Die wichtigsten Stationen

LutherwegDie wichtigsten Stationen

Nordhausen © Foto: Stadtverwaltung NordhausenDie Stadtpfarrkirche St. Blasii in Nordhausen Im April 1525 rief Martin Luther in St. Blasii während einer Predigt zum Gehorsam gegenüber der weltlichen Obrigkeit auf. „Ich weiß keine Stadt am Harz oder sonst, welche sich dem Evangelio so bald unterworfen als die Stadt Nordhausen, dass wird sie vor Gott und allen anderen in jenem Leben Ehre haben.“, so äußerte sich der Reformator über Nordhausen. In dem kürzlich sanierten Gotteshaus hatte Luther mehrfach gepredigt. Außerdem wirkte hier Thomas Müntzer, sein späterer Widerpart, einige Monate als Prediger. www.blasiikirche-nordhausen.de Bad Frankenhausen © Foto: Thomas Härtrich / transitDas Kyffhäuserdenkmal südlich des Stadtkerns von Bad Frankenhausen Am 15. Mai 1525 unterlagen die von Thomas Müntzer geführten Bauern den fürstlichen Heeren. Auch wenn der Bauernkrieg, oder auch „Revolution des gemeinen Mannes“ genannt, sich auf die Standpunkte der Reformation beruft, distanziert sich Martin Luther von diesem Krieg und ruft zu Frieden auf. Das Panorama-Museum in Bad Frankenhausen beherbergt ein mehr als 1700 Quadratmeter großes Rundgemälde des Künstlers Werner Tübke, mit dem Titel: „Frühbürgerliche Revolution in Deutschland“. Neben der Schlacht von Bad Frankenhausen porträtierte der Künstler wichtige Persönlichkeiten – unter anderem auch Martin Luther. www.kyffhaeuser-tourismus.deErfurt © Foto: Thüringer Tourismus GmbH/Toma BabovicAls Augustinermönch lebte Luther hier vom 17. Juli 1505 bis Herbst 1511 Während eines Gewitters wurde der damalige Jurastudent auf dem Weg nach Erfurt fast von einem Blitz getroffen.“Hilf du, Heilige Anna, ich will ein Mönch werden!“, soll er ausgerufen haben – und so geschah es dann auch. Der Eintritt Luthers in das Erfurter Augustinerkloster markiert den Anfang der folgenreichsten Veränderung in der Kirchengeschichte. In Erfurt erhielt der Reformator zahlreiche Anregungen für seine spätere Entwicklung. So studierte er hier, besuchte theologische Vorlesungen im Dom, predigte in der Augustiner-, der Michaelis-, der Kaufmanns- und der Franziskanerkirche. www.erfurt.de Weimar © Foto: Christiane WürtenbergerDas wohl bekannteste Buch in der Anna Amalia Bibliothek ist die Luther-Bibel Zwischen 1518 und 1540 besuchte Martin Luther die Stadt Weimar oft und gerne. Noch heute finden sich viele Zeugnisse der reformatorischen Bewegung in der Stadt, wie zum Beispiel im Thüringischen Haupt­staatsarchiv aufbewahrte Briefbestände, und eine Vielzahl von Grafiken und Drucken in der Kunstsammlung der Klassik Stiftung Weimar sowie die Luther-Bibel (die erste Gesamtausgabe seiner Bibelübersetzung) in der Anna Amalia Bibliothek. Nach der wettinischen Landesteilung von 1485 gehörte Weimar zum Gebiet der Ernestiner und so setzte sich unter der Herrschaft von Herzog Johann dem Beständigen hier die Reformation rasch durch. Hier, wo Luther predigte, sich mit dem kurfürstlichen Geheimsekretär Georg Spalatin traf und in die reformatorischen Debatten eingriff. www.weimar.deJena © Foto: FSU/KasperDie Friedrich-Schiller-Universität Jena – Haupteingang vom Fürstengraben Die Universität ist ein Kind der Reformation, sie wurde 1548 für die Thüringer Landesteile gegründet, die nach der protestantischen Niederlage im Schmalkaldischen Krieg vom Kurfüstentum Sachsen getrennt wurden. Auch führte Luther hier mit dem Reformator Karlstadt und Huldrych Zwingli ein legendäres Streitgespräch. 1549 kam die Universitätsbibliothek von Wittenberg über Weimar nach Jena. Kostbare Drucke der Reformationszeit, darunter auch Luthers Handexemplare des Alten und des Neuen Testaments mit handschriftlichen Eintragungen, befinden sich seitdem in der Universitätsstadt. www.jena.deGlasbachgrund bei Steinbach © Foto: Eisenach-Wartburgregion Touristik GmbHLuther blickt auf Steinbach Nachdem Luther der Ketzerei beschuldigt wurde, inszenierten seine Getreuen am 4. Mai 1521 unter Anweisung des sächsischen Kurfürsten Friedrich des Weisen an diesem Ort seine Schein-Gefangennahme und brachten ihn zur Wartburg. Heute findet man noch ein großes Denkmal, das an diese Tat erinnert. Das Lutherdenkmal wurde 1857 auf Veranlassung von Herzog Bernhard Erich Freund von Sachsen-Meiningen aufgestellt. bad-liebenstein.de Altenburg © Foto: Altenburg Tourismus GmbHDer Hauptmarkt in Altenburg Hier setzte Georg Spalatin, der engste Mitarbeiter von Friedrich dem Weisen und vielleicht auch „Steuermann der Reformation“, selbige praktisch um. Den Reformator selbst verbindet privat viel mit diesem Ort, so heiratete er am 14. April 1523 die Tochter des Altenburger Rechtsgelehrten Suicer. Es ist die erste Hochzeit eines Geistlichen in Altenburg. Für seine Frau Katharina von Bora hat Luther von seinem Schwager Hans von Bora das etwa 20 Kilometer von Altenburg entfernt liegende Gut Zölsdorf gekauft, wo diese von nun an wirkte und weilte. www.altenburg-tourismus.de Tambach-Dietharz © Foto: Martina SörensenDer Lutherbrunnen im Tammichgrund Auf dem Weg nach Tambach-Dietharz wurde Luther von seinen Nierenleiden geheilt, nachdem er aus dem heutigen Lutherbrunnen getrunken hatte. Er schrieb an seinen Freund Melanchthon „… aus Tambach, dem Orte, da ich gesegnet wurde, denn hier ist mein Phanuel, an dem mir Gott erschienen ist.“ Auch heute noch schwören Einheimische auf die heilsame Wirkung und den guten Geschmack des Wassers. www.tambach-dietharz.de Arnstadt © Foto: Thüringer Tourismus GmbHBrunnen vor der Oberkirche in Arnstadt Luther wirkte hier als Mönch, später als Reformator und auch als Begleiter des Kurfürsten Johann Friedrich. In dem heute als Oberkirche bekannten Gotteshaus des einstigen Franziskanerklosters war Martin Luther mindestens zwei Mal zu Gast. Bei einem weiteren Besuch nächtigte er hingegen in der Burg Neideck, da er nach dem Thesen-Anschlag in Wittenburg dem Mönchtum kritisch gegenüber stand. Die 1589 eingerichtete Bibliothek in der Sakristei beherbergt noch immer Werke Martin Luthers. www.arnstadt.de Gotha © Foto: Kay MaeritzDas Rathaus am Marktplatz mit seinen Verzierungen Luther besuchte Gotha mehrfach, sowohl im Auftrag des Augustinerklosters, als auch privat. So übernachtete er zum Beispiel mehrmals in der Stadt während seiner Reisen von und nach Worms, Marburg oder Schmalkalden. Von starken Nierenkoliken geplagt, musste Luther bis zum 4.03.1537 im Gasthof „Zur Löwenburg“ das Krankenlager hüten. Im Glauben bald sterben zu müssen, diktierte er dort dem Reformator Johannes Bugenhagen sein erstes Testament, auch hieß es in dem Schreiben: „Ich will in Gotha begraben werden“. Doch Martin Luther erholte sich und konnte noch im März seine Reise fortsetzen. www.gotha.de Schmalkalden © Foto: Andreas Weise/factumIn diesem Haus wohnte Martin Luther im 2. Obergeschoss Bei einer Tagung des 1530 gegründeten Schmalkaldischen Bundes im heutigen Lutherhaus legte Martin Luther seine Glaubensgrundsätze vor. In einem Brief schrieb er: „Darauf ich stehen muss und stehen will, bis in meinen Tod, ob Gott will, und weiß darinnen nichts zu ändern noch nachzugeben“. Noch heute dienen diese Glaubensgrundsätze in der evangelisch-lutherischen Kirche als Glaubensbekenntnis, und viele Pfarrer weltweit werden auf diese ordiniert. www.schmalkalden.de Eisenach © Foto: Thüringer Tourismus GmbH/Andreas WeiseHier übersetzte Luther die Bibel – Lutherstube auf der Wartburg „Keine andere Stadt kennt mich besser“, erinnert sich Luther an die Stadt und an die Wartburg, auf der er während seiner Schutzhaft das Neue Testament aus dem Griechischen und Lateinischen in nur elf Wochen übersetzte. Bis heute gehören viele der von Luther bei der Übersetzung geschaffenen Worte zum allgemeinen deutschen Sprachgut. Es heißt, dem Reformator sei beim Schreiben der Teufel höchstpersönlich erschienen, und so warf Luther mit dem Tintenfass nach ihm. So hinterließ er an der Wand seines Studierzimmers angeblich einen Tintenfleck an. www.eisenach.de Mühlhausen © Foto: Glenn Meyer Muehlhausen ThueringenBlick auf die St. Petrikirche in Mühlhausen Obwohl Luther nie persönlich in Mühlhausen gewesen ist, spielte die einstige Reichsstadt in der Zeit der Reformation und der Deutschen Bauernkriege eine wichtige Rolle. Hier wurde der einstige Weggefährte Luthers, der Prediger und Theologe Thomas Müntzer, der die aufständischen Bauern führte, 1525 vor den Toren der Stadt hingerichtet. Letzten Endes mündetet die Bewegung später im historischen Bauernkrieg. www.muehlhausen.de Reinhardsbrunn © Foto: Thüringen Tourismus GmbHAuf den Grundmauern des ehemaligen Hausklosters der Landgrafen von Thüringen wurde Anfang des 19. Jahrhunderts das Schloss Reinhardsbrunn errichtet In dem einstigen, geistlichen Zentrum Thüringens verhandelte Luther während seines Zwangsaufenthaltes auf der Wartburg (1521/1522) nicht nur unerkannt mit den Mönchen des dortigen Klosters, sondern streifte auch mehrfach durch die umliegenden Wälder. Vermutlich führte ihn auch die einzige Jagd, an der er je teilgenommen hat, in die Gegend um Reinhardsbrunn. www.thueringen-tourismus.de Möhra © Foto: Thüringer Tourismus GmbHLutherdenkmal in der Gemeinde Moorgrund in Möhra Die Gemeinde gilt als Stammort der Familie Luther – der Reformator verweilte hier 1521, kurz vor seiner „Entführung“ auf die Wartburg. Seit dem 14. Jahrhundert ist die Familiensippe der Luthers in Möhra nachweisbar. Zu sehen sind heute noch u. a. das Stammhaus der Familie, die Lutherzimmer, die die Lebensgeschichte des Reformators erzählen, sowie das Lutherdenkmal auf dem Lutherplatz, an dessen Stelle einst eine Linde stand, unter der Martin Luther gepredigt haben soll. www.moehra.de http://www.luther-in-thueringen.com/de/index.html

Nordhausen

Die Stadtpfarrkirche St. Blasii in Nordhausen© Foto: Stadtverwaltung NordhausenDie Stadtpfarrkirche St. Blasii in Nordhausen

Im April 1525 rief Martin Luther in St. Blasii während einer Predigt zum Gehorsam gegenüber der weltlichen Obrigkeit auf. "Ich weiß keine Stadt am Harz oder sonst, welche sich dem Evangelio so bald unterworfen als die Stadt Nordhausen, dass wird sie vor Gott und allen anderen in jenem Leben Ehre haben.“, so äußerte sich der Reformator über Nordhausen.

In dem kürzlich sanierten Gotteshaus hatte Luther mehrfach gepredigt. Außerdem wirkte hier Thomas Müntzer, sein späterer Widerpart, einige Monate als Prediger.

www.blasiikirche-nordhausen.de

Bad Frankenhausen

Das Kyffhäuserdenkmal südlich des Stadtkerns von Bad Frankenhausen© Foto: Thomas Härtrich / transitDas Kyffhäuserdenkmal südlich des Stadtkerns von Bad Frankenhausen

Am 15. Mai 1525 unterlagen die von Thomas Müntzer geführten Bauern den fürstlichen Heeren. Auch wenn der Bauernkrieg, oder auch „Revolution des gemeinen Mannes“ genannt, sich auf die Standpunkte der Reformation beruft, distanziert sich Martin Luther von diesem Krieg und ruft zu Frieden auf.

Das Panorama-Museum in Bad Frankenhausen beherbergt ein mehr als 1700 Quadratmeter großes Rundgemälde des Künstlers Werner Tübke, mit dem Titel: "Frühbürgerliche Revolution in Deutschland". Neben der Schlacht von Bad Frankenhausen porträtierte der Künstler wichtige Persönlichkeiten – unter anderem auch Martin Luther.

www.kyffhaeuser-tourismus.de

Erfurt

Als Augustinermönch lebte Luther hier vom 17. Juli 1505 bis Herbst 1511© Foto: Thüringer Tourismus GmbH/Toma BabovicAls Augustinermönch lebte Luther hier vom 17. Juli 1505 bis Herbst 1511

Während eines Gewitters wurde der damalige Jurastudent auf dem Weg nach Erfurt fast von einem Blitz getroffen.“Hilf du, Heilige Anna, ich will ein Mönch werden!“, soll er ausgerufen haben – und so geschah es dann auch. Der Eintritt Luthers in das Erfurter Augustinerkloster markiert den Anfang der folgenreichsten Veränderung in der Kirchengeschichte.

In Erfurt erhielt der Reformator zahlreiche Anregungen für seine spätere Entwicklung. So studierte er hier, besuchte theologische Vorlesungen im Dom, predigte in der Augustiner-, der Michaelis-, der Kaufmanns- und der Franziskanerkirche.

www.erfurt.de

Weimar

Das wohl bekannteste Buch in der Anna Amalia Bibliothek ist die Luther-Bibel© Foto: Christiane WürtenbergerDas wohl bekannteste Buch in der Anna Amalia Bibliothek ist die Luther-Bibel

Zwischen 1518 und 1540 besuchte Martin Luther die Stadt Weimar oft und gerne. Noch heute finden sich viele Zeugnisse der reformatorischen Bewegung in der Stadt, wie zum Beispiel im Thüringischen Haupt­staatsarchiv aufbewahrte Briefbestände, und eine Vielzahl von Grafiken und Drucken in der Kunstsammlung der Klassik Stiftung Weimar sowie die Luther-Bibel (die erste Gesamtausgabe seiner Bibelübersetzung) in der Anna Amalia Bibliothek.

Nach der wettinischen Landesteilung von 1485 gehörte Weimar zum Gebiet der Ernestiner und so setzte sich unter der Herrschaft von Herzog Johann dem Beständigen hier die Reformation rasch durch. Hier, wo Luther predigte, sich mit dem kurfürstlichen Geheimsekretär Georg Spalatin traf und in die reformatorischen Debatten eingriff.

www.weimar.de

Jena

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena – Haupteingang vom Fürstengraben© Foto: FSU/KasperDie Friedrich-Schiller-Universität Jena – Haupteingang vom Fürstengraben

Die Universität ist ein Kind der Reformation, sie wurde 1548 für die Thüringer Landesteile gegründet, die nach der protestantischen Niederlage im Schmalkaldischen Krieg vom Kurfüstentum Sachsen getrennt wurden. Auch führte Luther hier mit dem Reformator Karlstadt und Huldrych Zwingli ein legendäres Streitgespräch.

1549 kam die Universitätsbibliothek von Wittenberg über Weimar nach Jena. Kostbare Drucke der Reformationszeit, darunter auch Luthers Handexemplare des Alten und des Neuen Testaments mit handschriftlichen Eintragungen, befinden sich seitdem in der Universitätsstadt.

www.jena.de

Glasbachgrund bei Steinbach

Luther blickt auf Steinbach© Foto: Eisenach-Wartburgregion Touristik GmbHLuther blickt auf Steinbach

Nachdem Luther der Ketzerei beschuldigt wurde, inszenierten seine Getreuen am 4. Mai 1521 unter Anweisung des sächsischen Kurfürsten Friedrich des Weisen an diesem Ort seine Schein-Gefangennahme und brachten ihn zur Wartburg.

Heute findet man noch ein großes Denkmal, das an diese Tat erinnert. Das Lutherdenkmal wurde 1857 auf Veranlassung von Herzog Bernhard Erich Freund von Sachsen-Meiningen aufgestellt.

bad-liebenstein.de

Altenburg

Der Hauptmarkt in Altenburg© Foto: Altenburg Tourismus GmbHDer Hauptmarkt in Altenburg

Hier setzte Georg Spalatin, der engste Mitarbeiter von Friedrich dem Weisen und vielleicht auch „Steuermann der Reformation“, selbige praktisch um.

Den Reformator selbst verbindet privat viel mit diesem Ort, so heiratete er am 14. April 1523 die Tochter des Altenburger Rechtsgelehrten Suicer. Es ist die erste Hochzeit eines Geistlichen in Altenburg.

Für seine Frau Katharina von Bora hat Luther von seinem Schwager Hans von Bora das etwa 20 Kilometer von Altenburg entfernt liegende Gut Zölsdorf gekauft, wo diese von nun an wirkte und weilte.

www.altenburg-tourismus.de

Tambach-Dietharz

Der Lutherbrunnen im Tammichgrund© Foto: Martina SörensenDer Lutherbrunnen im Tammichgrund

Auf dem Weg nach Tambach-Dietharz wurde Luther von seinen Nierenleiden geheilt, nachdem er aus dem heutigen Lutherbrunnen getrunken hatte. Er schrieb an seinen Freund Melanchthon „… aus Tambach, dem Orte, da ich gesegnet wurde, denn hier ist mein Phanuel, an dem mir Gott erschienen ist.“

Auch heute noch schwören Einheimische auf die heilsame Wirkung und den guten Geschmack des Wassers.

www.tambach-dietharz.de

Arnstadt

Brunnen vor der Oberkirche in Arnstadt© Foto: Thüringer Tourismus GmbHBrunnen vor der Oberkirche in Arnstadt

Luther wirkte hier als Mönch, später als Reformator und auch als Begleiter des Kurfürsten Johann Friedrich.

In dem heute als Oberkirche bekannten Gotteshaus des einstigen Franziskanerklosters war Martin Luther mindestens zwei Mal zu Gast. Bei einem weiteren Besuch nächtigte er hingegen in der Burg Neideck, da er nach dem Thesen-Anschlag in Wittenburg dem Mönchtum kritisch gegenüber stand.

Die 1589 eingerichtete Bibliothek in der Sakristei beherbergt noch immer Werke Martin Luthers.

www.arnstadt.de

Gotha

Das Rathaus am Marktplatz mit seinen Verzierungen© Foto: Kay MaeritzDas Rathaus am Marktplatz mit seinen Verzierungen

Luther besuchte Gotha mehrfach, sowohl im Auftrag des Augustinerklosters, als auch privat. So übernachtete er zum Beispiel mehrmals in der Stadt während seiner Reisen von und nach Worms, Marburg oder Schmalkalden.

Von starken Nierenkoliken geplagt, musste Luther bis zum 4.03.1537 im Gasthof "Zur Löwenburg" das Krankenlager hüten. Im Glauben bald sterben zu müssen, diktierte er dort dem Reformator Johannes Bugenhagen sein erstes Testament, auch hieß es in dem Schreiben: „Ich will in Gotha begraben werden“.

Doch Martin Luther erholte sich und konnte noch im März seine Reise fortsetzen.

www.gotha.de

Schmalkalden

In diesem Haus wohnte Martin Luther im 2. Obergeschoss© Foto: Andreas Weise/factumIn diesem Haus wohnte Martin Luther im 2. Obergeschoss

Bei einer Tagung des 1530 gegründeten Schmalkaldischen Bundes im heutigen Lutherhaus legte Martin Luther seine Glaubensgrundsätze vor. In einem Brief schrieb er: "Darauf ich stehen muss und stehen will, bis in meinen Tod, ob Gott will, und weiß darinnen nichts zu ändern noch nachzugeben“.

Noch heute dienen diese Glaubensgrundsätze in der evangelisch-lutherischen Kirche als Glaubensbekenntnis, und viele Pfarrer weltweit werden auf diese ordiniert.

www.schmalkalden.de

Eisenach

Hier übersetzte Luther die Bibel – Lutherstube auf der Wartburg© Foto: Thüringer Tourismus GmbH/Andreas WeiseHier übersetzte Luther die Bibel – Lutherstube auf der Wartburg

„Keine andere Stadt kennt mich besser“, erinnert sich Luther an die Stadt und an die Wartburg, auf der er während seiner Schutzhaft das Neue Testament aus dem Griechischen und Lateinischen in nur elf Wochen übersetzte. Bis heute gehören viele der von Luther bei der Übersetzung geschaffenen Worte zum allgemeinen deutschen Sprachgut.

Es heißt, dem Reformator sei beim Schreiben der Teufel höchstpersönlich erschienen, und so warf Luther mit dem Tintenfass nach ihm. So hinterließ er an der Wand seines Studierzimmers angeblich einen Tintenfleck an.

www.eisenach.de

Mühlhausen

Blick auf die St. Petrikirche in Mühlhausen© Foto: Glenn Meyer Muehlhausen ThueringenBlick auf die St. Petrikirche in Mühlhausen

Obwohl Luther nie persönlich in Mühlhausen gewesen ist, spielte die einstige Reichsstadt in der Zeit der Reformation und der Deutschen Bauernkriege eine wichtige Rolle.

Hier wurde der einstige Weggefährte Luthers, der Prediger und Theologe Thomas Müntzer, der die aufständischen Bauern führte, 1525 vor den Toren der Stadt hingerichtet. Letzten Endes mündetet die Bewegung später im historischen Bauernkrieg.

www.muehlhausen.de

Reinhardsbrunn

Auf den Grundmauern des ehemaligen Hausklosters der Landgrafen von Thüringen wurde  Anfang des 19. Jahrhunderts das Schloss Reinhardsbrunn errichtet© Foto: Thüringen Tourismus GmbHAuf den Grundmauern des ehemaligen Hausklosters der Landgrafen von Thüringen wurde Anfang des 19. Jahrhunderts das Schloss Reinhardsbrunn errichtet

In dem einstigen, geistlichen Zentrum Thüringens verhandelte Luther während seines Zwangsaufenthaltes auf der Wartburg (1521/1522) nicht nur unerkannt mit den Mönchen des dortigen Klosters, sondern streifte auch mehrfach durch die umliegenden Wälder. Vermutlich führte ihn auch die einzige Jagd, an der er je teilgenommen hat, in die Gegend um Reinhardsbrunn.

www.thueringen-tourismus.de

Möhra

Lutherdenkmal in der Gemeinde Moorgrund in Möhra© Foto: Thüringer Tourismus GmbHLutherdenkmal in der Gemeinde Moorgrund in Möhra

Die Gemeinde gilt als Stammort der Familie Luther – der Reformator verweilte hier 1521, kurz vor seiner "Entführung" auf die Wartburg. Seit dem 14. Jahrhundert ist die Familiensippe der Luthers in Möhra nachweisbar.

Zu sehen sind heute noch u. a. das Stammhaus der Familie, die Lutherzimmer, die die Lebensgeschichte des Reformators erzählen, sowie das Lutherdenkmal auf dem Lutherplatz, an dessen Stelle einst eine Linde stand, unter der Martin Luther gepredigt haben soll.

www.moehra.de

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