10 Highlights in Kalifornien

USA10 Highlights in Kalifornien

Mächtige Wasserfälle im Yosemite National Park und faszinierende Metropolen wie San Francisco, malerische Orte an der Küste, Wale im Ozean und Micky Mäuse in Disneyland: Kalifornien ist Amerikas wohl schönster Mix aus grandioser Natur, coolen Städten und sympathischen Menschen. Marco Polo stellt zehn Highlights vor, die man bei einem Besuch der Westküste nicht missen sollte

Fisherman's Wharf

Schön trubelig ist es am "Fischerkai" in San Francisco. Frühaufsteher können zuschauen, wie frischer Fang am Pier 47 entladen wird, das den Spitznamen “Fish Alley” („Fischgasse“) trägt. Wer ausschläft, kann die Meeresfrüchte auch einfach kosten – zum Beispiel frische Krebse aus dampfenden Kesseln, die am Gehweg aufgestellt sind. Die lautesten Bewohner dieser Gegend sind brüllende und heulende Seelöwen, die einige der schwimmenden Docks zu ihrer privaten Partymeile erkoren haben. Die bis zu 400 Kilo schweren Tiere sonnen sich auf den Pontons, kämpfen um die besten Plätze und wälzen sich übereinander hinweg – ein sehr sehenswertes Naturspektakel. Einen Besuch verdient auch das Musée Mécanique etwas weiter westlich beim Pier 45 mit einer wunderbar nostalgischen Ausstellung von alten Musik- und Spielautomaten. Von den Piers 33 und 41 starten auch Ausflugsboote (etwa die Blue Gold Fleet, www.blueandgoldfleet.com) zu Rundfahrten in der Bay, zur berühmten Gefängnisinsel Alcatraz und zur Golden Gate Bridge. Die am häufigsten fotografierte Hängebrücke der Welt verbindet seit 1937 die Nordspitze von San Francisco mit Marin County, sie schwebt mit einer Spannweite von 1280 m im Schnitt 67 m über dem Wasser. Tipp: Per Mietfahrrad kann man über die Brücke radeln, alternativ lohnt auch ein Fußmarsch – hin und zurück dauert er etwa zwei Stunden. Mehr Infos auch unter www.fishermanswharf.org und www.goldengatebridge.org

© Foto: Christian Heeb/Dumont Bildarchiv

Napa Valley

Gut 200 Weingüter mit einer Anbaufläche von 150 Quadratkilometern drängen sich im Napa Valley,dem 40 Kilometer langen, zu Recht berühmtesten Weintal Amerikas. Die Stadt Napa (76.000 Ew.) am Südeingang des Tals ist das Versorgungszentrum, die Kellereien liegen weiter nördlichentlang des Highway 29. Als Rundtour können Sie den Silverado Trail auf der Ostseitedes Tals wieder zurückfahren. Weindörfer: In der Stadt Napa lohnt neben dem jüngst restaurierten alten Zentrum der Farmer’s Market (napafarmersmarket.org) einen Besuch. Mehrere exzellente Restaurants sowie die alte Destille V Marketplace (www.vmarketplace.com), heute ein hübsches Shoppingcenter, haben Yountville bekannt gemacht. Nördlich davon liegen um Rutherford, Oakville und Saint Helena die meisten der bekannten Weingüter. Das von idyllischen Hügeln umrahmte Calistoga (5000 Einwohner) ganz im Norden hat sich vor allem als Heilbad einen Namen gemacht und besitzt – der vulkanische Boden lässt grüßen – einen echten Geysir: den Old Faithful (www.oldfaithfulgeyser.com). Weingüter: Die meisten Kellereien offerieren Weinproben (gegen Gebühr), und einige verfügen auch über erstklassige Restaurants. Gute Führungen bieten zum Beispiel Beringer Vineyards (Saint Helena, www.beringer.com), Robert Mondavi (Oakvill, www.robertmondaviwinery.com) und die Sektkellerei Schramsberg (Calistoga, www.schramsberg.com).

Lake Tahoe

"Wo sonst hat man Gelegenheit, Luft zu atmen, die sehr rein und fein (ist) … die gleiche, die Engel atmen“, sagte Schriftsteller Mark Twain über den See. Wenn man sich umschaut – insbesondere von umwerfenden Aussichtspunkten wie jenem oberhalb des Emerald Bay State Park –, dann erkennt man leicht, weshalb Twain so ergriffen war. Kleine Städtchen säumen das Ufer, und jedes besitzt seinen ganz eigenen Charme. Mit 35 Kilometern Länge gilt der 1900 Meter hoch gelegene, von Bergen umrahmte See, der zum Teil in Kalifornien und zum Teil in Nevada liegt, als der größte Bergsee Nordamerikas – die Region ist ein Paradies für Wassersportler, Wanderer und Skifahrer in der Sierra Nevada. Am Ostufer gibt es schöne Badestrände wie Zephyr Cove. Am dicht bewaldeten Westufer entzückt vor allem der Blick über die Emerald Bay, während in den Bergen am Nordrand gute Skigebiete liegen, zum Beispiel Squaw Valley, der Olympiaort von 1960. Informationen zu Aktivitäten gibt es auf der Website www.visitinglaketahoe.com

Mendocino

"Jenseits von Eden" mit James Dean wurde hier gedreht, auch 60 weitere amerikanische Filme spielten vor den Kulissen der viktorianischen weißen Häuschen und des nahen Ozeans in Mendocino. In Deutschland ist das ehemals kleine Hippie-Dorf auch bekannt aufgrund des Schlagers "Mendocino" und des im Liedtext besungenen "Mädchen mit den goldenen Spangen im Haar". Aufgrund seiner atemberaubenden Lage an einer Steilküste hat dieser Flecken seit jeher Künstler, Romantiker und alle, die das Wilde und Ungezähmte lieben, angezogen. Es gibt Häuschen im “Saltbox”-Stil der Kolonialzeit, umrahmt von Rosengärten und weißen Lattenzäunen und mit Windspielen vor der Tür, die in der Brise klimpern. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die mächtigen Redwood-Bäume in der Gegend abgeholzt und als Baumaterial für San Francisco und die Bay Area verschifft. Heutzutage stehen die Bäume unter Naturschutz, der Ort ist eine Tourismusdestination: Restaurants locken mit Fangfrischem aus dem Meer und einheimischen Bio-Weinen, und Galerien bieten Kunst und hochwertiges Kunsthandwerk feil. Mehr Informationen auf der offiziellen Website www.visitmendocino.com

© Foto: Christian Heeb/Dumont Bildarchiv

Hollywood

Wer in Los Angeles ist, sollte Hollywood nicht verpassen. Rund um den Hollywood und Sunset Boulevard herum findet man den historischen Kern der Filmindustrie mit Attraktionen wie dem Hollywood Walk of Fame, wo Sterne der Stars den Bürgersteig schmücken. In den 1980er-Jahren wurde der damals heruntergekommene Hollywood Boulevard (von Gower St. bis La Brea Av.) mit seinen Prunkbauten aus den 1920er- und 1930er-Jahren unter Denkmalschutz gestellt, nach umfangreichen Restaurierungen ist er heute wieder ein Touristenzentrum. Rund um das Chinese Theatre ist das Gedränge am dichtesten, Kinofans stehen auf allen Vieren in den Hand- und Fußabdrücken von Leinwandikonen. Der benachbarte Hollywood & Highland Entertainment Complex ist ein Center mit Kinos, Hotel, Restaurants, Clubs, Geschäften und dem Dolby Theatre, in dem die Oscars verliehen werden. Klassisches Hollywood findet man eher nördlich vom Sunset Boulevard. In den kurvigen Canyons, wie Nichols und Laurel Canyon, stehen viele phantasievolle Prachtbauten des „Goldenen Zeitalters“: Schlösschen und Landhäuser, maurische Tempel und spanisch anmutende Haciendas. Hier wohnen nach wie vor Filmstars, Produzenten und Künstler. Oben angekommen, sollten Sie in den Mulholland Drive einbiegen – dort finden sich mehrere Aussichtspunkte, von denen aus man die Stadt und das Meer in ihrer ganzen Pracht sehen kann. www.discoverlosangeles.com

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Yosemite National Park

Mit fast vier Millionen Besuchern pro Jahr gehört der Yosemite National Park zu den beliebtesten Attraktionen von Amerika. Er liegt im hochalpinen Herzen der Sierra Nevada und schützt auf 3000 Quadratkilometern Fläche mehrere Ökozonen, die von den waldreichen Ausläufern der Sierra bis zu schneebedeckten Gipfeln reichen. 80 Säugetierarten, darunter Schwarzbär und Berglöwe, sowie über 250 Vogelarten leben hier. 1890 auf Betreiben des legendären Naturschützers John Muir (1838–1914) vom Kongress eingerichtet, um die in dieser Region einzigartigen Wälder der Bergwelt vor der Abholzung zu bewahren, bietet der Park heute über 420 Kilometer Straße und ein dreimal so langes Wanderwegenetz. Wie so mancher berühmte Park schwebt auch der Yosemite in Gefahr, durch seine Besucherströme zerstört zu werden. Noch vor einigen Jahrzehnten gehörten Verkehrsstaus und zertrampelte Wiesen zum Alltag, seither steuern die Ranger gegen: Touristen werden jetzt angehalten, ihren Wagen stehen zu lassen und auf Shuttlebusse umzusteigen. Zudem ist eine große Anzahl der empfindlichen Hochwiesen bis auf Weiteres für Besucher gesperrt. www.nps.gov/yose

Lassen Vulcano Parc

Dampfende Schwefelschlote, blubbernde Schlammtöpfe, kochende Quellen – diese Naturphänomene können Besucher in Kalifornien mit eigenen Augen erleben. Die Erde in der „wilden“ Nordostecke des Staates ist noch lange nicht zur Ruhe gekommen. Der namensgleiche Vulkan des Parks, Lassen Peak, brach zum letzten Mal im Mai 1914 aus; damals brodelte es volle drei Jahre. Heute hat er sich etwas beruhigt, und von den Wegen und Anhöhen kann man den Krater gefahrlos betrachten und einiges über Vulkantätigkeit lernen. Außerdem gibt es riesige Wälder und funkelnde Seen zu erkunden. Durch die Sulphur Works Thermal Area und Bumpass Hell führen ausgewiesene Wanderwege, auf denen man die Vulkan-Natur hautnah erleben kann – Chaos Jumbles etwa besteht aus Hunderttausenden von Lavateilen, die im weiten Umkreis verstreut sind. www.nps.gov/lavo

© Foto: Christian Heeb/Dumont Bildarchiv

Disneyland

Dies ist der älteste Vergnügungspark der Welt – allerdings sorgen neue Hightech-Achterbahnen wie Indiana Jones oder die 2011 angelegte 3-D-Attraktion Star Tours dafür, dass die Anlage stets aktuell bleibt. Und auch ältere Attraktionen in dem in verschiedene Länderzonen eingeteilten Park sind sehenswert: die Bootsfahrt durch die Phantasiewelt der Pirates of the Caribbean etwa oder das Country Bear Jamboree. Kleinere Kinder begeistern eher die Darsteller in Micky- und Goofy-Kostümen sowie Schneewittchen und andere bekannte Märchenfiguren. www.disneyland.com

© Foto: Christian Heeb/Dumont Bildarchiv

Death Valley

Im Nordosten der Mojave Desert liegt Death Valley. Devil’s Golf Course, auf 84 Meter unter dem Meeresspiegel der niedrigst gelegene Ort der USA, ist der heißeste Fleck der Erde (bis zu 57 Grad im Schatten). Umrahmt von bis zu 3368 Meter hohen Gipfeln wie dem Telescope Peak und angefüllt mit salzigen Seen, wird die Vielfalt des Wüstenlebens nirgendwo deutlicher als in dem über 180 km langen „Tal des Todes“. Riesige Krater, die Überreste alter Vulkane und markante Canyons schillern dank Metall- und Mineralablagerungen in allen Farben und bergen einen bizarren Formenreichtum. Furnace Creek ist der Mittelpunkt des Nationalparks mit Motels, Campingplätzen, Restaurants, einem öffentlichen Schwimmbad und guten Ausstellungen im Visitor Center. www.furnacecreekresort.com

© Foto: Christian Heeb/Dumont Bildarchiv

San Diego Zoo

Der San Diego Zoo ist einer der größten und besten Tiergärten der Welt mit rund 4000 Tieren, darunter viele selteneArten wie Gorillas und andere Primaten. Bekannt ist er auch für Zuchterfolge etwa bei Tigern oder seltenen Pandas. Beispielhaft ist die artgerechte Umgebung: In bislang einem Dutzend Biosphären wird versucht, der natürlichen Umwelt der Tiere nahezukommen. Diegroßen Entfernungen lassen sich per Seilbahn und Bus (Rundfahrten) bewältigen. www.sandiegozoo.org

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