Wie sicher sind Asiens Strände heute?

Sicherheit

Nicht nur hier rund um Phi Phi Island in Thailand, sondern auch in anderen Regionen Asiens hat der Tsunami vor acht Jahren eine verheerende Katastrophe ausgelöst. Kann so etwas wieder passieren? Oder sind Einheimische und Touristen heute besser geschützt? Tsunami-Forscher Dr. Jörn Lauterjung im Video-Interview

Über 230.000 Menschen starben am zweiten Weihnachtsfeiertag 2004 während des großen Tsunamis in Asien – darunter auch 552 deutsche Strandurlauber. Ausgelöst hatte die gewaltige Flutwelle ein Seebeben der Stärke 9,1 vor der Nordwestküste Sumatras. Weil niemand sie warnte, waren vor allem die Menschen in den Küstenregionen Indonesiens, Sri Lankas, Thailands und Indiens den Flutwellen ahnungslos ausgeliefert.

Was hat sich seitdem dort getan? Und wie sieht es in anderen Strandregionen aus?
Dr. Jörn Lauterjung leitet beim Geoforschungszentrum (GFZ) in Potsdam das Projekt „Tsunami-Frühwarnsystem“, das Menschen in erdbebengefährdeten Gebieten künftig rechtzeitig vor Flutwellen warnen soll. In Asien ist es mittlerweile installiert, die Menschen vor Ort sind geschult. Lauterjung glaubt daher, dass die Länder rund um den Indischen Ozean heute, acht Jahre später, gut auf einen Tsunami vorbereitet sind.

Gleichzeitig warnt er vor der unterschätzten Gefahr am Mittelmeer.
Messgeräte seien hier zwar in Hülle und Fülle verhanden, doch diskutierten im Moment die Staaten noch, wie ein Frühwarnsystem organisiert und die Zuständigkeiten verteilt werden sollten.

Seine Tipps für den unwahrscheinlichen Ernstfall: den Strand sofort in Richtung höher gelegene Regionen verlassen, und wenn dies zu weit ist, in höhere Stockwerke des nächstgelegenen Hotels flüchten.

Hier können Sie das GFZ-Infoblatt über Tsunamis als PDF herunterladen –  mit Verhaltenstipps im Ernstfall: www.gfz-potsdam.de

Und wenn Sie sehen möchten, wie aktiv unsere Erde immer noch ist – diese Karte von Geofon zeigt, wo es gerade bebt: www.gfz-potsdam.de/portal/gfz/Services


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