ReisetippMit dem Handy im Urlaub - Spartipps

Sparen im Ausland

Die schönsten Momente des Urlaubs mit den Liebsten zu Hause teilen? Kein Problem - doch wie kann man hohe Handyrechnungen vermeiden?
Einige Tipps zum Sparen gibt es hier!

Was kostet das Surfen außerhalb der EU?

Außerhalb der EU gibt es keine einheitlichen Bestimmungen. Manche Anbieter erweitern die Kostengrenze von 59,90 Euro, die in der EU gilt, auch auf andere Länder der Welt – aber eben nicht alle. Wer also mit seinem Smartphone z. B. in Ägypten surft, für den kann es schnell teuer werden. Die Anbieter nutzen das Fehlen von Regelungen oft aus und verlangen horrende Preise. So kann schon ein einfacher Facebookpost gehörig ins Geld gehen. Verschickt man etwa ein Urlaubsfoto mit einer Größe von 2 MB aus den USA an die Lieben zu Hause, kostet das richtig viel Geld. o2 z. B. verlangt für 1 MB Datenvolumen satte 12,95 Euro. Macht bei einem Schnappschuss gewaltige 26 Euro. Aufpassen und seinen Mobilfunkanbieter kontaktieren sollte man bei Reisen in die Schweiz oder Türkei, beide Länder gehören nicht zur EU. Einzelne Anbieter erheben für die Türkei oder die Schweiz die gleichen Kosten wie für EU-Länder, andere nicht.

Wie kann ich sparen?

Oft sind es versteckte Anwendungen, die uns Datenvolumen rauben. Mit ein paar Tricks lassen sich hier viele Megabyte  einsparen. So helfen zum Beispiel Apps bei der Verringerung des Datenvolumens. Viele Apps aktualisieren sich automatisch und laufen im Hintergrund, wie z. B. Wetter- oder Mailprogramme. Diese fragen in regelmäßigen Abständen die aktuellen Informationen im Internet ab. Darum sollte man die Funktion "automatisch synchronisieren" ausschalten und die Daten manuell aktualisieren.

Ein im Mailanhang geladenes Foto kann auch einige Megabyte groß sein. Spezielle Programme, wie der Browser Opera Mini,  komprimieren die Dateinanhänge und helfen so, Datenvolumen zu sparen. Es ist also ratsam, über einen speziellen Handybrowser, wie den Opera Mini, ins Netz zu gehen oder sich für die meist besuchten Seiten die hauseigenen Apps zu installieren. Diese verbrauchen in der Regel weniger Daten als das Surfen auf der normalen Internetseite. Auch das Streamen von Musik oder Videos kann schnell ins Geld gehen.

Versuchen Sie am Urlaubsort auf YouTube-Videos oder Internetradio zu verzichten und lieber über W-Lan oder Offline-Lösungen auf Musik und Videos zuzugreifen.

Um nicht unnötig viel Datenmüll auf dem Smartphone oder Tablet zu speichern, empfehlen Experten hin und wieder den Cache (eine Art Hintergundspeicher) zu leeren. Auch dafür gibt's Apps: für androide Geräte etwa der „Cache Reiniger“ und für Apple Nutzer die App „PhoneClean“. Man kann aber auch über die Einstellungen seines Browsers den Cache leeren.

Tipp: Bei häufig genutzten Seiten kann es sinnvoll sein, seinen Cache nicht zu leeren. Denn dort sind Infos zu Bildern oder zum Aufbau der Seite bereits gespeichert. Sie müssen dann nicht mehr neu geladen werden.

Auch mit Apps, die bebilderte Werbung  stoppen, kann Datenvolumen eingespart werden. Mit sogenannten Ad Blockern wird die blinkende und bebilderte Werbung  ausgeschaltet. Für das iPhone ist die App „AdBlocker für iPhone und iPad“ empfehlenswert, für Androidnutzer entfernt „AdFree“ Werbung. 


Wer sein Datenroaming nur im Notfall nutzen möchte, der kann in Cafés oder im Hotel auf kostenlose WiFi-Netzwerke zurückgreifen. Die Apps "WiFi Pro" oder "WiFi Manager" können helfen, kostenlose Netzwerke zu orten. Verschiedene Apps zeigen den Verbrauch der Daten an und lassen so eine Kostenkontrolle zu. Einen Überblick über die verbrauchten Daten kann man mit der kostenpflichtigen App für das iPhone „Download Meter“ (1,79 Euro) erhalten. Als androides Pendant ist die kostenlose App „My Data Manager Free“ zu empfehlen.

Sind Hotspots eine gute Alternative?

Orte, an denen Wireless Lan (ein lokales Funknetz) verfügbar ist, nehmen zu. Besonders in Cafés oder im Hotel kann man kostenlos mit seinem Smartphone auf das Internet zugreifen. Über WiFi-Hotspots kommt man so schnell ins Internet. Doch Vorsicht ist geboten bei offenen Netzwerken, denn dort sind vertrauliche Onlinebanking- oder Maildaten leicht zu knacken. Wie kann man sich nun davor schützen und gleichzeitig das kostenlose Netzwerk in öffentlichen Einrichtungen nutzen?

Offene Netze, mit denen man sich ohne Eingabe eines Passwortes ins Netz einloggen kann, sind nicht sicher. Oft nutzen mehrere Personen den gleichen Hotspot und können so alles verfolgen, was man selber im Internet macht. Private Mails oder sensible Daten, wie etwa Login-Daten für Online-Konten, sollten zum Zeitpunkt der Nutzung eines öffentlichen Netzwerkes nicht verwendet werden. Gesicherte Netzwerke sind oft mit der WPA2-Verschlüsselung versehen.

Möchte man dennoch seine Bankdaten in einem offenen Netzwerk prüfen, ist es ratsam, selbst ein privates Netzwerk anzulegen. Über einen VPN-Tunnel wird mit Hilfe von Apps ein virtuelles privates Netzwerk erstellt und die Daten werden so verschlüsselt und nicht mehr für andere sichtbar. Mit der App „Vpn One Click“ surfen Nutzer von Smartphones mit einem androiden Betriebssystem völlig anonym im Internet, auch Apple User können mit der Version  „Vpn One Click Professional iPhone- / iPad“ ebenfalls verschlüsselt surfen. Wichtig ist es vor allem, dass man wie auf dem eigenen Computer auch auf dem Smartphone oder dem Tablet aktuelle Antiviren-Software und eine Firewall zum Schutz seiner Daten installiert hat. Programme wie DroidWall (Android) schützen so vor ungewollten Eindringlingen auf die privaten Daten. Apple-Benutzer haben es einfacher, denn es gibt grundsätzlich weniger Viren für Macs als für PCs.

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