Die schönsten im Land

Nationalparks Die schönsten im Land

Kanada lockt mit 46 unglaublichen Nationalparks und Reservaten in den 13 Provinzen und Territorien

© Foto: Government of Yukon

„...zum Wohle, Vorteil und Vergnügen der Bevölkerung Kanadas“ wurde 1885 der Vorläufer des heutigen Banff Nationalparks gegründet. Er war der erste in einer langen Reihe von Parks, in denen die schönsten und ursprünglichsten Regionen Kanadas geschützt werden. Sie erstrecken sich über Berge und Ebenen, Wälder und Tundra sowie die Großen Seen und Gletscher. Im Sommer lockt zudem die kanadische Arktis.

Gerade unter ökologischen Gesichtspunkten gilt das dem Umweltministerium unterstellte Parksystem Kanadas mit einer Gesamtfläche von 220.000 Quadratkilometern weltweit als bahnbrechend. Die Ausdehnung der einzelnen Nationalparks reicht von 14.000 Quadratkilometern (Georgian Bay Islands Nationalpark) bis zu 45.000 Quadratkilometern (Wood Buffalo Nationalpark).

Die berühmtesten Nationalparks Kanadas wie Banff oder Jasper liegen im Westen des Landes, aber auch im Osten wurden einige besonders schöne Naturgebiete als Nationalparks geschützt. Wir stellen für jede Provinz und jedes Territorium einen ganz besonderen Park vor: Neufundland und Labrador: Der Gros Morne Nationalpark ist ein Traum für Liebhaber von sattgrünen Flusstälern und gewaltigen Felsklippen.

Prince Edward Island: Eine ausgedehnte Dünenlandschaft finden Wanderer im Prince Edward Island Nationalpark an der Nordküste der kleinsten Provinz Kanadas.

Nova Scotia: Beste Aussichten gesucht? Dann gehört der Cape-Breton-Highland Nationalpark ganz oben auf die Liste. Er erstreckt sich von der Ost- bis zur Westküste über den berühmten Cabot Trail, der zu den schönsten Panoramastraßen Nordamerikas zählt.

New Brunswick: Im Fundy Nationalpark gibt es den höchsten Tidenhub der Welt. Zweimal täglich sorgen 100 Milliarden Tonnen Meerwasser dafür, dass der Pegel von Ebbe bis Flut um viele Meter steigt.

Ontario: Markante Kalksteinfelsen und einladende, flache Höhlen prägen die Landschaft des Bruce Peninsula Parks am glasklaren, türkisblauen Wasser der Georgian Bay.

Québec: Die sanften Hügel und Täler machen den La Maurice Nationalpark gleichzeitig spannend und gut begehbar. Etwa 150 Seen locken zum Campen, Fischen und Kajak fahren.

Manitoba: Der waldreiche Riding Mountain Nationalpark ist ein UNESCO-Biosphärenreservat mit vielen Seen südlich der Stadt Dauphin. Neben Elchen, Wölfen, Schwarzbären und Wapitihirschen lebt im Park eine Herde Bisons in einem großen offenen Areal.

Nunavut: Gletscher, schroffe Felsen und Flüsse beherrschen den Auyuittuq Nationalpark. Kräftige Wanderer folgen dem knapp 100 Kilometer langen Akshayuk Pass, einem traditionellen Durchgangskorridor der Inuit.

Saskatchewan: Grasende Bisonherden in einem Meer von Grün – das ist der Grasslands Nationalpark, der als "Dark Sky Präserve" gilt, wo man also ungestört von Stadtlichtern den Sternenhimmel beobachten kann.

Northwest Territories: Im Wood Buffalo Nationalpark gibt es den größten Biberdamm der Welt, eine der größten Herden frei umherziehender Bisons und das letzte natürliche Brutgebiet der vom Aussterben bedrohten Schreikraniche.

Alberta: Banff und Jasper, zwei Nationalparks in den Rocky Mountains, gehören zu den meistbesuchten Schutzgebieten in Kanada. Es gibt Berge und Gletscher von überwältigender Schönheit, ein weiteres Highlight sind die Athabasca Falls.

Yukon: Der Vuntut Nationalpark wird jährlich nur von einer Handvoll Gäste aufgesucht. Es gibt keine asphaltierten Straßen, lediglich Flugzeuge können Besucher in diese unbeschreibliche Wildnis mit 150.000 Karibus bringen.

British Columbia: Lange Strände, urige Regenwälder und kleine Felseninseln sind charakteristisch für das Pacific Rim Nationalpark Reservat.

Übrigens: Bei rund 30 Millionen Besuchern pro Jahr gilt es unbedingt, sich an die Regeln in den Nationalparks zu halten. So darf kein Tier gefüttert, kein Zweig abgebrochen werden. Ein kleiner Wildblumenstrauß kann bis zu 500 $ Strafe kosten. Jagen ist generell verboten.

Besonders attraktiv: Zur Feier des Jubiläums "150 Jahre Kanada" werden allen Besuchern im Jahr 2017 die Eintrittskosten für die 44 Nationalparks und zusätzlich zu 168 historischen Ausflugszielen erlassen. Gebühren für Campingplätze oder geführte Touren in den Nationalparks umfasst das Paket nicht. Der kostenlose Pass muss online geordert werden.

Für mehr Infos: www.parkscanada.ca

© Foto: Johannes Becker
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