Fünf   ganz besondere Themen-wanderwege

Fünf ganz besondere Themen-wanderwege

Möchten Sie mit der Familie auf die Suche nach Sagen und Mythen gehen? Einen literarischen Rundgang entlang des Neckar machen? Oder gar auf den Spuren der alten Römer wandeln? Hier finden Sie fünf schöne Wanderwege zu ganz unterschiedlichen Themen

Auf den Spuren der alten RömerLimes-Lehrpfad Mainhardter Wald

Aufwändig präsentiert: 3D-Nach-bildung eines alten   Römerbads© Foto: Deutsche Limes-Straße Aufwändig präsentiert: 3D-Nach-bildung eines alten Römerbads
© Foto: Deutsche Limes-Straße
Aufwändig präsentiert: 3D-Nach-bildung eines alten Römerbads

Diese Wanderung ist wie eine Reise in vergangene Zeiten – auf den Spuren der alten Römer geht es am Limes (Grenzwall des römischen Reiches aus dem 1. Jh. n. Chr.) entlang. Am Wegesrand finden sich immer wieder archäologische Zeugnisse jener Tage. Der 28 Kilometerlange Lehrpfad beim Luftkurort Mainhardt östlich von Heilbronn vermittelt mit 20 Text- und Bildtafeln viele Infos zur Zeit der römischen Besatzung, zum damaligen Soldatenleben, zu Architektur, Bau und Fall des Limes. Der rekonstruierte Wachtturm mit Palisade und Wall auf dem Heidenbuckel, der Limesgraben, das ehemalige Kastell an der Schule in Mainhardt und vieles mehr – all das wird den Wanderern anschaulich erklärt. Eine schöne Landschaft gibt es natürlich ebenfalls gratis dazu. www.mainhardt.de

Wandern am Puls der NaturNaturpfad Kißlegger Seen

Viele Infos für Naturfreunde: Wander- und Radroute in der Kißlegger Seenplatte© Foto: Gemeinde KißleggViele Infos für Naturfreunde: Wander- und Radroute in der Kißlegger Seenplatte

Zehn Autominuten vom Luftkurort Kißlegg (Landkreis Ravensburg) entfernt liegt inmitten sanfter grüner Hügel das Örtchen Immenried. Hier finden Wanderer und Radler mit der „Kißlegger Seenplatte“ ein kleines Paradies. Die 45 Kilometer lange Route führt durch schönste Natur – und an fünf Stationen kann man nebenbei alles über Sanierung und Restaurierung vonWeihern und Weiherwirtschaft erfahren.

Naturfreunde lernen hier zum Beispiel, welche Folgen ein zu hoherNährstoffeintrag (das Anreichern von Nährstoffen in ein Ökosystem) hat, wann eine Region zum Naturschutzgebiet erklärt werden kann und was die Schutzzone „Moore und Weiher um Brunnen“ auszeichnet. Der gesamte Lehrpfad (mittlere Schwierigkeitsstufe) ist kaum an einem Tag zu erwandern, die Schilder stehen zudem teils weit auseinander. Eine Broschüre der Gemeinde Kißlegg gibt mehr Informationen und Tipps. www.kisslegg.de

Engelskanzel und GrafensprungGernsbacher Sagenweg

Taugt auch für Familien: Der Sagenweg mit vielen Infos über Mythen und Geschichten rund um Gernsbach und das Murgtal© Foto: Touristinfo GernsbachTaugt auch für Familien: Der Sagenweg mit vielen Infos über Mythen und Geschichten rund um Gernsbach und das Murgtal
© Foto: Touristinfo Gernsbach
Taugt auch für Familien: Der Sagenweg mit vielen Infos über Mythen und Geschichten rund um Gernsbach und das Murgtal

Der Ort Gernsbach liegt im waldreichenTeil des Murgtals im nördlichen Schwarzwald. Neben Parks und Gärten des Luftkurorts locken viele Wandermöglichkeiten ringsum – zu den schönsten Routen zählt fraglos der Sagenweg (auch als Schwarzwälder Genießerpfad ausgezeichnet). Auf einer Länge von 5,3 Kilometern bringt er dem Wanderer den reichen Schatz an Geschichten und Mythen näher, die diese Region prägen.

Das Symbol des Teufelchens geleitet von Tafel zu Tafel der verschiedenen Stationen, an denen die alten Sagen dargestellt sind – die Etappenziele haben malerische Namen wie Klingelkapelle, Engelskanzel oder Grafensprung. Der Weg verläuft überwiegend auf natürlichem Untergrund und ist trotz einzelner Anstiege bequem in 1,5 bis 2 Stunden reiner Gehzeit zu erwandern. Charakteristisch sind die vielen schmalen Pfade, die die einzelnen Stationen miteinander verbinden. Generell taugt der Pfad auch für Familien, allerdings nicht für Kinderwagen, und gutes Schuhwerk ist auf jeden Fall empfehlenswert. www.sagenweg.de

Zu Winzern und WeinprobenWandern in den Reben

Das Ziel ist die gemütliche Weinprobe: Wandern in den Reben© Foto: Badenweiler Thermen und Touristik GmbH/Karin SchmeißerDas Ziel ist die gemütliche Weinprobe: Wandern in den Reben
© Foto: flickr/Thomas Trotz
Das Ziel ist die gemütliche Weinprobe: Wandern in den Reben

Weinbau prägt seit Urzeiten das Markgräflerland, gute Böden und günstiges Klima lassen hier die besten Trauben gedeihen. Rund um Badenweiler locken gepflegte Weindörfer, die zum Teil zur Badischen Weinstraße zählen und auf kleinen Wanderungen erkundet werden können. "Wandern in den Reben" heißt dabei das Motto, ein wahres Fest für Weinfreunde und Genießer.

Angeboten werden verschiedenen Touren mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Sie sind zwischen fünf und zehn Kilometer lang, Zeitdauer rund zweieinhalb bis vier Stunden, und sie verlaufen alle durch romantische Landschaften und idyllische Gemeinden. Ob die Route zum Winzerkeller Auggener Schäf, zum Winzerkeller Laufener Altenberg oder zur Genossenschaft Ballrechten-Dottingen, alle haben Sie ein Ziel: die verdiente Weinprobe am Ende der Tour. www.badenweiler.de

Von Gedicht zu GedichtSebastian-Blau-Wanderweg

Poesie am Wegesrand: Texte  von Sebastian Blau an einzelnen Stationen der Wanderroute© Foto: Wirtschaft Tourismus GastronomiePoesie am Wegesrand: Texte von Sebastian Blau an einzelnen Stationen der Wanderroute
Poesie am Wegesrand: Texte von Sebastian Blau an einzelnen Stationen der Wanderroute

Ein literarischer Spaziergang der besonderen Art ist der Sebastian-Blau-Weg zwischen Rottenburg (wenige Kilometer südwestlich von Tübingen) und Bad Niedernau. Der in Rottenburg geborene Poet, Publizist und Verleger Sebastian Blau (bürgerlich Josef Eberle, 1901–1986) gilt als einer der meistgelesenen schwäbischenAutoren des 20. Jahrhunderts. Anlässlich seines 100. Geburtstags im Jahr 2001 wurde der Künstler durch eine gut 12 Kilometer langeWanderroute geehrt – unterwegs sind auf 20 Tafeln einige seiner schönsten Gedichte verewigt. Am Römischen Museum in Rottenburg beginnend, führt der Rundweg entlang des Neckar aus der Stadt hinaus und hoch auf die bewaldeten Hänge oberhalb des Tals. Immer wieder gibt es tolle Ausblicke und gute Einkehrmöglichkeiten. Nach rund vier Stunden reiner Wanderzeit geht es dann, teils auf asphaltierten Feldwegen, an der schönen Wallfahrtskirche im Weggental vorbei nach Rottenburg zurück – dank der Poesie am Wegesrand eine Wohltat für Körper und Seele. www.tourismus-bw.de

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