Ein heißes Stück Erde

Kaiserstuhl, Hegau & Schwäbische AlbEin heißes Stück Erde

Ritterburgen und Ruinen, bizarre Kegel und eine südliche Landschaft mit Weinterrassen – Baden-Württembergs mystische Vulkanlandschaften ziehen Weinliebhaber und Natururlauber gleichermaßen an. Folgen Sie uns zum Kaiserstuhl, in den Hegau und zum Schwäbischen Vulkan

© Foto: flickr/JM Fumeau

Kaiserstuhl

Er liegt auf der Deutschland-Wetterkarte genau an der Stelle, wo meist eine wolkenlose Sonne und hohe Temperaturen angezeigt werden. Eingebunden ist der Kaiserstuhl ganz im Südwesten in die badische Weinstraße, er liegt nahe der Grenze zu Frankreich im Breisgau. Groß ist er nicht – bis zu 16 Kilometer lang und 12,5 breit –, aber der vulkanische Gebirgsstock hat eine Menge zu bieten. Die Landschaft eignet sich bestens zum Weinanbau, denn die Böden können Wärme besonders gut speichern. Geprägt ist der Kaiserstuhl daher von Weinterrassen, die sich an sonnige Hänge schmiegen. Es gibt viele Feste rund um den Wein, Kellereibesichtigungen, Verkostungen, kurzum: eine traditionell von Genuss und sonnigem Klima geprägte Lebenskultur. Nicht nur die guten Weine machen den Kaiserstuhl aber so anziehend, sondern auch acht attraktive Themenpfade und der als Prädikatswanderweg ausgezeichnete knapp 22 Kilometer lange Kaiserstuhlpfad. www.schwarzwald-tourismus.info

© Foto: flickr/Heribert Pohl

Hegau

Eine reizvolle Region für Radler, Wanderer und Kultururlauber: Zwischen Baaralb und Donau im Norden, dem Bodensee im Osten, dem Hochrhein im Süden und Schaffhausen im Westen, liegt im Süden von Baden-Württemberg der Hegau. Der Heimatdichter Ludwig Finckh bezeichnete den Hegau mit seinen neun Vulkankegeln einst als „des Herrgotts Kegelspiel“. Auf fast allen dieser auffälligen Kuppen thront übrigens eine Festung oder eine Burgruine. Der bekannteste Kegelberg ist der Hohentwiel, auf dem die gleichnamige Festung steht – übrigens eine der größten Festungsruinen in Deutschland. Und es gibt noch mehr Superlative hier unten: den berühmten Rheinfall, den größten Wasserfall Europas. Und die Aachquelle – sie ist die größte Karstquelle Deutschlands. www.hegau.de

© Foto: Reiner Enkelmann

Schwäbischer Vulkan

Rund um Bad Urach liegen in einem Umkreis von etwa 25 Kilometern stolze 355 Ausbruchstellen und Schlote. Zeugnisse der vielen kleinen Vulkanausbrüche vor 16 bis 17 Millionen Jahren sind bis heute noch zu finden: Maare, Torfmoore und Hülen, in denen sich Kraterseen gebildet haben prägen das Landschaftsbild. Das Naturschutzgebiet Randecker Maar, ein ehemaliger Schlot am Trauf der Schwäbischen Alb, ist mit zirka 1,2 Kilometern Durchmesser der größte Krater. In dem einstigen Maarsee wurden fossile Ablagerungen einer subtropischen Fauna und Flora aus dem Tertiär gefunden. Sie werden heute im Museum für Naturkunde in Stuttgart sowie in der Universität Tübingen und im Museum Hauff in Holzmaden ausgestellt. Wegen ihrer spannenden Geologie wurde die Schwäbische Alb als Geopark der UNESCO ausgezeichnet. Erlebbar wird dieses Erbe u. a. bei geführten Touren, in den Thermalbädern, bei Klopfplätzen für Versteinerungen und auf Themenpfaden. www.geopark-alb.de

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