Usedom Alle

Akzeptiert Kreditkarten:
Mehr
Weniger
Ambiente:
Mehr
Weniger
Ausstattung:
Außenbereich:
Mehr
Weniger
Behindertengerecht:
Mehr
Weniger
gastronomy:
Mehr
Weniger
hotelamenities:
indoors:
Mehr
Weniger
Kinderfreundlich:
Mehr
Weniger
Klassifizierung:
Mehr
Weniger
Küchenstil:
location:
maxprice:
minprice:
Parkmöglichkeiten:
Mehr
Weniger
Preiskategorie:
Mehr
Weniger
roomfacilities:
Mehr
Weniger
Typ:
Filter zurücksetzen
weniger Filtermehr Filter
BEST WESTERN Hotel & Restaurant Hanse-Kogge Schon lange wird der Badeort Koserow, idyllisch an der schmalsten Stelle der Insel Usedom gelegen, als Geheimtipp unter Freunden gehandelt. Die Reize der…
Geheimtipp am Stettiner Haff Am südlichen Stettiner Haff befindet sich das idyllisch gelegene Seebad Ueckermünde, das noch als echter Geheimtipp unter Urlaubern gilt. Inmitten der vielen Seen, Flü…
Die Ausstellung im ehemaligen Kraftwerk der Heeresversuchsanstalt dokumentiert die Arbeit der Peenemünder Raketenforscher, die verheerenden Folgen der neuen Waffen sowie deren Weiterentwicklung bei…
Als sein Licht 1858 den Schiffen erstmals den Weg wies, war er mit 68 m Höhe der höchste Leuchtturm der Welt. Nach dem Aufstieg über 310 Stufen bietet sich ein herrlicher Blick.
Das hölzerne Gaststättengebäude, ein Pavillon mit vier kurzen Türmchen, bekam sein heutiges Aussehen Anfang der 1930er-Jahre. Der 280 m lange Landungssteg entstand 1993, den Vorgänger hatten…
Was in der Nähe von Karnin riesig aus dem Wasser ragt, sind die Reste der 600 m langen Eisenbahn-Hubbrücke, die Usedom mit Kamp auf dem Festland verband. Die gewaltige, 1930-32 errichtete…
1550 m in der Länge misst die Greifswalder Oie, an der breitesten Stelle sind es 570 m. Das 12 km nördlich von Usedom gelegene Inselchen hat damit etwa die Größe des Fürstentums Monaco. Die…
Swinemünde ist ein bedeutender Handels- und Fährhafen und bei den Polen ein beliebter Urlaubs- und Kurort, der sich in den letzten Jahren rasant verändert hat. Besonders herausgeputzt hat man das…
Benz liegt mitten in der Usedomer Schweiz, einer wunderbaren Landschaft voller Hügel, Seen und Wälder, die direkt südlich der Kaiserbäder beginnt. Um sie zu erleben, mietest du dir am besten ein…
Genau genommen ist der ganze Winkel ein Geheimtipp. Hier, zwischen Anklam und Wolgast, fällst du augenblicklich in in eine Art Entspannungstrance fallen. Lassan (1500 Ew.) direkt an der Peene ist…
Wo sich Ostsee und Achterwasser fast berühren, ließ sich der Maler Otto Niemeyer-Holstein nieder und baute ab 1933 sein skurriles Zuhause um einen ausrangierten S-Bahn-Wagen herum. Nach dem Tod des…
Der Berg, mit 69 m die höchste Erhebung Usedoms, wurde zu einem der größten Kriegsgräberfriedhöfe Deutschlands. Mit einem schlichten Ehrenmal (1972) wird der 23.000 Opfer des Bombenangriffs der…
Mit 508 m ist sie die längste bewirtschaftete Seebrücke Kontinentaleuropas. Ins Landgebäude und die Mittelplattform zogen Muschelmuseum, Kino, Café, Restaurants und Geschäfte, im Brückenkopf mit…
Der gewaltige, 600 Jahre alte spätgotische Backsteinbau beherbergt sieben Prunksakrophage. Vom 56 m hohen Turm, der in 184 Stufen zu erklimmen ist, hast du einen herrlichen Rundblick.
Kaffeemühle nennen die Wolgaster das ehemalige Speichergebäude aus dem 17. Jh. seiner Form wegen. Erlebbar gemacht wird Stadtgeschichte von der slawischen Besiedlung im 8. Jh. bis in die Gegenwart,…
Der Kurpark (Park Zdrojowy) selbst ist das grüne Herz der Stadt. Der Gartenkünstler Peter Joseph Lenné pflanzte 1828 hier Roteichen, Schwarznussbäume, Platanen und Magnolien. Die Menschen in Ś…
Die beiden Militärbauten am westlichen Swineufer aus der Mitte des 19. Jhs. wurden um 1940 von den Nationalsozialisten ausgebaut und nach dem Zweiten Weltkrieg von den Sowjets genutzt. Die westliche…
Das "Nizza des Ostens" wurde Heringsdorf einst bewundernd genannt, denn bis zum Zweiten Weltkrieg war es das Modebad der deutschen Aristokratie und Finanzwelt. Typisch für Heringsdorf sind prunkvolle…
An der Grenze zu Heringsdorf bietet die Ostseetherme subtropischen Badespaß. Unter einer Glaskuppel befinden sich Schwimmbecken, Grottenrutsche, römisches Dampfbad, Wasserfälle sowie…
Das Dorf hat mit dem 300 Jahre alten "Stolper Fährkrug" eines der traditionsreichsten Gasthäuser des Landes, das weitgehend im ursprünglichen Zustand erhalten ist. Nur einen Steinwurf entfernt,…

Sport

Schwimmen

Im August hat das Ostseewasser knapp 20 Grad und braucht eine Weile, um im Herbst dann wieder abzukühlen. Im Mai und Juni ist es dafür oft noch ganz schön kalt im Wasser. Ob du an einem Textil-, Hunde- oder FKK-Strand bist, siehst du an den Strandabschnittshinweisschildern. Dort kannst du auch erkennen, ob der Strandabschnitt überwacht wird. Ganz wichtig: Eine rote Flagge bedeutet generelles Badeverbot, das solltest du ernst nehmen. Für Kinder und Nichtschwimmer sind die flachen Strände am Greifswalder Bodden besonders gut geeignet, die schönsten Wellen gibt es bei längeren auflandigen Winden an der offenen See. Wie gut die Wasserqualität am Strand ist und ob es Parkplätze, Toiletten und Imbiss in der Nähe gibt, kannst du hier nachschauen: badewasser-mv.de

Fahrradfahren

Kein Stau, keine Parkplatzsuche. Auf Usedom musst du unbedingt Fahrrad fahren. Am besten reist du gleich mit Rad und Bahn an. Denn gerade zur Hauptsaison ist die B111, die Hauptverkehrsstraße auf der Insel, chronisch verstopft. Und die schönsten, einsamsten, aufregendsten Orte auf der Insel sind eh nicht mit dem Auto zu erreichen. Wenn du dein eigenes Rad nicht mitnehmen willst, dann leih dir an den rund 100 Stationen auf und rund um Usedom eines der 1000 gelben Usedom- Räder aus (usedomrad.de). Die kosten 9 Euro pro Tag und sind (meistens) ganz gut in Schuss. Zusätzlich gibt es Fahrradverleihe, die auch E-Bikes, Räder mit Kinder- oder Hundeanhängern, mit Kindersitzen sowie Renn- oder andere Spezialräder verleihen. Stell dir das Radfahren aber nicht zu gemütlich vor: Usedom liegt zwar in der Norddeutschen Tiefebene, ist aber wirklich nicht flach. 30 Prozent Gefälle sind keine Seltenheit. Dazu kommt der oft böige Wind. Eine topografische Karte (gibt es in Buchläden oder den Touristinformationen) hilft, die steilsten Anstiege zu umfahren.

Kanu

Wenn du auf der Insel ins Kanu steigen willst, dann am besten am Achterwasser. Bootsverleihe findest du an fast jedem Hafen, z. B. auf dem Gnitz, in Rankwitz, Benz, Mölschow oder Loddin. Auf der offenen Ostsee Seekajak zu fahren ist eher was für Fortgeschrittene. Das Achterwasser ist ruhiger, hat weniger Wellen, und in Küstennähe kannst du hier entspannt paddeln.

Wenn du wasserwandern und ein paar Tage unterwegs sein willst, dann unbedingt auf der Peene! Im Schilf brüten Vögel und über dir kreisen Reiher. Und der Fluss ist über weite Strecken wild und menschenleer (abenteuer-flusslandschaft.de). Egal, für welchen Ort du dich entscheidest: Vor dem Paddeln solltest du dich unbedingt von einem Profi einweisen lassen und die Wettervorhersage beachten.

Kite- und Windsurfen

Kiten ist schon lange im Trend, schließlich ist man mit dem Drachen rasant unterwegs. Und außerdem ist es für Einsteiger leichter zu lernen als Windsurfen. Aber trotz des Siegeszugs des Kitesurfings gibt es natürlich auch immer noch die guten alten Surfbretter. Für Anfänger bieten viele Schulen und Surfstationen Kurse an. Hast du schon Erfahrung? Dann kannst du dir hier auch Zubehör leihen. Die vielen Flachwasserreviere in den geschützten Bodden-, Achterwasser- und Flusslandschaften bieten zum Lernen die allerbesten Bedingungen. Die Webseite surflocal.de/spots bewertet 15 Spots auf Usedom und am südlichen Greifswalder Bodden.

Natur erleben

Verlass den schmalen Küstenstreifen zwischen B111 und Ostseeküste und mach dich auf den Weg in die stillen, einsamen, besonderen Ecken. Das wird dann ein echtes und dein ganz eigenes Abenteuer und geht mit Karte und den richtigen Schuhen prima auf eigene Faust. Oder du lässt dich von Profis mitnehmen. Dann stehst du Auge in Auge mit einem Kormoran im Moor und sichtest Seeadler. Oder sitzt am Feuer an der Steilküste und grillst selbst gefangenen Fisch. Auf Tour kannst du entweder mit Insel- Safari (insel-safari.de), seit Jahren eine feste Größe und auch für größere Gruppen geeignet, oder mit dem Mitautor dieses Bandes und seinem Unternehmen Natur (unternehmennatur.de) gehen. Noch naturnäher wird es ohne Auto, z. B. auf den geführten Wanderungen, die der Kanuhof Spandowerhagen über Sandwege, Sümpfe und Wiesen anbietet. Im Lassaner Winkel gibt es auch eine Wildnisschule (wildnisschule-waldkauz.de), bei der du lernen kannst, wie man eine Nacht in freier Natur gut übersteht, wie du dir einen Unterschlupf baust und Feuer machst.

Segeln

Die meisten Wassersportzentren verleihen auch Jollen (Bedingung: Segelführerschein) und/ oder bieten Segelkurse an. Wenn du mehrere Tage mit einer Segelyacht unterwegs sein willst, dann brauchst du einen Sportbootführerschein See und gute Segelkenntnisse. Dann kannst du in den Marinas von Kröslin, Greifswald, Krummin oder Wolgast ein Boot chartern (happycharter.com/de/segelboote/mieten/usedom).

Unkomplizierter ist es, einen Tag auf einem Schiff unterwegs zu sein, ein bisschen mitzuhelfen und ansonsten das Segelerlebnis zu genießen. Das geht z. B. auf dem Zeesenboot „Romantik“ (zeesenboot.de) oder auf der „Weissen Düne“ (weisse-duene.com).

Stand-Up-Paddling (SUP)

Man sieht sie überall, Menschen die mit einem langen Paddel, einen Tick vorn über geneigt auf einem wackeligen Brett stehen und ins Wasser gucken. Überall auf der Insel kannst du diese Boards leihen. Wenn du zum ersten Mal auf ein SUP steigst, dann warte besser einen ruhigen Tag ab. Die ersten Momente denkt man, „gleich kippe ich um“, aber dann ist’s wirklich ganz einfach.

Wandern

Die intuitivste aller Sportarten! Wenn du am Strand entlang läufst, sparst du dir sogar die Wanderkarte und bist trotzdem immer orientiert. Ansonsten ergeben eine Karte (besser als alle Apps, weil sie auch ohne Strom und Netz funktioniert) und Wanderschuhe schon Sinn. 400 km ist das Usedomer Wanderwegenetz insgesamt lang, und gerade im Hinterland, in der Usedomer Schweiz oder dem Lieper Winkel gibt es superschöne Ecken, die man nur zu Fuß erreichen kann (usedom.de/themen/aktiv-natur/wandern-walken/wanderwege.html). Wanderwege sind oft nicht beschildert.

Wellness

Die Saunadichte auf der Insel kommt vermutlich an finnische Verhältnisse heran. In der Vor- und Nachsaison gibt es günstige Wellnessangebote, die auch die größeren Hotels einigermaßen erschwinglich machen. Wenn du auf dem Campingplatz und nicht im Wellnesshotel übernachtest, kannst du die Spabereiche der beiden Schwimmbäder der Insel nutzen (ostseetherme-usedom.de sowie bernsteintherme.de). Oder du nutzt das intensive und kostenfreie Wellnessangebot der Insel: ein langer, zügiger Spaziergang, den du bei jedem Wetter machen kannst. Auf halber Strecke in kaltem Wasser baden und dann zurück und heiß duschen!

Shoppen & Stöbern

Gold des Meeres

Überall auf der Insel kannst du Bernsteinschmuck kaufen. Jeder Stein ist anders, manche sind milchig, andere klar, es gibt weiße und orange. Am wertvollsten ist der Stein, wenn sich vor Millionen von Jahren ein urzeitliches Insekt oder Blatt im trocknenden Harz verfangen hat. Solche Einschlüsse sind oft in Museen oder Ausstellungen zu sehen. Einfache Lederarmbänder mit kleinen Bernsteinperlen kosten oft nur 10, 12 Euro, größere oder kunstvoller gestaltete Schmuckstücke oft mehrere Hundert Euro. Vor allem, weil es seit ein paar Jahren in China einen Hype um den Bernstein gibt, ist der Weltmarktpreis vergleichsweise hoch. Wenn du Glück hast, findest du Bernstein im Spülsaum am Strand. Gerade nach Stürmen sind die Chancen ganz gut. Die meisten Goldschmiede auf der Insel fertigen dir daraus dann auch ein Schmuckstück an. Oder du machst es selbst, z. B. beim Bern-Stein-Reich Usedom (Tel. 0174 7 69 00 11 | bernsteinreich.jimdo.com) in Zinnowitz.

Von Fisch bis Honig

Honig vom Imker in Neu Sallenthin, Kräutertee aus der Teemanufaktur Pommerland (kraeutergarten-pommerland.de) im Lassaner Winkel, Käse von der Inselkäserei Welzin (inselkäse.de) oder die edlen Öle der Inselmühle (inselmuehle-usedom.de) verstauben nach der Reise nicht auf irgendeinem Schrank. Räucherfisch lässt sich transportieren und hält sich nach der Heimkehr noch ein paar Tage im Kühlschrank. Und Sanddorn bekommst du in allen Daseinszuständen: als Saft, Sirup oder Tee. Sanddorn wächst auf Sand, also gut an der Küste, und enthält ziemlich viel Vitamin C. Allerdings kommt der Sanddorn in den meisten angebotenen Produkten nicht von der Insel.

Farben und Perspektiven

Strand, Küstenwäldchen, Fischerboote, Abendsonne auf dem Achterwasser: Viele Künstler kommen wegen dieser Motive auf die Insel. Viele bleiben für einen Urlaub, andere kommen immer wieder oder blieben, wie Otto Niemeyer- Holstein, für immer. Kaufen kannst du alte und neue Kunst überall auf der und um die Insel herum. Kleine Galerien oder Museen bieten Drucke von den großen Künstlern, von unbekannteren auch Originale. Wenn du mit Malerei nicht viel anfangen kannst, gib doch den Werken der Landschaftsfotografen (usedomfotos.de) eine Chance!

Tonzeug und Teppiche

Abseits der Seebäder findest du die Kunsthandwerker. Wie Daniel Graf aus Korswandt, der vor allem Gartenkeramik und sympathisch unanmutige Schrottskulpturen kreiert (tonwerk-keramik.de). Immer in der letzten Juliwoche ist Töpfermarkt rund um die Morgenitzer Töpferei. Dann kommen Aussteller aus ganz Deutschland nach Usedom. Handpuppen, Papierwaren, Webteppiche: Kunsthandwerk in allen möglichen Formen findest du im Lassaner Winkel.

Fundstücke

Vom Meer glatt geschmirgeltes Glas, ausgeblichenes Treibholz oder besondere Steine sind die Rohstoffe von Kunsthandwerkern, die aus dem, was an den Strand gespült wird, Kunst machen. Bei Oliver Kleine in Trassenheide werden aus Treibholz z. B. Designerlampen (olliwoodisland.com).

Essen & Trinken

Frischer Fisch?

Zwar kamen über die Jahrtausende neue Einflüsse dazu: Korn wurde gemahlen, Brot gebacken, Gemüse und Kartoffeln wurden angebaut. Aber die Böden in der Region sind eher mager, die Bauern waren arm und Fisch ein zuverlässiges, günstiges Essen. Auch heute steht für viele Usedom-Urlauber der Speiseplan schon fest. Fisch natürlich! Geräucherten Aal zum Frühstück, ein Fischbrötchen zwischendurch und abends Fisch mit Bratkartoffeln. Das ist verständlich, aber mittlerweile nicht mehr in jedem Fall zu empfehlen. In den Häfen gibt es kaum noch Fischerboote. Die Fischbestände schrumpfen auch in der Ostsee. Und deshalb kommt vieles von dem, was dir in den Restaurants und Imbissen an Filets, Eingelegtem und Geräuchertem angeboten wird, nicht von hier. Lachs stammt so gut wie immer aus norwegischen Fischzuchtanlagen, Rotbarsch aus dem Nordatlantik. Wenn du sichergehen willst, dass der Fisch auf deinem Teller aus der Region kommt, dann musst du ihn selbst angeln. Oder konsequent nachfragen. Oft geben die Wirte erstmal ausweichende Antworten und sagen, der Fisch käme „teilweise“ aus der Ostsee oder „je nach Saison“.

Auf die Saison kommt's an

Hering wird von Februar bis April gefangen, Hornfisch im Mai. Eingelegt oder gefroren gibt’s diese Arten dann auch noch später. Und diese beiden sind dann auch fast die einzigen, die man guten Gewissens empfehlen kann. Aal etwa wird auf Usedom so gut wie immer importiert und ist vom Aussterben bedroht.

Hier wird jeder satt

Wenn dir in den Restaurants die klassischen Fischgerichte angeboten werden, dann sind die fast immer noch nach dem gleichen alten Muster gestrickt: ein Fisch, dazu Kartoffeln und eine Salatbeilage. In einer Gegend, in der das Sattwerden wichtiger war, als raffiniert zu kochen, hat das Tradition. Ums Sattwerden geht es auch bei den anderen regionalen Gerichten. Viel Fleisch, Eintöpfe, süße Mehlspeisen, versunkene Birnen, Rote Grütze. Das wichtigste Obst ist in Vorpommern auf jeden Fall der Apfel – auch aus Tradition. Denn auch wenn die Bauern unfrei waren, für den Grundherrn schuften mussten und kein eigenes Land besaßen – einen Apfelbaum im Garten hatte jeder. Apfelkuchen, Apfelkompott und natürlich Apfelsaft (zunehmend selbst gemostet) wird dir daher auch an jeder Ecke begegnen. Wenn du zur Erntezeit in Vorpommern bist, fallen dir vielleicht die Obstbaumalleen auf, deren Obst zu DDR-Zeiten in Rostock zu Saft gepresst wurde. Heute spricht nichts gegen einen kleinen Mundraub am Straßenrand, denn das Fallobst bleibt meist einfach liegen.

Kulinarik mit Sternchen

Seit im 19. Jh. die ersten Bädertouristen nach Usedom kamen, ist auch kulinarisch viel passiert. Dank Globalisierung und Individualisierung bekommst du auf der Insel heute alles, was es überall sonst auch gibt. Döner und Pizza, Bratwurst und Asia-Food, DDR-nostalgische Soljanka und Broiler, polnische Gerichte, veganes Essen, internationale Küche – in allen Preisklassen. Auf Usedom kochen auch die Sterneköche Arjan Mensies und Tom Wickboldt.

Bio und regional

Eine Entwicklung, die vielleicht auch Hoffnung für die aussterbenden Fischarten bedeuten könnte, ist noch jung: Mehr und mehr Menschen sind das Fischsterben und der Klimawandel nicht egal, sie versuchen, möglichst regional und ökologisch zu essen. Das geht auch auf Usedom und muss nicht unbedingt Fleischverzicht bedeuten. Denn Wild ist hier gewissermaßen der neue Fisch. Wenn du dich mit Wildschwein und Hirsch auf deinem Teller anfreunden kannst, dann guten Appetit! Die Tiere müssen regelmäßig geschossen werden und stammen sicher nicht aus Massentierhaltung. Auf und um Usedom gibt es neuerdings einige kleine Unternehmen, die Wild jagen und in eigenen Manufakturen veredeln und vertreiben.

Der Trend zu Bio und Regional findet sich in jedem Supermarkt und auch in vielen Restaurants wieder. Besonders viele Ökoköche gibt es in den beiden Winkeln, dem Lassaner und dem Lieper Winkel. Aber auch auf dem Rest der Insel kannst du auf immer mehr Speisekarten das Bemühen um eine gewisse regionale Note ablesen. Überall gibt es Köche, die umstellen: ökologische Landwirtschaft statt Massentierhaltung, selbst gemacht statt Industrieprodukt, frisch zubereitet statt einfach nur aufgewärmt. Eine Sonderrolle haben die Cafés: Selbst gebackene Kuchen und Torten sind zwar noch immer nicht Standard, aber ein Café, das mit frischen Zutaten eigene Kuchenkreationen anbietet, findest du eigentlich überall.

Wenn es jetzt aber doch der Fisch sein soll ...

... dann gibt es zum Abschluss noch ein Rezept zum Nachkochen: Kauf dir bei der Freester Fischereigenossenschaft, bei Ehmkes Fischhandel in Karlshagen oder am Hafen in Rankwitz pro Person zwei Ostseeheringe. Hol dir dazu einen Beutel Kartoffeln und brate dir die Heringe in der Pfanne. Iss sie mit Pellkartoffeln, Petersilie und Salz. Und zum Nachtisch das Pommerngedeck, vom Postel-Gründer Martin Schröter aus Wolgast erfunden: ein gebrühter Kaffee, dazu ein Quittenbrand und Blaubeerkuchen. Und was wird getrunken? Wasser, Bier, Schnaps. Und im Winter Grog.

Mit Kindern unterwegs

Sehenswertes

Bei den Sehenswürdigkeiten auf Usedom kommen vor allem Architektur- und Naturfreunde auf ihre Kosten. Zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten der Insel gehören die Seebäder Heringsdorf, Karlshagen und Loddin mit ihrer Bäderarchitektur. Auch die rund 150 Kilometer Küstenlinie von Usedom sind wegen ihrer ganz unterschiedlichen Beschaffenheit einen Besuch wert. Besonders empfehlenswert: Das Stettiner Haff oder der Lieper Winkel.

Freizeit

Bei einer Reise nach Usedom steht in der Freizeit seit mehr als 150 Jahren der Badespaß ganz oben auf der Liste der Aktivitäten. Schließlich bietet Usedom seinen Gästen mehr als 40 km feinsten Sandstrand. Wer mal eine Pause von Strand und Wasser braucht, der findet auf der Insel ein hervorragend ausgebautes Rad- und Wanderwegenetz wie beispielsweise den Küstenradweg zwischen Karlshagen und dem polnischen Swinemünde.

Übernachten

Hotels auf Usedom zu finden, ist höchstens in der Hauptsaison ein Problem, wenn die Häuser von der Luxusherberge bis zur kleinsten Pension ausgebucht sind. Viele Gastbetriebe auf Usedom haben sich der typischen Bäderarchitektur angepasst. Selbstverständlich kann man auf der Insel aber auch in Ferienwohnungen oder Ferienhäusern übernachten und so das Flair der Insel ganz individuell genießen.

Am Abend

Ausgehen auf Usedom hat Tradition – auch wenn die Badegäste früherer Jahrhunderte sich eher seltener in Discos oder Bars vergnügt haben dürften. Dafür kann man in den Seebädern auch heute noch Kurkonzerten lauschen. Beim Essen auf Usedom steht Fisch, insbesondere Hering, ganz oben auf der Speisekarte. Der Fisch wird direkt vor Usedom gefangen. Beliebt ist auch die ursprünglich ukrainische Soljanka, eine leckere Fleischsuppe.