Der Rennsteig ruft

WandernDer Rennsteig ruft

Grandiose Aussichten, eine Landschaft voller Schönheit und viele Highlights am Wegesrand – der Rennsteig ist eine ideale Region für Naturfreunde. Wir sagen, was ihn so besonders macht.

© Foto: Thüringen Tourismus GmbH/Jens Hauspurg

1. Tolle Aussichtspunkte

Bei Tabarz sollte man den Aufstieg auf den Großen Inselsberg (916,5 m) nicht scheuen – still ausgebreitet liegt die Landschaft einem zu Füßen, sanft und hügelig, mit Feldern, Wiesen und netten Städtchen. Bei gutem Wetter kann man bis zum Brocken im Harz schauen, genießt also weit über 150 Kilometer Fernsicht. Nur wenige Schritte vom Pfad entfernt eröffnet auch die unbewaldete Kuppe des Schneekopfs samt Turm schöne Panora­ma­blicke. Weitere Aussichtspunkte bieten der Südliche Spießberg, der Krämerrod, der Hohe Schorn oder der Triniusblick. Die Plänckners Aussicht ist mit 973 Metern der höchste Punkt am Rennsteig. Von der Plattform aus lässt sich der Süden des Thüringer Waldes um Suhl herum entdecken. Ein weiterer – buchstäblicher – Höhepunkt ist die Rennsteigwarte, ein 22 Meter hoher Aussichtsturm auf dem Eselsberg. An klaren Tagen kann man von hier bis zur Veste Coburg schauen.

© Foto: Jessica Mintelowsky

2. Highlights unterwegs

Glockenfertigung in Handarbeit, glasklare Kunst oder ein Café mit hohem Promifaktor – man kann beim Wandern auf dem Rennsteig auch interessante Abstecher machen. In Kleinschmalkalden zum Beispiel hat ein ungewöhnlicher Familienbetrieb seinen Sitz – die Venter Glocken. Inhaberin Bärbel Hartig hat sich auf die Produktion von Souvenir- und Klangglocken spezialisiert.Zerbrechliche Schönheit erwartet Aktivurlauber bei einem Besuch der Farbglashütte Lauscha. Neben Führungen und einem tollen Shop zum Stöbern werden auch Mitmach-Workshops im Glasblasen angeboten.Oder Sie statten dem Café Heimatlon in Steinbach-Hallenberg einen Besuch ab, das von Biathlon-Legende Kati Wilhelm betrieben wird. Die steht zwar nur selten hinterm Tresen, leckeren Kuchen gibt es aber trotzdem.

© Foto: Thüringer Tourismus GmbH

3. Natur pur

Was blüht denn da alles? Diese Frage sollten Sie auf der Ebertswiese besser nicht stellen – oder gerade hier: Sie ist nämlich für ihren Blumenreichtum berühmt und gilt als eine der schönsten Bergwiesen des Thüringer Waldes. Ein weiteres Ziel ganz in der Nähe ist der kristallklare Bergsee, der nicht nur als schöner Anblick, sondern auch zum Baden taugt. Hochmoore, kleine Seen, dichte Nadelwälder und Buchengehölze, Lichtungen und lauschige Wiesen – auch das Biosphärenreservat Vessertal lohnt einen Abstecher. Bereits 1979 wurde es von der UNESCO anerkannt. 17.000 Hektar ist das Gebiet unweit des Rennsteigs groß. Rund 30.000 Hektar sollen es noch werden, damit das Biosphärenreservat nationalen und internationalen Vorgaben entspricht.

© Foto: Thüringer Tourismus GmbH

4. Gute Alternativen

Für Wanderer ist der Rennsteig längst ein Klassiker. Genauso spannend ist aber auch der Rennsteig-Radwanderweg, der zum Teil über den originalen Rennsteig führt und zum anderen Teil parallel dazu verläuft – samt ein paar hübschen Down-Hill-Abfahrten und schmalen Wegen mitten durch den Wald. 200 Kilometer ist die Alternativstrecke für Mountainbiker lang. Winterfreunde freuen sich über gespurte Loipen, wandern auf Schneeschuhen den Höhenkamm entlang oder erkunden den Weg auf präparierten Winterwanderwegen samt lohnenden Abstechern (eine Liste gibt es unter www.thueringer-wald.com).

© Foto: Thüringer Tourismus GmbH

5. Stille Seitentäler

Auch wenn der Rennsteig natürlich die Hauptrolle spielt – Sie sollten sich getrost auch mal vom Weg abbringen lassen. Denn in den umliegenden Tälern warten stille Sensationen – wie zum Beispiel der märchenhafte Lauchagrund bei Tabarz, durch den das Bächlein Laucha plätschert. Im Schwarzatal, einem wildromantischen Kerbtal im Thüringer Schiefergebirge, entdeckt man seltene Tiere und Pflanzen, wie etwa Eisvögel und wilde Orchideen. Und wer gerade nicht weiterwandern mag, der schaut sich die ganze Pracht des Tals bei einer Fahrt mit der Oberweißbacher Bergbahn von oben an – im Sommer sind sogar Cabrio-Wagen unterwegs. Natur pur erwartet Wanderer auch im Biosphärenreservat Vessertal (siehe Punkt 3), das der Rennsteig kreuzt.

© Foto: Thüringer Tourismus GmbH/Jens Hauspurg

6. Und ganz viel Tempo!

Mitfiebern oder mitmachen – der Rennsteig lockt das ganze Jahr über mit sportlichen Veranstaltungen. Mitte Mai erobern mehr als 15.000 Läufer und Wanderer den Höhenkamm beim GutsMuths-Rennsteiglauf, Europas größtem Crosslauf im Thüringer Wald. Im Winter wird es weltmeisterlich: Beim Biathlon-Weltcup und Rennrodel-Weltcup Oberhof steht für Besucher Mitfiebern auf dem Programm. Und wer dann selbst sein sportliches Potenzial ausloten will, der kann direkt auf dem Rennsteig loslegen. Ähnlich rasant geht's beim Schlittenhunderennen in Frauenwald zu. Mehr als 200 Gespanne kämpfen um Meter, Medaillen und die Weltmeisterschaft.

© Foto: Thüringer Tourismus GmbH

7. Thüringer Spezialitäten

Der große Vorteil eines begehrten Wanderziels: Die In­frastruktur ist prima. Nette Bauden versorgen mit Thüringer Spezialitäten. Rund 80 Schutzhütten und Unterstände säumen zudem den Weg – etwa alle zwei Kilometer gibt es also ein Dach überm Kopf bei Regen. Wer mehrere Etappen wandern will, der kann das auf dem Rennsteig völlig unbeschwert tun – die Auswahl an Wander- und Radpauschalen mit Gepäcktransport ist groß, ebenso zahlreich ist die Auswahl an Pensionen, Hotels oder Ferienhäusern. Praktisch: mit dem Rennsteig-Shuttle geht es bequem zum Startpunkt.

Die Fakten

Der Rennsteig startet in Hörschel und endet in Blankenstein, er ist 169,3 Kilometer lang. Schwierigkeitsgrad: mittel; ganzjährig begehbar. Höchster Punkt: Plänckners Aussicht (973 m), niedrigster: Hörschel (196 m). Noch mehr Infos und Tipps: thueringer-wald.com wandern.thueringen-entdecken.de

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