Land der tausend Seen

OntarioLand der tausend Seen

Ontario, glitzerndes Wasser: So nannten die Indianer Kanadas die spektakuläre Region zwischen den Großen Seen und der Hudson Bay. Ontario ist ein Ferienland mit alten Forts an ehemaligen Kanurouten der Pelzhändler, mit Top-Stränden an den Ufern von Lake Ontario, Lake Erie und Lake Huron – und mit der berühmtesten Attraktion Nordamerikas, den Niagarafällen. Marco Polo nennt einige der wichtigsten Highlights

© Foto: Thomas Kakareko

Niagara Falls

Die schäumenden Wasserfälle am Niagara River, der den Lake Erie mit dem Lake Ontario verbindet, sind eines der größten Naturschauspiele Nordamerikas, wenn nicht der Welt. Seit der Jesuitenmissionar Louis Hennepin 1678 als erster Weißer die Fälle sah, hat sich vieles geändert. Zwei Städte, die den Namen Niagara Falls tragen, liegen heute zu beiden Seiten des Flusses, der hier die Grenze zwischen Kanada und den USA bildet. In der Mitte tosen die Wasserfälle, umgeben von Grün, geschützt als Naturpark. Dazu gibt es allerlei touristische Attraktionen, z.?B. Niagara Gallery mit sehenswertem Imaxkino, in dem man filmisch mitreißend das Naturwunder hinabstürzt. Wer es ruhiger mag, macht eine Tour auf dem Niagara Parkway, der parallel zur Schlucht des Flusses durch grüne Natur und vorbei an den Botanical Gardens nach Norden zum Lake Ontario führt. www.niagarafallstourism.com

© Foto: Canadian Tourism Commission

Niagara-on-the-Lake

Schon die Anfahrt über den Niagara Parkway lohnt sich. Das Städtchen an der Mündung des Niagara River in den Lake Ontario rund 15?Kilometer nördlich der Fälle lockt mit hübschen historischen Holz- und Backsteinhäusern und viktorianischen Fassaden aus dem 19. Jahrhundert. Das den ganzen Sommer über dauernde Shaw-Festival ist weithin berühmt. Weinliebhaber, die die zahlreichen Weingüter hier erkunden wollen, sollten sich im Cape House B?&?B einmieten, einer romantischen, stilvollen Pension. www.capehousebb.com

© Foto: Canadian Tourism Commission

Algonquin Prov. Park

Im wohl beeindruckendsten und ältesten Naturpark Ontarios dehnen sich Mischwälder und Seen auf einer Fläche von 7600?Quadratkilometern aus, Heimat vieler Schwarzbären, Elche und Biber. Der Park ist sehr gut zugänglich, zahlreiche kurze Lehrpfade erschließen vom Highway?60 aus die typischen Vegetationszonen. 1600?Kilometer Kanuwanderrouten führen ins einsame Hinterland. Im Visitor Centre am Highway?60, dem auch ein Museum angeschlossen ist, erhält man Karten für Wanderungen und Bootstouren. www.algonquinpark.on/ca/

© Foto: DUMONT Bildarchiv/Christian Heeb

Kingston

In der alten Garnisonsstadt am Abfluss des St. Lawrence aus dem Lake Ontario leben viele junge Leute, da sich hier mehrere Colleges – darunter die renommierte Queen’s University – befinden. Genauso pflegt die 1673 als Pelzhandelsposten gegründete Stadt (125.500?Ew.) mit vielen blaugrauen Kalksteinhäusern und dem belebten Yachthafen aber auch ihre bewegte Geschichte. www.visitkingston.ca

© Foto: Asymetric/Quinn Vorster

Fort Henry

In dieser beeindruckend trutzigen Festung über dem Strom St. Lawrence dokumentiert ein Militärmuseum die Rolle der alten Garnisonsstadt Kingston während des Krieges 1812 gegen die USA. Im Sommer exerziert hier die Garde in besonders prächtigen Uniformen. www.forthenry.com

© Foto: Ottawa Tourism

Byward Market

Ontarios vielleicht schönster Markt lockt nach Ottawa. Zwischen vielen Marktständen, Straßencafés und abends in den Szenebars lässt sich auf dem bereits 1826 gegründeten Byward Market das Lebensgefühl der kanadischen Hauptstadt wunderbar erleben. Probieren Sie die Spezialität Ottawas: Beavertails Pastry, köstliches Schmalzgebäck direkt vom Bäckerstand – am besten schmeckt die Version Killaloe Sunrise mit viel Zitrone. www.byward-market.com

© Foto: Ottawa Tourism

Canadian Museum of Civilization

Avantgardistische Architektur kennzeichnet das vielleicht spektakulärste Museum Ontarios am Ufer des Ottawa River: Das Canadian Museum of Civilization beherbergt ausgezeichnete Sammlungen zu den First-Nation-Kulturen Kanadas (unter anderem sehenswerte Totempfähle) sowie zur langen, bewegten Pioniergeschichte des Landes. www.civilization.ca

© Foto: Ottawa Tourism

Parliament Hill

Ein Wahrzeichen von Kanadas Hauptstadt Ottawa und ein Landmark für ganz Ontario ist das Parlament, das auf einer Klippe am Südufer des Ottawa River liegt. Der prunkvolle, neogotische Bau wurde ab 1859 errichtet, nur zwei Jahre nachdem Königin Victoria das abgelegene Holzfällercamp Bytown zur neuen Hauptstadt Kanadas bestimmt und damit alle Hoffnungen Montréals und Torontos zerstört hatte. Innerhalb weniger Jahre entstand ein „Westminster in der Wildnis“ – sehenswert. www.lop.parl.gc.ca

© Foto: DUMONT Bildarchiv/Christian Heeb

National Gallery of Canada

Exzellente kanadische Kunst und europäische Highlights werden in diesem sehenswerten Bau aus Glas und Granit des israelischen Architekten Moshe Safdie präsentiert – schon allein das markante Gebäude in Kanadas Hauptstadt lohnt einen Besuch. Besonders empfehlenswert ist hier eine Besichtigung der Sammlung zeitgenössischer Exponate. www.gallery.ca

© Foto: DUMONT Bildarchiv/Christian Heeb

Point Pelee Nat. Park

Der südlichste Punkt Ontarios und des kanadischen Festlands – etwa auf demselben Breitengrad wie Rom gelegen – ist zugleich ein idealer beste Platz zur Vogelbeobachtung. Auf der 20?Kilometer langen Sandbank im Lake Erie, deren Strände im Sommer ein beliebtes Badeziel sind, sammeln sich im Mai und September Zehntausende von Zugvögeln. Ein weiteres großartiges Naturschauspiel sind die Schwärme von Monarchschmetterlingen, die hier etwa Mitte September ihren 3000?Kilometer langen Flug nach Mexiko antreten. Ein Tipp für Hobbyornithologen: Machen Sie einen Tagesausflug per Schiff nach Pelee Island – der Reichtum an Flora und Fauna hier ist sehenswert. www.pc.gc.ca

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