Highlights der Küste

Atlantic CanadaHighlights der Küste

Zerklüftete Fjordküsten, stille Wälder, wilde Flüsse: Kanadas Region am Atlantik­ erinnert an die schönsten Landstriche von Schottland oder Norwegen. Zudem laden bunte Fischerdörfer und Hafenstädte zum Besuch ein – zehn besondere Highlights dieser attraktiven Destination nennt Marco Polo auf der nächsten Seite

© Foto: DUMONT Bildarchiv/Christian Heeb

Cabot Trail

Natur pur an Kanadas Atlantikküste erlebt man bei einer Rundfahrt über die Kap-Breton-Insel von Nova Scotia, auf der es zudem viele Spuren einer bewegten Geschichte gibt. Bester Ausgangspunkt ist der schön gelegene Ferienort Baddeck im Norden des Salzwassersees Bras d’Or Lake im Inselinneren – von dort lässt sich die Nordspitze der Insel auf dem ca. 300?Kilometer langen Cabot Trail gut an einem Tag umrunden. Der Trail wird zu Recht als schönste Panoramastraße Ostkanadas gerühmt: Man sieht einsame Steilküsten und stille Hochmoore, rote Granitfelsen, die in der Gischt glitzern, und winzige Fischerdörfer, in denen sich die hölzernen Hummerfallen stapeln. Der schönste Teil der Strecke verläuft durch den Cape Breton Highlands National Park (gute Wandermöglichkeiten). www.cabottrail.com

© Foto: Canadian Tourism Commission

Forteresse de Louisbourg

Exerzierende Soldaten, schachernde Pelzhändler und arrogante Adelige – ein exaktes Abbild vom Leben um das Jahr 1750 findet man hier im Ort Louisbourg am Nordostzipfel von Nova Scotia. Die Szenen sind im Forteresse äußerst realistisch nachgestellt. Und die Liebe zum „unverfälscht“ Historischen geht hier sogar so weit, dass man in den beiden Restaurants der Museumsstadt nach Rezepten aus dem 18.?Jahrhundert kocht. www.pc.gc.ca

© Foto: DUMONT Bildarchiv/Christian Heeb

Flower Pot Rocks

Etwa 40?Kilometer östlich des Fundy National Parks am Hopewell Cape (im Südosten der Provinz New Brunswick gelegen) wartet ein bizarres Naturschauspiel. Die von den Einheimischen humorvoll „Blumentopffelsen“ bezeichneten Flower Pot Rocks sind bei Flut kleine Inseln, sechs Stunden später ragen sie wegen des enormen Tidenhubs als 15?Meter hohe Felsen aus dem trockenen Meeresboden – absolut sehenswert. www.thehopewellrocks.ca

© Foto: Tourism PEI/Stephen Harris

Lobster Supper

Die Behauptung, dass Prince Edward Island die besten Lobster (Hummer) Kanadas habe, sollten Sie in einem der vielen Meeresfrüchterestaurants oder beim traditionellen "Lobster Supper" unbedingt selbst überprüfen. Elegant sind die Suppers allerdings nicht, eher laut und rustikal. Oft wird in einer Gemeindehalle oder einem großen Schuppen am Hafen angerichtet: Meist gibt es Chowder-Suppe, danach einen dicken Lobster und dazu Makkaronisalat, einen Maiskolben und Nachspeise – hungrig geht hier jedenfalls garantiert niemand nach Hause (www.tourismpei.com). Köstlich sind übrigens auch die berühmten Malpeque-Austern, die in der flachen Meeresbucht nahe Malpeque geerntet werden (www.oysterguide.com).

© Foto: Canadian Tourism Commission

Halifax

Die Stadt Halifax mit rund 400.000 Einwohnern ist die Kapitale von Nova Scotia und Wirtschafts-Metropole von Atlantic Canada. Sie zeigt teilweise ein martialisches Gesicht – sehr markant ist etwa die zwischen 1828 und 1856 erbaute Zitadelle in zentraler Lage nahe der Innenstadt, die heute ein äußerst sehenswertes Militärmuseum beherbergt (www.novascotia.com). Wahrzeichen der Stadt ist der am Zitadellenhügel gelegene Old Clock Tower, ein achteckiger Uhrturm mit hellgrünem Kuppeldach und goldenem Abschluss aus dem Jahr 1803 (doorsopenhalifax.com).

© Foto: Destination Halifax/J. Ingram

Halifax Harbourfront

Einst gehörten die Lagerhäuser und Piers entlang der Lower Water Street in Halifax den Privateers, den Piraten des Königs, die hier ihre Beute lagerten. Heute locken in dem liebevoll restaurierten Hafenviertel viele schicke Boutiquen und Lokale. Besonders gelungen ist der Komplex der Historic Properties mit seinen engen Gassen und Lagerhäusern aus dem 19. Jahrhundert. www.novascotia.com

© Foto: DUMONT Bildarchiv/Christian Heeb

Peggy’s Cove

Ein Leuchtturm auf blanken, wellen­umtosten Granitklippen, dazu bunte Fischerhäuschen – das nur rund 60 Bewohner zählende Peggy’s Cove, rund 45?Kilometer südwestlich von Halifax gelegen, gilt als hübschester Fischerhafen am Atlantik. Entsprechend groß ist im Sommer der Andrang – doch ein Ausflug lohnt sich! www.peggyscoveregion.com

© Foto: DUMONT Bildarchiv/Christian Heeb

Kejimkujik Nat. Park

Hier kommen Naturfreunde voll auf ihre Kosten: Gut eine Stunde Autofahrt von der kleinen Hafenstadt Lunenburg entfernt wartet im Binnenland von Nova Scotia eine idyllische Seen- und Flusslandschaft. Der Kejimujik Nat. Park ist ideal zum Baden und Campen, vor allem aber zum Kanufahren (www.pc.gc.ca). Ein guter Tipp für Unterkunft und Kanumiete ist zum Beispiel der Whitman Inn (www.whitmaninn.com).

© Foto: Asymetric/Matthew Vibert

Caraquet

Diese Hafenstadt (4500?Einwohner) an der Baie des Chaleurs im Nordosten von New Brunswick ist das Zentrum der Péninsule Acadienne, eines akadischen (altfranzösischen) Siedlungsgebiets. Neben der Sprache wird hier auch die akadische Kochkunst noch gepflegt. Das Village Historique Acadien, etwa zehn Kilometer westlich von Caraquet gelegen, ist ein weitläufiges Museumsdorf, das das Pionierleben der französischen Siedler und ihre Handwerkskunst darstellt. Kostümierte „Akadier“ beackern die Felder, arbeiten in der Schmiede und servieren in der Taverne – unbedingt einen Besuch wert! www.villagehistoriqueacadien.com

© Foto: Tourism PEI/Stephen Harris

Charlottetown

Die Hauptstadt von Prince Edward Island, 1720 durch die Franzosen gegründet, hat mit ihren nur 33.000 Einwohnern bis heute ihr charmantes Kleinstadtflair bewahrt. Im restaurierten Altstadtviertel Old Charlottetown blieben noch viele prächtige Stadthäuser der reichen Kapitäne und Händler erhalten. Die gemütliche Atmosphäre zieht Reisende in ihren Bann – und außerdem gibt es hier viele hervorragende Restaurants! www.discovercharlottetown.com

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