Barockes Ludwigsburg

Baden-Württemberg Barockes Ludwigsburg

Ein Prunkstück neben dem anderen: Diese Stadt ist ein königlicher Hot Spot mit viel Glamour

© Foto: Tourismus + Events Ludwigsburg

Guter Ausgangspunkt für einen Bummel durch die Innenstadt und die Parks von Ludwigsburg ist der Marktplatz, auf dem alle zwei Jahre ein großes Fest stattfindet – die Venezianische Messe mit prächtigen Farben und tollen Kostümen. Auffällig schön: die Symmetrie und Gradlinigkeit der Straßen und Gartenanlagen dieser Barockstadt (gut 90.000 Einwohner) nördlich von Stuttgart. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen im Bereich der Ortsmitte und sind daher gut zu Fuß zu erreichen.

Die drei Schlösser in Ludwigsburg – Residenzschloss (großes Foto), Jagdschloss Favorite und Seeschloss Monrepos – erinnern an Glanz und Gloria einer vergangenen Epoche. Um 1704 ließ der württembergische Herzog Eberhard Ludwig an der Stelle eines niedergebrannten Hofes ein kleines Anwesen errichten, das später den Namen Ludwigsburg erhielt. 1709 entstanden um das Schloss die ersten Wohngebäude, etwas später wurde mit dem Bau der Gartenanlage begonnen. Die barocken Gebäude aus der Zeit der Stadtgründung blieben weitgehend unzerstört. Heute ist das monumentale Residenzschloss eines der größten im Original erhaltenen barocken Bauwerke Europas – es bietet beeindruckende Einblicke in fürstliche Prunkräume aus zwei Jahrhunderten, vom Barock über das Rokoko bis zum Klassizismus.

Das Schloss Favorite errichtete Herzog Eberhard Ludwig als Lust- und Jagddomizil inmitten eines Wildgeheges. Unter Friedrich I., dem ersten König von Württemberg, erhielt es die bis heute vorhandene elegante Ausstattung im Stil des Klassizismus. Luftige Überraschung: eine begehbare Dachterrasse.

Das romantische Seeschloss Monrepos ist ein Rokoko-Meisterwerk mit Empire-Interieur. Erbaut wurde das Anwesen unter Herzog Carl Eugen in den Jahre 1758 bis 1764. Unter Herzog Friedrich II. wurde es im klassizistischen Stil umgestaltet und möbliert. Im Rahmen der Ludwigsburger Schlossfestspiele finden hier romantische Konzerte statt, etwa das große Open Air mit Barockfeuerwerk.

Mehr Infos unter www.ludwigsburg.de

Für einen Ausflug ins unmittelbar benachbarte Marbach sollte trotz aller Schlossbesichtigungen noch Zeit bleiben. Das 1903 eröffnete Schiller-Nationalmuseum ist ein weithin sichtbares, spätbarock anmutendes Pantheon der deutschen Literatur. Unter anderem sind die fünf Räume Bild – Horizont – Leben – Werk – Hülle als Dauerausstellung dem großen Autor Friedrich Schiller gewidmet. Das Museum wurde beim European Museum Award für seine poetische und ästhetische Qualität ausgezeichnet. www.dla-marbach.de

© Foto: Dieter Sukowski/Schiller Nationalmuseum/Literaturmuseum der Moderne
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