Ukraine Essen & Trinken

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Gemütliches Lokal mit vorzüglicher polnischer Küche. Antiquarisch-nostalgisches Interieur, malerisch auf einem kleinen Hügel gelegen. Im Sommer Livejazz auf der Terrasse.
Sewastopols feinste Dinneradresse zelebriert gehobene Kochkunst unter Kristalllüstern. Die Inhaberin stand für Julia Timoschenko am Herd, bevor sie ihr Restaurant mit traumhaftem Blick über die…
Lassen Sie sich von den Krischna-Gesängen nicht abschrecken: Die indisch-vegetarische Küche schmeckt authentisch.
Warmes Holz, rötliche Ziegel und Kerzenlicht sorgen für Romantik, Friséesalat mit Avocado, Huhn und Orangenfilets für Phantasie auf dem Teller.
Uriger Bierkeller mit ukrainischer Küche. Schattiger Innenhof. Am Wochenende Livemusik. Im Hotel im gleichen Haus hängen Szenenfotos aus „Taras Bulba“, der 2007 nach dem Roman von Nikolai Gogol…
Köstlicher Doppelstreich: die Wiener Konditorei verführt Schleckermäuler mit fantastischem Mohnstrudel, handgefertigten Pralinen und Torten. Im gemütlichen Kellerrestaurant wird gehobene…
Laut und lebendig, ausgestattet mit Retro-Interieur. Geboten werden ukrainische Spezialitäten, auch Frühstück.
Rustikaler Bierkeller mit kleiner Wirtshauskarte. Sehr belebt. Lokale und internationale Biere.
Die Badewanne zwischen den Tischen und die Schaukel im Garten erinnern an den Sommer auf dem Land. Gegrillt wird auf offenem Feuer.
Der sizilianische Chef serviert hausgemachte Pasta. Daneben stehen saisonale Fisch- und Fleischgerichte auf der Karte. Terrasse am Goldenen Tor.
Austern, Hummer, Sushi – im Sommer lässt sich ganz Odessa die edle Fischküche mit Blick aufs Meer munden.
Spiegel an den Wänden der beiden holzgetäfelten Säle schaffen Bistroambiente. Feine ukrainische und internationale Küche. Im Sommer tafeln Sie auf der Terrasse im Schatten der Kathedrale.
Vier Etagen hoch stapelt sich der populäre Altstadttreff in den Himmel. Das Lokal ist den beiden Erfindern der Gaslaterne gewidmet, die an der Hauswand verewigt sind. Die Plätze auf der Dachterrasse…
Kneipenrestaurant des Kulturzentrums dzyga („Kreisel“) in einer Sackgasse im armenischen Viertel. Käufliche Kunst hängt an den Wänden. Auf dem Programm stehen Konzerte und Lesungen. Gute…
In dem Bierkeller trägt die Bedienung Tracht und spricht Englisch. Sie haben die Wahl unter acht Sorten Bier vom Fass. Entscheidungsschwachen hilft die bebilderte Speisekarte von Pasta bis Steaks und…
Lichtdurchflutetes Promenadencafé. Nette Terrassenplätze vorWasserspielen. Sushi, Suppen, Fleisch, Pasta und Salate.
Alternatives Literaturcafé. Kleine Speisekarte. Abends Livemusik oder DJs.
Dinner und Drinks in einem Ambiente von Fetisch und Dekadenz: Der geneigte Gast kann sich von der Bedienung in Ketten legen lassen. Die Rechnung kommt in Stöckelschuhen. Die Bar huldigt dem Lemberger…

Essen & Trinken

Im Sommer quellen die Märkte von saftigem Obst und knackigem Gemüse über. Im Winter ist die Auswahl deutlich schmaler. Kohl, Rüben und Kartoffeln gibt es immer: 140 kg Erdäpfel verspeist jeder Ukrainer pro Jahr, nur die Russen schaffen noch ein paar Knollen mehr. Brot (chlib) zählt ebenso zu den Grundnahrungsmitteln. Ein paar Scheiben gehören zu jedem Essen. Ukrainisches Brot ist staatlich subventioniert und wird noch wie zu Sowjetzeiten in riesigen Kombinaten gebacken. Einfache, schmackhafte Roggenmischbrote sowie Weißbrot (baton) bestimmen das Angebot.

Gekocht wird in den meisten Familien noch selbst. Jede Hausfrau hütet ihr Borschtsch-Rezept. Die Ukrainer sind überzeugt, dass sie diese köstliche Suppe erfunden haben. Rote Beete gibt dem Gemüseeintopf seine Farbe, die kräftige Brühe liefern Rind, Huhn oder Schwein. Obligatorisch ist der Klecks smetana (Schmand), mit dem der Borschtsch, wie auch sonst fast alle Speisen, verfeinert wird.

Wie die Russen haben die Ukrainer ständig Appetit auf gefüllte Teigtaschen. Gebraten oder gebacken heißen sie pyrischky, gedämpft oder gekocht warenyky. Auch Pilze, frisch, eingemacht, oder getrocknet, stehen hoch im Kurs.

Eine Einladung nach Hause oder ein traditionelles Festmahl im Restaurant beginnt mit den sakuski (Vorspeisen): Der Tisch verschwindet unter einer unüberschaubaren Zahl von Schüsseln und Tellern mit appetitlichen kalten Happen: Räucherfisch, Rote-Beete- und Geflügelsalat, Schinken, Fleischbällchen, Würstchen, Käse, sauer eingelegtem und frischem Gemüse. Salo darf ebenfalls nicht fehlen: in Salz gereifter, fetter Schweinerückenspeck, hauchdünn auf einer Scheibe Schwarzbrot.

Zu den sakuski trinkt man übrigens, was immer man möchte. Entgegen anderslautenden Klischees wird niemand zum Wodka gezwungen. Meist stehen auch Wein und Bier, Saft und Wasser auf dem Tisch. Aber wenn Wodka getrunken wird, gilt die eiserne Regel, dass vor jedem Schluck ein Trinkspruch gesprochen werden muss. Der ukrainische Wodka, horilka ("der Brennende") genannt, wird häufig mit Chili oder Honig aromatisiert gereicht. Achtung beim samohon - der "Selbstgebrannte" ist häufig um einiges stärker als gekaufter Wodka.

Wer nicht aufpasst, wird schon von den sakuski satt und hat keinen Platz mehr für die folgenden Gänge. Und die Hauptgerichte, meist Fleisch oder Fisch mit Beilagen (garnir), die man separat bestellt, haben es in sich!

Zum Dessert werden gefüllte Pfannkuchen (mlynzi) mit Kirschen, fette Cremetorten, Eis oder Früchte aufgefahren. Tee (tschaj) oder Kaffee - nicht Wodka - bildet den Abschluss eines Essens. Die Ukraine ist ein Land der Teetrinker. Meist stehen mehrere Sorten Grün- und Schwarztee zur Auswahl, während auch bessere Hotels mitunter nur Instantkaffee oder Filterkaffee anbieten. Kaffeepuristen gehen in eines der Coffeehouses, die überall aus dem Boden sprießen. Dort sind italienische Kaffeemaschinen im Einsatz und Espresso sowie Caffè Latte teurer, aber garantiert echt.

Beliebte ukrainische Getränke sind dafür kefir (Dickmilch), rjaschanka (geräucherter Kefir) und kompot, Trinkkompott aus frischen Früchten oder Beeren. Gewöhnungsbedürftiger für westliche Geschmäcker ist hingegen uswar, ein Kompott aus Früchten mit Räuchergeschmack, sowie kwas, ein malzbierähnliches Brotgetränk, das im Sommer aus kleinen Tankwagen auf den Straßen und Plätzen verkauft wird. Mors, ein säuerlicher Moosbeerentrunk, eignet sich ebenfalls als Durstlöscher.

In der Ukraine können Sie sehr günstig und sehr teuer essen gehen. Einfachere Kneipen, die auch Essen servieren, heißen kafe. Günstig essen Sie auch in der stolowaja, einem kantineartigen Selbstbedienungsrestaurant. Zünftig essen Sie im traktir, der ukrainischen Gastwirtschaft. Hier lohnt es sich, typische Gerichte wie zharkoye oder holubtsy auszuprobieren. Gehobener speist man im restoran. Mittags wird oft ein preiswerter bisness lanch angeboten - ein Menü aus Suppe oder Salat plus einer Hauptspeise, für durchschittlich drei bis fünf Euro. Weit verbreitet ist die Unsitte, Flachbildschirme in den Gasträumen aufzuhängen, über die Fashion-TV oder Sportübertragungen flimmern. Generell gilt: je edler die Ausstattung, je vornehmer das Ambiente, desto höher die Rechnung. Zu allen Gerichten werden Mengenangaben gemacht (in Gramm). Wein ist oft das teuerste Getränk. Die einheimischen Biermarken, z. B. Tschernihiwskoe, Lwiwskoe, Obolon oder Slawutych, gibt es vom Fass, Importbier aus der Flasche. Eine wachsende Mittelschicht geht auswärts essen. Für viele Ukrainer bleiben Restaurantbesuche aber teurer Luxus. Das mag erklären, warum in so vielen Lokalen Livemusik geboten wird. Wer nur ein oder zweimal im Jahr essen geht, will das auskosten. Sollte es dabei etwas lauter und wilder werden, feiern Sie einfach mit - Sie könnten einen unvergesslichen Abend erleben!

Spezialitäten

borschtsch

Eintopf aus Roter Beete, Weißkraut, Kartoffeln, Zwiebeln, Karotten, Tomaten, meist Rind-, aber auch Huhn- oder Schweinefleisch

bulotschky

Hefebrötchen, leicht süß

deruny

Kartoffelpuffer

gretschka

Buchweizengrütze, beliebte Beilage

haluschky

gnocchiartige Klößchen

holodec

Sülze

holubtsi

(wörtl.: "kleine Täubchen") Kohlrouladen mit Reis-Fleisch-Füllung

kascha

warmer Brei, meistens aus Hafterflocken oder Grieß

kotleti po kiewski

mit Butter gefüllte Hühnerbrust ("Chicken Kiew")

kulisch

Suppe aus Hirse, Kartoffeln und Speck

kwaschenaja kapusta

Sauerkraut

mlynzi

gefüllte Weizenpfannkuchen, süß, salzig oder edel

okroschka

kalte Gemüsesuppe mit Buttermilch oder Kwas

pampuschky

Weizenbrioche mit Knoblauchöl als Beilage zu Borschtsch serviert

schaschlyk

am Spieß über Holzfeuer gegrilltes Fleisch oder Fisch

selenyj borschtsch

grüne Gemüsesuppe mit Sauerampfer

semiki

Sonnenblumenkerne zum Knabbern

soloni ogirky

Salzgurken

syrniki

warme Quarkplätzchen, zum Frühstück oder als Dessert mit saurer Sahne serviert

taranjka

gesalzener Trockenfisch, populärer Biersnack

tscheburek

dünne, in Fett herausgebackene Teigfladen, meist mit Hackfleischfüllung. Tatarische Spezialität

warenyky

gekochte Taschen aus Kartoffelteig mit verschiedenen Füllungen (Kraut, Pilze, Hackfleisch, Kartoffel)

zharkoye

Fleischtopf mit Kartoffeln und Pilzen, mit Käse überbacken