Wien von unten Führung unter Tage

Nur erhellt vom Licht der Helmlampe geht es in die Tiefe hinab. Ein modriger Geruch hängt in der Luft. In den ehemaligen Cholerakanälen, den ältesten Teilen der Wiener Kanalisation, hallt und tropft es bei jedem Schritt. Wer sich auf der 3.MannTour in den kühlen Untergrund von Wien wagt, der kann was erleben.In einer alten Überlaufkammer sieben Meter unterhalb des Einstiegs am Karlsplatz werden im bleichen, flackernden Licht mittels moderner Projektionstechnik Szenen aus Orson Welles "Der dritte Mann" an die Wand geworfen – eine perfekte Location für den Thriller, der im Nachkriegs-Wien spielt.Anschließend wird auch viel Wissenswertes über die Geschichte der Wiener Unterwelt vermittelt.

Den Abschluss der Tour bildet dann in 14 Meter Tiefe der Anblick des rauschenden Wienflusses. Im 19. Jahrhundert unter die Stadt verbannt, verschwindet er unter dem Naschmarkt in einem gewaltigen Gewölbe, das von Scheinwerfern großartig in Szene gesetzt ist.

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Wien von oben Blick vom Stephansdom

Er ist mit 137 Metern der dritthöchste Kirchturm Mitteleuropas. Genau 343 Stufen sind es bis zur Türmerstube des „Steffl“, wie der Südturm des Stephansdoms von den Wienern liebevoll genannt wird. Dort, in 72 Meter Höhe, wo bis 1955 der Türmer die Feuerwache über Wien hielt, öffnet sich ein großes Panorama über den Dombezirk und die Stadt. Der Blick wandert über steinerne Wasserspeier und den Stephansplatz samt Peterskirche und Haas-Haus von Hans Hollein bis hin zur Alten Hofburg.

Der Stephansdom selbst, bedeutendstes gotisches Bauwerk und nationales Wahrzeichen Österreichs, beherbergt eine Reihe von Kunstschätzen und Geheimnissen, die teilweise nur im Rahmen einer Führung erkundet werden können. Darunter das von 1467 bis 1513 von Niclas Gerhaert van Leyden errichtete Grabmal Kaiser Friedrichs III. aus rotem Marmor, oder die von Anton Pilgram um 1500 geschaffene Kanzel und ein ebenfalls von ihm stammender Orgelfuß (1513) im nördlichen Seitenschiff – ein Besuch lohnt sich!

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