Unesco-Special 10 Fakten zum Oberen Mittelrheintal: Rhein, Wein & Burgen

Der mächtige Loreley-Felsen mit seiner großartigen Aussicht über das Tal, alte Geschichten und Sagen, die sich um Schlösser und Burgen weben, weiße Dampfer auf dem großen Strom und guter Wein in Fässern und Gläsern: Das Rheintal zwischen Bingen und Koblenz zählt zu Deutschlands Sehnsuchtsorten und seit 2002 auch zum Welterbe der UNESCO. Auf der nächsten Seite finden Sie wichtige Daten und Fakten.

UNESCO-Welterbe

Im Jahr 2002 wurde diese Region unter dem Namen „Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal” zum Welterbe der UNESCO erklärt. Der Flussverlauf zwischen Bingen und Koblenz verwöhnt Urlauber auf 65 km Länge mit einer großartigen Natur, mit tollen Ausblicken, markanten Burgen, prunkvollen Schlössern und anderen Altertümern. Umgeben von alten Weinbergen liegen hier historische Städte und Dörfer und vermitteln die viel besungene Rheinromantik. Besonders angenehm: Mit einem Dampfer etwa der Schifffahrtsgesellschaft Köln-Düsseldorfer die Schönheit des Rheintals entspannt vom Wasser aus erleben. www.welterbe-mittelrheintal.de, www.k-d.com

Rüdesheim

Diese Stadt ist das südliche Tor zum UNESCO-Welterbe, hier beginnt die idyllische Landschaft, und die Burgen- und Schlösserdichte nimmt zu. Rüdesheim und das benachbarte Assmannshausen sind gute Ausgangspunkte für Erkundungen der Region. Das Herz der Altstadt von Rüdesheim bildet die berühmte Drosselgasse. Auf der gerade einmal 144 m kurzen Straße gibt es jede Menge Weingasthäuser und Gartenschänken, hier probiert man Rüdesheimer Rieslingweine oder Spätburgunder aus Assmannshausen und erlebt dabei die Gemütlichkeit der Anwohner. Im ganzen Ort bieten Winzer Weinproben und Direktverkauf an. Unweit der Stadt befindet sich das Niederwald-Denkmal. Das 38 Meter hohe Monument symbolisiert die Wiedererrichtung des deutschen Kaiserreichs nach dem deutsch-französischen Krieg 1870-1871. Hauptfigur ist die 640 Zentner schwere Germania mit der Kaiserkrone in der erhobenen rechten und dem Reichsschwert in der linken Hand. Zum Denkmal gelangt man mit der Seilbahn oder zu Fuß. Von oben bietet sich eine herrliche Aussicht ins Rhein- und Nahetal. www.ruedesheim.de

Bingen

Der Weinanbau prägt diese Stadt, bei der die Gebiete Rheinhessen, Nahe, Rheingau und Mittelrhein aufeinandertreffen. Von der schönen Uferpromende hat man einen guten Blick auf den Mäuseturm, in dem angeblich der Mainzer Erzbischof Hatto von Mäusen gefressen wurde. Im Ort kann man sich auf die Spuren der Hildegard von Bingen begeben – über das Wirken und Schaffen der Heiligen findet sich viel Wissenswertes in einer Ausstellung und im Hildegarten. www.bingen.de

Bacharach

Ein Bummel durch die altertümlichen Gassen und lauschigen Winkel der alten Weinhandelsstadt Bacharach lohnt schon wegen der vielen Fachwerkhäuser und Kirchen. Dabei passiert man u.a. die Ruine der gotischen Wernerkapelle. Besonders beeindruckend ist die gut erhaltene Stadtmauer mit Wehrgängen und Türmen. Hoch über Bacharach liegt die Burg Stahleck, von hier hat man eine tolle Aussicht über den Ort. Der historische Stadtkern gehört zu den besterhaltenen des Oberen Mittelrheintals. www.bacharach.de

 

Kaub

Vor diesem kleinen 900-Einwohner-Ort liegt die Burg Pfalzgrafenstein markant mitten im Rhein. Die Pfalz wurde als Zollburg auf einer kleinen Insel errichtet und diente – anders als andere Burgen in dieser Region – niemals als Wohnsitz. Durch Kaub führt der Rheinstieg; treppauf an einer alten Burgruine vorbei gelangt man zu einem Aussichtspavillon, von dem sich ein schöner Rhein-Blick eröffnet. www.kaub.welterbe-mittelrhein.de

Rheinsteig

Der Wanderweg führt über 320 km rechtsseitig am Rhein entlang, acht Etappen davon befinden sich im Gebiet des Oberen Mittelrheintals. Die Königsetappe verläuft zwischen Kaub und St. Goarshausen. An der engsten Stelle des Stroms wird der sonst so gemütliche Fluss deutlich gefährlicher (auch für die Binnenschiffe) und das Tal dramatischer. Auf dieser 22 km langen Etappe des Wanderwegs überwindet man ca. 1000 Höhenmeter, mehrere ausgeschilderte Aussichtsplattformen verschaffen dabei grandiose Weitblicke. www.rheinsteig.de

Loreley

„Die schönste Jungfrau sitzet, Dort oben wunderbar, Ihr gold'nes Geschmeide blitzet, Sie kämmt ihr goldenes Haar, Sie kämmt es mit goldenem Kamme, Und singt ein Lied dabei; Das hat eine wundersame, Gewalt'ge Melodei.” So dichtete Heinrich Heine in Gedanken an die schöne Loreley. Der Schieferfelsen ist eine der bekanntesten Erhebungen Deutschlands, viel besungen und Besuchermagnet zugleich. Er liegt an der engsten Stelle des Rheins, von dort oben bietet sich ein großartiger Blick über die Flussbiegungen bis hin nach St. Goarshausen mit der Burg Katz. Eine besondere Legende dreht sich um die geheimnissvolle Nixe auf dem Felsen – demnach kämmte die Schönheit dort ihre langen blonden Haare und verwirrte mit ihrem Gesang die Schiffer. Solchermaßen irritiert, kamen die Kapitäne vom Kurs ab, und ihre Schiffe zerschellten an den Riffen. Heute gibt es oben auf dem Felsen einen berühmten Aussichtspunkt; direkt nebenan befindet sich die beliebte Freilichtbühne Loreley. www.loreley-touristik.de

 

Boppard
Die schon von den Römern besiedelte Stadt ist geprägt von ihrer über 2000-jährigen Geschichte. In der Nähe des Marktplatzes findet man Ruinen der römischen Kastellbefestigung als Zeugen alter Zeit. Auch die Kurfürstliche Burg, Schloss Schöneck und die St. Severus-Kirche am Flussufer mit der Benediktiner-Propstei prägen das historische Stadtbild. Neben diesen Kulturgütern sind Weinanbau und Wandern wichtige Aspekte für den Tourismus. Durch Boppard führen zahlreiche gut ausgebaute Wege, etwa der Rheinburgenweg oder der Saar-Hunsrück-Stieg von Boppard bis Sierck-les-Bains in Frankreich. Außerdem wurden in Boppard zwischen 2012 und 2013 die Rundwanderwege („Traumschleifen”) Hasenkammer, Elfenlay, Fünfseenblick und Rheingold angelegt. www.boppard.de

Braubac

Von der Marksburg, der einzigen unzerstörten Höhenburg am Mittelrhein, hat man einen guten Blick über Braubach und das Rheintal. Die Straßen des kleinen Ortes werden von schönen Fachwerkhäusern aus dem 16. bis 18. Jahrhundert gesäumt. Neben einer gut erhaltenen Stadtbefestigungsanlage kann man außerdem die Martinskapelle aus dem 11. Jahrhundert und die Philippsburg mit ihrem romantischen Innenhof und dem Renaissancegarten erforschen. www.braubach.welterbe-mittelrhein.dehttp://braubach.welterbe-mittelrhein.de/

Koblenz

Koblenz bildet das nördliche Ende dieses UNESCO-Welterbes. Kopfsteingepflasterte Altstadtgassen, Parks rund um das Kurfürstliche Schloss, das Deutsche Eck samt dem imposanten wilhelminischen Reiterdenkmal, eine romantische Rheinuferpromenade mit Ausblicken auf die Festung Ehrenbreitstein, zu der auch eine Gondelbahn über den Fluss schwebt, all das macht den Reiz der Stadt aus. Am Deutschen Eck mündet die Mosel in den Rhein, von hier bis zum Kurfürstlichen Schloss wurde die Rheinpromenade im Auftrag von Kaiserin Augusta gestaltet. Entstanden ist ein Landschaftsgarten mit Kunstdenkmälern und Plastiken. Auch das Schloss Stolzenfels mit seinen hellen Mauern und Zinnen, mit Park und Gärten lockt Besucher aus aller Welt an. Ein besonderes Highlight für kleine Gruppen sind die abendlichen Schauspielführungen. www.koblenz.de


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