Istriens Highlights

KroatienIstriens Highlights

Kleine Landzungen, die wie Finger ins tiefblaue Meer ragen, ein grünes, fruchtbares Hinterland, dazu Städte voller Kultur und Geschichte: Kroatiens schöne Halbinsel Istrien hat wahrlich einen Oscar als Urlaubsregion verdient. Auf der nächsten Seite nennen wir zehn Highlights, die Sie hier nicht verpassen sollten

© Foto: TVB Istrien/Markus Haslinger

Rovinj besuchen

Die Altstadt auf der tropfenförmigen Landzunge ist Istriens Fotomotiv schlechthin. In Kreisen ziehen sich die schmalen Gassen um den Hügel mit der Kirche Sv. Eufemija, von deren Turmspitze die drehbare Bronzestatue der heiligen Euphemia zuverlässig das Wetter vorhersagt – schaut sie landeinwärts, wird es gut. Wie die anderen istrischen Hafenstädte war Rovinj vom 13. bis zum 18. Jahrhundert Venedig untertan. Aus jener Zeit blieb unter anderem das Balbi-Tor aus dem Jahr 1680 erhalten, das von einem geflügelten Löwen geziert wird. Heute ist Rovinj eines der beliebtesten Badeziele an der istrischen Küste und ein Künstlerstädtchen mit zahllosen Galerien und Ateliers. Tipp: Am Baluota Beach unterhalb der Euphemia-Kirche klettert man von Felsen und Betonplattformen ins Meer – beliebt bei Einheimischen ist das Nachtbaden (mit Beleuchtung). www.istra.hr

© Foto: TVB Istrien/Petr Blaha

Trüffeln essen

Neben Meeresfrüchten, Fisch, Olivenöl und dem wilden Spargel sind vor allem die Trüffeln eine Spezialität in Istrien. Im grauen Lehmboden des Hinterlandes wachsen die Knollen besonders gerne. Vor allem am Fuß der Stadt Motovun sind Sammler im Winter wie Sommer auf der Suche nach der Delikatesse. Da diese Pilze unter der Erde wachsen, können sie nur mit speziell geschulten Spürhunden gefunden werden. Im Wald unterhalb von Motovun wurde 1999 auch der bisher größte weltweit gefundene weiße Trüffel entdeckt: Er wog stolze 1,31 Kilogramm. Tipp: Restaurants mit Trüffeln auf der Speisekarte gibt es viele – lohnenswert ist etwa der Besuch im Pod Napun in Motovun. Hinter den Verkaufsräumen für Wein, Öl und Trüffeln verbirgt sich eine freundliche konoba (kleines Restaurant), deren Plus nicht nur die hervorragende, preiswerte Trüffelküche, sondern auch die Terrasse mit Blick aufs Mirnatal ist. www.istria-gourmet.com

© Foto: TVB Istrien/Michael Bernleitner

Durchs Hinterland fahren

Weg von der Küste, hinein ins Land: Hier erwarten den Reisenden schöne Städtchen mit eindrucksvoller Geschichte. Viele istrische Hügelsiedlungen, darunter auch das 25 Kilometer landeinwärts liegende Grožnjan, wurden nach dem Zweiten Weltkrieg verlassen – zu unbequem war das Leben an den steilen Hängen. Ende der 1960er-Jahre startete die jugoslawische Regierung ein Revitalisierungsprogramm für Grožnjan und andere Orte. Heute haben sich viele Künstler angesiedelt, die in den Sommermonaten Ateliers und Galerien öffnen und wieder Leben in die Region bringen. Tipp: Auf halber Strecke zwischen dem Ort Ro? und Hum, der kleinsten Stadt der Welt (ca. 23 Einwohner), befindet sich das verlassene Dorf Kotli. Einst war es das Zentrum der Region Hum und für seine Schneider und Müller berühmt. Heute steht Kotli unter Denkmalschutz, traditionelle Architektur und eine gut erhaltene Wassermühle können hier besichtigt werden. www.istra.hr

© Foto: TVB Istrien/Porec

Durch Pore? spazieren

Eine Altstadt wie mit dem Lineal gezeichnet – das auf einer Halbinsel angelegte alte Pore? lässt mit seinen parallel verlaufenden und sich rechtwinklig kreuzenden Straßen noch den römischen Grundriss der historischen Stadt Parentium erkennen. Die Pore?er verstehen es, ihrem antiken Erbe mit Läden, Eisdielen und Restaurants neues Leben einzuhauchen. Pore? besitzt viele Facetten, der Ort ist zugleich eins der größten Feriengebiete Istriens und eine ganz normale lebhafte Hafenstadt. Der Komplex rund um die Euphrasius-Basilika wurde gar zum UNESCO Welterbe ernannt. Tipp: Eis findet man hier an fast jeder Ecke. Doch das beste Eis von Pore? gibt es in der Ice Box – mit seinem blauen Anstrich ist der Laden an der Uferpromenade nicht zu übersehen. www.to-porec.com

© Foto: TVB Istrien

Das Amphitheater Pula besichtigen

Von 177 v. Chr. bis ins 5. Jahrhundert stand Pula unter römischer Herrschaft. Unter Kaiser Augustus wurde hier eines der größten Amphitheater des Römischen Reichs gebaut. Das monumentale Oval bot bis zu 23.000 Zuschauern Platz und hatte eine über 30 Meter hohe, in drei Etagen gegliederte Fassade, die teils noch im Original erhalten ist. Einige der unterirdischen Räume, in denen früher die Gladiatoren und die wilden Tiere auf ihren Auftritt in der Arena warten mussten, dienen nun als Museum – dort werden Oliven- und Weinanbau in römischer Zeit erläutert. Tipp: Die Markthalle von 1903 (Tržnica) ist schon fast eine Sehenswürdigkeit für sich. Innen und außen findet wochentags am Vormittag ein lebhafter Grün- und Fischmarkt statt, zu dem die lokalen Fischer ihren Tagesfang anliefern. www.pulainfo.hr

© Foto: DUMONTBildarchiv/Frank Heuer

Unter dem Paziner Kastell wandern

Eine schroffe Schlucht, eine geheimnisvolle Höhle, ein trutziges Kastell – Pazins besondere Lage über dem Fluss Pazin?ica ist atemberaubend. Das Kaštel steht direkt am Rand der 120 Meter tiefen Fojba-Schlucht, in der das Flüsschen in einem Höhlensystem unter der Burg verschwindet. Ein Lehrpfad, an dem mehrsprachige Tafeln Phänomene des Karsts erläutern, führt hinunter zum "Schluckloch", durch das der Fluss in den Untergrund strömt. Eine geführte Besichtigung der Höhle ist nach telefonischer Voranmeldung beim istrischen Verband der Höhlenforscher möglich. Tipp: Pazin hat noch mehr zu bieten. Jeden Dienstag findet in der Innenstadt ein sehr lebhafter Bauernmarkt statt. Ganz Mutige können per Ziplining, also an einem Drahtseil hängend, über die Schlucht sausen. www.pazinska-jama.com

© Foto: TVB Istrien

Vor der Küste tauchen

Hinab in die Tiefe des Meeres – vor der Küste Istriens lässt sich wunderbar die Unterwasserwelt erkunden. Seit vielen Jahren liegen hier etwa 25 Schiffswracks, zudem gibt es um die 40 Riffe. In vielen Orten gibt es Taucherzentren, die geführte Touren und Tauchkurse anbieten. Hier kann man zudem seine Ausrüstung überprüfen lassen und dann selbst auf Entdeckungsreise gehen. Taucher sollten sich nur unbedingt an die gesetzlichen Vorschriften halten. Tipp: Eine besonders vielfältige Flora und Fauna unter Wasser kann man vor den Brijuni-Inseln erleben, wo es besonders viele geschützte Arten gibt. Wer doch lieber im Trockenen bleiben möchte, kann sich auf dem Unterwasserlehrpfad in der Bucht Verige über archäologische Funde und die Welt der Fische informieren. Er erstreckt sich über 500 Meter an der Ostseite von Veli Brijuni. www.istra.hr

© Foto: TVB Istrien

Wein verkosten

Längst sind Istriens Winzer über die Grenzen von Kroatien hinaus bekannt. Die rote Erde und der Mergel (weißer Boden) bieten eine hervorragende Basis für die Weinreben. Viel Sonne und die schwankenden Temperaturen zwischen Tag und Nacht tragen ebenfalls zum guten Geschmack der Weine bei. Von den zahlreichen Sorten, die man in dieser Region findet, ist der weiße Malvasier am wichtigsten; ebenfalls typisch ist der rote Teran. Tipp: Sehr lohnend ist ein Ausflug durch die Weinberge des Hinterlands. Auf malerischen Wein- und Olivenölstraßen kann man viele Manufakturen und Güter erkunden und deren Produktpalette verkosten. Traditionelle bäuerliche Betriebe und konobas (Landgasthäuser), wo nach alter Tradition am offenen Feuer gekocht wird, locken zwischendurch zur Einkehr. www.istra.hr

© Foto: TVB Istrien/Renco Kosinozic

Auf die Brijuni-Inseln fahren

Die aus 14 Eilanden bestehende Inselgruppe war bereits in römischer Zeit besiedelt. Von 1954 bis 1979 diente Veli Brijuni als Sommerresidenz des jugoslawischen Präsidenten Josip Broz Tito. 1983 wurde der Achipel schließlich wegen der seltenen Flora auf den Inseln, vor allem aber wegen der vielfältigen Unterwasserwelt zum Nationalpark erklärt. Besucher können Veli Brijuni im Rahmen geführter, in Fažana startender Exkursionen, besichtigen. Bei der rund vierstündigen Tour sehen sie eine römische villa rustica, im Sandstein versteinerte Dinosaurierspuren, eine frühchristliche Kirche, ein Tito-Museum und den Safaripark. Tipp: Fažana lohnt sich nicht nur als Startpunkt der Überfahrt nach Veli Brijuni. In der Vor- und Nachsaison verlocken die um Hafen und die Kirche St. Kosmas und Damian gruppierte Altstadt und die schöne Strandpromenade zum geruhsamen Bummeln. Mit dem Fahrrad kann man die buchtenreiche Küste und die weit ins Hinterland reichenden Olivenhaine erkunden. www.brijuni.hr

© Foto: DUMONTBildarchiv/Frank Heuer

In die Höhle Baredine klettern

Istrien ist aufgrund seiner Bodenbeschaffenheit (Kalkstein und Karst) geradezu von unterirdischen Höhlen und Grotten durchzogen. Nur acht Kilometer von Pore? entfernt liegt die Höhle Baredine. Sie zählt zu den spannendsten Schauhöhlen Kroatiens und regt mit ihren wundersam geformten Tropfsteinen die Fantasie der Besucher an. In einem kleinen See lebt der geheimnisvolle Grottenolm, den die Einheimischen wegen seiner Gestalt Menschenfisch nennen. Tipp: Am Kletterfelsen Speleolit neben dem Höhleneingang lernen Kinder und Erwachsene unter kundiger Anleitung die Grundtechniken des Höhlenkletterns. Danach kann für Mutige eine richtige Herausforderung folgen: Klettern und Abseilen in einer 35 Meter tiefen Höhle, ausgestattet mit Overall, Helm, Stirnlampe und Klettergeschirr. www.baredine.com

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