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  • Palladium

    Kaufhäuser
    • © Josef Hanus, Shutterstock

    Zu k.u.k.-Zeiten war es eine Kaserne, heute ist es laut Eigenwerbung eines der größten innerstädtischen Einkaufszentren Osteuropas: Im Palladium warten unzählige Läden, Restaurants und Bars auf die Kunden. Wer verstehen will, wie sehr Prag boomt, sollte einen Blick in diesen Konsumtempel werfen.

    • © Josef Hanus, Shutterstock

    Zu k.u.k.-Zeiten war es eine Kaserne, heute ist es laut Eigenwerbung eines der größten innerstädtischen Einkaufszentren Osteuropas: Im Palladium warten unzählige Läden, Restaurants und Bars auf die Kunden. Wer verstehen will, wie sehr Prag boomt, sollte einen Blick in diesen Konsumtempel werfen.


  • Karlův most

    Touristenattraktionen
    • Karlův most© MAIRDUMONT

    Auf der 10 m breiten und 520 m langen Brücke buhlen heute ukrainische Karikaturisten, tschechische Puppenspieler und amerikanische Gitarristen um die Aufmerksamkeit der Passanten. 400 Jahre lang war die auf 16 Pfeilern ruhende gotische Karlsbrücke die einzige Verbindung zwischen Altstadt und Kleinseite. Kaiser Karl IV. ließ sie 1357 unter der Aufsicht von Peter Parler bauen - mit blanker Brüstung: Erst zwischen 1657 und 1714 kamen die meisten der heute kaum wegzudenkenden Figuren hinzu. Die bekannteste Statue dürfte der heilige Nepomuk sein (von der Altstadtseite die achte Figur rechts, sie war 1683 eine der ersten auf der Brücke). Der Brückenheilige schützt auch in der böhmischen Provinz, in Schlesien, entlang der Elbe und in Bayern vor Hochwasser und Schiffsunglücken. Das Handauflegen am Relief im Pfeiler soll Glück bringen - die blank geriebene Stelle macht klar, wie viele Besucher das glauben. Zwischen dem sechsten und siebten Pfeiler rechts markiert ein Kreuz in der Brüstung den Ort, an dem der Priester Johannes Nepomuk vor 600 Jahren von den Schergen des Königs Wenzel IV. in den Fluss gestürzt wurde. Er hatte sich trotz Folter an das Beichtgeheimnis gehalten. Die erste Figurengruppe der Karlsbrücke war 1657 übrigens die Kreuzigungsszene (dritte Statue rechts), die bisher letzte das Heiligenduo Kyrillios und Methodios (1938, fünfte Statue rechts).

    • Karlův most© MAIRDUMONT

    Auf der 10 m breiten und 520 m langen Brücke buhlen heute ukrainische Karikaturisten, tschechische Puppenspieler und amerikanische Gitarristen um die Aufmerksamkeit der Passanten. 400 Jahre lang war die auf 16 Pfeilern ruhende gotische Karlsbrücke die einzige Verbindung zwischen Altstadt und Kleinseite. Kaiser Karl IV. ließ sie 1357 unter der Aufsicht von Peter Parler bauen - mit blanker Brüstung: Erst zwischen 1657 und 1714 kamen die meisten der heute kaum wegzudenkenden Figuren hinzu. Die bekannteste Statue dürfte der heilige Nepomuk sein (von der Altstadtseite die achte Figur rechts, sie war 1683 eine der ersten auf der Brücke). Der Brückenheilige schützt auch in der böhmischen Provinz, in Schlesien, entlang der Elbe und in Bayern vor Hochwasser und Schiffsunglücken. Das Handauflegen am Relief im Pfeiler soll Glück bringen - die blank geriebene Stelle macht klar, wie viele Besucher das glauben. Zwischen dem sechsten und siebten Pfeiler rechts markiert ein Kreuz in der Brüstung den Ort, an dem der Priester Johannes Nepomuk vor 600 Jahren von den Schergen des Königs Wenzel IV. in den Fluss gestürzt wurde. Er hatte sich trotz Folter an das Beichtgeheimnis gehalten. Die erste Figurengruppe der Karlsbrücke war 1657 übrigens die Kreuzigungsszene (dritte Statue rechts), die bisher letzte das Heiligenduo Kyrillios und Methodios (1938, fünfte Statue rechts).


  • Staroměstské náměstí

    Touristenattraktionen
    • Staroměstské náměstí© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Für ein Trinkgeld durch Prag

    Prags ältester Platz ist seit dem 12.Jh. der Dreh- und Angelpunkt der Stadt. Mit seinem Rahmen aus prachtvollen Palais von Gotik bis Jugendstil ist er der ideale Ort zum Schauen, Genießen und Flanieren, Treffpunkt von Touristen und Tagedieben. Tafeln erinnern an Berühmtheiten, die hier wohnten oder verkehrten – u. a. Franz Kafka, Albert Einstein und Bedřich Smetana. Heute finden auf dem Ring nur noch Weihnachts- und Ostermärkte statt, früher war er der zentrale Handelsplatz der Stadt. Auswärtige Kaufleute mussten zuvor hinter der Teynkirche einen Zoll bezahlen, das Ungelt – und so heißt der versteckte Teynhof auch heute noch. Schauplatz eines dramatischen Ereignisses war der Altstädter Ring im Jahr 1621.Nachdem die böhmischen Stände die Schlacht am Weißen Berg verloren hatten, ließen die siegreichen katholischen Habsburger hier 27 protestantische Adelige und Standesherren hinrichten. Vor dem Rathausturm ins Pflaster eingelassene Kreuze erinnern an die Getöteten. Eine späte Antwort darauf und ein nationale Absage an den Katholizismus ist in der Platzmitte die monumentale Statue des Reformators Jan Hus von Ladislav Šaloun (1915). Meist auf dem Altstädter Ring starten auch Gratisstadtführungen verschiedener Anbieter. Die Führer sind oft Expats oder Studenten. Finanziert werden die Touren allein über Trinkgelder.

    • Staroměstské náměstí© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Für ein Trinkgeld durch Prag

    Prags ältester Platz ist seit dem 12.Jh. der Dreh- und Angelpunkt der Stadt. Mit seinem Rahmen aus prachtvollen Palais von Gotik bis Jugendstil ist er der ideale Ort zum Schauen, Genießen und Flanieren, Treffpunkt von Touristen und Tagedieben. Tafeln erinnern an Berühmtheiten, die hier wohnten oder verkehrten – u. a. Franz Kafka, Albert Einstein und Bedřich Smetana. Heute finden auf dem Ring nur noch Weihnachts- und Ostermärkte statt, früher war er der zentrale Handelsplatz der Stadt. Auswärtige Kaufleute mussten zuvor hinter der Teynkirche einen Zoll bezahlen, das Ungelt – und so heißt der versteckte Teynhof auch heute noch. Schauplatz eines dramatischen Ereignisses war der Altstädter Ring im Jahr 1621.Nachdem die böhmischen Stände die Schlacht am Weißen Berg verloren hatten, ließen die siegreichen katholischen Habsburger hier 27 protestantische Adelige und Standesherren hinrichten. Vor dem Rathausturm ins Pflaster eingelassene Kreuze erinnern an die Getöteten. Eine späte Antwort darauf und ein nationale Absage an den Katholizismus ist in der Platzmitte die monumentale Statue des Reformators Jan Hus von Ladislav Šaloun (1915). Meist auf dem Altstädter Ring starten auch Gratisstadtführungen verschiedener Anbieter. Die Führer sind oft Expats oder Studenten. Finanziert werden die Touren allein über Trinkgelder.


  • Starý Židovský hřbitov

    Touristenattraktionen
    • Starý Židovský hřbitov© MAIRDUMONT

    Was wie kunstvoll arrangiert aussieht, entstand aus purer Platznot: Weil auf einem jüdischen Friedhof Gräber nicht nach einer bestimmten Zeit "aufgehoben" werden dürfen, musste hier Jh.elang neue Erde aufgeschüttet werden. Als Ergebnis liegen die Toten hier in bis zu neun Schichten übereinander, und die kunstvollen Grabsteine stehen dicht an dicht. Das bekannteste Grab des Friedhofs gehört dem 1609 gestorbenen Schöpfer des legendären Golems, Jehuda Liwa ben Bezallel, genannt Rabbi Löw. Das letzte Begräbnis fand hier nachweislich im Mai 1787 statt, aber wann das erste der schätzungsweise 200.000 Gräber errichtet wurde, weiß niemand so genau. Der älteste der 12.000 Steine stammt jedenfalls aus dem Jahr 1439.Übrigens: Wer das Grab von Franz Kafka sucht, wird es hier nicht finden - der Schriftsteller liegt auf dem neuen jüdischen Friedhof.

    • Starý Židovský hřbitov© MAIRDUMONT

    Was wie kunstvoll arrangiert aussieht, entstand aus purer Platznot: Weil auf einem jüdischen Friedhof Gräber nicht nach einer bestimmten Zeit "aufgehoben" werden dürfen, musste hier Jh.elang neue Erde aufgeschüttet werden. Als Ergebnis liegen die Toten hier in bis zu neun Schichten übereinander, und die kunstvollen Grabsteine stehen dicht an dicht. Das bekannteste Grab des Friedhofs gehört dem 1609 gestorbenen Schöpfer des legendären Golems, Jehuda Liwa ben Bezallel, genannt Rabbi Löw. Das letzte Begräbnis fand hier nachweislich im Mai 1787 statt, aber wann das erste der schätzungsweise 200.000 Gräber errichtet wurde, weiß niemand so genau. Der älteste der 12.000 Steine stammt jedenfalls aus dem Jahr 1439.Übrigens: Wer das Grab von Franz Kafka sucht, wird es hier nicht finden - der Schriftsteller liegt auf dem neuen jüdischen Friedhof.


  • Zlatá ulička

    Touristenattraktionen
    • Zlatá ulička© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Ohne Gold ins Gässchen

    Das Touristenamt hat in der schmalen Furt an manchen Tagen mehr Besucher gezählt als auf der Karlsbrücke. Um den Touristenstrom zu drosseln, wird zur Hauptöffnungszeit Eintritt kassiert. Wer nach 16 Uhr (Nov.–März) bzw. 17 Uhr (April–Okt.) kommt, kann die Atmosphäre in Prags berühmtestem Gässchen bis zur Schließung des Burgareals (22 Uhr) nicht nur umsonst, sondern auch ohne Gedränge erleben. Häuschen und Shops haben dann allerdings geschlossen. Das einzige Gold, das hier je hergestellt wurde, waren wohl die Erzählungen von Franz Kafka. Er lebte 1916 für einige Monate in der viel besuchten Nr. 22.Alchemisten dagegen wohnten nie in den kleinen Häuschen aus dem 16.Jh. – auch wenn die Legende erzählt, dass sie hier von Rudolf II. angesiedelt wurden, um künstliches Gold herzustellen. Tatsächlich waren hier Burgwächter und arme Handwerker einquartiert.

    • Zlatá ulička© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Ohne Gold ins Gässchen

    Das Touristenamt hat in der schmalen Furt an manchen Tagen mehr Besucher gezählt als auf der Karlsbrücke. Um den Touristenstrom zu drosseln, wird zur Hauptöffnungszeit Eintritt kassiert. Wer nach 16 Uhr (Nov.–März) bzw. 17 Uhr (April–Okt.) kommt, kann die Atmosphäre in Prags berühmtestem Gässchen bis zur Schließung des Burgareals (22 Uhr) nicht nur umsonst, sondern auch ohne Gedränge erleben. Häuschen und Shops haben dann allerdings geschlossen. Das einzige Gold, das hier je hergestellt wurde, waren wohl die Erzählungen von Franz Kafka. Er lebte 1916 für einige Monate in der viel besuchten Nr. 22.Alchemisten dagegen wohnten nie in den kleinen Häuschen aus dem 16.Jh. – auch wenn die Legende erzählt, dass sie hier von Rudolf II. angesiedelt wurden, um künstliches Gold herzustellen. Tatsächlich waren hier Burgwächter und arme Handwerker einquartiert.


  • Nový Svět

    Touristenattraktionen
    • Nový Svět© MAIRDUMONT

    Ganz in der Nähe des Loreto-Heiligtums befindet sich dieses pittoreske Viertel aus dem 16.Jh. Das heutige Aussehen der Häuschen, in denen viele Maler ihre Ateliers haben, stammt aus dem 18.Jh. In der Goldenen Birne (Nr. 3) kehrten vor Jahrzehnten die einfachen Leute ein, heute ist das Restaurant etwas für gehobene Ansprüche. In der Nr. 1 wohnte um 1600 der dänische Astronom Tycho Brahe, der am Hof von Kaiser Rudolf II. angestellt war. Und für Insider: In der Neuen Welt befand sich in den 1960er-Jahren auch das kreative Hauptquartier von "Pan-Tau"-Regisseur Jindřich Polák.

    • Nový Svět, Praha
    • Nový Svět© MAIRDUMONT

    Ganz in der Nähe des Loreto-Heiligtums befindet sich dieses pittoreske Viertel aus dem 16.Jh. Das heutige Aussehen der Häuschen, in denen viele Maler ihre Ateliers haben, stammt aus dem 18.Jh. In der Goldenen Birne (Nr. 3) kehrten vor Jahrzehnten die einfachen Leute ein, heute ist das Restaurant etwas für gehobene Ansprüche. In der Nr. 1 wohnte um 1600 der dänische Astronom Tycho Brahe, der am Hof von Kaiser Rudolf II. angestellt war. Und für Insider: In der Neuen Welt befand sich in den 1960er-Jahren auch das kreative Hauptquartier von "Pan-Tau"-Regisseur Jindřich Polák.

    • Nový Svět, Praha

  • Staronová synagoga

    Architektonische Highlights
    • © YRABOTA, Shutterstock

    Die Altneusynagoge wurde um 1275 errichtet und ist die älteste erhaltene Synagoge Europas. In der zweischiffigen Halle beeindruckt vor allem die präzise Steinmetzarbeit, zum Beispiel am Eingangsportal mit seinen fein ziselierten Ornamenten. Der Legende nach haben Engel nach der Zerstörung Jerusalems Teile von Salomons Tempel hierher getragen. Auch der tönerne Golem des Rabbi Löw war hier zu Hause: Seine lehmigen Reste werden der Sage nach auf dem Dachboden aufbewahrt. Die gewaltige Fahne im Gewölbe schenkte Kaiser Ferdinand III. den Juden für ihren tapferen Kampf gegen die Schweden 1648.

    • © YRABOTA, Shutterstock

    Die Altneusynagoge wurde um 1275 errichtet und ist die älteste erhaltene Synagoge Europas. In der zweischiffigen Halle beeindruckt vor allem die präzise Steinmetzarbeit, zum Beispiel am Eingangsportal mit seinen fein ziselierten Ornamenten. Der Legende nach haben Engel nach der Zerstörung Jerusalems Teile von Salomons Tempel hierher getragen. Auch der tönerne Golem des Rabbi Löw war hier zu Hause: Seine lehmigen Reste werden der Sage nach auf dem Dachboden aufbewahrt. Die gewaltige Fahne im Gewölbe schenkte Kaiser Ferdinand III. den Juden für ihren tapferen Kampf gegen die Schweden 1648.


  • Slavia

    Cafés
    • Slavia© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Nachtschwärmer-Legende

    Prags berühmtestes Kaffeehaus, immer noch Treffpunkt von Literaten. Das größte Plus des Art-déco-Cafés sind wohl seine großen Fenster: Sie eröffnen einen traumhaften Blick auf Moldau und Burg. Man kann hier auch sehr gut essen – begleitet von dezentem Klavierspiel und Blick auf das Gemälde vom „Absinth-Trinker“, dem eine grüne Muse erscheint.

    • Slavia© MAIRDUMONT
    Insider-Tipp
    Nachtschwärmer-Legende

    Prags berühmtestes Kaffeehaus, immer noch Treffpunkt von Literaten. Das größte Plus des Art-déco-Cafés sind wohl seine großen Fenster: Sie eröffnen einen traumhaften Blick auf Moldau und Burg. Man kann hier auch sehr gut essen – begleitet von dezentem Klavierspiel und Blick auf das Gemälde vom „Absinth-Trinker“, dem eine grüne Muse erscheint.


  • U zlatého tygra

    Pubs
    • U zlatého tygra© MAIRDUMONT

    Wenn diese Traditionskneipe unweit des Altstädter Rings um Punkt 3 Uhr ihre Türen öffnet, steht meist schon eine Schlange Durstiger vor der Tür. Hier gibt es eine verschworene Gemeinschaft von Stammgästen, zu denen einst auch der legendäre Schriftsteller Bohumil Hrabal (1914-97) gehörte.

    • U zlatého tygra© MAIRDUMONT

    Wenn diese Traditionskneipe unweit des Altstädter Rings um Punkt 3 Uhr ihre Türen öffnet, steht meist schon eine Schlange Durstiger vor der Tür. Hier gibt es eine verschworene Gemeinschaft von Stammgästen, zu denen einst auch der legendäre Schriftsteller Bohumil Hrabal (1914-97) gehörte.


  • Hradčany

    Geographical
    • © AndreyKrav, Thinkstock
    Insider-Tipp
    Königliches Spektakel

    Der Hradschin gilt mit 7,28 ha als das größte geschlossene Burgareal der Welt und ist Symbol des tschechischen Staats. Seit über tausend Jahren residieren hier die böhmischen Fürsten und Könige; seit 1918 gehört der gesamte Komplex zum Sitz des tschechischen Präsidenten. Mehr Ellenbogenfreiheit hat unter den europäischen Staatsoberhäuptern nur der Papst. Die gehisste Präsidentenstandarte über dem ersten Burghof zeigt an, dass der Hausherr gerade daheim ist. Das heutige Erscheinungsbild geht im Wesentlichen auf Kaiserin Maria Theresia zurück, die in der zweiten Hälfte des 18.Jhs. eine grundlegende Renovierung veranlasste. Die ältesten baulichen Relikte stammen aber aus dem 9.Jh.; seitdem hat jeder Herrscher und jeder Stil hier seine Spuren hinterlassen. Die erste Glanzzeit erlebte die Burg im 14.Jh., als Kaiser Karl IV. (1316–78) vom Hradschin aus das gesamte Heilige Römische Reich von der Nordsee bis an die Adria regierte. Er war es auch, der 1344 den Grundstein für den St.-Veits-Dom legen ließ. Ende des 16.Jhs. wählte der sonderliche Habsburger Rudolf II. den Hradschin zu seinem Sitz (1583–1612) und machte Prag abermals zum Mittelpunkt des Reichs und zu einem Zentrum der Künste und Wissenschaften. Er legte gewaltige Sammlungen an und holte Johannes Kepler und Tycho Brahe nach Prag, aber auch ungezählte Scharlatane und Alchemisten. Auch Präsident Václav Havel wollte nach der Wende eigene visuelle Akzente auf der Burg setzen. Teile des Interieurs sowie die mit Kupfer verzierten Eingangsportale zur Präsidentenkanzlei im zweiten Burghof ließ er seinen Freund, den Glaskünstler Bořek Šípek, neu gestalten. Auf Havels Wunsch entwarf Oscar-Preisträger Theodor Píštěk, Kostümbildner von Miloš Formans berühmtem „Amadeus“-Film, neue Uniformen für die Burgwache. Die Große Wachablösung täglich um 12 Uhr am Burgtor ist ein sehenswertes und gratis zugängliches Spektakel. Der aktuelle Präsident Petr Pavel hat den lange unzugänglichen Hirschgraben geöffnet – früher wurden hier Wild und Bären gehalten. Wer das Burgareal besichtigt, sollte unbedingt auch einen Streifzug durch das umliegende Viertel machen. Hradčany, die Burgvorstadt, wurde 1320 gegründet. Karl IV. erweiterte das Viertel u. a. um das für seine wertvolle Bibliothek berühmte Strahov-Kloster. Zu den schönsten Prager Erlebnissen gehört schließlich ein Spaziergang durch die zeitentrückten Gässchen der Neuen Welt.

    • Hradčany, Praha
    • © AndreyKrav, Thinkstock
    Insider-Tipp
    Königliches Spektakel

    Der Hradschin gilt mit 7,28 ha als das größte geschlossene Burgareal der Welt und ist Symbol des tschechischen Staats. Seit über tausend Jahren residieren hier die böhmischen Fürsten und Könige; seit 1918 gehört der gesamte Komplex zum Sitz des tschechischen Präsidenten. Mehr Ellenbogenfreiheit hat unter den europäischen Staatsoberhäuptern nur der Papst. Die gehisste Präsidentenstandarte über dem ersten Burghof zeigt an, dass der Hausherr gerade daheim ist. Das heutige Erscheinungsbild geht im Wesentlichen auf Kaiserin Maria Theresia zurück, die in der zweiten Hälfte des 18.Jhs. eine grundlegende Renovierung veranlasste. Die ältesten baulichen Relikte stammen aber aus dem 9.Jh.; seitdem hat jeder Herrscher und jeder Stil hier seine Spuren hinterlassen. Die erste Glanzzeit erlebte die Burg im 14.Jh., als Kaiser Karl IV. (1316–78) vom Hradschin aus das gesamte Heilige Römische Reich von der Nordsee bis an die Adria regierte. Er war es auch, der 1344 den Grundstein für den St.-Veits-Dom legen ließ. Ende des 16.Jhs. wählte der sonderliche Habsburger Rudolf II. den Hradschin zu seinem Sitz (1583–1612) und machte Prag abermals zum Mittelpunkt des Reichs und zu einem Zentrum der Künste und Wissenschaften. Er legte gewaltige Sammlungen an und holte Johannes Kepler und Tycho Brahe nach Prag, aber auch ungezählte Scharlatane und Alchemisten. Auch Präsident Václav Havel wollte nach der Wende eigene visuelle Akzente auf der Burg setzen. Teile des Interieurs sowie die mit Kupfer verzierten Eingangsportale zur Präsidentenkanzlei im zweiten Burghof ließ er seinen Freund, den Glaskünstler Bořek Šípek, neu gestalten. Auf Havels Wunsch entwarf Oscar-Preisträger Theodor Píštěk, Kostümbildner von Miloš Formans berühmtem „Amadeus“-Film, neue Uniformen für die Burgwache. Die Große Wachablösung täglich um 12 Uhr am Burgtor ist ein sehenswertes und gratis zugängliches Spektakel. Der aktuelle Präsident Petr Pavel hat den lange unzugänglichen Hirschgraben geöffnet – früher wurden hier Wild und Bären gehalten. Wer das Burgareal besichtigt, sollte unbedingt auch einen Streifzug durch das umliegende Viertel machen. Hradčany, die Burgvorstadt, wurde 1320 gegründet. Karl IV. erweiterte das Viertel u. a. um das für seine wertvolle Bibliothek berühmte Strahov-Kloster. Zu den schönsten Prager Erlebnissen gehört schließlich ein Spaziergang durch die zeitentrückten Gässchen der Neuen Welt.

    • Hradčany, Praha

  • Malá Strana

    Geographical
    • Malá Strana© Rainer Martini, DuMont Reisebildportal

    Sie ist wohl das romantischste Viertel Prags: die Kleinseite unterhalb des Hradschins. Nicht nur Filmemacher sind von ihr begeistert, weil sie lediglich die Autos wegfahren und die Reklameschilder abmontieren müssen, um eine perfekte Kulisse für das 18.Jh. zu haben. Auch die Prager hängen an dem Viertel - nicht zuletzt wegen seiner zahlreichen grünen Oasen. Im 13.Jh. noch "Neustadt unter der Burg" oder "Kleinere Prager Stadt" genannt, erhielt das fast 7 ha große Gelände von König Přemysl Otakar II. 1257 das Stadtrecht. Im 16.Jh. motivierte die Nähe zum Machtzentrum - der Burg - den Adel zu einem Bauboom. Durch steten Handel mit dem königlichen Hof mehrten die Bürger ihr Vermögen. Es entstanden wuchtige Palais im Renaissance- und Barockstil. Die Einheimischen schätzen das Viertel heute v.a. wegen der Entspannung, die man in den zahlreichen Gärten und Parks finden kann.

    • Praha
    • Malá Strana© Rainer Martini, DuMont Reisebildportal

    Sie ist wohl das romantischste Viertel Prags: die Kleinseite unterhalb des Hradschins. Nicht nur Filmemacher sind von ihr begeistert, weil sie lediglich die Autos wegfahren und die Reklameschilder abmontieren müssen, um eine perfekte Kulisse für das 18.Jh. zu haben. Auch die Prager hängen an dem Viertel - nicht zuletzt wegen seiner zahlreichen grünen Oasen. Im 13.Jh. noch "Neustadt unter der Burg" oder "Kleinere Prager Stadt" genannt, erhielt das fast 7 ha große Gelände von König Přemysl Otakar II. 1257 das Stadtrecht. Im 16.Jh. motivierte die Nähe zum Machtzentrum - der Burg - den Adel zu einem Bauboom. Durch steten Handel mit dem königlichen Hof mehrten die Bürger ihr Vermögen. Es entstanden wuchtige Palais im Renaissance- und Barockstil. Die Einheimischen schätzen das Viertel heute v.a. wegen der Entspannung, die man in den zahlreichen Gärten und Parks finden kann.

    • Praha

  • Lednicko-Valticky Areal

    Botanische Gärten & Parks
    • © Klimeš Jan, Shutterstock
    Insider-Tipp
    An der Quelle

    Was man so macht, wenn man die Langeweile vertreiben will: Die Adelsfamilie der Liechtensteiner ließ einen 250 ha großen Park anlegen, den größten in Europa. Mit seinen Seen, Inseln, Lustschlösschen, Pavillons, Tempeln und Aussichtstürmen wirkt er wie ein Freizeitpark, nur ohne Achterbahn. Die Dominante bilden die beiden Schlösser Lednice (Eisgrub) und Valtice (Feldberg). Zur Besichtigung steigst du am besten in eine Kutsche (vor Ort werden Fahrten angeboten) oder leihst dir ein Rad (tschechisch: půjčovna kol) z. B. in Lednice. Im Kellergewölbe des Schlosses Valtice betreibt das Nationale Weinzentrum eine einmalige Vinothek. Hier kannst du dich im prall gefüllten Weinkeller selbst zur Degustation begeben.

    • © Klimeš Jan, Shutterstock
    Insider-Tipp
    An der Quelle

    Was man so macht, wenn man die Langeweile vertreiben will: Die Adelsfamilie der Liechtensteiner ließ einen 250 ha großen Park anlegen, den größten in Europa. Mit seinen Seen, Inseln, Lustschlösschen, Pavillons, Tempeln und Aussichtstürmen wirkt er wie ein Freizeitpark, nur ohne Achterbahn. Die Dominante bilden die beiden Schlösser Lednice (Eisgrub) und Valtice (Feldberg). Zur Besichtigung steigst du am besten in eine Kutsche (vor Ort werden Fahrten angeboten) oder leihst dir ein Rad (tschechisch: půjčovna kol) z. B. in Lednice. Im Kellergewölbe des Schlosses Valtice betreibt das Nationale Weinzentrum eine einmalige Vinothek. Hier kannst du dich im prall gefüllten Weinkeller selbst zur Degustation begeben.


  • Muzeum Skla

    Museen

    Ausgestellt ist eine große Sammlung von historischen Glaserzeugnissen aus der traditionsreichen lokalen Glashütte; die ältesten Objekte stammen aus den Jahren 1820–40.Aber auch neue Stücke aus der gegenwärtigen Produktion sind zu sehen. Das Museum befindet sich in dem restaurierten Herrenhaus der Glashütte ausder zweiten Hälfte des 18.Jhs

    Ausgestellt ist eine große Sammlung von historischen Glaserzeugnissen aus der traditionsreichen lokalen Glashütte; die ältesten Objekte stammen aus den Jahren 1820–40.Aber auch neue Stücke aus der gegenwärtigen Produktion sind zu sehen. Das Museum befindet sich in dem restaurierten Herrenhaus der Glashütte ausder zweiten Hälfte des 18.Jhs


  • Chrám sv. Barbory (St.-Barbara-Kathedrale)

    Architektonische Highlights
    • Chrám svaté Barbory© Rainer Martini, DuMont Reisebildportal

    Ein steinernes Statussymbol wollten die Bürger errichten, eine Kathedrale, gegen die selbst der Prager Veitsdom wie eine Kapelle aussehen würde. Sie engagierten den Baumeister Peter Parler - und obwohl ihnen das Geld ausging, wurde der im 15.Jh. errichtete spätgotische Bau atemberaubend, sowohl was seine Dimension als auch seine Ausschmückung anbelangt.

    • Chrám svaté Barbory© Rainer Martini, DuMont Reisebildportal

    Ein steinernes Statussymbol wollten die Bürger errichten, eine Kathedrale, gegen die selbst der Prager Veitsdom wie eine Kapelle aussehen würde. Sie engagierten den Baumeister Peter Parler - und obwohl ihnen das Geld ausging, wurde der im 15.Jh. errichtete spätgotische Bau atemberaubend, sowohl was seine Dimension als auch seine Ausschmückung anbelangt.


  • Petřín

    Landschaftliche Highlights
    • © David Ionut, Shutterstock

    Der Petrin-Hügel mit seinen Obstwiesen und seiner weiten Aussicht gehört zu den Lieblingsorten der Prager. Von der Tramstation Hellichova führt eine Standseilbahn nach oben zum Aussichtsturm von 1891, für den sichtbar der Eiffeltum Modell stand. Gleich nebenan kann man im historischen Spiegellabyrinth (Bludiště) die Sonntagsfreuden der Urgroßeltern nacherleben.

    • Petřínské sady, 11800 Praha
    • © David Ionut, Shutterstock

    Der Petrin-Hügel mit seinen Obstwiesen und seiner weiten Aussicht gehört zu den Lieblingsorten der Prager. Von der Tramstation Hellichova führt eine Standseilbahn nach oben zum Aussichtsturm von 1891, für den sichtbar der Eiffeltum Modell stand. Gleich nebenan kann man im historischen Spiegellabyrinth (Bludiště) die Sonntagsfreuden der Urgroßeltern nacherleben.

    • Petřínské sady, 11800 Praha

  • Český Krumlov (Krumau)

    Geographical
    • © Veronika Galkina, Shutterstock

    Der Ort im südlichsten Zipfel Böhmens ist eine wahre Märchenstadt. Alles hier ist historisch: die Arkadengänge, die alte Schlossstiege, die schiefen Häuschen und die prächtigen Häuser und natürlich die barocke Parkanlage. Bis in den letzten Winkel wurde die alte Substanz in den vergangenen Jahren auf Hochglanz poliert. Bei so viel Anmut ist Český Krumlov nach Prag die meistbesuchte Stadt in Tschechien - mehr als 1 Mio. Touristen pro Jahr besuchen den Ort mit 14 000 Ew.

    • © Veronika Galkina, Shutterstock

    Der Ort im südlichsten Zipfel Böhmens ist eine wahre Märchenstadt. Alles hier ist historisch: die Arkadengänge, die alte Schlossstiege, die schiefen Häuschen und die prächtigen Häuser und natürlich die barocke Parkanlage. Bis in den letzten Winkel wurde die alte Substanz in den vergangenen Jahren auf Hochglanz poliert. Bei so viel Anmut ist Český Krumlov nach Prag die meistbesuchte Stadt in Tschechien - mehr als 1 Mio. Touristen pro Jahr besuchen den Ort mit 14 000 Ew.


  • Český ráj (Böhmisches Paradies)

    Landschaftliche Highlights
    • © kubais, Shutterstock

    Knapp 50 km nordwestlich erheben sich die berühmtesten tschechischen Sandsteinfelsen: Steile Felsnadeln gruppieren sich zu bizarren Formationen, die mitunter sprechende Namen wie Drachenfelsen (Dračí skály) oder Leuchtturm (Maják) tragen. Gute Startpunkte für Wanderungen sind die Prachower Felsen (Prachovské skály) bei Jičín (Jitschin) oder das Schloss Hrubá Skála mit der gleichnamigen Felsenstadt. Der Ausblick ist unvergleichlich und in der Nähe des Schlosses zudem kostenlos.

    • © kubais, Shutterstock

    Knapp 50 km nordwestlich erheben sich die berühmtesten tschechischen Sandsteinfelsen: Steile Felsnadeln gruppieren sich zu bizarren Formationen, die mitunter sprechende Namen wie Drachenfelsen (Dračí skály) oder Leuchtturm (Maják) tragen. Gute Startpunkte für Wanderungen sind die Prachower Felsen (Prachovské skály) bei Jičín (Jitschin) oder das Schloss Hrubá Skála mit der gleichnamigen Felsenstadt. Der Ausblick ist unvergleichlich und in der Nähe des Schlosses zudem kostenlos.


  • Karlsbad

    Geographical
    • © Aliaksandr Antanovich, Shutterstock

    Prächtige Kolonnaden und überbordend verzierte Fassaden, heilsames Mineralwasser und die Ruhe der Wälder ringsum - diese Kombination zieht schon seit Jahrhunderten die Kurgäste an. Dichter, Komponisten und Maler fanden hier Inspiration und Muße. Innerhalb kürzester Zeit avancierte die Stadt dank ihres Heilwassers zu einer der angesagtesten Adressen in Europa. Heute ist Karlsbad mit seinen 54 000 Ew. ein Hort des Wohlstands. In den Sommermonaten, wenn die Pferdekutschen in den Kopfsteinpflastergassen unterwegs sind, liegt wieder ein Hauch von Österreich-Ungarn über der Stadt.

    • Karlsbad
    • © Aliaksandr Antanovich, Shutterstock

    Prächtige Kolonnaden und überbordend verzierte Fassaden, heilsames Mineralwasser und die Ruhe der Wälder ringsum - diese Kombination zieht schon seit Jahrhunderten die Kurgäste an. Dichter, Komponisten und Maler fanden hier Inspiration und Muße. Innerhalb kürzester Zeit avancierte die Stadt dank ihres Heilwassers zu einer der angesagtesten Adressen in Europa. Heute ist Karlsbad mit seinen 54 000 Ew. ein Hort des Wohlstands. In den Sommermonaten, wenn die Pferdekutschen in den Kopfsteinpflastergassen unterwegs sind, liegt wieder ein Hauch von Österreich-Ungarn über der Stadt.

    • Karlsbad

  • Krkonoše (Riesengebirge)

    Landschaftliche Highlights
    • © piotrbb, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Schwitzen mit Ausblick

    Der buchstäbliche Höhepunkt des Riesengebirges ist die Schneekoppe (Sněžka), der mit 1602 m höchste Gipfel in Tschechien. Bester Ausgangspunkt für Wanderungen, nicht nur auf diesen Gipfel, ist Pec pod Sněžkou (Petzer). Eine ganze Spielelandschaft steht im benachbarten Velká Upa nahe der Bergstation der Seilbahn Portášky. Zu den großen Touristenorten zählen vor allem Spindlermühle (Špindlerův Mlýn), das wegen seiner vielen Skipisten und der großen Dichte an urlaubenden tschechischen Prominenten als „böhmisches St. Moritz“ bezeichnet wird, und das weniger mondäne Harrachov (Harrachsdorf). Ein spektakulärer Holzsteg durch ein Hochmoor – das perfekte Wander-Selfie findest du auf der Elbwiese (Labská louka) ca. 10 km nördlich der Stadt. Von hier ist es nicht weit zur offiziell gültigen Elbquelle, wobei der spätere Fluss eigentlich mehreren Quellen entspringt. Ein wunderbares Basislager bietet im höchstgelegenen Ort des tschechischen Teils des Riesengebirges die Brauerei Trautenberk. In einem unscheinbaren Gebäude vereint sie moderne Kneipe und stylisch-minimalistische Wanderunterkunft – und führt natürlich vier eigene Biersorten am Zapfhahn. Am besten ist das halbdunkle Bier. Ein unterschätzter Ort ist Žacléř (Schatzlar) an den östlichen Ausläufern des Riesengebirges: Von hier aus führt eine herrliche Wanderung mit Panoramablicken über Vizov zur Berghütte Rýchorská bouda – die sechs Kilometer (einfache Strecke) sind problemlos in 2,5 Stunden zu schaffen.

    • © piotrbb, Shutterstock
    Insider-Tipp
    Schwitzen mit Ausblick

    Der buchstäbliche Höhepunkt des Riesengebirges ist die Schneekoppe (Sněžka), der mit 1602 m höchste Gipfel in Tschechien. Bester Ausgangspunkt für Wanderungen, nicht nur auf diesen Gipfel, ist Pec pod Sněžkou (Petzer). Eine ganze Spielelandschaft steht im benachbarten Velká Upa nahe der Bergstation der Seilbahn Portášky. Zu den großen Touristenorten zählen vor allem Spindlermühle (Špindlerův Mlýn), das wegen seiner vielen Skipisten und der großen Dichte an urlaubenden tschechischen Prominenten als „böhmisches St. Moritz“ bezeichnet wird, und das weniger mondäne Harrachov (Harrachsdorf). Ein spektakulärer Holzsteg durch ein Hochmoor – das perfekte Wander-Selfie findest du auf der Elbwiese (Labská louka) ca. 10 km nördlich der Stadt. Von hier ist es nicht weit zur offiziell gültigen Elbquelle, wobei der spätere Fluss eigentlich mehreren Quellen entspringt. Ein wunderbares Basislager bietet im höchstgelegenen Ort des tschechischen Teils des Riesengebirges die Brauerei Trautenberk. In einem unscheinbaren Gebäude vereint sie moderne Kneipe und stylisch-minimalistische Wanderunterkunft – und führt natürlich vier eigene Biersorten am Zapfhahn. Am besten ist das halbdunkle Bier. Ein unterschätzter Ort ist Žacléř (Schatzlar) an den östlichen Ausläufern des Riesengebirges: Von hier aus führt eine herrliche Wanderung mit Panoramablicken über Vizov zur Berghütte Rýchorská bouda – die sechs Kilometer (einfache Strecke) sind problemlos in 2,5 Stunden zu schaffen.


  • Olmütz

    Geographical
    • © Aubord Dulac, Shutterstock

    In Sachen Schönheit kann Olomouc glatt mit Prag konkurrieren - nur ist die Universitätsstadt mit ihren 99 500 Ew. eben ein bisschen kleiner. Das Flair im historischen Zentrum ist umwerfend: Du wandelst durch schmale Gassen, stehst vor mächtigen Kirchenfassaden, bewunderst versteckte Innenhöfe - gerade bei abendlicher Beleuchtung ist das ein romantisches Erlebnis.

    • Olmütz
    • © Aubord Dulac, Shutterstock

    In Sachen Schönheit kann Olomouc glatt mit Prag konkurrieren - nur ist die Universitätsstadt mit ihren 99 500 Ew. eben ein bisschen kleiner. Das Flair im historischen Zentrum ist umwerfend: Du wandelst durch schmale Gassen, stehst vor mächtigen Kirchenfassaden, bewunderst versteckte Innenhöfe - gerade bei abendlicher Beleuchtung ist das ein romantisches Erlebnis.

    • Olmütz

  • Telč

    Geographical
    • © irakite, Shutterstock

    Makellos wie eine perfekte Kulisse wirkt der Ortskern von Telč: Um einen länglichen Platz gruppieren sich die herrlichsten Renaissancehäuser, ausgestattet mit Arkadengängen und in den vergangenen Jahren lückenlos renoviert. Das ganze Zentrum, das malerisch von Teichen umrahmt ist, stammt aus dem 16.Jh., als nach einem Großbrand die Stadt komplett neu aufgebaut werden musste. Seit 1992 steht der Ort mit den 6000 Ew. auf der Unesco-Welterbeliste. Telč diente schon oft als Kulisse für historische Filme.

    • 588 56 Telč
    • © irakite, Shutterstock

    Makellos wie eine perfekte Kulisse wirkt der Ortskern von Telč: Um einen länglichen Platz gruppieren sich die herrlichsten Renaissancehäuser, ausgestattet mit Arkadengängen und in den vergangenen Jahren lückenlos renoviert. Das ganze Zentrum, das malerisch von Teichen umrahmt ist, stammt aus dem 16.Jh., als nach einem Großbrand die Stadt komplett neu aufgebaut werden musste. Seit 1992 steht der Ort mit den 6000 Ew. auf der Unesco-Welterbeliste. Telč diente schon oft als Kulisse für historische Filme.

    • 588 56 Telč

  • Galerie antického uměni

    Kunstgalerien

    Die barocke Franziskanerkirche (1667–85 wurde 1969 zur Galerie der antiken Kunst (Galerie antického uměni), dem einzigen Museum dieser Art in Tschechien. Gezeigt werden Plastiken vom 7.Jh. v. Chr. bis zum 2.Jh.n. Chr.

    Die barocke Franziskanerkirche (1667–85 wurde 1969 zur Galerie der antiken Kunst (Galerie antického uměni), dem einzigen Museum dieser Art in Tschechien. Gezeigt werden Plastiken vom 7.Jh. v. Chr. bis zum 2.Jh.n. Chr.


  • Žalý

    Landschaftliche Highlights
    • © takamin, Shutterstock

    Zu dem 1019 m hohen Berg bringt dich von Herlikovice, 2 km nördlich von Vrchlabí, eine Seilbahn hinauf. Sie fährt zu jeder Stunde. Auf dem Gipfel befinden sich ein Imbiss und der einzige steinerne Aussichtsturm des Riesengebirges (von 1892). Von ihm aus kannst du fast das gesamte böhmische Riesengebirge überblicken und dabei die nächsten Wanderziele abstecken.

    • 514 01 Benecko
    • © takamin, Shutterstock

    Zu dem 1019 m hohen Berg bringt dich von Herlikovice, 2 km nördlich von Vrchlabí, eine Seilbahn hinauf. Sie fährt zu jeder Stunde. Auf dem Gipfel befinden sich ein Imbiss und der einzige steinerne Aussichtsturm des Riesengebirges (von 1892). Von ihm aus kannst du fast das gesamte böhmische Riesengebirge überblicken und dabei die nächsten Wanderziele abstecken.

    • 514 01 Benecko

  • Hornické muzeum

    Museen

    Mit Schutzhelm und Schutzmantel geht es in den 1 km langen Schaustollen. Zu sehen ist viel von der früheren Fördertechnik. Die Temperatur im Stollen beträgt 10–12 Grad. Im Museumsgebäude wird die Geschichte des hiesigen Bergbaus dokumentiert.

    Mit Schutzhelm und Schutzmantel geht es in den 1 km langen Schaustollen. Zu sehen ist viel von der früheren Fördertechnik. Die Temperatur im Stollen beträgt 10–12 Grad. Im Museumsgebäude wird die Geschichte des hiesigen Bergbaus dokumentiert.


  • Pramen Labe (Elbquelle)

    Landschaftliche Highlights
    • © Magdalenagalkiewicz, Shutterstock

    Das kreisrunde, ausgemauerte Wasserloch in 1386 m Höhe gilt nur als Symbol der Elbquelle, denn der Fluss entspringt aus einer Vielzahl von Quellbächen. Eine Mauer zeigt die farbigen Wappen aller 24 Städte, die die Elbe von der Quelle bis zur Mündung durchfließt. Etwa 2 km unterhalb der Quelle rauscht der Labskývodopád (Elbfall), hier stürzt die junge Elbe etwa 50 m tief in eine Felsschlucht.Vom 12 km südöstlich der Quelle gelegenen Špindlerův Mlýn führt seit 1879 ein blau markierter Wanderweg durch das 8 km lange Tal Labský důl (Elbgrund), eins der längsten im Riesengebirge. Das gesamte Tal, auf dessen kleinen Wiesen seltene Gebirgspflanzen wachsen, steht unter Naturschutz. Der Weg beginnt dort, wo sich Elbe und Weißwasser (Bilé Labe) vereinen, Dívčí lávky (Mädelsteg) heißt diese Stelle, an der die Naturparkverwaltung Riesengebirge eine Informationshütte unterhält. Die ersten 4 km des Weges sind mit einer Promenade vergleichbar, doch dann wird es beschwerlicher. Vor allem vor der 1340 m hoch gelegene nLabská bouda, wenn die Felsen Labská rokle überwunden werden. Was hier geschaffen wurde, gilt mit Recht als ein Meisterstück der Wegebaukunst im Gebirge.

    • © Magdalenagalkiewicz, Shutterstock

    Das kreisrunde, ausgemauerte Wasserloch in 1386 m Höhe gilt nur als Symbol der Elbquelle, denn der Fluss entspringt aus einer Vielzahl von Quellbächen. Eine Mauer zeigt die farbigen Wappen aller 24 Städte, die die Elbe von der Quelle bis zur Mündung durchfließt. Etwa 2 km unterhalb der Quelle rauscht der Labskývodopád (Elbfall), hier stürzt die junge Elbe etwa 50 m tief in eine Felsschlucht.Vom 12 km südöstlich der Quelle gelegenen Špindlerův Mlýn führt seit 1879 ein blau markierter Wanderweg durch das 8 km lange Tal Labský důl (Elbgrund), eins der längsten im Riesengebirge. Das gesamte Tal, auf dessen kleinen Wiesen seltene Gebirgspflanzen wachsen, steht unter Naturschutz. Der Weg beginnt dort, wo sich Elbe und Weißwasser (Bilé Labe) vereinen, Dívčí lávky (Mädelsteg) heißt diese Stelle, an der die Naturparkverwaltung Riesengebirge eine Informationshütte unterhält. Die ersten 4 km des Weges sind mit einer Promenade vergleichbar, doch dann wird es beschwerlicher. Vor allem vor der 1340 m hoch gelegene nLabská bouda, wenn die Felsen Labská rokle überwunden werden. Was hier geschaffen wurde, gilt mit Recht als ein Meisterstück der Wegebaukunst im Gebirge.


  • Kampa

    Landschaftliche Highlights
    • Kampa© MAIRDUMONT

    Die anmutige Halbinsel ist ein beliebter Ort für Spaziergänge. Von der Kleinseite trennt sie fast über die ganze Länge ein künstlicher Moldauarm, der Teufelsbach Čertovka. Er diente den lokalen Mühlen Jh.elang als Antrieb. Am nördlichen Ende des Bachs ragt das Prager Venedig (Pražské Benátky) hervor, eine Gruppe alter Häuser. Ursprünglich befanden sich auf der Kampa nur Parkanlagen, dann kamen immer mehr Mühlen hinzu. Die erste war im 13.Jh. die Sova-Mühle (Sovovy mlýny), die 2003 als Museum wiedereröffnet wurde. Die Bürgerhäuser auf der Kampa entstanden erst im 16.Jh.

    • Praha
    • Kampa© MAIRDUMONT

    Die anmutige Halbinsel ist ein beliebter Ort für Spaziergänge. Von der Kleinseite trennt sie fast über die ganze Länge ein künstlicher Moldauarm, der Teufelsbach Čertovka. Er diente den lokalen Mühlen Jh.elang als Antrieb. Am nördlichen Ende des Bachs ragt das Prager Venedig (Pražské Benátky) hervor, eine Gruppe alter Häuser. Ursprünglich befanden sich auf der Kampa nur Parkanlagen, dann kamen immer mehr Mühlen hinzu. Die erste war im 13.Jh. die Sova-Mühle (Sovovy mlýny), die 2003 als Museum wiedereröffnet wurde. Die Bürgerhäuser auf der Kampa entstanden erst im 16.Jh.

    • Praha

  • Nebozízek

    Restaurants
    • international
    • Nebozízek© MAIRDUMONT

    Das Delikatessenlokal liegt neben der Standseilbahn zum Petřín-Hügel. Die Terrasse ist mit traumhafter Sicht. Reservierung empfehlenswert.

    • Nebozízek© MAIRDUMONT

    Das Delikatessenlokal liegt neben der Standseilbahn zum Petřín-Hügel. Die Terrasse ist mit traumhafter Sicht. Reservierung empfehlenswert.


  • La Dégustation Bohême Bourgeoise

    Restaurants
    • regional

    Alte Rezepte, moderne Zubereitung und jede Menge Raffinesse: Zwei junge Chefköche schicken sich hier an, eine große Tradition wieder "wachzukochen" - die böhmische Küche aus Habsburger Zeiten.

    Alte Rezepte, moderne Zubereitung und jede Menge Raffinesse: Zwei junge Chefköche schicken sich hier an, eine große Tradition wieder "wachzukochen" - die böhmische Küche aus Habsburger Zeiten.


  • Lucerna

    Kinos

    Ewig lockt der Klappstuhl: In diesem architektonischen Kleinod aus den 1920er-Jahren fällt es schwer, sich allein auf den Film zu konzentrieren.

    Ewig lockt der Klappstuhl: In diesem architektonischen Kleinod aus den 1920er-Jahren fällt es schwer, sich allein auf den Film zu konzentrieren.


  • Pohádka

    Spielwarenläden
    • Pohádka© MAIRDUMONT

    Tschechische Legenden, ganz handzahm: Im Geschäft von Jiří Kopecký gibt es den Soldaten Schwejk aus Filz, den Maulwurf aus der "Sendung mit der Maus" als Handpuppe, den Kater Mikesch als Marionette und vieles mehr zu kaufen.

    • Pohádka© MAIRDUMONT

    Tschechische Legenden, ganz handzahm: Im Geschäft von Jiří Kopecký gibt es den Soldaten Schwejk aus Filz, den Maulwurf aus der "Sendung mit der Maus" als Handpuppe, den Kater Mikesch als Marionette und vieles mehr zu kaufen.