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Essen & Trinken

Im Sommer quellen die Märkte von saftigem Obst und knackigem Gemüse über. Im Winter ist die Auswahl deutlich schmaler. Kohl, Rüben und Kartoffeln gibt es immer: 140 kg Erdäpfel verspeist jeder Ukrainer pro Jahr, nur die Russen schaffen noch ein paar Knollen mehr. Brot (chlib) zählt ebenso zu den Grundnahrungsmitteln. Ein paar Scheiben gehören zu jedem Essen. Ukrainisches Brot ist staatlich subventioniert und wird noch wie zu Sowjetzeiten in riesigen Kombinaten gebacken. Einfache, schmackhafte Roggenmischbrote sowie Weißbrot (baton) bestimmen das Angebot.

Gekocht wird in den meisten Familien noch selbst. Jede Hausfrau hütet ihr Borschtsch-Rezept. Die Ukrainer sind überzeugt, dass sie diese köstliche Suppe erfunden haben. Rote Beete gibt dem Gemüseeintopf seine Farbe, die kräftige Brühe liefern Rind, Huhn oder Schwein. Obligatorisch ist der Klecks smetana (Schmand), mit dem der Borschtsch, wie auch sonst fast alle Speisen, verfeinert wird.

Wie die Russen haben die Ukrainer ständig Appetit auf gefüllte Teigtaschen. Gebraten oder gebacken heißen sie pyrischky, gedämpft oder gekocht warenyky. Auch Pilze, frisch, eingemacht, oder getrocknet, stehen hoch im Kurs.

Eine Einladung nach Hause oder ein traditionelles Festmahl im Restaurant beginnt mit den sakuski (Vorspeisen): Der Tisch verschwindet unter einer unüberschaubaren Zahl von Schüsseln und Tellern mit appetitlichen kalten Happen: Räucherfisch, Rote-Beete- und Geflügelsalat, Schinken, Fleischbällchen, Würstchen, Käse, sauer eingelegtem und frischem Gemüse. Salo darf ebenfalls nicht fehlen: in Salz gereifter, fetter Schweinerückenspeck, hauchdünn auf einer Scheibe Schwarzbrot.

Zu den sakuski trinkt man übrigens, was immer man möchte. Entgegen anderslautenden Klischees wird niemand zum Wodka gezwungen. Meist stehen auch Wein und Bier, Saft und Wasser auf dem Tisch. Aber wenn Wodka getrunken wird, gilt die eiserne Regel, dass vor jedem Schluck ein Trinkspruch gesprochen werden muss. Der ukrainische Wodka, horilka ("der Brennende") genannt, wird häufig mit Chili oder Honig aromatisiert gereicht. Achtung beim samohon - der "Selbstgebrannte" ist häufig um einiges stärker als gekaufter Wodka.

Wer nicht aufpasst, wird schon von den sakuski satt und hat keinen Platz mehr für die folgenden Gänge. Und die Hauptgerichte, meist Fleisch oder Fisch mit Beilagen (garnir), die man separat bestellt, haben es in sich!

Zum Dessert werden gefüllte Pfannkuchen (mlynzi) mit Kirschen, fette Cremetorten, Eis oder Früchte aufgefahren. Tee (tschaj) oder Kaffee - nicht Wodka - bildet den Abschluss eines Essens. Die Ukraine ist ein Land der Teetrinker. Meist stehen mehrere Sorten Grün- und Schwarztee zur Auswahl, während auch bessere Hotels mitunter nur Instantkaffee oder Filterkaffee anbieten. Kaffeepuristen gehen in eines der Coffeehouses, die überall aus dem Boden sprießen. Dort sind italienische Kaffeemaschinen im Einsatz und Espresso sowie Caffè Latte teurer, aber garantiert echt.

Beliebte ukrainische Getränke sind dafür kefir (Dickmilch), rjaschanka (geräucherter Kefir) und kompot, Trinkkompott aus frischen Früchten oder Beeren. Gewöhnungsbedürftiger für westliche Geschmäcker ist hingegen uswar, ein Kompott aus Früchten mit Räuchergeschmack, sowie kwas, ein malzbierähnliches Brotgetränk, das im Sommer aus kleinen Tankwagen auf den Straßen und Plätzen verkauft wird. Mors, ein säuerlicher Moosbeerentrunk, eignet sich ebenfalls als Durstlöscher.

In der Ukraine können Sie sehr günstig und sehr teuer essen gehen. Einfachere Kneipen, die auch Essen servieren, heißen kafe. Günstig essen Sie auch in der stolowaja, einem kantineartigen Selbstbedienungsrestaurant. Zünftig essen Sie im traktir, der ukrainischen Gastwirtschaft. Hier lohnt es sich, typische Gerichte wie zharkoye oder holubtsy auszuprobieren. Gehobener speist man im restoran. Mittags wird oft ein preiswerter bisness lanch angeboten - ein Menü aus Suppe oder Salat plus einer Hauptspeise, für durchschittlich drei bis fünf Euro. Weit verbreitet ist die Unsitte, Flachbildschirme in den Gasträumen aufzuhängen, über die Fashion-TV oder Sportübertragungen flimmern. Generell gilt: je edler die Ausstattung, je vornehmer das Ambiente, desto höher die Rechnung. Zu allen Gerichten werden Mengenangaben gemacht (in Gramm). Wein ist oft das teuerste Getränk. Die einheimischen Biermarken, z. B. Tschernihiwskoe, Lwiwskoe, Obolon oder Slawutych, gibt es vom Fass, Importbier aus der Flasche. Eine wachsende Mittelschicht geht auswärts essen. Für viele Ukrainer bleiben Restaurantbesuche aber teurer Luxus. Das mag erklären, warum in so vielen Lokalen Livemusik geboten wird. Wer nur ein oder zweimal im Jahr essen geht, will das auskosten. Sollte es dabei etwas lauter und wilder werden, feiern Sie einfach mit - Sie könnten einen unvergesslichen Abend erleben!

Einkaufen

Haben Sie Lust auf eine Zeitreise? Dann treten Sie ein, wenn Sie das Schild gastronom sehen: In dieser aussterbenden Sorte Lebensmittelladen verschanzen sich wie zu Sowjetzeiten mürrische Verkäuferinnen hinter Theken. Auch in den Zentralkaufhäusern (univermag) wird Selbstbedienung erst zaghaft ausprobiert. Verhängte Fenster, versteckte Eingänge: Selbst für erfahrene Shopper ist es manchmal nicht leicht, Geschäfte zu erkennen. Die Ukrainer kaufen gerne unter der Erde: Jeder Fußgängertunnel ist mit Kiosken und fliegenden Händlern vollgestopft. Den höchsten Erlebnisfaktor aber bieten die Märkte: Autobatterien und Hundewelpen finden hier ebenso Käufer wie Brautkleider. Da liegen Zöpfe aus roten Krimzwiebeln neben blutigen Schweinsköpfen, dicke Blöcke aus Quark und Butter neben zehn Sorten Weintrauben. Probieren ist erlaubt und Feilschen Pflicht, wo Preisschilder fehlen. Die Ukrainer lieben Schnäppchen - und fahren dafür stundenlang hin und her. Für Ihre Mitbringsel brauchen Sie das nicht zu tun.

Gesticktes

Ukrainer lieben bestickte Leinenhemden und Blusen - nicht nur zur Hochzeit, bei der Taufe oder anderen Familienfeiern. Die Motive wie Schneeballblüten, Eiche, Trauben und Mohnblumen stammen aus vorchristlicher Zeit. Sehr dekorativ sind auch ruschnyky, bestickte Schals, mit denen die Ikonen geschmückt werden. Sie dürfen die Tücher daheim als Tischläufer zweckentfremden.

Hochprozentiges

Beim Wodka reicht das Angebot von protzig aufgemachten Edelmarken bis zum Selbstgebrannten. Die ukrainischen Marktführer heißen Hortiza, Medoff und Nemiroff. Neben reinem Wodka gibt es unzählige aromatisierte Varianten: mit Chili und Honig, Cranberry oder Birkensaft. Ordentlichen Cognac produzieren Koktebel und Schustow (Odessa).

Kunstvolles

Die schönsten Ostereier (pysanky) stammen aus der Westukraine. Filigrane Linien werden mit heißem Wachs vorgezeichnet und nach dem Färben abgekratzt. Fast überall zu finden sind Schnitzereien wie Löffel, Kämme, Pfeifen oder Schüsseln sowie petrikiwka - ukrainische Holzlackmalerei mit Feder-, Blätter- oder Blütenmustern. Die echten Stücke sind ihren hohen Preis wert. Die bulawa, die zeremonielle Kosakenkeule, ist wohl eher etwas für Karneval.

Prickelndes

Bis auf wenige Überraschungen schmecken die hier produzierten Weine verwöhnten westlichen Gaumen nicht. Lobenswerte Ausnahme: trockener Krimsekt. Empfehlenswert sind die "Brut"-Qualitäten von Solotaja Balka (schwarzes Etikett) und von Nowyj Swet (silbernes Etikett) sowie der trockene Rotsekt von Artjomskoje.

Süsses

Zwei Millionen Ukrainer züchten Bienen. Ob würziger Buchweizenhonig oder duftige Maitracht von Klee oder Akazien: Sie dürfen kosten. Lebkuchen werden das ganze Jahr hindurch gegessen. Mit Holzmodeln werden die prijaniki (prijanosti = Gewürze) in Herz- oder Heiligenform gebracht und mit Zuckerguss glasiert. Mischa der Bär, Gulliver oder Rotkäppchen schmücken die konfety, einzeln farbenfroh verpackte Schokowaffeln. Das hübsche Retro-Naschwerk wird lose nach Gewicht verkauft.

Wärmendes

Was in Westeuropa vielerorts verpönt ist, gehört in der Ukraine zum Winteralltag: Pelz. Ukrainische Frauen führen stolz ihre Felljacken spazieren, Tierschutz ist da Nebensache. Wenn Sie einen Pelz oder eine Pelzmütze (uschanka; uschy = Ohren) kaufen möchten, gehen Sie am besten in ein Kaufhaus oder ins Pelzfachgeschäft. Beachten Sie die Artenschutzbestimmungen! Auf Märkten wird Ihnen oft billiges China-Imitat angedreht. Vielleicht muss es auch nicht unbedingt Pelz sein: Omas handgestrickte bunte Socken oder Hausschuhe mit Schafwolleinsätzen wärmen garantiert.

Freizeit & Sport

Manchmal braucht es etwas Spürsinn, um weiterzukommen, denn nicht überall hilft Englisch weiter. Fragen Sie in den Hotels und Ferienzentren nach. Viele Aktivangebote werden zum Paket geschnürt - ein Relikt aus Sowjetzeiten. Aber immer mehr Individualisten sind zwischen Karpaten und Krim unterwegs.

Banja

Das russische Schwitzbad ist auch in der Ukraine sehr beliebt. Leichte Schläge mit feuchten Birkenzweigen gehören genauso zum Ritual wie das kalte Bier danach. Eine Institution in Kiew seit 1895: Zentralnyje Torgowyje Bani (wul. Mala Schitomyrska 3a | Tel. 044 2780378 | Mi-So für Männer, Di für Frauen).

Radfahren

Trotz fehlender Radwege: Fahrradtouren auf der Krim werden immer öfter nachgefragt. Mountainbikeclubs und Radenthusiasten stellen Touren zusammen (www.mt.crimea.com, www.velosipeda.net, vt.crimea.ua). In den Karpaten schildert der Verein Bikeland Radwege aus. Eine 8-tägige, geführte Radtour durch Transkarpatien von Tschop nach Mukatschewo bietet Alissa Smyrna in Dubrynytschi (Tel. 050 6094991 | ass@waldkarpaten.or). Fahrradverleih in Kiew, den Karpaten und auf der Krim (Bachtschisaraj): www.veloprokat.kiev.ua. Ein- und zweiwöchige Radreisen durch die Westukraine und auf der Krim organisiert auch der Berliner Ukrainespezialist Dreizackreisen (www.dreizackreisen.de).

Rafting

Pures Adrenalin: Wildwassertouren auf dem Tscheremosch in den Karpaten (nur im Mai) organisiert der Tourclub in Ternopil (2- bis 4-tägige Komplettpakete 100-220 US-$ | Tel. 096 2124071 (Englisch) | www.tourclub.com.ua. Auch ganzjährig Kanutouren auf dem Dnister, vorbei an felsigen Ufern, Wasserfällen und Festungen. Buchbar auch über den deutschen Veranstalter www.trembita.de.

Reiten

Der Reitclub Solotaya Podkowka (ul. Sewernaja 1 | Tel. 06560 72121 | www.horse-club.crimea.ua) vermittelt mehrstündige bis mehrtägige Reitausflüge (mit Zeltlager) ins Demerdshi-Gebirge auf der Krim. Start in Lutschistoje bei Aluschta. Reiten in der Großstadt: In Kiew auf der Truchaniw-Insel bei KLL Argamak (nach der Fußgängerbrücke rechts | Tel. 044 4288638). Für Ausritte in der Umgebung bietet sich der Reitclub Butenko in Proziw (Nähe Kiew-Borispil) an. Erstklassige Reithalle (tgl. 10-24 Uhr | wul. Komsomolska 12 | Tel. 044 5938033). In den Karpaten helfen Gastgeber von Privatquartieren und Hotels weiter.

Segeln

Yachtcharter in allen größeren Touristenorten auf der Krim. Falls Sie auf dem Dnjepr kreuzen wollen: Der Kyiv Cruising Yacht Club in Kiew vermietet zwei Yachten mit 18 und 25 Plätzen (Dniprowska Nabereschna 12 | www.kievsail.com | Metro: Osokorki). Eddie's Boats vermittelt zehn Boote (2-65 Personen) auf dem Dnjepr (Tel. 044 5318227).

Skifahren

Bukowel ist das modernste und größte Skigebiet in den Karpaten. Dragobrat liegt auf 1350 m. Stabile Schneedecke von Ende November bis Mitte Mai. Vom Bahnhof im 18 km entfernten Jasinja aus fahren Jeeps bis zum Skizentrum. In Dragobrat finden Sie Herbergen, private Gästezimmer und Skiverleih. Zurzeit eine Handvoll Skilifte, das Angebot wird weiter ausgebaut. www.dragobrat.poltava.ua

Sprachkurse

Ukrainisch- oder Russischschulen finden Sie in allen größeren Städten. Einzelunterricht ist immer möglich. Sprachferien mit Familienanschluss vermitteln in Odessa das Bayerische Haus (Tel. 048 7770696) oder in Charkiw das Nürnberger Haus (Tel. 057 7063413 | www.nuernbergerhaus.kharkov.ua). In einer krimtatarischen Siedlung am Fuß des Aj Petri liegt die Feriensprachschule Muschinski mit Minihotel. Hier können Sie Russisch, Ukrainisch und sogar Krimtatarisch in entspannter Atmosphäre lernen. Die Besitzerin versteht Deutsch und organisiert Wanderungen und Fahrradtouren (8 Zi. | ul. 16-go Sentjabrja 17 | Korejs | Ortsteil Samota | Tel. 0654 244308 | www.muschinskaya.com). Der Verein Ostwind (www.ostwind-ev.de) organisiert Ukrainisch-Sprachferien in Ushgorod. Eine Ukrainisch-Sommerschule mit umfangreichem Rahmenprogramm bietet alljährlich die Ukrainische Katholische Unversität in Lemberg an (ucu.edu.ua/de/lehre/sommerprogramme). Sprachreisen (Russisch) nach Odessa vermittelt Dreizackreisen (www.dreizackreisen.de).

Tauchen

An einigen Küstenteilen der Krim können Sie die faszinierende Unterwasserwelt des Schwarzen Meers erkunden. Professionelle Tauchbasen gibt es bislang nur in Balaklawa und in Sudak. Auch rund um das Kap Tarchankut im äußersten Westen treffen sich Taucher. Infos: www.tarhankut.crimea.ua, baza.crimea.ua/diving.html, blackseaexplorers.com/

Wandern

Die Waldkarpaten bezaubern mit aussichtsreichen Höhenwegen. Verschiedene Organisationen fördern ökologischen Tourismus. Wandertour von Ushgorod über den Karpatenkamm nach Tschernowitz unter www.carpatroute.com mit Infos über Privatunterkünfte. Geführte Bergwanderungen auf der Krim, z. B. von Bachtschisaraj durch Canyons, Flüsse und Höhlen nach Jalta oder in die Ostkrim (je 6 Tage), bietet www.outdoorukraine.com. Wander-, Rad- und Klettertouren auf der Krim organisiert auch der Guide Sergej Sorokin (mt.crimea.com), Übernachtung in Privatunterkünften. Dort auch Wanderkarten. Individuelles Höhlentrekking, Wander- und Klettertouren mit deutschsprachigen Führern vermittelt das Crimean Tourism Development Centre in Jalta (ul. Moskowskaja 1/6 | Tel. 0654 271708 | resort@yalta.crimea.ua). Ganz auf Ökotourismus spezialisiert hat sich Green Ukraine (green-ukraine.com), die mehrtägige Wandertouren in den Karpaten, Kultur- sowie Aktivurlaube (Rafting, Paragliding, Radfahren) in der Westukraine anbieten.

Wellness

Die mineralienreichen Salzseen bei Odessa und im Westen der Krim liefern heilsamen Schlamm. Baden Sie am östlichen Ufer des Sasyk-Siwasch, des größten Krim-Salzsees bei Saki (75 km2). Viele Sanatorien auf der Krim bieten Massagen, Sauna und medizinische Anwendungen. Ohne Russischkenntnisse ist die Verständigung aber nicht immer leicht, mitunter müssen Sie eine Mindestanzahl von Tagen buchen. Einfacher entspannen? In modernen Hotels mit Spabereich.

Wind- & Kitesurfen

Kap Kasantip auf der Krim an der Küste des Asowschen Meers ist ein Muss für Windsurfer. Kitesurfer treffen sich auf dem Salzsee in Myrnij bei Jewpatorija im Westen der Halbinsel. Auch für weniger Geübte ein sicheres Terrain. Die Gebiete sind touristisch kaum erschlossen. Eigene Ausrüstung und Verpflegung mitbringen!

Mit Kindern unterwegs

Ihre drei Monate Sommerferien verbringen ukrainische Kinder traditionell im Ferienlager und bei Oma und Opa auf der Datscha. Die Kleinen werden nach Strich und Faden verwöhnt. Mit einem Kind werden Sie in Geschäften vorgelassen und Sie bekommen einen Sitzplatz im Bus. Aber holprige Bürgersteige und fehlende Aufzüge machen den Stadtbummel für kleine Füße nicht immer zum Vergnügen. Animation, Spielplätze oder Planschbecken entsprechen nicht immer westeuropäischen Vorstellungen. Aber Sie müssen Ihren Nachwuchs nicht zu Hause lassen. Vor allem die Krim eignet sich für einen kindgerechten Urlaub: Hier können Sie zusammen baden, wandern, Höhlen besichtigen, reiten oder mit dem Schiff fahren (www.biss-reisen.de). Familienfreundliche Hotels finden Sie am ehesten rund ums Schwarze Meer.

Aquaparks

Der Aquapark auf der Krim in Simeis (mit Meerwasser) hat Schwimmbecken, Springbrunnen, Hüpfburgen, Wasserrutschen. Zufahrt über Ponisowska | 150 UAH, Kinder 100 UAH | tgl. 9-18 Uhr | www.simeiz-aquapark.com. Auch in Aluschta, Jewpatorija, Sewastopol, Sudak und Koktebel.

Delphinarien

Die erstaunlichen Tricks der Meeresartisten: Das Nemo-Center in Odessa ist gleichzeitig Delphin-Rettungsstelle und Stützpunkt für therapeutisches Kinderschwimmen. Mit Hotel und Meeresaquarium. Im Sommer drei Delphinshows. Di-So 9-18 Uhr | Plash Lansheron 25 | Tickets 100 UAH, Kinder unter 5 Jahren frei | www.nemo.od.ua. Weitere Delphinarien in Donezk, Charkiw, Kiew, Jewpatorija, Sewastopol und weiteren Orten der Südküste.

Kindgerechte Museen

Nicht nur für Kinder interessant: Im Wassermuseum im Kiewer Mariinsky-Park, in einem Wasserturm aus dem 19. Jh. untergebracht, erfahren kleine Besucher alles Wissenswerte rund ums Wasser. Tgl. 10-17 Uhr | wul. Gruschewskoho 1v | Metro: Majdan. Ein weiteres auch für Kinder spannendes Museum ist z. B. das Museum der Schwarzmeerflotte in Sewastopol.

Parkeisenbahnen

Einsteigen und Türen schließen, bitte: Im Charkiwer Gorkij-Park (ul. Sumskaja) fährt in den Sommermonaten eine der ältesten Kindereisenbahnen des Landes (Bj. 1940). Auch in anderen Städten wie Jewpatorija auf der Krim, Lwiw, Kiew und Dnipropetrowsk kommen Nachwuchslokführer ganz auf ihre Kosten.

Puppentheater

Die schöne Tradition der Puppenbühnen (kukolnyj teatr) wird in jeder größeren Stadt hochgehalten. Preisgekrönt sind das Charkiwer (300 Plätze, Puppenmuseum, pl. Konstituziji 24) und das Lemberger Puppentheater (pl. Danyla Halyzkoho 1), das 1946 gegründet wurde und 200000 Besucher jährlich zählt. Die älteste Puppenbühne Kiews (seit 1927) residiert in einem pfirsichfarbenen Märchenschloss nahe dem Europaplatz. Stücke für Kinder ab 3 Jahren, Klassiker für Erwachsene. Vorführungen mehrmals täglich, danach Kuchenschlacht in der Pâtisserie Cipollino im gleichen Haus. Spielplatz. Tickets 15-20 UAH | wul. Hrushewskoho 1a

Zirkus

Akrobatik, Clowns,Tierdressuren und ein echtes Orchester: Zirkus ist ein nostalgisches und preiswertes Vergnügen. In festen Zirkusbauten gastieren im Winterhalbjahr ukrainische und ausländische Ensembles. Das größte Zirkusgebäude (3000 Sitzplätze) steht in Kiew: pr. Peremohy 2. In Odessa: ul. Koblewskaja 25/1

Zoos

Die renommiertesten Tierparks befinden sich in Odessa, Lemberg, Charkiw (Schewtschenko-Park | Kinder bis 5 gratis, sonst 10-40 UAH | zoo.kharkov.ua) und Kiew (40 ha, Streichelzoo, Riesenrad; Di-So 9-18 Uhr | pr. Peremohy 32 | Metro: Politechnitschnyj Institut | zoo.kyiv.org). Die Tierhaltung entspricht leider nicht immer westlichem Niveau.

Sehenswertes

Aufgrund der großen Fläche des Landes sollte man für die Sehenswürdigkeiten der Ukraine viel Zeit einplanen, da man oft große Entfernungen überbrücken muss. Ein absolutes Muss bei den Sehenswürdigkeiten in der Ukraine ist die Hauptstadt Kiew mit dem Höhlenkloster, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Gesehen haben sollte man auch Odessa, die Hafenstadt am Schwarzen Meer, die Halbinsel Krim und natürlich die Karpaten.

Freizeit

Bei einer Reise in der Ukraine bieten sich für die Freizeit eine Vielzahl von Beschäftigungen an. In den Badeorten der Schwarzmeerküste der Ukraine spielt der Wassersport eine große Rolle. Vom Schwimmen bis hin zum Segeln, Jetskifahren oder Tauchen ist hier alles möglich. In der Bergregion der Karpaten kommen vor allem Kletterer und Bergwanderer auf ihre Kosten. Im Winter kann man hier wunderbar Skilaufen.

Übernachten

Besonders in den großen Städten, wie beispielsweise in der Hauptstadt Kiew, sind die Hotels der Ukraine vergleichsweise teuer. Billiger und vor allem interessanter ist es, sich zum Übernachten eine Wohnung oder ein Zimmer zu mieten. Eine gute Anlaufstelle für Touristen sind auch die Jugendherbergen des Landes. Sie sind günstig und man kann hier schnell Kontakte knüpfen.

Am Abend

Ausgehen in der Ukraine ist für Ausländer ein echtes Erlebnis, denn man kommt schnell mit den gastfreundlichen Menschen in Kontakt. Gefeiert wird in den Discos, Bars und Nachtclubs meist bis in den frühen Morgen – nicht nur in den Großstädten. In Sachen Essen bietet die Ukraine eine große Auswahl. Traditionell sind kleine Teigtaschen namens Wareniki mit verschiedenen Füllungen oder Borschtsch, eine Rote Beete Suppe.