EU zum Anfassen

BrüsselEU zum Anfassen

Im Besucherzentrum Parlamentarium gibt es jede Menge zu lernen und interaktiv zu entdecken

Sterne symbolisieren die Europäische Union. Deshalb ist der Grundriss des Berlaymont, in dem die Europäische Kommission residiert, auch sternförmig. Bei der Renovierung des 1960er-Jahre-Baus achteten die Brüsseler Architekten Steven Beckers und Pierre Lallemand auf weitere Parallelen: Das Gebäude ist transparent und umweltfreundlich. Lediglich Glaswände trennen es von der Straße, bewegliche Glaslamellen regeln Licht und Heizung in den Büros. Recyceltes Regenwasser spült die Toiletten, die verbrauchte Luft der Klimaanlage heizt die Tiefgarage. Die umweltfreundliche Architektur in der Rue de la Loi wurde preisgekrönt.

Der Plenarsaal des Europaparlaments residiert nebenan in der Rue Wiertz. Im Besucherzentrum, dem Parlamentarium, gibt es kostenlose, individuelle Führungen mit Multimediaguide (Mo–Do 10 und 15, Fr 10 Uhr) – bei Plenarsitzungen kommt man nur mit Führung hinein. Am Besucher­eingang wird ein Ausweis verlangt. Unter der Arkade (Nr. 60 Rue Wiertz) befindet sich zudem ein InfoPoint des Europaparlaments, wo es kostenlos Material zur EU im Überfluss gibt.

In den Straßenschluchten des Quartier Européen ringsum treffen Sie auf umher eilende Abgeordnete, Beamte, Diplomaten, Lobbyisten und Journalisten. Auch Minister und Staatschefs fahren hier vor. Das Gesamtbild prägen die architektonisch mehr oder weniger gelungenen Bürohäuser und Stadtautobahnen. Doch versteckt dazwischen liegen ruhige Parks, großartige Museen und schön gestaltete Plätze. In den Randzonen ist ein kosmopolitisches Bevölkerungsgemisch aus gut bezahlten Beamten und Lobbyisten, jungen EU-Praktikanten und ärmeren Einwanderern zu Hause. www.europaparl.europa.eu

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