Nur wenig Zeit für Berlin?

StadtentdeckungNur wenig Zeit für Berlin?

Wenn Sie als Messe-Besucher in Berlin sind, könnten Sie in der verdienten Pause zum Beispiel folgendes tun: eine kultige Safari quer durch die Stadt machen, ein gepflegtes Essen bei supertoller Aussicht genießen, spannende Stadtspaziergänge unternehmen und noch so einiges mehr …

HochgenüsseFunkturm

Alter Funkturm: Von hier ging das erste Fernsehbild Deutschlands über den ÄtherAlter Funkturm: Von hier ging das erste Fernsehbild Deutschlands über den Äther

Dauer: 30 Minuten

Wer beim Besuch einer Messe nach all den Standbesuchen und Gesprächen die Sache mal aus gehobener Warte betrachten will, kann das gleich neben dem Messegelände tun. Von der Aussichtsplattform des "Langen Lulatsch", wie der Funkturm liebevoll genannt wird, haben Besucher eine grandiose Aussicht über das Häusermeer und viele Sehenswürdigkeiten der Stadt. Maßstabgetreue Schaubilder der Berliner Wahrzeichen und Fernrohre in alle Himmelsrichtungen helfen bei der Orientierung. Hinauf geht es pfeilschnell mit dem gläsernen Lift in sagenhaften 33 Sekunden.

Tipp: Sollte sich der kleine Hunger melden, dann schwebt man einfach einige Meter tiefer. Auf 55 Metern Höhe serviert das Funkturm-Restaurant im feinen Jugendstil-Ambiente der 1920er-Jahre schmackhafte Speisen – und die Aussicht ist auch auf dieser Etage sehr hübsch.

Infos: www.funkturm-messeberlin.de

Wo einst die Mauer standSpaziergang durch die Geschichte

Brandenburger Tor: eins der berühmtesten Wahrzeichen BerlinsBrandenburger Tor: eins der berühmtesten Wahrzeichen Berlins

Dauer: ca. 2 Stunden

Dass Berlin mit viel Beton, Stacheldraht und Minengu?rtel einst in zwei Hälften zerteilt war, ist heute kaum noch erkennbar. Beim Spaziergang entlang der alten Mauerlinie lässt sich ein wenig von der damaligen Teilung erspu?ren, besonders im Stadtteil Mitte zwischen Checkpoint Charlie und Bahnhof Friedrichstraße. Es gibt etliche Highlights, hier nur ein paar Beispiele. Im Haus am Checkpoint Charlie etwa werden Fluchtgeschichten und die Verhältnisse in Ost und West eindru?cklich dokumentiert. Im Martin-Gropius-Bau, dem einstigen Museum fu?r Kunstgewerbe, werden heute wechselnde Ausstellungen zu historischen, wissenschaftlichen und kunstgeschichtlichen Themen gezeigt. Und am Potsdamer Platz erinnert ein Band aus Kopfsteinpflaster entlang der Stresemannstraße an die geteilte Stadt. Die Bar Billy Wilder’s direkt an der Potsdamer Straße ist abends mit vielen Cocktails und Wodkasorten ideal fu?r eine Pause. Tipp: Am Brandenburger Tor sollte man eine kleine Pause im Raum der Stille (im nördlichen Pfeiler des Tores) einlegen – hier können Fußmu?de ausruhen.

Infos: www.berlin.de Startort: Checkpoint Charlie (U6 Kochstr./Checkpoint Charlie)

Flott im ZweitakterSpritztour per Trabi

Trabi-Tour: im heiß begehrten Flitzer  durch die StadtTrabi-Tour: im heiß begehrten Flitzer durch die Stadt

Dauer: 1 Stunde 10 Minuten, Abfahrt mehrmals täglich

Wie wäre es mit einer Brise Berliner Luft im Kultauto: Mehr als 100 Trabis stehen für Ausfahrten durch die Hauptstadt zur Verfügung, von quietschbunt über militärgrün bis hin zum Zebralook. Damit Sie nicht selbst den Stadtplan bemühen müssen, wird bequem im Konvoi mit Guide vorneweg gefahren. Sightseeing-Infos werden direkt ins Auto übertragen, und zwar in vielen Sprachen. Es gibt unterschiedliche Routen, eine Tour führt zum Beispiel vorwiegend durch den Osten Berlins, unter anderem entlang der East Side Gallery, dem längsten noch erhaltenen Mauerstück.

Tipp: Wer es opulenter mag, kann beim selben Anbieter statt eines Trabi auch eine Tour im US-Straßenkreuzer buchen! Infos: www.trabi-safari.de Startpunkt: Zimmerstraße 97/ Ecke Wilhelmstraße Anfahrt: U2 Mohrenstraße

Schöner shoppenEinkaufen

Staunen & Stöbern: Läden für Individualisten in Prenzlauer BergStaunen & Stöbern: Läden für Individualisten in Prenzlauer Berg

Dauer: Je nach Kreditrahmen Ihrer Bank.

Noch schnell ein Souvenir erstehen oder sich gar selbst beschenken? Nichts einfacher als das – Berlins Traditionskaufhaus KaDeWe, das "Kaufhaus des Westens", lässt die Herzen von Designfreunden, Beauty-Queens, Fashionistas und sonstigen Liebhabern des guten Geschmacks ganz bestimmt höher schlagen.

Wer es individueller möchte, stattet modischen Szenevierteln wie Mitte, Prenzlauer Berg oder Friedrichshain einen Besuch ab. Etliche Designer produzieren hier schicke Unikate im Hinterzimmer, die dann vorn im Laden verkauft werden. Stöbern lohnt sich ohnehin, immerhin gestalten in ganz Berlin rund 8000 Kreative alles vom Möbel bis zum Kleiderständer – die UNESCO hat Berlin sogar zur "Stadt des Designs" gekürt.

Tipp: Sonntags findet in Prenzlauer Berg Berlins größter Flohmarkt statt. Neben Trödel, Antikem und Retro-Stücken präsentieren hier auch Jung-Designer ihre ersten Kollektionen.

Geöffnet: So 10–17 Uhr Anfahrt: U 2 Eberswalder Straße

Stadttour in EtappenSightseeing

Aussteigen, einsteigen, weiterfahren? Bei der City Circle Tour liegt das ganz bei IhnenAussteigen, einsteigen, weiterfahren? Bei der City Circle Tour liegt das ganz bei Ihnen

Dauer: 2 Stunden oder viel mehr

Keine Lust mehr auf zu Fuß gehen? Wie wär's dann mit einer "City Circle Tour"? Da geht es per Bus auf zwei Routen (Yellow oder Purple) zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt – ganz nach Wahl und Wetter oben ohne auf der Cabrio-Etage oder überdacht im unteren Busabteil. Das Gute daran: An jeder der 18 Haltestellen entscheiden Sie selbst, ob Sie weiterfahren oder doch lieber aussteigen. Die City Circle Yellow Tour verschafft einen guten Überblick – und Sie können alle zehn Minuten nach Lust und Laune wieder zusteigen und weiterfahren. Intensiver wird es auf der Purple-Tour: Zum 25. Jubiläumsjahr des Berliner Mauerfalls geht es durch die Szeneviertel und entlang des ehemalige Verlaufs der Berliner Mauer. Beide Touren sind natürlich auch kombinierbar.

Tipp: An der Station Gendarmenmarkt sollten Sie in jedem Fall aussteigen – der Platz mit seinen Bauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert gilt nämlich als schönster der Stadt.

Infos, Halteorte etc.: www.sightseeing.de

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