Lido

Der Sandstreifen, der die Lagune von der Adria trennt, schützt die Stadt seit alters vor Stürmen und Fluten. Seit dem 19. Jh. dient er ihren Bewohnern als Erholungsgebiet und ausländischen Gästen als Seebad. In der touristischen Frühzeit frönten vornehmlich Europas Blut- und Geldadel sowie privilegierte Künstler dem Dolce Vita entlang dem feinsandigen Strand - prächtige Villen, Hotels und Parkanlagen zeugen davon. Berühmt ist das pompöse Grand Hotel des Bains als Schauplatz von Thomas Manns Novelle "Tod in Venedig" und deren kongenialer Verfilmung durch Luchino Visconti. Ein Stück weiter westlich, im Palazzo del Cinema, geben sich Anfang September Weltstars der Leinwand bei der Mostra del Cinema, Venedigs Filmfestspielen, ein Stelldichein. Das aristokratische Flair ist weitgehend verschwunden. Geblieben ist die Atmosphäre und Infrastuktur für unbeschwerte Ferientage am Meer. Auf Sonnenhungrige und Wasserratten warten in Gehdistanz vom Ende des Viale Santa Maria Elisabetta, der Hauptstraße, gepflegte Strandanlagen samt einladenden Pizzerien, Eisdielen und Bars. Nachtschwärmer finden mehrere Diskos, Hobbysportler Ruder- und Segelclubs, einen Golfplatz und über den ganzen Lido sowie den südlich angrenzenden Lido di Pellestrina gespannt ein Netz an Fahrradwegen. Nahe der Nordspitze des Lido lohnen der alte jüdische Friedhof von San Nicolò die Besichtigung und, ganz in der Nähe, der Flughafen Aeroporto Nicelli, ein Architekturjuwel im Bauhausstil.
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