Fischer haben’s erfunden

SUPFischer haben’s erfunden

Hier in Kurzform die Geschichte des Stand-up-Paddelns

Für Menschen, die auf dem Trockenen sitzen, scheint man als Stand-up-Paddler immer noch ein interessanter Anblick zu sein. Jedenfalls winken die zwei Sonnenanbeter auf dem Felsen fröhlich herüber und lassen uns nicht mehr aus den Augen. Warten Sie etwa darauf, dass wir ins Wasser fallen? Den Gefallen werden wir ihnen bestimmt nicht tun! Wäre aber auch nicht weiter schlimm, das Mittelmeer ist hier, vor den Stränden Sardiniens, so glasklar, dass wir ohnehin nachher mal vom Brett aus reinspringen werden. Aber erst einmal fahren wir lässig an den beiden vorbei. Ein paar kleine Fische flitzen durchs Wasser, die Geräusche des Strands dringen nur gedämpft herüber. Wir genießen die Landschaft, die Sonne, das Gefühl, auf dem Wasser zu sein. Die ersten, die aufrecht durchs Wasser gepaddelt sind, waren übrigens polynesische Fischer, die in ihren Kanus stehend über vorgelagerte Riffe hinaus aufs Meer fuhren. Später, in den 1960er-Jahren, begannen Surf-Lehrer auf Hawaii, mit Paddel und Surfbrett zu den Schülern rauszufahren, weil das schneller ging. Außerdem konnten sie die Anfänger stehend einfach besser beaufsichtigen. Ein neuer Sport aber wurde aber erst irgendwann in den 2000er-Jahren draus. Wellenreiter wie Laird Hamilton, Brian Keaulana oder die Wassersport-Legende Robby Naish entdeckten das Stand-up-Paddeln auf der Suche nach Trainingsmöglichkeiten für wind- und wellenlose Tage. Die Hersteller waren natürlich begeistert, und die junge Sportart nahm eine rasante Entwicklung – nicht nur als Nische für Wassersportprofis, sondern auch im Freizeitbereich. So wird das Stand-Up-Paddeln inzwischen nicht mehr nur auf dem Meer betrieben, es wird besonders auf Binnengewässern immer populärer. Beim Material unterscheidet man zwischen aufblasbaren Boards, den sogenannten iSUPs (Inflatable SUPs), und Hardboards. Außerdem gibt's spezielle Tourenboards, Raceboards und Boards für die Welle. Und bloß ein schöner Ausgleichssport ist SUP schon lange nicht mehr: Seit einigen Jahren werden auch nationale und internationale Wettkämpfe in verschiedenen Disziplinen des Stand-Up-Paddling wie Distanzrennen und Wellenreiten ausgetragen. Schön und gut, denken wir, aber das ist für uns eine ganz andere Geschichte. Wir sind noch ein bisschen weiter gefahren und haben in einer kleinen Sandbucht die Bretter an Land gezogen. Kleine Sonnenanbeter-Pause …

ANZEIGE
Nach oben