Landschaftliche Highlights Usedom

Ruden

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Ruden, Deutschland
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Nach: Ruden, Ruden

Informationen zu Ruden
Schon seit 1925 gehört die Insel zum Naturschutzgebiet Peenemünder Haken, Struck und Ruden. Wenn sich das Ausflugsschiff der Insel aus östlicher Richtung nähert, sind als erstes Hunderte von Kormoranen zu sehen, die auf dem wie eine Sichel ins Meer ragenden Betonwall hocken. Die Vögel gehören zu zwei riesigen Kolonien auf dem Peenemünder Haken im Norden Usedoms. Die eleganten Taucher kommen zum Ruden geflogen, denn hier stört die unersättlichen Fischfresser niemand bei der Nahrungssuche. Hier und dort ragen bei Niedrigwasser kleine Sandbänke aus dem Wasser, die große Schwärme nordischer Enten sowie Schwäne und Möwen bevölkern. Vereinzelt sind auch schon Kegelrobben gesichtet worden. Bereits vor mehr als 100 Jahren hatte man die Tiere in der südlichen Ostsee ausgerottet, doch in jüngster Zeit sind einige zeitweise als Gäste zurückgekommen. Der nördliche Inselteil besteht aus bis zu 7 m hohen bewaldeten Sanddünen. Kiefern, Eichen und Buchen wachsen hier, an der Südspitze sind es vor allem Dünengräser, gelegentlich aber auch wilde Rosen, Stranddisteln und Wacholder. Östlich und westlich der Insel stehen zwei Leitfeuer im Wasser, die bis heute den Schiffsführern in diesem gefährlichen Seegewässer bei der Navigation helfen. Um die Insel vor der Meeresbrandung zu schützen, wurde 1905 am Südende ein Betonwall gebaut, der 1200 m weit ins Meer ragt. In den Zeitungen war der Ruden seinerzeit mit dem Beiname "Silberplatte Deutschlands" bedacht worden, denn Journalisten hatten errechnet: Das Geld, das der Schutzwall gekostet hatte, hätte ausgereicht, um die gesamte Insel mit silbernen Fünf-Mark-Stücken auszulegen.

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