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Peloponnes Must Sees























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Epidauros
Geographical © saiko3p, Shutterstock
Insider-Tipp Hör mal gut hin!
Der Name Epidauros steht für großartige Aufführungen antiker Tragödien im besterhaltenen Amphitheater Griechenlands. Den Besuch wert sind auch das Museum und die Ausgrabungen des Asklepios-Heiligtums, zu dem das Theater gehörte. Epidauros war ein Kurort, in dem Kranke Heilung suchten. Nach dem Vollzug kultischer Riten und des obligatorischen Opfers legten sie sich in einer besonderen Halle, dem Abaton, zum Schlaf nieder. Fast immer erschien ihnen im Traum der Heilgott Äskulap. Priester deuteten diesen Traum und leiteten daraus zusammen mit Ärzten die Therapie ab. Sogar Operationen wurden in Epidaurus vorgenommen. Vom Eingang kommst du zunächst zum Theater. Es wurde im 3.Jh. v. Chr. mit 34 Sitzreihen errichtet und etwa 500 Jahre später auf 55 Sitzreihen für 13 000 Zuschauer vergrößert. Bemerkenswert ist die perfekte Akustik. Warte kurz, bis eine Gruppe mit Fremdenführer kommt. Die stellen nämlich immer die hervorragende Akustik des Baus unter Beweis: Noch auf der obersten Sitzreihe kannst du von ihnen fallen gelassene Münzen nach dem Klang des Aufpralls unterscheiden, Papier rascheln hören und das Entzünden eines Streichholzes vernehmen. Am Museum vorbei erreichst du dann das ausgedehnte Grabungsgelände. An mehreren Stellen angebrachte Übersichtspläne machen die Orientierung leicht. Man sieht das Katagogion, einen ursprünglich zweistöckigen Bau mit 160 Räumen, in dem die Pilger seit dem 4.Jh. v. Chr. wohnten. Nahezu ebenso groß war das Gymnasion, in dem Ringkämpfe ausgetragen wurden. In römischer Zeit entstand in seinem Innenhof ein noch gut sichtbares Odeon. Auch das antike Stadion ist noch sehr gut zu erkennen. Ein rätselhafter Bau bleibt der auch Thymele genannte Thólos. Unter dem Zentrum dieses Rundtempels lagen drei durch Mauern unterteilte, kreisförmige Gänge. Man vermutet, dass hier die heiligen Tiere des Heilgotts Asklepios, Schlangen also, gehalten wurden. Nahe dem Thólos lag das schon erwähnte Abaton.
- Epidauros
© saiko3p, Shutterstock
Insider-Tipp Hör mal gut hin!
Der Name Epidauros steht für großartige Aufführungen antiker Tragödien im besterhaltenen Amphitheater Griechenlands. Den Besuch wert sind auch das Museum und die Ausgrabungen des Asklepios-Heiligtums, zu dem das Theater gehörte. Epidauros war ein Kurort, in dem Kranke Heilung suchten. Nach dem Vollzug kultischer Riten und des obligatorischen Opfers legten sie sich in einer besonderen Halle, dem Abaton, zum Schlaf nieder. Fast immer erschien ihnen im Traum der Heilgott Äskulap. Priester deuteten diesen Traum und leiteten daraus zusammen mit Ärzten die Therapie ab. Sogar Operationen wurden in Epidaurus vorgenommen. Vom Eingang kommst du zunächst zum Theater. Es wurde im 3.Jh. v. Chr. mit 34 Sitzreihen errichtet und etwa 500 Jahre später auf 55 Sitzreihen für 13 000 Zuschauer vergrößert. Bemerkenswert ist die perfekte Akustik. Warte kurz, bis eine Gruppe mit Fremdenführer kommt. Die stellen nämlich immer die hervorragende Akustik des Baus unter Beweis: Noch auf der obersten Sitzreihe kannst du von ihnen fallen gelassene Münzen nach dem Klang des Aufpralls unterscheiden, Papier rascheln hören und das Entzünden eines Streichholzes vernehmen. Am Museum vorbei erreichst du dann das ausgedehnte Grabungsgelände. An mehreren Stellen angebrachte Übersichtspläne machen die Orientierung leicht. Man sieht das Katagogion, einen ursprünglich zweistöckigen Bau mit 160 Räumen, in dem die Pilger seit dem 4.Jh. v. Chr. wohnten. Nahezu ebenso groß war das Gymnasion, in dem Ringkämpfe ausgetragen wurden. In römischer Zeit entstand in seinem Innenhof ein noch gut sichtbares Odeon. Auch das antike Stadion ist noch sehr gut zu erkennen. Ein rätselhafter Bau bleibt der auch Thymele genannte Thólos. Unter dem Zentrum dieses Rundtempels lagen drei durch Mauern unterteilte, kreisförmige Gänge. Man vermutet, dass hier die heiligen Tiere des Heilgotts Asklepios, Schlangen also, gehalten wurden. Nahe dem Thólos lag das schon erwähnte Abaton.
- Epidauros
Ruinenstadt Mystras
Geographical © Tatiana Popova, Shutterstock
Insider-Tipp Mach mal Pause!
Zieh die Wanderschuhe an, wenn du nach Mistrás fährst! Die byzantinische Metropole des Peloponnes liegt am Hang eines steilen Bergs am Rand der Ebene von Sparta. Auf seinem Gipfel hatten fränkische Kreuzritter 1249 eine Burg angelegt, die die Byzantiner 1262 eroberten. Sie gründeten die Stadt zu ihren Füßen, die um 1700 noch 42 000 Ew. hatte. Heute sind die meisten Wohnhäuser verschwunden, die Burg ist nur noch eine Ruine. Gut erhalten blieben die vielen Kirchen und Klöster, aufwendig restauriert wurde der monströse Fürstenpalast. Zwischen dem oberen und dem unteren Eingang zu Mistrás liegen 300 steile Höhenmeter. Wer den schweißtreibenden Aufstieg scheut, fährt erst nach oben und besucht die Ruinen der Oberstadt und dann runter zum zweiten Eingang. So kannst du sogar einen Abstecher zum Mittagessen in eine der guten Tavernen im Dorf Mistrás machen. Denk nur dran, das Ticket gut aufzuheben, denn das brauchst du natürlich erneut. Eine andere Option ist es, mit dem Taxi von Sparta aus den oberen Eingang anzusteuern und dann von oben nach unten zu laufen. Pfade und Sehenswürdigkeiten sind gut ausgeschildert. Im Folgenden wird ein Rundgang beschrieben, der am unteren Eingang beginnt und endet. Die Metrópolis war die Bischofskirche der Stadt und schließt an den ehemaligen Bischofspalast an. Du betrittst sie von einem arkadengesäumten Innenhof aus. Die Fresken in der Kirche sind besonders gut erhalten. Agíi Theodóroi Hodeghétria beeindruckt sowohl durch ihr schönes Mauerwerk als auch durch ihre große Kuppel. Im Inneren deutlich zu erkennen sind die Fürstenloge und die Emporen an den Längsseiten, die ausschließlich den Frauen vorbehalten waren. Als Palaces wird das Ensemble der mächtigen Palastruine bezeichnet, in der die Fürsten von Mistrás residierten. Agía Sophía aus dem 14.Jh. war Kloster- und Palastkirche zugleich. Zudem diente sie in türkischer Zeit als Moschee. Das Pantanássa-Kloster wird immer noch von Nonnen bewohnt. Im blumenreichen Innenhof steht ein Trinkwasserbrunnen. Die Fresken stammen im unteren Teil aus dem 17./18.Jh., im oberen Teil aus dem 15.Jh. Als Phrangópoulos Mansion ist die Ruine eines stattlichen Hauses gekennzeichnet, das eine Vorstellung vom Wohnen der Wohlhabenden im 15.Jh. vermittelt. Das Peribléptos-Kloster stand auf mehreren Geländeebenen. Die Kirche ist ein verwinkelter Bau mit gut erhaltenen Fresken aus dem 14.Jh. Die Kapelle Ágios Geórgios ist eine der vielen Privatkapellen der Stadt. Schön ist der zierliche, Narthex genannte Vorbau an der Südseite.
- Mystras
- http://www.mystras.gr/
© Tatiana Popova, Shutterstock
Insider-Tipp Mach mal Pause!
Zieh die Wanderschuhe an, wenn du nach Mistrás fährst! Die byzantinische Metropole des Peloponnes liegt am Hang eines steilen Bergs am Rand der Ebene von Sparta. Auf seinem Gipfel hatten fränkische Kreuzritter 1249 eine Burg angelegt, die die Byzantiner 1262 eroberten. Sie gründeten die Stadt zu ihren Füßen, die um 1700 noch 42 000 Ew. hatte. Heute sind die meisten Wohnhäuser verschwunden, die Burg ist nur noch eine Ruine. Gut erhalten blieben die vielen Kirchen und Klöster, aufwendig restauriert wurde der monströse Fürstenpalast. Zwischen dem oberen und dem unteren Eingang zu Mistrás liegen 300 steile Höhenmeter. Wer den schweißtreibenden Aufstieg scheut, fährt erst nach oben und besucht die Ruinen der Oberstadt und dann runter zum zweiten Eingang. So kannst du sogar einen Abstecher zum Mittagessen in eine der guten Tavernen im Dorf Mistrás machen. Denk nur dran, das Ticket gut aufzuheben, denn das brauchst du natürlich erneut. Eine andere Option ist es, mit dem Taxi von Sparta aus den oberen Eingang anzusteuern und dann von oben nach unten zu laufen. Pfade und Sehenswürdigkeiten sind gut ausgeschildert. Im Folgenden wird ein Rundgang beschrieben, der am unteren Eingang beginnt und endet. Die Metrópolis war die Bischofskirche der Stadt und schließt an den ehemaligen Bischofspalast an. Du betrittst sie von einem arkadengesäumten Innenhof aus. Die Fresken in der Kirche sind besonders gut erhalten. Agíi Theodóroi Hodeghétria beeindruckt sowohl durch ihr schönes Mauerwerk als auch durch ihre große Kuppel. Im Inneren deutlich zu erkennen sind die Fürstenloge und die Emporen an den Längsseiten, die ausschließlich den Frauen vorbehalten waren. Als Palaces wird das Ensemble der mächtigen Palastruine bezeichnet, in der die Fürsten von Mistrás residierten. Agía Sophía aus dem 14.Jh. war Kloster- und Palastkirche zugleich. Zudem diente sie in türkischer Zeit als Moschee. Das Pantanássa-Kloster wird immer noch von Nonnen bewohnt. Im blumenreichen Innenhof steht ein Trinkwasserbrunnen. Die Fresken stammen im unteren Teil aus dem 17./18.Jh., im oberen Teil aus dem 15.Jh. Als Phrangópoulos Mansion ist die Ruine eines stattlichen Hauses gekennzeichnet, das eine Vorstellung vom Wohnen der Wohlhabenden im 15.Jh. vermittelt. Das Peribléptos-Kloster stand auf mehreren Geländeebenen. Die Kirche ist ein verwinkelter Bau mit gut erhaltenen Fresken aus dem 14.Jh. Die Kapelle Ágios Geórgios ist eine der vielen Privatkapellen der Stadt. Schön ist der zierliche, Narthex genannte Vorbau an der Südseite.
- Mystras
- http://www.mystras.gr/
Náfplio
Geographical © Olga Kot Photo, Shutterstock
Nauplia (32 000 Ew.) ist die Beatuty Queen unter den Städten des Peloponnes. Unterhalb zweier mächtiger Burgen liegt die weitläufige Altstadt direkt am Wasser. Das offene Meer ist von hier aus nicht zu sehen; man fühlt sich wie an einem großen Binnensee, in dem eine dritte, kleinere Burg schwimmt. In den Altstadtgassen stehen viele hohe Häuser vor allem aus dem 19.Jh. Nauplia war zwischen 1823 und 1834 sogar die erste Hauptstadt des von den Türken befreiten Griechenland. Weil das ganze Jahr über auch die Athener gern übers Wochenende herkommen, gibt es besonders viele Tavernen, Cafés und schöne kleine Läden. Da macht das Bummeln einfach Spaß. Und wer lernen will, findet reichlich Museen. Einen eigenen Strand hat Nauplia auch – drum kann man Strand- und Städteurlaub miteinander kombinieren. Zudem sind viele bedeutende Ausflugsziele von hier aus auch gut mit dem Linienbus zu erreichen – da braucht man nicht einmal einen Mietwagen.
- 21100 Náfplio
© Olga Kot Photo, Shutterstock
Nauplia (32 000 Ew.) ist die Beatuty Queen unter den Städten des Peloponnes. Unterhalb zweier mächtiger Burgen liegt die weitläufige Altstadt direkt am Wasser. Das offene Meer ist von hier aus nicht zu sehen; man fühlt sich wie an einem großen Binnensee, in dem eine dritte, kleinere Burg schwimmt. In den Altstadtgassen stehen viele hohe Häuser vor allem aus dem 19.Jh. Nauplia war zwischen 1823 und 1834 sogar die erste Hauptstadt des von den Türken befreiten Griechenland. Weil das ganze Jahr über auch die Athener gern übers Wochenende herkommen, gibt es besonders viele Tavernen, Cafés und schöne kleine Läden. Da macht das Bummeln einfach Spaß. Und wer lernen will, findet reichlich Museen. Einen eigenen Strand hat Nauplia auch – drum kann man Strand- und Städteurlaub miteinander kombinieren. Zudem sind viele bedeutende Ausflugsziele von hier aus auch gut mit dem Linienbus zu erreichen – da braucht man nicht einmal einen Mietwagen.
- 21100 Náfplio
Alt Korinth
Touristenattraktionen © Dimitris Panas, Shutterstock
Insider-Tipp Porno oder was?
Im Vorort Alt-Korinth hat man nicht nur die Kirche mitten im Dorf gelassen, sondern auch gleich noch zwei antike Tempel und andere Bauten des Altertums. Die hat auch schon der Apostel Paulus gesehen, als er im Jahr 51 in der antiken Weltstadt war. An die dort von ihm gegründete christliche Gemeinde schrieb er auch die in die Bibel aufgenommenen Korintherbriefe. Heute ist Archéa Kórinthos nur noch ein sehr beschauliches Dorf mit grandioser Aussicht auf hohe Berge, grüne Küstenebenen und den Korinthischen Golf. Wer hier seine Peloponnes-Rundreise startet, wird fast schon zur Entschleunigung gezwungen. Das antike Korinth war bereits im 8.Jh. v. Chr. eines der bedeutendsten Gemeinwesen Griechenlands. Sein großer Vorteil war die Nähe zweier geschützter Landeplätze: am Saronischen und am Korinthischen Golf, also sowohl dem Westen als auch dem Osten der antiken Welt zugewandt. 146 v. Chr. wurde das alte Korinth von den Römern dem Erdboden gleichgemacht, weil die Korinther sich gegen Rom gestellt hatten. Deswegen sind im Ausgrabungsgelände heute auch kaum Spuren aus der griechischen Antike erhalten. Erst 100 Jahre später gründete Cäsar die Stadt neu. Als der Apostel Paulus sie ihrer großen jüdischen Gemeinde wegen im Jahr 51 oder 52 besuchte, war sie bereits wieder eine blühende Großstadt. Erdbeben in den Jahren 375 und 551 zerstörten auch sie. Archäologen haben seit 1892 das Stadtzentrum mit seinen Tempeln, Markthallen und Brunnen freigelegt. Schon auf dem Weg vom Eingang der Ausgrabungsstätte zum Museum siehst du links einen gewaltigen Felsblock mit eingearbeiteten Brunnenkammern, die Glauke-Quelle. Dahinter erheben sich die sieben noch aufrecht stehenden dorischen Säulen des Apollo-Tempels. Jede ist monolithisch, also aus einem Stück gearbeitet, und beeindruckt durch harmonische Proportionen. Ursprünglich umgaben den um 550 v. Chr. errichteten Tempel 38 solcher Säulen. Unmittelbar am Museum steht der Octavia-Tempel mit drei deutlich andersartigen Säulen. Sie sind aus Säulentrommeln zusammengesetzt und mit einem verspielten korinthischen Kapitell bekrönt. Ihnen fehlt die würdevolle Strenge der Säulen des Apollo-Tempels. Der Bau ist ja auch 600 Jahre jünger und stammt aus römischer Zeit. Besonders interessant im Archäologischen Museum sind die ausgestellten Vasen. Die Übernahme orientalischer Formen und Motive im 7.Jh. v. Chr. ist gut zu erkennen. Typisch sind die Darstellung von Tieren und Fabelwesen und die Füllung der Zwischenräume mit Ornamenten wie Blatt- und Klecksrosetten in der Zeit um 600 v. Chr. Schön sind auch die römischen Fußbodenmosaike aus dem 1./2.Jh. n. Chr. Einzigartig sind die vielen tönernen männlichen Genitalien und weiblichen Brüste in einem der fünf Museumssäle. Ähnlich wie heute noch in allen orthodoxen und manchen katholischen Kirchen wurden diese Votivtäfelchen den Göttern geweiht, wenn der Mensch Probleme mit den entsprechenden Körperteilen hatte und die Unsterblichen um Hilfe bat. Nach dem Museumsbesuch betrittst du über eine Treppe die agorá, den Marktplatz der antiken Stadt. Ihn säumten weitere Tempel, Säulenhallen mit Geschäften und öffentliche Gebäude wie Gericht und Stadtarchiv. Im Zentrum des Platzes ist eine auf die agorá vorspringende Terrasse als bema markiert. Von dieser Rednertribüne aus soll der Apostel Paulus zu den Korinthern gesprochen haben. Etwa 30 m südlich der bema begrenzte eine 165 m lange Säulenhalle den Marktplatz. Deutlich erkennbar sind 33 zweigeteilte Räume. In den vorderen sind Brunnenschächte zu sehen, die sie als Marktschenken ausweisen: In ihnen wurden Getränke kühl gehalten. Auf der gegenüberliegenden Seite der agorá führen Treppen auf die mit Marmor gepflasterte Lechaion-Straße hinunter. Sie verband das Zentrum der Stadt mit dem Hafen am Korinthischen Golf und führt heute zum Ausgang des Grabungsgeländes. Gleich rechts der Treppen sind die eindrucksvollen Überreste der schönsten Brunnenanlage Korinths zu sehen, des Peirene-Brunnens aus dem 2.Jh. Gehst du nach dem Verlassen des Grabungsgeländes zu dessen Eingang zurück, sind rechts der Straße die Reste des römischen Odeons zu sehen, eines überdachten Musiktheaters. Unterhalb davon schließen sich die Ränge des großen Theaters an, das Platz für mehr als 15 000 Zuschauer bot.
- 201 00 Korinthos
- http://archaeologicalmuseums.gr/
- +30 2741 031207
© Dimitris Panas, Shutterstock
Insider-Tipp Porno oder was?
Im Vorort Alt-Korinth hat man nicht nur die Kirche mitten im Dorf gelassen, sondern auch gleich noch zwei antike Tempel und andere Bauten des Altertums. Die hat auch schon der Apostel Paulus gesehen, als er im Jahr 51 in der antiken Weltstadt war. An die dort von ihm gegründete christliche Gemeinde schrieb er auch die in die Bibel aufgenommenen Korintherbriefe. Heute ist Archéa Kórinthos nur noch ein sehr beschauliches Dorf mit grandioser Aussicht auf hohe Berge, grüne Küstenebenen und den Korinthischen Golf. Wer hier seine Peloponnes-Rundreise startet, wird fast schon zur Entschleunigung gezwungen. Das antike Korinth war bereits im 8.Jh. v. Chr. eines der bedeutendsten Gemeinwesen Griechenlands. Sein großer Vorteil war die Nähe zweier geschützter Landeplätze: am Saronischen und am Korinthischen Golf, also sowohl dem Westen als auch dem Osten der antiken Welt zugewandt. 146 v. Chr. wurde das alte Korinth von den Römern dem Erdboden gleichgemacht, weil die Korinther sich gegen Rom gestellt hatten. Deswegen sind im Ausgrabungsgelände heute auch kaum Spuren aus der griechischen Antike erhalten. Erst 100 Jahre später gründete Cäsar die Stadt neu. Als der Apostel Paulus sie ihrer großen jüdischen Gemeinde wegen im Jahr 51 oder 52 besuchte, war sie bereits wieder eine blühende Großstadt. Erdbeben in den Jahren 375 und 551 zerstörten auch sie. Archäologen haben seit 1892 das Stadtzentrum mit seinen Tempeln, Markthallen und Brunnen freigelegt. Schon auf dem Weg vom Eingang der Ausgrabungsstätte zum Museum siehst du links einen gewaltigen Felsblock mit eingearbeiteten Brunnenkammern, die Glauke-Quelle. Dahinter erheben sich die sieben noch aufrecht stehenden dorischen Säulen des Apollo-Tempels. Jede ist monolithisch, also aus einem Stück gearbeitet, und beeindruckt durch harmonische Proportionen. Ursprünglich umgaben den um 550 v. Chr. errichteten Tempel 38 solcher Säulen. Unmittelbar am Museum steht der Octavia-Tempel mit drei deutlich andersartigen Säulen. Sie sind aus Säulentrommeln zusammengesetzt und mit einem verspielten korinthischen Kapitell bekrönt. Ihnen fehlt die würdevolle Strenge der Säulen des Apollo-Tempels. Der Bau ist ja auch 600 Jahre jünger und stammt aus römischer Zeit. Besonders interessant im Archäologischen Museum sind die ausgestellten Vasen. Die Übernahme orientalischer Formen und Motive im 7.Jh. v. Chr. ist gut zu erkennen. Typisch sind die Darstellung von Tieren und Fabelwesen und die Füllung der Zwischenräume mit Ornamenten wie Blatt- und Klecksrosetten in der Zeit um 600 v. Chr. Schön sind auch die römischen Fußbodenmosaike aus dem 1./2.Jh. n. Chr. Einzigartig sind die vielen tönernen männlichen Genitalien und weiblichen Brüste in einem der fünf Museumssäle. Ähnlich wie heute noch in allen orthodoxen und manchen katholischen Kirchen wurden diese Votivtäfelchen den Göttern geweiht, wenn der Mensch Probleme mit den entsprechenden Körperteilen hatte und die Unsterblichen um Hilfe bat. Nach dem Museumsbesuch betrittst du über eine Treppe die agorá, den Marktplatz der antiken Stadt. Ihn säumten weitere Tempel, Säulenhallen mit Geschäften und öffentliche Gebäude wie Gericht und Stadtarchiv. Im Zentrum des Platzes ist eine auf die agorá vorspringende Terrasse als bema markiert. Von dieser Rednertribüne aus soll der Apostel Paulus zu den Korinthern gesprochen haben. Etwa 30 m südlich der bema begrenzte eine 165 m lange Säulenhalle den Marktplatz. Deutlich erkennbar sind 33 zweigeteilte Räume. In den vorderen sind Brunnenschächte zu sehen, die sie als Marktschenken ausweisen: In ihnen wurden Getränke kühl gehalten. Auf der gegenüberliegenden Seite der agorá führen Treppen auf die mit Marmor gepflasterte Lechaion-Straße hinunter. Sie verband das Zentrum der Stadt mit dem Hafen am Korinthischen Golf und führt heute zum Ausgang des Grabungsgeländes. Gleich rechts der Treppen sind die eindrucksvollen Überreste der schönsten Brunnenanlage Korinths zu sehen, des Peirene-Brunnens aus dem 2.Jh. Gehst du nach dem Verlassen des Grabungsgeländes zu dessen Eingang zurück, sind rechts der Straße die Reste des römischen Odeons zu sehen, eines überdachten Musiktheaters. Unterhalb davon schließen sich die Ränge des großen Theaters an, das Platz für mehr als 15 000 Zuschauer bot.
- 201 00 Korinthos
- http://archaeologicalmuseums.gr/
- +30 2741 031207
Altstadt
Geographical © Nataliya Nazarova, Shutterstock
Zwischen den Burgbergen und dem Hafen erstreckt sich die historische Altstadt, deren wichtigste Gassen autofrei sind. Zentrum der Altstadt ist die Platía Sindágmatos. Gleich dahinter verläuft die Odós Staikopoúlou mit ihren zahlreichen Tavernen und Souvenirgeschäften. Hier herrscht auch an Winterwochenenden reges Treiben, denn Nauplia ist als Wochenendreiseziel bei jüngeren Athenern sehr beliebt.
- Nauplia
© Nataliya Nazarova, Shutterstock
Zwischen den Burgbergen und dem Hafen erstreckt sich die historische Altstadt, deren wichtigste Gassen autofrei sind. Zentrum der Altstadt ist die Platía Sindágmatos. Gleich dahinter verläuft die Odós Staikopoúlou mit ihren zahlreichen Tavernen und Souvenirgeschäften. Hier herrscht auch an Winterwochenenden reges Treiben, denn Nauplia ist als Wochenendreiseziel bei jüngeren Athenern sehr beliebt.
- Nauplia
Epidaurus Theatre
Theater © Georgios Tsichlis, Shutterstock
Das Theater von Epidauros solltest du zu Beginn des Rundgangs besuchen. Es wurde im 3.Jh. v. Chr. mit 34 Sitzreihen errichtet und etwa 500 Jahre später auf 55 Sitzreihen für 12 000 Zuschauer erweitert. Alle Sitzreihen sind erhalten, sodass das Theater auch heute noch in jedem Sommer für Aufführungen antiker Stücke genutzt werden kann. Fremdenführer stellen auch zu anderen Zeiten für ihre Gruppen die hervorragende Akustik des Baus unter Beweis: Noch auf der obersten Sitzreihe kann man fallen gelassene Münzen nach dem Klang des Auf- pralls unterscheiden, Papier rascheln hören und das Entzünden eines Streichholzes vernehmen.
- Epidavrou Tripolis, 210 52 Epidavros
- http://odysseus.culture.gr/
- +30 2753 022009
© Georgios Tsichlis, Shutterstock
Das Theater von Epidauros solltest du zu Beginn des Rundgangs besuchen. Es wurde im 3.Jh. v. Chr. mit 34 Sitzreihen errichtet und etwa 500 Jahre später auf 55 Sitzreihen für 12 000 Zuschauer erweitert. Alle Sitzreihen sind erhalten, sodass das Theater auch heute noch in jedem Sommer für Aufführungen antiker Stücke genutzt werden kann. Fremdenführer stellen auch zu anderen Zeiten für ihre Gruppen die hervorragende Akustik des Baus unter Beweis: Noch auf der obersten Sitzreihe kann man fallen gelassene Münzen nach dem Klang des Auf- pralls unterscheiden, Papier rascheln hören und das Entzünden eines Streichholzes vernehmen.
- Epidavrou Tripolis, 210 52 Epidavros
- http://odysseus.culture.gr/
- +30 2753 022009
Burg von Mykene
Architektonische Highlights © Constantinos Iliopoulos, Shutterstock
Die Mauern der fast 3500 Jahre alten Burg von Mykene auf einem Hügel am Rand der argolischen Ebene 25 km nördlich von Nauplia wirken noch immer mächtig und abweisend. Hier residierten einst Könige wie Atreus, Agamemnon und Orest, lebten Frauen wie Elektra und Klytaimnestra.
- 212 00 Mykines
- http://odysseus.culture.gr/
- +30 2751 076585
© Constantinos Iliopoulos, Shutterstock
Die Mauern der fast 3500 Jahre alten Burg von Mykene auf einem Hügel am Rand der argolischen Ebene 25 km nördlich von Nauplia wirken noch immer mächtig und abweisend. Hier residierten einst Könige wie Atreus, Agamemnon und Orest, lebten Frauen wie Elektra und Klytaimnestra.
- 212 00 Mykines
- http://odysseus.culture.gr/
- +30 2751 076585
Pyrgos Dirou
Angeln © PNIK, Shutterstock
Neben den vielen mittelalterlichen Kapellen gehören die Sandstrände von Stoúpa und Marmári, der Kiesstrand von Kardamíli und vor allem die Tropfsteinhöhle Pírgos Dírou zu den Hauptattraktionen der Máni. Durch diese Höhle gleitet man in etwa 30 Minuten im Elektroboot auf einem unterirdischen Fluss.
- 230 62 Pyrgos Dirou
- http://diros-caves.gr/
- +30 2733 052222
© PNIK, Shutterstock
Neben den vielen mittelalterlichen Kapellen gehören die Sandstrände von Stoúpa und Marmári, der Kiesstrand von Kardamíli und vor allem die Tropfsteinhöhle Pírgos Dírou zu den Hauptattraktionen der Máni. Durch diese Höhle gleitet man in etwa 30 Minuten im Elektroboot auf einem unterirdischen Fluss.
- 230 62 Pyrgos Dirou
- http://diros-caves.gr/
- +30 2733 052222
Vathia
Geographical © Anetlanda, Shutterstock
Im südlichsten Teil der Inneren Máni 33 km südöstlich stehen auf einem Felsvorsprung dicht gedrängt die Wohntürme von Váthia, das durch diese enge Bebauung von Weitem wie eine Felsenburg wirkt. Von Váthia aus kannst du durch eine bizarre Kleinfelslandschaft noch einige Kilometer weiterfahren zur Bucht von Pórto Kágio mit guten Fischtavernen.
- 230 71 Vathia
© Anetlanda, Shutterstock
Im südlichsten Teil der Inneren Máni 33 km südöstlich stehen auf einem Felsvorsprung dicht gedrängt die Wohntürme von Váthia, das durch diese enge Bebauung von Weitem wie eine Felsenburg wirkt. Von Váthia aus kannst du durch eine bizarre Kleinfelslandschaft noch einige Kilometer weiterfahren zur Bucht von Pórto Kágio mit guten Fischtavernen.
- 230 71 Vathia
Monemvasia
Geographical © Milan Gonda, Shutterstock
Monemvassía (1300 ew.) gleicht einer Filmkulisse. Stadtmauern und Festung, Häuser, Gassen und Plätze haben ihr spätmittelalterliches Gepräge bewahrt; kein Neubau stört das geschlossene Bild des Orts.
- Monemvasia
- http://www.monemvasia.de/
© Milan Gonda, Shutterstock
Monemvassía (1300 ew.) gleicht einer Filmkulisse. Stadtmauern und Festung, Häuser, Gassen und Plätze haben ihr spätmittelalterliches Gepräge bewahrt; kein Neubau stört das geschlossene Bild des Orts.
- Monemvasia
- http://www.monemvasia.de/
Loúsios-Tal
Landschaftliche Highlights © Andronos Haris, Shutterstock
Absolutes Highlight ist aber eine Wanderung durchs tiefe, sattgrüne Loúsios-Tal. Dabei kannst du dir in Gortína die Überreste zweier Tempel, einer Säulenanlage und einer Badeanlage anschauen, bevor du dem Fernwanderweg E4 zum Kloster Ágios Ioánnis Pródromos folgst. Acht Mönche leben da in einem sechsgeschossigen Bau aus dem 16.Jh., der sich ganz abenteuerlich in einen waagerechten Felsspalt zwängt. Die hölzernen Galerien zu betreten, erfordert schon einiges Gottvertrauen.
- Gortynia Municipality, 220 07 Stemnitsa
- http://www.monopatiapolitismou.gr/
© Andronos Haris, Shutterstock
Absolutes Highlight ist aber eine Wanderung durchs tiefe, sattgrüne Loúsios-Tal. Dabei kannst du dir in Gortína die Überreste zweier Tempel, einer Säulenanlage und einer Badeanlage anschauen, bevor du dem Fernwanderweg E4 zum Kloster Ágios Ioánnis Pródromos folgst. Acht Mönche leben da in einem sechsgeschossigen Bau aus dem 16.Jh., der sich ganz abenteuerlich in einen waagerechten Felsspalt zwängt. Die hölzernen Galerien zu betreten, erfordert schon einiges Gottvertrauen.
- Gortynia Municipality, 220 07 Stemnitsa
- http://www.monopatiapolitismou.gr/
Mykene
Architektonische Highlights © RODKARV, Shutterstock
Nach Mykene ist eine der drei großen Epochen der antiken griechischen Geschichte benannt: die mykenische Zeit. Diese erste Hochkultur auf europäischem Festland erlebte ihre Blüte zwischen 1400 und 1200 v. Chr. Die Mauern der fast 3500 Jahre alten Burg von Mykene auf einem Hügel am Rand der argolischen Ebene 25 km nördlich von Nauplia wirken noch immer mächtig und abweisend. Hier residierten einst Könige wie Atreus, Agamemnon und Orest, lebten Frauen wie Elektra und Klytaimnestra. Der Name Mykene ist aber auch untrennbar mit Heinrich Schliemann verbunden, der 1876 aus den Königsgräbern von Mykene bedeutende Kunstwerke aus purem Gold mit einem Gesamtgewicht von 14 kg barg. Ein Teil von ihnen ist im Archäologischen Nationalmuseum in Athen zu sehen. Auf dem Weg zu den Ausgrabungen pas- sieren Sie auf der Straße vom heutigen Dorf Mikínes zum Burghügel zunächst das Schatzhaus des Atreus. In Wahrheit ist es ein Kuppelgrab aus dem frühen 13.Jh. v. Chr. Eine 36 m lange und 6 m breite Passage, in der Fachsprache drómos genannt, führt auf ein 5,4 m hohes Tor mit dem für die mykenische Architektur typischen Entlastungsdreieck zu. Dahinter liegt das 13,5 m hohe Kuppelgrab mit 14,5 m Durchmesser, das innen einem Bienenkorb gleicht. Eine echte Wölbung konnte man damals noch nicht bauen; sie wird hier dadurch vorgetäuscht, dass die Mauerringe nach oben zu immer enger werden und dabei jeweils den unteren um einige wenige Zentimeter überkragen. Die eigentliche Grabkammer bildete der kleine Seitenraum, der sich an den Bienenkorb anschließt. Zwei weitere Kuppelgräber liegen gleich hinter dem Kassenhäuschen am modernen Eingang zur Burg von Mykene: Das mit erhaltener, teilweise restaurierter Kuppel wird Grab der Klytaimnestra genannt und stammt aus der Zeit um 1200 v. Chr.; das mit eingestürzter Kuppel ist etwa 300 Jahre älter und wird als Grab des Aigisthos bezeichnet. Der Hauptweg führt vom Eingang zum berühmten Löwentor aus der Zeit um 1250 v. Chr. Es besteht aus vier tonnenschweren Steinen. Über dem oberen Torblock ist aus der Burgmauer wiededas für mykenische Tore typische Entlastungsdreieck ausgespart. So wird verhindert, dass das Gewicht der Mauer auf dem oberen Torblock lastet. Hier ist es nun aber durch eine etwa 70 cm dicke Steinplatte mit einem einzigartigen Relief verkleidet, das als eines der bedeutendsten Kunstdenkmäler der mykenischen Zeit gilt. Im Zentrum des Reliefs trägt eine Säule, die auf einem Altar ruht, das Dachgebälk eines Gebäudes, vielleicht des Königspalasts. Zwei Löwen stehen mit ihren Vorderpranken auf dem Altar. Ihre Köpfe, die vermutlich aus Bronze gearbeitet waren, fehlen heute. Das Relief sollte Besuchern der Burg wahrscheinlich die Macht der Könige verkünden und ihnen zugleich andeuten, dass sie sich einem heiligen Bezirk nähern. Hinter dem Tor liegt gleich rechter Hand der Gräberkreis, den Heinrich Schliemann freilegte. In den fünf von ihm ent- deckten Grabschächten aus dem 16.Jh. v. Chr. fand er 19 Skelette, goldene Totenmasken und mit Blattgold bedeckte Gewänder, Schmuck, Waffen und Gefäße. Als die Toten bestattet wurden, lagen die Gräber außerhalb der damaligen Burgmauer. Als der Palast im 14.Jh. v. Chr. erweitert wurde und nun auch die Gräber umfasste, gestaltete man sie zu einem Heiligtum um. Der Platz über den Gräbern wurde aufgeschüttet und mit Steinplatten belegt. Ringsherum wurde eine Doppel- reihe senkrecht stehender Steinplatten aufgestellt. Sie waren oben eingekerbt, trugen Holzbalken, auf die wiederum Steinplatten gelegt wurden. Ein Kultplatz war entstanden, der anders als ein gewöhnlicher Friedhof innerhalb der Mauern verbleiben konnte. Vom Gräberkreis führt der Weg zur Kuppe des Burghügels, auf dem Spuren des königlichen Palasts, des Megaron, erhalten sind. Er stand größtenteils auf künstlich geschaffenen Terrassen. In der Mitte des Thronsaals markiert eine leichte Erdaufschüttung die Stelle des Herdfeuers. An ihren vier Ecken sind Säulenbasen zu erkennen. Der Thron stand an der Südseite des 11,5 mal 13 m großen Saals. Im Norden der Burg führt ein unterirdischer Gang zu einem Brunnen. Er wurde über eine unterirdische Tonröhrenleitung mit Wasser aus einer 360 m entfernten Quelle versorgt. Von hier führt der Weg weiter zum kleinen, modernen Museum mit Repliken der Schliemannschen Goldfunde und Resten mykenischer Fresken sowie den einzigen Toiletten weit und breit. Im modernen Dorf Mikínes sind die Restaurants auf Massenabfertigung eingestellt. Reisende, die die Ausgrabungen in den kühleren und besucherarmen Morgen- oder Abendstunden besuchen wollen, können hier auch übernachten. Schon Heinrich Schliemann schlief im sehr einfachen Hotel Belle Helene. Moderner ist das Hotel La Petite Planète. Beide Hotels liegen an der Hauptstraße. Außerdem werden viele Privatzimmer vermietet.
© RODKARV, Shutterstock
Nach Mykene ist eine der drei großen Epochen der antiken griechischen Geschichte benannt: die mykenische Zeit. Diese erste Hochkultur auf europäischem Festland erlebte ihre Blüte zwischen 1400 und 1200 v. Chr. Die Mauern der fast 3500 Jahre alten Burg von Mykene auf einem Hügel am Rand der argolischen Ebene 25 km nördlich von Nauplia wirken noch immer mächtig und abweisend. Hier residierten einst Könige wie Atreus, Agamemnon und Orest, lebten Frauen wie Elektra und Klytaimnestra. Der Name Mykene ist aber auch untrennbar mit Heinrich Schliemann verbunden, der 1876 aus den Königsgräbern von Mykene bedeutende Kunstwerke aus purem Gold mit einem Gesamtgewicht von 14 kg barg. Ein Teil von ihnen ist im Archäologischen Nationalmuseum in Athen zu sehen. Auf dem Weg zu den Ausgrabungen pas- sieren Sie auf der Straße vom heutigen Dorf Mikínes zum Burghügel zunächst das Schatzhaus des Atreus. In Wahrheit ist es ein Kuppelgrab aus dem frühen 13.Jh. v. Chr. Eine 36 m lange und 6 m breite Passage, in der Fachsprache drómos genannt, führt auf ein 5,4 m hohes Tor mit dem für die mykenische Architektur typischen Entlastungsdreieck zu. Dahinter liegt das 13,5 m hohe Kuppelgrab mit 14,5 m Durchmesser, das innen einem Bienenkorb gleicht. Eine echte Wölbung konnte man damals noch nicht bauen; sie wird hier dadurch vorgetäuscht, dass die Mauerringe nach oben zu immer enger werden und dabei jeweils den unteren um einige wenige Zentimeter überkragen. Die eigentliche Grabkammer bildete der kleine Seitenraum, der sich an den Bienenkorb anschließt. Zwei weitere Kuppelgräber liegen gleich hinter dem Kassenhäuschen am modernen Eingang zur Burg von Mykene: Das mit erhaltener, teilweise restaurierter Kuppel wird Grab der Klytaimnestra genannt und stammt aus der Zeit um 1200 v. Chr.; das mit eingestürzter Kuppel ist etwa 300 Jahre älter und wird als Grab des Aigisthos bezeichnet. Der Hauptweg führt vom Eingang zum berühmten Löwentor aus der Zeit um 1250 v. Chr. Es besteht aus vier tonnenschweren Steinen. Über dem oberen Torblock ist aus der Burgmauer wiededas für mykenische Tore typische Entlastungsdreieck ausgespart. So wird verhindert, dass das Gewicht der Mauer auf dem oberen Torblock lastet. Hier ist es nun aber durch eine etwa 70 cm dicke Steinplatte mit einem einzigartigen Relief verkleidet, das als eines der bedeutendsten Kunstdenkmäler der mykenischen Zeit gilt. Im Zentrum des Reliefs trägt eine Säule, die auf einem Altar ruht, das Dachgebälk eines Gebäudes, vielleicht des Königspalasts. Zwei Löwen stehen mit ihren Vorderpranken auf dem Altar. Ihre Köpfe, die vermutlich aus Bronze gearbeitet waren, fehlen heute. Das Relief sollte Besuchern der Burg wahrscheinlich die Macht der Könige verkünden und ihnen zugleich andeuten, dass sie sich einem heiligen Bezirk nähern. Hinter dem Tor liegt gleich rechter Hand der Gräberkreis, den Heinrich Schliemann freilegte. In den fünf von ihm ent- deckten Grabschächten aus dem 16.Jh. v. Chr. fand er 19 Skelette, goldene Totenmasken und mit Blattgold bedeckte Gewänder, Schmuck, Waffen und Gefäße. Als die Toten bestattet wurden, lagen die Gräber außerhalb der damaligen Burgmauer. Als der Palast im 14.Jh. v. Chr. erweitert wurde und nun auch die Gräber umfasste, gestaltete man sie zu einem Heiligtum um. Der Platz über den Gräbern wurde aufgeschüttet und mit Steinplatten belegt. Ringsherum wurde eine Doppel- reihe senkrecht stehender Steinplatten aufgestellt. Sie waren oben eingekerbt, trugen Holzbalken, auf die wiederum Steinplatten gelegt wurden. Ein Kultplatz war entstanden, der anders als ein gewöhnlicher Friedhof innerhalb der Mauern verbleiben konnte. Vom Gräberkreis führt der Weg zur Kuppe des Burghügels, auf dem Spuren des königlichen Palasts, des Megaron, erhalten sind. Er stand größtenteils auf künstlich geschaffenen Terrassen. In der Mitte des Thronsaals markiert eine leichte Erdaufschüttung die Stelle des Herdfeuers. An ihren vier Ecken sind Säulenbasen zu erkennen. Der Thron stand an der Südseite des 11,5 mal 13 m großen Saals. Im Norden der Burg führt ein unterirdischer Gang zu einem Brunnen. Er wurde über eine unterirdische Tonröhrenleitung mit Wasser aus einer 360 m entfernten Quelle versorgt. Von hier führt der Weg weiter zum kleinen, modernen Museum mit Repliken der Schliemannschen Goldfunde und Resten mykenischer Fresken sowie den einzigen Toiletten weit und breit. Im modernen Dorf Mikínes sind die Restaurants auf Massenabfertigung eingestellt. Reisende, die die Ausgrabungen in den kühleren und besucherarmen Morgen- oder Abendstunden besuchen wollen, können hier auch übernachten. Schon Heinrich Schliemann schlief im sehr einfachen Hotel Belle Helene. Moderner ist das Hotel La Petite Planète. Beide Hotels liegen an der Hauptstraße. Außerdem werden viele Privatzimmer vermietet.
Kanal von Korinth
Landschaftliche Highlights © Antoine2K, Shutterstock
Insider-Tipp Kanalkreuzfahrten für alle
Es ist der helle Wahnsinn! Von der alten Straßenbrücke über den imposantesten Kanal Europas stürzen sich Cracks aus aller Welt beim Bungeesprung zwischen den Felswänden 45 m in die Tiefe und werden vom Seil erst dicht überm Wasser abgefedert. Wer es gemütlicher mag, begegnet dem Kanal auf die sanftere Art vom Dampfer „Argo“ aus, der in Isthmía am östlichen Kanalausgang zu einstündigen Kanalfahrten startet. Und Stoiker blicken auf den Kanal einfach nur von der alten Straßenbrücke. Warte auf die großen Pötte, die die 6,3 km lange Wasserstraße zwischen bis zu 76 m hohen Felswänden nutzen.
- Korinthos
© Antoine2K, Shutterstock
Insider-Tipp Kanalkreuzfahrten für alle
Es ist der helle Wahnsinn! Von der alten Straßenbrücke über den imposantesten Kanal Europas stürzen sich Cracks aus aller Welt beim Bungeesprung zwischen den Felswänden 45 m in die Tiefe und werden vom Seil erst dicht überm Wasser abgefedert. Wer es gemütlicher mag, begegnet dem Kanal auf die sanftere Art vom Dampfer „Argo“ aus, der in Isthmía am östlichen Kanalausgang zu einstündigen Kanalfahrten startet. Und Stoiker blicken auf den Kanal einfach nur von der alten Straßenbrücke. Warte auf die großen Pötte, die die 6,3 km lange Wasserstraße zwischen bis zu 76 m hohen Felswänden nutzen.
- Korinthos
Nemea
Geographical © Izabela Miszczak, Shutterstock
Insider-Tipp Backe, backe Kuchen
Bist du sportlich? Im sorgsam restaurierten antiken Stadion von Neméa kannst du nicht nur einen Sprint hinlegen, sondern wie antike Athleten vom – heute nur in Grundrissen erkennbaren – einstigen Umkleideraum durch den Athletentunnel ins Stadion einziehen. Da findest du an einigen Stellen noch Graffiti an den Wänden, die Sportler des Altertums hinterließen. Anders als die darfst du heute allerdings nicht nackt durchs Stadion sprinten. Ein noch besseres Bild von der antiken Sportstätte vermittelt dir dann ein schönes Modell im nahen Archäologischen Museum. Im Museum stehen auch mehrere Modelle des unmittelbar benachbarten antiken Zeus-Heiligtums, von dessen Tempel noch 13 Säulen in den Himmel ragen. Dass der Tempel einst farbenfroh angemalt war, beweisen Fragmente im Museum. Falls dir tagsüber schon der Sinn danach steht, kannst du rund um das heutige Dorf Archéa Neméa auch eine der vielen n Weinkellereien besuchen, zu denen auch zwei Weinstraßen führen. Neméa ist eins der berühmtesten Weinanbaugebiete des Peloponnes. Am besten auf Besucher eingestellt ist die stimmungsvolle Kellerei Ktíma Palivoú am Ortsausgang von Archéa Neméa Richtung modernes Neméa. Kein Weintrinker? Dann ist der in ganz Griechenland traditionell zum Backen und Kochen geschätzte Traubensirup petimézi für dich interessant. Doch noch Lust auf edle Tropfen? Bei Koútsi knapp 5 km nördlich wartet mit Gaia Wines eines der renommiertesten Weingüter Griechenlands auf dich. Dort schlenderst du durch Weinberge und die moderne Anlage, erfährst Spannendes über die Produktion und probierst preisgekrönte Weine, auf Wunsch auch von ihrer Kellerei auf Santorin.
- 205 00 Nemea
© Izabela Miszczak, Shutterstock
Insider-Tipp Backe, backe Kuchen
Bist du sportlich? Im sorgsam restaurierten antiken Stadion von Neméa kannst du nicht nur einen Sprint hinlegen, sondern wie antike Athleten vom – heute nur in Grundrissen erkennbaren – einstigen Umkleideraum durch den Athletentunnel ins Stadion einziehen. Da findest du an einigen Stellen noch Graffiti an den Wänden, die Sportler des Altertums hinterließen. Anders als die darfst du heute allerdings nicht nackt durchs Stadion sprinten. Ein noch besseres Bild von der antiken Sportstätte vermittelt dir dann ein schönes Modell im nahen Archäologischen Museum. Im Museum stehen auch mehrere Modelle des unmittelbar benachbarten antiken Zeus-Heiligtums, von dessen Tempel noch 13 Säulen in den Himmel ragen. Dass der Tempel einst farbenfroh angemalt war, beweisen Fragmente im Museum. Falls dir tagsüber schon der Sinn danach steht, kannst du rund um das heutige Dorf Archéa Neméa auch eine der vielen n Weinkellereien besuchen, zu denen auch zwei Weinstraßen führen. Neméa ist eins der berühmtesten Weinanbaugebiete des Peloponnes. Am besten auf Besucher eingestellt ist die stimmungsvolle Kellerei Ktíma Palivoú am Ortsausgang von Archéa Neméa Richtung modernes Neméa. Kein Weintrinker? Dann ist der in ganz Griechenland traditionell zum Backen und Kochen geschätzte Traubensirup petimézi für dich interessant. Doch noch Lust auf edle Tropfen? Bei Koútsi knapp 5 km nördlich wartet mit Gaia Wines eines der renommiertesten Weingüter Griechenlands auf dich. Dort schlenderst du durch Weinberge und die moderne Anlage, erfährst Spannendes über die Produktion und probierst preisgekrönte Weine, auf Wunsch auch von ihrer Kellerei auf Santorin.
- 205 00 Nemea
Fortress Palamidi
Architektonische Highlights © Gurgen Bakhshetyan, Shutterstock
Jetzt kannst du beweisen, wie fit du bist: Lauf die 850 schweißtreibenden Stufen von der Altstadt aus zur größten nauplischen Festung hinauf. Weithin sichtbar überragt die venezianische Burg aus dem frühen 18.Jh. auf einem 220 m hohen Berg die Stadt. Die Venezianer wussten, warum sie den Fels befestigten: Von hier aus hatten sie 1686 die Türken auf Akronauplia erfolgreich beschossen und zur Übergabe gezwungen. Benannt ist die Festung nach Palamides, einer Gestalt aus Homers Epos „Ilias“. Er galt als Erfinder der Buchstaben, der Maßeinheiten, des Rechnens und der Würfelspiele. Weicheier erreichen die Festung, die als stärkste Griechenlands gilt, auch über eine 3 km lange Asphaltstraße. Linienbusse fahren allerdings nicht hinauf.
- Palamidiou, 211 00 Nauplia
- http://www.argolisculture.gr/
- +30 2752 028036
© Gurgen Bakhshetyan, Shutterstock
Jetzt kannst du beweisen, wie fit du bist: Lauf die 850 schweißtreibenden Stufen von der Altstadt aus zur größten nauplischen Festung hinauf. Weithin sichtbar überragt die venezianische Burg aus dem frühen 18.Jh. auf einem 220 m hohen Berg die Stadt. Die Venezianer wussten, warum sie den Fels befestigten: Von hier aus hatten sie 1686 die Türken auf Akronauplia erfolgreich beschossen und zur Übergabe gezwungen. Benannt ist die Festung nach Palamides, einer Gestalt aus Homers Epos „Ilias“. Er galt als Erfinder der Buchstaben, der Maßeinheiten, des Rechnens und der Würfelspiele. Weicheier erreichen die Festung, die als stärkste Griechenlands gilt, auch über eine 3 km lange Asphaltstraße. Linienbusse fahren allerdings nicht hinauf.
- Palamidiou, 211 00 Nauplia
- http://www.argolisculture.gr/
- +30 2752 028036
Didima
Touristenattraktionen © Heracles Kritikos, Shutterstock
Eine Natursehenswürdigkeit ersten Ranges erwartet Reisende 60 km südöstlich 500 m abseits der Asphaltstraße im Hochtal von Dídima. Ein Wegweiser führt auf gutem Feldweg zu den Spílea Didimón. Am verkarsteten Berghang voraus ist im graugrünen Fels schon deutlich ein brauner Krater auszumachen. Man gelangt an einen Drahtzaun: Hier muss man halten. Jenseits des nicht überall unüberwindlichen Zauns blickt man plötzlich in einen 40 m tiefen Krater mit mehr als 100 m Durchmesser. In Wirklichkeit ist es kein Krater, sondern eine Doline: eine ehemalige Karsthöhle, deren Decke eingestürzt ist. Der Boden ist von Büschen, Gräsern und Bäumen bewachsen; in die senkrecht abfallenden Wände sind zwei weiße Kapellen gebaut. Eine Treppe führt dort, wo der Feldweg den Zaun erreicht, zu einer dieser Kapellen hinunter, in der Freskenreste aus dem 15.Jh. erhalten sind. Von dieser ersten Doline aus können Sie zu Fuß noch etwa 400 m weitergehen zur zweiten Doline, die man schon vorher bei der Anfahrt von Weitem gesehen hat. Sie ist zwar etwas größer, gleichwohl aber weniger eindrucksvoll als die erste.
- 213 00 Didima
© Heracles Kritikos, Shutterstock
Eine Natursehenswürdigkeit ersten Ranges erwartet Reisende 60 km südöstlich 500 m abseits der Asphaltstraße im Hochtal von Dídima. Ein Wegweiser führt auf gutem Feldweg zu den Spílea Didimón. Am verkarsteten Berghang voraus ist im graugrünen Fels schon deutlich ein brauner Krater auszumachen. Man gelangt an einen Drahtzaun: Hier muss man halten. Jenseits des nicht überall unüberwindlichen Zauns blickt man plötzlich in einen 40 m tiefen Krater mit mehr als 100 m Durchmesser. In Wirklichkeit ist es kein Krater, sondern eine Doline: eine ehemalige Karsthöhle, deren Decke eingestürzt ist. Der Boden ist von Büschen, Gräsern und Bäumen bewachsen; in die senkrecht abfallenden Wände sind zwei weiße Kapellen gebaut. Eine Treppe führt dort, wo der Feldweg den Zaun erreicht, zu einer dieser Kapellen hinunter, in der Freskenreste aus dem 15.Jh. erhalten sind. Von dieser ersten Doline aus können Sie zu Fuß noch etwa 400 m weitergehen zur zweiten Doline, die man schon vorher bei der Anfahrt von Weitem gesehen hat. Sie ist zwar etwas größer, gleichwohl aber weniger eindrucksvoll als die erste.
- 213 00 Didima
Dimitsana
Geographical © ollirg, Shutterstock
Das große, lebhafte Dorf auf und an einem lang gestreckten Felsvorsprung über dem tiefen Tal des Flusses Loúsios ist eines der ursprünglichsten Dörfer des Peloponnes. Es liegt 60 km nordwestlich von Trípoli 7 km von der Hauptstraße entfernt abseits der gängigen Urlauberrouten. 2 km außerhalb zeigt das einzigartige Freiluftmuseum Water Power Museum in restaurierten Wassermühlen, Gerbereien, Schwarzpulverfabriken und Destillerien auch anhand von Videos, womit die Talbewohner im 18./19.Jh. zu Wohlstand gelangten und wie die Arbeitsprozesse abliefen. 2 km weiter klebt das Kloster Emialó an einer Felswand; die Klosterkirche birgt Fresken aus dem 17.Jh. Von der Straße nach Karítena zweigt eine Asphaltstraße ins Loúsiostal ab. Dort steht, atemraubend vielgeschossig an eine Felswand gebaut, das Mönchskloster Prodrómou, von dem aus man auch zum restaurierten Kloster Philosóphou hinüberwandern kann. Vom Kloster Prodrómou führt eine Asphaltstraße weiter zu den romantisch gelegenen Ruinen des antiken Äskulap-Heiligtums von Górtys. All diese Ziele sind von Dimitsána aus auch auf markierten Wanderwegen erreichbar.
- 220 07 Dimitsana
© ollirg, Shutterstock
Das große, lebhafte Dorf auf und an einem lang gestreckten Felsvorsprung über dem tiefen Tal des Flusses Loúsios ist eines der ursprünglichsten Dörfer des Peloponnes. Es liegt 60 km nordwestlich von Trípoli 7 km von der Hauptstraße entfernt abseits der gängigen Urlauberrouten. 2 km außerhalb zeigt das einzigartige Freiluftmuseum Water Power Museum in restaurierten Wassermühlen, Gerbereien, Schwarzpulverfabriken und Destillerien auch anhand von Videos, womit die Talbewohner im 18./19.Jh. zu Wohlstand gelangten und wie die Arbeitsprozesse abliefen. 2 km weiter klebt das Kloster Emialó an einer Felswand; die Klosterkirche birgt Fresken aus dem 17.Jh. Von der Straße nach Karítena zweigt eine Asphaltstraße ins Loúsiostal ab. Dort steht, atemraubend vielgeschossig an eine Felswand gebaut, das Mönchskloster Prodrómou, von dem aus man auch zum restaurierten Kloster Philosóphou hinüberwandern kann. Vom Kloster Prodrómou führt eine Asphaltstraße weiter zu den romantisch gelegenen Ruinen des antiken Äskulap-Heiligtums von Górtys. All diese Ziele sind von Dimitsána aus auch auf markierten Wanderwegen erreichbar.
- 220 07 Dimitsana
Monastery Elonas
Architektonische Highlights © Joaquin Ossorio Castillo, Shutterstock
Fährt man vom knapp 100 km südöstlich gelegenen Leonídio durch die Schlucht des Flusses Dafnó ins Párnongebirge hinauf, erblickt man nach einigen Kilometern plötzlich wie ein Trugbild das blendend weiße Kloster viele Hundert Meter höher an der Steilwand eines Felsens. Kein Weg scheint hinaufzuführen – und doch ist man ein paar Kilometer weiter auf dem Parkplatz unmittelbar vor dem Kloster. Ein Fußweg führt von hier unter Felsüberhängen hindurch auf die kleine Terrasse, auf der sich Kirche und Kloster an und unter den Fels zwängen. Ist die Kirche verschlossen, läutet man die Glocke und sofort kommt eine Nonne herbei, um die Tür zu öffnen. Unter der Kirchendecke hängen zahllose Öllampen dicht an dicht, gestiftet von Gläubigen, denen ein Gebet im Kloster geholfen hat. Andere stifteten den Ikonen ein wertvolles Oklad, einen Überzug aus edlen Metallen, auf dem getrieben und ziseliert genau das dargestellt ist, was zuvor auf der Ikone gemalt zu sehen war. Besonders schön ist die Ikone Mariens als Leben spendender Quell mit großartigen Darstellungen der Kranken und Lahmen, die diesen Brunnen vor einem Kloster in Konstantinopel aufzusuchen pflegten, um geheilt zu werden.
- 223 00 Kosmas
- +30 2757 022297
© Joaquin Ossorio Castillo, Shutterstock
Fährt man vom knapp 100 km südöstlich gelegenen Leonídio durch die Schlucht des Flusses Dafnó ins Párnongebirge hinauf, erblickt man nach einigen Kilometern plötzlich wie ein Trugbild das blendend weiße Kloster viele Hundert Meter höher an der Steilwand eines Felsens. Kein Weg scheint hinaufzuführen – und doch ist man ein paar Kilometer weiter auf dem Parkplatz unmittelbar vor dem Kloster. Ein Fußweg führt von hier unter Felsüberhängen hindurch auf die kleine Terrasse, auf der sich Kirche und Kloster an und unter den Fels zwängen. Ist die Kirche verschlossen, läutet man die Glocke und sofort kommt eine Nonne herbei, um die Tür zu öffnen. Unter der Kirchendecke hängen zahllose Öllampen dicht an dicht, gestiftet von Gläubigen, denen ein Gebet im Kloster geholfen hat. Andere stifteten den Ikonen ein wertvolles Oklad, einen Überzug aus edlen Metallen, auf dem getrieben und ziseliert genau das dargestellt ist, was zuvor auf der Ikone gemalt zu sehen war. Besonders schön ist die Ikone Mariens als Leben spendender Quell mit großartigen Darstellungen der Kranken und Lahmen, die diesen Brunnen vor einem Kloster in Konstantinopel aufzusuchen pflegten, um geheilt zu werden.
- 223 00 Kosmas
- +30 2757 022297
Ithomi
Geographical © elgreko, Shutterstock
In den Bergen nördlich des Messenischen Golfs liegt knapp 50 km nordwestlich das kleine Dorf Mavromáti wie ein Theater mit Meerblick hoch über der grünen Küstenebene. Es steht an der Stelle des 369 v. Chr. gegründeten antiken Messíni (Messéne). Die Stadt trug auch den noch älteren Namen Ithómi und war seit spätklassischer Zeit die Hauptstadt Messeniens. Seit 1987 führen griechische Archäologen umfangreiche Ausgrabungen durch, die sich über mehrere Quadrat kilometer erstre- cken. Mit EU-Geldern konnten viele der antiken Bauten teilrestauriert werden, so dass hier eine der schönsten archäologischen Landschaften des Peloponnes entsteht. Ein weiter Blick in die Natur und bis aufs Meer hinaus gehört dazu. Mindestens vier Stunden sollten Sie für einen Besuch einplanen. Die Zufahrt erfolgt am besten vom großen Dorf Meligalás aus. Kurz vor dem nächsten Dorf, Neochóri, führt das Sträßlein über eine eigenartige, dreischenklige Brücke aus der Antike, die exakt über den Zusammenfluss zweier Flüssegebaut wurde. Sie erreichen das Stadtgebiet des antiken Messíni am Arkadischen Tor, dem best erhaltenen Stadttor Griechenlands. Noch 7 m hoch stehen seine sorgfältig gearbei teten und völlig ohne Mörtel gefügten Mauern. Auf der anderen Seite des Tors gabelt sich die Straße. Fahren Sie nach rechts, kommen Sie nach 1 km zu einer Castle genannten Stelle, an der die Stadtmauer noch besonders gut erhalten ist. Fahren Sie nach links, kommen Sie ins Dorf Mavromáti. Nach rechts unten biegt am Ortseingang eine kleine Straße zum Grabungsgelände ab. Es zieht sich einen sanften Hang hinunter und ist von viel Grün umgeben. Zunächst sehen Sie rechts ein in den Hang hinein gebautes Theater, dann links ein Brunnenhaus, das mit seinen drei Zisternen zur Wasserver sorgung der Stadt beitrug. Sie kommen auf den antiken Marktplatz. Er war einst von vier Säulenhallen umgeben, in sei ner Mitte stand ein Tempel für Götterva ter Zeus. Daran schloss sich das Asklipíon an, ein ebenfalls von Säulenhallen um standener Hof mit einem Tempel für den Heilgott Äskulap und einem zweiten, kleineren Theater an seiner Ostseite. Am unteren Rand der Ausgrabungen haben die Archäologen exzellent restauriert. 18 steinerne Sitzreihen blieben erhalten, von bis zu 110 m langen Säulenhallen sind die Grundmauern zu erkennen. Achtung: Es gibt keine Toiletten auf dem Gelände. An der Hauptstraße folgt sofort nach der Abzweigung zu den Ausgrabungen das Archäologische Museum. Bedeutendstes Ausstellungsobjekt ist die kopf- und fußlose Marmorstatue eines Speerträgers aus dem 1.Jh. Sie gilt als Kopie eines bronzenen Meisterwerks des berühmten antiken Bildhauers Polyklet, der sie um 440 v. Chr. schuf. Sie galt vielen antiken Griechen als Idealbildnis eines jungen Mannes schlechthin. An der Hauptstraße im Dorf liegen die beiden einzigen Pensionen des Orts: über der gleichnamigen Taverne Ithómi und, nur mit zwei Zimmern mit Etagenbad, Zeus. Hier zweigt ein Sträßlein nach links oben ab, das nach 1500 m das Lakonische Tor passiert. Dort beginnt ein Pfad, der entlang der antiken Stadtmauer in etwa einer Stunde auf den Berg Ithómi führt. Oben stehen die Reste der Akrópolis und ein verlassenes Kloster aus dem 14.Jh.
- 240 02 Ithomi
© elgreko, Shutterstock
In den Bergen nördlich des Messenischen Golfs liegt knapp 50 km nordwestlich das kleine Dorf Mavromáti wie ein Theater mit Meerblick hoch über der grünen Küstenebene. Es steht an der Stelle des 369 v. Chr. gegründeten antiken Messíni (Messéne). Die Stadt trug auch den noch älteren Namen Ithómi und war seit spätklassischer Zeit die Hauptstadt Messeniens. Seit 1987 führen griechische Archäologen umfangreiche Ausgrabungen durch, die sich über mehrere Quadrat kilometer erstre- cken. Mit EU-Geldern konnten viele der antiken Bauten teilrestauriert werden, so dass hier eine der schönsten archäologischen Landschaften des Peloponnes entsteht. Ein weiter Blick in die Natur und bis aufs Meer hinaus gehört dazu. Mindestens vier Stunden sollten Sie für einen Besuch einplanen. Die Zufahrt erfolgt am besten vom großen Dorf Meligalás aus. Kurz vor dem nächsten Dorf, Neochóri, führt das Sträßlein über eine eigenartige, dreischenklige Brücke aus der Antike, die exakt über den Zusammenfluss zweier Flüssegebaut wurde. Sie erreichen das Stadtgebiet des antiken Messíni am Arkadischen Tor, dem best erhaltenen Stadttor Griechenlands. Noch 7 m hoch stehen seine sorgfältig gearbei teten und völlig ohne Mörtel gefügten Mauern. Auf der anderen Seite des Tors gabelt sich die Straße. Fahren Sie nach rechts, kommen Sie nach 1 km zu einer Castle genannten Stelle, an der die Stadtmauer noch besonders gut erhalten ist. Fahren Sie nach links, kommen Sie ins Dorf Mavromáti. Nach rechts unten biegt am Ortseingang eine kleine Straße zum Grabungsgelände ab. Es zieht sich einen sanften Hang hinunter und ist von viel Grün umgeben. Zunächst sehen Sie rechts ein in den Hang hinein gebautes Theater, dann links ein Brunnenhaus, das mit seinen drei Zisternen zur Wasserver sorgung der Stadt beitrug. Sie kommen auf den antiken Marktplatz. Er war einst von vier Säulenhallen umgeben, in sei ner Mitte stand ein Tempel für Götterva ter Zeus. Daran schloss sich das Asklipíon an, ein ebenfalls von Säulenhallen um standener Hof mit einem Tempel für den Heilgott Äskulap und einem zweiten, kleineren Theater an seiner Ostseite. Am unteren Rand der Ausgrabungen haben die Archäologen exzellent restauriert. 18 steinerne Sitzreihen blieben erhalten, von bis zu 110 m langen Säulenhallen sind die Grundmauern zu erkennen. Achtung: Es gibt keine Toiletten auf dem Gelände. An der Hauptstraße folgt sofort nach der Abzweigung zu den Ausgrabungen das Archäologische Museum. Bedeutendstes Ausstellungsobjekt ist die kopf- und fußlose Marmorstatue eines Speerträgers aus dem 1.Jh. Sie gilt als Kopie eines bronzenen Meisterwerks des berühmten antiken Bildhauers Polyklet, der sie um 440 v. Chr. schuf. Sie galt vielen antiken Griechen als Idealbildnis eines jungen Mannes schlechthin. An der Hauptstraße im Dorf liegen die beiden einzigen Pensionen des Orts: über der gleichnamigen Taverne Ithómi und, nur mit zwei Zimmern mit Etagenbad, Zeus. Hier zweigt ein Sträßlein nach links oben ab, das nach 1500 m das Lakonische Tor passiert. Dort beginnt ein Pfad, der entlang der antiken Stadtmauer in etwa einer Stunde auf den Berg Ithómi führt. Oben stehen die Reste der Akrópolis und ein verlassenes Kloster aus dem 14.Jh.
- 240 02 Ithomi
Koróni
Geographical © Inu, Shutterstock
Eingebettet in grüne Landschaft mit sanften Weinbergen und Zypressen liegt gut 50 km südwestlich mit Koróni (1700 Ew.) eines der schönsten Küstenstädtchen des Peloponnes. Fischernetze werden am Hafen ausgebreitet und hängen zum Trocknen auch in den Gassen, die zur venezianischen Burg hinaufführen. Innerhalb der Burg stehen noch einige Wohnhäuser und das Nonnenkloster Timíou Prodrómou, in dessen Garten schon ab Februar Geranien blühen. Auf einem Teil der Ruinen einer Basilika haben die Türken eine kleine Moschee erbaut, zwischen den Burgmauern ruhen die Toten der Stadt. Jenseits der Burg setzt sich die Küste im rötlich-gelb schimmernden Sandstrand Zága Beach fort, den man vom Hafen aus in zehn Minuten zu Fuß erreicht. Dort steht in 2 km Entfernung vom Ort auch das größte Hotel von Koróni, das Auberge de la Plage. Ein kleines, mo- dernes Hotel zwischen Hafen und Hauptkirche ist das Diána. Am Hafen ist die Fischtaverne Flísvos besonders zu empfehlen.
- Koróni
- http://www.koroni.gr/
© Inu, Shutterstock
Eingebettet in grüne Landschaft mit sanften Weinbergen und Zypressen liegt gut 50 km südwestlich mit Koróni (1700 Ew.) eines der schönsten Küstenstädtchen des Peloponnes. Fischernetze werden am Hafen ausgebreitet und hängen zum Trocknen auch in den Gassen, die zur venezianischen Burg hinaufführen. Innerhalb der Burg stehen noch einige Wohnhäuser und das Nonnenkloster Timíou Prodrómou, in dessen Garten schon ab Februar Geranien blühen. Auf einem Teil der Ruinen einer Basilika haben die Türken eine kleine Moschee erbaut, zwischen den Burgmauern ruhen die Toten der Stadt. Jenseits der Burg setzt sich die Küste im rötlich-gelb schimmernden Sandstrand Zága Beach fort, den man vom Hafen aus in zehn Minuten zu Fuß erreicht. Dort steht in 2 km Entfernung vom Ort auch das größte Hotel von Koróni, das Auberge de la Plage. Ein kleines, mo- dernes Hotel zwischen Hafen und Hauptkirche ist das Diána. Am Hafen ist die Fischtaverne Flísvos besonders zu empfehlen.
- Koróni
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Voidokiliábucht
Landschaftliche HighlightsAm nördlichen Ende der Bucht von Navaríno 60 km westlich von Kalamáta liegt unterhalb der Festung Pýlos zwischen Osmanaga-Lagune und Ionischem Meer einer der schönsten Badestrände Griechenlands: die „Rinderbauchbucht“. Kilometerlang erstreckt sich feiner Sand vor hohen Dünen. Faszinierend anzusehen ist bei Wind die Brandung am schmalen Durchlass zum offenen Meer. Am Burgberg ist eine Grotte zu erkennen, die Höhle des Nestor genannt wird; von hier aus führt ein steiler Pfad hinauf zur über antiken Mauern in fränkischer Zeit erbau- ten, stark einsturzgefährdeten Burg. Das der Bucht am nächsten gelegene Dorf ist Petrochóri. Nur wenig nördlich des Dorfs beginnt das weitläufige Gelän- de des Costa Navarino Resorts, der bedeutendsten touristischen Neuentwicklung Griechenlands in diesem Jahrhundert. Zwei Hotels bieten hier 767 Zimmer und Suiten an, die zwischen 40 und 192 m² groß sind: das The Romanos Resort und das The Westin Resort. Zum Resort gehören zwei 18-Loch-Golfplätze, entworfen von Bernhard Langer und Robert Trent Jones jr. Während der Erdarbeiten für das Resort wurden zahlreiche antike Funde gemacht, die in einem eigenen Museum auf dem Hotelgelände ausgestellt werden sollen. Für Golfplätze und Hotelbauten mussten über 6500 alte Olivenbäume umgepflanzt werden, bei Neuanpflanzungen wurde bewusst auf exotische Arten verzichtet. Weitläufige Parkanlagen mit phantasievoll gestal teten Pools, eine Badelandschaft, Radwege, Joggingpfade und das Hotel Sand-Castle speziell für Kinder wurden angelegt. Zudem bietet das Anazoe Spa ein umfassendes Wellnessangebot von der Eisgrotte bis zur Kräutersauna. Die Gäste können tauchen, klettern und an geführten naturkundlichen Wanderungen teilnehmen; es gibt Kurse für griechische Küche und auch traditionelles Handwerk wird vorgestellt. Bei „Philosophischen Spaziergängen“ unter 1000-jährigen Olivenbäumen kannst du mit Professoren über Gott und die Welt nachdenken. Selbst wenn Costa Navarino voll belegt ist, gibt es am Abend in den gastronomischen Einrichtungen kein Drängeln. Insgesamt 19 Cafés, Bars, Pubs und Restaurants erwarten ihre Gäste. Das gesamte Großprojekt hat wegen seiner einschneidenden Landschaftsveränderungen zwar viel Kritik erfahren. Andere heben jedoch hervor, dass es 1200 neue Arbeitsplätze und zahlreiche neue internationale Flugverbindungen in die Region schuf, die auch den Einheimischen und kleinen Hotels zugutekommen.
- Pilos
Am nördlichen Ende der Bucht von Navaríno 60 km westlich von Kalamáta liegt unterhalb der Festung Pýlos zwischen Osmanaga-Lagune und Ionischem Meer einer der schönsten Badestrände Griechenlands: die „Rinderbauchbucht“. Kilometerlang erstreckt sich feiner Sand vor hohen Dünen. Faszinierend anzusehen ist bei Wind die Brandung am schmalen Durchlass zum offenen Meer. Am Burgberg ist eine Grotte zu erkennen, die Höhle des Nestor genannt wird; von hier aus führt ein steiler Pfad hinauf zur über antiken Mauern in fränkischer Zeit erbau- ten, stark einsturzgefährdeten Burg. Das der Bucht am nächsten gelegene Dorf ist Petrochóri. Nur wenig nördlich des Dorfs beginnt das weitläufige Gelän- de des Costa Navarino Resorts, der bedeutendsten touristischen Neuentwicklung Griechenlands in diesem Jahrhundert. Zwei Hotels bieten hier 767 Zimmer und Suiten an, die zwischen 40 und 192 m² groß sind: das The Romanos Resort und das The Westin Resort. Zum Resort gehören zwei 18-Loch-Golfplätze, entworfen von Bernhard Langer und Robert Trent Jones jr. Während der Erdarbeiten für das Resort wurden zahlreiche antike Funde gemacht, die in einem eigenen Museum auf dem Hotelgelände ausgestellt werden sollen. Für Golfplätze und Hotelbauten mussten über 6500 alte Olivenbäume umgepflanzt werden, bei Neuanpflanzungen wurde bewusst auf exotische Arten verzichtet. Weitläufige Parkanlagen mit phantasievoll gestal teten Pools, eine Badelandschaft, Radwege, Joggingpfade und das Hotel Sand-Castle speziell für Kinder wurden angelegt. Zudem bietet das Anazoe Spa ein umfassendes Wellnessangebot von der Eisgrotte bis zur Kräutersauna. Die Gäste können tauchen, klettern und an geführten naturkundlichen Wanderungen teilnehmen; es gibt Kurse für griechische Küche und auch traditionelles Handwerk wird vorgestellt. Bei „Philosophischen Spaziergängen“ unter 1000-jährigen Olivenbäumen kannst du mit Professoren über Gott und die Welt nachdenken. Selbst wenn Costa Navarino voll belegt ist, gibt es am Abend in den gastronomischen Einrichtungen kein Drängeln. Insgesamt 19 Cafés, Bars, Pubs und Restaurants erwarten ihre Gäste. Das gesamte Großprojekt hat wegen seiner einschneidenden Landschaftsveränderungen zwar viel Kritik erfahren. Andere heben jedoch hervor, dass es 1200 neue Arbeitsplätze und zahlreiche neue internationale Flugverbindungen in die Region schuf, die auch den Einheimischen und kleinen Hotels zugutekommen.
- Pilos
Elafonisos
Geographical © Ververidis Vasilis, Shutterstock
40 km südlich im äußersten Süden der Parnónhalbinsel bietet sich Ihnen die Gelegenheit, das Leben auf einer winzigen, vom Tourismus wenig veränderten Insel kennenzulernen. Elafónissos wird nur durch einen 1 km breiten Meeresarm vom Festland getrennt. Vom Festlandshafen Poúnda aus fährt eine Fähre hinüber. Im einzigen Dorf der Insel leben noch etwa 750 Menschen; die meisten von ihnen sind Teil- oder Vollzeitfischer. 2000 weitere Insulaner verdienen ihren Lebensunterhalt in den großen Städten Athen und Piräus; viele von ihnen kehren nur in den Sommerferien auf ihre Heimat insel zurück. Das Inselleben spielt sich vor allem am Hafen mit seinen Ouzerien, Tavernen und Kaffeehäusern ab. Die Gassen im Dorf sind nur teilweise asphaltiert oder gepflastert; Alt- und Neubauten stehen beziehungslos nebeneinander. Für ein schnelles Bad zwischendurch sind die schmalen Ortsstrände völlig ausreichend. Der Traumstrand schlechthin und einer der besten des ganzes Landes jedoch ist der 4 km vom Ort entfernte, feinsandige, weitgehend naturbelassene Símos Beach mit seinen teilweise begrünten Dünen und flach abfallenden Ufern. Die Straße dorthin ist gut ausgebaut, im Sommer fahren außerdem kleine Boote hin. Direkt am Wasser wohnst du im Hotel Estélla in der Uferstraße nahe am Hafen, dessen 16 Studios und Apartments für bis zu vier Personen funktional und doch geschmackvoll eingerichtet sind; alle verfügen über Balkon oder Veranda mit Meerblick. Gut essen kannst du in der Taverne Dagiandás am Hafenausgang, wo die Tische direkt auf dem Kieselsteinstrand stehen.
- 230 53 Elafonisos
© Ververidis Vasilis, Shutterstock
40 km südlich im äußersten Süden der Parnónhalbinsel bietet sich Ihnen die Gelegenheit, das Leben auf einer winzigen, vom Tourismus wenig veränderten Insel kennenzulernen. Elafónissos wird nur durch einen 1 km breiten Meeresarm vom Festland getrennt. Vom Festlandshafen Poúnda aus fährt eine Fähre hinüber. Im einzigen Dorf der Insel leben noch etwa 750 Menschen; die meisten von ihnen sind Teil- oder Vollzeitfischer. 2000 weitere Insulaner verdienen ihren Lebensunterhalt in den großen Städten Athen und Piräus; viele von ihnen kehren nur in den Sommerferien auf ihre Heimat insel zurück. Das Inselleben spielt sich vor allem am Hafen mit seinen Ouzerien, Tavernen und Kaffeehäusern ab. Die Gassen im Dorf sind nur teilweise asphaltiert oder gepflastert; Alt- und Neubauten stehen beziehungslos nebeneinander. Für ein schnelles Bad zwischendurch sind die schmalen Ortsstrände völlig ausreichend. Der Traumstrand schlechthin und einer der besten des ganzes Landes jedoch ist der 4 km vom Ort entfernte, feinsandige, weitgehend naturbelassene Símos Beach mit seinen teilweise begrünten Dünen und flach abfallenden Ufern. Die Straße dorthin ist gut ausgebaut, im Sommer fahren außerdem kleine Boote hin. Direkt am Wasser wohnst du im Hotel Estélla in der Uferstraße nahe am Hafen, dessen 16 Studios und Apartments für bis zu vier Personen funktional und doch geschmackvoll eingerichtet sind; alle verfügen über Balkon oder Veranda mit Meerblick. Gut essen kannst du in der Taverne Dagiandás am Hafenausgang, wo die Tische direkt auf dem Kieselsteinstrand stehen.
- 230 53 Elafonisos
Mani
Landschaftliche Highlights © Pit Stock, Shutterstock
Exotischer und bizarrer ist Griechenland kaum irgendwo. Steile Küsten fast ohne Strände und Häfen sowie das unzugängliche, bis zu 2407 m hohe Taigéttos-Gebirge prägen die Máni, den mittleren der drei großen Finger des Peloponnes. Der Zugang war und ist nur auf zwei Wegen möglich, von Kalamáta und Gíthio her. Im Süden ist die Máni extrem trocken, im Norden grün, aber stark zerklüftet. Überall fallen in den Dörfern wehrhafte, bis zu 20 m hohe Türme auf; manche Dörfer scheinen nur aus ihnen zu bestehen. Diese trutzigen Familienburgen mit Schießscharten in den bis zu 1,5 m dicken Mauern sind das sichtbarste Zeichen einer Geschichte, die geprägt ist vom unerbittlichen Widerstand gegen fremde Eroberer sowie von selbstzerstörerischen Blutfehden untereinander. Sie wurden manchmal sogar innerhalb eines Dorfs von Wohnturm zu Wohnturm ausgetragen – und das noch bis Mitte des 19.Jhs. Heute sind viele Dörfer der Máni nahezu menschenleer; manche Wohntürme verfallen, andere wurden zu stimmungsvollen Hotels oder Ferienhäusern umgestaltet. Es lohnt sich, darin einige Tage zu wohnen und Streifzüge durch diese eigenwillige griechische Kultur- und Naturlandschaft zu unternehmen.
- Peloponnes
© Pit Stock, Shutterstock
Exotischer und bizarrer ist Griechenland kaum irgendwo. Steile Küsten fast ohne Strände und Häfen sowie das unzugängliche, bis zu 2407 m hohe Taigéttos-Gebirge prägen die Máni, den mittleren der drei großen Finger des Peloponnes. Der Zugang war und ist nur auf zwei Wegen möglich, von Kalamáta und Gíthio her. Im Süden ist die Máni extrem trocken, im Norden grün, aber stark zerklüftet. Überall fallen in den Dörfern wehrhafte, bis zu 20 m hohe Türme auf; manche Dörfer scheinen nur aus ihnen zu bestehen. Diese trutzigen Familienburgen mit Schießscharten in den bis zu 1,5 m dicken Mauern sind das sichtbarste Zeichen einer Geschichte, die geprägt ist vom unerbittlichen Widerstand gegen fremde Eroberer sowie von selbstzerstörerischen Blutfehden untereinander. Sie wurden manchmal sogar innerhalb eines Dorfs von Wohnturm zu Wohnturm ausgetragen – und das noch bis Mitte des 19.Jhs. Heute sind viele Dörfer der Máni nahezu menschenleer; manche Wohntürme verfallen, andere wurden zu stimmungsvollen Hotels oder Ferienhäusern umgestaltet. Es lohnt sich, darin einige Tage zu wohnen und Streifzüge durch diese eigenwillige griechische Kultur- und Naturlandschaft zu unternehmen.
- Peloponnes
Areópoli
Geographical © Georgios Antonatos, Shutterstock
Wenn eine Frau aus Areópoli im Krankenhaus in Kalamáta oder Athen ein Kind gebiert, feuern die Männer zu Hause in Areópolis Gewehrsalven in die Luft. Hier gehört das Schießen zur Tradition. Die Gemeinde (775 Ew.), die den Namen des Kriegsgottes Ares trägt, ist das historische Zentrum der Máni. Die Manioten waren immer ein kriegerisches und aufrührerisches Volk. Unterstützt wurden sie in ihrem Freiheitsdrang durch die Natur ihrer Heimat, der Halbinsel Máni. Steile Küsten fast ohne Strände und Häfen sowie das unzugängliche Taigéttosgebirge prägen diesen mittleren der drei Finger des Peloponnes. Der Zugang war und ist nur über Kalamáta oder Gíthio möglich. Im Süden ist die Máni extrem trocken, im Norden grün und stark zerklüftet. Die Türken haben die Máni nie erobert. In Frieden lebten die Manioten trotzdem nicht. Sie hielten auf Gedeih und Verderb zusammen, wenn es gegen äußere Feinde ging – untereinander aber waren sie sich oft spinnefeind. Hier galten strenge Ehrgesetze; Blutrache war an der Tagesordnung. In den Dörfern fallen noch heute bis zu 20 m hohe Türme auf. Es sind trutzige Familienburgen mit Schießscharten in den bis zu 1,5 m dicken Mauern, von denen aus die Manioten auch Krieg mit ihren Dorfnachbarn führten – bis in die Mitte des 19.Jhs. Da musste manchmal das Militär mit Artilleriegeschützen anrücken, um das nachbarschaftliche Gemetzel zu stoppen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele Häuser verlassen, die Dörfer verfielen. Seit den Neunzigerjahren wandelt sich das Bild. Historische Wohntürme wurden in stimmungsvolle Hotels umgewandelt, immer mehr Manioten restaurieren ihr Erbe oder bauen neu im traditionellen Stil. Um sein Leben muss hier niemand mehr fürchten.
- Areópoli
© Georgios Antonatos, Shutterstock
Wenn eine Frau aus Areópoli im Krankenhaus in Kalamáta oder Athen ein Kind gebiert, feuern die Männer zu Hause in Areópolis Gewehrsalven in die Luft. Hier gehört das Schießen zur Tradition. Die Gemeinde (775 Ew.), die den Namen des Kriegsgottes Ares trägt, ist das historische Zentrum der Máni. Die Manioten waren immer ein kriegerisches und aufrührerisches Volk. Unterstützt wurden sie in ihrem Freiheitsdrang durch die Natur ihrer Heimat, der Halbinsel Máni. Steile Küsten fast ohne Strände und Häfen sowie das unzugängliche Taigéttosgebirge prägen diesen mittleren der drei Finger des Peloponnes. Der Zugang war und ist nur über Kalamáta oder Gíthio möglich. Im Süden ist die Máni extrem trocken, im Norden grün und stark zerklüftet. Die Türken haben die Máni nie erobert. In Frieden lebten die Manioten trotzdem nicht. Sie hielten auf Gedeih und Verderb zusammen, wenn es gegen äußere Feinde ging – untereinander aber waren sie sich oft spinnefeind. Hier galten strenge Ehrgesetze; Blutrache war an der Tagesordnung. In den Dörfern fallen noch heute bis zu 20 m hohe Türme auf. Es sind trutzige Familienburgen mit Schießscharten in den bis zu 1,5 m dicken Mauern, von denen aus die Manioten auch Krieg mit ihren Dorfnachbarn führten – bis in die Mitte des 19.Jhs. Da musste manchmal das Militär mit Artilleriegeschützen anrücken, um das nachbarschaftliche Gemetzel zu stoppen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele Häuser verlassen, die Dörfer verfielen. Seit den Neunzigerjahren wandelt sich das Bild. Historische Wohntürme wurden in stimmungsvolle Hotels umgewandelt, immer mehr Manioten restaurieren ihr Erbe oder bauen neu im traditionellen Stil. Um sein Leben muss hier niemand mehr fürchten.
- Areópoli