ReisetippMit dem Handy im Urlaub - die rechtliche Lage

Roaming I

Ist Facebook am Strand teuer? Was kostet mich ein Foto? Welcher Anbieter bietet was? Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Datenroaming – damit Sie im Urlaub nicht off müssen.

Was ist überhaupt Datenroaming?

Geht man mit dem Smartphone oder dem Tablet außerhalb Deutschlands mit einer deutschen SIM-Karte mobil ins Internet, so nutzt man Datenroaming. Dabei wählt sich der Verbraucher über ein örtliches Mobilfunknetz ins Internet ein. Oft sind diese Netze Kooperationspartner des heimischen Netzanbieters. Anrufe, SMS und Internetnutzung kosten dann einen gesonderten Tarif, welcher in der Europäischen Union an eine besondere Verordnung gebunden ist. In Nicht-EU-Ländern sind die Kosten nicht gedeckelt und somit vom jeweiligen Netzanbieter abhängig. Bei jedem Down- bzw. Upload entstehen Kosten, die über das Prepaidguthaben oder die Mobilfunkrechnung abgerechnet werden. Grundsätzlich muss der Netzbetreiber seinen Kunden über die entstehenden Kosten per SMS informieren. Bei den meisten Smartphones gibt es in den Grundeinstellungen unter "mobile Netzwerke" einen Punkt, über den sich Daten-Roaming an- oder ausstellen lässt. Tipp: Schon vor der Ankunft am Flughafen oder vor Grenzübertritt Datenroaming ausschalten und nur bei Bedarf nutzen.

Wie ist Surfen in der EU geregelt?

Damit nach dem Urlaub nicht das böse Erwachen kommt, hat das Europäische Parlament eine Verordnung zur Kostendeckelung des Datenroamings in der Europäischen Union erlassen. Dabei wurde eine schrittweise Senkung der Gebühren beschlossen. So ist ein maximaler Höchstsatz von 59,50 Euro für Datenroaming festgelegt. Ist dieser erreicht, wird das Datenroaming automatisch gekappt. Möchte man dennoch weiter surfen, muss man die Datenverbindung aktiv wieder herstellen oder den Kostenschutz zuvor ausschalten.

Was hat sich zum 1. Juli 2013 geändert?

Pünktlich zur Sommersaison tritt die zweite Stufe der 2012 beschlossenen EU-Verordnung in Kraft. Am 1. Juli werden die Kosten von 70 Cent/Megabyte auf 45 Cent/Megabyte gesenkt. Dabei sollte man immer beachten, dass die Kosten in Ländern, die nicht zur Europäischen Union gehören, nicht begrenzt sind und somit bei Unachtsamkeit explodieren können.

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