Auf dem Ostseeküsten-Radweg

Wismar, Stralsund, GreifswaldAuf dem Ostseeküsten-Radweg

Frische Meeresluft weht den Radlern um die Nase. Links glitzern die blauen Wogen der Ostsee, rechts duftet Mecklenburg-Vorpommerns taufrisches Grün. Wer den Ostseeküsten-Radweg vom traditionsreichen Wismar zur UNESCO-Welterbe-Partnerstadt Stralsund und dann weiter bis Greifswald fährt, kann sicher sein: Hier zeigt sich die Ostseeküste von ihrer schönsten Seite

© Foto: Sven Henig

Los geht es in Wismar

In dieser charmanten Hansestadt, Startort unserer Radtour, wispern aus allen Ecken Geschichte und Geschichten. Der weite Marktplatz im historischen Zentrum mit der berühmten Wasserkunst, einem üppigen Brunnen im Stil der holländischen Renaissance, zählt zu den größten im Land. Man flaniert über blank geschliffenes Kopfsteinpflaster und kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus: über das klassizistische Rathaus, den alten Hafen oder Meisterwerke der Backsteingotik wie die Kirchen St. Marien und St. Georgen. Schnell wird klar, warum Wismars Altstadt das Prädikat „Welterbe der UNESCO“ erhielt. Ein Highlight ist zudem der originalgetreue Nachbau einer Hansekogge – die „Wissemara“ macht auch Touren mit Urlaubern. Trotzdem heißt es nun Abschied nehmen, der Ostseeküsten-Radweg lockt uns Richtung Stralsund. www.wismar.de

© Foto: Wonnemar 2016

WONNEMAR Resort-Hotel

Wo die Wonne wohnt Im jüngst eröffneten Wonnemar Resort-Hotel Wismar kommt zu den vier Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft ein fünftes Element hinzu: die reine Wonne – schon am Eingang des Hauses empfängt den Gast ein Gefühl davon. Das Haus nahe der Wismarer Altstadt gehört zur „INTERSPA Gruppe“ und ist eine ideale Ergänzung zum benachbarten Erlebnisbad Wonnemar. Über einen Bademantelgang sind beide miteinander verbunden, Hotelgäste haben so direkten Zugang zum Spaßbad, dem Thermalbereich sowie der Sauna- und Wellnesswelt. Da sind Sport, Entspannung und Erholung für die ganze Familie garantiert. Die Zimmer wurden mit bodentiefen Fenstern, Echtholzparkett, King-Size-Boxspringbett und 48“-Smart-TV ausgestattet. Im Restaurant „Tafelhuus“ mit seinem Front-Cooking-Bereich kommen sowohl Gäste des Resort-Hotels als auch von außerhalb in den Genuss frisch zubereiteter Speisen und einer internationalen Weinkarte. In der Bar können sie den Abend dann bei guten Getränken schön ausklingen lassen. www.wonnemar-resorts.de

© Foto: Erik Hart

Zwischenstopp in Stralsund

Nach dem Start in Wismar geht es rund eine Woche auf dem Ostseeküsten-Radweg über Etappenziele wie Warnemünde, Ahrenshoop und Zingst nach Stralsund, und hier kann man ganz schnell ins Schwärmen geraten. Die rund 58.000 Einwohner große Hafenstadt weiß um ihre Schönheit und Stärke. Üppige Kaufmannshäuser an den Straßen des alten Zentrums sprechen von Bürgerstolz und Handelsmacht, der Marktplatz beeindruckt mit seinem Rathausensemble. Wie Wismar wurde auch Stralsunds Altstadt zum Welterbe der UNESCO ernannt. Neben einem kulinarischen Stadtrundgang sollte man vor allem Maritimes genießen – von der großen Meeresausstellung Ozeaneum über urige Hafenkneipen und das Segelschulschiff Gorch Fock bis hin zu traditionellen Regatten wird vieles geboten. Dann ist es Zeit, den Rest der Tour Richtung Greifswald in Angriff zu nehmen.? www.stralsundtourismus.de

© Foto: Johannes-Maria Schlorke

Stralsund Meeresmuseum

Meer hinter Klostermauern erleben Kleine und große Meeresforscher freut es: Im Meeresmuseum wurde ein neuer Tiefsee-Saal mit geheimnisvollen Modellen von Anglerfisch, Höllen-Vampir und Pelikanaal eröffnet. Hinter den mittelalter­lichen Mauern des ehemaligen Klosters tummeln sich außerdem Mittelmeerbewohner und Tiere der tropischen Meere in 36 Aquarien. Dazu gehören Haie, Seepferdchen, Rochen, Muränen und bunte Korallenfische. Highlight ist das 350.000 Liter fassende Becken der Meeresschildkröten, bei deren Fütterung man zuschauen kann – wie auch bei der wöchentlichen Tauchshow, die sich durch ein 25 Quadrat­meter großes Schaufenster beobachten lässt. Das Jahresthema 2017 lautet Meereskinder und soll Wissenswertes über Nachwuchs und Familie im Ozean vermitteln. Aber auch Wale, die Welt der Korallen­riffe und die Entwicklung der Fischerei spielen im Museum eine wichtige Rolle. www.meeresmuseum.de

© Foto: Hansestadt Greifswald

Und schließlich am Ziel in Greifswald

Das Ziel unserer Radtour ist die Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Mit 10.000 Studierenden bei rund 60.000 Einwohnern wird Greifswald liebevoll als „Universität mit einer Stadt drum herum“ bezeichnet. Der berühmteste Sohn der Stadt ist der große Maler Caspar David Friedrich (1774-1840). Ein Bildweg führt auf den Spuren des Meisters in seine Taufkirche St. Nikolai, zur Klosterruine Eldena (heute auch Veranstaltungsstätte für Jazz-Abende) und zum Greifswalder Museumshafen. Mit seinen 50 historischen Schiffen ist er der größte Museumshafen Deutschlands. Das ehemalige Wohnhaus der Familie Friedrich beherbergt heute das Caspar-David-Friedrich-Zentrum. Viele seiner weltbekannten Gemälde befinden sich noch heute im Pommerschen Landesmuseum. www.greifswald.info

© Foto: Alois Langforth

Segelschulschiff GREIF

Unter weißen Segeln Die Schonerbrigg Greif ist einer der letzten Großsegler der Ostsee unter deutscher Flagge. Schon 1951 wurde das Schiff als „Wilhelm Pieck“ in Dienst gestellt, seit 1991 trägt es den neuen Namen. Heutiger Eigner und Betreiber ist die Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Von April bis Oktober segelt die Greif im Kielwasser der Hanse: Bornholm, Gotland und Kopenhagen stehen ebenso auf dem Törnplan wie Riga, Klaipeda und Danzig. Professionelle und ehrenamt­liche Besatzungsmitglieder sorgen für eine sichere und angenehme Fahrt. Auch unerfahrene Mitsegler werden schnell und fachkundig in das Leben an Bord und die traditionelle Seemannschaft eingewiesen. Es ist einfach unbeschreiblich, wie das herrliche Schiff unter 15 Segeln durch die Wellen rauscht – man muss es selbst erleben und als Teil der Mannschaft auf der Greif mitsegeln! Törnplan und Informationen unter www.sssgreif.de

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