Klostergarten Reichenau

Klostergarten Reichenau

Ein Garten wie ein Gedicht – er basiert auf den Versen eines Mönchs aus dem 9. Jahrhundert

© Foto: Helmuth Scham

Der kleine Kräutergarten hinter dem Münster St. Maria und Markus auf der schönen Bodensee-Insel Reichenau hat eine große Geschichte. Er wurde dem sogenannten "Hortulus" aus dem 9. Jahrhundert nachempfunden – so heißt ein berühmtes Lehrgedicht, das der Mönch Walahfrid Strabo um 827 im Kloster Reichenau über den Gartenbau verfasst hat. Darin werden in 444 Versen nicht nur Nutzen und Heilwirkung der Pflanzen, sondern auch ihre Symbolkraft und Ästhetik beschrieben. Der Klostergarten am Originalort besteht aus 24 Beeten, die in Holz gefasst und jeweils mit nur einer Art bepflanzt sind, so dass dort 24 verschiedene Heilkräuter wachsen. Ab Herbst 2015 soll er durch einen neuen, größeren Abschnitt erweitert werden. Die Anlage ist jederzeit öffentlich zugänglich, Führungen können im Sommer an der Touristen-Information der Reichenau vermittelt werden.

www.reichenau-tourismus.de

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