10 Highlights auf Sizilien

Italien10 Highlights auf Sizilien

Quirlige Märkte und verwinkelte Altstadtgassen, ehrwürdige Kathedralen, ein ganzes Tal voller Tempel, rumorende Vulkane und eine Landschaft zwischen Himmel und Meer – Sizilien geizt nicht mit Attraktionen. Das Marco Polo travelmagazine empfiehlt zehn Highlights, die man bei einer Reise auf Italiens größter Insel nicht verpassen sollte!

© Foto: Stefan Feldhoff/A. C. Martin/Dumont Bildarchiv

Ätna

An seinem Fuß wachsen Palmen und Zitronen, sein Gipfel ist eine Wüste aus Lava und Eis – 33 Kilometer nördlich von Catania liegt der größte Vulkan Europas. Der Ätna (3369 Meter) zeigt sich weitgehend als kahler Riese, nur im Frühjahr wird er stellenweise hellgrün von frischem Gras überzogen; seine Schneekappe taut aber auch im Sommer nicht immer ganz ab. Vulkan-Touren auf eigene Faust sind gefährlich, besonders bei Ausbrüchen – die flüssige Lava hat Temperaturen von 800–1500 Grad, und "Vulkanbomben" wiegen von fünf bis über 1000 Kilogramm. Absperrungen sollen Besucher vor lebensgefährlichen Situationen bewahren. Piano Provenzana und Rifugio Sapienza sind die Hauptausgangspunkte für geführte Touren auf den Vulkangipfel (unbedingt Winterkleidung und Bergschuhe anziehen), Wandersaison ist von Mitte Mai bis Ende Oktober. Aktuelle Informationen über die Ätnaregion gibt es im Internet u.a. unter www.italia.it

© Foto: Sabine Lubenow/Dumont Bildarchiv

Teatro Greco Romano

Den wohl beeindruckendsten Blick auf Siziliens Ostküste und die Vulkanriesen genießen Sie vom Halbrund dieses antiken Theaters in Taormina aus. Es wurde im 3. Jahrhundert vor Christi (in hellenistischer Zeit) in den natürlichen Stein gehauen und im 2. Jahrhundert vor Christi von den Römern zu einer Arena umgebaut. Im Sommer dient es als Kulisse für klassische Theater- und Musikdarbietungen – unbedingt ansehen! www.sizilien-travel.de

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Noto

Die Barockstadt Noto (24.000 Einwohner) entstand in 50 Jahren am Reißbrett und gehört heute zum Welterbe der UNESCO. Sie liegt auf einem flachen Ausläufer der Iblei- Berge über der Küstenebene. Im herrschaftlichen Teil des Orts, der einstigen Residenzstadt, liegen die Hauptkirchen, Paläste, Plätze und Freitreppen längs der drei parallel verlaufenden Hauptstraßen. Die mittlere, der Corso Vittorio Emanuele, endet an repräsentativen Stadttoren. Hier liegen sich als geistliches und weltliches Machtzentrum der Dom und der Palazzo Ducezio gegenüber. www.sizilien-travel.de

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Pantalica

Über 5000 Grabkammern aus Jungsteinzeit und Bronzezeit sind an den Talrändern des Flusses Anapo und seiner Nebentäler in den Stein gegraben. Sie dienten in unsicheren Zeiten auch als Behausung. Von der zugehörigen Siedlung wurde nur ein Herrenhaus des 11. Jhs. v. Chr. ausgegraben. Über Ferla ist Pantalica 50 Kilometer, über Sortino 35 Kilometer von Syrakus entfernt. Von beiden Orten führt eine Stichstraße bis an den Rand der Nekropole der Sikuler. www.italia.it

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Dom von Cefalù

Beim ältesten Normannendom Siziliens, dessen Bau 1140 begonnen und erst nach Jahrhunderten vollendet wurde, beeindrucken das strenge Bogenportal der Vorhalle und die beiden wuchtigen Türme. Im archaischen Kreuzgang mit seinem riesigen, mosaikgeschmückten Chor und dem schmalen Querschiff symbolisiert er Kraft und Macht. Vor Kurzem wurde der Dom zum Welterbe der UNESCO gekürt. www.in-italia.de

© Foto: Sabine Lubenow/Dumont Bildarchiv

Palazzo dei Normanni und Capella Palatina

Der ehemalige Königspalast in Palermo, dessen Ursprünge bis ins 9. Jahrhundert zurückreichen, ist heute der Sitz der sizilianischen Regionalregierung und des Regionalparlaments. Die Cappella war die Hofkapelle und wurde von byzantinischen, normannischen und arabischen Künstlern gebaut. Das Innere ist vollständig mit Goldmosaiken und Steinintarsien bedeckt. Die Mosaiken sind Werke von Künstlern aus Konstantinopel. Im Altarraum stehen reich intarsiert der Königsthron Rogers II.(ital. Ruggero), der Osterleuchter, der als Kanzel dienende Ambo und der Hochaltar. Märchenhaft orientalisch wirkt die hölzerne Stalaktitendecke, die nach der Restaurierung in vollem Farbenglanz erstrahlt. Der Zugang liegt außerhalb der Stadtmauer. www.sizilien-travel.de

© Foto: Sabine Lubenow/Dumont Bildarchiv

Palermos Straßenmärkte

Augenweide und orientalische Geräuschkulisse: Auf den Lebensmittelmärkten in der Altstadt von Palermo gibt es eine Vielzahl mediterraner Leckereien. Die Händler sind (nach langer Mittagspause) bis weit in den Abend aktiv. Der größte Markt im Capo-Viertel erstreckt sich um die Kirche Sant’Agostino und reicht in mehreren Straßen bis zum Teatro Massimo; der Ballaró-Markt umfasst das Viertel um Porta Sant’Antonio, Chiesa del Carmine und Chiesa del Gesù. Der große Non-Food-Markt, auf dem überwiegend Kleidung und Haushaltswaren angeboten werden, erstreckt sich durch die Altstadt von der Piazza San Domenico bis zur Piazza Papireto. www.sizilien-netz.de

© Foto: Stefan Feldhoff/A. C. Martin/Dumont Bildarchiv

Dom von Monreale

Auf 6340 Quadratmetern Wandfläche erzählen goldene und farbige Mosaiken Geschichten aus der Bibel. Im Kreuzgang zeigen die Kapitelle die Welt des Mittelalters: Der Dom von Monreale (8 Kilometer westlich von Palermo) wurde anno 1174 als Benediktinerkloster von den Normannenherrschern gestiftet und mit riesigem Landbesitz in ganz Westsizilien ausgestattet. Er ist der größte Sakralbau jener Epoche. Zwei romanische Bronzetüren führen ins Innere, dessen Wände vollständig mit Goldmosaiken bedeckt sind. www.italien-inseln.de

© Foto: Sabine Lubenow/Dumont Bildarchiv

Valle dei Templi

Die antike Stadt und die Tempelbezirke von Agrigent verstecken sich zwischen großen Mandel- und Ölbaumhainen. Es sind diverse Highlights zu besichtigen, etwa die acht übriggebliebenen Säulen des Herakles-Tempels. In der Villa Aurea ist ein kleines Museum untergebracht. Der Concordia-Tempel aus dem 5. Jh. v. Chr. verdankt seinen hervorragenden Erhaltungszustand der Umwandlung in eine christliche Kirche im 6. Jahrhundert. In der archäologischen Zone befinden sich etwa das Heiligtum der Erdgottheiten (Tempio delle divinità chtonie) mit Opfergruben und der Tempel von Castor und Pollux. Von dort führt ein Weg hinunter in den Giardino della Kolymbetra, ein Naturparadies mit Orangengärten, Mandel- und Ölbäumen. In den Sandsteinwänden geleiten Galerien zu unterirdischen Brunnen, deren Wasser der Bewässerung des Tals und der Fischzucht diente. www.reise-nach-italien.de

© Foto: Sabine Lubenow/Dumont Bildarchiv

Erice

Rund 14 Kilometer nordöstlich von Trapani liegt das mittelalterliche Erice mit seinen grauen Steinhäusern. Oft steckt es in den Wolken, auch wenn sonst über ganz Westsizilien die Sonne brennt. Hier verehrten die aus Kleinasien eingewanderten Elymer und Punier die Liebesgöttin Astarte. Die Römer bauten ein Venusheiligtum an die Stelle, wo heute das Normannenkastell steht. Die Kongressstadt ist heute Ziel vieler Sizilianer, die am Wochenende die kühlere Luft in 700 Meter Höhe genießen. Der Blick über die Ebene mit den Salinen, den Inseln des Flachmeers von Marsala, den Egaden und der Felsküste von San Vito ist einmalig. Am schnellsten geht es mit der Kabinenseilbahn hinauf. www.italien-inseln.de

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