City-Tipps

BrüsselCity-Tipps

Leckeres Bier, außergewöhnliche Kunst, süße Versuchungen und viel europäisches Flair – Willkommen in Brüssel!

Belgische ModeEine Erfolgsgeschichte

Von Anfang Juni bis Mitte September ist der Palast für Schöne Künste Ort einer ungewöhnlichen Ausstellung: Das renommierte Haus zeichnet die Geschichte der belgischen Moderevolution nach. Der Titel des Events zeugt davon, dass das Phänomen immer noch mit einer gewissen Ungläubigkeit beobachtet wird: „Die Belgier – eine unerwartete Modegeschichte“. Dabei genießt die Modeszene des Landes spätestens seit dem Durchbruch der sogenannten „Antwerp Six“ in den frühen 80er Jahren einen ausgezeichneten Ruf. Gewürdigt werden u.a. die Arbeiten aufstrebender Talente, der prägende Einfluss der Modeakademien in Antwerpen und Brüssel und nicht zuletzt die Protagonisten der belgischen Modeszene, die im Hintergrund die Strippen ziehen. www.bozar.be

Kunst in der U-BahnUnderground-Museum

Fast alle Metrostationen sind mit monumentalen Werken prominenter belgischer Künstler geschmückt, u.?a. von Pierre Alechinsky (Anneessens), Paul Delvaux (Bourse) und Hergé
(­Stockel) – ein echtes Museum. In den Metrostationen Porte de Namur und De Brouckère sowie bei den Fremdenverkehrsämtern gibt es einen Führer dazu (5 Euro).
www.stib-mivb.be

Brüsseler BierbrauerkunstPerlendes Bier

In Brüssel ist Bier nicht einfach nur Bier. Der besondere Hefetyp dekkera bruxelliensis kommt nur im Wasser der Senne und in der Luft in Brüssel und Umgebung vor – und löst eine spontane Gärung aus. Am besten gelingt sie mit einer Mischung von Gersten- und Weizen-Malz und altem Hopfen, in den kühlen Monaten November bis April. So entsteht säuerliches, trübes Lambic. In Eichenfässern reift es bis zu drei Jahre. Verschiedene Jahrgänge werden verschnitten und zum zweiten Mal vergoren. Das Resultat ist das fein perlende, frische Gueuze, das von den Brüsselern auch liebevoll-spöttisch „unser Champagner“ genannt wird. Wer in die Geheimnisse der Herstellung eingeweiht werden möchte, sollte die mehr als hundert Jahre alte Familienbrauerei Cantillon besuchen.www.cantillon.be

Auf höchstem musikalischen NiveauThéâtre Royal de la Monnaie

Brüssels ältester Musentempel entstand 1695 an der Stelle der alten Münzprägeanstalt – daher kommt der Name. Den neubarocken Prachtbau gestaltete der Architekt des Justizpalastes, Joseph Poelaert. Drinnen lohnt sich ein Blick ins Foyer und in den Salon Royal; sie wurden von den modernen Künstlern Daniel Buren, Sam Francis, Sol LeWitt und Giulio Paolini verziert. In der mehr als 300 Jahre alten Oper und ihren hochmodernen Ateliers wird auf musikalischem Weltniveau inszeniert, dazu gibt es Studioproduktionen, Sinfoniekonzerte, Liederabende, Ballett und Tanz. Zum Reinschnuppern: Kammerkonzerte von Orchestermusikern werden im Großen Foyer zum kleinen Preis angeboten. www.lamonnaie.be

Grand PlaceBrüssels gute Stube

Rund um die prächtige Grand Place und die breiten Boulevards des Zentrums schlägt das Herz der Stadt. Insbesondere im Sommer und im Dezember ist der Platz Kulisse für kostenlose Chanson-, Jazz-, Pop- und Rockkonzerte. Zudem werden auf riesigen Leinwänden Aufführungen übertragen. visitbrussels.be

Wahrzeichen der StadtAtomium

Rundum erneuert worden ist in den letzten Jahren das Wahrzeichen der Weltausstellung von 1958. Sogar bei Nieselregen glänzen die Kugeln, dank einer Inoxstahlverkleidung. Nach Einbruch der Dunkelheit beeindruckt ein aufregendes Lichterspiel. In den Kugeln und Röhren stammt das Lichtdesign vom deutschen Experten Ingo Maurer. Dort gibt es wechselnde Ausstellungen über die Fifties und zeitgenössische Kunst zu sehen, in der obersten Kugel lockt ein Restaurant mit belgischen Spezialitäten. Atemberaubender Panoramablick – und stolze Preise. www.atomium.be

Köstliches aus KakaoSchokolade vom feinsten

Wer aus Brüssel keine belgische Schokolade mitbringt, wird zu Hause lange Gesichter ernten. Genießer haben bei dem umfangreichen Angebot in der belgischen Hauptstadt allerdings die Qual der Wahl. Pierre Marcolini etwa kauft bei Bioproduzenten Kakaobohnen, röstet sie selber und verwandelt sie in grand cru-Schokolade (www.marcolini.be). Auf Nuancenreichtum schwört auch Laurent Gerbaud. Er kreiert Schokolade mit sehr wenig oder sogar ganz ohne Zucker, die Kakaobohnen kauft er ebenfalls nur bei ausgewählten Bioproduzenten. www.visitflanders.de

Juli bis SeptemberBEI DEN ROYALS VORBEISCHAUEN

Sobald der König Ende Juli in den Sommerurlaub gefahren ist, erhält das Volk Zutritt – ohne wie sonst in Schlössern Eintritt zu bezahlen. Besonders lohnt ein Blick in den Spiegelsaal des Palais du Roi: Zum imperialen Glanz trägt eine moderne Installation aus schillernden Käferpanzern bei. www.monarchie.be

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