Auf zum Shoppen!

SouvenirsAuf zum Shoppen!

Der Wechselkurs für den kanadischen Dollar ist günstig – und es gibt noch mehr gute Gründe!

© Montréal Fashion and Design Festival

Wer typische Souvenirs wie leckeren Ahornsirup oder handgearbeitete Cowboyhüte schon kennt, das kanadische Design dagegen noch nicht, der sollte sich eine dicke Einkaufstasche schnappen und etwas Zeit einplanen. Hier ein paar Tipps zur kanadischen Designer- und Modewelt und zu (flüssigen) kulinarischen Genüssen.

Neben etablierten Marken gibt es tolle Label junger Modeschöpfer in Kanadas Metropolen – beides macht den Einkaufsbummel zum Genuss. Im quirligen Montréal etwa ist der Lederwarendesigner M0851 ein Begriff, die Marke wurde hier gegründet und ist mittlerweile in Metropolen weltweit vertreten. Die eleganten Taschen gibt es zum Beispiel in der Haupteinkaufsstraße Rue Ste-Cathérine oder in der „Ville Souterrain“, einem unterirdischen Einkaufsparadies, auch RÉSO genannt, das sich meilenweit erstreckt. Wer nach jungem kanadischen Design sucht, wird auf dem Boulevard St-Laurent fündig. Dort ist auch der Designguru Alexandre Verdier mit seinem Shop Interversion zu finden, der ausgefallene Wohnaccessoires entwirft. Bekannt ist sein kugelförmiger Lautsprecher aus Holz. www.m0851.com www.interversion.ca www.montrealvisitorsguide.com Hip und athletisch: Aus Vancouver kommt ein Trend, der auch international Furore machte. Chip Wilson war eigentlich ein passionierter Skater und Surfer, bis er Yoga entdeckte und die passende funktionale Kleidung dafür erfand. Jetzt verbiegen sich Frauen gerne in seinen Lululemon-Outfits. Globaler Beststeller: die Yogahose "Wunder Under". Für coole Outdoor-Kleidung steht die Marke Arc‘teryx aus Vancouver, die mittlerweile zu Sportartikelhersteller Salomon gehört. Auch das Sub-Label Veilance zählt dazu, mit klassischen Parkas und Hemden ist sie weniger auf Rocky-Expeditionen und mehr auf elegante Dinners ausgerichtet. Und wohin zum Shoppen? Viel zu Entdecken gibt es in der Main Street oder im angesagten Yaletown, in dem sich umgebaute Lofts, Cafés, Studios und Designer-Showrooms finden. Auch in der revitalisierten Altstadt Gastown sind schicke Geschäfte wie das der eleganten, in Vancouver gegründeten Marke Obakki heimisch, über die schon in der Vogue berichtet wurde. www.lululemon.com www.arcteryx.com www.obakki.com www.tourismvancouver.com High Fashion in Toronto: Wen wundert es, dass eine Stadt, in der die größten Fashion-Events Kanadas stattfinden, zugleich ein Traumziel für Shopping-Fans ist? Designer David Dixon aus Toronto verkauft seine Mode mittlerweile weltweit. Auch die Marke Roots Canada ist hier zuhause, die sowohl lässige Kleidung als auch erstklassige Lederwaren, insbesondere Handtaschen, Schmuck und Uhren im Programm hat. Wer in Torontos schicken Boutiquen stöbern will, wird auf der zwei Kilometer langen Shoppingmeile Queen Street zwischen Bathurst and Gladstone fündig, die von der Vogue zu einem der coolsten Viertel weltweit gekürt wurde. Chanel, D&G, Hermès und weitere Weltklasse-Designer-Boutiquen säumen die Bloor Street, die getrost mit der Fifth Avenue in New York verglichen werden kann. Der Distillery District – einst die Heimat der berühmten Gooderham and Worts Distillery – ist heute eine Fußgängerzone mit Designer-Boutiquen wie GOTSTYLE, Gentil Uomo und Blossom Lounge. ?Wer schicke Lampen oder Vasen von jungen kanadischen Designern zu einem fairen Preis kaufen will, sollte bei Made in der King Street East vorbeischauen. "Toronto vs Everbody", "Built in Toronto" oder "Home is Canada" – diese patriotisch-ironischen Botschaften sind auf den modern geschnittenen Shirts, Hoodies und Jacken vom Label Peace Collective in der Ossington Avenue zu finden – ein echter Hingucker! www.roots.com www.peace-collective.com www.madedesign.com www.seetorontonow.com

Hippe Mikrobrauereien: Wer lieber etwas zum Genießen einkauft, kann sich über ein reichhaltiges Wein- & Whisky- & Bier-Angebot in Kanada freuen! Bier? Ja richtig gehört, Kanada ist eine Biertrinker-Nation. Der Westen des Landes ist eines der weltbesten Anbaugebiete für die sechszeilige Braugerste, die in ein Spitzenbier gehört, und hat eine neue Generation von Bierkennern und hervorragenden Braumeistern hervorgebracht. Ein Besuch der Kleinbrauerei Dieu Du Ciel mit Braustube in Montréal lohnt sich: Sie ist bekannt für ihr Horn of the Devil IPA („Helles Teufelshorn“ Indian Pale Ale) oder den Last Will („Letzter Wille“). Exotische Kreationen wie Chocolate Stout und Raspberry Blonde bietet Brutopia in Montréal. Auch in Vancouver sind lokale Brauereien im Trend. Ausgefallene Biere aus Kanada zum Mitnehmen gibt es zum Beispiel bei Brassneck. Und Torontos Craft-Beer-Brauer planen sogar gerade einen eigenen Distrikt im Westen der Stadt. www.dieuduciel.com www.brassneck.ca www.brutopia.net Gute Weine? Klar sind Frankreich, Italien und Spanien die großen Namen für Weinliebhaber. Aber Kanada hält da mit! Im zweitgrößten Land der Erde gibt es alle möglichen Rebsorten und gute Winzer. Vor allem für seine würzigen, angenehm-süßen Eisweine ist die Niagara-Halbinsel in Ontario bekannt – mit 52 ganz unterschiedlichen Weingütern wie Jackson-Triggs und Inniskillin. Konstante, eisige Winter und ein mineralreicher Boden bieten die besten Anbaubedingungen für die Trauben, die bei Minus-Graden geerntet werden. Weinliebhaber sollten auch das Okanaga-Tal im Süden von British Colombia im Blick haben – es gilt als das nördlichste Weinanbaugebiet der Welt. Im überwiegend milden Klima wachsen Rebsorten wie Pinot Gris, Viognie und Gamay Noir. Und: fruchtig-frischer Apfelwein (Cidre) ist hier ganz groß im Kommen. Einen besonderen Reiz hat die perfekte Mischung aus Wasser und Weinbergen: Ein See reiht sich an den anderen, genauso wie Weingut an Weingut. www.wineriesofniagaraonthelake.com www.okanaganwines.ca Auf dem Gewinnertreppchen mit Whisky: Nicht gerade glücklich waren die Schotten, als 2015 ein kanadischer Roggenwhisky in „Jim Murray’s Whisky-Bible“ den ersten Preis für den besten Tropfen seiner Art weltweit gewann. Crown Royal Northern Harvest Rye aus der Provinz Manitoba erhielt 97,5 Punkte von 100 möglichen. Würzig schmeckt er, mit Noten von Eiche, Butterscotch und Vanille und einem Hauch Pfeffer. Es lohnt sich, auch einen Crown Royal Regal Apple zu testen, mit Apfelgeschmack – aromatisierte Whiskys stehen in Kanada hoch im Kurs. Ein klassischer, erfolgreicher Blend aus Kanada spielt auch in der US-Kultserie "Mad Men", die in den 1950er-Jahren spielt, eine Rolle; das Lieblingsgetränk von Werber Don Draper: ein weicher Canadian Club – ohne „Bite“, ohne Biss. Im Vergleich zu den schottischen Verwandten kann dem kanadischen Whisky, der mindestens 40 Volumenprozent Alkohol hat, übrigens auch bis zu 2 Prozent Anteile von z.B. Obstwein oder Fruchtsäften zugesetzt werden. Eine Spezialität des Nordens ist der Yukon Jack, ein Whiskylikör. www.crownroyal.com www.canadianclub.com

© Foto: Canadian Tourism Commission
ANZEIGE
Nach oben