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Sankt-Peterburg
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Newski Prospekt
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Sankt-Peterburg
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Spas na Krowi
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Sankt-Peterburg
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Issakijewski Sobor
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Sankt-Peterburg
Issakijewski Sobor
Christ-Erlöser-Kathedrale
Architektonische Highlights
Moskwa
Chram Christa Spasitelja
Sobor Wassilija Blaschenogo
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Moskwa
Sobor Wassilija Blaschenogo
Krasnaja Ploschtschad
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Moskwa
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Moskowskij Kreml
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Moskwa
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Jantarnaja komnata
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Gosudarstvenny Ermitash
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Gosudarstwennyj musej isobrasitelnyh iskusstw i
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Bolschoj teatr
Theater
Moskwa
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Troize-Sergiewa lawra
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Sergijew Possad
Wserossijskij wystawotschnyj zentr
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Medny wsadnik
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Miriinskii teatr
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Petergof
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Petergof
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Zheleznyi vsadnik
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Staryi Arbat
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Geographical
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  • Birschevaya Ploschtschad

    Touristenattraktionen
    • Birschevaya Ploschtschad© MAIRDUMONT

    Der Name Strelka (russ.: Pfeil) steht nicht unbedingt im Stadtplan. Offiziell heißt das Areal an der Inselspitze der Wassili-Insel Börsenplatz. An dieser Newa-Gabelung befand sich von etwa 1730 bis 1880 der Petersburger Hafen mit Kais, Zoll, Packhäusern u

    • Birschewaja Ploschtschad, 199034 Sankt-Peterburg
    • Birschevaya Ploschtschad© MAIRDUMONT

    Der Name Strelka (russ.: Pfeil) steht nicht unbedingt im Stadtplan. Offiziell heißt das Areal an der Inselspitze der Wassili-Insel Börsenplatz. An dieser Newa-Gabelung befand sich von etwa 1730 bis 1880 der Petersburger Hafen mit Kais, Zoll, Packhäusern u

    • Birschewaja Ploschtschad, 199034 Sankt-Peterburg

  • Newski Prospekt

    Touristenattraktionen
    • Newski Prospekt© MAIRDUMONT

    Der 4,5 km lange Newski Prospekt bildet auf seiner ganzen Länge das pulsierende Zentrum Petersburgs - wobei der breitere Mittelabschnitt zwischen Moika und Fontanka der prächtigste und lebhafteste ist. Hier stehen Kaufhäuser und Ladenpassagen, hier ballen

    • Newskij Prospekt, Sankt-Peterburg
    • Newski Prospekt© MAIRDUMONT

    Der 4,5 km lange Newski Prospekt bildet auf seiner ganzen Länge das pulsierende Zentrum Petersburgs - wobei der breitere Mittelabschnitt zwischen Moika und Fontanka der prächtigste und lebhafteste ist. Hier stehen Kaufhäuser und Ladenpassagen, hier ballen

    • Newskij Prospekt, Sankt-Peterburg

  • Spas na Krowi

    Architektonische Highlights
    • Spas na Krowi© MAIRDUMONT

    Diese bunte Zwiebelturmkirche fällt im Petersburger Stadtbild aus dem Rahmen: Sie wurde erst 1887-1907 im neo-altrussischen Stil errichtet. Anlass für den Bau war das Anarchistenattentat auf Zar Alexander II., der hier 1881 durch eine Bombe getötet wurde.

    • Spas na Krowi© MAIRDUMONT

    Diese bunte Zwiebelturmkirche fällt im Petersburger Stadtbild aus dem Rahmen: Sie wurde erst 1887-1907 im neo-altrussischen Stil errichtet. Anlass für den Bau war das Anarchistenattentat auf Zar Alexander II., der hier 1881 durch eine Bombe getötet wurde.


  • Issakijewski Sobor

    Architektonische Highlights
    • Issakijewski Sobor© MAIRDUMONT

    Diese Kathedrale bei einem Sankt Petersburg-Besuch zu übersehen, ist unmöglich. Mit 101 m Höhe überragt sie das Stadtzentrum – die goldene Kirchenkuppel ist die viertgrößte der Welt. Die Sankt Petersburger nennen gerne weitere Superlative des Sakralbaus: 12.000 Menschen haben darin Platz, sein Gewicht von 300.000 t ruht auf 24.000 in den Boden gerammten Pfählen. Die Wände sind bis zu 5 m dick. Zur Vergoldung wurden 400 kg Gold verbraucht. Zur überaus üppigen Ausgestaltung des Innenraums dienten 43 verschiedene Mineralien. Sie wurden alle auch in einer ausgestellten Büste des Architekten Auguste de Montferrand verwendet, der einen Monat nach der Fertigstellung 1858 gestorben war. Die außen mit ihren 112 Monolithsäulen aus karelischem Granit streng und massiv wirkende Kirche ist im Innern hell und feierlich. Zentrales Element ist der Ikonostas aus weißem Marmor, der von Säulen aus Malachit und Lazurit flankiert wird. 300 Skulpturen und 150 Gemälde machen die Kathedrale in der Tat zu dem, was sie heute auch offiziell ist: ein Museum, in dem nur an hohen Feiertagen Gottesdienste abgehalten werden. Selbst wer Zeit und Kosten für die Innenbesichtigung sparen möchte, sollte den Aufstieg auf die Kolonnade nicht versäumen: Aus 43 m Höhe bietet sich ein wunderbarer Rundumblick.

    • Issakijewski Sobor© MAIRDUMONT

    Diese Kathedrale bei einem Sankt Petersburg-Besuch zu übersehen, ist unmöglich. Mit 101 m Höhe überragt sie das Stadtzentrum – die goldene Kirchenkuppel ist die viertgrößte der Welt. Die Sankt Petersburger nennen gerne weitere Superlative des Sakralbaus: 12.000 Menschen haben darin Platz, sein Gewicht von 300.000 t ruht auf 24.000 in den Boden gerammten Pfählen. Die Wände sind bis zu 5 m dick. Zur Vergoldung wurden 400 kg Gold verbraucht. Zur überaus üppigen Ausgestaltung des Innenraums dienten 43 verschiedene Mineralien. Sie wurden alle auch in einer ausgestellten Büste des Architekten Auguste de Montferrand verwendet, der einen Monat nach der Fertigstellung 1858 gestorben war. Die außen mit ihren 112 Monolithsäulen aus karelischem Granit streng und massiv wirkende Kirche ist im Innern hell und feierlich. Zentrales Element ist der Ikonostas aus weißem Marmor, der von Säulen aus Malachit und Lazurit flankiert wird. 300 Skulpturen und 150 Gemälde machen die Kathedrale in der Tat zu dem, was sie heute auch offiziell ist: ein Museum, in dem nur an hohen Feiertagen Gottesdienste abgehalten werden. Selbst wer Zeit und Kosten für die Innenbesichtigung sparen möchte, sollte den Aufstieg auf die Kolonnade nicht versäumen: Aus 43 m Höhe bietet sich ein wunderbarer Rundumblick.


  • Christ-Erlöser-Kathedrale

    Architektonische Highlights
    • Chram Christa Spasitelja© Glow Images

    Die wieder aufgebaute, leuchtend weiße Kathedrale, deren goldene Kuppeln weithin das Stadtbild prägen, ist inzwischen die wichtigste Kirche Russlands. Weihnachts- und Ostermessen werden hier vom Patriarchen persönlich gehalten. Ursprünglich sollte die Kathedrale 1812 nach dem Sieg über Napoleon gebaut werden, wurde aber erst 1883 fertig. 1931 ließ Stalin die Kirche sprengen. An ihrer Stelle sollte das achte Zuckerbäckerhochhaus entstehen, ein gigantischer, 315 m hoher Palast der Sowjets, gekrönt von einer Lenin-Statue. Doch Probleme mit dem Baugrund und der Finanzierung sorgten für einen Baustopp. Die schon ausgehobene Grube wurde später unter Chruschtschow ganz pragmatisch als Schwimmbecken ausgebaut. Ab 1994 begann der Wiederaufbau der Kathedrale, größtenteils aus Spenden finanziert. Die dramatische Geschichte der Kirche ist in einem Museum im Keller zu besichtigen. Beim Wiederaufbau blieb man dicht am historischen Vorbild. Über 10.000 Gläubige finden in der Kirche Platz. Vor der Kathedrale steht seit 2007 ein 5 m hohes Denkmal für den Reformzaren Alexander II. Eine neue Fußgängerbrücke verbindet die Kathedrale mit dem anderen Moskwa-Ufer.

    • Chram Christa Spasitelja© Glow Images

    Die wieder aufgebaute, leuchtend weiße Kathedrale, deren goldene Kuppeln weithin das Stadtbild prägen, ist inzwischen die wichtigste Kirche Russlands. Weihnachts- und Ostermessen werden hier vom Patriarchen persönlich gehalten. Ursprünglich sollte die Kathedrale 1812 nach dem Sieg über Napoleon gebaut werden, wurde aber erst 1883 fertig. 1931 ließ Stalin die Kirche sprengen. An ihrer Stelle sollte das achte Zuckerbäckerhochhaus entstehen, ein gigantischer, 315 m hoher Palast der Sowjets, gekrönt von einer Lenin-Statue. Doch Probleme mit dem Baugrund und der Finanzierung sorgten für einen Baustopp. Die schon ausgehobene Grube wurde später unter Chruschtschow ganz pragmatisch als Schwimmbecken ausgebaut. Ab 1994 begann der Wiederaufbau der Kathedrale, größtenteils aus Spenden finanziert. Die dramatische Geschichte der Kirche ist in einem Museum im Keller zu besichtigen. Beim Wiederaufbau blieb man dicht am historischen Vorbild. Über 10.000 Gläubige finden in der Kirche Platz. Vor der Kathedrale steht seit 2007 ein 5 m hohes Denkmal für den Reformzaren Alexander II. Eine neue Fußgängerbrücke verbindet die Kathedrale mit dem anderen Moskwa-Ufer.


  • Sobor Wassilija Blaschenogo

    Architektonische Highlights
    • Sobor Wassilija Blaschenogo© MAIRDUMONT

    Vom einem Ende des Roten Platzes her leuchten die bunt verspielten Zwiebeltürme der Basilius-Kathedrale, die als Symbol Moskaus, ja Russlands schlechthin gilt. Zar Iwan der Schreckliche ließ angeblich ihre Baumeister blenden, damit sie niemals mehr Vergleichbares bauen könnten. Das einzigartige Wunderwerk war 1555-1560 zur Feier der Eroberung der Tatarenhauptstadt Kasan errichtet worden. Acht Kirchen, jede mit einer andersfarbigen und individuell dekorierten Kuppel gekrönt, umringen eine neunte Kirche in der Mitte. Der Grundriss bildet ein russisch-orthodoxes Kreuz. 400 Ikonen und alte Fresken zieren die hoch aufstrebenden Innenräume.

    • Sobor Wassilija Blaschenogo© MAIRDUMONT

    Vom einem Ende des Roten Platzes her leuchten die bunt verspielten Zwiebeltürme der Basilius-Kathedrale, die als Symbol Moskaus, ja Russlands schlechthin gilt. Zar Iwan der Schreckliche ließ angeblich ihre Baumeister blenden, damit sie niemals mehr Vergleichbares bauen könnten. Das einzigartige Wunderwerk war 1555-1560 zur Feier der Eroberung der Tatarenhauptstadt Kasan errichtet worden. Acht Kirchen, jede mit einer andersfarbigen und individuell dekorierten Kuppel gekrönt, umringen eine neunte Kirche in der Mitte. Der Grundriss bildet ein russisch-orthodoxes Kreuz. 400 Ikonen und alte Fresken zieren die hoch aufstrebenden Innenräume.


  • Krasnaja Ploschtschad

    Touristenattraktionen
    • Krasnaja Ploschtschad© Glow Images

    Der Rote Platz ist der Vorhof des Kreml und heute so etwas wie die gute Stube Russlands. Das Gelände war ursprünglich der Markt- und Versammlungsplatz und wurde auch der "Brandplatz" genannt, weil die Marktbuden so oft abbrannten. "Roter Platz" heißt er erst seit der Zeit Iwans IV. und meint eigentlich nicht nur seine Farbe. Denn "rot" bedeutet im Russischen auch so viel wie "schön". Neuerdings wird im Winter eine Eislaufbahn gegenüber dem Lenin-Mausoleum aufgebaut.

    • Krasnaja Ploschtschad© Glow Images

    Der Rote Platz ist der Vorhof des Kreml und heute so etwas wie die gute Stube Russlands. Das Gelände war ursprünglich der Markt- und Versammlungsplatz und wurde auch der "Brandplatz" genannt, weil die Marktbuden so oft abbrannten. "Roter Platz" heißt er erst seit der Zeit Iwans IV. und meint eigentlich nicht nur seine Farbe. Denn "rot" bedeutet im Russischen auch so viel wie "schön". Neuerdings wird im Winter eine Eislaufbahn gegenüber dem Lenin-Mausoleum aufgebaut.


  • Moskowskij Kreml

    Architektonische Highlights
    • Moskowskij Kreml© MAIRDUMONT

    Als Fürst Juri Dolgoruki 1147 Freunde zu einem Gelage nach Moskau einlud, weil es sich hier angeblich besonders gut feiern ließ, gab es noch keinen Kreml, sondern nur eine kleine Siedlung auf einem 40 m hohen Hügel zwischen den Flüssen Moskwa, Neglinnaja und Jausa. Jedenfalls blieb die Feier in guter Erinnerung und gilt als Gründungsdatum Moskaus. Bei seinem nächsten Besuch 1156 gab Dolgoruki den Auftrag, an dieser Stelle einen Kreml zu errichten, also eine befestigte Stadtburg. Schutz vor den Tataren boten die ersten bescheidenen Holzpalisaden des Moskauer Kremls allerdings kaum. Erst Großfürst Iwan Kalita, Steuereintreiber der Tataren, konnte sich 1326 die erste steinerne Kirche für den Kreml leisten, woraufhin das Oberhaupt der russischorthodoxen Kirche seinen Amtssitz von Wladimir nach Moskau verlegte. Iwan III. schließlich lud italienische Baumeister ein, die ihm die prächtigen Kremlkirchen und Paläste bauten. Der Kreml ist nicht nur die Keimzelle Moskaus, sondern auch des russischen Reichs. In ihm und seiner Architektur konzentrierten sich militärische Macht, Glaube und Reichtum.

    • Moskowskij Kreml© MAIRDUMONT

    Als Fürst Juri Dolgoruki 1147 Freunde zu einem Gelage nach Moskau einlud, weil es sich hier angeblich besonders gut feiern ließ, gab es noch keinen Kreml, sondern nur eine kleine Siedlung auf einem 40 m hohen Hügel zwischen den Flüssen Moskwa, Neglinnaja und Jausa. Jedenfalls blieb die Feier in guter Erinnerung und gilt als Gründungsdatum Moskaus. Bei seinem nächsten Besuch 1156 gab Dolgoruki den Auftrag, an dieser Stelle einen Kreml zu errichten, also eine befestigte Stadtburg. Schutz vor den Tataren boten die ersten bescheidenen Holzpalisaden des Moskauer Kremls allerdings kaum. Erst Großfürst Iwan Kalita, Steuereintreiber der Tataren, konnte sich 1326 die erste steinerne Kirche für den Kreml leisten, woraufhin das Oberhaupt der russischorthodoxen Kirche seinen Amtssitz von Wladimir nach Moskau verlegte. Iwan III. schließlich lud italienische Baumeister ein, die ihm die prächtigen Kremlkirchen und Paläste bauten. Der Kreml ist nicht nur die Keimzelle Moskaus, sondern auch des russischen Reichs. In ihm und seiner Architektur konzentrierten sich militärische Macht, Glaube und Reichtum.


  • Jantarnaja komnata

    Touristenattraktionen
    • Jantarnaja komnata© MAIRDUMONT

    Drei Wände des 96m2 großen Raumes sind mit 500 000 Bernsteinscheibchen passgenau belegt. Aus Bernstein wurden auch Gravuren, Figuren, Bilderrahmen und Ornamente geschaffen – man weiß gar nicht, wo man zuerst hinsehen soll. Handwerklich ist dieses weltweit einmalige Raumdesign zweifellos ein Meisterstück – darüber, ob sein künstlerischer Wert den legendären Ruf rechtfertigt, darf man geteilter Meinung sein. Doch mehr zählt der ideelle Wert: Das in diversen Gelb- und Goldtönen changierende Bernsteinpuzzle war schon immer ein Gradmesser in den deutsch-russischen Beziehungen. 1717 schenkte der preußische König Friedrich Wilhelm I. dem Zaren Peter I. als Zeichen der guten Beziehungen ein Bernsteinkabinett. Vier Jahrzehnte später wurden die nur für eine Kammer ausreichenden Wandpaneele ergänzt und damit ein Saal im Katharinenpalast dekoriert. Während der Blockade Leningrads verschleppte die Wehrmacht dann das Meisterwerk nach Königsberg. Als die Sowjetarmee 1945 die Stadt eroberte, verlor sich die Spur des Beuteguts: Vermutlich ist es dort verbrannt. 1979 beschloss die Sowjetregierung, das Bernsteinzimmer zu rekonstruieren. Schließlich tauchten in Deutschland noch eine Kommode und eines der vier Steinmosaike mit allegorischen Darstellungen der menschlichen Sinne auf. Diese privaten Beutestücke kehrten im Jahr 2000 zurück – und 2003 wurde das vollendete Bernsteinzimmer wieder feierlich eröffnet.

    • Jantarnaja komnata© MAIRDUMONT

    Drei Wände des 96m2 großen Raumes sind mit 500 000 Bernsteinscheibchen passgenau belegt. Aus Bernstein wurden auch Gravuren, Figuren, Bilderrahmen und Ornamente geschaffen – man weiß gar nicht, wo man zuerst hinsehen soll. Handwerklich ist dieses weltweit einmalige Raumdesign zweifellos ein Meisterstück – darüber, ob sein künstlerischer Wert den legendären Ruf rechtfertigt, darf man geteilter Meinung sein. Doch mehr zählt der ideelle Wert: Das in diversen Gelb- und Goldtönen changierende Bernsteinpuzzle war schon immer ein Gradmesser in den deutsch-russischen Beziehungen. 1717 schenkte der preußische König Friedrich Wilhelm I. dem Zaren Peter I. als Zeichen der guten Beziehungen ein Bernsteinkabinett. Vier Jahrzehnte später wurden die nur für eine Kammer ausreichenden Wandpaneele ergänzt und damit ein Saal im Katharinenpalast dekoriert. Während der Blockade Leningrads verschleppte die Wehrmacht dann das Meisterwerk nach Königsberg. Als die Sowjetarmee 1945 die Stadt eroberte, verlor sich die Spur des Beuteguts: Vermutlich ist es dort verbrannt. 1979 beschloss die Sowjetregierung, das Bernsteinzimmer zu rekonstruieren. Schließlich tauchten in Deutschland noch eine Kommode und eines der vier Steinmosaike mit allegorischen Darstellungen der menschlichen Sinne auf. Diese privaten Beutestücke kehrten im Jahr 2000 zurück – und 2003 wurde das vollendete Bernsteinzimmer wieder feierlich eröffnet.


  • GUM

    Kaufhäuser
    • GUM© MAIRDUMONT

    1893 gebaut und noch immer das größte und schönste aller russischen Kaufhäuser direkt gegenüber dem Kreml am Roten Platz gelegen. Neben teuren Filialen bekannter Namen gibt es doch auch günstige Cafés und einen Schnellimbiss.

    • GUM© MAIRDUMONT

    1893 gebaut und noch immer das größte und schönste aller russischen Kaufhäuser direkt gegenüber dem Kreml am Roten Platz gelegen. Neben teuren Filialen bekannter Namen gibt es doch auch günstige Cafés und einen Schnellimbiss.


  • Gosudarstvenny Ermitash

    Museen
    • Gosudarstvenny Ermitash© MAIRDUMONT

    Für Kunstfreunde ist allein die Eremitage schon Grund genug, nach Sankt Petersburg zu kommen, denn dieses überwältigende Museum steht zu Recht auf einer Stufe mit Louvre, Prado oder dem "Met" in New York. Vor allem westeuropäische Gemälde von Weltrang, von Da Vinci bis Picasso, hängen hier dicht an dicht. Doch ist die Eremitage weit mehr als nur ein mit Kulturschätzen üppig bestücktes Museum: Der Winterpalast und seine Anbauten, die einstige Hauptresidenz der Zarendynastie, stellen selbst das prächtigste unter den gezeigten 60.000 Exponaten dar. Den Grundstock für diese gewaltige Sammlung legte Katharina II., die 1764 beim Berliner Kaufmann Johann Gotzkowski 225 Gemälde erwerben ließ. Im gleichen Jahr begann neben dem Winterpalast der Bau der Kleinen Eremitage. Hier genoss die Zarin ihre Kunstschätze allein oder im intimen Kreis - daher der Name Eremitage. Die Kunstsammlung des Zarenhofes wuchs und damit auch ihr Platzbedarf: Zunächst entstand ab 1770 die Alte Eremitage entlang des Newa-Ufers, dann im rechten Winkel dazu die Raffael-Loggien - und schließlich die Neue Eremitage des Münchner Architekten Leo von Klenze. Deren von zehn Atlanten getragener Paradeeingang hatte seinen Sinn: 1852 machte der Hof seine Sammlungen teilweise der Öffentlichkeit zugänglich. Der während der Oktoberrevolution 1917 erstürmte Winterpalast wurde danach in das verstaatlichte Museum integriert. Nun gelangten viele beschlagnahmte Kunstschätze von Adel und Kirche in die Eremitage. Den Zweiten Weltkrieg überstand die teils in den Ural ausgelagerte Kollektion - anders als die Gebäude - relativ unbeschadet. Besucher betreten vom Schlossplatz durch ein prächtiges Tor zunächst den weiten Innenhof des Winterpalastes. Dieses barocke Schloss mit über 1000 Räumen wurde 1754-1762 von Francesco Rastrelli "zum Ruhme Russlands" errichtet. Ein Großbrand 1837 zerstörte allerdings das gesamte Innenleben des Palastes, das später von Baumeistern wiederhergestellt wurde. Nach der Kassenhalle schreiten Sie über die pompöse Jordan-Treppe ins erste Obergeschoss hinauf, wo sich die Wege verzweigen: Geradeaus geht es in die großen Säle auf der Newa-Seite, wo Sonderausstellungen stattfinden. Nach links gelangt man in einige der reichsten Räume des Palastes: in den Peter-Saal, den von vergoldeten Säulen flankierten, festlichen Wappensaal, dann in die imposante Militärgalerie von 1812, schließlich in den Georgssaal mit dem Zarenthron. Wer sich nach der Jordan-Treppe zweimal nach links wendet, findet die spektakuläre Kollektion französischer Impressionisten aus Beutekunst-Beständen, die die Eremitage erstmals 1995 zeigte. Unvergessen bleibt auch der dann folgende, im maurischen Stil errichtete Pavillonsaal in der Kleinen Eremitage. An einer großen grünen Malachitvase angekommen, sollten Sie sich entscheiden, was Sie weiter ansehen möchten: Geradeaus weiter folgt in der Alten Eremitage die italienische Abteilung mit zwei Da-Vinci-Madonnen und den Raffael-Loggien. Nach rechts führt der Weg zur holländischen und flämischen Malerei. Wer an der Vase jedoch treppab geht, gelangt in die weitläufige Antikenabteilung in der Neuen Eremitage. Oder Sie gehen zurück in den Winterpalast: Auf dem gleichen Stockwerk befinden sich prachtvoll ausgestattete Gemächer der Zaren. Das Erdgeschoss birgt die prähistorischen Schätze sowie die Schatzkammer. Besonders beeindruckt hier das 2500 Jahre alte "Gold der Skythen": Das Reitervolk aus dem Süden Russlands hinterließ fantastische Goldarbeiten, v.a. mit kunstvollen Tiermotiven. In den eher schmucklosen Räumen des zweiten Obergeschosses stößt man auf die weitläufige orientalische Sammlung sowie die hauseigenen "Franzosen" des 19.und 20.Jhs.

    • Gosudarstvenny Ermitash© MAIRDUMONT

    Für Kunstfreunde ist allein die Eremitage schon Grund genug, nach Sankt Petersburg zu kommen, denn dieses überwältigende Museum steht zu Recht auf einer Stufe mit Louvre, Prado oder dem "Met" in New York. Vor allem westeuropäische Gemälde von Weltrang, von Da Vinci bis Picasso, hängen hier dicht an dicht. Doch ist die Eremitage weit mehr als nur ein mit Kulturschätzen üppig bestücktes Museum: Der Winterpalast und seine Anbauten, die einstige Hauptresidenz der Zarendynastie, stellen selbst das prächtigste unter den gezeigten 60.000 Exponaten dar. Den Grundstock für diese gewaltige Sammlung legte Katharina II., die 1764 beim Berliner Kaufmann Johann Gotzkowski 225 Gemälde erwerben ließ. Im gleichen Jahr begann neben dem Winterpalast der Bau der Kleinen Eremitage. Hier genoss die Zarin ihre Kunstschätze allein oder im intimen Kreis - daher der Name Eremitage. Die Kunstsammlung des Zarenhofes wuchs und damit auch ihr Platzbedarf: Zunächst entstand ab 1770 die Alte Eremitage entlang des Newa-Ufers, dann im rechten Winkel dazu die Raffael-Loggien - und schließlich die Neue Eremitage des Münchner Architekten Leo von Klenze. Deren von zehn Atlanten getragener Paradeeingang hatte seinen Sinn: 1852 machte der Hof seine Sammlungen teilweise der Öffentlichkeit zugänglich. Der während der Oktoberrevolution 1917 erstürmte Winterpalast wurde danach in das verstaatlichte Museum integriert. Nun gelangten viele beschlagnahmte Kunstschätze von Adel und Kirche in die Eremitage. Den Zweiten Weltkrieg überstand die teils in den Ural ausgelagerte Kollektion - anders als die Gebäude - relativ unbeschadet. Besucher betreten vom Schlossplatz durch ein prächtiges Tor zunächst den weiten Innenhof des Winterpalastes. Dieses barocke Schloss mit über 1000 Räumen wurde 1754-1762 von Francesco Rastrelli "zum Ruhme Russlands" errichtet. Ein Großbrand 1837 zerstörte allerdings das gesamte Innenleben des Palastes, das später von Baumeistern wiederhergestellt wurde. Nach der Kassenhalle schreiten Sie über die pompöse Jordan-Treppe ins erste Obergeschoss hinauf, wo sich die Wege verzweigen: Geradeaus geht es in die großen Säle auf der Newa-Seite, wo Sonderausstellungen stattfinden. Nach links gelangt man in einige der reichsten Räume des Palastes: in den Peter-Saal, den von vergoldeten Säulen flankierten, festlichen Wappensaal, dann in die imposante Militärgalerie von 1812, schließlich in den Georgssaal mit dem Zarenthron. Wer sich nach der Jordan-Treppe zweimal nach links wendet, findet die spektakuläre Kollektion französischer Impressionisten aus Beutekunst-Beständen, die die Eremitage erstmals 1995 zeigte. Unvergessen bleibt auch der dann folgende, im maurischen Stil errichtete Pavillonsaal in der Kleinen Eremitage. An einer großen grünen Malachitvase angekommen, sollten Sie sich entscheiden, was Sie weiter ansehen möchten: Geradeaus weiter folgt in der Alten Eremitage die italienische Abteilung mit zwei Da-Vinci-Madonnen und den Raffael-Loggien. Nach rechts führt der Weg zur holländischen und flämischen Malerei. Wer an der Vase jedoch treppab geht, gelangt in die weitläufige Antikenabteilung in der Neuen Eremitage. Oder Sie gehen zurück in den Winterpalast: Auf dem gleichen Stockwerk befinden sich prachtvoll ausgestattete Gemächer der Zaren. Das Erdgeschoss birgt die prähistorischen Schätze sowie die Schatzkammer. Besonders beeindruckt hier das 2500 Jahre alte "Gold der Skythen": Das Reitervolk aus dem Süden Russlands hinterließ fantastische Goldarbeiten, v.a. mit kunstvollen Tiermotiven. In den eher schmucklosen Räumen des zweiten Obergeschosses stößt man auf die weitläufige orientalische Sammlung sowie die hauseigenen "Franzosen" des 19.und 20.Jhs.


  • Gosudarstwennaja Tretjakowskaja galereja

    Museen
    • Gosudarstwennaja Tretjakowskaja galereja© MAIRDUMONT

    Wie der Prado in Madrid, der Louvre in Paris oder die Eremitage in Sankt Petersburg ist allein die Tretjakow-Galerie schon ein hinreichender Grund, Moskau zu besuchen. Von mittelalterlichen Ikonen bis zu Marc Chagall reicht die Sammlung. 1892 schenkte der Kaufmann und Kunstmäzen Pawel Tretjakow der Stadt seine 2000 Gemälde und gleich die Sammlung seines Bruders Sergej sowie das Haus, in dem die Kunstwerke schon seit 1881 eintrittsfrei zugänglich waren, dazu. Tretjakow blieb bis zu seinem Tod Direktor der Galerie. Doch erst Revolutionswirren und Bürgerkrieg machten das 1917 verstaatlichte Museum zu dem, was es heute ist. Viele Kunstliebhaber lieferten ihre Kollektionen freiwillig ab. Beschlagnahmte Privatsammlungen aus ganz Russland gelangten in die "Tretjakowka". Gegenwärtig werden 100.000 Kunstwerke gezeigt: von alter russischer Kunst bis zu Werken vom Anfang des 20.Jhs., Grafiken vom 18.bis 20.Jh., russische Skulpturen und Sowjetkunst.

    • Gosudarstwennaja Tretjakowskaja galereja© MAIRDUMONT

    Wie der Prado in Madrid, der Louvre in Paris oder die Eremitage in Sankt Petersburg ist allein die Tretjakow-Galerie schon ein hinreichender Grund, Moskau zu besuchen. Von mittelalterlichen Ikonen bis zu Marc Chagall reicht die Sammlung. 1892 schenkte der Kaufmann und Kunstmäzen Pawel Tretjakow der Stadt seine 2000 Gemälde und gleich die Sammlung seines Bruders Sergej sowie das Haus, in dem die Kunstwerke schon seit 1881 eintrittsfrei zugänglich waren, dazu. Tretjakow blieb bis zu seinem Tod Direktor der Galerie. Doch erst Revolutionswirren und Bürgerkrieg machten das 1917 verstaatlichte Museum zu dem, was es heute ist. Viele Kunstliebhaber lieferten ihre Kollektionen freiwillig ab. Beschlagnahmte Privatsammlungen aus ganz Russland gelangten in die "Tretjakowka". Gegenwärtig werden 100.000 Kunstwerke gezeigt: von alter russischer Kunst bis zu Werken vom Anfang des 20.Jhs., Grafiken vom 18.bis 20.Jh., russische Skulpturen und Sowjetkunst.


  • Gosudarstwennyj musej isobrasitelnyh iskusstw i

    Museen
    • Gosudarstwennyj musej isobrasitelnyh iskusstw i© MAIRDUMONT

    Ein ganzer Tag reicht kaum für einen Rundgang durch das Puschkin-Museum. Die Sammlung ist mit über 500.000 Exponaten die zweitgrößte des Landes nach der Petersburger Eremitage. Zugrunde liegt ihr die Sammlung der Moskauer Universität aus dem 19.Jh. 1912 wurde das Museum eröffnet, wobei Museumsdirektor Iwan Zwetajew (Vater der Dichterin Marina Zwetajewa) damals Gipskopien aller berühmten Statuen der Antike ausstellen wollte - die bis heute dort noch zu sehen sind. Ägyptische Mumien und sumerische Reliefs gehören auch zum alten Bestand. Nach 1917 wurde das Museum verstaatlicht und durch Privatsammlungen aufgestockt. Seit 1937 heißt es Puschkin-Museum. Es beherbergt eine der größten Impressionisten- Sammlungen der Welt: Auguste Renoir, Claude Monet und Paul Cézanne sind u.a. vertreten. Auch Werke von Wassily Kandinsky, Marc Chagall und Pablo Picasso oder Rembrandt van Rijn und Vincent van Gogh sind zu bewundern, seit 2006 in einem neuen Ausstellungssaal. Zu den Museumsbeständen gehören weiterhin das Trojagold Heinrich Schliemanns und eine Kollektion der Bremer Kunsthalle, die beide 1945 als Beutekunst nach Moskau kamen.

    • Gosudarstwennyj musej isobrasitelnyh iskusstw i© MAIRDUMONT

    Ein ganzer Tag reicht kaum für einen Rundgang durch das Puschkin-Museum. Die Sammlung ist mit über 500.000 Exponaten die zweitgrößte des Landes nach der Petersburger Eremitage. Zugrunde liegt ihr die Sammlung der Moskauer Universität aus dem 19.Jh. 1912 wurde das Museum eröffnet, wobei Museumsdirektor Iwan Zwetajew (Vater der Dichterin Marina Zwetajewa) damals Gipskopien aller berühmten Statuen der Antike ausstellen wollte - die bis heute dort noch zu sehen sind. Ägyptische Mumien und sumerische Reliefs gehören auch zum alten Bestand. Nach 1917 wurde das Museum verstaatlicht und durch Privatsammlungen aufgestockt. Seit 1937 heißt es Puschkin-Museum. Es beherbergt eine der größten Impressionisten- Sammlungen der Welt: Auguste Renoir, Claude Monet und Paul Cézanne sind u.a. vertreten. Auch Werke von Wassily Kandinsky, Marc Chagall und Pablo Picasso oder Rembrandt van Rijn und Vincent van Gogh sind zu bewundern, seit 2006 in einem neuen Ausstellungssaal. Zu den Museumsbeständen gehören weiterhin das Trojagold Heinrich Schliemanns und eine Kollektion der Bremer Kunsthalle, die beide 1945 als Beutekunst nach Moskau kamen.


  • Bolschoj teatr

    Theater
    • Bolschoj teatr© MAIRDUMONT

    Das "Bolschoi" ist weltweit der Inbegriff russischer Kultur. Im Bolschoi kommen sowohl klassisches Ballet und Oper als auch bisweilen sehr umstrittene Experimental-Inszenierungen auf die Bühne. Die schönsten Ballettaufführungen sind der "Nussknacker" und "Schwanensee" oder "Spartak" und "Romeo und Julia". Beliebt ist auch Sergej Prokofjews Oper "Liebe zu den drei Orangen" in einer Inszenierung von Peter Ustinow. Der Kartenverkauf beginnt stets 60 Tage vor der Aufführung.

    • Bolschoj teatr© MAIRDUMONT

    Das "Bolschoi" ist weltweit der Inbegriff russischer Kultur. Im Bolschoi kommen sowohl klassisches Ballet und Oper als auch bisweilen sehr umstrittene Experimental-Inszenierungen auf die Bühne. Die schönsten Ballettaufführungen sind der "Nussknacker" und "Schwanensee" oder "Spartak" und "Romeo und Julia". Beliebt ist auch Sergej Prokofjews Oper "Liebe zu den drei Orangen" in einer Inszenierung von Peter Ustinow. Der Kartenverkauf beginnt stets 60 Tage vor der Aufführung.


  • Troize-Sergiewa lawra

    Architektonische Highlights
    • © Viacheslav Lopatin, Shutterstock
    • © Viacheslav Lopatin, Shutterstock

    Erstaunlicherweise gibt es in unmittelbarer Nähe zur Millionenstadt noch Fleckchen von ländlicher Ruhe und Abgeschiedenheit. Wallfahrtsort und Ausflugsziel vor den Toren Moskaus ist das Dreifaltigkeits-Sergios-Kloster mit seinen Zwiebeltürmen in Sergijew Possad, früher auch Sagorsk genannt. Das Kloster ist bis heute das wichtigste geistliche Zentrum Russlands, vergleichbar mit dem Vatikan, obwohl die russisch-orthodoxe Kirche weniger zentralistisch aufgebaut ist. Seine blauen und goldenen Zwiebeltürme sind bereits aus großer Ferne zu sehen. Wenn man schließlich hinter den hohen Festungsmauern über den großen Klosterhof läuft, trifft man Schüler des Priesterseminars und der Akademie der russisch-orthodoxen Kirche in ihren schwarzen Soutanen. Zahlreiche Pilger drängen sich in der kleinen Dreifaltigkeitskathedrale von 1422 mit ihren goldenen Kuppeln und dem Grab des Heiligen Sergios. Babuschkas füllen sich in der Brunnenkapelle wundertätiges Wasser ab. Bis heute ist Sergijew Possad das erste und wichtigste unter den fünf Lawra- oder Einsiedlerklöstern der russisch-orthodoxen Kirche. Das symbolisiert auch die größte Kirchenglocke der Welt, welche rund 72 t schwer und 4,5 m hoch ist. Sie wurde 2004 neu auf dem 87 m hohen Glockenturm angebracht - der bereits 1761 errichtet worden war. Etwa um 1340 hatte der Bojarensohn Sergios von Radonesch sich in den einsamen Wäldern nördlich von Moskau eine Mönchsklause und eine kleine Holzkapelle errichtet. Schnell scharten sich Anhänger um ihn. Von hier aus feuerte Sergios den Widerstand gegen die Goldene Horde der Mongolen an und ließ das Kloster befestigen. In der "Zeit der Wirren" um 1600 konnten polnische Truppen zwar Moskau erobern, nicht jedoch das Wehrkloster einnehmen. Eine 16 Monate lange Belagerung scheiterte. Die Volkshelden Kusma Minin und Dmitri Poscharski, deren Denkmal auf dem Roten Platz steht, konnten von der Klosterstadt aus schließlich die Befreiung der Stadt organisieren. Für die Zaren der Romanow-Dynastie, die danach auf den russischen Thron gehoben wurden, war das Kloster seitdem ein wichtiger Wallfahrtsort. Der junge Zar Peter der Große fand hier 1688 Zuflucht vor der aufständischen Strelitzengarde. 1919 wurde das Kloster aufgelöst, 1946 aber von Stalin an die Kirche zurückgegeben. Von 1946 bis 1988 war es im Anschluss Sitz des Patriarchen der russisch-orthodoxen Kirche, bevor dieser erst nach Peredelkino ging und dann schließlich nach Moskau zurückkehrte. Noch heute beeindruckend ist die 12 m hohe, 6 m dicke und 1,5 km lange weiße Festungsmauer, die von den blauen, mit golden Sternen geschmückten Zwiebelkuppeln der Mariä-Entschlafungs-Kathedrale überragt wird, die Iwan der Schreckliche 1559 nach Moskauer Vorbild erbauen ließ. Hier liegt der unglückliche Zar Boris Godunow begraben. Kleiner, aber noch älter und bedeutsamer ist die Dreifaltigkeitskathedrale mit dem Grab des Klostergründers Sergios. Das Original der berühmten Dreifaltigkeitsikone des berühmten Malers Andrej Rubljow, der angeblich ein Schüler von Sergios gewesen sein soll, wird allerdings heute nicht mehr hier, sondern in der Tretjakow-Galerie im Zentrum Moskaus ausgestellt. In Sergijew Possad kann nur eine Kopie des bedeutenden Werks besichtigt werden. Priesterseminar und Akademie sind im ruhigen hinteren Bereich des Klosters im Rasthof der Zaren aus dem 17.Jh. untergebracht. Das Refektorium des Klosters mit einem 70 m langen Saal ist ein Geschenk Peters des Großen. Auf dem Gelände befindet sich auch ein sehr informatives Museum der Klostergeschichte. Souvenirs können überall gekauft werden.

    • © Viacheslav Lopatin, Shutterstock
    • © Viacheslav Lopatin, Shutterstock

    Erstaunlicherweise gibt es in unmittelbarer Nähe zur Millionenstadt noch Fleckchen von ländlicher Ruhe und Abgeschiedenheit. Wallfahrtsort und Ausflugsziel vor den Toren Moskaus ist das Dreifaltigkeits-Sergios-Kloster mit seinen Zwiebeltürmen in Sergijew Possad, früher auch Sagorsk genannt. Das Kloster ist bis heute das wichtigste geistliche Zentrum Russlands, vergleichbar mit dem Vatikan, obwohl die russisch-orthodoxe Kirche weniger zentralistisch aufgebaut ist. Seine blauen und goldenen Zwiebeltürme sind bereits aus großer Ferne zu sehen. Wenn man schließlich hinter den hohen Festungsmauern über den großen Klosterhof läuft, trifft man Schüler des Priesterseminars und der Akademie der russisch-orthodoxen Kirche in ihren schwarzen Soutanen. Zahlreiche Pilger drängen sich in der kleinen Dreifaltigkeitskathedrale von 1422 mit ihren goldenen Kuppeln und dem Grab des Heiligen Sergios. Babuschkas füllen sich in der Brunnenkapelle wundertätiges Wasser ab. Bis heute ist Sergijew Possad das erste und wichtigste unter den fünf Lawra- oder Einsiedlerklöstern der russisch-orthodoxen Kirche. Das symbolisiert auch die größte Kirchenglocke der Welt, welche rund 72 t schwer und 4,5 m hoch ist. Sie wurde 2004 neu auf dem 87 m hohen Glockenturm angebracht - der bereits 1761 errichtet worden war. Etwa um 1340 hatte der Bojarensohn Sergios von Radonesch sich in den einsamen Wäldern nördlich von Moskau eine Mönchsklause und eine kleine Holzkapelle errichtet. Schnell scharten sich Anhänger um ihn. Von hier aus feuerte Sergios den Widerstand gegen die Goldene Horde der Mongolen an und ließ das Kloster befestigen. In der "Zeit der Wirren" um 1600 konnten polnische Truppen zwar Moskau erobern, nicht jedoch das Wehrkloster einnehmen. Eine 16 Monate lange Belagerung scheiterte. Die Volkshelden Kusma Minin und Dmitri Poscharski, deren Denkmal auf dem Roten Platz steht, konnten von der Klosterstadt aus schließlich die Befreiung der Stadt organisieren. Für die Zaren der Romanow-Dynastie, die danach auf den russischen Thron gehoben wurden, war das Kloster seitdem ein wichtiger Wallfahrtsort. Der junge Zar Peter der Große fand hier 1688 Zuflucht vor der aufständischen Strelitzengarde. 1919 wurde das Kloster aufgelöst, 1946 aber von Stalin an die Kirche zurückgegeben. Von 1946 bis 1988 war es im Anschluss Sitz des Patriarchen der russisch-orthodoxen Kirche, bevor dieser erst nach Peredelkino ging und dann schließlich nach Moskau zurückkehrte. Noch heute beeindruckend ist die 12 m hohe, 6 m dicke und 1,5 km lange weiße Festungsmauer, die von den blauen, mit golden Sternen geschmückten Zwiebelkuppeln der Mariä-Entschlafungs-Kathedrale überragt wird, die Iwan der Schreckliche 1559 nach Moskauer Vorbild erbauen ließ. Hier liegt der unglückliche Zar Boris Godunow begraben. Kleiner, aber noch älter und bedeutsamer ist die Dreifaltigkeitskathedrale mit dem Grab des Klostergründers Sergios. Das Original der berühmten Dreifaltigkeitsikone des berühmten Malers Andrej Rubljow, der angeblich ein Schüler von Sergios gewesen sein soll, wird allerdings heute nicht mehr hier, sondern in der Tretjakow-Galerie im Zentrum Moskaus ausgestellt. In Sergijew Possad kann nur eine Kopie des bedeutenden Werks besichtigt werden. Priesterseminar und Akademie sind im ruhigen hinteren Bereich des Klosters im Rasthof der Zaren aus dem 17.Jh. untergebracht. Das Refektorium des Klosters mit einem 70 m langen Saal ist ein Geschenk Peters des Großen. Auf dem Gelände befindet sich auch ein sehr informatives Museum der Klostergeschichte. Souvenirs können überall gekauft werden.


  • Wserossijskij wystawotschnyj zentr

    Touristenattraktionen
    • Wserossijskij wystawotschnyj zentr© Glow Images

    Schon der Eingang zum WWZ symbolisiert sowjetische Schaffenskraft. Dort steht das Denkmal der Raumfahrt, eine Hommage an den russischen Sputnik: Die Rakete saust auf einem Feuerschweif aus poliertem Titanblech bis in 99 m Höhe. Das 200-ha-Gelände der einstigen Volkswirtschaftsausstellung der Sowjetunion selbst ist auch einen Spaziergang wert. 1939 ließ Stalin hier die Errungenschaften der Kollektivierung vorführen. Die Gäste wurden von der Statue "Arbeiter und Kolchosbäuerin" begrüßt, welche Vera Muchina für die Pariser Weltausstellung 1937 entworfen hatte. Jede Sowjetrepublik bekam ihren Pavillon mit typischen Architekturelementen. Seit 1990 wurde alles privatisiert und das Areal verwandelte sich in einen riesigen Basar. Ponyreiten, Bungeejumping und Autoskooter muntern die Kleinen nach dem Museumsbesuch wieder auf. Im Sockel des Raumfahrt-Denkmals eröffnete passend zum Thema eine überraschend große Ausstellung über die Entwicklung der russischen Raumfahrt.

    • Wserossijskij wystawotschnyj zentr© Glow Images

    Schon der Eingang zum WWZ symbolisiert sowjetische Schaffenskraft. Dort steht das Denkmal der Raumfahrt, eine Hommage an den russischen Sputnik: Die Rakete saust auf einem Feuerschweif aus poliertem Titanblech bis in 99 m Höhe. Das 200-ha-Gelände der einstigen Volkswirtschaftsausstellung der Sowjetunion selbst ist auch einen Spaziergang wert. 1939 ließ Stalin hier die Errungenschaften der Kollektivierung vorführen. Die Gäste wurden von der Statue "Arbeiter und Kolchosbäuerin" begrüßt, welche Vera Muchina für die Pariser Weltausstellung 1937 entworfen hatte. Jede Sowjetrepublik bekam ihren Pavillon mit typischen Architekturelementen. Seit 1990 wurde alles privatisiert und das Areal verwandelte sich in einen riesigen Basar. Ponyreiten, Bungeejumping und Autoskooter muntern die Kleinen nach dem Museumsbesuch wieder auf. Im Sockel des Raumfahrt-Denkmals eröffnete passend zum Thema eine überraschend große Ausstellung über die Entwicklung der russischen Raumfahrt.


  • Medny wsadnik

    Touristenattraktionen
    • Medny wsadnik© Glow Images

    Dieses imposante Denkmal für Peter den Großen ist das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Es zeigt den Stadtgründer als dynamischen Visionär, der auf seinem sich aufbäumenden Pferd zum großen Sprung nach vorn ansetzt. Das Werk des Franzosen Etienne Falconet wäre allerdings nur halb so attraktiv, stünde es nicht auf dem wie eine mächtige Woge geformten Sockel: Entstanden ist er aus einem 1600 t schweren Felsblock, der in 12 km Entfernung gelegen hatte. Damit er transportiert werden konnte, baute man eigens einen Katamaran aus zwei Segelschiffen. Den Namen "Eherner Reiter" erhielt das Denkmal 1833 durch ein Gedicht Puschkins, in dem Ross und Reiter lebendig werden. Auf Russisch heißt das Denkmal übrigens "Kupferner Reiter"- dabei ist die Statue in Wirklichkeit aus Bronze.

    • Senatskaja Ploschtschad, 190000 Sankt-Peterburg
    • Medny wsadnik© Glow Images

    Dieses imposante Denkmal für Peter den Großen ist das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Es zeigt den Stadtgründer als dynamischen Visionär, der auf seinem sich aufbäumenden Pferd zum großen Sprung nach vorn ansetzt. Das Werk des Franzosen Etienne Falconet wäre allerdings nur halb so attraktiv, stünde es nicht auf dem wie eine mächtige Woge geformten Sockel: Entstanden ist er aus einem 1600 t schweren Felsblock, der in 12 km Entfernung gelegen hatte. Damit er transportiert werden konnte, baute man eigens einen Katamaran aus zwei Segelschiffen. Den Namen "Eherner Reiter" erhielt das Denkmal 1833 durch ein Gedicht Puschkins, in dem Ross und Reiter lebendig werden. Auf Russisch heißt das Denkmal übrigens "Kupferner Reiter"- dabei ist die Statue in Wirklichkeit aus Bronze.

    • Senatskaja Ploschtschad, 190000 Sankt-Peterburg

  • Miriinskii teatr

    Theater
    • Miriinskii teatr© MAIRDUMONT

    Neben der Eremitage ist das "Marien-Theater" Petersburgs zweites Kulturaushängeschild mit Weltruhm - nicht erst seit Anna Netrebko. Weithin bekannt wurde sein Opern- und Ballettensemble schon in der Sowjetzeit - unter dem Namen "Kirow-Theater". In den let

    • Miriinskii teatr© MAIRDUMONT

    Neben der Eremitage ist das "Marien-Theater" Petersburgs zweites Kulturaushängeschild mit Weltruhm - nicht erst seit Anna Netrebko. Weithin bekannt wurde sein Opern- und Ballettensemble schon in der Sowjetzeit - unter dem Namen "Kirow-Theater". In den let


  • Petergof

    Architektonische Highlights
    • Petergof© MAIRDUMONT
    • Petergof© MAIRDUMONT

    Das "russische Versailles" ist mit rund 4,5 Mio. Besuchern pro Jahr definitiv ein Touristenmagnet – und an Sommerwochenenden hoffnungslos überfüllt. Mehr noch als der Große Palast – ein 300 m langer Barockbau – ist der edle Park mit seiner Fontänenvielfalt Zeugnis für die verschwenderische Prachtentfaltung der russischen Monarchie. Peterhof wurde in seinen Grundzügen von Peter I. als Lustschloss und Prunkresidenz erdacht. Kanäle und Teiche im Hinterland und 15 m Höhenunterschied zum unteren Park erlaubten die Anlage von Wasserspielen. 1714–23 entstanden alle wesentlichen Elemente des Schlossareals, wenngleich Peters Tochter Elisabeth um 1750 den Palast von Bartolomeo Rastrelli erweitern und umgestalten ließ. Im Obergeschoss können 27 Räume und Säle besichtigt werden, die sich in Reichtum, Originalität und Schönheit gegenseitig zu übertreffen versuchen. Die vorherrschende Farbe ist Gold. Ausreißer aus der barocken Pracht sind zwei chinesisch gestaltete Zimmer sowie das Eichenkabinett von Peter I. Der Besuch der Osobaja Kladowaja (Besondere Schatzkammer) im Westflügel lohnt sich allerdings nur für Russischkundige, die die Sprache so gut verstehen, dass sie an einer Führung teilnehmen können: Die Luxusattribute verschiedener Zaren (von der Pillendose bis zum Thron) sind nicht beschriftet. Die größte – und ebenfalls großzügig vergoldete – Sehenswürdigkeit befindet sich vor dem Palast: die Große Kaskade mit 138 Wasserstrahlern. Das Wasser fließt hier in ein großes Becken, das über einen Stichkanal mit der Ostsee verbunden ist. Der vom Kanal geteilte Untere Park erstreckt sich 2 km entlang der Küste. In jeder Hälfte gibt es eine weitere Kaskade sowie einen kleinen Palast: Im Westteil ist dies das Schlösschen Marli und der eher strenge Kaskade Goldener Berg. Interessanter ist jedoch der Ostteil mit einem Springbrunnen, der von wasserspeienden Drachen gespeisten Kaskade Schachbrettberg und dem Schlösschen Monplesir. Mittelpunkt des streng geometrischen Oberen Parks ist der Neptun-Brunnen. Er sollte eigentlich 1688 auf dem Nürnberger Hauptmarkt aufgestellt werden, was aber an mangelndem Geld und Wasserdruck scheiterte. Ein Jahrhundert später kaufte der spätere Zar Paul I. das eingemottete Kunstwerk. In den Nebengebäuden gibt es einige interessante, sehenswerte Museen: das Benois-Museum über die gleichnamige Künstler- und Architektenfamilie, das Spielkartenmuseum und die Ausstellung Kaiserliche Fahrräder.

    • Petergof© MAIRDUMONT
    • Petergof© MAIRDUMONT

    Das "russische Versailles" ist mit rund 4,5 Mio. Besuchern pro Jahr definitiv ein Touristenmagnet – und an Sommerwochenenden hoffnungslos überfüllt. Mehr noch als der Große Palast – ein 300 m langer Barockbau – ist der edle Park mit seiner Fontänenvielfalt Zeugnis für die verschwenderische Prachtentfaltung der russischen Monarchie. Peterhof wurde in seinen Grundzügen von Peter I. als Lustschloss und Prunkresidenz erdacht. Kanäle und Teiche im Hinterland und 15 m Höhenunterschied zum unteren Park erlaubten die Anlage von Wasserspielen. 1714–23 entstanden alle wesentlichen Elemente des Schlossareals, wenngleich Peters Tochter Elisabeth um 1750 den Palast von Bartolomeo Rastrelli erweitern und umgestalten ließ. Im Obergeschoss können 27 Räume und Säle besichtigt werden, die sich in Reichtum, Originalität und Schönheit gegenseitig zu übertreffen versuchen. Die vorherrschende Farbe ist Gold. Ausreißer aus der barocken Pracht sind zwei chinesisch gestaltete Zimmer sowie das Eichenkabinett von Peter I. Der Besuch der Osobaja Kladowaja (Besondere Schatzkammer) im Westflügel lohnt sich allerdings nur für Russischkundige, die die Sprache so gut verstehen, dass sie an einer Führung teilnehmen können: Die Luxusattribute verschiedener Zaren (von der Pillendose bis zum Thron) sind nicht beschriftet. Die größte – und ebenfalls großzügig vergoldete – Sehenswürdigkeit befindet sich vor dem Palast: die Große Kaskade mit 138 Wasserstrahlern. Das Wasser fließt hier in ein großes Becken, das über einen Stichkanal mit der Ostsee verbunden ist. Der vom Kanal geteilte Untere Park erstreckt sich 2 km entlang der Küste. In jeder Hälfte gibt es eine weitere Kaskade sowie einen kleinen Palast: Im Westteil ist dies das Schlösschen Marli und der eher strenge Kaskade Goldener Berg. Interessanter ist jedoch der Ostteil mit einem Springbrunnen, der von wasserspeienden Drachen gespeisten Kaskade Schachbrettberg und dem Schlösschen Monplesir. Mittelpunkt des streng geometrischen Oberen Parks ist der Neptun-Brunnen. Er sollte eigentlich 1688 auf dem Nürnberger Hauptmarkt aufgestellt werden, was aber an mangelndem Geld und Wasserdruck scheiterte. Ein Jahrhundert später kaufte der spätere Zar Paul I. das eingemottete Kunstwerk. In den Nebengebäuden gibt es einige interessante, sehenswerte Museen: das Benois-Museum über die gleichnamige Künstler- und Architektenfamilie, das Spielkartenmuseum und die Ausstellung Kaiserliche Fahrräder.


  • Zheleznyi vsadnik

    Touristenattraktionen
    • Zheleznyi vsadnik© MAIRDUMONT

    Das bekannteste Wahrzeichen Sankt Petersburgs bildet den Mittelpunkt des grünen Dekabristenplatzes: der Eherne Reiter. Das Denkmal für Peter den Großen zeigt den Stadtgründer als dynamischen Visionär, der auf seinem sich aufbäumenden Pferd zum großen Sprung nach vorn ansetzt. Das Werk des Franzosen Etienne Falconet wäre nur halb so attraktiv, stünde es nicht auf dem wie eine mächtige Woge geformten Sockel. Ursprünglich war dies ein 1600 t schwerer Felsblock, der 12 km entfernt lag. Zu seinem Transport baute man eigens einen Katamaran aus zwei Segelschiffen. Den Namen "Eherner Reiter" erhielt das Denkmal 1833 durch ein Gedicht Puschkins, in dem Ross und Reiter lebendig werden. Auf Russisch heißt er übrigens "Kupferner Reiter" - dabei ist die Statue in Wirklichkeit aus Bronze.

    • Ploschtschad Dekabristow, 190000 Sankt-Peterburg
    • Zheleznyi vsadnik© MAIRDUMONT

    Das bekannteste Wahrzeichen Sankt Petersburgs bildet den Mittelpunkt des grünen Dekabristenplatzes: der Eherne Reiter. Das Denkmal für Peter den Großen zeigt den Stadtgründer als dynamischen Visionär, der auf seinem sich aufbäumenden Pferd zum großen Sprung nach vorn ansetzt. Das Werk des Franzosen Etienne Falconet wäre nur halb so attraktiv, stünde es nicht auf dem wie eine mächtige Woge geformten Sockel. Ursprünglich war dies ein 1600 t schwerer Felsblock, der 12 km entfernt lag. Zu seinem Transport baute man eigens einen Katamaran aus zwei Segelschiffen. Den Namen "Eherner Reiter" erhielt das Denkmal 1833 durch ein Gedicht Puschkins, in dem Ross und Reiter lebendig werden. Auf Russisch heißt er übrigens "Kupferner Reiter" - dabei ist die Statue in Wirklichkeit aus Bronze.

    • Ploschtschad Dekabristow, 190000 Sankt-Peterburg

  • Staryi Arbat

    Touristenattraktionen
    • Staryi Arbat© MAIRDUMONT

    So viele Cafés, Souvenirläden, Straßenmusikanten und fliegende Händler wie am Alten Arbat gibt es nirgendwo in ganz Moskau. Nehmen Sie sich Zeit, um ganz einzutauchen. Links und rechts der Fußgängerzone wird ständig gebaut, geplant ist sogar eine Bürgersteigheizung. Und doch hält sich in den alten Straßen und den engen Seitengassen beharrlich die Atmosphäre des einstigen Künstlerviertels. Berühmte Anlaufpunkte am Arbat sind die Puschkin-Museumswohnung und das Wachtangow-Schauspielhaus.

    • Staryi Arbat© MAIRDUMONT

    So viele Cafés, Souvenirläden, Straßenmusikanten und fliegende Händler wie am Alten Arbat gibt es nirgendwo in ganz Moskau. Nehmen Sie sich Zeit, um ganz einzutauchen. Links und rechts der Fußgängerzone wird ständig gebaut, geplant ist sogar eine Bürgersteigheizung. Und doch hält sich in den alten Straßen und den engen Seitengassen beharrlich die Atmosphäre des einstigen Künstlerviertels. Berühmte Anlaufpunkte am Arbat sind die Puschkin-Museumswohnung und das Wachtangow-Schauspielhaus.


  • Glawny schtab

    Museen

    Äußerlich sieht man es dem streng-erhabenen Generalstabsgebäude nicht an: Seine Osthälfte ist seit 2014 das zweite Standbein der Eremitage. Bei der aufwendigen Sanierung wurden fünf Innenhöfe überglast. Eine Art Fußgängerbrücke durch gigantische Tore verbindet sie, dazwischen entstand, was auf der anderen Seite des Schlossplatzes immer fehlte: Großzügige, zeitgemäße Räume für Installationen und kulturelles Sperrgut. Aber bei aller Architektur-Moderne - wie im Winterpalast ist die Orientierung nicht einfach! Als Dauerausstellung sind zunächst eine kleine Jugendstil-Exposition (2.Stock) und eine Etage höher eine Empire-Ausstellung in den würdigen Wohnräumen des einstigen Zaren-Außenministers Karl Nesselrode zu finden. Ebenfalls im 3.Stock: umfangreiche Sammlungen an westeuropäischer Kunst des 19.Jhs. Wer hier bereits angesichts von acht Caspar-David-Friedrich-Gemälden tief beeindruckt ist, wird sich schwer tun, den vierten Stock zu verkraften: Hinter dem sperrigen Namen Gedenkgalerie für Sergej Schtschukin und die Brüder Morosow (russiche Sammler, deren Kollektionen nach 1918 verstaatlicht wurden) verbirgt sich der beeindruckende Bestand der Eremitage an Werken französischer Impressionisten und Postimpressionisten: 29 Bilder von Picasso füllen vier Räum, von Matisse gibt es 24 Werke, Renoirs Signatur sieht man 18 Mal, auch Werke von Cézanne, Gauguin und Monet gibt es jeweils mindestens im Dutzend ... Integriert in diese völlig neu arrangierte Schau von Kunstwerken im Marktwert wohl mehrerer Milliarden Euro sind Bilder aus einst geheimen "Beutekunst"-Beständen, die 1995 erstmals von der Eremitage gezeigt wurden, so Edward Degas schnappschusshaftes Werk "Place de la Concorde".

    Äußerlich sieht man es dem streng-erhabenen Generalstabsgebäude nicht an: Seine Osthälfte ist seit 2014 das zweite Standbein der Eremitage. Bei der aufwendigen Sanierung wurden fünf Innenhöfe überglast. Eine Art Fußgängerbrücke durch gigantische Tore verbindet sie, dazwischen entstand, was auf der anderen Seite des Schlossplatzes immer fehlte: Großzügige, zeitgemäße Räume für Installationen und kulturelles Sperrgut. Aber bei aller Architektur-Moderne - wie im Winterpalast ist die Orientierung nicht einfach! Als Dauerausstellung sind zunächst eine kleine Jugendstil-Exposition (2.Stock) und eine Etage höher eine Empire-Ausstellung in den würdigen Wohnräumen des einstigen Zaren-Außenministers Karl Nesselrode zu finden. Ebenfalls im 3.Stock: umfangreiche Sammlungen an westeuropäischer Kunst des 19.Jhs. Wer hier bereits angesichts von acht Caspar-David-Friedrich-Gemälden tief beeindruckt ist, wird sich schwer tun, den vierten Stock zu verkraften: Hinter dem sperrigen Namen Gedenkgalerie für Sergej Schtschukin und die Brüder Morosow (russiche Sammler, deren Kollektionen nach 1918 verstaatlicht wurden) verbirgt sich der beeindruckende Bestand der Eremitage an Werken französischer Impressionisten und Postimpressionisten: 29 Bilder von Picasso füllen vier Räum, von Matisse gibt es 24 Werke, Renoirs Signatur sieht man 18 Mal, auch Werke von Cézanne, Gauguin und Monet gibt es jeweils mindestens im Dutzend ... Integriert in diese völlig neu arrangierte Schau von Kunstwerken im Marktwert wohl mehrerer Milliarden Euro sind Bilder aus einst geheimen "Beutekunst"-Beständen, die 1995 erstmals von der Eremitage gezeigt wurden, so Edward Degas schnappschusshaftes Werk "Place de la Concorde".


  • Sarjadje-Park

    Botanische Gärten & Parks
    • © Nikita_Maru, Shutterstock

    Moskaus neues, hippes Ich hat einen Namen: Sarjadje. Der futuristische Park bietet nicht nur eine malerische Aussicht auf Kreml, Moskwa und Erlöserkathedrale. Sondern er zeugt davon, dass die sonst so scharf für ihre Baupläne kritisierte Stadtverwaltung auch für positive Überraschungen gut ist. Denn anstelle von Chruschtschows klobigem Hotelblock Rossija - einst größtes Hotel der Welt - war eigentlich ein neuer Parlamentssitz geplant. Stattdessen eröffnete hier zu Moskaus 870.Geburtstag (2017) etwas, „das für ein besseres, grüneres Russland steht“, wie es der sonst so kritische Blogger Ilja Warlamow ausdrückte. Dazu gehört eine über der Moskwa schwebende Brücke mit 70 m Länge, der ideale Selfie- Spot. Falls Sie nicht zu den Narzissten gehören, lassen sich von hier aus die schönsten Sonnenuntergänge beobachten. Vorausgesetzt, Sie stehen auf Massenkuscheln, denn die von einem amerikanischen Architektenbüro konzipierte Schwebebrücke ist selten leer. In Sarjadje gibt es außerdem ein Open-Air-Theater sowie im Untergrund eine Konzerthalle und ein Architekturmuseum. Im Medienzentrum inklusive 4D-Kino - ebenfalls unter der Erde - können sich Touristen über die Stadt informieren.

    • Ulitsa Varvarka, Moskau
    • © Nikita_Maru, Shutterstock

    Moskaus neues, hippes Ich hat einen Namen: Sarjadje. Der futuristische Park bietet nicht nur eine malerische Aussicht auf Kreml, Moskwa und Erlöserkathedrale. Sondern er zeugt davon, dass die sonst so scharf für ihre Baupläne kritisierte Stadtverwaltung auch für positive Überraschungen gut ist. Denn anstelle von Chruschtschows klobigem Hotelblock Rossija - einst größtes Hotel der Welt - war eigentlich ein neuer Parlamentssitz geplant. Stattdessen eröffnete hier zu Moskaus 870.Geburtstag (2017) etwas, „das für ein besseres, grüneres Russland steht“, wie es der sonst so kritische Blogger Ilja Warlamow ausdrückte. Dazu gehört eine über der Moskwa schwebende Brücke mit 70 m Länge, der ideale Selfie- Spot. Falls Sie nicht zu den Narzissten gehören, lassen sich von hier aus die schönsten Sonnenuntergänge beobachten. Vorausgesetzt, Sie stehen auf Massenkuscheln, denn die von einem amerikanischen Architektenbüro konzipierte Schwebebrücke ist selten leer. In Sarjadje gibt es außerdem ein Open-Air-Theater sowie im Untergrund eine Konzerthalle und ein Architekturmuseum. Im Medienzentrum inklusive 4D-Kino - ebenfalls unter der Erde - können sich Touristen über die Stadt informieren.

    • Ulitsa Varvarka, Moskau

  • Jaroslawl

    Geographical
    • © Iakov Filimonov, Shutterstock

    Wegen der imposanten Kaufmannskirchen und des schön restaurierten alten Stadtkerns ist Jaroslawl (613000 Ew.) eine Empfehlung. Das Zentrum zwischen Kotorosl und Wolga steht unter Denkmalschutz. Der Bürgermeister ist stolz darauf, dass Jaroslawl schon mehrfach den Wettbewerb um „Die sauberste Stadt Russlands“ gewonnen hat. Derzeit dreht sich alles um die geplante 1000-Jahr-Feier, die 2010 ansteht. Nach der Legende soll sich Fürst Jaroslaw Mudryj – der Weise – aus Kiew im Jahr 1010 mit einem Bären angelegt und ihn mit der Streitaxt getötet haben. So trägt die Ansiedlung, die als erste an der Wolga entstand, den Bären im Wappen. Bereits im 16.Jh. betrieben Engländer in Jaroslawl ein Warenhaus mit Stoffen, Zucker, Gewürzen und Waffen. Im 17.Jh. wuchs der Ort zum wichtigsten Zentrum neben Moskau und war ein Knotenpunkt bedeutender Handelswege. Zeitweilig war Jaroslawl sogar Hauptstadt Russlands. Die reiche Kaufmannsgilde stellte viel Geld zum Bau monumentaler Kirchen zur Verfügung, um den Glanz der Stadt zu mehren. Im 17.Jh. wurden über 30 Kirchen errichtet. Im 18.Jh. verlor Jaroslawl an Bedeutung, weil Zar Peter I. St. Petersburg ausbaute. So konzentrierte sich die Stadt auf die Entwicklung des Binnenhandels und schuf eine starke Manufaktur: Webereien, Gerbereien und Waffenproduktion. Ende des 19.Jhs. war die Bevölkerung auf 100000 angewachsen. Die Stadt zählte zu den am weitesten entwickelten Europas. Ausdruck des Wohlstands waren 1750 die Gründung des ersten russischen Berufstheaters und 1786 die Herausgabe der ersten russischen Provinzzeitung. Kirchen, Klöster, Glockentürme verleihen dem „Florenz Russlands“ eine beeindruckende Silhouette, vor allem bei Sonnenauf- und -untergang.

    • 150000 Jaroslawl
    • © Iakov Filimonov, Shutterstock

    Wegen der imposanten Kaufmannskirchen und des schön restaurierten alten Stadtkerns ist Jaroslawl (613000 Ew.) eine Empfehlung. Das Zentrum zwischen Kotorosl und Wolga steht unter Denkmalschutz. Der Bürgermeister ist stolz darauf, dass Jaroslawl schon mehrfach den Wettbewerb um „Die sauberste Stadt Russlands“ gewonnen hat. Derzeit dreht sich alles um die geplante 1000-Jahr-Feier, die 2010 ansteht. Nach der Legende soll sich Fürst Jaroslaw Mudryj – der Weise – aus Kiew im Jahr 1010 mit einem Bären angelegt und ihn mit der Streitaxt getötet haben. So trägt die Ansiedlung, die als erste an der Wolga entstand, den Bären im Wappen. Bereits im 16.Jh. betrieben Engländer in Jaroslawl ein Warenhaus mit Stoffen, Zucker, Gewürzen und Waffen. Im 17.Jh. wuchs der Ort zum wichtigsten Zentrum neben Moskau und war ein Knotenpunkt bedeutender Handelswege. Zeitweilig war Jaroslawl sogar Hauptstadt Russlands. Die reiche Kaufmannsgilde stellte viel Geld zum Bau monumentaler Kirchen zur Verfügung, um den Glanz der Stadt zu mehren. Im 17.Jh. wurden über 30 Kirchen errichtet. Im 18.Jh. verlor Jaroslawl an Bedeutung, weil Zar Peter I. St. Petersburg ausbaute. So konzentrierte sich die Stadt auf die Entwicklung des Binnenhandels und schuf eine starke Manufaktur: Webereien, Gerbereien und Waffenproduktion. Ende des 19.Jhs. war die Bevölkerung auf 100000 angewachsen. Die Stadt zählte zu den am weitesten entwickelten Europas. Ausdruck des Wohlstands waren 1750 die Gründung des ersten russischen Berufstheaters und 1786 die Herausgabe der ersten russischen Provinzzeitung. Kirchen, Klöster, Glockentürme verleihen dem „Florenz Russlands“ eine beeindruckende Silhouette, vor allem bei Sonnenauf- und -untergang.

    • 150000 Jaroslawl

  • Moskau

    Geographical
    • © FOTOGRIN, Shutterstock
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    Moskau, Stadt auf sieben Hügeln, ist heute eine pulsierende Metropole: Luxuslimousinen rauschen an glitzernden Bürotürmen vorbei, überdimensionale Reklametafeln werben für teure Lifestyle-Produkte. Die Kulturszene ist überwältigend: Sie reicht von Literaturcafés über Diskoschiffe bis zum legendären Bolschoj-Theater. Doch nirgendwo ist der Kontrast zwischen arm und reich so drastisch wie in der 10-Mio.-Stadt, die 1147 von Jurij Dolgorukij („Langhand“) gegründet wurde.

    • © FOTOGRIN, Shutterstock
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    Moskau, Stadt auf sieben Hügeln, ist heute eine pulsierende Metropole: Luxuslimousinen rauschen an glitzernden Bürotürmen vorbei, überdimensionale Reklametafeln werben für teure Lifestyle-Produkte. Die Kulturszene ist überwältigend: Sie reicht von Literaturcafés über Diskoschiffe bis zum legendären Bolschoj-Theater. Doch nirgendwo ist der Kontrast zwischen arm und reich so drastisch wie in der 10-Mio.-Stadt, die 1147 von Jurij Dolgorukij („Langhand“) gegründet wurde.


  • Susdal

    Geographical
    • © Nymph_i, Shutterstock

    Der kleine Ort liegt 210 km von Moskau entfernt. Mit seinen 12000 Ew. ist er ein einziges Museumsstädtchen und ein touristisches Juwel. Hier konzentrieren sich auf kleiner Fläche über 100 Bauwerke von historischer Bedeutung. Auch die Architektur der kleinen Leute ist erhalten: Viele pittoreske Holzhäuschen prägen das Bild der kleinen Stadt. Susdal, das gern als „Hauptstadt des Goldenen Rings“ bezeichnet wird, steht unter Denkmalschutz und seit 1992 auch auf der Welterbeliste der Unesco. Einst Residenz von Fürsten, wurde der Ort durch Überfälle der Mongolen und Polen mehrfach zerstört, aber immer wieder aufgebaut. Susdal wurde im Jahr 990 erstmals erwähnt und erhielt 100 Jahre später Stadtrechte. Ihre Blütezeit erlebte die Stadt im 12.Jh., als Fürst Jurij Dolgorukij den Ort zur Hauptstadt des Fürstentums Rostow- Susdal machte. Eine Chronik aus dem Jahr 1673 dokumentiert die damalige Größe der Stadt: 400 Anwesen, 8 Kathedralen im Kreml, 14 Kirchen in der Siedlung und 27 Kirchen in den Klöstern. Im 19.Jh. versank Susdal dann in der Bedeutungslosigkeit. So ist zu erklären, dass der Ort die Zerstörungen nach 1917 unbeschadet überstand. Ab 1967 wurden die sakralen und weltlichen Bauten restauriert. Beim Rundgang durch die „Märchenstadt“, die sich auf eine Fläche von 8 km² beschränkt, bewundert man Spitzdächer und Türmchen, Kirchen und Festungsmauern sowie die kleinen, reich verzierten Holzhäuser. Jedes Gebäude erzählt ein Stück russischer Geschichte.

    • 601261 Susdal
    • © Nymph_i, Shutterstock

    Der kleine Ort liegt 210 km von Moskau entfernt. Mit seinen 12000 Ew. ist er ein einziges Museumsstädtchen und ein touristisches Juwel. Hier konzentrieren sich auf kleiner Fläche über 100 Bauwerke von historischer Bedeutung. Auch die Architektur der kleinen Leute ist erhalten: Viele pittoreske Holzhäuschen prägen das Bild der kleinen Stadt. Susdal, das gern als „Hauptstadt des Goldenen Rings“ bezeichnet wird, steht unter Denkmalschutz und seit 1992 auch auf der Welterbeliste der Unesco. Einst Residenz von Fürsten, wurde der Ort durch Überfälle der Mongolen und Polen mehrfach zerstört, aber immer wieder aufgebaut. Susdal wurde im Jahr 990 erstmals erwähnt und erhielt 100 Jahre später Stadtrechte. Ihre Blütezeit erlebte die Stadt im 12.Jh., als Fürst Jurij Dolgorukij den Ort zur Hauptstadt des Fürstentums Rostow- Susdal machte. Eine Chronik aus dem Jahr 1673 dokumentiert die damalige Größe der Stadt: 400 Anwesen, 8 Kathedralen im Kreml, 14 Kirchen in der Siedlung und 27 Kirchen in den Klöstern. Im 19.Jh. versank Susdal dann in der Bedeutungslosigkeit. So ist zu erklären, dass der Ort die Zerstörungen nach 1917 unbeschadet überstand. Ab 1967 wurden die sakralen und weltlichen Bauten restauriert. Beim Rundgang durch die „Märchenstadt“, die sich auf eine Fläche von 8 km² beschränkt, bewundert man Spitzdächer und Türmchen, Kirchen und Festungsmauern sowie die kleinen, reich verzierten Holzhäuser. Jedes Gebäude erzählt ein Stück russischer Geschichte.

    • 601261 Susdal

  • Solowezki-Inseln

    Landschaftliche Highlights
    • © Elena Klippert, Shutterstock

    Die größte der sechs Inseln im Weißen Meer wird mehr und mehr zur Touristenattraktion. Man trifft auf eine dicht bewaldete, schöne, teilweise unberührte Landschaft mit mildem Klima und stößt auf Spuren eines 500-jährigen Klosterlebens: Ruinen von Klostergebäuden, Kirchen und Bauernhöfen. Die Insel ist ca. 24 km lang und 16 km breit. Die 1200 Bewohner leben vom Fischfang und vom Tourismus. Das Kloster liegt wehrhaft wie eine Zarenburg zwischen dem Heiligen See und dem Weißen Meer. Seit 1991 gehört die Kremlanlage zum Welterbe der Unesco. Ein Museum dokumentiert die wechselvolle Geschichte. 1429 ließen sich Einsiedler hier nieder, im Laufe der Jahre errichteten sie ein Kloster, das zur Festung ausgebaut wurde. Teilweise lebten bis zu 500 Mönche hier. Solowetzkij war eines der reichsten Klöster Russlands. 1920 schlossen die Bolschewiki das Kloster, Stalin ließ eines seiner berüchtigten Straflager errichten. 1986 wurde es der Kirche zurückgegeben.

    • 164070 Solowezk
    • © Elena Klippert, Shutterstock

    Die größte der sechs Inseln im Weißen Meer wird mehr und mehr zur Touristenattraktion. Man trifft auf eine dicht bewaldete, schöne, teilweise unberührte Landschaft mit mildem Klima und stößt auf Spuren eines 500-jährigen Klosterlebens: Ruinen von Klostergebäuden, Kirchen und Bauernhöfen. Die Insel ist ca. 24 km lang und 16 km breit. Die 1200 Bewohner leben vom Fischfang und vom Tourismus. Das Kloster liegt wehrhaft wie eine Zarenburg zwischen dem Heiligen See und dem Weißen Meer. Seit 1991 gehört die Kremlanlage zum Welterbe der Unesco. Ein Museum dokumentiert die wechselvolle Geschichte. 1429 ließen sich Einsiedler hier nieder, im Laufe der Jahre errichteten sie ein Kloster, das zur Festung ausgebaut wurde. Teilweise lebten bis zu 500 Mönche hier. Solowetzkij war eines der reichsten Klöster Russlands. 1920 schlossen die Bolschewiki das Kloster, Stalin ließ eines seiner berüchtigten Straflager errichten. 1986 wurde es der Kirche zurückgegeben.

    • 164070 Solowezk

  • Kischi

    Landschaftliche Highlights

    In der eisfreien Zeit kann man mit dem Tragflügelboot „Raketa“ über den Onega-See zu einer Tagestour nach Kischi übersetzen.Auf der Insel wurden Meisterwerke der russischen Holzbaukunst des Nordens aus um liegenden Regionen neu aufgebaut. Das „8.Weltwunder“ nennt man die 35 m hohe Christi-Verklärungs-Kirche mit 22 Kuppeln. Sie wurde ohne einen einzigen Nagel errichtet. In der Nähe erhebt sich die Mariä-Schutz-Kirche aus dem Jahr 1764.Um eine Mittelkuppel gruppieren sich acht kleine Kuppeln. Zu sehen ist auch der älteste Holzbau Russlands, die Lazarus-Kirche aus Murom.

    • 186318 Republik Karelien

    In der eisfreien Zeit kann man mit dem Tragflügelboot „Raketa“ über den Onega-See zu einer Tagestour nach Kischi übersetzen.Auf der Insel wurden Meisterwerke der russischen Holzbaukunst des Nordens aus um liegenden Regionen neu aufgebaut. Das „8.Weltwunder“ nennt man die 35 m hohe Christi-Verklärungs-Kirche mit 22 Kuppeln. Sie wurde ohne einen einzigen Nagel errichtet. In der Nähe erhebt sich die Mariä-Schutz-Kirche aus dem Jahr 1764.Um eine Mittelkuppel gruppieren sich acht kleine Kuppeln. Zu sehen ist auch der älteste Holzbau Russlands, die Lazarus-Kirche aus Murom.

    • 186318 Republik Karelien

  • Sankt Petersburg

    Geographical
    • © FOTOGRIN, Shutterstock

    Die „schönste Stadt auf dem Antlitz der Erde“ nannte der amerikanische Dichter und Nobelpreisträger Joseph Brodsky (1940–96) seine Geburtsstadt. Die Metropole (heute 4,7 Mio. Ew.) wurde auf 40 Inseln erbaut, die durch 350 Brücken verbunden sind. Daher wird „Piter“, so der Kosename in der Bevölkerung, gerne als „Venedig des Nordens“ bezeichnet. Zar Peter I. ließ die neue Hauptstadt ab 1703 in nur neunjähriger Bauzeit errichten. Bis heute beeindrucken prächtige Bauten wie der Winterpalast, die Börse oder die Admiralität. Mehr als 3000 Gebäude stehen unter Denkmalschutz – doch leider sind derzeit ca. 2000 Bauten vom Zerfall bedroht. Die Stadt wurde 1914 in Petrograd umbenannt, hieß nach Lenins Tod 1924 Leningrad und trägt seit 1991 nun wieder ihren alten Namen. Auf der Höhe von Alaska gelegen, scheint die Sonne mittsommers nicht unterzugehen, und die berühmten „Weißen Nächte“ von St. Petersburg ziehen viele Besucher an.

    • 190000–199406 Sankt Petersburg
    • © FOTOGRIN, Shutterstock

    Die „schönste Stadt auf dem Antlitz der Erde“ nannte der amerikanische Dichter und Nobelpreisträger Joseph Brodsky (1940–96) seine Geburtsstadt. Die Metropole (heute 4,7 Mio. Ew.) wurde auf 40 Inseln erbaut, die durch 350 Brücken verbunden sind. Daher wird „Piter“, so der Kosename in der Bevölkerung, gerne als „Venedig des Nordens“ bezeichnet. Zar Peter I. ließ die neue Hauptstadt ab 1703 in nur neunjähriger Bauzeit errichten. Bis heute beeindrucken prächtige Bauten wie der Winterpalast, die Börse oder die Admiralität. Mehr als 3000 Gebäude stehen unter Denkmalschutz – doch leider sind derzeit ca. 2000 Bauten vom Zerfall bedroht. Die Stadt wurde 1914 in Petrograd umbenannt, hieß nach Lenins Tod 1924 Leningrad und trägt seit 1991 nun wieder ihren alten Namen. Auf der Höhe von Alaska gelegen, scheint die Sonne mittsommers nicht unterzugehen, und die berühmten „Weißen Nächte“ von St. Petersburg ziehen viele Besucher an.

    • 190000–199406 Sankt Petersburg

  • Sophienkathedrale

    Architektonische Highlights
    • © Pixabay
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    Gut erhaltene Festungsanlage aus dem 11.Jh. Hinter den 9 m hohen und 4 m breiten Mauern spüren Sie etwas vom alten, glanzvollen Russland. Kern der Anlage und Wahrzeichen der Stadt ist die 1000 Jahre alte Sophien-Kathedrale, eines der ältesten Bauwerke Russlands überhaupt. Die vergoldete Hauptkuppel mit den vier Nebenkuppeln sitzt strahlend auf dem weiß getünchten Bau. Im Inneren Ikonen des 14.Jhs.

    • © Pixabay
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    Gut erhaltene Festungsanlage aus dem 11.Jh. Hinter den 9 m hohen und 4 m breiten Mauern spüren Sie etwas vom alten, glanzvollen Russland. Kern der Anlage und Wahrzeichen der Stadt ist die 1000 Jahre alte Sophien-Kathedrale, eines der ältesten Bauwerke Russlands überhaupt. Die vergoldete Hauptkuppel mit den vier Nebenkuppeln sitzt strahlend auf dem weiß getünchten Bau. Im Inneren Ikonen des 14.Jhs.