Richtung Meer

Junge Donau Richtung Meer

Donauquelle © Donaueschingen/Tobias Raphael AckermannSchön eingefasst und märchenhaft beleuchtet: die Donauquelle in Donaueschingen Dass die Donau ins Schwarze Meer fließt, ist unbestritten. Aber wo genau nimmt sie eigentlich ihren Anfang? Das ist nicht ganz so einfach: Allgemein gilt der Zusammenfluss zweier Quellflüsschen – der Brigach und der Breg – östlich von Donaueschingen als Geburtsort des Stromes. Als Donauquelle werden außerdem aber auch mindestens zwei echte Quellen bezeichnet; eher symbolisch betrachtet die des Donaubachs in Donaueschingen (Bild) und in hydrologischer Sicht die des größeren Quellflusses Breg an der Martinskapelle bei Furtwangen. Donaueschingen selbst ist eine kleine Residenzstadt am Rande des Südschwarzwaldes. Sehenswert sind neben der frisch renovierten Quelle u. a. das Fürstlich Fürstenbergische Schloss, die Innenstadt mit ihren zahlreichen Jugendstilgebäuden sowie die Brauerei Fürstenberg. www.donaueschingen.deDonauversickerung © Wikipedia/DrombalanWeg ist sie: Bei Immendingen ist die Donau im Sommer manchmal wie vom Erdboden verschwunden – ein einzigartiges Naturschauspiel Wie kann das sein? Diese kleinen Wasserpfützen bei Immendingen sind alles, was von der Jungen Donau geblieben ist. Das Wasser verschwindet an 155 bis 200 Tagen im Jahr fast vollständig in einem Karstsystem und taucht zirka 60 Stunden später, 138 Meter tiefer und zwölf Kilometer entfernt im Aachtopf wieder auf – Wassereinfärbungen beweisen, dass es sich tatsächlich um dasselbe Wasser handelt. Als Radolfzeller Aach fließt dieser Teil der Donau anschließend in den Bodensee … Damit die Donau auch im Sommer noch ein bisschen Wasser behält, wird das Wasser der Donau seit 1971 oberhalb der Versickerungsstellen abgeführtund durch einen Stollen unter dem Berg zwischen Immendingen und Möhringen umgeleitet. www.donauversickerung.infoDonaucanyon © picture alliance / DUMONT BildarchivKleiner Fluss, große Wirkung – am Donaucanyon auf der Schwäbischen Alb In Millionen von Jahren hat sich die Donau zwischen Fridingen und Sigmaringen tief ins Kalkgestein der Schwäbischen Alb hineingegraben – die Felsen rechts und links ragen bis zu 200 Meter auf. Offiziell heißt dieser faszinierende Landstrich natürlich nicht Donaucanyon, sondern Durchbruchstal der Donau. Der reizvollste Abschnitt liegt rund um Beuron mit seinem Benediktinerkloster. Am intensivsten erlebt man den Naturpark Obere Donau mit dem Kanu, mit dem Rad oder beim Wandern. www.donaubergland.de Campus Galli © Christiane WürtenbergerBauen und arbeiten wie im Mittelalter – hier wird ein Schaf mit der Schere geschoren Man betritt das Waldstück bei Meßkirch – und ist in einer komplett anderen Welt: Kleine, einfache Handwerkerhütten stehen im Schatten alter Bäume, Menschen in mittelalterlicher Kleidung schleppen Wasser, Lehm und schwere Steine. Es wird geklopft, gehobelt, gesägt – und das alles mit den Methoden des 9. Jahrhunderts. „Campus Galli, Karolingische Klosterstadt e.V.“ heißt das Projekt, das hier vor etwa vier Jahren begann und das noch Jahrzehnte dauern soll. Nach einem weltberühmten Plan, der vor 1200 Jahren auf der Insel Reichenau gezeichnet wurde, entsteht unweit der Jungen Donau eine riesige Klosteranlage. Große und kleine Besucher können live erleben, wie beschwerlich das alles damals gewesen sein muss. Denn: Außer Schutzhelmen und sicherem Schuhwerk ist hier alles noch wie vor Hunderten von Jahren. Und jeder Gegenstand, den die Handwerker herstellen, wird auf der Kirchenbaustelle auch wirklich gebraucht. www.campus-galli.de Die Heuneburg © HeuneburgLeben wie die Kelten – im Keltenmuseum Heuneburg erfahren Besucher alles darüber Südwestlich von Ulm liegt hoch über der Donau die Heuneburg. Sie ist der älteste namentlich erwähnte Ort Deutschlands und ehemaliger Sitz der Kelten. Sie nannten die Stadt Pyrene. Noch bis heute zeugen die mächtigen Wallanlagen und Großgrabhügel von der Bedeutung der Heuneburg. Sie war während ihrer Blütezeit zwischen 650 und 450 v. Chr. das bedeutendste Siedlungs-, Handels- und Machtzentrum nördlich der Alpen. Kostbare Importwaren wie Bernstein und Koralle und die südländischen Lehmziegelbauten sind Belege für die weit verzweigten Handelsbeziehungen der Stadt. Im zugehörigen Keltenmuseum Heuneburg geben originale Funde jahrelanger Ausgrabungen rund um die Heuneburg und informative Texttafeln einen Einblick in das Alltagsleben der Kelten. Im zwei Kilometer entfernten Freilichtmuseum können sich Besucher einmal selbst wie die Kelten von damals fühlen. Hier stehen Nachbauten der Wehranlagen und einiger Herrenhäuser, die frei zugänglich sind. www.heuneburg.de Ulm © Ulm/Neu-Ulm Touristik GmbHLichterserenade in Ulm – mit Windlichtern auf dem Wasser Berühmt ist Ulm für sein Münster, dessen Kirchturm mit 161,35 Metern der höchste der Welt ist. Gleich ums Eck steht das Rathaus mit seiner reich bemalten Fassade. Ulm hat schöne Altstadtgässchen, ein beliebtes Gerber- und Fischerviertel – und eine Neue Mitte mit spannender, aktueller Architektur. Hier stehen u. a. die Kunsthalle Weishaupt und das Stadthaus Ulm. Tipp: Wer Nabada live erleben möchte: Der verrückte, bunte Wasserfestzug, bei dem die Ulmer mit allen möglichen Gefährten auf der Donau baden gehen, startet dieses Jahr am 18. Juli. www.tourismus.ulm.de Archäopark Vogelherd © Archäopark VogelherdIm Archäopark können Besucher das Leben während der letzten Eiszeit kennenlernen Faustkeile selbst herstellen, Fell-und Lederkleidung anziehen und kreativ sein wie die Steinzeitmenschen: Der Archäologische Themenpark in Niederstotzingen gibt Besuchern seit drei Jahren die Möglichkeit, sich spielerisch mit dem Leben während der letzten Eiszeit auseinanderzusetzen. Das neue Besucherzentrum beherbergt unter anderem zwei geschnitzte Figuren, die 1931 in der Vogelherdhöhle auf dem Gelände gefunden wurden. Die kleinen Kunstwerke gehören zu den ältesten erhaltenen der Menschheit. Die Höhle mit ihren drei Eingängen bot Menschen seit Jahrtausenden Schutz vor Kälte, Hitze und Gefahr. www.archaeopark-vogelherd.deGünzburg und LEGOLAND © 2010 Chip Litherland PhotographyAuf Elefanten-Safari in Günzburg: Die grauen Kolosse bestehen allerdings aus Legoteilchen Die ehemalige Römerstadt Günzburg liegt in der Mitte zwischen der bayerischen Landeshauptstadt München und der baden-württembergischen Hauptstadt Stuttgart. Im historischen Stadtzentrum reiht sich eine Sehenswürdigkeit an die andere. Bedeutend sind vor allem die alte Stadtmauer, der Marktplatz und die Frauenkirche im Rokokostil. In der unmittelbaren Nähe von Günzburg liegt LEGOLAND Deutschland. Jährlich lassen sich hier mehr als eine Millionen Besucher in die riesige Fantasiewelt entführen. 50 Attraktionen, 55 Millionen LEGO-Steine: Das LEGOLAND ist das Familien-Highlight Bayerisch-Schwabens. www.bayerisch-schwaben.deDonauwörth © Foto: fotolia/KaraSchöne alte Stadtmauer in Donauwörth In der Mitte von Deutschlands bekannter Ferienroute, der „Romantischen Straße“, trifft man am Zusammenfluss von Donau und Wörnitz auf die Große Kreisstadt Donauwörth. Aufgrund ihrer zentralen Lage ist die Stadt, als Verkehrs-Drehscheibe Bayerisch-Schwabens, beliebtes Domizil für Städtebummler und darüber hinaus idealer Ausgangspunkt für Ausflüge und Besichtigungstouren in die Umgebung. Nordöstlich der Stadt liegt der Nationale Geopark Ries mit seinem 15 Millionen Jahre alten Meteoritenkrater. Auch der idyllische Naturpark Altmühltal mit seinen fossilen Steinbrüchen ist nicht weit. Außerdem schön zur Erholung: das Kesseltal, der Naturpark Augsburg Westliche Wälder und die Donau-Flussauen Wörnitz und Lech. www.donauwoerth.deIngolstadt Blick zum Neuen Schloss – hier ist das Bayerische Armeemuseum untergebracht Neben Prag und Wien hatte Ingolstadt jahrhundertelang die bedeutendste Universität in Mitteleuropa. Zudem war Ingolstadt lange bayerische Landesfestung. Überall im Stadtbild sind daher imposante Bauten zu sehen, insbesondere im Klenzepark, dem größten Freilichtmuseum für deutsche Festungsarchitektur. In Ingolstadt fügen sich Tradition und modernes städtisches Flair gut zusammen. Sehenswürdigkeiten wie das Neue Schloss, die Asamkirche oder das Liebfrauenmünster laden zu historischen Streifzügen ein. www.ingolstadt-tourismus.deDonaudurchbruch & Kloster Weltenburg Weltenburg gilt als die älteste klösterliche Niederlassung in Bayern Die Benediktinerabtei Kloster Weltenburg mit ihrer Klosterbrauerei liegt malerisch im Donaudurchbruch in einer Donau-Schlinge. Die einzigartigen Felsformationen der Weltenburger Enge entdeckt man am besten vom Wasser aus: bei einer Schifffahrt ab Kelheim. Die Abtei bietet eine Begegnungsstätte, Führungen, eine Klosterbrauerei sowie eine Klosterschenke. Die sogenannte Weltenburger Enge – der Donaudurchbruch – faszinierte 1840 bereits König Ludwig I von Bayern: Er erhob sie zum ersten Naturschutzgebiet Bayerns. Heute kommen jährlich über eine halbe Million Besucher und genießen dieses besondere Stück Donau-Ufer beim Wandern, Mountainbiking und Klettern. www.kelheim.deRegensburg © www.bayern.by – Volker PreusserIm Spiegel der Donau – die Altstadt von Regensburg Besonders gut lässt sich das Regenburger Land mit dem Rad entdecken: Entlang der felsumrahmten Flusstäler von Naab und Regen gibt es ausgeschilderte Strecken. Und auch durch den Vorderen Bayerischen Wald führen schöne Strecken. Die Region hat besonders viele Kulturdenkmäler, Burgruinen und eine kleine, aber feine Weinanbauregion. Mittendrin: die UNESCO-Welterbestadt Regensburg, am nördlichsten Punkt der Donau gelegen. Der Fluss ist für die prachtvolle mittelalterliche Stadt schon immer die zentrale Lebensader. Das Regensburger Land hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten – allen voran die berühmte Walhalla, der klassizistische Marmortempel von König Ludwig I. von Bayern. Auch interessant: der aufwändig gestaltete Nepal-Himalaya-Pavillon in Wiesent. www.landkreis-regensburg.deKloster Aldersbach Es ist angezapft: Nach der Landesausstellung übers Bier kann man in Kloster Aldersbach zum praktischen Teil übergehen – die Brauerei ist gleich nebenan Dieses Jahr dreht sich in Kloster Aldersbach (fast) alles ums Bier: Denn Bayern feiert das 500-jährige Jubiläum des Reinheitsgebots mit einer Landesausstellung „Bier in Bayern“, die im Kloster zu sehen ist. Kloster Aldersbach wurde schon 1146 durch Mönche des oberfränkischen Zisterzienserklosters Ebrach gegründet. Schnell kam das prunkvolle Kloster zu politischer, wirtschaftlicher und kultureller Macht. Hunderte Bauernhöfe und Anwesen unterstanden dem Kloster, die Mönche selbst betrieben Steinbrüche, eine Fischzucht, Land- und Forstwirtschaft, eine Getreidemühle und eine Brauerei. 1720 erhielt die Klosterkirche Maria Himmelfahrt einen neuen Anstrich im Barock und Rokoko-Stil. Sie gilt seitdem als die schönste Marienkirche Bayerns. Auch die Klosterbibliothek ist bemerkenswert. Mit über 40.000 wertvollen Handschriften und Bänden zeugt sie von einem künstlerischen und wissenschaftlichen Vorsprung der Mönche und bildete die größte Bibliothek der Region. www.aldersbacher.de; klosterhof-aldersbach.dePassau © www.bayern.by – Volker PreusserPrachtvoll: Passau vom Donauradweg aus betrachtet Die barocke Drei-Flüsse-Stadt liegt direkt an der Grenze zu Österreich. Hier vereinigt sich die Donau mit dem Inn aus den Alpen und der Ilz aus dem Bayerischen Wald. Das Stadtbild, geprägt von hohen Türmen, bunten Fassaden, malerischen Plätzen und romantischen Gassen, verbreitet südländisches Flair. Im Herzen der Altstadt erhebt sich der Dom Sankt Stephan. Darin befindet sich die mit 17.974 Pfeifen größte Domorgel der Welt. Die Donau lässt sich hier bequem per Schiff erkunden. Flussabwärts – zwischen Wasser, Wäldern und Wiesen – liegen die ehemals fürstbischöflichen Märkte Obernzell und Untergriesbach sowie die Hofmark Thyrnau. www.passau.de

Donauquelle

Schön eingefasst und märchenhaft beleuchtet: die Donauquelle in Donaueschingen© Donaueschingen/Tobias Raphael AckermannSchön eingefasst und märchenhaft beleuchtet: die Donauquelle in Donaueschingen

Dass die Donau ins Schwarze Meer fließt, ist unbestritten. Aber wo genau nimmt sie eigentlich ihren Anfang? Das ist nicht ganz so einfach: Allgemein gilt der Zusammenfluss zweier Quellflüsschen – der Brigach und der Breg – östlich von Donaueschingen als Geburtsort des Stromes. Als Donauquelle werden außerdem aber auch mindestens zwei echte Quellen bezeichnet; eher symbolisch betrachtet die des Donaubachs in Donaueschingen (Bild) und in hydrologischer Sicht die des größeren Quellflusses Breg an der Martinskapelle bei Furtwangen.

Donaueschingen selbst ist eine kleine Residenzstadt am Rande des Südschwarzwaldes. Sehenswert sind neben der frisch renovierten Quelle u. a. das Fürstlich Fürstenbergische Schloss, die Innenstadt mit ihren zahlreichen Jugendstilgebäuden sowie die Brauerei Fürstenberg. www.donaueschingen.de

Donauversickerung

Weg ist sie: Bei Immendingen ist die Donau im Sommer manchmal wie vom  Erdboden verschwunden – ein einzigartiges Naturschauspiel© Wikipedia/DrombalanWeg ist sie: Bei Immendingen ist die Donau im Sommer manchmal wie vom Erdboden verschwunden – ein einzigartiges Naturschauspiel

Wie kann das sein? Diese kleinen Wasserpfützen bei Immendingen sind alles, was von der Jungen Donau geblieben ist. Das Wasser verschwindet an 155 bis 200 Tagen im Jahr fast vollständig in einem Karstsystem und taucht zirka 60 Stunden später, 138 Meter tiefer und zwölf Kilometer entfernt im Aachtopf wieder auf – Wassereinfärbungen beweisen, dass es sich tatsächlich um dasselbe Wasser handelt. Als Radolfzeller Aach fließt dieser Teil der Donau anschließend in den Bodensee …

Damit die Donau auch im Sommer noch ein bisschen Wasser behält, wird das Wasser der Donau seit 1971 oberhalb der Versickerungsstellen abgeführtund durch einen Stollen unter dem Berg zwischen Immendingen und Möhringen umgeleitet. www.donauversickerung.info

Donaucanyon

Kleiner Fluss, große Wirkung – am Donaucanyon auf der Schwäbischen Alb© picture alliance / DUMONT BildarchivKleiner Fluss, große Wirkung – am Donaucanyon auf der Schwäbischen Alb

In Millionen von Jahren hat sich die Donau zwischen Fridingen und Sigmaringen tief ins Kalkgestein der Schwäbischen Alb hineingegraben – die Felsen rechts und links ragen bis zu 200 Meter auf. Offiziell heißt dieser faszinierende Landstrich natürlich nicht Donaucanyon, sondern Durchbruchstal der Donau. Der reizvollste Abschnitt liegt rund um Beuron mit seinem Benediktinerkloster. Am intensivsten erlebt man den Naturpark Obere Donau mit dem Kanu, mit dem Rad oder beim Wandern. www.donaubergland.de

Campus Galli

Bauen und arbeiten wie im Mittelalter –  hier wird ein Schaf mit der Schere geschoren© Christiane WürtenbergerBauen und arbeiten wie im Mittelalter – hier wird ein Schaf mit der Schere geschoren

Man betritt das Waldstück bei Meßkirch – und ist in einer komplett anderen Welt: Kleine, einfache Handwerkerhütten stehen im Schatten alter Bäume, Menschen in mittelalterlicher Kleidung schleppen Wasser, Lehm und schwere Steine. Es wird geklopft, gehobelt, gesägt – und das alles mit den Methoden des 9. Jahrhunderts.

"Campus Galli, Karolingische Klosterstadt e.V." heißt das Projekt, das hier vor etwa vier Jahren begann und das noch Jahrzehnte dauern soll. Nach einem weltberühmten Plan, der vor 1200 Jahren auf der Insel Reichenau gezeichnet wurde, entsteht unweit der Jungen Donau eine riesige Klosteranlage. Große und kleine Besucher können live erleben, wie beschwerlich das alles damals gewesen sein muss. Denn: Außer Schutzhelmen und sicherem Schuhwerk ist hier alles noch wie vor Hunderten von Jahren. Und jeder Gegenstand, den die Handwerker herstellen, wird auf der Kirchenbaustelle auch wirklich gebraucht. www.campus-galli.de

Die Heuneburg

Leben wie die Kelten – im Keltenmuseum Heuneburg erfahren Besucher alles darüber© HeuneburgLeben wie die Kelten – im Keltenmuseum Heuneburg erfahren Besucher alles darüber

Südwestlich von Ulm liegt hoch über der Donau die Heuneburg. Sie ist der älteste namentlich erwähnte Ort Deutschlands und ehemaliger Sitz der Kelten. Sie nannten die Stadt Pyrene. Noch bis heute zeugen die mächtigen Wallanlagen und Großgrabhügel von der Bedeutung der Heuneburg. Sie war während ihrer Blütezeit zwischen 650 und 450 v. Chr. das bedeutendste Siedlungs-, Handels- und Machtzentrum nördlich der Alpen. Kostbare Importwaren wie Bernstein und Koralle und die südländischen Lehmziegelbauten sind Belege für die weit verzweigten Handelsbeziehungen der Stadt.

Im zugehörigen Keltenmuseum Heuneburg geben originale Funde jahrelanger Ausgrabungen rund um die Heuneburg und informative Texttafeln einen Einblick in das Alltagsleben der Kelten.

Im zwei Kilometer entfernten Freilichtmuseum können sich Besucher einmal selbst wie die Kelten von damals fühlen. Hier stehen Nachbauten der Wehranlagen und einiger Herrenhäuser, die frei zugänglich sind. www.heuneburg.de

Ulm

Lichterserenade in Ulm – mit Windlichtern auf dem Wasser© Ulm/Neu-Ulm Touristik GmbHLichterserenade in Ulm – mit Windlichtern auf dem Wasser

Berühmt ist Ulm für sein Münster, dessen Kirchturm mit 161,35 Metern der höchste der Welt ist. Gleich ums Eck steht das Rathaus mit seiner reich bemalten Fassade. Ulm hat schöne Altstadtgässchen, ein beliebtes Gerber- und Fischerviertel – und eine Neue Mitte mit spannender, aktueller Architektur. Hier stehen u. a. die Kunsthalle Weishaupt und das Stadthaus Ulm.

Tipp: Wer Nabada live erleben möchte: Der verrückte, bunte Wasserfestzug, bei dem die Ulmer mit allen möglichen Gefährten auf der Donau baden gehen, startet dieses Jahr am 18. Juli.

www.tourismus.ulm.de

Archäopark Vogelherd

Im Archäopark können Besucher das Leben während der letzten Eiszeit kennenlernen© Archäopark VogelherdIm Archäopark können Besucher das Leben während der letzten Eiszeit kennenlernen

Faustkeile selbst herstellen, Fell-und Lederkleidung anziehen und kreativ sein wie die Steinzeitmenschen: Der Archäologische Themenpark in Niederstotzingen gibt Besuchern seit drei Jahren die Möglichkeit, sich spielerisch mit dem Leben während der letzten Eiszeit auseinanderzusetzen. Das neue Besucherzentrum beherbergt unter anderem zwei geschnitzte Figuren, die 1931 in der Vogelherdhöhle auf dem Gelände gefunden wurden. Die kleinen Kunstwerke gehören zu den ältesten erhaltenen der Menschheit. Die Höhle mit ihren drei Eingängen bot Menschen seit Jahrtausenden Schutz vor Kälte, Hitze und Gefahr. www.archaeopark-vogelherd.de

Günzburg und LEGOLAND

Auf Elefanten-Safari  in Günzburg: Die grauen Kolosse bestehen allerdings aus Legoteilchen© 2010 Chip Litherland PhotographyAuf Elefanten-Safari in Günzburg: Die grauen Kolosse bestehen allerdings aus Legoteilchen

Die ehemalige Römerstadt Günzburg liegt in der Mitte zwischen der bayerischen Landeshauptstadt München und der baden-württembergischen Hauptstadt Stuttgart. Im historischen Stadtzentrum reiht sich eine Sehenswürdigkeit an die andere. Bedeutend sind vor allem die alte Stadtmauer, der Marktplatz und die Frauenkirche im Rokokostil.

In der unmittelbaren Nähe von Günzburg liegt LEGOLAND Deutschland. Jährlich lassen sich hier mehr als eine Millionen Besucher in die riesige Fantasiewelt entführen. 50 Attraktionen, 55 Millionen LEGO-Steine: Das LEGOLAND ist das Familien-Highlight Bayerisch-Schwabens. www.bayerisch-schwaben.de

Donauwörth

Schöne alte Stadtmauer in Donauwörth© Foto: fotolia/KaraSchöne alte Stadtmauer in Donauwörth

In der Mitte von Deutschlands bekannter Ferienroute, der „Romantischen Straße“, trifft man am Zusammenfluss von Donau und Wörnitz auf die Große Kreisstadt Donauwörth. Aufgrund ihrer zentralen Lage ist die Stadt, als Verkehrs-Drehscheibe Bayerisch-Schwabens, beliebtes Domizil für Städtebummler und darüber hinaus idealer Ausgangspunkt für Ausflüge und Besichtigungstouren in die Umgebung.

Nordöstlich der Stadt liegt der Nationale Geopark Ries mit seinem 15 Millionen Jahre alten Meteoritenkrater. Auch der idyllische Naturpark Altmühltal mit seinen fossilen Steinbrüchen ist nicht weit. Außerdem schön zur Erholung: das Kesseltal, der Naturpark Augsburg Westliche Wälder und die Donau-Flussauen Wörnitz und Lech. www.donauwoerth.de

Ingolstadt

Blick zum Neuen Schloss – hier ist das Bayerische Armeemuseum untergebrachtBlick zum Neuen Schloss – hier ist das Bayerische Armeemuseum untergebracht

Neben Prag und Wien hatte Ingolstadt jahrhundertelang die bedeutendste Universität in Mitteleuropa. Zudem war Ingolstadt lange bayerische Landesfestung. Überall im Stadtbild sind daher imposante Bauten zu sehen, insbesondere im Klenzepark, dem größten Freilichtmuseum für deutsche Festungsarchitektur.

In Ingolstadt fügen sich Tradition und modernes städtisches Flair gut zusammen. Sehenswürdigkeiten wie das Neue Schloss, die Asamkirche oder das Liebfrauenmünster laden zu historischen Streifzügen ein. www.ingolstadt-tourismus.de

Donaudurchbruch & Kloster Weltenburg

Weltenburg gilt als die älteste klösterliche Niederlassung in BayernWeltenburg gilt als die älteste klösterliche Niederlassung in Bayern

Die Benediktinerabtei Kloster Weltenburg mit ihrer Klosterbrauerei liegt malerisch im Donaudurchbruch in einer Donau-Schlinge. Die einzigartigen Felsformationen der Weltenburger Enge entdeckt man am besten vom Wasser aus: bei einer Schifffahrt ab Kelheim.

Die Abtei bietet eine Begegnungsstätte, Führungen, eine Klosterbrauerei sowie eine Klosterschenke. Die sogenannte Weltenburger Enge – der Donaudurchbruch – faszinierte 1840 bereits König Ludwig I von Bayern: Er erhob sie zum ersten Naturschutzgebiet Bayerns. Heute kommen jährlich über eine halbe Million Besucher und genießen dieses besondere Stück Donau-Ufer beim Wandern, Mountainbiking und Klettern. www.kelheim.de

Regensburg

Im Spiegel der Donau – die Altstadt von Regensburg© www.bayern.by - Volker PreusserIm Spiegel der Donau – die Altstadt von Regensburg

Besonders gut lässt sich das Regenburger Land mit dem Rad entdecken: Entlang der felsumrahmten Flusstäler von Naab und Regen gibt es ausgeschilderte Strecken. Und auch durch den Vorderen Bayerischen Wald führen schöne Strecken. Die Region hat besonders viele Kulturdenkmäler, Burgruinen und eine kleine, aber feine Weinanbauregion. Mittendrin: die UNESCO-Welterbestadt Regensburg, am nördlichsten Punkt der Donau gelegen. Der Fluss ist für die prachtvolle mittelalterliche Stadt schon immer die zentrale Lebensader.

Das Regensburger Land hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten – allen voran die berühmte Walhalla, der klassizistische Marmortempel von König Ludwig I. von Bayern. Auch interessant: der aufwändig gestaltete Nepal-Himalaya-Pavillon in Wiesent. www.landkreis-regensburg.de

Kloster Aldersbach

Es ist angezapft: Nach der Landesausstellung übers Bier kann man in Kloster Aldersbach zum praktischen Teil übergehen – die Brauerei ist gleich nebenanEs ist angezapft: Nach der Landesausstellung übers Bier kann man in Kloster Aldersbach zum praktischen Teil übergehen – die Brauerei ist gleich nebenan

Dieses Jahr dreht sich in Kloster Aldersbach (fast) alles ums Bier: Denn Bayern feiert das 500-jährige Jubiläum des Reinheitsgebots mit einer Landesausstellung "Bier in Bayern", die im Kloster zu sehen ist.

Kloster Aldersbach wurde schon 1146 durch Mönche des oberfränkischen Zisterzienserklosters Ebrach gegründet. Schnell kam das prunkvolle Kloster zu politischer, wirtschaftlicher und kultureller Macht. Hunderte Bauernhöfe und Anwesen unterstanden dem Kloster, die Mönche selbst betrieben Steinbrüche, eine Fischzucht, Land- und Forstwirtschaft, eine Getreidemühle und eine Brauerei.

1720 erhielt die Klosterkirche Maria Himmelfahrt einen neuen Anstrich im Barock und Rokoko-Stil. Sie gilt seitdem als die schönste Marienkirche Bayerns. Auch die Klosterbibliothek ist bemerkenswert. Mit über 40.000 wertvollen Handschriften und Bänden zeugt sie von einem künstlerischen und wissenschaftlichen Vorsprung der Mönche und bildete die größte Bibliothek der Region. www.aldersbacher.de; klosterhof-aldersbach.de

Passau

Prachtvoll: Passau vom Donauradweg aus betrachtet© www.bayern.by - Volker PreusserPrachtvoll: Passau vom Donauradweg aus betrachtet

Die barocke Drei-Flüsse-Stadt liegt direkt an der Grenze zu Österreich. Hier vereinigt sich die Donau mit dem Inn aus den Alpen und der Ilz aus dem Bayerischen Wald. Das Stadtbild, geprägt von hohen Türmen, bunten Fassaden, malerischen Plätzen und romantischen Gassen, verbreitet südländisches Flair.

Im Herzen der Altstadt erhebt sich der Dom Sankt Stephan. Darin befindet sich die mit 17.974 Pfeifen größte Domorgel der Welt. Die Donau lässt sich hier bequem per Schiff erkunden. Flussabwärts – zwischen Wasser, Wäldern und Wiesen – liegen die ehemals fürstbischöflichen Märkte Obernzell und Untergriesbach sowie die Hofmark Thyrnau. www.passau.de

ANZEIGE
Nach oben