Zu Besuch in der Fächerstadt

Die besten Tipps für KarlsruheZu Besuch in der Fächerstadt

Klar, die höchsten deutschen Bundesgerichte sitzen vor Ort. Das Vorurteil „langweilige Beamten-Metropole“ tut Karlsruhe aber unrecht – die Stadt mit dem eigenwilligen Grundriss bietet ein herausragendes Kulturangebot, viel Grün und jede Menge badische Lebensart. Auf der nächsten Seite nennen wir Highlights, die Sie in Karlsruhe besichtigen sollten

© Foto: DUMONT Bildarchiv/Markus Kirchgessner

Martkplatz und Pyramide

Der Marktplatz ist der wohl bekannteste Ort in Karlsruhe und bildet quasi das Zentrum. Hier befindet sich auch das Wahrzeichen der Stadt, die 1823 errichtete Pyramide. Sie ist 6,80 Meter hoch und aus rotem Sandstein erbaut. Unter ihr liegt die Gruft der 1807 abgerissenen Konkordienkirche, in der der Gründer und Namensgeber der Stadt, Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach (1679-1738), bestattet ist. Betreten darf man die Pyramide nur mit Erlaubnis des Hauses Baden. Umgeben ist der Platz von der Stadtkirche, dem Rathaus und dem Marktbrunnen. www.karlsruhe-tourismus.de

© Foto: Städtische Galerie Karlsruhe

Städtische Galerie

Den Grundstock der Städtischen Kunstsammlungen bildeten zunächst wertvolle Druckgrafiken des 16. bis 19. Jahrhunderts, die der Stadt 1896 von den Erben des Karlsruher Juristen Ferdinand Siegel übereignet wurden. Heute umfasst der Kunstbesitz durch Ankäufe, Nachlässe und Schenkungen etwa 15.000 Werke: Gemälde, Plastiken, Papier- und Fotoarbeiten, Installationen und Objekte. 1981 erhielten die Kunstsammlungen mit Eröffnung der Städtischen Galerie im Prinz-Max-Palais erstmals ein eigenes Domizil. 1997 erfolgte der Umzug in den Hallenbau an der Lorenzstraße, in dem sich auch das ZKM (Zentrum für Kunst und Medientechnologie) und die Hochschule für Gestaltung befinden. Der Schwerpunkt der Schausammlung und des Ausstellungsprogramms liegt auf der Kunst in Karlsruhe und im deutschen Südwesten sowie auf deutscher Kunst von 1945 bis zur Gegenwart. Das Angebot der wechselnden Präsentationen wird ergänzt durch Führungen, Vorträge, Künstlergespräche, Konzerte und Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Schulklassen. Mit dem JugendKunstKlub wendet sich das Museum auch an Jugendliche und junge Erwachsene. www.karlsruhe.de

© Foto: Anne Schüßler

Karlsruher Schloss

Mitten im Wald hat Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach am 17. Juni 1715 seine neue Residenz „Carols Ruh“ errichten lassen. Was zunächst als Lustschloss geplant war, wurde schon wenig später das erste und zentrale Gebäude der neuen Stadt Karlsruhe. Das Schloss wurde zwischen 1715 und 1718 errichtet. Knapp 200 Jahre diente es als Wohn- und Regierungssitz der Markgrafen, dann der Kurfürsten und Großherzöge von Baden. Seine derzeitige barocke Gestalt erhielt das Schloss in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nach Umbauten und Erweiterungen, die auf Pläne Balthasar Neumanns zurückgehen und von den Architekten Albrecht Friedrich von Kesslau, dem damaligen Baudirektor am badischen Hof, und von seinem Nachfolger Wilhelm Jeremias Müller, realisiert wurden. Müller hat auch den Schlossturm, der ursprünglich frei stand, an den Mittelbau angebunden und mit der charakteristischen Kuppel versehen. Das Karlsruher Schloss ist der Mittelpunkt des von 32 Radialstraßen gebildeten Karlsruher Stadtgrundrisses, “Fächer” genannt. Im September 1944 wurden große Teile des Anwesens durch Brandbomben zerstört. Man entschied beim Wiederaufbau, nur das Äußere historisch korrekt zu rekonstruieren. Das Innere wurde angepasst an die Erfordernisse des hier ansässigen Badischen Landesmuseums. www.karlsruhe-tourismus.de

© Foto: Anne Schüßler

Gutenbergplatz

Der beliebte Platz liegt in der Karlsruher Weststadt mit zahlreichen Geschäften und Gaststätten. Jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag ab 7.30 Uhr findet der älteste und schönste Karlsruher Wochenmarkt dort statt. Der Platz bietet jede Menge Möglichkeiten zum Kaffee trinken und Ausruhen. Hingucker sind außerdem der Krautkopf- und der Pelikanbrunnen. Im Sommer wird der Gutenbergplatz regelrecht zu einem großen "Biergarten" der Gaststätten, Cafés und Kneipen ringsum und bietet zudem mit seiner entspannten Atmosphäre inmitten alter Bürgerhäuser und großer Bäume ein gutes "Stück Urlaub". Jedes Jahr findet dort auch das Lindenblütenfest statt. www.karlsruhe-tourismus.de

© Foto: Majolika Manufaktur/J. Reimann

Majolika Manufaktur

Vom wertvollen Unikat über berühmte Repliken bis hin zu Klein- und Großserien – die Majolika Manufaktur Karlsruhe fertigt eine breite Palette von Tonwaren. Gegründet wurde die traditionsreiche Kunstwerkstatt der ehemaligen badischen Residenz 1901 von Großherzog Friedrich I. Ihre Produkte mit dem einprägsamen Gütezeichen (badisches Wappenschild mit großherzoglicher Krone und doppeltem M) waren schon bald in aller Welt gefragt. Die Majolika trägt viele Handschriften, berühmte Künstler von nah und fern bestimmen seit Jahrzehnten den Charakter der Ware. Nach ihren Entwürfen formen, gießen, retuschieren und bemalen versierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter meisterhafte Keramiken. Das Ensemble aus Manufaktur, Ateliers, Ausstellung, Galerie, Verkauf, Museum und der „Cantina Majolika“ am Rande der City ist einen Besuch wert. www.majolika-karlsruhe.de

© Foto: Stadtmarketing Karlsruhe GmbH

Schlossgartenbahn

Die Schlossgartenbahn fährt jedes Jahr von Karfreitag bis Allerheiligen an Wochenenden und Feiertagen und zwischen Ende Mai und Anfang Oktober auch unter der Woche. Eine Rundfahrt dauert etwa 20 Minuten. Das „Bähnle“, wie es liebevoll genannt wird, erfreut sich unter den Karlsruhern und Besuchern größter Beliebtheit. Die Bahn wurde anlässlich der Bundesgartenschau 1967 in Karlsruhe gebaut. Nachdem zunächst ein privater Anbieter den rund zweieinhalb Kilometer langen Rundkurs bediente, übernahmen die Verkehrsbetriebe 1988 den Betrieb. Das Bähnle besteht aus einer Diesellok und vier Waggons, dazu kommt zeitweise die Dampflok "Greif". Etwa 50.000 Gäste lassen sich pro Jahr durch den Schlossgarten kutschieren. www.kvv.de

© Foto: Anne Schüßler

Badisches Landesmuseum

Das Badische Landesmuseum Karlsruhe ist das große kultur-, kunst- und landesgeschichtliche Museum des badischen Landesteils von Baden-Württemberg. Es vereinigt Geschichte, Kunst und historische Lebenswelten zu einer kulturgeschichtlichen Gesamtschau. Seine großartigen Sammlungen zeigt es außer in der Zentrale im Karlsruher Schloss auch in mehreren Außenstellen und Zweigmuseen, unter anderem im Museum beim Markt und im Museum in der Majolika. www.landesmuseum.de

© Foto: Staatliche Schlösser und Gärten BW

Botanischer Garten

Der Botanische Garten befindet sich am Rande des Schlossgartens, nahe der Orangerie und gilt als die grüne Oase inmitten der Residenzstadt Karlsruhe. Er beherbergt über 20 besondere Baumarten aus verschiedenen Kontinenten, ferner Schauhäuser mit Kakteen und viele Gewächshäuser mit tropischen Pflanzen. Dazu gibt es ein Restaurant mit Außenanlage. www.botanischer-garten-karlsruhe.de

© Foto: DUMONT Bildarchiv/Ralf Freyer

Turmberg Durlach

Der Turmberg ist ein beliebtes Ausflugsziel und über verschiedene Wege zu erreichen. Eine Bahn fährt seit 1888 den Berg hinauf, sie ist die älteste noch im Betrieb befindliche Standseilbahn ganz Deutschlands. Alternativ kann der Berg über die "Hexenstäffele" erreicht werden, einen Treppenweg, der in 528 Stufen auf direktem Weg von Durlach auf den Turmberg führt. Von oben bietet sich ein wunderschöner Blick auf die Rheinebene und das Stadtgebiet von Durlach und Karlsruhe. Einige schöne Wanderwege schließen sich an, dazu ein großer Spielplatz und der 2010 fertig gestellte Waldseilpark. Der einstige Wohnturm war eine der frühesten adligen Höhenburgen im deutschen Südwesten. Zwischen 1230 und 1250 wurde er abgetragen und durch einen schlankeren Bergfried von 28 Metern Höhe ersetzt. www.karlsruhe-tourismus.de

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