IranSpuren einer großen Geschichte

Im alten Persepolis befinden sich eindrucksvolle Relikte der einstigen Weltmacht Persien – Facetten eines Landes, das reich ist an Sehenswürdigkeiten. Auf der folgenden Seite zeigen wir einige der Highlights des Iran

© Foto: Samuel Zuder

Isfahan: Naqsh-e-Jahan-Platz

Mitten in Isfahan befindet sich der größte Platz der Welt, der komplett von Mauern umgeben ist: 560 mal 160 Meter misst er, fünf mal drei Fußballfelder, eingerahmt von schmucken Doppelarkaden, Moscheekuppeln und Basartunneln. Es ist unmöglich, von diesen Dimensionen nicht überwältigt zu sein. www.nirupars.com

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Yazd: Dächer mit Aussicht

Wer ein bisschen sucht, der findet in den engen Altstadtgassen der Oasenstadt Yazd steile Treppen, die auf Hausdächer führen. Von dort in der Abenddämmerung auf die Stadt herunterzublicken, das ist so wie ein Erlebnis aus „Tausendundeiner Nacht“: am Horizont Berge und Wüste, im Vordergrund Moscheen und Badgir-Windtürme. Und der Soundtrack kommt von den Muezzinen, die zum Gebet rufen. www.yazd.com

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Shiraz: Nasir-ol-Molk-Moschee

Der prächtige Sakralbau am Goade-e-Araban-Platz in der Millionenstadt Shiraz wurde zwischen 1876 und 1888 errichtet, die Baumeister waren Muhammad Hasan-e-Memar und Muhammad Reza Kashi Paz-e-Shirazi. Vor allem früh am Morgen lohnt sich ein Besuch: Dann scheint die Sonne direkt durch die farbigen Fenster und sorgt für ein ganz besonderes Licht. www.boredpanda.com

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Kurdistan: Roadtrip im wilden Westen

Die Strecke von Kermanshah bis Sanandaj über Bergdörfer nahe der irakischen Grenze ist landschaftlich spektakulär und bietet beste Fotomotive. Nicht zu Unrecht wird die Bergstraße dort als „Karakorum-Highway des Iran“ bezeichnet. Wichtig allerdings: Wegen der unsicheren Lage im Irak sollte man sich vor einem Besuch unbedingt informieren, ob es in der Region Sicherheitsbedenken gibt. www.auswaertiges-amt.de

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Hajij: Bergdorf in Stufenbauweise

Rund 300 Einwohner hat dieses kleine Dorf in den Bergen, und fast alle stehen abends auf dem Dach, um die anderen Einwohner beim Auf-dem-Dach-Stehen zu beobachten. Eine wunderbare Stimmung. In zehn Jahren werden Touristenbusse voller Japaner herkommen, also lieber bald hinfahren, bevor die Magie verloren geht. trip-suggest.com

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Persepolis: Spuren einer Weltmacht

Die Säulenreste und Felsreliefs der historischen Stätte sind beeindruckend und lassen erahnen, welche Dimensionen dieser Ort vor 2500 Jahren hatte. Damals war Persien ein Weltreich, heute gilt das Land als Schurkenstaat. Bezeichnend: Speziell die Ahmadinedschad-Regierung zeigte wenig Interesse an einer Restaurierung, vieles ist stark verfallen. whc.unesco.org

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Kaluts: Sandburgen für Riesen

Eine der heißesten Regionen der Welt befindet sich in der Nähe von Kerman, die Einheimischen scherzen, dass man hier problemlos Spiegeleier auf dem Straßenasphalt zubereiten kann. Doch das Schwitzen lohnt sich: Die Region zieht Besucher sofort in ihren Bann – riesige Sandberge sorgen für ein unvergessliches Naturschauspiel. www.thecandygtrail.com

© Foto: Samuel Zuder

Qeshm: Die andere Insel

Die Iraner selbst kriegen vor allem leuchtende Augen, wenn sie über die Touristeninsel Kish sprechen (Shoppingcenter, Hochhäuser, Strände). Dabei ist Qeshm landschaftlich erheblich interessanter und weniger erschlossen. Canyons aus Sandstein, Mangrovenwälder mit seltenen Vögeln und Schmuggler auf Holzbooten sorgen für ein viel authentischeres Orient-Erlebnis – am besten mal mit dem Auto kreuz und quer drüber fahren. www.itto.org

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