Highlights der Museumsinsel Von Antike bis Klassizismus

UNESCO SPECIALHighlights der Museumsinsel Von Antike bis Klassizismus

Die Museumsinsel, inmitten der Spree im Zentrum von Berlin gelegen, gehört seit 1999 zum Welterbe der UNESCO. Auf der nächsten Seite nennen wir die wichtigsten Daten und Fakten zu den fünf großartigen Museen

© Foto: flickr/Rubén Vique

Das Pergamonmuseum

Dieses Museum wurde zwischen 1910 und 1930 eigens für den Pergamonaltar erbaut, den der Ingenieur Carl Human im 19. Jahrhundert in der Türkei ausfindig gemacht hatte und 20 Jahre lang rekonstruieren ließ. Der 113 Meter lange Skulpturenfries zählt zu den Meisterwerken hellenistischer Kunst und zeigt den Kampf der Götter mit den Giganten. Im Saal nebenan ist das prachtvolle Markttor von Milet (130 n.Chr.) zu sehen, ein Glanzstück römischer Architektur. Auch die Sammlungen für islamische sowie für vorderasiatische Kunst sind weltweit einzigartig. Herausragend: die 30 Meter lange geziegelte Prozessionsstraße von Babylon mit ihren kunstvollen Löwenmalereien. Achtung: Im Zuge der Sanierung ist der Saal mit dem Pergamonaltar seit 29. September 2014 bis voraussichtlich 2019 geschlossen. Von der Schließung ebenfalls betroffen sind der Nordflügel sowie der hellenistische Saal. www.smb.museum

© Foto: Thomas Zwicker

Das Bode-Museum

Der ganze Stolz der Berliner ist das restaurierte Bode-Museum mit der sehenswerten Skulpturensammlung, der Abteilung für Byzantinische Kunst, mit Bildwerken vom frühen Mittelalter bis zum ausgehenden 18. Jahrhundert sowie mit dem Münzkabinett samt seinen 500.000 Raritäten. Der eindrucksvolle dreiflüglige Museumsbau liegt auf dem nördlichsten Zipfel der Museumsinsel direkt an der Spree, sodass er wie ein aus dem Wasser herausragendes, monumentales Schiff wirkt. Highlights in der Sammlung für Byzantinische Kunst sind die spätantiken Sarkophage und Sarkophagfragmente aus Rom, Skulpturen aus dem Oströmischen Reich sowie kostbare Elfenbeinschnitzereien und Mosaikikonen der byzantinischen Hofkunst. www.smb.museum

© Foto: Anne Schüßler

Das Alte Museum

Im Alten Museum werden Kunst und Skulpturen der Griechen, Etrusker und der alten Römer gezeigt. Im Obergeschoss sind die etruskischen und römischen Exponate zu finden, das Hauptgeschoss beherbergt die griechische Antikensammlung. Steinskulpturen und Figuren aus Ton und Bronze, Friese, Vasen, Goldschmuck und Silberschätze zeugen von prachtvollen Kulturen. www.smb.museum

© Foto: Anne Schüßler

Das Neue Museum

Dieses Haus zeigt die weltberühmte, über 3000 Jahre alte Büste der ägyptischen Königin Nofretete sowie die ägyptische Sammlung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Das Museum wurde nach Plänen von David Chipperfield komplett saniert und mit modernen Elementen kombiniert, es zählt nun fraglos zu den schönsten der Stadt. Beeindruckend ist die zum Teil rekonstruierte Wandmalerei des im Zweiten Weltkrieg stark beschädigten Baus, der 1843–1855 von Friedrich August Stüler errichtet wurde und 60 Jahre lang leer stand. www.smb.museum

© Foto: Anne Schüßler

Die Alte Nationalgalerie

Dieses Haus gilt ebenfalls als eines der schönsten Berliner Museumsgebäude. Es prunkt mit wertvollen Gemälden und Skulpturen des 19. Jahrhunderts, anhand der Werke erfahren Besucher viel über die einstige Bebauung der Stadt, die Mode und den Geist der Kaiserzeit. Zu den Highlights der Skulpturensammlung gehört die berühmte "Prinzessinnengruppe", das Doppelstandbild der Prinzessinnen Luise und Friederike. Zu den Prunkstücken der Bildergalerie zählt Adolph von Menzels berühmtes Werk "Das Balkonzimmer" von 1845. Außerdem können Besucher Meisterwerke von großen Künstlern wie Claude Monet, Auguste Renoir, Caspar David Friedrich, Paul Cézanne, Auguste Rodin und Max Liebermann bestaunen. www.smb.museum

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