Zakinthos - Ithaki - Kefallinia - Lefkas
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Zakinthos - Ithaki - Kefallinia - Lefkas Alle

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Essen & Trinken

Fleisch ist dein Gemüse?

Egal, wie vielfältig das Menü ausfällt, das Fleischgericht wird oft als Hauptgang gewertet. Lass dich neben Soufkláfi- Spießen und Gegrilltem, Hackbällchen und gebratener Leber (sikóti) von saftigem Ofen- und Pfannenfleischgerichten wie juvarlákia (Fleischklöße mit Reis) oder juvétsi (überbackene, reisförmige Nudeln mit Rindfleisch) überraschen. Regionaler Liebling ist die kreatópita: gemischtes Gulasch mit Tomatenreis und Käse im Weißmehlteig gebacken. Probier Schaf- oder Ziegenfleisch – wenn nicht hier, wo dann? Die Tiere sind als Kletterer der Inselbergwelt echte Locals. Das Gleiche gilt für Meerestiere: Fisch und Meeresfrüchte sind nicht ganz günstig, doch so frisch kannst du sie zu Hause kaum genießen. In der Karte steht oft ein Kilopreis, am besten erkundigst du dich nach dem Preis deiner Portion.

Gemüse ist dein Fleisch?

Für Vegetarier ist die mediterrane Küche ein Volltreffer. Bei den magireftá – mit reichlich Olivenöl gekochtes Essen – findet sich Veganes aus Riesenbohnen (gígantes), Kirchererbsen (rewíthia) und grünen Bohnen (fasólia). In den gleichnamigen, tagsüber in den Städten geöffneten Lokalen kannst du zu kleinen Preisen richtig reinhauen. Apropos vegan: Kurz vor Ostern ist die kulinarisch beste Reisezeit für eine tierlose Ernährung – mit der Fastenzeit stellen sich Lokale vegan (nistíssimo) ein: Typische Speisen werden dann zu köstlichen Veggie-Gerichten umgewandelt.

Speisen wie die Locals

In guten Tavernen, den traditionellen Restaurants, essen auch Einheimische. Ist mehr Fisch im Angebot, nennt sich das Lokal psárotaverna. Wegen des Klimas essen die Griechen erst ab 21 Uhr zu Abend und sitzen bis tief in die Nacht. Das gemeinsame Essen ist Lebensmittelpunkt – ein Hoch auf die Tischgemeinschaft, die paréa! Der Wein schimmert in kleinen Wassergläsern, man prostet einander zu: „Stin ijiá mas” – auf unsere Gesundheit! Oft isst jeder von allem, aus der Mitte des Tisches, und natürlich zahlt man zusammen. Will jemand die Endsumme auseinanderdividieren, ist das auch kein Problem. Bleibt genug Essbares übrig, kann man die Reste im pakéto mitnehmen. Morgen ist auch ein Tag.

Wenn es mal schneller gehen soll

Mit einer píta (Fladenbrot) beim gyrádiko, mit Imbissen, die Falafel, bougátsa und tirópita (süß-, salzig-gefüllte Blätterteigwaren) anbieten oder auch mit Sandwichläden und Crêperien machst du nichts falsch. Meist gibt es Sitzplätze, sodass du die Mahlzeit nicht im Stehen runterschlingen musst.

Häppchenkultur - Kafenío & Co

Traditionelle Lokale namens kafenía, ouzerien und mezodopolía, die sich konzeptionell kaum voneinander unterscheiden, bieten Snacks an. Hier sitzt du gemütlich, abends oft mit Live-Bouzoúki- Musik und naschst frische Kleinigkeiten (mezédes).

Klassisches Kaffeehaus (kafenío) mit Männerüberschuss war einmal, in den Städten hat sich eine neue Form entwickelt. Das Menü ist mutiger: Zu salzigem Grillkäse kommt Marmelade auf den Teller, die Grillwurst schmeckt nach Orange, der Oktopus liegt in Chili. Damit die gute Kost nicht schwer im Magen liegt – oder um eine gescheite Grundlage zu schaffen – wird Hauswein, Wein mit Harz (retsína) oder Schnaps (tsípouro, oúzo) aus Karaffen getrunken, im Kafenío klassischerweise Kaffee, aber dem Alkohol war man dort nie abgeneigt. Auch griechisches und holländisches Fassbier gibt‘s. Regionale Marken aus Mikrobrauereien sind in modernen Kafenía zu haben. Exzellenten Wein kannst du eher in Restaurants oder direkt beim Winzer kosten, kaum im Kafenío.

Hauptsache süß - Kaffee & Kuchen

Nach dem Essen in der Taverne gibt es oft etwas Süßes aufs Haus. Die Kuchen sind oft mit reichlich Sirup versüßt. Süßes aus der Region wie die mantólato (weißes Nougat) und pastéli (Sesamriegel) bekommst du hausgemacht in den Bäckereien. Wer Kaffee bestellt, sagt den Süßegrad an: Beim ellinikó (griechischen Kaffee) wird der Kaffee zusammen mit dem Zucker aufgekocht. Man trinkt ihn skéto, ohne Zucker; métrio, mit etwas Zucker; glikó, mit viel Zucker; dipló, als doppelte Portion, oder mit Milch, me gála. Die Leute tragen oft einen Kaffeebecher vor sich her, darin: kalter Frappé, löslicher Kaffee, der aufgeschäumt wird.

Doch Italien setzt sich wieder durch: Inzwischen ist Freddo Espresso die „Numero Ena“, aus der Siebträgermaschine und mit Eiswürfeln. An ausreichend Energie dürfte es nach dieser Nährstoff-Koffein-Offensive nicht hapern!

Shoppen & Stöbern

Gold der Bauern: Olivenöl

Bestes griechisches Olivenöl ist in allen Inselstädten erhältlich. In Flugzeugen kann im Handgepäck nur Flüssiges bis zu 100 ml transportiert werden. Größere Mengen kannst du im aufzugebenden Gepäck verstauen, am Flughafen nach der Sicherheitskontrolle kaufen und mit an Bord nehmen. Kein Platz mehr? Einige Hersteller wie das Daphnes (daphnes-zakynthos.com/products.html) in Zákinthos schicken dir ihr Öl nach Hause.

Mandeln & Co

Die Palíki-Halbinsel auf Kefaloniá ist für ihre Mandelspezialitäten berühmt: mándoles sind gebrannte, barboulé karamellisierte Mandeln. Zákinthos verlässt kein griechischer Besucher ohne pastélli, süße Sesam-Honig- Riegel, oder mandoláto, eine weiche Nougatvariante. Köstlich sind die kleinen Korinthen von Zákinthos und Kefaloniá.

Wein & Spirituosen

Fachgeschäfte für Alkohol in den Städten bieten eine Auswahl griechischer Weine und nennen sich oft „Cáva”. Auf Zákinthos, Kefaloniá und Lefkáda kannst du zahlreiche Weinkellereien besichtigen, Weine verkosten und zum Einkaufspreis mitnehmen. Spirituosenhändler, die Liköre und Oúzo selbst herstellen und vom Fass verkaufen, gibt es in der Stadt Lefkáda und Argostóli.

Direkt vom Händler

Oma, Opa & Esel – die Top-Postkartenmotive! Sie verkaufen am Straßenrand ihre Waren: Obst, Gemüse, Tees, Kräuter, Marmeladen, Sirup, Honig, Nudeln und Schnaps – aus eigener Herstellung. Mach mit regionalen Agrar-Mitbringseln ein Schnäppchen. Bist du als Selbstversorger unterwegs? Dann schlag auf dem Wochenmarkt zu (Lefkáda Sa, Zákinthos Mo, Do, Sa).

Glitzende Geschmeide, Glücksbringer & Co.

An den Promenaden findest du selbstgemachten Schmuck aus Leder und Muscheln. Neben Vergoldeten Stücken mit Halbedelsteinen siehst du in den Schmuckläden majestätische Goldstücke im byzantinischen Stil. Egal in welcher Preisklasse: Der Schmuck ist günstiger als bei uns und in allen Städten zu finden.

Gelassenheit lässt sich importieren: Durch das Mati, das blaue Auge, sollst du vor dem bösen Blick geschützt werden. Vor Fehlkäufen bewahrt das Amulett nicht, aber die beäugten Anhänger sind in vielen Formen, vom Armband bis zum Kissen erhältlich. Durch das Handspiel mit der Kombolói- Kette kannst du Nervosität besiegen.

Echter Hingucker sind peppige Handtaschen mit farbigen Mosaiksteinchen. Du findest sie unter anderem in Fiskárdo und Argostóli auf Kefaloniá.

Ist Hilfe von oben gefragt? Heiligenbilder im Hosentaschenformat aus Holz kriegst du in den christlichen Verkaufsläden bei Kirchen und Klöstern.

Sport

Biking

Kefaloniá und Lefkáda sind ideal für anspruchsvolle Mountainbiker, da hier viele Wege durchs Gebirge führen, die sonst von Jeeps befahren werden. Die Steigungen sind nicht zu unterschätzen!

Auf Kefaloniá kannst du ein Leihrad bei Aionos Bicycle Store (Odós Sitempóron 61–63 | Argostóli | Tel. 26 71 02 68 74 | ainosbicycles.gr) erhalten. Geführte Touren gibt es ebenfalls (Fiora Bikes | fiorabikes.gr), für den Nachwuchs gibt es auch Kindersitze und Fahrrad-Trailer zu mieten. Auf Lefkáda bietet Get active (getactivelefkas.com) geführte, unterschiedlich schwierige MTB-Touren an. Im Verleih stehen auch Straßenräder. Auf Zákinthos werden in allen Urlaubsorten Mietfahrräder, Mountainbikes und E-Bikes angeboten (go-electric.eu). Letztere fahren gut im bergigen Itháki (Ithaki Alpha Bike and Car Rental | Vathí | Tel. 26 74 03 28 50)

Fischen

Wie es sich anfühlt, einen großen Fisch an der Angel zu haben – mit der richtigen Anleitung erfährst du es. Mit einem Fischer an der Seite ist die Erfolgsquote höher: Auf Kefaloniá nehmen Dimítrios (Káto Kateliós | Tel. 6947667595 | fishingtourismkefalonia.com) und Michális (Agía Pelagía | Tel. 69 55 58 85 56 | michalisfishingtourism.com) Gäste mit auf Fangtouren. Ab etwa 8 Uhr geht es los, um 14 Uhr ist man zurück. Was man aus dem Meer geholt hat, kommt direkt auf den Tisch. Auch auf Zákinthos werden Touren mit Verzehr angeboten (go-fishing.gr; zantefishingtours.gr). Start: 7 Uhr. Für Langschläfer gibt es die Sunset-Tour.

Paragliding & Coasteering

Beim Gleitsegeln in Lefkáda stößt du dich aus der Höhe gen Meer ab (Tandem, etwa 80 Euro). Anbieter gibt es mehrere. Beim Restaurant Rachi startest du in 600 m Höhe (Exánthia | Káthisma Beach | flylefkada.gr; lefkadaparagliding.gr; rachi.gr). Was für ein Höhenflug!

Betreut in den Abgrund geht es beim Coasteering in Kefaloniá (etwa 45 Euro) – hier ist Kondition gefragt. Du stürzt ins kühle Nass, kletterst im Neoprenanzug und behelmt die Felsen hoch und runter (Argostóli | outdoorkefalonia.com).

Reiten

Wie es sich auf einem hohen Ross sitzt, erlebst du beim Galoppieren über den Strand ins Wasser. Passionierte Reiter finden bei Zerváta (Kefaloniá) bei Cornelia Schimpfky (Tel. 69 77 53 32 03 | kephalonia.com) einen guten Reitstall. Sie bietet Ausritte an und gibt Unterricht im Springen und Dressurreiten. In Sámi (Kefaloniá) werden auch Ausritte und mehrtägige Trails (kefaloniashorseridingstable.com) angeboten.

Auf Zákinthos hält Familie Tsourákis (Straße Argássi–Kalamáki | Tel. 69 77 87 57 92 | laganahorseriding.gr) über 50 Pferde und Ponys für Anfänger und Könner bereit. Geführt reitest du durchs Tal von Laganás, den Pinienwald und über Sanddünen ins Meer. Für Leichtgewichte unter 55 kg bringt auf Kefaloniá ein Ausritt mit Eseln Spaß. Die Trecks mit den feinsinnigen Vierbeinern sind als gesellige Wanderungen angelegt.

Segeln

Segle davon durchs Segelparadies! Du kannst dir an den Yachthäfen ein Segelboot mieten (Reservierung empfohlen, siehe unten). Zudem wird Flottillensegeln ab Pálairos (Festland gegenüber Lefkáda) angeboten von Sailpoint (sailpoint.org) und Sunsail (sunsail.de). So ein Törn dauert ein bis zwei Wochen. Auch Anfänger können so unbeschwert durch das Revier kreuzen, denn die erfahrene Crew auf dem Begleitboot passt auf.

Beim Mitsegeln kannst du dem Skipper auf die Hände schauen und ein paar Kniffe lernen! Los geht es in der Marina auf Lefkáda mit Oasis Sailing (Tel. 69 45 59 86 36 | oasisailing.com) oder ab Nidrí (Lefkáda) mit Skorpios Charter (Tel. 26 45 09 22 81 | skorpioscharter.com).

Tauchen & Schnorcheln

Wegen der milden Wassertemperaturen ist Tauchen rund um die Inseln ganzjährig möglich. Schnorcheln kannst du überall dort, wo es gute Tauchspots gibt, wie z. B. bei der höhlenreichen Küste von Zákinthos, in Límni Keríou. Hier gibt es zwei Tauchbasen, auch mit deutschsprachigem Unterricht, das Turtle Beach Diving Centre Timothéos Marmíris (Límni Keríou Hafen | Tel. 26 95 04 87 68 | diving-center-turtlebeach.com) und das Neró Sport Diving Center (Límni Keríou, westlich des Hafens | Tel. 26 95 02 84 81 | nero-sport.de).

Im Westen Kefaloniás sind Tauchgänge fast Sightseeing: Da wird ein italienisches Schiffswrack angesteuert, das im Zweiten Weltkrieg in einer Schlacht sank, dabei starben 2000 Soldaten (Lixoúri-Halbinsel | pirate-divers-club.gr).

auchschulen auf Lefkáda: Léfkas Diving Center (Nikianá | Tel. 26 45 07 21 05 | lefkasdivingcenter.gr) und Tauchstation Nautilus (Vassilikí | Tel. 69 36 18 17 75 | underwater.gr). Auch in Itháki finden sich Anbieter, u. a. Odyssey Outdoor Activities (Vathí | Tel. 69 48 18 26 55 | outdoorithaca.com).

Wandern

Wandern ist herrlich in den ionischen Bergen. Genaue Wanderkarten gibt es nicht, einige wenige gut ausgeschilderte Wege nur auf Kefaloniá (Fiskárdo, Énos). Es kann sich lohnen, eine geübte Begleitung in Anspruch zu nehmen (outdoorkefalonia.com). Wer das Wanderrevier kennt, kann das Tempo sportlich anpassen. Auch Itháki kannst du dir mit jemandem erschließen, der etwas über die Gegend zu erzählen weiß (Touren ab 40 Euro | outdoorithaca.com).

Wassersport

Überall gibt es Wassersportstationen, wo du Tretboote mieten, Wasserski fahren und Kitesurfen kannst. Auch Stand-up-Paddling ist angesagt. Geführte, über 7-stündige SUP-Touren gibt es von Nidrí (Lefkáda) aus zur Insel Meganísi (Tel. 69 81 49 79 21 | lefkadapaddleboardcruises.com). Für Luftsprünge auf See lässt du dich im Mílos Windsurf Club (Ágios Ioánnis, Lefkáda | Tel. 26 45 02 13 32 | milosbeach.gr) mit dem Jetski hinausfahren, um mit dem Fly Board wie Jesus übers Wasser zu gehen.

Wichtig sind auf allen vier Inseln Motorboote. Diese kannst du ohne Bootsführerschein mit bis zu 30 PS und Notfallausrüstung mieten. Nach kurzer Einweisung geht’s los zu sonst unerreichbaren Stränden. Tagesmiete beträgt je nach Saison etwa 70–140 Euro/ Tag, wobei die Preise stets neu festgelegt werden. Anbieter findest du in fast jedem Urlaubsort und Hafen.

Windsurfing

Lefkáda ist die Destination für Surfer. Zu den hipsten Windsurfzentren gehört der englische Club Vassiliki (Strand Vassilikí | Tel. 26 45 03 15 88 | clubvass.com), der auch die Kleinen ans Windsurfing heranführt. Anfänger üben zunächst im Trockenen. Im Starkwindrevier von Mílos Windsurf Club (Ágios Ioánnis nahe Lefkáda- Stadt | Tel. 26 45 02 13 32 | milosbeach.gr) stellen sich erfahrene Surfer den Wellen. Aber auch hier können sich Neulinge erproben.

Mit Kindern unterwegs

Auf Itháki und Kefalloniá gibt es überhaupt keinen Massentourismus, auf Léfkas nur in Ansätzen. Hier würden sich also nicht einmal für die Gäste größere Investitionen dieser Art lohnen. Nur auf Zákinthos gibt es bescheidene Ansätze dazu.

Dass Einrichtungen, die bei uns für einen Familienurlaubsort unerlässlich scheinen, fehlen, hat aber auch andere Gründe. Die Griechen sind auf eine ganz spezielle - und sicher mindestens ebenso gute - Art sehr kinderfreundlich. Sie lassen die Kleinen ganz einfach an fast allem teilhaben, was die Großen tun - und das bis weit nach Mitternacht. Kinder sind auch abends in Cafébars und Tavernen gern gesehene Gäste. Sie dürfen auf öffentlichen Plätzen zwischen den Flanierenden herumtollen und sogar vor Kirchenmauern Fußball spielen. Auch bei vielen Wasser- und anderen Sportangeboten gibt es keine genau festgelegten Altersgrenzen: Was die Kinder können und die Eltern ihnen zutrauen, dürfen sie ausprobieren.

Das gute Wetter, Strände und Meer tragen ein Übriges dazu bei, dass es Kindern wohl kaum langweilig werden wird. Außer auf Itháki gibt es genügend flache, windgeschützte Buchten, an denen der Nachwuchs planschen und baden kann. Die großen Hotels auf Zákinthos verfügen zudem fast alle über Kinderplanschbecken.

Bootsausflüge sind immer kleine Abenteuer. Wenn die Eltern erfahren genug sind, können sie auch selbst ein Motorboot mieten und ihre Kinder als Matrosinnen und Schiffsjungen anheuern.

Auch Spaziergänge machen vielen Jungen und Mädchen Spaß, die zu Hause ungern mit den Eltern wandern. Auf den griechischen Inseln gibt es keine langweiligen Wanderautobahnen, sondern überwiegend Hirten- und Ziegenpfade, über die zahllose Eidechsen und manchmal sogar Schlangen huschen. Verbotsschilder sind nahezu unbekannt, die Kleinen können herumkraxeln, wie es ihnen gefällt - das allerdings auch in Ruinen und mittelalterlichen Burgen, die fast nie gesichert sind!

Ärzte, die sich auch mit Kinderkrankheiten auskennen, gibt es auf allen Inseln. Griechische Ärzte verschreiben allerdings auch bei leichteren Erkrankungen oft sehr schnell Antibiotika. Wer diesen Arzneimitteln gegenüber kritisch eingestellt ist, nimmt besser seine Hausmittel mit.

Kinderermäßigungen werden in Linienbussen, auf innergriechischen Flügen, auf Schiffen und Ausflugsbooten sowie bei vielen Ausflugsangeboten bis zum Alter von 12 Jahren gewährt. Der Besuch staatlicher Museen und Ausgrabungsstätten ist für Kinder kostenlos.

Da es auf den übrigen Inseln keine Attraktionen speziell für Kinder gibt, beschränken sich die folgenden Empfehlungen auf Kefalloniá und Zákinthos.

Kefalloniá

Ark

Im Tierheim von Kefalloniá freuen sich über 300 ausnahmslos streichelzahme Hunde und mehrere Katzen auf Familien, die ihnen vielleicht auch ein paar Leckerlis mitbringen. Besucher können herumlaufen und mit den Tieren spielen - und wenn sie hinterher eine kleine Spende dortlassen, freuen sich die ehrenamtlichen Betreiber. Tgl. | Argostóli | zunächst der Ausschilderung zur Cephalonia Botanica folgen, dann ab der Polizeistation der zum Tierheim ARK

Chauffeur spielen

Kleine Elektrojeeps oder -VW-Beetles stehen bei gutem Wetter täglich im Luna Park am nördlichen Ende der Odós Rizospáston in Argostóli fürs kindliche Fahrvergnügen bereit (5 Euro für 15 Minuten). Außerdem gibt's ferngesteuerte Boote, Tischfußball und mehr.

Eselsritte

Katharina Fehring aus Nordrhein-Westfalen lebt jetzt auf einer Farm bei Sámi und bietet Ausritte auf alten Pfaden mit ihren beiden Eseln an. Aufsitzen dürfen nur Kinder, die Erwachsenen dürfen aber die grauen Eminenzen zum Weitergehen ermuntern. Die Trecks dauern zwischen einer und vier Stunden. Grizáta 1 | Mobiltel. 6980059630 | www.donkeytrekkingkefalonia.com | 1 Esel 20, 2 Esel 35 Euro/Std.

Karavómilos

An dem See nahe Sámi kann man mit Kindern gut einen halben Tag verbringen. In der Großtaverne gibt es eine Hängematte und mehrere Liegestühle, der schmale Kieselstrand fällt flach ab, Bäume spenden überall Schatten. In den Bäumen hängen Schaukeln, am Parkplatz grasen Ziegen, am See warten Enten auf Futter. Um den See führt ein gepflasterter, schattiger Weg, um den herum die Kinder Wettläufe austragen können, Katzen lassen sich streicheln - und wenn doch das Computerspiel her muss, ist eine kostenlose WLAN-Verbindung vorhanden.

Minizug auf Rädern

Miniaturzüge mit Lokomotive und drei Waggons, in denen jeweils etwa 20 Personen Platz haben, sind überall in Griechenland ganz groß in Mode. Sie fahren mit Elektromotoren und auf Gummirädern. Auch in Argostóli fährt solch ein Minizug durch die Stadt. Abfahrt am Hafen, tgl. 20.30-22.30 Uhr | Fahrt 5 Euro, Kinder 3 Euro

Zákinthos

Chauffeur spielen

Auch auf Zákinthos gibt es kleine Elektroautos für Kinder. Sie stehen bei gutem Wetter täglich ab 18 Uhr auf der großen Platía der Stadt Zákinthos, der Platía Solomoú, bereit und sind meist bis nach 22 Uhr in Betrieb. Einzige Voraussetzung: Die Kleinen müssen schon ein Lenkrad halten und ein Gaspedal durchtreten können - was oftmals leichter ist, als den Fuß wieder vom Gas zu nehmen. In den Autos haben sogar zwei Kinder oder ein federleichter Elternteil samt Nachwuchs Platz. Ein wenig sollten die Eltern auf jeden Fall auf ihre Kinder achten, denn das Revier ist nicht umzäunt. Ausreißer könnten von hier aus überallhin fahren - solange die Batterie mitmacht. 3 Euro für 10 Minuten

Fiaker-Fahrt

Am Ágios-Nikólaos-Pier am Rand der Platía Solomoú in Zákinthos-Stadt stehen am späten Nachmittag Pferdekutschen, die mit ihren kleinen und großen Gästen 20-minütige Rundfahrten durch die Inselhauptstadt unternehmen. Wer von den Kleinen Lust dazu hat und sich schon allein festhalten kann, darf direkt neben dem Kutscher Platz nehmen. Kutschen gibt es auch in Alikés, wo sie meist an der parallel zum Strand verlaufenden Hauptstraße auf Kundschaft warten. 20 Euro für 20 Minuten Fahrt

Minizug auf Rädern

Auf Zákinthos sind zwei Minizüge auf Rädern unterwegs. Einer rollt von Alikés nach Pigadákia. Der andere ist zwischen Argássi und der Inselhauptstadt unterwegs. Abfahrt in Argássi am Hotel Mimóza an der Hauptdurchgangsstraße, in Zákinthos-Stadt an der Platía Solomoú. Fahrtzeiten saisonabhängig, meist jedoch tgl. 10-13 u. 17-22 Uhr | Fahrt 5 Euro, Kinder 3 Euro

Tieren ganz nah kommen

Schafe und Ziegen, Kaninchen, Landschildkröten, Greifvögel und Pfauen, Eidechsen, Esel und Ponys, Waschbären und manch andere Tiere bevölkern den Áskos Stonepark, der landschaftlich schön zwischen Hügeln eingebettet im Norden der Insel liegt. Auch alte Zisternen, Häuschen und Ställe sowie eine steinerne Weinpresse haben hier eine neue Heimat gefunden. Der Eintrittspreis ist allerdings unverhältnismäßig hoch für diesen Park. Mai-Sept. tgl. 9-19, Okt.-April tgl. 10-17 Uhr | Eintritt 8,50 Euro, Kinder (5-12 Jahre) 5 Euro | Áskos | www.askosstonepark.gr

Sehenswertes

Es gibt unzählige Sehenswürdigkeiten, die man bei Ferien auf Zakinthos einfach gesehen haben muss. Die berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Zakinthos sind die Panagia Faneromeni-Kirche von 1633 sowie das Wrack der Panagiotis, das in einer Bucht nahe Zakinthos-Stadt liegt. Das Schmugglerschiff strandete hier während eines Sturms im Jahr 1980, als man sich in der Bucht vor der Küstenpolizei zu verstecken suchte.

Freizeit

Im Sommer finden Sie die schönsten Beschäftigungen für Ihre Freizeit auf Zakinthos am Strand: Weißer Sand lädt zum Sonnen, Baden und Sandburgenbau ein, während das kristallklare Wasser und die vielen Höhlen an der Küste sich gut zum Tauchen eignen. Mit Booten kann man bei einer Reise nach Zakinthos auch die blauen Grotten der Insel besichtigen.

Übernachten

An den malerischen Küstenorten, die auf der Insel zu finden sind, und in Zakinthos selbst findet man zahlreiche Möglichkeiten, um auf der Insel zu übernachten. Wegen der hohen Temperaturen empfiehlt sich auf Zakinthos ein Hotel mit klimatisierten Zimmern, es gibt aber auch gemütliche und elegante Ferienhäuser sowie für das kleinere Budget Campingplätze mit Blick auf das Meer.

Am Abend

Zum Ausgehen sind Sie am besten in Zakinthos Stadt aufgehoben. Hier gibt es Restaurants mit traditioneller, griechischer Küche. Neben Gyros und Metaxa sind vor allem die Weine, die hier angebaut werden, die eine oder andere Kostprobe wert. Gegrillter Tintenfisch, Souvlaki und natürlich Ouzo dürfen bei keinem Essen in Zakinthos fehlen. Zum Nachtisch gibt es neben Eis auch gerne Baklavas oder Loukoumades.