Outdoor im SpätsommerDie besten Radwege

Die schönsten Radwege

Jetzt ist die schönste Zeit für ausgedehnte Radausflüge. Nicht mehr so heiß, aber noch so schön draußen! Wir präsentieren fünf tolle Radwege für Familien, Sportler und Genussfahrer.

Franken: Regnitzradweg

Für Genießer

Gemütlich das Frankenland erkunden, nicht zu Fuß, sondern mit dem Rad. Mit dem fährt es sich nämlich ganz entspannt von Bamberg nach Nürnberg. Der Regnitzradweg ist ideal für Einsteiger oder Familien. Wählen kann man zwischen der 75 Kilometer langen Kanalroute entlang des Main-Donau-Kanals und der nicht ganz so flachen Talroute, die eine Länge von ca. 85 Kilometern hat. Malerisch schlängeln sich die Wege entlang des Laufes der Regnitz, durch kleine und große Ortschaften. Auf dem Weg zum Ziel warten zahlreiche kulturelle Highlights. Und auch die fränkische Gastlichkeit mit traditionellen Bierkellern und leckeren Spezialitäten der Region macht die Radtour zu einem wahren Genuss.

Schwierigkeitsgrad: * Leichte Strecke und aufgrund der ruhigen Radwege entlang des Main-Donau-Kanals (Kanalroute), oft fernab befahrener Straßen, besonders für Familien geeignet. Die Talroute folgt auf Nebenstraßen und Wirtschaftswegen dem Flußlauf der Regnitz.

Spaßfaktor: ** Wer seinen Spaß auch mal in der Stadt und nicht nur auf dem Fahrrad sucht, ist hier auf dem richtigen Weg. Nürnberg, Fürth, Erlangen und Bamberg bieten Abwechslung, da kann man das Rad auch getrost mal ein paar Stunden stehen lassen. Gerade im Spätsommer finden viele Feste in den Ortschaften statt.

Niederlande: Landelijken Fietsrouten

Für Kurzentschlossene

Die Niederlande sind bekannt für ihre Fahrradkultur, überall wimmelt es von Hollandrädern. Fußgänger machen ehrwürdig Platz vor den rasenden Drahteseln. Darum gibt es im Land natürlich auch ein großes Netz von gut ausgebauten Radwegen aller Schwierigkeitsstufen. Auf den Landelijeken Fietsrouten ist es perfekt möglich, das Land zu erkunden. Es gibt mehrere Strecken, welche sich immer wieder an bestimmten Knotenpunkten treffen. So kann man auch ganz spontan die Richtung ändern. Es gibt viele verschiedene, z. B. nach Themen geordnete LF-Routen. Ob Niederländische Küstentour oder die Twente-Rundtour, oft werden dafür mehrere unterschiedliche Strecken miteinander kombiniert. Die Königsetappe bleibt aber die Ronde van Nederland (Niederlande-Runde), die Gesamtlänge einmal rund herum durch das ganze Land beträgt stolze 1 300 Kilometer. Dabei radelt man – meist landschaftlich sehr schön – vorbei am Wattenmeer, den Groninger Warften oder durch die Moorgebiete in Brabant. Wer sich der Herausforderung stellt und es schafft, die Riesentour zu bewältigen, der verdient sich eine Urkunde und sein Foto kommt natürlich in die Heldengalerie.

Schwierigkeitsgrad: ** Durch die große Auswahl der Strecken findet sich die richtige Route für jeden Anspruch. Die Radwege sind gut gekennzeichnet und oft fernab stark befahrener Straßen. Eine sportliche und konditionelle Herausforderung ist die Niederlande-Runde.

Spaßfaktor: ** Was sollte es Besseres geben als das Land der Radfahrer selbst mit dem Fahrrad zu entdecken? Durch die starke Vernetzung der einzelnen Radwege kann man seine Route individuell planen oder kurzentschlossen umlenken.

Ostsee: Küsten-Radweg

Für Wasserratten

Die Ostsee bietet auch im Spätsommer noch jede Menge tolle Urlaubsmöglichkeiten: Wie wäre es zum Beispiel mit einer Radtour an der Küste entlang, bei der man (fast) immer den Blick aufs Meer richten kann? Von der dänischen Grenze, mit den Umrundungen der am Weg liegenden Inseln, radelt man bis nach Ahlbeck auf Usedom. Auf den insgesamt 1 095 Kilometern lernt man Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern besser kennen, radelt vorbei an Steilklippen, durch urige Wälder und schöne Bäderorte wie Binz oder Heiligendamm. Die bieten einen gelungenen Kontrast zu den urigen Fischerdörfern und größeren Städten wie etwa Wismar. Zur Abkühlung lockt auch im Spätsommer für ganz Mutige der Sprung in die Ostsee. Informationen zu den Streckenabschnitten findet man auf den speziellen Seiten der einzelnen Bundesländer: Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern.

Schwierigkeitsgrad: * Die größtenteils gut ausgebaute Strecke ist für Familien ideal – auch gibt es kaum Steigungen. Einige Streckenabschnitte sind aber recht holprig und uneben und für Rennradfahrer nicht geeignet. Kleine Hügel und wechselnde Winde sollte man einkalkulieren.

Spaßfaktor: ** Die Ostsee hat viele verschiedene Gesichter, Langeweile hat es da richtig schwer!

Kärnten: Alpe-Adria Radweg

Für Grenzgänger

Einmal über die Alpen mit dem Rad und das irgendwie sogar noch gemütlich? Der Alpe-Adria-Radweg ist die ideale Wahl für eine Radtour an die Adria. Von Salzburg in Österreich bis nach Grado in Italien führt die Strecke, auf welcher kein einziger Alpenpass überquert wird. Jedoch sollte jedem Radler bewusst sein, dass auch in den Alpentälern viele Höhenmeter überwunden werden müssen. So gibt es Etappen, bei denen man bist zu 600 Meter den Berg hinauf strampeln muss. Alles in allem macht man auf der Strecke ca. 3 400 Höhenmeter – das ist sportlich! Von der Mozartstadt Salzburg aus geht es durch das Salzach- und Gasteinertal und anschließend mit der Bahn hinauf nach Mallnitz auf 1 191 Meter Höhe. Ab dort führt die Tour – meist sonnig und immer genussvoll – ein mal quer durch Kärnten. Kurz hinter Villach passiert man die Grenze nach Italien. Am Ziel ist ein gewisser Stolz angebracht – schließlich hat man 441 Kilometer zurückgelegt und zahllose Strapazen auf sich genommen!

Schwierigkeitsgrad: *** Auch wenn keine Alpenpässe überquert werden müssen, ist die Strecke für ungeübte Radfahrer schwer zu bewältigen. Gerade die Etappe von Bischofshofen nach Bad Gastein hat es mit einem steilen Stück am Ende der Strecke in sich. Für Fahrer, die bereits einige Trainingskilometer gefahren sind, ist der Weg aber eine gute Herausforderung.

Spaßfaktor: *** Einmal quer durch die Alpen, da warten rasante Abfahrten, imposante Naturlandschaften und idyllische Ortschaften. Zur Belohnung gibt es den Blick auf die Weite der italienischen Adria. Und: Auch im Spätsommer herrschen hier noch sehr angenehme Temperaturen.

Ostdeutschland: Thüringer Städtekette

Für Kulturinteressierte

Radeln und Kultur erleben? Das geht zum Beispiel entlang der Thüringer Städtekette. Denn der Radweg führt nicht nur durch schöne Landschaften, sondern auch durch elf Städte. Bei der Fahrt durch das grüne Herz Deutschlands passiert man auf einer Länge von 225 km u. a. die historischen Städte Eisenach, Gotha, Erfurt und Weimar. Klar, dass man bei so klangvollen Ortsnamen ein wenig Zeit mitbringen sollte. Es lohnt sich, hier und da durch die Altstadtgassen zu bummeln und vielleicht auch ein paar Besichtigungen einzuplanen. Denn Erfurt ist Lutherstadt und hat eine der schönsten Altstädte Deutschlands, in Weimar hinterließen Goethe oder Schiller ihre Spuren, und auch all die anderen Städte bieten Kultur und Genuss pur.

Schwierigkeitsgrad: ** Die Etappen sind sehr abwechslungsreich, aber nicht wirklich schwierig. Wegen der guten Anbindung an viele Bahnhöfe können auch einzelne Stationen übersprungen und so einige Steigungen vermieden werden. Die Strecke führt über weite Teile auf schönen Radwegen und z.T. auf gut ausgebauten Nebenstraßen.

Spaßfaktor: ** Historisch, kulturell und landschaftlich schön: Die Tour ist sehr attraktiv für Freizeitradler, die nicht bloß Kilometer zählen, sondern genussvoll Kultur erleben möchten.

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