Usedom Alle

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Freizeit & Sport

Im Frühjahr und im Herbst sind das vorwiegend die Angler und passionierten Golfer; die Radler dagegen sind vom zeitigen Frühjahr bis zum späten Herbst unterwegs. Auch wer ins Wasser möchte, ist nicht mehr auf den Sommer angewiesen: Zwei Freizeitbäder und die Schwimmbäder der Hotels laden ganzjährig zum Schwimmen ein. Die Ostseetherme zwischen Ahlbeck und Heringsdorf hat 30–33 Grad warmes Wasser, in der Bernsteintherme in Zinnowitz schwimmen Sie in angenehm temperiertem Meerwasser.

Sonstige Sport & Wellness

Angeln

Die Ostsee vor Usedom, der Peenestrom und die Boddengewässer sind gute Angelreviere. Hecht, Zander, Aal, Barsch, Karpfen, Schleie, Hornfisch und Flunder werden gefangen. Freier Fischfang ist nicht gestattet. Auch für die 12-Meilen-Küstenzone der Ostsee sowie die Haff- und Boddengewässer ist eine Angelberechtigung erforderlich. Die erhält nur, wer einen Fischereischein besitzt. In Mecklenburg-Vorpommern, also auch auf Usedom, gibt's einen Touristen-Fischereischein. Den können Sie einmal je Kalenderjahr für die Dauer von bis zu 28 aufeinanderfolgenden Tagen erwerben. Mehrmals im Jahr können Sie für je 28 Tage eine Verlängerung beantragen. Wo es die Fischereischeine und Angelgenehmigungen gibt, wissen die Tourist-Informationen (www.angeln-in-mv.de). Fischreich sind die Angelteiche Ückeritz0171 7440818www.angelteiche-ueckeritz.de nördlich des Seebads. Regenbogen- und Lachsforellen, Aale, Karpfen, Störe und auch Hechte werden hier gefangen. Einen guten Fang garantieren geführte Angeltouren auf Peene und Greifswalder Bodden mit Alb Maritim038377 40298www.alb-maritim.de ab Hafen Karlshagen.

Meeresstrand

Alle Seebäder Usedoms locken mit Sandstrand vom Feinsten, der bis zu 70 m breit ist und flach ins Wasser abfällt. Auf 42 km Länge zieht er sich von der Nordspitze Usedoms bis zu den Kaiserbädern im Osten hin. Quirligen Strandtrubel erwarten die Gäste in den Kaiserbädern, wer es ruhiger mag, zieht sich in die Seebäder im Norden zurück. Große Strandbereiche werden von der DLRG bewacht. Aus Sicherheitsgründen sollte nur dort gebadet werden. Nacktbaden hat an der Ostseeküste eine lange Tradition. Für FKK-Freaks bestehen zehn ausgewiesene Bereiche (Gesamtlänge 9 km) und zwar von Karlshagen im Norden über Koserow und Ückeritz in der Landesmitte bis nach Bansin und Ahlbeck im Osten.

Die Wasserqualität an der gesamten Küste Usedoms ist ausgezeichnet. Auf der interaktiven Badegewässerkarte des Ministeriums für Soziales und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommerns (www.sozial-mv.de) sind Beschreibungen der Badegewässer, die Qualität sowie Nachrichten und Warnungen veröffentlicht.

Fahrradtour

Radlern steht ein 150 km langes Radwegenetz zur Verfügung. Über die Insel verläuft der 614 km lange Seenradweg, der von Lüneburg über Anklam und die Kaiserbäder nach Wolgast führt. Fahrräder stehen in fast allen Ferienorten zum Mieten bereit, auch viele Hotels haben welche für ihre Gäste. Die Usedomer Bäderbahn befördert Fahrräder. Dem flexiblen Verleihsystem Usedomrad0800 8555111www.usedomrad.de haben sich elf Fahrradverleihstationen auf der Insel sowie Anklam angeschlossen. Sie nehmen Ihr Rad bei einem der beteiligten Partner entgegen und geben es, wenn Sie wollen, bei einem anderen wieder ab. Bei Problemen sind alle für kostenfreien Pannenservice für Sie da. Radwandertouren mit Gepäckservice: Die Mecklenburger RadtourZunftstr.4Stralsund03831 280220www.mecklenburgerradtour.de.

Golf

Den Golfpark Balmer See (038379 280www.golfhotel-usedom.de) zählen Golfer zu den schönsten in Deutschland. Denn in der unmittelbaren Umgebung des Platzes mit 27 Spielbahnen und Driving-Range ist noch eine nahezu intakte Natur vorhanden. Von fast jedem Standort des sanft hügeligen Platzes aus schauen die Spieler auf das Achterwasser, auf Laub- und Kiefernwälder oder auf weidende Kühe. Die Golfschule bietet Einzelunterricht und Schnupperkurse an. In der Nähe von Korswandt entstand das Baltic Hills Golf UsedomHauptstraße10Korswandt038378 32318www.usedomgolf.de. Die reizvoll in das Gelände eingepasste 57 ha große 18-Loch-Golfanlage in der Nähe der Kaiserbäder verfügt über eine Driving Range mit 20 Abschlagplätzen sowie großzügige Putt- und Pitchbereiche.

Inline

Die Deichkronen, eigentlich für Radler und Wanderer asphaltiert, sind zum wahren Eldorado der Inlineskater geworden. Kühne Sprünge werden vor allem auf den Skaterbahnen in Ahlbeck an der Strandpromenade und in Ückeritz an der B 111 hingelegt. Beliebt ist ebenfalls der Fußweg von Ahlbeck bis zur Grenze zu Polen und wieder zurück.

Reiten

Durchs Usedomer Hinterland zu reiten bereitet immer mehr Touristen Freude. Ein 100 km langes, ausgeschildertes Reit- und Kutschwegenetz wurde eingerichtet. Reithallen sind in Bannemin, Benz und Trassenheide vorhanden. Auf Usedom einen Kremser oder eine Kutsche zu mieten ist ebenso unkompliziert wie eine Taxibestellung. Planwagen mit Fußheizung und Klarsichtfolie als Wetterschutz hat der Pferdehof Will in Ahlbeck038378 28450www.pferdehof-will.de.

Wandern

Sportliche Herausforderungen gibt es nicht, Usedom ist gerade auch für Untrainierte ein sehr gutes Terrain. Von den Bergen, von denen die Einheimischen gern sprechen, sollte sich keiner abschrecken lassen: Das sind schlichte Hügel von höchstens 60 m Höhe. Das ausgeschilderte Wanderwegenetz hat eine Gesamtlänge von rund 400 km. Zahlreiche Kurverwaltungen und die Naturparkverwaltung bieten auch organisierte Wanderungen an.

Sonstiger Ort der Aktivität

Wassersport

Auf der Ostsee und auf den Boddengewässern wird gesurft, gerudert, gesegelt und mit dem Motorboot gefahren. Neben den Häfen Peenemünde und Karlshagen gibt es am Achterwasser viele kleinere für Boote mit geringem Tiefgang. Surfanfänger finden auf dem Achterwasser bei Ückeritz ideale Bedingungen, Könner schwärmen von der Pommerschen Bucht vor der Küste der Kaiserbäder und dem Achterwasser bei Lütow. Tret-, Ruder-, Paddel- und Segelboote stehen in fast allen Ostseebädern am Strand sowie am Kleinen Krebssee zum Mieten bereit. Die Segelschule Rückenwind in Wolgast03836 600013www.segelschule-rueckenwind.de bietet Kurse zum Erwerb des Sportbootführerscheins und speziell für Urlauber zweitägige Schnupper-Segelkurse. Kinder lernen das Segeln in der „Opti“ genannten kleinen Segeljolle; das richtige Alter dafür ist 6–12 Jahre.

Einkaufen

Souvenirs sind in allen Badeorten zu haben. Einige, beispielsweise Schlüsselanhänger, Basecaps und Kaffeebecher, schmückt eine kleine, lustige Möwe. Das ist „Emma Sonnenschein“, das Maskottchen von Usedom.

Schmuck

Bernstein

Bernstein in Ringen, als Anhänger und zu Ketten verarbeitet: Das „Gold des Meeres“ wird überall auf der Insel angeboten und als typisches Mitbringsel oder Erinnerungsstück auch gern gekauft. Bereits die alten Römer schätzten den Bernstein, das erhärtete, rund 40 Millionen Jahre alte Harz vorzeitlicher Nadelbäume, als Schmuckstück.

Kunstgalerie

Bilder

Viele Maler haben auf Usedom im Lauf der Zeit ihre Motive gefunden; die berühmtesten von ihnen waren Lyonel Feininger (1871–1956) und Otto Niemeyer-Holstein (1896–1984). Auch heute wird noch viel gemalt: In Ahlbeck ist es Volker Köpp, in Mölschow Hans Seifert und in Zinnowitz das Ehepaar Brigitte und Reinhard Meyer, die ihre großen und kleinen Bilder verkaufen. Eine besonders große Auswahl ist im Kunstkabinett in Benz vorhanden.

Kunsthandwerk & Design

Buddelschiffe

Bei den Urlaubern beliebt sind auch Buddelschiffe, von denen die kleinsten gerade einmal streichholzschachtelgroß sind. Das Schiff in der Buddel, wie die Flasche auf Plattdeutsch heißt, ist oft der maßstabsgerechte Nachbau eines bestimmten historischen Seglers. Die ersten Buddelschiffe tauchten bereits Ende des 18. Jhs. auf. Mit dem Bau dieser Schiffe vertrieben sich die Seeleute ihre freie Zeit und bewiesen ihr handwerkliches Geschick.

Delikatessen

Räucherfisch

Nicht wenige gehen kurz vor der Heimreise zu den Fischern in Koserow oder Ahlbeck, um für sich oder die Daheimgebliebenen einen frisch geräucherten Aal mitzunehmen.

Sanddorn

An der Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern wächst der Sanddorn (Hippophae rhamnoides), auch Haff- oder Seedorn genannt, wild. Als „Zitrone des Nordens“ wird er gern bezeichnet, da er zehnmal mehr Vitamin C als die Zitrone enthält. Aus Sanddorn wird Saft, Likör und Marmelade hergestellt, neuerdings wird sogar eine Hautcreme auf Sanddornbasis angeboten. Die kleinen, organgefarbenen Früchte werden im Herbst von den Sträuchern geerntet.

Souvenirs

Strandgut

Besonders beliebt als Souvenirs sind jene Stücke, die nicht von Menschenhand produziert, sondern von der Natur geschaffen wurden. In zahlreichen Usedomer Geschäften werden sie angeboten: schöne Muscheln, Bernsteinstückchen und „Hühnergötter“, wie die mit einem oder mehreren Löchern versehenen, inzwischen heiß begehrten Feuersteine von den Einheimischen genannt werden. Einst wurden die durchlöcherten Steine nämlich in Hühnernester gelegt, um die Legefreudigkeit der Hennen zu verbessern. Heute wandern sie als Glücksbringer in die Geldbörsen, die – so hofft man – dadurch stets gut gefüllt bleiben sollen. Nicht minder beliebte Fundstücke sind die Donnerkeile. So heißen die versteinerten Skelettreste von urweltlichen Tintenfischen.

Strandkörbe

In Heringsdorf gibt es die älteste deutsche Strandkorbfabrik, in der diese Ende des 19. Jhs. erfundenen Strandmöbel noch in traditioneller Handarbeit – heute allerdings vorwiegend aus Kunststoff – geflochten werden. Wer sich einen Strandkorb für zu Hause aussuchen möchte, hat die Qual der Wahl: Die beiden Grundtypen sind in vier Standardbreiten lieferbar, geflochten in einer von 14 Farb- und Materialvarianten, kombiniert mit einem der vier unterschiedlichen Holzlasur- und Lackfarbtöne und ausgeschlagen mit einem von 39 Stoffdessins ...

Essen & Trinken

In der Vergangenheit musste eine Mahlzeit lange vorhalten, auch konnten sich die Fischer und Landarbeiter keine kulinarischen Köstlichkeiten leisten. Auf den Tisch kam, was vor der Haustür wuchs oder schwamm: Kartoffeln, Kohl, Rüben und natürlich Fisch. Hering mit Kartoffeln war bis Anfang des 20. Jhs. ein Alltagsgericht. Heute ist der Hering wieder zu Ehren gekommen, nachdem er einige Jahre als Armeleuteessen in den Restaurants verpönt war. Jeden April wird zu „Heringswochen“ geladen. Usedomer Köche zaubern wahre Leckereien aus dem besonders zarten Ostseehering. Im September gibt es die „Tüftentage“ mit einer Fülle einfallsreicher Gerichte. Tüfte heißt hier zu Lande die Kartoffel.

Durch den Fremdenverkehr wurden auch Gerichte aus anderen Landen in der Inselküche ausprobiert. Regionales hingegen wurde lange vernachlässigt und geriet in Vergessenheit. Touristen möchten aber Lokaltypisches. Deshalb stöbern Inselköche jetzt wieder in Großmutters Kochbüchern, was sie auch auf den Speisekarten vermerken: „Zubereitet nach alten Familienrezepten“. Mit dem Ergebnis sind selbst die strengen Tester der Gastronomieführer zufrieden; immer mehr Restaurants der Insel erhalten die begehrten Sterne oder Kochlöffel.

Fangfrischer Fisch steht bei Köchen und Gästen gleichermaßen in der Gunst. Es gibt nicht nur Ostseefische wie Hering, Flunder und Dorsch, durch den Peenestrom, das Achterwasser und das Kleine Haff können auch Süßwasserfische wie Barsch, Zander, Karpfen und Hecht angeboten werden. Die Flunder, so meint der Volksmund, schmecke in den Monaten ohne „r“ am besten, der Dorsch dagegen in den Monaten mit „r“. Im späten Frühjahr wird vielfach Hornfisch angeboten, der im Mittelmeer und im Atlantik lebt. Er kommt nur zum Laichen in die Ostsee. Der bis zu 1 m lange Fisch mit den grünen Gräten ist noch weitgehend unbekannt, obwohl er gut schmeckt. Eine Delikatesse ist der Ostseeschnäpel, auch Steinlachs genannt, mit seinem festen, schmackhaften Fleisch. Lediglich 30 t sind es im Jahr, die die Fischer fangen, vor allem im November und Dezember, wenn der Schnäpel zum Laichen in die Gewässer der Peene, des Achterwassers und des Stettiner Haffs wandert.

Manche Gerichte auf Usedom werden dem Gast jedoch nicht auf Anhieb zusagen, da sie für fremde Zungen gewöhnungsbedürftig sind. Süßsauer ist nicht jedermanns Sache. Viele Hauptgerichte werden gezuckert oder mit Backpflaumen und Rosinen gewürzt. Der Gasthof t'n Eikbom in Dargen pflegt solche Speisen. Süßsauer schmeckt auch die Soljanka, eine ursprünglich ukrainische Spezialität, die auf keiner Speisekarte der DDR fehlte. Die Fleischsuppe mit Gurken, Zwiebeln und Tomaten wird mit einem Klacks saurer Sahne und einer Zitronenscheibe serviert. Oft finden sich auf Usedoms Speisekarten auch Wildgerichte, denn die Wälder sind wildreich. Im Oktober, zu den Usedomer Wildwochen, warten die Küchenchefs mit speziellen „Wildkarten“ auf.

Wenn Einheimische mitbekommen, dass ihre Küche nicht so recht mundet, werden sie bestimmt meinen: „Dei weit jo nich, wat schmeckt“ (Der weiß ja nicht, was schmeckt!), wenn Sie dagegen voller Appetit „rinspachteln“ oder „verposementieren“, dann kann schon mal hinter Ihrem Rücken getuschelt werden: „He frett, dat dat Mul schümt“ (Der frisst, dass das Maul schäumt) oder „He frett as'n Schüündröscher“ (Der frisst wie ein Scheunendrescher).

An warmen Tagen verzichten die Gäste meist auf das Mittagessen, die Gaststätten sind dann fast leer. An Badewettertagen lässt man sich zwischendurch ein Fischbrötchen schmecken oder ein Stück Räucherfisch. Die Fischer am Strand schreiben ihr tägliches Angebot mit Kreide auf eine Tafel. Nichts geht über eine Portion Aal frisch aus dem Rauch.

In der kalten Jahreszeit, nach einem Spaziergang bei Eis und Schnee, empfiehlt sich zum Aufwärmen ein Grog. Apropos Trinken: Was mögen die Einheimischen an alkoholischen Getränken außerdem? Wenn Sie einen der Älteren fragen, dürfte er Ihnen verschmitzt antworten: „Wat bruken wi Alkohol, solang wi Bier un Bramwin hewwen“ (Was brauchen wir Alkohol, solange wir Bier und Branntwein haben). Zum Bier passt ein „Köm“, ein klarer Kümmelschnaps, ob Sie nun deftig gegessen haben oder nicht.

Immer mehr Usedomer Restaurants bekamen in den letzten Jahren von den Restaurantkritikern Kochlöffel, Hauben und Punkte verliehen. Was die Meisterköche der Insel können, zeigen sie zum Grand Schlemm, der kulinarischen Strandwanderung von Ahlbeck bis Bansin Mitte Mai. Die Gäste spazieren am Strand entlang und lassen sich an neun „Rastplätzen de Luxe“ verwöhnen.

Mit Kindern unterwegs

Sehenswertes

Bei den Sehenswürdigkeiten auf Usedom kommen vor allem Architektur- und Naturfreunde auf ihre Kosten. Zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten der Insel gehören die Seebäder Heringsdorf, Karlshagen und Loddin mit ihrer Bäderarchitektur. Auch die rund 150 Kilometer Küstenlinie von Usedom sind wegen ihrer ganz unterschiedlichen Beschaffenheit einen Besuch wert. Besonders empfehlenswert: Das Stettiner Haff oder der Lieper Winkel.

Freizeit

Bei einer Reise nach Usedom steht in der Freizeit seit mehr als 150 Jahren der Badespaß ganz oben auf der Liste der Aktivitäten. Schließlich bietet Usedom seinen Gästen mehr als 40 km feinsten Sandstrand. Wer mal eine Pause von Strand und Wasser braucht, der findet auf der Insel ein hervorragend ausgebautes Rad- und Wanderwegenetz wie beispielsweise den Küstenradweg zwischen Karlshagen und dem polnischen Swinemünde.

Übernachten

Hotels auf Usedom zu finden, ist höchstens in der Hauptsaison ein Problem, wenn die Häuser von der Luxusherberge bis zur kleinsten Pension ausgebucht sind. Viele Gastbetriebe auf Usedom haben sich der typischen Bäderarchitektur angepasst. Selbstverständlich kann man auf der Insel aber auch in Ferienwohnungen oder Ferienhäusern übernachten und so das Flair der Insel ganz individuell genießen.

Am Abend

Ausgehen auf Usedom hat Tradition – auch wenn die Badegäste früherer Jahrhunderte sich eher seltener in Discos oder Bars vergnügt haben dürften. Dafür kann man in den Seebädern auch heute noch Kurkonzerten lauschen. Beim Essen auf Usedom steht Fisch, insbesondere Hering, ganz oben auf der Speisekarte. Der Fisch wird direkt vor Usedom gefangen. Beliebt ist auch die ursprünglich ukrainische Soljanka, eine leckere Fleischsuppe.