Sonnenbalkon & Studentenküsse

Highlights in HeidelbergSonnenbalkon und Studentenküsse

Historische Bauwerke, kleine verwinkelte Gassen am Neckar, buntes Studentenleben – all das ist Heidelberg. Das Stadtbild ist geprägt von der Alten Brücke, die seit je her als Tor zur Altstadt dient, und vom mächtigen Schloss. Doch es gibt noch weit mehr zu entdecken. Auf der nächsten Seite zeigen wir die Highlights aus dem aktuellen Marco Polo Reiseführer

© Foto: Heidelberg Marketing GmbH

Das Schloss besichtigen

Die Gesamtanlage von Schloss und Schlossgarten ist absolut sehenswert. Man kann an der vielfältigen Gestaltung des Gemäuers ablesen, dass hier verschiedene Baumeister und Bauherren wirkten. Der Aufbau von Wehr und Residenz begann im Jahr 1400 und endete 1619 mit dem Beginn des Dreißigjährigen Kriegs. Im Sommer wird der ehemalige Sitz der Kurfürsten in glühendes Rot getaucht, als Erinnerung an die Zerstörungen und Brände, die das Gebäude mehrmals hinnehmen musste. Sowohl außen als auch innen ist es heute wieder eine wahre Augenweide. Schon von der Stadt aus sticht die Fassade des 1601 bis 1604 errichteten Friedrichsbaus ins Auge. Direkt daneben liegt in einem kleinen Keller das sagenumwobene, 250 Jahre alte Große Fass – es hat ein Volumen von 221.726 Litern! Beinahe noch schöner als am Tag zeigen sich Schloss und Garten bei einem Abendspaziergang. Die Innenräume sind nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen! Mehr Infos unter www.schloss-heidelberg.de

© Foto: Tony Buchwald

Hoch über der Stadt flanieren

Auf dem sogenannten Naturbalkon desPhilosophenwegs sitzt jeder Zuschauer erste Reihe Mitte. Als einer der schönstenHöhenwege Europas liegt er am Sonnenhang des Heiligenbergs und bietet eine einmalige Aussicht auf Heidelberg. Dieser Platz an der Sonne, dessen Vegetation ein wenig an die Toskana erinnert, vermittelt den "HeidelbergerDreiklang" von Altstadt, Fluss und Bergen in einmaliger Form (www.heidelberg-marketing.de). Ein weiteres schönes Erlebnis ist eine Fahrt mit der Heidelberger Bergbahn, die gesamte Strecke bis zum Gipfel des Königstuhls (568 Meter) gibt schöne Blicke auf die Stadt frei. Heute treffen hier zwei Superlative aufeinander. Die Bahn im unteren Bereich, die am Kornmarkt in der Altstadt startet und über die Station Schloss bis zur Molkenkur fährt, gilt als eine der als modernsten Bergbahnen Deutschlands. Die beiden historischen Wagen, die dann zwischen Molkenkur und Königstuhl verkehren, wurden vor wenigen Jahren vollständig restauriert – so blieb eine der ältesten elektrisch betriebenen Standseilbahnen erhalten. www.bergbahn-heidelberg.de

© Foto: Anne Schüßler

Die Jesuitenkirche besichtigen

In der Innenstadt, aber ein wenig abseits und deshalb in angenehmer Stille gelegen, befindet sich die Jesuitenkirche als größtes katholisches Gotteshaus der Stadt. Umgeben ist sie von anderen großen Jesuitenbauten wie dem ehemaligen Collegium Carolinum und dem Jesuitengymnasium. Die Baugeschichte der Kirche seit der Grundsteinlegung 1712 ist von Veränderung geprägt. Als der Turm 1872 vollendet war, erfuhr das barocke Kirchenschiff eine pompöse Neugestaltung, die dann bei späteren Restaurierungen zugunsten eines großzügigen, hellen Gesamteindrucks wieder zurückgenommen wurde. Der Kirche ist ein kleines Museum für sakrale Kunst und Liturgie des 17. bis 19. Jahrhunderts angeschlossen. www.kirchenmusik-jesuitenkirche.de, www.heidelberg-neckartal.de

© Foto: Heidelberg Marketing GmbH

Zum Süßmäulchen werden

Im Herzen der Altstadt liegt die älteste Chocolaterie vor Ort, betrieben von der Familie Knösel. 1863 gegründet, wurde sie zum beliebten Treffpunkt der Heidelberger Gesellschaft. Vor allem die jungen Damen der vornehmen Familien liebten die süßen Pralinen von Fridolin Knösel und gingen dort ein und aus. Auch immer mehr Studenten kamen in die Chocolaterie und erhofften sich ein Treffen mit einem der Mädchen. Das Problem: Die Kontaktaufnahme war unter den strengen Augen der Gouvernanten unmöglich. Deshalb erfand Fridolin Knösel ein besonders feines Chocoladenkonfekt, den Studentenkuss. Gegen das Überreichen dieses süßen Symbols als Zeichen der Zuneigung konnten selbst die Aufseherinnen nichts einwenden. In der kleinen Chocoladenmanufaktur in der Haspelgasse setzten die Nachfahren von Fridolin Knösel die Familientradition fort. Sie stellen den Studentenkuss noch immer nach dem Originalrezept von 1863 her – natürlich von Hand (www.studentenkuss.com). Wer lieber Gummibärchen oder bunte Zuckerbonbons mag, sollte einen Blick in den Zuckerladen werfen. Der Besuch ist so etwas wie eine süße Rückkehr in die Kindheit: Seit etwa 25 Jahren gibt es im Heidelberger Zuckerladen eine vielfältige Auswahl an Süßigkeiten aus den letzten Jahrzehnten. Von Zuckerstangen, weißen Mäusen und Brausestäbchen über Lebkuchenherzen bis hin zu Gebissen aus Marzipan ist alles im Angebot, was Kinder-, aber auch Erwachsenenherzen höher schlagen lässt. www.heidelberger-zuckerladen.de

© Foto: Anne Schüßler

Im Studentengefängnis sitzen

Wenn Heidelberger Studenten bis Anfang des 20. Jahrhunderts vorgaben, im Sanssouci, Palais Royal oder gar im Grand Hotel zu übernachten, dann handelte es sich unzweifelhaft um eine Zelle im Studentenkarzer, einem der Universität angeschlossenen Gefängnis. Wurden die Herren Studenten bei blutigen Raufereien, Einbrüchen oder beim Plündern von Obstgärten und Weinbergen erwischt, bestrafte man sie noch bis 1914 mit Arrest im Studentenkarzer. Einen Panoramablick in die bunt ausgemalten Zellen finden Sie auf der folgenden Seite. www.heidelberg-marketing.de

© Foto: Salma Kiem

Dieses ungewöhnliche Museum besuchen

Eine einmalige Sammlung von künstlerischen Arbeiten psychisch kranker Menschen erhielt ihren würdigen Rahmen im ehemaligen Hörsaalgebäude der Neurologischen Klinik. Von 1919 bis '21 trug der Psychiater und Kunsthistoriker Hans Prinzhorn rund 5000 Werke von etwa 450 Patienten zusammen. Jeweils 200 Arbeiten, unter anderem Zeichnungen, Aquarelle, Ölgemälde, Collagen und Skulpturen, werden nun in wechselnden Ausstellungen in diesem "Museum der eigenen und anderen Art" gezeigt. www.prinzhorn.uni-hd.de

© Foto: Heidelberg Marketing GmbH

Genussvolle Pausen einlegen

Das Café Florian Steiner mit Kaffeerösterei verwöhnt mit vielen Kaffeesorten, einer leckeren Kuchenauswahl und einem tollen Ambiente. Der Lieblingskaffee kann anschließend direkt mit nach Hause genommen werden! Das Café von Florian Steiner befindet sich im trendigen Stadtteil Neuenheim. Dort lohnt auch ein Bummel über den Wochenmarkt oder durch die kleinen Gässchen mit vielen kleinen Boutiquen und Galerien. www.floriansteiner.com Ein bisschen New York von morgens bis nachts, leichte Küche vom Frühstück über Lunch bis zum Dinner findet man in der Print Media Lounge. Über 20 Weine aus der ganzen Welt und 100 originelle Cocktails werden auf zwei Etagen und der Sommerterrasse serviert. Montags gibt es ab 21 Uhr Livemusik. www.printmedialounge.de Eine weitere Heidelberger Institution: In der "guten Stube" wird seit Jahr und Tag gedankenverloren oder gesprächig im Kaffee gerührt. Das Burkhardt hat zudem einen idyllischen Innenhof samt Gedenkstätte, der direkt am Geburtshaus des ersten Reichspräsidenten Friedrich Ebert liegt (Eintritt frei). www.cafeburkardt.com

© Foto: Segway StadtSafari

Eine Stadtführung mitmachen

Die ganze Stadt an einem Tag? Dafür ist Heidelberg eigentlich zu schade. Wer sich dennoch schnell einen guten Überblick verschaffen möchte, sollte eine der vielen Stadtführungen mitmachen. Dabei muss es nicht zwingend die klassische Führung zu Fuß sein. Wie wäre es mit einer Tour mit dem Cabriobus? Hier können Besucher innerhalb von 40 Minuten die Stadt umrunden, per Audio Guide erhalten sie Informationen über die Sehenswürdigkeiten. Start ist immer zur vollen Stunde am Karlsplatz. www.heidelberg-marketing.de Für alle, die gerne näher an den Sehenswürdigkeiten dran sein und trotzdem schnell voran kommen möchten, sind Segways die beste Möglichkeit. In Begleitung eines Tourführers rollt man am Neckar entlang bis zum historischen und trendigen Stadtteil Neuenheim. Von hier aus geht es in Richtung Zoo und durch das Neuenheimer Feld mit seinen imposanten Universitäts- und Klinikgebäuden. Krönender Abschluss ist die Tour über den Philosophenweg. Startpunkt ist die Tourist Information am Neckarmünzplatz. www.heidelberg-marketing.de Wer doch lieber zu Fuß unterwegs ist, sollte die Stadtführung "Köstliches Heidelberg" mitmachen. Hier können Touristen die Stadt nicht nur mit den Augen und der Nase wahrnehmen, sondern auch die Köstlichkeiten der Region probieren. Treffpunkt ist der Herkulesbrunnen auf dem Marktplatz. www.heidelberg-marketing.de

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