Zum Dahinschmälzen!

Die wichtigsten SpezialitätenZum Dahinschmälzen!

Maultaschen in der Brühe – mit geschmälzten Zwiebeln oben drauf, Schäufele mit badischem Kartoffelsalat und Linsen mit Spätzle: Hier stellen wir Ihnen Klassiker aus dem Südwesten vor, die Sie nach Ihrem Urlaub garantiert vermissen werden Texte: Jens Holtkamp

Viele Sterne

Baden-Württemberg hat die höchste Dichte an Sterne- und Gourmetrestaurants in ganz Deutschland. Bestes Beispiel ist der Schwarzwald-Ort Baiersbronn: 15000 Einwohner und acht Michelin-Sterne sind eine erstklassige Genussbilanz. Ein Viertel aller deutschen Spitzenrestaurants liegt im Südwesten. Fast noch wichtiger ist aber, dass es im Land besonders viele tolle, gutbürgerliche Restaurants gibt. Die Chance, eine erstklassige Spezialitätenküche zu genießen, ist also überall und durchweg sehr hoch. Dazu bekommt man überall einen guten Roten oder Weißen aus der Region. Hier ein kleiner Blick in die Speisekarte des Südwestens:

© Foto: Hampp Verlag

Maultaschen

Der Klassiker unter den Maultaschen ist mit Kalbsbratwurstbrät, Spinatund Zwiebeln gefüllt, aber natürlich gibt es mittlerweile auch viele edlere Varianten. Wichtig: Auf die Maultaschen gehören geschmälzte, also in brauner Butter angebratene, Zwiebeln. Erfunden hat die schwäbische Spezialität angeblich ein pfiffiger Mönch aus dem Kloster Maulbronn (daher auch der Name). In der Fastenzeit hatten seine Ordensbrüder Lust auf ein verbotenes Stück Fleisch. Also versteckte der Glaubensbruder selbiges einfach mit viel Spinat und Kräutern zwischen zwei Lagen Nudeln. Deswegen haben die Maultaschen bis heute auch einen Spitznamen: Herrgottsbscheißerle.Zum Rezept

© Foto: Hampp Verlag

Linsen mit Spätzle

Heute isst man sie meist mit einem Paar Saitenwürstchen (Wiener Würstchen), aber ursprünglich waren Linsen und Spätzle ein typisches Arme-Leute-Essen. Fleisch war teuer, Linsen waren eine gute, weil eiweißstarke Alternative. Die Linsen werden weichgekocht und anschließend mit geschmälzten Zwiebeln in einer dunklen Mehlschwitze zu den Spätzle serviert. Und die müssen natürlich unbedingt handgeschabt sein. Zum Rezept

Gaisburger Marsch

oder auch„Verheierte“ – Verheiratete – denn in diesem Eintopf gibt's Kartoffeln und Spätzle. Das Ganze wird angerichtet mit einer herzhaften Rinderbrühe, Suppenfleisch und Suppengrün. Zum Rezept

© Foto: Tannenhof GmbH/Niederschach

Schwarzwälder Schinken

Seit 1997 ist diese Spezialität aus dem Südwesten eine geschützte geographische Angabe (g.g.A.). Das Original ist knochenlos, trocken gepökelt und mit Gewürzen wie Knoblauch, Pfeffer, Koriander und Wacholder gewürzt. Er reift in eigener Salzlake und wird anschließend mit Nadel- und Wacholderzweigen geräuchert. Sein Aroma ist kräftig, sehr würzig, die Schwarte schwarzbraun. Schwarzwälder Schinken gehört zu jedem deftigen Vesper, schmeckt aber auch bestens zu Spargel.

Schäufele

sind ein traditionelles Feiertagsgericht in Baden-Württemberg, denn verarbeitet wird stets das beste Stück der Schweineschulter. Das gepökelte und geräucherte Fleisch gart man etwa zwei Stunden knapp unter dem Siedepunkt mit Nelken, Lorbeerblättern, Pfefferkörnern und zerdrückten Wacholderbeeren. Im Südwesten wird zu Schäufele Kartoffelsalat, der mit heißer Schäufele-Brühe angemacht wird, gegessen. Auch Feldsalat passt sehr gut dazu. Zum Rezept

© Foto: Schwarzwald Tourismus GmbH

Wer hat's erfunden? Das weiß man bei der Schwarzwälder Kirschtorte ehrlich gesagt gar nicht mehr so genau, vielleicht stammt sie gar nicht von hier unten. Ist aber auch egal, denn die beliebteste Sahnetorte der Deutschen hat in jedem Fall die Farben der Südschwarzwälder Tracht: dunkler Rock, weiße Bluse, roter Bollenhut. Mit (Schwarzwälder) Kirschwasser werden die dunklen Schokoladenbiskuitböden beträufelt. Und innen drin? Da sind neben Sahne natürlich im Idealfall echte Schwarzwaldkirschen. Noch Fragen zur Herkunft?

Mehr Infos rund dem den Genuss

bekommt man hier

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