Die Burgenstraße

Die Burgenstraße

Mannheim © Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-WürttembergSchloss der Superlative: Es ist 450 Meter lang; das umbaute Areal misst sechs Hektar Die drittgrößte Stadt Baden-Württembergs war einst eine Residenzstadt und ist heute wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Rhein-Neckar-Metropolregion. Hier wurden das erste Zweirad und das erste Automobil gebaut, und dank einer sehr lebendigen Popmusik-Szene wurde Mannheim 2014 sogar zur UNESCO City of music gekürt. Dazu kommen bedeutsame Museen wie die Kunsthalle Mannheim für moderne und zeitgenössische Kunst, das Technoseum mit mehr als 100 Experimentierstationen zur Industrialisierung der Region und Monumente wie das Barockschloss. Hier startet oder endet die Burgenstraße. www.tourist-mannheim.de www.schloss-mannheim.deSchwetzingen © Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg/Uschi WetzelSchön in Szene gesetzt: Das prächtige Schloss ist im Kern eine mittelalterliche Wasserburg Nur wenige Kilometer von Mannheim entfernt wartet gleich das nächste Stadt- und Schlossjuwel. Die rund 20.000 Einwohner zählende Stadt in der Rheinebene ist besonders für ihren Spargelanbau bekannt. Das Schloss bildet gemeinsam mit dem Garten und der Altstadt ein einzigartiges Ensemble. Was das Schloss Schwetzingen anbelangt: Hier gab der letzte kurpfälzische Kurfürst Carl Theodor den Auftrag, den Garten rund um seine Sommerresidenz in der jetzigen Form zu gestalten – mit stillen Winkeln, geometrischen Formen nach französischem Vorbild und einem Landschaftsgarten samt Seen und Wasserläufen. Sehenswert sind darüber hinaus das Badehaus, ein römisches Wasserkastell, eine Moschee sowie ein Rokokotheater, das älteste erhaltene Rangtheater Europas (erbaut in der Mitte des 18. Jahrhunderts). www.schwetzingen.de www.schloss-schwetzingen.de Heidelberg © Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg/Achim MendeEin wahrer Wohnpalast: der Friedrichsbau auf Schloss Heidelberg Die ehemalige kurpfälzische Reichsstadt zieht Menschen unterschiedlichster Couleur in ihren Bann: Die einen flanieren nur zu gern durch die malerische Altstadt mit dem markanten Schloss als Kulisse, die anderen suchen nach mehr Wissen. Immerhin ist die berühmte Universität der Stadt die älteste Hochschule auf dem heutigen deutschen Boden. Das milde Klima hat es außerdem gut gemeint mit der Region – hier gedeihen sogar Mandel- und Feigenbäume, Zitronen und Granatäpfel. Kein Wunder, dass Gäste sich beim Spaziergang auf dem Philosophenweg gegenüber der Altstadt ein bisschen wie in Italien wähnen. Wer die Stadt in ganzer Pracht bewundern möchte, kann das zum Beispiel auf der Aussichtsplattform des Turms der Heiliggeistkirche in 38 Metern Höhe tun. Highlights gibt es einige in der Stadt; besonders spannend für Burgenstraßen-Entdecker ist etwa dies hier: Bei den Heidelberger Schlossfestspielen (2015: 24. Juni bis 2. August) wird über der Stadt groß aufgespielt – mit spannenden Konzerten und innovativen Theaterinszenierungen. www.heidelberg-marketing.deBurg Guttenberg © Foto: Burg GuttenbergVorbeigeradelt: Burg Guttenberg liegt unweit des Salz- und Soleradwegs Die Burg nahe des Städtchens Haßmersheim stammt aus dem 12. Jahrhundert – und ist eine der wenigen Burganlagen, die niemals zerstört wurden. Entsprechend spannend gestaltet sich ein Rundgang übers Gelände und durchs Burgmuseum, das in die Zeit stolzer Ritter zurückversetzt. Noch lebendiger wird dieser Eindruck bei einer Flugvorführung der Greifvögel hoch über dem Neckartal oder beim Rittermahl in der Burgschenke, stilecht mit Speisenvorkoster. Tipp für einen Halbtages- bis Tages-Abstecher: Durch Haßmersheim verläuft der 35 Kilometer lange Salz- und Soleradweg, der unter anderem zum Gradierwerk in Bad Rappenau führt. Mehrere Solebäder sorgen unterwegs für Entspannung. www.burg-guttenberg.deBurg Hornberg © Foto: Carolin ThierschGeschichtsträchtig: Burg Hornberg blickt auf prominente Besitzer zurück Ganz in der Nähe von Burg Guttenberg liegt noch eine weitere interessante Burganlage, die obendrein auf einen prominenten Hausherren zurückblicken kann: Hier hat 45 Jahre lang Götz von Berlichingen gelebt. Bekannt wurde der fränkische Reichsritter durch seine Rolle während des schwäbischen Bauernkriegs; Johann Wolfgang von Goethe verewigte ihn in seinem gleichnamigen Theaterstück. Heute können Besucher sich auch über Nacht einmal ganz wie Götz von Berlichingen fühlen und in einem seiner Gemächer nächtigen. Das Burghotel bietet mehrere Zimmer mit Blick ins Neckartal oder auf den dichten Wald. Auch beim Essen im Burghof oder im Panoramarestaurant können Gäste das Flair der Burg hautnah erleben und sich ganz wie ein Burgherr- oder -fräulein fühlen. www.burg-hotel-hornberg.deSchwäbisch-Hall © Foto: FLS Schwäbisch Hall/Jürgen WellerHier ist was los: Freilichtspiele auf der Großen Treppe von St. Michael Hier mixt sich baden-württembergische Tradition und fränkischer Einfluss vortrefflich: Die Stadt der Salzsieder (und der gleichnamigen Bausparkasse) glänzt mit einer einzigartigen Altstadt und viel mittelalterlichem Charme. Dazu kommt einer der schönsten Marktplätze Süddeutschlands mit einem Marktbrunnen von 1509 samt Wasserspeiern, einem gotischen Pranger und dem spätbarocken Rathaus, das nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg erst 1955 wieder vollständig errichtet wurde. Das Herzstück des Marktplatzes ist die Stadtpfarrkirche St. Michael mit der 70 Meter breiten, 53 Stufen zählenden Freitreppe. Hier finden seit 1925 von Anfang Juni bis Ende August die Freilichtspiele Schwäbisch-Hall statt. www.schwaebischhall.deEberbach © Foto: Stadt Eberbach/Andreas HeldHübsch am Wasser gebaut: Blick über den Neckar auf Eberbach Eingebettet zwischen bewaldete Hänge, schmiegt sich die Stadt an den Fuß des Katzenbuckels, den mit 626 Meter höchsten Berg des Odenwalds. Die Burgruine Eberbach thront auf einem Hügel über der Stadt und wurde erst im 20. Jahrhundert wieder freigelegt. Sie bestand ursprünglich aus drei nicht miteinander verbundenen Burgen, deren beeindruckende Mauerreste noch heute von ihrer einstiger Größe zeugen. Besucher erwartet noch mehr mittelalterliches Flair beim Bummel durch die Altstadtgassen. Sogar vier gut erhaltene Ecktürme der ehemaligen Stadtbefestigung zieren noch das Stadtbild: Der Pulverturm mit seiner Turmuhr am nordwestlichen Ende, der Blaue Hut mit seinen blauschimmernden Schieferdach sowie der Haspelturm, in dem sich heute ein Zinnfiguren-Museum befindet, sowie der Rosenturm, der älteste Turm der Stadt. www.eberbach.deKirchberg an der Jagst © Foto: flickr/Memorino Ungewöhnlich: Die Evangelische Stadtkirche erhielt in den 1930er-Jahren eine Innenausgestaltung im Stil des Art Deco Die kleine Stadt im Hohenloher Land lädt zum genussvollen Verweilen an der Burgenstraße ein. Seit 2003 steht die romantische Altstadt unter Denkmalschutz. Sehenswert sind vor allem das alte Stadttor aus dem Jahre 1774 und Schloss Kirchberg. Der Rittersaal der einstigen Burganlage ist Veranstaltungsort der Reihe „Schlosskonzerte Kirchberg“, der Hauptbau beherbergt eine Künstlerkolonie mit etwa 70 Ateliers. www.kirchberg-jagst.deHeilbronn © Foto: Heilbronn Marketing GmbHDirekt am Neckar: Die experimenta ist ein großes, interaktives Mitmachmuseum Die von Weinlagen umgebene Käthchen-Stadt Heilbronn empfängt ihre Gäste mit einem reichhaltigem Kultur- und Freizeitangebot. Idyllisch am Neckar gelegen, eignet sie sich hervorragend als Ausgangspunkt, um den baden-württembergischen Teil der Burgenstraße zu erforschen. Zu entdecken gibt es viel: Das größte Science Center in Süddeutschland ist nicht nur für Kinder spannend – die experimenta Heilbronn mit ihren vier aufwendig inszenierten Themenwelten, wie etwa Mensch & Kommunikation und Energie & Umwelt. Wer es eher ruhig mag, begibt sich auf einen historischen Streifzug durch das bezaubernde Städtchen. Es warten zum Beispiel die Kilianskirche und das historische Rathaus mit seiner astronomischen Kunstuhr. Und das schöne ist: Fast alle Sehenswürdigkeiten der Stadt sind bequem zu Fuß erreichbar, ansonsten bringen Bus und Bahn schnell ans Ziel. Außerdem verkehren regelmäßig Schiffe auf dem Neckar, mit denen sich etwa auch die alte Kaiserstadt Bad Wimpfen erreichen lässt. www.heilbronn.de www.experimenta-heilbronn.de Weinsberg © Foto: flickr/dmytrokSchönes Kulturdenkmal, umgeben von Weinbergen: die Weinsberger Johanneskirche Zwischen Löwensteiner Bergen und Neckar liegt das anmutige Städtchen am Eingang des Weinsberger Tales. Schon seit Jahrhunderten spielte hier der Weinanbau eine wichtige Rolle. Sehr traditionsreich ist zum Beispiel das Staatsweingut Weinsberg, das schon 1868 als Königliche Weinbauschule gegründet wurde. Der historische Charme der ehemaligen Reichsstadt ist überall spürbar – ob in der evangelischen Johanneskirche (einer im 13. Jahrhundert erbauten romanischen Basilika) oder in der alten Burgruine Weibertreu, von der man einen herrlichen Rundblick auf die Region genießt. Eng verwoben mit der Geschichte der Stadt ist die Legende der „Treuen Weiber von Weinsberg“. Diese besagt, dass sie im Jahre 1140 ihre Männer vor der Hinrichtung retteten, indem sie sie auf dem Rücken den Berg hinuntertrugen. Sie durften nach einer verlorenen Belagerung nämlich nur das mitnehmen, was sie auf ihren Schultern tragen konnten. www.weinsberg.deBad Wimpfen © Foto: Bad WimpfenDer Blaue Turm ist das Wahrzeichen der Stadt – man kann ihn natürlich auch besteigen Ob roter Turm, Hohenstaufentor, Pfalzkapelle oder Blauer Turm – Bad Wimpfen hat ein ganz besonders reiches mittelalterliches Erbe. Schließlich wurde hier im 13. Jahrhundert eine Kaiserpfalz errichtet, die sich zur größten ihrer Art nördlich der Alpen entwickeln sollte. Das heißt, in Bad Wimpfen trafen sich im Staufischen Palas Kaiser und Könige, um Hof zu halten. Auch heutzutage besinnt sich Bad Wimpfen gerne und ausgiebig der Stauferzeit – bei speziellen Stauferführungen, einem großen Mittelalterfest und besonderen Wochenendangeboten, wie etwa der „Staufischen Burgenromantik -– wo einst Kaiser & Könige Hof hielten“ oder „Rotbarts Weingeheimnis – Ein Wochenende rund um den Wein“. Aber auch abseits von Ritterromantik und Kaiserpfalz lohnt ein Besuch der kleinen Kurstadt. Denn Bad Wimpfen hat nicht nur ein Solebad, sondern auch ein vielfältiges Kulturleben. Am 21. Juni gibt’s das Brückenfest, im Sommer wird bei den Freilichtspielen „Der Salzbaron von Wimpfen“ gegeben. www.badwimpfen.dehttps://www.google.de/maps/place/Barockschloss+Mannheim/@49.5167988,8.9836902,9z/data=!4m2!3m1!1s0x4797cc189a6d3e87:0xc49bc0018c4960b6

Mannheim

Schloss der Superlative: Es ist 450 Meter lang; das umbaute Areal misst sechs Hektar© Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-WürttembergSchloss der Superlative: Es ist 450 Meter lang; das umbaute Areal misst sechs Hektar

Die drittgrößte Stadt Baden-Württembergs war einst eine Residenzstadt und ist heute wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Rhein-Neckar-Metropolregion. Hier wurden das erste Zweirad und das erste Automobil gebaut, und dank einer sehr lebendigen Popmusik-Szene wurde Mannheim 2014 sogar zur UNESCO City of music gekürt. Dazu kommen bedeutsame Museen wie die Kunsthalle Mannheim für moderne und zeitgenössische Kunst, das Technoseum mit mehr als 100 Experimentierstationen zur Industrialisierung der Region und Monumente wie das Barockschloss. Hier startet oder endet die Burgenstraße.

www.tourist-mannheim.de www.schloss-mannheim.de

Schwetzingen

Schön in Szene gesetzt: Das prächtige Schloss ist im Kern eine mittelalterliche Wasserburg© Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg/Uschi WetzelSchön in Szene gesetzt: Das prächtige Schloss ist im Kern eine mittelalterliche Wasserburg

Nur wenige Kilometer von Mannheim entfernt wartet gleich das nächste Stadt- und Schlossjuwel. Die rund 20.000 Einwohner zählende Stadt in der Rheinebene ist besonders für ihren Spargelanbau bekannt. Das Schloss bildet gemeinsam mit dem Garten und der Altstadt ein einzigartiges Ensemble.

Was das Schloss Schwetzingen anbelangt: Hier gab der letzte kurpfälzische Kurfürst Carl Theodor den Auftrag, den Garten rund um seine Sommerresidenz in der jetzigen Form zu gestalten – mit stillen Winkeln, geometrischen Formen nach französischem Vorbild und einem Landschaftsgarten samt Seen und Wasserläufen. Sehenswert sind darüber hinaus das Badehaus, ein römisches Wasserkastell, eine Moschee sowie ein Rokokotheater, das älteste erhaltene Rangtheater Europas (erbaut in der Mitte des 18. Jahrhunderts).

www.schwetzingen.de

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Heidelberg

Ein wahrer Wohnpalast: der Friedrichsbau auf Schloss Heidelberg© Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg/Achim MendeEin wahrer Wohnpalast: der Friedrichsbau auf Schloss Heidelberg

Die ehemalige kurpfälzische Reichsstadt zieht Menschen unterschiedlichster Couleur in ihren Bann: Die einen flanieren nur zu gern durch die malerische Altstadt mit dem markanten Schloss als Kulisse, die anderen suchen nach mehr Wissen. Immerhin ist die berühmte Universität der Stadt die älteste Hochschule auf dem heutigen deutschen Boden. Das milde Klima hat es außerdem gut gemeint mit der Region – hier gedeihen sogar Mandel- und Feigenbäume, Zitronen und Granatäpfel. Kein Wunder, dass Gäste sich beim Spaziergang auf dem Philosophenweg gegenüber der Altstadt ein bisschen wie in Italien wähnen. Wer die Stadt in ganzer Pracht bewundern möchte, kann das zum Beispiel auf der Aussichtsplattform des Turms der Heiliggeistkirche in 38 Metern Höhe tun.

Highlights gibt es einige in der Stadt; besonders spannend für Burgenstraßen-Entdecker ist etwa dies hier: Bei den Heidelberger Schlossfestspielen (2015: 24. Juni bis 2. August) wird über der Stadt groß aufgespielt – mit spannenden Konzerten und innovativen Theaterinszenierungen.

www.heidelberg-marketing.de

Burg Guttenberg

Vorbeigeradelt: Burg Guttenberg liegt unweit des Salz- und Soleradwegs© Foto: Burg GuttenbergVorbeigeradelt: Burg Guttenberg liegt unweit des Salz- und Soleradwegs

Die Burg nahe des Städtchens Haßmersheim stammt aus dem 12. Jahrhundert – und ist eine der wenigen Burganlagen, die niemals zerstört wurden. Entsprechend spannend gestaltet sich ein Rundgang übers Gelände und durchs Burgmuseum, das in die Zeit stolzer Ritter zurückversetzt. Noch lebendiger wird dieser Eindruck bei einer Flugvorführung der Greifvögel hoch über dem Neckartal oder beim Rittermahl in der Burgschenke, stilecht mit Speisenvorkoster.

Tipp für einen Halbtages- bis Tages-Abstecher: Durch Haßmersheim verläuft der 35 Kilometer lange Salz- und Soleradweg, der unter anderem zum Gradierwerk in Bad Rappenau führt. Mehrere Solebäder sorgen unterwegs für Entspannung.

www.burg-guttenberg.de

Burg Hornberg

Geschichtsträchtig: Burg Hornberg blickt auf prominente Besitzer zurück© Foto: Carolin ThierschGeschichtsträchtig: Burg Hornberg blickt auf prominente Besitzer zurück

Ganz in der Nähe von Burg Guttenberg liegt noch eine weitere interessante Burganlage, die obendrein auf einen prominenten Hausherren zurückblicken kann: Hier hat 45 Jahre lang Götz von Berlichingen gelebt. Bekannt wurde der fränkische Reichsritter durch seine Rolle während des schwäbischen Bauernkriegs; Johann Wolfgang von Goethe verewigte ihn in seinem gleichnamigen Theaterstück.

Heute können Besucher sich auch über Nacht einmal ganz wie Götz von Berlichingen fühlen und in einem seiner Gemächer nächtigen. Das Burghotel bietet mehrere Zimmer mit Blick ins Neckartal oder auf den dichten Wald. Auch beim Essen im Burghof oder im Panoramarestaurant können Gäste das Flair der Burg hautnah erleben und sich ganz wie ein Burgherr- oder -fräulein fühlen.

www.burg-hotel-hornberg.de

Schwäbisch-Hall

Hier ist was los: Freilichtspiele auf der Großen Treppe von St. Michael© Foto: FLS Schwäbisch Hall/Jürgen WellerHier ist was los: Freilichtspiele auf der Großen Treppe von St. Michael

Hier mixt sich baden-württembergische Tradition und fränkischer Einfluss vortrefflich: Die Stadt der Salzsieder (und der gleichnamigen Bausparkasse) glänzt mit einer einzigartigen Altstadt und viel mittelalterlichem Charme. Dazu kommt einer der schönsten Marktplätze Süddeutschlands mit einem Marktbrunnen von 1509 samt Wasserspeiern, einem gotischen Pranger und dem spätbarocken Rathaus, das nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg erst 1955 wieder vollständig errichtet wurde.

Das Herzstück des Marktplatzes ist die Stadtpfarrkirche St. Michael mit der 70 Meter breiten, 53 Stufen zählenden Freitreppe. Hier finden seit 1925 von Anfang Juni bis Ende August die Freilichtspiele Schwäbisch-Hall statt.

www.schwaebischhall.de

Eberbach

Hübsch am Wasser gebaut: Blick über den Neckar auf Eberbach© Foto: Stadt Eberbach/Andreas HeldHübsch am Wasser gebaut: Blick über den Neckar auf Eberbach

Eingebettet zwischen bewaldete Hänge, schmiegt sich die Stadt an den Fuß des Katzenbuckels, den mit 626 Meter höchsten Berg des Odenwalds. Die Burgruine Eberbach thront auf einem Hügel über der Stadt und wurde erst im 20. Jahrhundert wieder freigelegt. Sie bestand ursprünglich aus drei nicht miteinander verbundenen Burgen, deren beeindruckende Mauerreste noch heute von ihrer einstiger Größe zeugen.

Besucher erwartet noch mehr mittelalterliches Flair beim Bummel durch die Altstadtgassen. Sogar vier gut erhaltene Ecktürme der ehemaligen Stadtbefestigung zieren noch das Stadtbild: Der Pulverturm mit seiner Turmuhr am nordwestlichen Ende, der Blaue Hut mit seinen blauschimmernden Schieferdach sowie der Haspelturm, in dem sich heute ein Zinnfiguren-Museum befindet, sowie der Rosenturm, der älteste Turm der Stadt.

www.eberbach.de

Kirchberg an der Jagst

Ungewöhnlich: Die Evangelische Stadtkirche erhielt in den 1930er-Jahren eine Innenausgestaltung im Stil des Art Deco© Foto: flickr/Memorino Ungewöhnlich: Die Evangelische Stadtkirche erhielt in den 1930er-Jahren eine Innenausgestaltung im Stil des Art Deco

Die kleine Stadt im Hohenloher Land lädt zum genussvollen Verweilen an der Burgenstraße ein. Seit 2003 steht die romantische Altstadt unter Denkmalschutz. Sehenswert sind vor allem das alte Stadttor aus dem Jahre 1774 und Schloss Kirchberg. Der Rittersaal der einstigen Burganlage ist Veranstaltungsort der Reihe „Schlosskonzerte Kirchberg“, der Hauptbau beherbergt eine Künstlerkolonie mit etwa 70 Ateliers.

www.kirchberg-jagst.de

Heilbronn

Direkt am Neckar: Die experimenta ist ein großes, interaktives Mitmachmuseum© Foto: Heilbronn Marketing GmbHDirekt am Neckar: Die experimenta ist ein großes, interaktives Mitmachmuseum

Die von Weinlagen umgebene Käthchen-Stadt Heilbronn empfängt ihre Gäste mit einem reichhaltigem Kultur- und Freizeitangebot. Idyllisch am Neckar gelegen, eignet sie sich hervorragend als Ausgangspunkt, um den baden-württembergischen Teil der Burgenstraße zu erforschen. Zu entdecken gibt es viel: Das größte Science Center in Süddeutschland ist nicht nur für Kinder spannend – die experimenta Heilbronn mit ihren vier aufwendig inszenierten Themenwelten, wie etwa Mensch & Kommunikation und Energie & Umwelt.

Wer es eher ruhig mag, begibt sich auf einen historischen Streifzug durch das bezaubernde Städtchen. Es warten zum Beispiel die Kilianskirche und das historische Rathaus mit seiner astronomischen Kunstuhr. Und das schöne ist: Fast alle Sehenswürdigkeiten der Stadt sind bequem zu Fuß erreichbar, ansonsten bringen Bus und Bahn schnell ans Ziel. Außerdem verkehren regelmäßig Schiffe auf dem Neckar, mit denen sich etwa auch die alte Kaiserstadt Bad Wimpfen erreichen lässt. www.heilbronn.de

www.experimenta-heilbronn.de

Weinsberg

Schönes Kulturdenkmal, umgeben von Weinbergen: die Weinsberger Johanneskirche© Foto: flickr/dmytrokSchönes Kulturdenkmal, umgeben von Weinbergen: die Weinsberger Johanneskirche

Zwischen Löwensteiner Bergen und Neckar liegt das anmutige Städtchen am Eingang des Weinsberger Tales. Schon seit Jahrhunderten spielte hier der Weinanbau eine wichtige Rolle. Sehr traditionsreich ist zum Beispiel das Staatsweingut Weinsberg, das schon 1868 als Königliche Weinbauschule gegründet wurde. Der historische Charme der ehemaligen Reichsstadt ist überall spürbar – ob in der evangelischen Johanneskirche (einer im 13. Jahrhundert erbauten romanischen Basilika) oder in der alten Burgruine Weibertreu, von der man einen herrlichen Rundblick auf die Region genießt.

Eng verwoben mit der Geschichte der Stadt ist die Legende der „Treuen Weiber von Weinsberg“. Diese besagt, dass sie im Jahre 1140 ihre Männer vor der Hinrichtung retteten, indem sie sie auf dem Rücken den Berg hinuntertrugen. Sie durften nach einer verlorenen Belagerung nämlich nur das mitnehmen, was sie auf ihren Schultern tragen konnten. www.weinsberg.de

Bad Wimpfen

Der Blaue Turm ist das Wahrzeichen der Stadt – man kann ihn natürlich auch besteigen© Foto: Bad WimpfenDer Blaue Turm ist das Wahrzeichen der Stadt – man kann ihn natürlich auch besteigen

Ob roter Turm, Hohenstaufentor, Pfalzkapelle oder Blauer Turm – Bad Wimpfen hat ein ganz besonders reiches mittelalterliches Erbe. Schließlich wurde hier im 13. Jahrhundert eine Kaiserpfalz errichtet, die sich zur größten ihrer Art nördlich der Alpen entwickeln sollte. Das heißt, in Bad Wimpfen trafen sich im Staufischen Palas Kaiser und Könige, um Hof zu halten.

Auch heutzutage besinnt sich Bad Wimpfen gerne und ausgiebig der Stauferzeit – bei speziellen Stauferführungen, einem großen Mittelalterfest und besonderen Wochenendangeboten, wie etwa der "Staufischen Burgenromantik -– wo einst Kaiser & Könige Hof hielten" oder "Rotbarts Weingeheimnis – Ein Wochenende rund um den Wein".

Aber auch abseits von Ritterromantik und Kaiserpfalz lohnt ein Besuch der kleinen Kurstadt. Denn Bad Wimpfen hat nicht nur ein Solebad, sondern auch ein vielfältiges Kulturleben. Am 21. Juni gibt's das Brückenfest, im Sommer wird bei den Freilichtspielen "Der Salzbaron von Wimpfen" gegeben. www.badwimpfen.de

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