben, sondern einfach notwendig sind, um nichts zu verpassen. Los geht das schon mit den 3D-Effekten des Tiepolo-Deckenfreskos im Treppenaufgang, von Büsten, Skulpturen, Bildern, Sälen und sonstigen Schätzen ganz zu schweigen. Man muss fast froh sein, dass von den 340 Räumen des Barockbaus „nur“ 42 als Schauräume dienen. Und dann wartet da noch der Hofgarten mit einer ganzen Fülle von Gartenplastiken – bis zur Dämmerung können Besucher hier flanieren, die reichen Schätze bewundern oder einfach an einem der vielen idyllischen Plätzchen pausieren.

Noch nicht genug von Pracht-Architektur, Gartenschau und lebendiger Geschichte?

Kein Problem – da kann man in Franken leicht eins oben drauf setzen. In Rothenburg ob der Tauber nämlich. Wer hier durch die Gassen und über die Plätze entlang herausgeputzter Fachwerkfassaden schlendert, der weiß sofort, warum sich die einstige Reichsstadt bestens als Kulisse für Historienfilme eignet.

Aber fangen Sie am besten ganz geruhsam an, zum Beispiel mit fernöstlicher Einkehr. Seit 2012 kommt man in Rothenburg nämlich zu Fuß in die eigene Mitte – der rund 5000 Quadratmeter große Lotosgarten Leyk wurde über viele Jahre mit Detailfreude und Feinsinn nach dem Vorbild asiatischer Parks errichtet. Er lädt mit kleinen Sitzinseln, Pagoden, mehreren Teichen, Bachläufen und Wasserspielen zu vergnüglichen bis meditativen Mußestunden ein. Vielleicht zieht es Sie aber auch zu höher gelegenen Plätzen – dann nichts wie ab auf die begehbare Stadtmauer. Von hier geht der Blick über den grünen Burggarten und die südliche Stadt weit hinein ins Taubertal mit Doppelbrücke und Kobolzeller Kirche.

So heiter, fachwerkidyllisch und friedvoll die Stadt auch wirkt – hier herrschte schon früh eine strenge öffentliche Ordnung. Das sieht man deutlich an dem hölzernen Käfig samt Wippgalgen im Mittelalterlichen Kriminalmuseum, einer der vielen außergewöhnlichen Sammlungen Rothenburgs. Diesen Käfig hatten zur Zeit des Mittelalters die Bäcker der Stadt zu fürchten, wenn herauskam, dass ihre Semmeln zu klein waren oder gar zu wenig wogen. Und auch anderen Handwerkern, die Murks und Nepp ablieferten, drohte die sogenannte "Bäckertaufe": Solche Lumpenhunde wurden in das hängende Gefängnis gesperrt – und dann mehrfach unter Wasser getunkt, als städtische Variante des Kielholens in der Seefahrt sozusagen. So richtig brutal ging es damals dann aber doch nicht zur Sache: Das Untertunken wurde nicht bis zum vollständigen Ertrinken vollzogen, denn es galt als eine Art Ehrenstrafe, die teils sogar als regelrechtes Volksfest zelebriert wurde.

Ob so eine Gartenreise gedeiht, ist maßgeblich auch eine Frage des passend gewählten Zeitpunkts, Gärtner wissen das genau. Die Aschaffenburger und ihre Gäste haben es allerdings gut, hier gibt es nämlich mehrere passende Zeitpunkte – schon im Frühling blühen in „Ascheberg“, wie es liebevoll genannt wird, gefühlt hunderte von Magnolienbäumen im Park Schöntal inmitten der Innenstadt. Und zu jeder Jahreszeit gibt es kaum einen angenehmeren Ort in Aschaffenburg als Park Schönbusch für eine Pause: Ein Landschaftsgarten nach englischer Art, einst vom Mainzer Erzbischof und Kurfürst Friedrich Karl von Erthal angelegt, mit dahingetupften Tempeln, Häuschen, Anwesen, Teichen, einem Dörfchen samt Schottischer Hochlandrinder und jeder Menge geschickt platzierter Sichtachsen, die den Blick auf besondere Punkte freigeben. Zum Beispiel auf Schloss Johannisburg, das Wahrzeichen der Stadt.

Das grüne Paradies

Die kunstvoll und doch wie zufällig erscheinenden Arrangements wirken das ganze Jahr über, im späten Frühjahr genauso wie im Sommer in gefälligem Sattgrün mit dem einen oder anderen Farbtupfer. So mancher Gästeführer nimmt sogar leere Bilderrahmen mit auf die Tour, durch die die ländlich-malerischen Szenen wirken wie auf einer Staffelei erschaffen – eine clevere Mischung aus Natur und Kunst. So reizvoll wie die ganze Mixtur, die die fränkischen Städte für uns bereithalten.

Dazu zählen stets dieser fränkische Frohsinn und die fast südländische Gelassenheit, die man auf der gesamten Reise genießt, als Gratis-Dreingabe sozusagen. Und was die Tour durch Städte, Gärten und Franken-Kultur dazu noch so richtig rund macht: Es hatte kein Mitreisender etwas zu meckern. Wirklich gar keiner.

Die besten Links

Wo Sie prima Pause machen können, was Sie probieren sollten und wo Sie alle wichtigen Infos finden – unsere Links für Franken:

Marco Polo Reiseführer Franken

Ob vor der Reise oder während des Urlaubs – der Marco Polo Reiseführer bietet eine Auswahl an Adressen, Ausflugszielen und Hintergrundinfos.

Tourismusverband Franken

Auf der offiziellen Website des Tourismusverbands Franken findet man allerlei Tipps zu Veranstaltungen und Locations, zudem hält diese Seite viele News, Infos und Serviceleistungen bereit.


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